KÖNIGLICH PREUSSISCHE TURFAN-EXPEDITIONEN ALTBUDDHISTISCHE KULTSTÄTTEN IN CHINESISCH- TURKISTAN BERICHT ÜBER ARCHÄOLOGISCHE ARBEITEN VON 1906 BIS 1907 BEI KUCA, QARASAHR UND IN DER OASE TURFAN VON ALBERT GRÜNWEDEL HERAUSGEGEBEN MIT UNTERSTÜTZUNG DES BAESSLER- INSTITUTS IN BERLIN MIT 1 TAFEL UND 678 FIGUREN BERLIN 1912 DRUCK UND VERLAG VON GEORG REIMER Einleitung. A uf den folgenden Seiten übergebe ich dem Druck das Rohmaterial der archäologischen Arbeiten, welches ii ich während meiner zweiten Reise in Chinesisch-Turkistan 1905—1907 an Ort und Stelle sammeln konnte. Begründet ist dieser Entschluß durch den Umstand, daß die mitgebrachten Originale zurzeit noch in den Kisten liegen und ihre ausführliche Bearbeitung zwar beabsichtigt wird, aber erst in langer Zeit wird zum Abschluß gebracht werden können. Ich bitte also das Gegebene nur als einen Bericht über das an Ort und Stelle Geleistete anzusehen *). Im Verhältnis zu der langen Reise (September 1905 bis Juni 1907) nahm die eigentliche Arbeit an den Ruinen eine kurze Zeit, kaum acht Monate im ganzen, ein. Die großen Entfernungen, gewollter und nicht gewollter Aufenthalt in den auf der Route liegenden Städten verschlingen den größten Teil der Zeit. Dazu kommt Rücksicht auf die klimatischen Verhältnisse. In der Umgebung von Turf an ist die Arbeit im Hochsommer (Juni bis Mitte August) infolge der Sonnenglut schwierig, in der Umgebung von QaraSahr kommt die Moskitoplage hinzu, welche dem im Lande weilenden Reisenden den Aufenthalt verleiden könnte, wenn es allerlei Umstände verursachen, daß er im Juni dort zu verweilen genötigt ist. Stürme und Erdbeben (letztere besonders in Qyzyl bei Kuca) gehören mit zum Charakter des Landes und gaben auch für den Zustand der Altertümer dem Besucher mehr wie eine interessante Lehre. Auch in bezug auf die Unterkunft haben archäologische Arbeiten in Chinesisch-Turkistan mancherlei Schwierigkeiten. Am besten bleibt es, wenn es irgend möglich ist, sich in den Ruinen selbst einzurichten, so gut es eben geht; Verpflegung usw. regelt sich dann durch die Sorgfalt der chinesischen Beamten in ganz befriedigender Form. Die archäologische Ausbeute ist natürlich ganz ungleich. Während an dem einen Orte eine solche Fülle sich ergibt, daß die Hände nicht ausreichen, auch nur das Nötigste zu schaffen,, bleiben andere Stellen, von deren versandeten Schätzen man Wunder gehofft hat — nach dem was die Eingeborenen erzählten — ganz ohne nennenswertes Resultat. Die Enttäuschungen des Reisenden, wenn als Ergebnis der Grabearbeit sich Haufen von Brandschutt finden, aber doch noch Anzeichen verraten, welch hervorragende Dinge'hier zugrunde gegangen sind, kann nur der begreifen, welcher derartige Erlebnisse mitgemacht hat. Allein solche traurigen Entdeckungen werden durch unverhoffte, gelegentliche Funde wieder wett gemacht und üben doch nur auf die ersten Versuche hin einen längeren Einfluß auf den Reisenden. An Orten nun, in welchen große Mengen archäologischen Materials erhalten sind, ergibt sich die Aufgabe, in kurzer Zeit ein ungemein vielseitiges und fast überall halb zerstörtes Material so weit zu bewältigen, daß man imstande ist, sich einigermaßen Rechenschaft zu geben — über alles: Sujet des Dargestellten, die verschiedenen Stilformen, eventuelle Reparaturen und Umbauten usw., kurz: es tritt eine Arbeit an den Reisenden heran, für welche die zugemessene Zeit des Aufenthalts sich als zu kurz ergibt. Die fremden unerhörten Formen, die immer wieder wechselnden Stilarten, in welchem das buddhistische Legendenmaterial in den Wandgemälden auftritt, verblüffen und verwirren selbst den mit der Materie vertrauten Besucher. Die alten Fassaden der Anlagen sind verstümmelt, die Grundrisse ergeben sich nur schwer und langsam aus immer wieder beobachtender und vergleichender Arbeit, und doch heißt es jede Kleinigkeit im Auge behalten, weil irgendeine besser erhaltene Fassade Lösungen bringen kann für Dinge, welche zuerst unverständlich waren. Das Ausnützen der auf den Wandbildern dargestellten Gebäude zur Rekonstruktion des verlorenen äußeren Bildes ist eine Aufgabe, welche sofort herantritt, aber an Ort und Stelle unter der Fülle des Materials kaum *) Der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte danke ich verbindlichst für die Überlassung der für meinen Bericht in der Zeitschrift für Ethnologie 41, 1909 S. 891 ff. hergestellten Zinkos, Herrn Prof. Dr. 0. Franke für die freundliche Durchsicht der an Ort und Stelle kopierten chinesischen Inschriftenreste. Grünwedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. 2 Einleitung. recht beachtet werden kann. Es ist kein Wunder, daß das Auge des Besuchers, ermüdet und beirrt durch die Berge von Schutt und Trümmern, in seinem Kampf um Klarheit sich zuerst dem überall entgegenleuchtenden Bilderschmuck zuwendet. Aber auch hier kostet es große Mühe, Darstellungen und Kompositionen wieder zu erkennen, welche sonst ganz geläufig sind, und es dauert lange, bis das Verwirrende weicht und der Besucher das Leitmotiv findet. Die zahlreichen Zerstörungen (fast nirgends sind die Gemälde ganz erhalten) erschweren im Anfang die Aufgabe ungemein. Fast überall fehlt die Kultfigur, andere plastische Ausschmückungen, Figuren und dekoratives Beiwerk sind vernichtet, Inschriften sind verkratzt, verräuchert oder bei Versuchen, sie auszuschneiden, zerstört, die Türwände durch Ausreißen der hölzernen Türverkleidung für die Kamine der heutigen Bevölkerung vernichtet, die Vorhallen und Vordächer, die Freigalerien, welche an den Felsen entlang den Zugang an hochliegende Anlagen ermöglichten, mit allem dekorativen Beiwerk, geschnitzten Pfosten, stüpaförmigen Aufsätzen, Bannern und Wimpeln längst zerstört. Demgegenüber ist, wie erwähnt, andererseits eine Möglichkeit der Ergänzung dadurch gegeben, daß die meisten in den Höhlen — und, wo wir es kontrollieren können — auch in den Resten der Freibauten erhaltenen Dekorationstypen sich sowohl im Ganzen wiederholen als in ihren einzelnen Teilen weiterleben. Es ist dies eine Beobachtung, welche ich schon 1902—03 in der Umgebung von Idyqutsähri machen konnte. Sie gilt in derselben Weise auch für die Umgebung von Kuca und QaraSahr. Wir haben also überall, mit gewissen Ausnahmen natürlich, mit einer Reihe von Musteranlagen mit wesentlich demselben Bilderschmuck usw. zu tun, welcher in bestimmte Serien von Darstellungen zerfällt und dessen Studium und eventuelle Rekonstruktion ich mir diesmal, so gut es eben möglich war, zur Aufgabe machte. Dieses Rohmaterial lege ich nun in den nächsten Seiten vor. Ich hoffe, in späteren Arbeiten die Behandlung ihrer einzelnen Teile wieder aufnehmen zu können, um ihre Abhängigkeit voneinander und ihr sporadisches Weiterleben in späteren Perioden, wenn Veränderungen der Religion selbst neue Kompositions-Schemen schufen, darstellen zu können. Aus dem Gesagten erhellt, daß die Aufgabe an Ort und Stelle darin bestand, zunächst das Gefundene, was irgendwie ergiebig schien, zu fixieren. Es war also eine Planskizze zu machen, die Reihenfolge der erhaltenen Bilder zu notieren, das Wichtigste daraus zu skizzieren und mit der äußeren Ansicht der Anlage photo-graphieren zu lassen, kurz durch so viel wie möglich eingehendes Studium so weit zu gelangen, daß die zum Ausschneiden und Ausheben geeigneten Bilder bezeichnet werden konnten, wenn nicht die Kürze der Zeit und der hohe Wert der aufgedeckten Bilder gebot, alles mitzunehmen. Ich ging dabei von der Ansicht aus, daß die Frage, welche Gemälde mitgenommen werden sollten, nur so beantwortet werden kann: entweder alles oder nichts. Alles dann, wenn das hohe Alter oder die wissenschaftliche oder künstlerische Bedeutung es rechtfertigt; Nichts dann, wenn es nicht möglich war, sich über den übrigen Inhalt so klar zu werden, daß die Rekonstruktion in Europa möglich schien. Eine Ausnahme machen natürlich wichtige Varianten, welche in Repliken vorkommen. Aber auch dies zu bestimmen, ist nur nach eingehender Arbeit an Ort und Stelle möglich. Ausgenommen ferner sind einzelne merkwürdige figürliche oder dekorative Reste in sonst ganz zerstörten Höhlen, welche als Beleg, welcher Stilart die zerstörte Anlage angehört hat, mitgenommen werden mögen. Das flüchtige Ausbrechen einzelner Platten aus Gemälden, die man nicht genau notiert, in ihrem Zusammenhang bestimmt oder erkannt, nicht gezeichnet oder photographiert hat, halte ich für verwerflich, ebenso auch das ohne jede Rücksicht auf das Dargestellte unternommene Ausschneiden von Inschriften. Bei den wertvollsten Bildern, welche also bis auf die dekorativen Wiederholungen überall ganz mitgenommen wurden, habe ich, wenn es irgendwie menschenmöglich war, noch an Ort und Stelle sowohl Photographien machen lassen, als auch Pausen oder Aquarelle gefertigt. Denn bei den Gefahren, welche der Transport mit sich bringt, hielt ich es für dringend nötig, wenigstens Photographien oder Durchzeichnungen zu sichern. Schon das Ablösen der alten Bilder, welche häufig verschimmelt sind, brachte große Gefahren, und nicht immer gelang die Ablösung; was verschimmelt war, zerfiel eben in Staub. So rechtfertigte es sich, wenn an Ort und Stelle alle möglichen Anstrengungen gemacht wurden, durch Kopieren die noch im Zusammenhang gefundenen Bilder zu retten. Freilich mußte ich bei der Masse der prächtigsten Bilder manches einpacken lassen, was nicht zu kopieren möglich war. Besonders in Qyzyl (im Monat April 1906) ergab sich beim Ausräumen der Höhlen ein so massenhaftes Material von Temperabildern der kostbarsten Art, daß ich meine Bemühungen nur auf die durch Schimmel und Moder gefährdeten Bilder beschränken und die besser erhaltenen unmittelbar ausschneiden und verpacken lassen mußte, jedoch immerhin unter genauer Fixierung und Beschreibung der Lokalität, woher sie genommen wurden. Das Illustrationsmaterial, welches unten den Beschreibungen beigegeben ist, besteht aus den an Ort und Stelle gemachten Pausen und Freizeichnungen. Wo Einleitung. 3 die Durchzeichnung der Konturen unmöglich war — entweder weil das Bild über dem Absturz stand, oder weil Insektennester, Rauheiten oder Bröcklichkeit der Bildfläche, die sich abzuschälen begann, die Durch -Zeichnung verhinderten, ließ ich durch die Türken mittelst kleiner Nägelchen in gemessenen Abständen mit Schnüren quadratische Netze über die Bilder ziehen, deren Konturen ich dann in meine verkleinerten Quadrate eintrug. So habe ich auch da zuverlässige Konturenkopien erlangt, wo die Pausemethode versagte. Sehr erschwert wurde diese Arbeit im Winter 1906—07, wo die scharfe Kälte die Tusche im Pinsel frieren machte und auch die gewöhnlichen Mittel dagegen (Zusatz von Alkohol) versagten. Eine große Plage bei der Arbeit war der herumstäubende Sand, welcher, in Pinsel und Feder geraten, diese völlig verdarb, die Tusche zersetzte, die Farbstoffe veränderte. Beim Aquarellieren war die Wiedergabe der Farben schwer. War es gelungen, den Hauptton zu mischen, so konnte eine Wolke Sand, welche hereinflog, alles verändern. Ferner stellte sich die Beobachtung ein, daß der benutzte europäische Farbstoff in hellerer Abstufung, sei es, daß er mit Deck-weiß versetzt oder durch Wasser verdünnt wurde, ganz andere Abstufungen ergab, als der im Original gebrauchte Stoff. Was die beigegebenen Pläne betrifft, so muß ich dazu das Folgende bemerken: Die Höhlen und ihre Vorbauten (soweit diese erhalten sind) sind nie oder nur in den seltensten Fällen ganz regelmäßig. Selbst die prunkvoll und wahrhaft künstlerisch ausgestatteten Räume unterscheiden sich in dieser Beziehung nicht von den einfacheren, handwerksmäßig ausgestatteten Anlagen. Die Wände sind nie ganz gerade, auch nicht gleich tief. Maßdifferenzen von 20 und mehr Centimetern sind häufig, Ungleichheiten sind dann mit dem stets geschmeidigen und fügsamen Tertiärton, in welchen die Höhlen selbst geschnitten sind, ausgeglichen oder richtiger gesagt ausgestrichen. So ist z. B. in den gewölbten Seitengängen der Höhlen, wenn die Seitengänge in den Quergang münden und so eine Ecke bilden, die Verbindung der beiden gleich-hohen Gewölbe nie durch einen Grat markiert, sondern die beiden Gewölbe sind in einander hinüber-modelliert. In ähnlicher Weise sind Ungleichheiten bei zusammentreffenden Gesimsen usw. durch die Gunst des Materials ausgeglichen. Vortretende Stellen in den Wandflächen finden sich oft. Häufig war es ein großer, in der Masse zum Vorschein kommender, harter Stein, der so gebettet lag, daß, wenn man versucht hätte, ihn herauszunehmen, der Einsturz der Anlage zu befürchten war. In höchst naiver Weise wurde ein so ungefüger Block einfach in die Malerei hineinkomponiert, was um so näher lag, als die Temperabilder der Wände und Gewölbe ja nur die Fonds für davorstehende Figuren sind. Ferner finden sich oft Stellen, wo schon bei der Anlage der Höhle die Masse der Wand nachgab und zusammenbrach, besonders häufig ist dies bei den Türwänden der Fall. Diese Lücken wurden dann durch eingesetzte Luftziegel ausgeglichen. Bei den Türen gab die häufig ganz vorgebaute Vorhalle (Freibau) mit Pultdach einen festen Halt,, Alle kleinen Zufälligkeiten in den Maßen konnten nicht eingehend berücksichtigt werden, sondern es wurde stets ein Mittel genommen, um die allgemeinen Formen der Raumverteilung so weit zu fixieren, daß ihr Idealtypus wiedergegeben wurde. Nur wo auffallende Unregelmäßigkeiten vorlagen, wurden sie bemerkt und im Kontext der Beschreibung erwähnt. Schon der Umstand, daß in Fällen, wo der Verputz, auf dem die Bemalung ausgeführt war, völlig abgerissen war, nie mit Sicherheit seine ursprüngliche Dicke angegeben werden konnte (wenn nicht die anstoßende Ecke seine Ränder erhalten hatte), mußte im Gegensatz zu anderen, besseren Höhlen eine gewisse Ungleichheit ergeben. Noch schlimmer war dies bei abgestoßenen Ecken, heruntergerissenen Gesimsen und dergl. mehr. Um mich selbst zu kontrollieren, habe ich einzelne Räume von andern messen lassen. Jetzt nun, wo ich dies Material mit dem meinigen vergleiche, finde ich nur geringe Differenzen — kaum einmal 5 oder 1.0 cm mehr oder weniger, so daß ich also meine Skizzen mit ruhigem Gewissen, so wie sie sind, abdrucken kann. Ich muß dabei nur um einer allerdings etwas lästigen Sache wegen um Entschuldigung bitten. Bei der Masse von Arbeit, welche während der Räumung der Höhlen sich andrängte, bei den steten Störungen, welche unterliefen, entweder durch die Arbeiter oder Besucher (besonders weithergekommene Patienten machten sich recht unangenehm bemerkbar), oder aber durch angenehmere Ereignisse, wie unverhoffte Funde, habe ich zur Bezeichnung der einzelnen Teile der Höhlen keine Gleichheit beachtet, sondern die Zahlen und Buchstaben, welche die Hallen, Gänge, Türen, Wände usw. bezeichnen sollen, bald in dieser, bald in jener Reihenfolge angewendet. Es würde sich dies ja jetzt ändern lassen, wenn die ganzen Erwerbungen, besonders die ausgehobenen Wandgemälde, schon ausgepackt, montiert und inventarisiert wären. Da aber dies Material, noch mit den in den Planskizzen notierten Buchstaben und Zahlen bezeichnet, in den Kisten verpackt liegt, muß ich diese Ungleichheiten stehen lassen. Diese Unregelmäßigkeit gibt also auch wie so manches andere ein getreues Bild der Arbeit an Ort und Stelle. Um nun auf die Lokalitäten selbst einzugehen, will ich eine kurze Übersicht der Reise selbst geben. 4 Einleitung. In Kaschgar mit Herrn von Lecoq zusammengetroffen, brach die ganze Expedition am 30. Dezember 1905 von dort auf: Ankunft in Kuca Ankunft in Ming-Öi beim Qumtura Rückreise nach Kuca Ankunft in Qyzyl Rückreise nach Kuca Ankunft in KiriS Rückkehr nach Kuca Abreise von Kuca Ankunft in Sorcuq Abreise von Sorcuq Ankunft in Turfan Ankunft in Qarakhoja Rückkehr nach Turfan Besuch von Urumtsi und Rückkehr nach Turfan Aufenthalt in Turfan Ankunft in Qarakhoja Aufbruch nach Hami Ankunft in Iliköl Ankunft in Hami Rückkehr nach Qarakhoja Aufbruch nach Bäzäklik (Murtuq) Rückkehr nach Qarakhoja Aufbruch von Qarakhoja nach Hassa §ähri Rückkehr nach Qarakhoja Besuch von Lämcin Rückkehr nach Toyoq Mazar nach Qarakhoja Abreise nach Turfan Aufbruch nach Sorcuq Rückkehr von da nach Turfan Aufbruch nach Berlin 23. Januar 1906. 27. Januar. Erstes Arbeitsfeld. 25. Februar. 26. Februar. Zweites Arbeitsfeld. 14. Mai. 15. Mai. Drittes Arbeitsfeld (nur kurzer Besuch). 20, Mai. 23. Mai. 4- Juni 29. Juni 9- Juli. 10. Juli. 14. Juli. Viertes Arbeitsfeld. Von Sorcuq kehrte Herr von Lecoq zurück. Kurze Besichtigung von Idyqutsähri usw. 16. Juli bis 9. August. bis 20. August. Arbeiten in den Bergen N von Turfan. Besuch 21. August. und Grabungen in Yarkhoto. 24. August. * 4. September. Arbeiten bei Iliköl. 10. September. 13.—22. September. 30. September. Fünftes Arbeitsfeld. 26. November, 8. Dezember. 16. Dezember. 27. Dezember. 31. Dezember. Kleine Arbeiten in der Umgebung. Sechstes Arbeitsfeld. 12. Januar 1907. 4. Februar. Verpackung und Absendung der Hauptausbeute. 25. Februar. Ankunft in S. 6, März. 26. März. 5. April. Die Beschreibungen der Anlagen folgen unten in der zeitlichen Reihenfolge. Die Besprechung der einzelnen Höhlen selbst aber ist nicht so angeordnet, wie die Arbeiten an Ort und Stelle sich folgten. Es ist dies unmöglich, da ich aus verschiedenen Gründen nicht immer an derselben Stelle arbeiten konnte, sondern häufig mitten aus der Arbeit heraus eine andere Höhle bearbeiten mußte. Was unten folgt, bildet also das Schluß -resultat einer Reihe immer wieder von neuem aufgenommener Arbeiten. Den ersten Bericht (über Ming-Öi bei Qumtura) bitte ich nur als eine Art Vorstudie zu den umfangreicheren und länger dauernden Arbeiten in Qyzyl anzusehen. Die Bilder in den Höhlen von Ming-Öi bei Qumtura waren mit geringen Ausnahmen so zerschlagen, verkratzt und durch die Wachfeuer der in ihnen hausenden Ziegenhirten so verräuchert, daß es sich in Hinblick auf die noch in Aussicht stehende, viel reichere Ausbeute kaum lohnte, länger zu verweilen. Die große Anlage bei Qyzyl hatten wir schon auf der Durchreise nach Kuca (22. Januar) besucht. Es hatte sich aber nicht einrichten lassen, daß wir dort verblieben. So wurde also erst Ming-Öi beim Qumtura besucht, aber der kurze erste Besuch in Qyzyl trug insofern seine Früchte, als er mir ermöglichte, verschiedene Einzelheiten der zerstörten Höhlen im Auge zu behalten und so manches in den beschädigten und verräucherten Bildern zu erkennen, was ich ohne die Besichtigung der besser erhaltenen Parallelen in Qyzyl zu beobachten und identifizieren nicht vermocht hätte. Für manche Einzelheit, welche ich unter der Verrußung mühsam herausputzte, fand ich freilich die Bestätigung der von mir gefundenen und in Konturen festgehaltenen Form erst viel später an anderen Orten. Schwieriger, weil umfangreicher, gestaltete sich die Arbeit in der großen, aus mehreren Gruppen bestehenden Anlage von Qyzyl. Da fast alle Höhlen noch mit Sand ausgefüllt waren, war, bis Höhlen ausgeräumt Einleitung. Ming-Oi bei Qumtura. 5 waren, zunächst nichts weiter übrig, als hier und dort, soweit Bilder freilagen, dieselben durch Beschreibung der Lage, ihrer Anordnung im Raum und ihrer Komposition zu fixieren und Skizzen des Auffallenden oder Ungewöhnlichen zu machen. Mit der allmählichen Räumung der Höhlen vom Flugsande kamen neben den verschütteten Teilen der zunächst zugänglichen Höhlen auch viele (und nicht die schlechtesten !) neue hinzu, so daß sich also für den Archäologen eine geradezu erdrückende Arbeitsmasse ergab. Die Erkenntnis, daß gewisse Höhlendekorationen sich mehrmals wiederholten, gab freilich eine gewisse Beruhigung. Es war zunächst möglich, die Unika ins Auge zu fassen und sie allein zunächst zu studieren, aber andererseits ergaben sich bald in den Repliken der öfter vorkommenden Dekorationssujets so merkwürdige Varianten, daß auch hier das genaueste Detailstudium sich als nötig erwies. Überall aber waren Lücken, welche Ergänzungen wünschenswert machten, um die Erklärung zu ermöglichen. Es war ein förmliches Freudenfest, wenn sich eine solche Lücke ergänzte. Alles aber konnte ich leider nicht machen — was ich wohl gewünscht hätte — es war unmöglich, aus physischen Gründen sowohl, wie aus Mangel an Literatur. Besonders zur Bestimmung der so oft abgebildeten Buddhapredigten an Ort und Stelle reichte weder meine Zeit noch mein Gedächtnis aus. Ich hoffe aber genug an Originalen, Kopien und Beschreibungen mitgebracht zu haben, um später, wenn alles zugänglich sein wird, in ruhiger Arbeit, nicht in der nervösen Anspannung aller physischen und geistigen Kräfte, die an Ort und Stelle nötig war, auch hier die Lösung zu bringen. Eine Reihe von Kollationen der gleichen Kompositionsmotive habe ich aber schon an Ort und Stelle gemacht; es ist dies das Material, welches unten folgt. Die Literaturzitate habe ich erst hier beigefügt, ohne zu glauben, überall das Richtige gefunden zu haben. Ich brauche sie als hier beigefügte Zutaten nicht zu markieren, da in meinen an Ort und Stelle gemachten Originalmanuskripten natürlich nicht davon die Rede sein konnte. Der kurze Aufenthalt in Ming-Öi beim Qumtura ergab als feste Daten (wie erwähnt, allerdings unter dem Einfluß des Besuchs von Qyzyl) schon eine Reihe Dinge. Zunächst deutlich drei Stilarten: 1. einen Stil, der als unmittelbar mit den Gandhäraskulpturen zusammengehörig bezeichnet "Verden muß, mit zum Teil eigenartigen Anlagen der Räume, vgl. unten z. B. Höhlen der zweiten Schlucht. Einzelne stark auf Indisches weisende Formen fallen dabei auf. 2. einen offenbar aus dem vorhergehenden herausentwickelten Stil, dessen Eigenheiten mir schon 1902 in den ruinösen Anlagen Ruine I (Bericht1), Taf. II, III, Fig. I, vgl. Hängebildchen aus X Bericht, Taf. XVII Fig. 1) in IdiqutSähri usw. aufgefallen waren. Hier schien er in zwei, vielleicht zeitlich geschiedene Perioden zu zerfallen: a sich mehr I nähernd, vgl. z. B. unter Höhle 15 der I. Schlucht, b in mehr abgerundeter, durch neue Farben vermehrter Art (Hervortreten von Hellblau war besonders auffallend) mit denselben Stifterbildern wie a, welche aber durch bemerkenswerte Unterschiede der Tracht (besonders der weiblichen) bezeichnet sind. Proben die Höhlen: 19, 42 des Haupttals. Für diese Stilart ergab sich bald ein feststehender Plan, welcher in den Repliken nur variiert wird: eine meist zerstörte Vorhalle, welche in der Regel breiter war, als die dahinter liegende Cella und, wie allerlei Anzeichen lehren, meist ein Pultdach gehabt hat. Manchmal hatte diese Vorhalle eine aus Luftziegeln gemauerte Türwand und ein querliegendes Tonnengewölbe, an anderen Stellen nur Holzsäulen, so daß sie nach vorn offen war. Doch sind dies Beobachtungen, welche sich nicht allein aus Ming-Öi Qumtura ergaben. Deutlich war hier noch, daß hochliegende Höhlen durch Freitreppen, welche an die Bergwand mittelst eingesetzter Balken gelegt waren, zugänglich und daß ganze Höhlenreihen durch vielleicht bedeckte Gänge, welche über den Abhängen weggingen, verbunden waren2). Von der Vorhalle aus gelangte man in eine fast quadratische Cella, welche von einem Tonnengewölbe überspannt war. (Typ a hatte einen Plafond, in dessen Mitte sich eine hohe, in den Tertiärton gebohrte Kuppel erhob), die Stirnseiten des Gewölbes über der Tür und der Rückwand, der Wand mit den Nischen für das Kultbild. R. und L. von der Nische gingen niedrigere, schmale Gänge ins Innere, hinten durch einen ebenso gewölbten, meist etwas höheren Quergang verbunden, so daß also die Rückwand der Cella die Front eines Mittelpfeilers darstellte. Über alle Einzelheiten dieses Systems werde ich unten ausführlicher berichten. Zu diesem häufigsten Höhlen typ gehört nun ein Dekorationsschema, dessen Hauptelemente die folgenden sind: Nische: Buddha, sein Parivära: Indra, Pafica&ikha und die Götter in Berglandschaft (am Mittelpfeiler), Cellenwände: nahezu quadratische Bilder mit Predigten Buddhas, Innere Türpfeiler: i. q. Cellenwände oder Stifterbilder oder Schutzgötter, *) Bericht: B. über archäolog. Arbeiten in Idikutschari u. Umgebung Abh. K. Bayer. Ak. Wiss. I. Kl. XXIV. Band 1. Abt. München 1905. 2) In der vorderen Hälfte des Haupttales von Ming-Öi beim Qumtura sieht man noch deutlich die Spuren solcher Konstruktionen. 6 Einleitung. Ming-Öi bei Qumtura. Türlaibung: (in Ming-Öi, Qumt. nicht festzustellen), später Schutzgötter, Lünette über der Tür: Maitreya und Devaputras, Kappenflächen des Tonnengewölbes: Jätakas und Buddhafiguren mit einzelnen Verehrern vor Bergen in Reihen, Darunter ein meist zerstörter Balkon mit Freifiguren und unter dem Balkon bisweilen (Qyzyl) ein Wasserfries mit mythischen und wirklichen Seetieren, Zenit der Höhle: Garuda, Sonne und Mond, Windgötter, Pratjekabuddhas usw., Seitengänge: Stifterbilder oder Szenen aus der Zeit nach Gautama Buddhas Tod, Rückwand des Querganges: Parinirväna Buddha's oder Verteilung der Reliquien nach der Verbrennung seiner Leiche oder die Verbrennungsszene selbst. Über die Gemälde der Vorhallen dieser Anlagen, sowie über manche Reste im Inneren der Cella z. B. die Spuren herabgebrochener Balkone über den Buddhapredigten der Wiederlagsflächen und Kappenflächen des Tonnengewölbes konnte ich in Ming-Öi beim Qumtura noch nicht ins klare kommen. Diese Höhlenart kehrt nun mit zahlreichen Varianten in Anordnung der Bilder sowie im Detail der dargestellten Stoffe in Qyzyl und Kiri§ wieder, ja ihre einzelnen Elemente reichen noch, da und dort anders verwendet, stilistisch modifiziert, bis in die Spätperiode der Ruinen von Turfan und Umgebung hinein. Ich habe schon an anderer Stelle erwähnt, daß das so häufig verwendete Schema im wesentlichen mit dem Schmuck eines in Ceylon erbauten Tempels übereinstimmt, welchen der Mahävansa *) beschreibt. 3. Eine dritte Stilart, deren Stifter zweifellos ein ganz anderes Volk sind, führt neue Dekorations-schemas ein, auch die Religion ist eine andere, zwar ist Buddha, wie es scheint, noch die Hauptkultfigur, daneben erscheinen aber Formen des Bodhisattva Avalokitesvara, ferner Manjusri und Samantabhadra und ein völlig verändertes Pantheon mit chinesischen Inschriften gegenüber den Brähmi-Inschriften von Stilart 2. Dabei bleiben übernommene Kompositionen im Stil von Gruppe 2. Am auffallendsten ist dies bei der Darstellung des Parinirväna, welches in Höhle 33 (Nirvänahöhle) noch im Stil 2, in Höhle (Kinnari-Höhle), aber in stark chinesischem Stil, wie alles übrige, was an Gemälden erhalten ist. Ich will schon hier bemerken, daß dieser Stil am auffallendsten in Sorcuq uns begegnen wird und daß er auch in Idyqutsähri (Bilder aus dem Tore des südl. Hofes des sog. Khans Palastes, vgl. unt.) und sonst vorhanden ist. Über alle Einzelheiten muß ich auf das unten Folgende verweisen. In dem Felsentempel, welcher am Ende der Anlagen am Qumtura (Ming-Öi) schließt, finden wir eine bemerkenswerte Veränderung des Grundplans der einzelnen, nebeneinander liegenden Räume darin, daß, wie in Typ a der 2. Stilperiode der Pfeiler sehr wenig tief wird und der hinter dem Pfeiler laufende Verbindungs-gang die Form eines Bogens annimmt. Da die Dekorationsreste in diesem Felstempel denselben Stil zeigen, wie die Höhlen der Stilart 3 — reichgegliederte Blumenbouketts und aus fast naturalistisch gemalten Blumen gebildete Ranken —, möchte ich ihn ebenfalls der dritten Stilperiode, die schon einem türkischen Volke angehört, zurechnen. Im Tempel bei der Schleuse (vgl. S. 8) ist das Kultbild ein stehender Buddha, offenbar der Typus der Buddhastatue des Königs Udayana, gewesen. Es ist möglich, daß die Einführung dieser Statue ursprünglich die Veränderung des Plans der Tempel und Höhlen veranlaßt hat: die geringere Tiefe des Pfeilers und die bogenförmige Anlage des verbindenden Querganges. Doch genügt das hiesige Material nicht zur Entscheidung der Frage. *) Zeitschrift für Ethnologie 41, 1909 S. 891 ff. Ruinen am Flusse (Ming-Öi) beim Qumtura, WSW-Richtung von Kuca. 27. Januar bis 25. Februar 1906. ' Die buddhistischen Höhlen, genannt Ming-Öi, liegen bei der Ruine eines Tempels Qumtura (»Sand-Tura«) am L. Ufer eines breiten Flusses (Muzart). Einige Anlagen liegen auch auf dem R. Ufer. Der Weg dorthin führt in westsüdwestlicher Richtung von der Stadt Kuca in ein großes, weitauseinander liegendes Dorf. Etwa auf halbem Wege trifft man auf weit ausgedehnte Trümmerfelder und noch vorher auf die Reste zweier hochliegenden Stüpas. Der Weg von Kuca bis zum Dorfe beträgt 70 Li, er führt zunächst über wüste Stellen und trifft erst kurz vor dem Dorfe auf sumpfigen Boden und Kanäle. Wenn man nun von dem Dorfe aus in nordwestlicher Richtung weitergeht bis zum Hause des Imäm und von da weiter in der Richtung der Berge, so gelangt man zunächst an einige tief eingeschnittene Kanäle, welche durch Schleusen reguliert werden. Hat man dieselben passiert, so erreicht man einen hohen Damm, welcher als Wehr gegen Überschwemmung dient. Denn vor diesem Wehr biegt der Fluß in großem Bogen nach S. ab. Schreitet man auf dem Damm weiter, so trifft man nahe da, wo die Biegung des Flusses nach S. beginnt, auf zwei Schleusen, welche, mit Stegen versehen, zwei Kanäle überbrücken, die ihr Wasser in östlicher Richtung nach den Kulturen des Dorfes führen. Passiert man diese Stege und schlägt man weiter den Weg auf dem L. Ufer des nunmehr fast direkt von O nach W fließenden Flusses ein, so erreicht man die Vorberge, in welchen die Höhlen liegen. Der Weg vom Hause des Imäms des Dorfes bis zu den Vorbergen mag von einem Fußgänger in einer guten Stunde zurückgelegt werden. Die ganze Ausdehnung des Gebietes, wo Höhlen liegen, ist mindestens ebenso lang, Fig. I. Schon bei der zweiten Schleuse trifft man auf einen großen Tempel. Geht man an alten Trümmerresten vorüber bis an die Vorberge, so erreicht man eine große Doppelruine unmittelbar bevor die eigentlichen Berge beginnen. Dieser einst sehr stattlichen Anlage gegenüber sieht man auf einem Anberg des R. Ufers eine zweite große Ruine und in der ziemlich steilen Uferwand der R. Seite des Flusses einige hochliegende Höhlen. Eine Untersuchung der Ruinen des R. Ufers ergab keine Resultate. Es zeigte sich, daß überall das Wasser des Flusses durchgedrungen war, so daß auf wohlerhaltene Manuskripte oder sonstige Altertümer nicht gerechnet werden konnte. Gefunden wurden nur eine große Anzahl kleiner schmaler Brettchen, deren Bedeutung unklar ist. Ob es die sogenannten saläkäs (Tib. tsul-§in) waren, welche zur Kontrolle der an die Mönche zu verteilenden Speise dienten, oder ob sie als Opfer für die Erdgeister aufzufassen sind, wie die zahlreichen kleinen keilförmigen Hölzchen mit Brähmilettern, welche wir 1902—03 in IdyqutSähri gefunden hatten, lasse ich dahingestellt. Der Tempel neben den zwei Schleusen, welcher auf dem L. Ufer des Flusses liegt, wurde ausgeräumt. Es ergab sich ein großer quadratischer Raum, vor dessen Rückwand große Statuen aus Ton über Strohbündeln, die mit Pappelstämmen gestützt waren, gestanden hatten. Die Mittelfigur war eine große Buddhastatue gewesen, deren Sockel (Lotus) und Füße mit den unteren Rändern des Gewandes noch so erhalten waren, daß 8 Ming-Öi bei Qumtura. man mit Sicherheit sagen kann, sie habe den Typus der stehenden Statue des Königs Udayana gehabt, Fig. 2 Daneben standen zwei kleinere Statuen, von denen die L. stehende sicher eine gepanzerte Figur dargestellt hat. Beachtenswert waren die glattanliegenden Schuhe der letzteren Figur, sie waren zweifellos früher als stählerne Panzerschuhe bemalt. Gefunden wurde sonst nichts. Die Handschriften, welche sicher einst die »Seele« der Buddhastatue gebildet hatten, waren längst weggenommen. Vor dem Ruinenkomplex unmittelbar an den Bergen, der wie der gegenüberliegende durch Eindringen des Wassers gelitten hat, wurde ein Rest eines Stüpa geöffnet. Es fand sich darin eine runde Deckelschachtel mit Knochenresten etwas größer wie eine Hutschachtel und vollkommen von derselben Form, wie die unten zu besprechenden Gefäße für die Reliquien Buddhas auf den Wandgemälden. Es war kein Zweifel, daß es sich um die landesübliche Form des Karanda für Reliquien handelte, freilich in der denkbar bescheidensten Form einer schmucklosen Holzschachtel*). Beim Weitergraben stellte sich heraus, daß der Stüpa auf ein altes, mit Wandgemälden reich verziertes Zimmer gebaut war. Leider war aber auch hier alles von dem eingedrungenen Wasser so vermorscht und zersetzt, daß sich nichts retten ließ, sondern alles Bloßgelegte sofort in Staub zerfiel. Es wurde dabei ein von dem Zimmer aus nach dem Flusse zu führender Gang entdeckt, der ein furchtbar zerstörtes, mehr als wandte Bilder, die aber leider fast immer sehr beschädigt sind, werden wir später bei Gelegenheit der Beschreibung der Höhlen von Qyzyl erwähnen können. Unmittelbar hinter der großen Ruine führt eine Schlucht nach R. ab. Diese Schlucht enthält eine ganze Reihe von mehr oder weniger zerstörten Höhlen, die wir vom Fluß an numerierten, um die eventuelle Ausbeute daraus zu bestimmen. Von der Schlucht an tritt nun die Felswand ganz nahe an den Fluß heran. Folgt man der Felswand, im Winter auf dem Eise, im Sommer aber nur zu Pferde im Fluß, so gelangt man an eine zweite Schlucht, welche ebenfalls Höhlen z. T. mit Freibauten enthält. Die Hauptanlage liegt auf der R. Seite der Schlucht. Von dieser zweiten Schlucht an gehen die Berge wieder nahe an den Fluß heran. Bald aber erweitert sich das Tal bedeutend, da der Fluß nach W. ausbiegt und die Berge treten weit zurück. Eine kleine Schlucht und eine von N nach S orientierte Höhle bezeichnet nun das Gebiet, in welchem die größte Zahl der erhaltenen Höhlen liegen, Sie reichen bis über eine dritte Schlucht hinaus und enden mit einem großen Felsentempel, der jedoch hinter einer Ecke unmittelbar hinter der dritten Schlucht liegt. Bis zu dieser Ecke hat der Fluß einen fast ganz nach W gerichteten Lauf. Über den Felsentempel hinaus auf dem L. Ufer noch weiter vorzudringen, ist unmöglich. Alle Höhlen dieser Hauptanlage sind ebenfalls einfach der Reihe nach gezählt worden. Beachtenswert ist, daß die Bergseite über der Hauptgruppe von Höhlen vor der Schlucht überall deutlich Fig. 2. 2 m breites, sehr altes Bild enthielt. Die Mittelfigur bildete eine thronende Gestalt eines indischen Fürsten oder Bodhisattva mit indischem Kopfschmuck, in viel größeren Dimensionen, wie die übrigen Figuren. Um ihn herum waren viele kleinere Gruppen, darunter viele Frauen. L. von der Hauptfigur sah man eine sitzende Figur eines Königs (?), der mit der ausgestreckten R. einen Gegenstand, der wie ein Kranz aussah, # einem bärtigen Manne mit nackten Armen darreichte, der einen grau gemalten hutartigen Helm trug und dessen Brust mit einem ebenfalls grau gemalten Ringelpanzer geschützt war. Der Unterkörper der Figur war zerstört. Auch dieses Bild zerfiel sofort in Staub. Ver- *) Die Grundform dieser Reliquienkästchen ist ein Tempelchen oder Häuschen, wie ja auch die indischen SarirakarahoVs die Form von Miniaturstüpas haben. Eine ähnliche Vorstellung liegt dem russischen teremok zugrunde. Ming-Öi bei Qumtura, Höhlen i. Schlucht. 9 Spuren alter Terrassen, Treppen und vielleicht einst bedeckte Wege zeigt, welche die hochliegenden Höhlen verbanden oder zugänglich machten und längst abgestürzt sind. Die dritte große Schlucht bildet eine lange breite Straße, welche in Windungen in die Hauptgruppe hinab führt. R. und L. von ihr liegen überall kleinere Schluchten, in welchen da und dort Höhlen verborgen liegen. Merkwürdig ist der Umstand, daß an der von dem Wege, den die Hauptschlucht bildet, liegenden Felswand eine jetzt sehr zerstörte, lang hinlaufende chinesische Inschrift sich befand. Indem ich zur Besprechung der Höhlen im einzelnen übergehe, muß ich noch betonen, daß es mir bei der vorliegenden Arbeit nur um eine Vorstudie zu den Hauptarbeiten in Qyzyl zu tun war. Ich habe daher nur die besser erhaltenen Höhlen eingehender behandelt, ohne mich mit den dürftigen Fragmenten der übrigen aufhalten zu können. Die Höhlen, mit denen ich mich während meines Aufenthalts eingehender beschäftigt habe, sind die folgenden: 1. Schlucht, Höhle 15, 2. Schlucht, Höhlen und Bauten an der Nordseite der Schlucht, Hauptgruppe, Höhle 14, Höhle 19 mit ihren Annexen, Höhle 33, Höhle 42, 3. Schlucht, Höhle in der nördlichen Seitenschlucht. Erste Schlucht, 13., 14. und 15. Höhle. In der ersten Sc hlucht des L. Ufers des Flusses liegen eine Anzahl von Höhlen, über welche nichts Besonderes zu erwähnen ist. Zählt man diese Höhlen, indem man vom Flusse aus hinaufgeht, so trifft man, weiter entfernt von der Hauptgruppe in einer Biegung der Schlucht eine steile, mit Kies bedeckte Erhöhung, auf-welcher man drei Höhlen erblickt, die vom Fluß an gerechnet die 13., 14., 15. Höhle zu nennen wären. Diesem Berge gegenüber sieht man auf einem anderen Hügel noch eine Gruppe von Höhlen, deren Hauptanlage durch den Berg hindurchgeht. Diese Gruppe enthält außer drei Sockeln von Buddhastatuen und einigen Brähmi-Schriftresten nichts Bemerkenswertes. Von Gruppe 13, 14, 15 ist die vord. und mittl. Höhle, mit Ausnahme von geringen Gemälderesten so zerstört, daß ein Eingehen auf sie nicht lohnt. Mehr bietet die dritte Höhle (15), welche, obwohl sehr beschädigt, noch so viel des Interessanten bietet, daß eine genauere Beschreibung angemessen ist. Diese Höhle bildet einen ziemlich quadratischen Vorraum, der von einer jetzt eingestürzten Kuppel überragt war. Die Türwand ist bis auf eine ganz kleine Ecke völlig zerstört, die Rückwand zeigt eine große Nische, in welcher einst das Kultbild stand, R. und L. davon zwei kleinere höherliegende Nischen für Nebenfiguren, vgl. Fig. 3 a. Unter diesen Nischen gehen niedrige, gewölbte Gänge R. und L, von der Kultfigur in den Berg, um hinten wieder durch einen leicht gebogenen Gang zu einem Umgang um das Allerheiligste verbunden zu werden. Diese Gänge, welche hergestellt sind, um die Pradaksina-Zeremonie den Besuchern zu ermöglichen, enthielten, da sie häufig besser erhalten sind als die Vorräume, wichtiges archäologisches Material. In der Cella unserer Höhle haben außer den Figuren, die in der Rückw. standen, noch zwei Figuren gestanden, und zwar in den großen Nischen der Seitenw. Der Boden der Cella ist jetzt mit Trümmern der Kuppel usw. angefüllt, ebenso der Eingang der Gänge, in denen ich Wolfslosung fand. Maße der Höhle« Die Verhältnisse der Höhle sind unregelmäßig, die Ecken, wenn sie überhaupt erhalten sind, nicht gerade, und die Wände bauchen aus. Doch kann man sagen, daß die Cella etwa 4,50 m auf dem Boden im Quadrat gemessen hat. Eine Linie, quer mitten durch die Rückw. gezogen, mißt 4,20 m; der Plafond ist ziemlich 4 m Quadrat, die Cella verjüngt sich gegen oben. Die Nischen für die Kultfiguren an den Seitenw. sind etwas über 1,90 m breit, 95 cm tief und 1,70 m hoch. Die Hauptnische der Rückw. mag etwa dieselben Maße gehabt haben, hoch ist sie aber 2,4 m. Die Seitennischen daneben sind etwa 75 cm hoch, aber nur 59 cm breit. Die Höhe der ganzen Höhle bis zum Plafond mag etwas über 2,80 m betragen haben. Vgl. Planskizze Fig. 3 b. In der Mitte des Plafonds ist eine runde Öffnung, welche vielleicht im Durchm. 2,80 m gemessen hat, über welcher sich eine noch über im hohe Kuppel erhoben hat. Sie ist eingestürzt, und nur geringe Reste sind erhalten, doch läßt sich ihre Höhe annähernd feststellen. Das größte Eck des Plafonds ist vor der L. Seitenw. und vor der Hinterw. erhalten, so daß das Maß des Durchmessers des unt. Randes der Kuppel annähernd mit 2,80 m angegeben werden kann. Die Türen der Seitengänge sind 1,19 m hoch, diese selbst nur 68 cm breit. Die Innenwände des durch die Seiteng. entstehenden Pfeilers sind 1,36 m tief. Der Rundgang hinter dem Pfeiler geht in etwas gebogener Linie und ist über einen Meter breit. 10 Ming-Öi bei Qumtura, H. 15 der 1. Schlucht Mmg-Ui bei Qumtura, H. 15 der 1. Schlucht. II Bemalung der Höhle. Die Malerei ist etwas derb und in grellen Farben, aber inhaltlich merkwürdig. Die Nischen der Seitenw., deren Kultbilder, wie erwähnt, zerstört sind, sind mit stilistischen Land-schaftsmustern bemalt. Auf jeder Seite sind elf Reihen Berge übereinander gereiht, in jedem Tal zwischen den Bergen ein kleiner See; so daß je eine zweite Bergreihe die Lücke der unten stehenden füllt, neben den Seen abwechselnd vier und fünf stilisierte Bäume. Von unten an haben die Berge die folgenden Farben: hellgrün schattiert, voll schwarz-braun, grau schattiert, braun schattiert, hellblau schattiert. Oben im Bogen treffen die Gipfel der Bäume aufeinander, der Fond dazwischen ist hellblau. Ganz unten in Nische R. finden sich deutliche Abbildungen von Pfauen. Fig. 4, 5. Auf den übrigen Teilen der Seitenw. R. und L. von den Nischen (jede dieser Wände ist etwa 97 cm breit), sowie auf dem Rest der erhaltenen Türwand R. waren große predigende Buddhas, welche sehr zerstört sind, gemalt. Aber die Zerstörung zeigt, daß als Anlage der Malerei mit äußerst sicheren Strichen die Konturen der Buddhafiguren in den Verputz eingekratzt gewesen sind. Neben der Nische der Hinterw. waren unten, und zwar R. von der jetzt zerstörten Figur, auf dem nur 42 cm breiten Teil der Wand zwischen Nische und Seitengangtür ein Mann mit Bügelharfe gemalt, L. von der Figur ein Götterpaar, offenbar Indra und Indräni, während der Mann mit der Harfe als Gandharva Pancasikha zu benennen ist. Sonst scheinen noch fliegende Gottheiten die Nische umgeben zu haben. Die Nische oben L. von der Hauptnische war mit einem merkwürdig stilisierten hellblauen Rahmen, aus dem hellgraue Spitzen hervorragten, umgeben; darüber war ein Schirm und daneben Adoranten auf schwarzem Fond, der mit Blumen bemalt war. Eine besser erhaltene graziöse Figur auf schwarzem Fond (des Adoranten Fig. 6, R.) hatte weiße, rot konturierte Robe, die Haare hellblau. Über dem Ganzen lief ein dunkelockerroter Bortenstreif hin, mit einem geschmackvollen Rankenornament von hellgrünen Ranken mit hellblauen Blumen mit weißpunktierter Staubgefäßen auf grauer Scheibe. Plafond-Gemälde. Die runde Öffnung, über welche die Kuppel sich erhob, ist mit einem breiten, wenig ornamentierten Ring umgeben, die Ecken hat der Maler mit Wasser und Seetieren ausgefüllt. Riesige Titanen, bärtig, mit Spitzohren, tauchen aus den Ecken auf und halten den Reif der Kuppel. Daneben sieht man Enten, braunrote Fischchen, eine Schildkröte (?) und einen Näga mit menschlichem Vorderleib, Schlangenunterleib und Aureole um den Kopf. Leider ist diese Figur in der Mitte stark beschädigt. Dazwischen schwimmen Edelsteine und Schnecken. Soweit sich erkennen läßt, waren alle vier Ecken mit kleinen Varianten identisch, Fig. 7. Die Kuppel war mit einem Blumenblattornament geschmückt, vergleichbar den Schuppen von Tannenzapfen. In den Schuppen lagen aber Lotusblumenblätter als Motiv vor; Fig. 8. Bemalung der Gänge« Die Bilder in den Gängen, welche auf den Außenw. die Stifterfamilie und auf den Innenw. einige Gottheiten dargestellt haben, bilden den merkwürdigsten Teil der Höhle. Leider sind viele Figuren ganz zerstört, andere schwer beschädigt — und da ich für die Göttinnen sonst keine Parallelen gefunden habe — auch nicht durch Vergleich mit einer in den Darstellungen verwandten Höhle zu ergänzen. Die vorliegende Höhle hat nur ein einigermaßen verwandtes Gegenstück in Qyzyl, wir werden dort darauf zurückkommen. Der Streifen, welcher die Figuren enthält, ist rings herum im Gange etwa 95 cm hoch; über den Figuren läuft ein Ornamentstreifen herum und da, wo die gerade Wand in die Wölbung übergeht, bilden rautenförmige bunte Ornamente, welche Berge darstellen, die Dekoration des Plafonds der Gänge; Fig. 9 J). Die Figuren (je etw. I m h.) sind, soweit sie erhalten sind, die folgenden. Bei a, a drei Göttinnen nach dem Ausgang zugewendet. Da das Eck der Rückw. der Cella zerstört ist, läßt sich nicht mit Bestimmtheit sagen, ob nicht vor der ersten Figur noch etwas abgebildet war. Der Umstand, daß die Figuren nach vorn gewendet sind, legt die Vermutung nahe, daß die Figuren als zum Parivära der auf dem Pfeiler dargestellten Szene vor der Indrasailaguha gehören: der ganze Mittelpfeiler wäre dann als Berg aufgefaßt, zu dem von allen Seiten niedrige Gottheiten und Adoranten herankommen. Flff* IO* Diese Auffassung wird gestützt durch die Tatsache, daß die Gewölbegänge mit stilisierten Bergen verziert sind, Fig. 10. Am besten erhalten ist die vorderste Göttin. Sie trägt einen sehr komplizierten Kopfputz, ist voll bekleidet, und hält in der R. eine stilisierte Blume von sehr grotesker Form, aus der man leicht erkennt, daß sie aus dem antiken Cornu copiae entstanden ist; Fig. Ii. x) Farben von Fig. 9: Bergreihe unten: dunkelgrün, weiß, weißgrau, weiß mit hellgrauer Zeichn.; hochrot; mittlere: fehlt, grün, weiß mit hellblauer Zeichn., hochrot; oberste: dunkelgrün, weiß. Im Streif. 1 abwechselnd dunkelgrünes und hellblaues Blatt-ornament, die darunter hervortretenden Bandattrapen sind weiß mit Zinnoberrot; in Streif. 2 der Fond abwechselnd hellblau und gelb, die sparrenförmig gestellten Blätter weiß. 12 Ming-Öi bei Qumtura, H. 15 der 1. Schlucht. Die zwei anderen Göttinnen sind ähnlich bekleidet, aber leider sehr zerstört. Ebenso bei b ein knieen-der gepanzerter Mann. Bei a! und a" waren ähnliche Göttinnen wie bei a. Bei c sieht man die nackten Füße eines sonst zerstörten, nur mit einem Lendentuche bekleideten Mannes und seine R. mit einem Räuchergefäß. Zwischen a" und c sind die Reste von vier gepanzerten Stiftern, welche nach dem Eingang zugewendet sind, Fig. 12, 13. Die vorderste Figur, welche eine Räucherlampe1) trägt, ist fast völlig zerstört. Besser erhalten Fig. 18. Fig. 19. Fig. 20. ist die zweite Figur, obwohl auch hier das Gesicht vernichtet ist. Der Kopf war von einer Aureole umgeben, welche die Persönlichkeit als den Fürsten des Landes bezeichnet. Die Aureole ist innen weiß, dann folgt nach außen ein mattroter Streifen, dann ein glatter, mattbrauner, ein mattroter mit Scheibenornament, ein glatter mattbrauner und mattroter Spitze mit ebensolchen Perlen als Rand. Der Fürst trägt einen hellblauen Ärmel-rock mit ockergelben Borten und einer ebensolchen breiten Querbinde um die Brust, die R. Rockklappe ist x) Daß dies Gerät eine Räucherlampe war, ergab sich aus späteren Arbeiten in Ming-Öi, Qyzyl. Vgl. Bericht S. 100 zu Taf. XVII, Fig. 1. Ming-Öi bei Qumtura, H. 15 der 1. Schlucht. 13 umschlagen; man sieht eine dunkelbraune, weißpunktierte Weste mit ockerfarbenen Tressen. Unter dem Ärmel-rock trägt der Mann eine grüne Schürze mit gelbem Rand und darunter einen langen, schwarzen Rock mit weißen Punktmustern und gelber Tresse. Die Füße sind zerstört, die L. liegt am Griff eines ungeheuren Zwei-händers, der an einem aus Scheiben gebildeten Gürtel hängt; an einem besonderen mit weißen Nägeln besetzten Riemchen hängt ein Dolch mit nach unten breiter werdender Scheide. Schwert und Dolch sind mit den Scheiden ockergelb gemalt. In der R. hält der Fürst, wie erwähnt, eine Räucherlampe. Hinter diesem Manne folgen noch zwei andere, ähnlich bekleidete, Fig. 13, ebenfalls mit mächtigen gelbgemalten Schwertern und Dolchen an besonderen Bändern. Der zweite Mann dieser Gruppe (der vierte der ganzen Reihe) hat einen glatten Dolch mit weißem Griff und besonderem Ansatz zum Anhängen der Waffe. Beachtenswert ist auch das obere Ende des Schwertgriffes des ersten der beiden Männer. Dieser Gruppe gegenüber war an der Langw. eine Reihe von Mönchen in geschickt geordneten Roben abgebildet, dabei einer in roter Robe, der in der R. eine langstielige (gelb gemalte) Lampe hält, von der der untere Teil durch Abbröckeln zerstört ist. Er führt mit den übrigen Mönchen die nachfolgenden Laien, welche die Zeremonie des Rechtsumwandeins ausführen durch den Gang, der sicher dunkel war, als die Cella noch intakt war; Fig. 14. Hinter ihm folgten auf der Langw. hinter dem Pfeiler acht Männer, von denen nur wenig noch erhalten ist, aber gerade so viel, daß man ihre Zahl feststellen kann. Was hinter ihnen noch an Personen folgte, ist nicht festzustellen, da der Rest der Hinterw. zerstört ist. Erst an der Stelle, wo die Langw. des anderen Seiten -gangs beginnt, ist noch ein Mann erhalten, dem nach innen schreitend fünf Frauen folgten, von denen die letzte unmittelbar am Eing. des Ganges zerstört ist. Der erste Mann hinter dem Mönch mit der Lampe hat einen langen Ärmelrock von blauer Farbe mit breitem, hochroten Besatz — wo die erst genannten Männer die Goldborten haben —; die R. Rockklappe ist umgeschlagen, unter dem R. Arm trägt er am Gürtel ein weißes Tuch zu einem Beutel geformt, unter dem L. einen gelben Zweihänder an einem aus gelben Scheiben gebildeten Gurt. Er hält mit beiden Händen einen Shäl zur Behängung des Kultbildes. Der Kopf ist fast ganz zerstört; Fig. 15. Der zweite Mann am Schluß der Hinterwand trägt einen ähnlichen Rock wie der eben erwähnte, aber von hellrosenroter Farbe mit dunkelhochrotem Besatz und Aufschlägen mit weißen und hellblauen Punkten. An dem ockergelb gemalten Scheibengürtel hängt L. ein weißgriffiger Dolch in schwarzer Scheide mit Anhänge -Vorrichtung, neben dem Taschentuch, das einen ockergelben ornamentierten Streifen zeigt, hängt ein zweiter Dolch oder länglicher Behälter auf der R Seite. Die Schleife im Nacken ist hellblau, von den Schultern hängt rückwärts ein weißes Tuch herab mit ockergelben Streifen. Die hinten herabhängenden Haare, wie die eigentümliche Scheitelfrisur ist braun gemalt. Das Gesicht zierte ein Schnurrbärtchen. In der L. hielt der Mann den Stiel einer Lotusblume; Fig. 16. Die folgenden vier erhaltenen Frauen tragen alle Schoßröcke mit enganliegenden Ärmeln, darunter ein anliegendes Gewand, welches den Busen hochpreßt und weite mit von oben nach unten laufendem Band-besatz verzierte Röcke. Auf den Scheitel haben alle braune, flach aufgelegte Käppchen aufgesetzt mit einem eckigen Ausschnitt über der Stirne. Auf diesem Käppchen sitzt ein goldgelbes Krönchen mit einem nach hinten stehenden hochroten, hörnchenformigen Schmuck (aus gerolltem Tuch?) mit hellblauer Füllung und hellblauer ringförmiger Schleife; vor dem Krönchen im Nacken hängt ein in gelber (metallener?) Schleife gefaßtes, gefaltetes Tuch herab, mit gelben Borten besetzt. Die Haare sind braun. In dem Ohrläppchen tragen sie große, gelbe Ohrscheiben mit nach unten hängendem spitzen Blatt. Im einzelnen sind folgende Unterschiede. Bei der ersten, vornehmsten Frau, Fig. 17: hellblaue Jacke mit ockergelbem Randbesatz (Goldtresse), die umgeschlagenen Rockkragen braun gefüttert, mit weißen Punkten, ebenso der punktierte Schulterkragen. Der bauschige Rock ist dunkelblau mit ockergelbem Schmuckstreifen, der Shäl, welchen die Frau hält, hellgrün mit weißen Punkten. Die Lotusse im Fond sind: der gestielte gelb, der ungestielte hellblau; die Sternchen haben blauen Kern und sind abwechselnd mit hellblauen und gelben Punkten umgeben. Die zweite Frau, Fig. 18, trägt eine tiefdunkelblaue Jacke mit gelbem Tressenbesatz, ihr Rock ist grün mit gelben Ornamentstreifen. Sie trägt eine künstliche Blume, welche eine stilisierte Iris darstellt, die mittlere, schraffierte Scheibe ist gelb, die unteren bügeiförmigen Blätter hellblau, die blattförmigen Enden oben und unten rot. Die Ärmel der Jacke dieser Frau hängen etwas vom Gelenk ab. Die dritte Frau, Fig. 19, trägt dunkelgrüne Jacke und hellblauen Rock, sonst ist sie, was die Farben betrifft, wie die vorigen. In der R. hält sie künstliche Lotusblumen; in einem langstieligen grünen Blatt sitzen drei Knospen, die mittlere hellblau, die zur Seite gelb. Die beiden Frauen bringen künstliche Blumen zum Schmuck des Altars. Ming-Öi bei Qumtura, 2. Schlucht. Die vierte Frau trägt dunkelbraune Jacke und hellblauen Rock, sonst ist sie wie die vorigen Figuren. Auf dem Rock sind die Streifen schwarz mit ockergelben Ornamenten und Streifenbesatz; Fig. 20. Alle diese Figuren hatten auf einem besonderen Streifen, der über allen hinlief, Inschriften in Brähmi-Charakter, welche sämtlich zerstört sind. Höhlen der zweiten Schlucht. In der unteren Gruppe der Höhlen der zweiten Schlucht befindet sich eine kleine Kuppelhöhle, aus deren Kuppel im Jahre 1903 Fresken nach Berlin gebracht wurden. Durch einen langen Gang gelangt man in eine quadratische Halle, vgl. Fig. 21. Inmitten ihres Plafonds erhebt sich eine Kuppel, welche, i,20m hoch, 1,69 m im Durchmesser mißtJ). Den Scheitel der Kuppel bildet eine Art -Schirm aus roter, nach unten liegenden Lotusblättern. Darunter folgen in zehn getrennten Feldern stehende Figuren von Buddhas und Bo-dhisattvas *). Eine Hälfte war schon 1902 völlig zerstört, so daß gegenwärtig nur noch vier Figuren (je ein Buddha und ein Bodhisattva) erhalten sind. Bemerkenswert sind die stark ausgeprägten Häute zwischen den Fingern der Buddhas. Alle sind stehend dargestellt auf meist rot gemalter Lotusblume, welchen zur Seite die Oberkörper niedriger Gottheiten (Nägas bei Fig. 22) auftauchen, die mit beiden Händen Cintämanis der Hauptfigur anbieten. Unter diesen Figuren läuft ein Ornamentstreifen hin, welcher als Hauptelement das Zackenornament enthält mit einem blumen- oder bisweilen kreuzförmigen Quaste (23 cm hoch), Fig. 25. Die Plafondfläche, aus der die Kuppel aufsteigt, ist in den Ecken mit sitzenden Buddhas bemalt, z. T, mit Verehrern. So ist auf der L. am Eing. liegenden Ecke eine Gruppe von drei Buddhas Fig. 23 dargestellt, von denen der mittlere, der auf einem schönen Throne sitzt, von einem kleinen, nackten Knaben eine runde Gabe erhält. Alle drei Buddhas halten in der R. Almosenschalen. In den Räumen zwischen den Ecken sehen wir fliegende Götter, als Parivära zu den Szenen in den Ecken ihr Gesicht nach den Buddhagruppen wendend; Um den ganzen Plafond läuft ein wirkungsvolles Blattornament: weiße Blätter mit schwarzen, mattgelb gerandeten Rippen. Der in Windungen hinlaufende Stiel, in dessen Ecken die Blätter sitzen, ist türkisch-rot gemalt. Den Rand der Kuppel bilden Reihen kleiner Buddhas in meditativer Pose. Alle Wände der Höhle waren einst reich bemalt, aber alles ist zerstört bis auf wenige Reste auf den beiden Seitenw. (bes. A) und auf der Türecke R. (A'), wo noch Reihen von Buddhas und Bodhisattvas in altertümlichen, den Gandhäraskulpturen nahestehenden Formen erhalten sind. Auch der sehr lange Eingang war mit Gemälden: Buddhas und Bodhisattvas geschmückt. Erhalten sind noch drei Streifen auf der R. Gangw. bei B' und Reste eines Buddha und eines Bodhisattva aus den gegenüberstehenden Reihen, und zwar aus der obersten, welche im jetzt geborstenen Gewölbe des engen Ganges mit den Scheiteln der Figuren der R. Wand zusammentrafen. Jedes solche Feld in der Halle, wie im Gang hatte 40 cm Höhe, 34 cm Breite. Das vierte Feld der zweiten Reihe von der Höhle aus zeigte einen sitzenden Bodhisattva (Fig. 24), eine jugendliche Figur mit lockigem Haar und großem Ohrschmuck in den weit herabhängenden Ohrlappen. Das Gewand ist weiß mit roten Konturen gezeichnet, der Lotus, worauf er sitzt, ebenfalls weiß. Andere halbzerstörte Bodhisattvas derselben Reihe hatte rote Gewänder und scharlachrote Spitzenkragen mit vier Spitzen. Von Inschriften fand sich in der Höhle keine Spur. Daneben liegt eine zweite Höhle von ganz ähnlichem Charakter wie die vorige, aber viel mehr zerstört, was sehr zu bedauern ist, da sie reicher ausgestattet war und interessantere Bilder enthalten zu haben scheint als die vorige. Sie ist 4,45 m breit, 3,60 c tief, in der Mitte ihres Plafonds erhob sich ebenfalls eine Kuppel mit einem Durchmesser von 1,80 m und einer Höhe von 1,34 m über dem Plafond. Sie war ähnlich ausgemalt wie die vorige. Auf den Plafondflächen um die Kuppel waren sehr schöne blumenwerfende Götter gemalt, im hinteren Eck ein sehr schön gemalter Brähmana. Die Wand L. v. Eing. enthielt Reste eines prachtvollen Bildes in altem Stil. Dargestellt war ein Terrassenpalast, in dessen Mittelraum eine Dame mit einem Kinde mit Aureole sitzt, oben blickten aus Reihen von Bogenfenstern Frauen in Kostüm indischen Stils. Vermutlich war die Kindheit des Bodhisattva oder eines Bodhisattva dargestellt. In der Richtung nach dem Fluß zu befindet sich vor dieser .Höhlengruppe zunächst eine höhere Terrasse mit drei Höhlen und eine zweite an der Berglehne hoch liegend und nahezu unzugänglich, deren Gemälde zerstört waren. x) Drei dieser Figuren, zwei Buddhas und ein Bodhisattva (Fig. 22) sind seit 1903 im Berliner Museum. Ming-Öi bei Qumtura, 2. Schlucht. 15 Die mittlere der erwähnten drei Höhlen muß einst außerordentlich schön gewesen sein. Sie ist aber leider furchtbar zerstört. Vor der Gruppe muß eine Terrasse gelegen haben. Der Plan war der ersterwähnten Höhle ähnlich. Die Kuppel, welche jetzt eingestürzt ist, war wie die erstbeschriebene in Streifen geteilt, wie die im Schutt gefundenen Trümmer bewiesen. Auf den Streifen Fig. 26. Gesicht mattgelb, Jacke (coli) FlS- 27- grün mit weißen Punkten. waren stehende Buddhas und Bodhisattvas auf Lotusblumen abgebildet, welche von bärtigen Gottheiten niedrigen Ranges gehalten wurden. Ein im Schutt gefundenes Stück, einen Kopf einer solchen Gottheit darstellend, wurde mitgenommen. Die Höhle war 3,70 m breit, 2,80 m tief. Der lange Gang, durch den sie zugänglich war, maß mindestens drei Meter. Auf der Seitenw. R. war ein merkwürdiges, figurenreiches Bild alten Stils, das sehr zerstört war, nur 1.6 Ming-Öi bei Qumtura, Hauptgruppe, Höhle 14. das untere Drittel war leidlich zu erkennen. Die Hauptfigur des Bildes, welches die ganze Wand füllte, war ein thronender König. Darunter folgende Figuren: I 876245 3 I Füße der groß dargestellten Hauptfigur, 2—8 in viel kleineren Dimensionen: 2 Frau mit Medizin -schale, Fig. 25, 3 sterbende Frau, 4 Mönch, 5 stehende Frau, einen Fächer schwingend, 6 Frau, in trauernder Miene der Sterbenden beihelfend, Fig. 26, 7 sitzender Mann, die Hände am Schwert, als ob er das Schwert ziehen wollte, Fig. 27, 8 ein Mönch. Eine Erklärung der Szene wage ich nicht. Die Szene erinnert etwas an das berühmte zerstörte Bild der Sterbenden in Ajantä *), scheint aber inhaltlich nicht damit identisch zu sein. Hauptgruppe am Fluß, Fig. 28. Höhle 14 (KinnarT-Höhle). Diese schöne und merkwürdige Höhle, Fig. 29, ist sehr zerstört. Die Hauptanlage ist dieselbe, wie die meisten Höhlen: eine Cella überspannt von einem Tonnengewölbe, mit einer Buddhanische in der Rückw., neben der Nische wiederum die gewölbten niedrigeren Seitengänge, welche in einen Quergang hinter der Nische münden 2), Fig. 2. Hier ist vor der Cella eine Vorhalle, die ein Vordach gehabt hat, erhalten mit zwei kleinen Seitenkapellen, von denen die R. liegende noch leidlich erhalten, während die gegenüberliegende zerstört ist. Diese erhaltene Seitenkapelle ist eine verkleinerte Kopie des Hauptsystems, doch so, daß die Nische durch einen Pfeiler ersetztest, um den herum ein bogenförmiger gewölbter Gang führt. Bemalung der Höhle. Die Gemälde der Höhle sind in uighurisch-chinesischem Stil und würden noch merkwürdiger sein, wenn sie nicht so schrecklich zerschlagen, zerkratzt und verräuchert wären, denn sie enthalten ungewöhnliche Bilder. Seitenkapelle. Decke, Seitenw. und die ob. Hälfte der inn. Türw. sind mit den »tausend Buddhas« bemalt. Auf der unt. Hälfte der Türw. R. ist Avalokitesvara in chinesischem Stil, auf der anderen Türw. ein Buddha gemalt. Im Rundgang waren stehende Buddhas und Bodhisattvas abgebildet, sie sind aber jetzt vom Rauch völlig geschwärzt. Cella. Türw. Über der Tür in der Lünette war ein figurenreiches, prachtvolles Parinirvänabild, welches, herausgenommen und nach Berlin gebracht wurde. Die unt. Türww. sind sehr zerstört, doch ist erkennbar, daß auf der Wandfläche R. ein Avalokitesvara in Lebensgröße gemalt war, auf der and. Türw. der Stifter der Höhle in chinesischer Tracht mit einem schwarzen Käppchen, ein weißes Tuch haltend, jetzt sehr zerstört. Ein kleiner Knabe mit schwarzem Käppchen steht hinter dem Stifter. Er ist durch Ketmenhiebe verunstaltet. Der Name des Stifters, welcher in chinesischer Schrift auf einer besonderen Tafel daneben stand, ist ebenfalls vernichtet. Neben dieser Tafel ist eine unlesbare Zeile in uighurischer Schrift. ' Gewölbe. Die Mitte des Gewölbes bildet eine prachtvolle Rosette, daneben breite Streifen wundervoller Blumenornamente. Darunter laufen in langen Streifen auf beiden Hälften des Gewölbes kleine und stark abgekürzte Buddhafigürchen »tausend Buddhas« hin. Das vorspringende Gesims, welches das Gewölbe, über den Seitenw. abschließt, ist im Mittelfeld leicht gerundet nud zeigt wunderschöne Blumenornamente mit dazwischen stehenden Kinnari-Figuren, Fig. 30. Rückwand. In der Lünette war eine kleine Nische, welche, dem Parinirväna auf der Türw. als Gegenstück, Gautama Buddha unter dem Bodhibaum enthielt. Die Nische ist rings mit schönen, heranfliegenden Devatäs umgeben. Unter dieser Gruppe war zwischen den Eingangstüren der Seitengänge ein prachtvoller gemalter Thron, umgeben von Bodhisattvas, Devas und Devakanyäs. Er ist sehr zerschlagen. Unmittelbar über den Türen sind als Parivära der Hauptfigur zwei Bodhisattvagruppen abgebildet.: R. von der zu ergänzenden Hauptfigur Samantabhadra auf einem Elefanten reitend, mit einem zahlreichen Parivära und L. Mafi-jughosa auf dem Löwen reitend. Die Gruppen ähneln sehr den bei Höhle 33 erwähnten, welche dort in den Seitengängen abgebildet sind. Es ist also als Hauptfigur vor der Rückw. Avalokitesvara zu ergänzen. Seitenwände. Die Seitenwände enthielten je in der Mitte ein großes figurenreiches Bild mit Buddhas und Bodhisattvas, Tempeln und Terrassen, fliegenden Göttinnen und zahlreichen niedrigen Gottheiten: Nägas, J) Ind. Antiquary, III, 1874, S, 27, Archaeol. Survey of West. India Nr. 9, Bombay 1879, S. 584 Höhle XVI, vgl. auch E. Baumann, Allg. Geschichte d. bild. Künste I, 1, 2. Hälfte S. 598. *) Die Seitenw. sind bis zu dem auslaufenden Gesims, welches das Gewölbe da abschließt, wo es in die gerade Wandfläche übergeht, 2,40 m hoch, die Totalhöhe bis zum Zenit des Gewölbes beträgt 5,50 cm. Fig. 33 a. Stück der Borte um das große Bild auf Seitenw. B. i8 Ming-Öi bei Qumtura, Hauptgruppe, H. 14 (Kinnari-h.). Fig. 31, Räksasas, Fig. 32, usw., doch sind beide so zerstört und zerkratzt, daß man nicht mehr sagen kann, was dargestellt sein sollte. Die Zeichnung der Figuren, die stark an gute japanische Bilder erinnern, ist meisterhaft, die Ausführung sehr fein. Umgerjen waren diese Bilder von einer prachtvollen Borte, Fig. 33a, b. R. undL. von diesen Mittelfeldern sind etwa 60 cm breite Streifen, welche eine von oben nach unten laufende Legende darstellen, deren einzelne Szenen durch besondere Inschrifttafeln genauer bestimmt wurden. Es ist sehr bedauerlich, daß diese Bilder so zerstört sind; denn sie scheinen die Erziehung und Berufung eines berühmten Heiligen darzustellen, welcher vielleicht mit der Einführung des Avalokitesvara-Kults zu tun hatte. Der Anfang scheint auf dem Streifen der L. Seitenw. zu sein, welcher an die Türw. stößt. Erhalten ist von dem ganzen Streifen nur ein lichtstrahlendes Buddhabild, vor welchem Gläubige sich verneigen. Auf dem Streifen, welcher an die Rückw. anstößt, sind die folgenden Szenen erhalten. -In einer Gebirgslandschaft sitzt unter Bäumen ein gelber Mann, dessen Konturen verloren sind, gestützt von einer Frau, ein anderer Mann reicht ihm eine Schale. Davor sieht man eine Straße, auf welcher zwei sehr beschädigte Männer in hohen Stiefeln auf die Fig. 33b. Blumenornament aus der Borte um Bild auf Seitenw. b. Fig. 35- Gruppe zu schreiten, Fig. 34. Darunter folgt die Darstellung eines Palasthofes mit Bäumen, ein Fürst sitzt in einer offenen Halle; darunter ein neues Bild,7aus dessen Resten nur eine sich umwendende Dame erkennbar ist, welcher ein Dämon folgt. Auf dem entsprech. Streifen der gegenüberlieg. W. (von dem ich übrigens nicht weiß, ob die betreffenden Bilder an die vorhergehenden sich anschließen sollen) sieht man zunächst ein besonderes Bild mit Inschrift-streifen mit chinesischer Schrift: Buddha, Maudgalyäyana und Säriputra erscheinen einem Mönch. Daneben eine zweite ähnliche Szene. Darunter wiederum ein Palast. Zwei weißgekleidete Personen knien im Hofe des Palastes und melden einem heraustretenden Fürsten, dem eine Dame in aufmunternder Haltung vorausschreitet, die Ankunft eines Fremden, welcher vor dem Tore des Hofes, in welchem ein Apfelbaum steht, hält. Es ist ein reisender Mönch, der mit den Händen den Segen gibt. Er reitet unter einem Sonnenschirm, den ein Begleiter über ihn hält. Der Rest des Bildes ist durch Ketmenhiebe entstellt und unklar. Streifen an der Türw. Auch hier sehen wir mehrere Szenen übereinander; zunächst einen betenden Mönch mit höchst merkwürdigem Kopfschmuck, der in einer Gebirgslandschaft kniet und betet. Die nächste Szene zeigt wieder denselben betenden Mönch, Fig. 3.5; neben ihm liegt ein großer Steinsockel. In einer dritten Szene sehen wir denselben betenden Mönch, neben ihm einen Teich mit acht Abteilungen. In einer vierten Szene folgt wiederum derselbe betende Mönch, vor einem Teich, aus dem sieben (oder acht?) Schirme aufsteigen, auf jedem dieser Schirme steht ein Haus. Es folgt derselbe Mönch vor einem Tisch mit einem großen blauen Lotus, aus diesem Lotus steigen drei Glückswolken auf. Ein Fürst liegt auf den Knien vor dieser Szene. Der Rest ist zerstört und unklar, bei der ersten Szene dieses Streifens ist eine beschädigte chinesische Inschrift. Es ist klar, daß es sich um Wunder handelt, die, durch das Gebet des Mönches hervorgerufen, unmittelbar aufeinander folgen. Gang um die Nische. Auf den langen Wn. der Seiten-gänge und der langen Rückw. hinter dem Nischenpfeiler sind elf Buddhas und Bodhisattvafiguren abgebildet gewesen: fünf auf der Rückw., je drei auf den Seitenw. Die Schmalwände Fig. 34. Orig. 40 cm hoch, 64 cm breit. der Gänge R. und L. v. d. Nische waren je mit zwei Bodhi- inschrift:. ör = zwei; lao = alt; heng = entgegen; you = sattvas bemalt. Alle hatten einst chinesische Inschriften auf haben; k stört und bieten nichts mehr. Die ebenfalls sehr zerstörte Höhle 18 ist merkwürdig, da sie ganz anderen Plan hat, als die übrigen und ungewöhnlich ausgestattet gewesen sein muß. Höhle 18. Die Höhle, Fig. 36, ist 6,95 m breit, 6 m tief, die vordere.Wand ist völlig zerstört. Die Rückw. ist in den Ecken an den beiden Seitenw. durch vorspringende Ecken begrenzt, in 3 m Höhe befindet sich in der Rückw. eine Reihe von Balkenlöchern, in welchen Balken zu einem Balkon oder Dach über dem Kultbild befestigt waren. Darunter sieht man in der Rückw. eine Nische, welche 1,20 m hoch, 95 cm breit und 63 cm tief ist und in welcher das Kultbild gestanden hat. In Höhe von 60 cm über dem Boden befinden sich neben der Nische eine Anzahl ganz kleiner Nischen, wie Lampen-nischen *). Quer vor der Nische (nicht ganz in der Mitte der Höhle) läuft ein hoher (2,25 m) Sockel durch die ganze __ Höhle, er ist oben 87 cm tief. In seiner Flucht liegen an den Seitenw. zwei 92 cm tiefe, ebenfalls 2,25 m hohe Sockel, so daß ein schmaler Durchgang zwischen Mittelsockel und den Wandsockeln bleibt, der den Vorderraum der Höhle mit dem hinteren verbindet. Von diesen Sockeln an den Seitenw. laufen an den vorderen Seitenw. bis zur alten Türw. 62 cm hohe, 80 cm breite Bänke hin, unterbrochen nur durch die (alte?) Seitentür in die Höhle 19 unmittelbar neben dem Sockel dieser Wand. Auf derselben Seite befand sich in der Ecke der Türw. auf der Bank noch ein Sockel. Überall auf diesen Bänken und Sockeln scheinen Figuren von großer Fig. 36. Plan von Höhle 18 und 19 der Hauptanlage. 1 \ y } k ^ Fig. 37. Eingang zur Höhle 18. x) Diese Nischen sind in den Plan nicht eingetragen. 20 Ming-Öi bei Qumtura, Hauptgruppe, H. 19. Schönheit gewesen zu sein. Erhalten waren nur die vortrefflich modellierten Unterkörper schöner Gewand-figuren bei y, Fig. 2 in der Ecke der Bank der R. Seitenw., unmittelbar neben dem hohen Wandsockel. Ihnen gegenüber, auf der nach vorn gewandten Bank x des mittleren Systems, ist noch der Rest einer sitzenden Figur eines Buddha oder Mönches erhalten. Auch im hinteren Teile der Höhle standen vor den Seitenw. Figuren auf runden Sockeln (a a'). Merkwürdig ist nun, daß die Stirnseiten der hohen Bank in der Mitte, wie die gegenüberliegenden Vorderseiten der hohen Wandsockel bemalt waren, und zwar mit je einer stehenden Figur, deren dunkelgemalte Füße je auf eine? kleineren knieenden Figur stehen, welche ein langes Ärmelgewand trägt und mit den erhobenen Armen die auf ihr stehenden Füße der Gottheit stützt: eine Darstellung, die in der Umgebung von Turfan häufig ist*), mir aber sonst weder in Ming-Öi beim Qumtura noch bei Qyzyl vorgekommen ist; Fig. 37 hinterx. Fig. 38. Predigtbild bei Nr. 2. Orig. an d. Gründl, etwa 1 m breit. Die Höhle macht übrigens den Eindruck, als ob sie später verändert und umgebaut worden wäre. Jedenfalls muß sie ein"b ungewöhnliche Anzahl von Figuren enthalten haben, und zwar in einer Anordnung, die mir sonst nicht vorgekommen ist, Höhle 19. Diese einst sehr schöne, jetzt aber sehr zerstörte Höhle besteht aus einer fast quadratischen Cella, welche durch eine breite Tür von vorn zugänglich war, Fig. 36. Der ganze Raum vor der Tür ist abgestürzt, und die sehr hoch liegende Höhle wäre jetzt nur durch eine Leiter zugänglich, wenn nicht eine schmale Seitentür, die alt zu sein scheint, die Verbindung mit der Nachbarhöhle bildete 2). Die Cella ist von einem Tonnengewölbe überspannt, welches über den Wiederlagewänden 20 cm auslädt. Die Hinterwand der Cella schließt der Pfeiler ab, in dessen Vorderwand sich die Nische für das Kultbild befand. *) Vgl. Bericht, Taf. XVI, ia, usw. 2) Höhe der Seitenw. bis z. Gewölbeauslad. 2,25 cm, Höhe des Gewölbes von der Auslad. an 1,30 cm, also höchster Punkt der Höhle 3,55 cm, Höhe der Gänge 1,65 cm. Die Breite der alten Haupttür infolge der Zerstörung der Ecken der Türw. jetzt unsicher. Ming-Öi bei Qumtura, Hauptgruppe, H. 19. 21 R. und L. vom Pfeiler sind kleine Türen, welche in die gewölbten engen Gänge führen, die hinten in einen abschließenden Quergang münden. Die ganze Höhle, Tür- und Seitenwände, Gewölbe und Gänge waren bemalt, doch ist viel davon zerstört oder stark verräuchert. Den Boden der Cella deckt hoher'Schutt aus herabgerissenen Bildern, dem geborstenen Gewölbe und dem zerstörten Kultbild. Fig. 42 Vig- 39-Vajrapäni aus Nr. 4, Körperfarbe schwarzblau. Fig. 44. Orig. 45 cm hoch, 55 cm breit. Fig. 40. Vajrapäni aus Nr. 3. Hautfarbe weiß, Obergewand hellblau, Krone hellblau mit weißem Rand. Orig. 32 cm hoch. Fig. 43- Gemälde der Höhle. Hinterwand-Pfeiler mit der Nische. Die ganze Wandfläche um die Nische B, in welcher das Kultbild (eine Buddhafigur) saß, ist reich bemalt gewesen. Es handelt sich dabei um dieselbe Darstellung, wie in der beschrieb. H. der ersten Schlucht S.U. Um die Nische herum waren wundervolle fliegende Götterfiguren, während der Fond eine Berglandschaft darstellte. R. von der Nische war wiederum der 22 Ming-Öi bei Qumtura, Hauptgruppe, H. 19. Gandharva Pancasikha mit der Laute, den Besuch £akras ankündigend x, L. war Sakra mit Indräni, umgeben von Gottheiten. Trotz der Zerstörung ist genug erhalten, um das alte Bild bestimmen zu können. Eine der fliegenden Gottheiten wurde herausgenommen und ins Museum gebracht. Türwand. Innenseite. In der Lünette, der Nische gegenüber ist Maitreya abgebildet, in europäischer Weise sitzend, in der L. Hand das Fläschchen haltend. Umgeben ist er von sechs Bodhisattvas. Auch dieses Bild ist jetzt im Museum. Die Wandflächen darunter waren ebenfalls bemalt. Türw. L. ist jetzt zerstört, dagegen ist von dem Gemälde R. noch so viel erhalten, daß man einen großen stehenden Buddha erkennt, welcher von kleineren Adoranten umgeben ist. Doch ist es unmöglich, die Szene zu bestimmen. Ebenso ist, was auf der Türlaibung war, mit dem Vordach und der äußeren Dekoration zerstört. Seitenwände. Die Gemälde, welche Seitenw. R.(A) schmückten, sind bis zum Plafondrand ebenfalls zerstört. Ebenso die Dekoration der schmalen Seitentüre, welche die Höhle mit der danebenliegenden verband. Es wäre interessant gewesen zu sehen, in welcher Weise diese Unregelmäßigkeit der Seitenwand L. (a) gegenüber ausgeglichen war. Die Gemälde v. Seitenw. L. sind leidlich erhalten, obwohl auch sie schwer gelitten haben. Sie stellen, je drei in zwei übereinanderstehende Streifen geordnet, sechs Predigten Buddhas dar, und zwar nach folgendem Schema. Jedesmal bildet eine sitzende von Aureole und Prabhämandala umgebene Buddhafigur das Mittel -I | 2 | 3 stück. Die etwas kleiner gemalten Zuhörer umgeben den Buddha in zwei bis drei Reihen, den ganzen 4 | 5 | 6 Fond ausfüllend. Sie sind immer nach der Mitte d. h. Buddha zugewendet. 1 Buddha auf dem Throne sitzend, hint. den Schultern Flammen1), 2 ein alter Mönch, 3 ein junger Mönch; 4 5 zwei Bodhisattvas oder Götter; 6 7 zwei Mönche, 8 eine Dame. Das Feld über 2 3 ist zerstört. Die Szene ist unbestimmbar. 1 Buddha auf dem Throne sitzend; 2 3 zwei Bodhisattvas mit einander sprechend; 4 alter Brähmana nach rückw. gewendet mit einer fast zerstörten Göttin sprechend; 6 vierköpfiger alter Brähmana in Flickengewand stark abgemagert; die Figur ist vierköpfig gedacht, obwohl nur drei Köpfe zu sehen sind, wahrscheinlich Gott Brahma gemeint. 7 kleiner alter Brähmana, in Flickengewand gekleidet, der sich, auf den Knieen liegend, tief vor Buddha, der mit ihm spricht, verneigt. 8 9 ein Gott und eine Göttin mit gefalteten Händen. 10 11 zwei Bodhisattvas, der vordere mit einer flachen Schale, in welcher Blumen liegen, Fig. 38 1 Buddha wie in Nr. i; 2 3 Bodhisattvas mit Gaben; 4 5 zwei Mönche in blauen Roben; 6 Vajrapäni mit Wedel und Donnerkeil, Fig. 40; 789 drei Bodhisattvas, 9 spielt eine Mandoline; 10 eine Göttin. Nicht bestimmbar. 1 Buddha mit Flammen hinter den Schultern; 2 Göttin; 3 Gott; 4 5 Götter; 6 7 Göttinnen; 8 Mönch in blauer Robe, betend; 9 Bodhisattva; 10 Vajrapäni, von schwarzblauer Hautfarbe, den Fächer (Weher mit Rundgriff) in der R. schwingend, hält den Donnerkeil in der L., Fig. 39. Nicht bestimmbar. 1 Buddha, wie bei Nr. 1; 2 Gott; 3 Gott mit Fächer (Vajrapäni?); 4 Gott; 5 Göttin; 6 7 Götter oder Bodhisattvas mit Gaben; 8 Mönch; 9 betender Bodhisattva; 9 = 6. Nicht bestimmbar. 1 Buddha, wie bei Nr. 1; 2 3 4 5 gepanzerte Götter (Lokapälas), sehr zerstört; die Panzer zeichnen sich durch auffallend hohe Halsberge aus; 6 7 zwei Mönche: 6 von schwarzer Hautfarbe; 8 schießender Bogenschütze 3); 9 10 zwei Frauen innerhalb einer Ringmauer. J) In meinem »Bericht über archäolog. Arbeiten in Idikutschari« 1905, S. 133, 160, Fig. 150 hatte ich diese Flammen über den Schultern eines buddhistischen Mönches für eine Neuigkeit erklärt. Ich war im Irrtum; denn mir war eine schon viel ältere Abbildung entgangen. Sie rindet sich bei James Prinsep, Essays on Indian Antiquities edit. by E. Thomas, Lond. 1858 I, 136 Plate VIII Fig. 1, wo eine ziemlich vage Reproduktion einer Originalabbildung in Journal of the Asiatic Society of Bengal III, 1834 PI. XXVI (vgl. S. 363 u. S. 455) gegeben ist. Freilich ist auch diese Originalskizze völlig ungenügend. Es wäre daher wirklich wünschenswert, daß das ungewöhnlich schön und interessante Original (Buddha aus Kabul) brauchbar reproduziert würde. Diese Flammen über den Schultern kommen in den Gemälden von Kuöa und Murtuq in verschiedenen Formen und Farben vor und scheinen je nach der Form usw. verschiedenen Stufen der Heiligkeit (srotaäpanna usw.) zu entsprechen. Glatte goldne Flammen scheinen dem Arhat und also auch dem Buddha zuzugehören und zugleich der Ausdruck für übernatürliche Kräfte (Fliegen durch die Luft usw.) zu sein. a) Dieselbe Darstellung befindet sich auch in Qyzyl, Mäyäh. 3 Anl. d\ III; Kaminh. A, 3; Schwertträgerh. II; Gebetmühl.h. b, 2; Nägaräjah. 1, a; Kiri§, H. mit d. Tierfries, Rückw. 1. 3) Dieselbe Darstellung in Qyzyl, Musikh. R, III; Käsyapah. R VI; Höllentopfh. b, 2; Nägaräjah. i,fc; Teufelsh. C. Seiteng. II (Innens.), vielleicht auch hierher gehörig die folg. Bilder: Schwertträgerh. 3; Mäyäh. 2. Anl. /' 2? und Mäyäh. 3 Anl. d\ II, wo aber der dreiäugige Schütze vor Buddha kniet und seinen Bogen und die Pfeile darreicht. Vermutl. die Legende von dem Bogenschützen, welcher die Gazelle schießen wollte, aber von Buddha gebannt wurde, so daß er nicht schießen konnte. Nr. 1 4 5 8 1 6723 Nr. 2 11 10 6 9 8 1 4 5 7 2 3 Nr. 3 10 9 78 1 6 23 4 5 Nr. 4 10 9 67 8 1 23 4 5 Nr. 5 10 9 67 8 1 23 4 5 Nr. 6 9 10 67 8 1 23 4 5 Ming-Öi bei Qumtura. Hauptgruppe, H. 19. 23 Bemalung des Gewölbes. Im Zenit des Gewölbes folgen vom Haupteingang der Höhle an die folgenden Figuren, grau in grau gemalt: Der Mondgott, gepanzert auf einem zweirädrigen Wagen sitzend (der Wagen ohne Pferde) umgeben von einem weißen Nimbus, zwei weiße Vögel gegen die Mitte zu fliegend, Garuda, einen siebenköpfigen Näga fortschleppend, Fig. 41, ein Buddha, in d. R. die Almosenschale haltend, in d. L. das Obergewand zusammenraffend durch die Luft fliegend. Die Figur ist mit flügelartigen Flammenzungen versehen, Fig. 42. Darauf folgt unmittelbar vor dem Kultbild der Sonnengott, ebenso wie der Mondgott gepanzert, auf einem Wagen sitzend. Sein mit Strahlen versehener runder Nimbus ist grau gemalt, Fig. 43. Über der erhaltenen Seitenw. L. sind fünf Reihen Berge übereinander grau-ingrau gemalt nach dem beifolgenden Schema. Vor jedem der reich mit kleinen Blumen verzierten Berge ist eine Figurengruppe dargestellt. Da aber das Gemälde sehr zerstört ist, so ist es schwer über die einzelnen Bilder überall ins Klare zu kommen. Unterste Reihe, i. vor dem Berge ist eine Schlange abgebildet. Was noch dabei war, ist nicht ersichtlich. 2. ein Affe, ein Vogel (Caccabis) und eine Schlange in einem Teiche, Tierfiguren zur Belebung der Berglandschaft. 3. vor dem Berge sitzt ein Löwe (blaugrau, mit weißer Blässe an Hals, Bauch und Füßen), vor ihm ein Affe in der Haltung eines Schutzflehenden, über beiden ein mattrot gemalter Adler, der einen jungen Affen fortschleppt. In der Mitte des Berges sieht man drei kleine Höhlen. Es handelt sich hier um eine längst bekannte Legende, vgl. M. Stanislas Julien, Les avadanas, contes et apologues Indiens t. 2 eme, Paris 1859 S. 21. Ein Löwe verspricht die Jungen eines Affen zu schützen. Während der Löwe schläft, kommt ein Adler und schleppt die Jungen fort. Wach geworden, sucht er sie. Er wendet sich an den Geier: er habe gefehlt, deshalb bitte er ihn, ihm dem Könige der Tiere die anvertrauten Jungen zurückzugeben. Der Geier weist ihn ab. Darauf zerkratzt sich der Löwe die Flanken, um die Jungen des Affen zurück zuerhalten, Fig. 44. 4. Asket, eine Flasche ausgießend: nicht bestimmbar. 5. Vogel (Caccabis), bloß zur Belebung der Berglandschaft. Die sich darüber erhebenden vier Reihen Berge zeigen auf ihrer Vorderseite, von unten an fünf predigende Buddhas je mit einem Adoranten, dann vier ebensolche Gruppen, in der nächsten Reihe wieder fünf und in der obersten wieder vier predigende Buddhas mit je einem Adoranten. Über der zerstörten Seitenw. R. sind nur vier Reihen Berge mit predigenden Buddhas und je einem Adoranten abgebildet, unten fünf, zweite Reihe vier, dritte und vierte Reihe ebenfalls vier. Da, wo die Seitenw. an die Rückw. sich anschließt, ist in der Höhe der zweiten Bergreihe ein Bodhisattva abgebildet, nackt bis auf ein Lendentuch, auf einem Kleide stehend, unmittelbar darüber in der Höhe der dritten und vierten Reihe ebenfalls ein Bodhisattva im Gebirge, nur mit Lenden tuch bekleidet, nach rückw. blickend, hält er den R. Arm hoch, während er den L. Fuß mit der L. Hand hoch hält. Es handelt sich also um Aufopferungen der Bodhisattvas, wenn auch die Gruppen infolge der Zerstörung nicht im Einzelnen erklärt werden können1); außerdem berühmte Predigten Buddhas mit je der Person, dem die Predigt zugedacht war — Darstellungen, auf wTelche später bei besser erhaltenen Gewölbe-bildern näher eingegangen werden soll. Gemälde in den Gängen. Hinterer Gang (Quergang). Pfeilerwand (kürzere Wand). Diese Gemälde waren stark verräuchert. Doch ist klar, daß an der Pfeilerwand die Darstellung der Verbrennung eines Sarges vorhanden war, offenbar dieVerbrennungBuddhas. Auf der Hinterw. des Ganges (Langw.) gegenüber der Verbrennung von Buddhas Sarg ist ein stark verräuchertes Gemälde erhalten, Fig. 45. Man sieht eine große Mauer mit Türmen und einem offnen Tore in x) Bemerkenswert ist, daß hier neben den sich aufopfernden Bodhisattvas die Peiniger nicht dargestellt sind. Die Bodhisattvas sind der Nische zugewendet und erinnern geradezu an christl. Märtyrerdarstellungen neben dem Hauptkultbild, die als Blutzeugen dem Parivära eingefügt sind. In diese Kategorie gehören auch die Gemälde, welche in meinem »Bericht« S. 141, 142, Taf. XXIX und Taf. III, Fig. 1 in Umrissen abgebildet sind. Auf Taf. III, Fig. I ist die Darstellung eines Bodhisattva, welcher sich von einem Brähmana brennende Lampen ins Fleisch setzen läßt vgl. Benfey, Pantschatantra I, § 166, 389 f. und Dsanglun ed. J. J. Schmidt Kap. 1, wo der Brähmana Rudräk§a (Tib. Drag-poi mig) dem König Käncanapäla (?) tausend Lampen ins Fleisch steckt. Bei Besprechung der Gewölbebilder verschiedener Höhlen in Qyzyl werde ich ausführlicher auf die Sache zurückkommen. Fig. 45. Bei G. (Verkleinerte Durchzeichnung). Größe des Orig. 2,30 m breit, 1,20 m hoch. 24 Ming-Öi bei Qumtura, Hauptgruppe, H. 19. der Mitte, im Vordergründe vier Bäume mit Blüten. Auf den Zinnen der Stadt sitzt in der Mitte die Figur eines Mannes, über dessen Bildung ich erst unter Zuhülfenahme ähnlicher Bilder klug wurde, ein Räuchergefäß vor sich haltend, neben ihm sitzen R. und L. je vier Gottheiten, von denen jede eine schachteiförmige Urne vor sich mit beiden Händen hält. Der fast gleichzeitige Fund einer solchen Holzschachtel mit Deckel erwies diese Behälter als Reliquienürnen. Daß es sich hier um die Verteilung der Reliquien Buddhas durch Fig. 49. Bei e. Fig. 50. Bei C. Durchzeiehn. Fig. 51. Bei C. Durchzeichn. Orig. 1 m hoch, 35 cm breit. Orig. 1,5 m hoch, 80 cm breit. den Brähmana Drona handelt, wurde mir in der Tat später klar. R. und L. von diesem Stadtbilde, sieht man je einen gepanzerten Mann auf einem Elefanten auf die Stadt zureiten, Fig. 46, 47. Leider ist bei beiden das Gesicht zerstört. Diese Gepanzerten sitzen mit aufgezogenen Beinen quer auf dem Rücken der im Verhältnis zum Reiter sehr kleinen Elefanten. Wie die vortretende Rückenlehne an dem Reittier befestigt ist, ist nicht recht ersichtlich. Interessant sind die Panzer der Reiter: Seitenplatten für die Rippen-gegend mit aufliegenden, nach unten abgerundeten Platten für die Brust, darüber eine hohe, auf der Brust zusammengehaltene Halsberge, bedecken den Oberkörper, darüber hängt ein mit Nagelköpfen besetztes Kreuz-gehänge mit runder Brustplatte, welches an den Schultern mit nach oben stehenden kelchförmigen Aufsätzen, Ming-Öi bei Qumtura, Hauptgruppe, H. 19. 25 in denen ein wollener Puschel steht, befestigt istx). Dieselben Panzer tragen die vier Könige (vermutlich Lokapälas) auf dem Bilde Seitenw. L. unter Nr. 6, 2—5. An dem Panzer hängt eine mit Klappen versehene Schürze aus Ringelgeflecht, ebensolche anliegende Hosen mit Ringelpanzer bedecken die Beine, während die ganze Länge des Beines bis zu den Zehen herab ein aus beweglichen Platten bestehender Panzerstreifen schützt. Beide halten dreizipflige Fahnen, die oben in den Ring unter der Lanzenspitze eingehängt sind, und besehnte Bogen vom Typ der persischen Bogen. Interessant ist die Brustplatte des Kreuzriemengehänges bezüglich seiner Ornamentierung: es ist ein abgekürztes Gesicht, bestehend aus Nase, Schnurrbart und drei Zähnen, eine Form, die mir sonst nur in der brahmanischen Kunst Balis bekannt ist. Die eine Figur ist bloß das Verso der andern, ja es sieht fast aus, als hätte man bei der Anlage eine Pause benutzt und sie einmal von der einen Seite, das zweite Mal von der anderen Seite angewendet. Jedenfalls stellen die beiden Reiter indische Könige vor, welche bei der Verteilung der Reliquien Buddhas ihren Anteil zu holen kommen. Rüstung, Halsberge und Kettenpanzer sind übrigens eisengrau gemalt. Zu derselben Komposition (Verteilung der Reliquien) scheinen zwei große Figuren zu gehören, die mir sonst nirgends begegnet sind und deren Bedeutung ich nicht erklären kann, doch ist aus ihrem Äußern klar, daß es sich um Dämonenfürsten handelt, Fig. 48, 49. Diese beiden Figuren nehmen in der vollen Breite des hinteren Ganges etwa das letzte Drittel der Langwände der Seitengänge ein, den Raum L. die folgende Figur 48, eine mit verschränkten Beinen, auf den Zehenspitzen stehende Gottheit mit Aureole, von schwarzblauer Körperfarbe. Der Kopf ist unbedeckt und nur von einem weißpunktierten Band umgeben, von dem lange, an sassanidische Abbildungen erinnernde gestreifte Bänder weit nach den Seiten flattern. Die Stirn ist gerunzelt, zwischen den Brauen sieht man eine runde Marke, die Augen sind dämonisch, der untere Teil des Gesichtes ist zerstört. Die Ohren hängen herab und tragen schweren Schmuck. Die Figur trägt einen breiten Kragen mit Schulterklappen, Kettengehänge verschiedener Art verzieren den Oberkörper. Die Arme scheinen unter der Brust zusammengelegt gewesen zu sein. Sicher ist dies vomR. der Fall, der über demL. Oberarm eine kleine Blume hält. Unter derR. Hand läuft eine breite Schmuckborte weiter, von der infolge der Verräucherung des Bildes unsicher ist, wo sie endigt. Vom R. Vorderarme (?) hängt eine hochrote Glocke herab. Die Figur trägt ein weißes, rotpunktiertes Lendentuch, vor dem in der Mitte ein hochroter, unten gerundeter Streifen herabhängt, die Hosen (oder ist eine Dhoti gemeint?) sind ebenfalls weiß, ebenso das runde Gewandstück (?), auf welchem die Figur steht, nur der innere Rand ist hochrot. Der Fond der Figur ist lothfarb mit hellgraublauen, weißpunktierten Blümchen bedeckt, oben über ihr sind zwei graue, langwürfelförmige strahlende Gebilde 2), von denen ich jetzt sicher sagen kann, daß sie Cin-tämanis darstellen (vgl. unten bei Qyzyl). R. und L. von der Figur sieht man zwei Schmuckbänder mit herabhängenden Schleifen. Ahnlich und zum Glück etwras besser erhalten ist die gegenüberstehende Figur 49. Ein spitzohriger Dämon, von schwarzblauer Farbe, mit weißem Untergewand und weißem, lange aushängenden Kopftuch in zwei Streifen, auf dem Kopfe eine Art anschließender Kappe mit weißem, hochrot gestreiftem runden Ball über dem Scheitel und ausflatternden, gestreiften Bändern, hält die Figur in der R. Hand eine stilisierte blau-graue Blume und stützt sich, ebenfalls mit verschränkten Beinen, auf den Fußspitzen stehend auf eine große rote, langstielige Keule. Schmuckgehänge, Aureole und Fond sind ähnlich wie bei der vorigen Figur. Seitengänge* Von besonderem Interesse sind die Figuren der Stifterfamilie, welche die vorderen Seiten der Seitengänge an der Langw. schmücken, jedoch nur bis zur Breite der gegenüberliegenden Pfeilerw. Leider sind die breiten, weißen Streifen, welche die Namen der Stifter trugen und welche über den mehr als 1 m hohen Figuren hinlaufen, so zerkratzt, daß man eben nur sagen kann, daß die Inschriften in Brähmi geschrieben waren. Im L. Gange findet sich an der Pfeilerwand der ersten Stifterfigur der Langw. gegenüber eine kleine Inschrift in uighurischen Lettern, die, halb zerstört, sich doch leicht zu nama Buddh(äya) nama sangh(äya) nama (dhar-mäya) ergänzen läßt. Es ist aber zweifellos eine spätere Besucherinschrift. Nicht bloß die Inschriften sind zerkratzt oder vielmehr abgerieben, auch die Figuren sind es, und es scheint, als ob weniger die böse Absicht, J) Percy Gardner, The Coins of the Greek and Scythic kings of Bactria and India in the Brit. Museum Lond. 1886 sieht in zwei eigentümlichen Aufsätzen, welche eine gepanzerte Gottheit auf dem Revers von Münzen des Hyrcodes zeigt, »flames on Shoulders« vgl. dort PI. XXIV, 8 (?), 9, 10 und S. 117. Sollten es nicht diese nach obenstehenden kelchförmigen Aufsätze mit dem wollenen Puschel sein, wie unsere Bilder (vgl. bes. den Nagaräja in H. 42) zeigen ? So klein die Münzabbildungen sind, so ist die Identität der Panzer mit der hohen Halsberge nicht zu verkennen. 2) Den Beweis dafür werde ich später beibringen. Von Interesse ist übrigens, daß im Mongolischen Geserkhan (Ausgabe von J. J. Schmidt) S. 64 Zeile 7 f. unter verschiedenen Kostbarkeiten auch »Kristalledelsteine« erwähnt werden »von der Größe eines Dreschsteines (bulu cilaghun)». Den Übergang zu der modern-lamaistischen Form des Cintämani bilden Darstellungen, in denen der Edelstein in einer stilisierten Blume aufrecht steht: es sind dies in den Wandmalereien von Idiqutsähri und Umgebung vorkommende Formen, die ich schon auf der ersten Reise kopierte, ohne indes sie richtig erklären zu können. Vgl. Bericht S. 108 Fig. 97. 26 Ming-Öi bei Qumtura, Hauptgruppe, H. 19. zu zerstören, als die Enge des Ganges dabei schuld gewesen wäre. So ist von den ungemein interessanten Figuren vielfach nur die Untermalung erhalten, und hier war es auch, wo wir in den Augen Spuren von blauer Farbe entdeckten, von der ich jetzt glaube, daß es nur abgesplitterte Partikelchen von Farbe waren, die sich gerade zwischen den Augpartien festgesetzt hatten. Ich habe oft bemerkt, daß das angewendete Hellblau, vielleicht infolge seiner Verbindung mit dem leicht abspringenden Deckweiß, sehr rissig ist und leicht abspringt. Auch das vorkommende Rot ist sehr flüchtig, denn es scheint sich leicht völlig zu verwischen, so daß oft Stellen, die anderweitig rot ausgefüllt sind, an anderen Figuren ganz weiß erscheinen, wie dies z. B. an den Haaren unserer Stifterfiguren nebeneinander der Fall ist. Figuren der Langwand R., R. Seitengang. Die erste Figur dieser Wand, Fig. 50, ist durch eine jetzt braune, sicher ursprünglich goldne Aureole um das Haupt als die vornehmste Person der Familie bezeichnet. Sie trägt einen langen Rock, besetzt mit breiten Borten, deren innere Streifen sicher einst golden waren, ferner mit breitem, quer unter den Achseln durchlaufendem Brustband. Der Rock hat kurze Ärmel mit hervortretendem, lockerem Besatz, ein Halsband mit nach hinten stehenden Schleifen. Die R. Hand hält eine Lampe oder Räuchergefäß von grauer Farbe, die L. den Knauf eines hochhängenden Langschwertes von Eisen, das an einem aus Scheiben bestehenden Gürtel hängt; an demselben Gürtel hing ein kleiner Dolch unter dem R. Arm. Die Riemen, welche auf das Gewand aufgemalt waren und an denen beide Waffen hängen müßten, sind durch Abreibung der Oberfläche des Bildes verloren. Ebenso ist von den unteren Teilen der Figur fast alles verloren gegangen. Der Kopf bietet ein stilisiertes, unbärtiges Gesicht, das auf antiken Reminiszenzen beruht. Interessant ist die Stirnmarke, wie bei einer Buddhafigur. Das Gesicht ist gelb modelliert. Die roten Haare sind kurz geschnitten und bilden über der Stirn eine Art Toupet. Der Fond der Figur, welcher ein von den folgenden getrenntes Feld bildet, ist lotfarb und mit Blümchen verziert. Hinter ihm folgen noch zwei Gruppen von je drei Figuren. Die erste, Fig. 51, sind zwei Männer und eine Frau, die Männer mit demselben schematischen Gesichte wie der Fürst, derselben Frisur, in langen mit Borten besetzten Ärmelröcken mit Brustklappen, die nach außen geschlagen sind und auch auf der Innenseite reichen Besatz zeigen; auch diese tragen wieder die langen Schwerter, aber neben dem Schwert noch einen kurzen Dolch mit unten stark ausladender Scheide. Der zweite der Männer (übrigens sehr zerstört) trägt unter dem Rocke noch eine Art bordierter Schürze und hält in der R. wieder eine Lampe. Keiner von den Männern aber, außer der Fürst, hat das bordierte Querband über der Brust. Die Frau trägt ähnliche Frisur wie die Männer, in dem hinten lang herabfallenden Haar ist eine mit langer Schleife versehene, künstliche Blume befestigt. Ihr Anzug besteht aus einer Ärmeljacke mit umgelegten, reich besetzten Brustklappen, unter deren Hängeärmeln gestreifte Unterärmel hervorkommen. Die Jacke ist hellgrün mit einst goldnem Bortenbesatz, ihr mit breitem weißen Streifen versehener Rock dunkelgrün. Gesicht und Hände, wie bei den Männern hellgelb schattiert. Die unteren Partien dieser drei Figuren sind leider stark zerstört. Auf diese Gruppe folgt noch eine Gruppe von drei Männern in ähnlicher Kleidung und Ausrüstung, Fig. 52. Das Gewand des ersten war mit bunten Mustern verziert, welche leider fast alle abgerieben sind, neu an diesen drei Figuren sind nur die Dolche, welche neben dem eisengrau gemalten Schwert unter der L. hängen. Sie haben glatte Griffe in glatten Scheiden, die Tragbänder dazu sind abgerieben. Hier sind die Füße erhalten: mit gespreizten Beinen stehen die Männer fast auf den Fußspitzen. Anliegende Stiefel bedecken die Füße. Figuren der Langw. L., Seitengang L. Auf dieser Wand-fläche sind acht Figuren ohne besondere Abteilung abgebildet, Fig- 53- Voraus gehen zwei Mönche, einer in weißer (ursprünglich gelber?) Robe, der andere in brauner. Ihre übermäßig langen Figuren wenden sich, wie einladend zur Nachfolge, der folgenden Familie zu. Ihr Haupt ist ein Mann mit Klappenrock, der eine Räucherlampe in der R. hält. Er hat die Stirnmarke und R. Fig. 52. Durchzeichn. etwas größer reproduziert als Figg. 50, 51,53, um die Gewandmuster zu zeigen. Orig. 1,15 m hoch, 70 cm breit. Ming-Öi bei Qumtura, Hauptgruppe, H. 19, Höhlen 20—23. 27 neben dem Dolch das Tuch, welches uns schon in Höhle 15 der ersten Schlucht begegnete; die ihm folgende Dame hat auf dem Scheitel noch einen Aufsatz, welcher mit einem Schmuckband gebunden ist, herzförmige Ornamente auf den oberen Ärmeln; sie hält ein langes Band, um das Kultbild zu schmücken. Ihnen folgen drei Söhne, der erste, älteste, ähnlich wie der Vater ausgerüstet, zwei jüngere Brüder nur mit kleinen Dolchen an der L. Seite mit besonderen Griffstellen an den dunkel gemalten Scheiden. Beide halten langgestielte Lotusblätter, auf denen je drei Lotusblumenknospen sitzen: offenbar künstliche Blumen als Opfer für den Altar, wie sie in zerstörtem Zustand oft bei den Ausgrabungen zum Vorschein kamen. Zwischen dem Vater und den Mönchen steht noch ein kleines Mädchen in ähnlicher Tracht wie die Mutter, ebenfalls nach rückwärts blickend. Interessant sind Buchstaben in Brähmicharakter auf dem Gewand des einen Mönches (fia) und (cfie) auf dem Gewand eines Knaben. Im Fond des Bildes sieht man wieder Blumenknospen und Sternchen. Zwischen den Altern erscheint eine rote, weiß betupfte Schmuckkette mit hellgrünen Schleifen, vor dem ältesten Sohne wieder das Cintämani. Die Fußstellung der erhaltenen, übermäßig langen Figuren ist dieselbe wie auf der R. Seitenw. Die Figur der Dame ist in der Mitte völlig zerstört, und nur der untere Rand des Rockes ist erhalten. Fig. 53. Bei d. Durchzeichn. Orig. 1,80 m hoch, 1,10 m breit. Hinter dieser hochiiegenden Höhlengruppe liegt noch eine zerstörte, ebenfalls höchliegende Höhle (20). In der Talsohle folgt darauf eine kleine nischenartige Höhle und hinter ihr zwei andere in Größe und Dekoration fast gleiche Höhlen 22, 23. Beide sind kleine, fast quadratische Gewölbe (etwa 3 m im Quadrat messend), welche überall an den alten Wänden und um die Nische des jetzt zerstörten Kultbildes, welches vor der Rückw. stand, nur Buddhadarstellungen in kleinen, quadratischen Feldern zeigen; die eine nur sitzende Buddhas, die andere sitzende Buddhas mit je zwei und mehr Adoranten. Im Zenit der Höhlen aber enthält ein nicht sehr breiter Streifen folgende merkwürdige Figuren von der Türe an gerechnet: 123456789 10 Ii 12 13 14 15 Es sind: I ein Hase, ein Pferd und ein Elefant, 2 ein Mensch und ein Höllengeschöpf, 3 fliegende Buddha-figur, 4 ebenso, 5 predigender Buddha, stehend, 6 7 je ein meditierender Mönch mit vier Köpfen, von denen je einer dunkel gemalt ist ,89 ebensolche Mönche mit fünf Köpfen, 10 ein meditierender Mönche mit sechs Köpfen, Ii ein ebensolcher mit sieben Köpfen, 12 ebensolcher Mönch mit zwei Köpfen, wovon einer dunkel gemalt ist, auf einem Wagen sitzend, 13 14 15 drei sitzende Buddhas. 28 Ming-Öi bei Qumtura, Hauptgruppe. Höhle 33 (Nirväna-Höhle). Diese Höhle Fig. 54J) zeigt wieder eine fast quadratische Cella, welche noch von vorn durch eine ziemlich breite Türe zugänglich ist. Die Türwand ist mehr wie ein Meter dick. Fast die gleiche Breite wie die Türöffnung hat der Pfeiler, welcher die Rückwand bildet und zu dessen Seiten R. und L. gewölbte Gänge in einen Quergang hinter dem Pfeiler führen. Insofern enthält die Höhle nichts Abweichendes von der gewöhnlichen Form. Anders steht es aber, was die Kultbilder und die Bemalung betrifft. Der Pfeiler enthielt eine Buddhastatue, aber in ziemlich flacher und schalenförmiger Nische. Vier ähnliche kleinere Nischen sind je zu zwei auf die Seitenw. verteilt. Vor ihnen liegt ein Sockel in der ganzen Länge der Seitenw. In jeder dieser Nischen saß eine Kultfigur, wie es scheint, mit Nebenfiguren. Welche Personen: Buddhas, Bodhisattvas oder Götter mit zugehörigen zwei Adoranten (?) die Figuren dargestellt haben, läßt sich nicht mehr ausmachen. Doch ist auffallend, daß die Nische unmittelbar R. vom Rückw.-Pfeiler (die zweite L. vom Eing.) mit schwarzen Strahlen ausgemalt ist, welche von den lichten, in uighurisch-chinesischem Stil ausgeführten Aureolen auf das auffälligste abstechen. Da wir in dieser Höhle das kompliziertere Bodhisattva-Pantheon chinesischen Stils, wie es in der Umgebung von Turfan gewöhnlich ist, vorfinden, so ist die Hypothese naheliegend, daß vor dieser dunklen Nische eine Acala-Figur gesessen hat, welcher Dharmapäla dem uighurischen Pantheon in der Umgebung Turfans ganz geläufig ist. Gemälde der Höhle. Türwand. Auf der schmäleren W. R. (A) waren zwei Reihen von Figuren übereinander. Die ob. Reihe bestand aus zwei prächtig gezeichneten Mönchen, von der unt, Reihe, die durch eine zweizeilige, hochrot geschriebene, chinesische Inschrift von der ob. Reihe getrennt war, waren nur noch die Köpfe von zwei Laienfiguren erkennbar. Mit Mühe konnte ich den Kopf der vorderen Figur, welche offenbar einen Mann vorstellt, mit der merkwürdigen Flügelkappe rekonstruieren. Ich kann diese Zeichnung als richtig wiedergeben, da später, im Winter 1906—07, durchspalten einer alten Mauer von Idyqut§ähri Bilder gefunden wurden, welche wohlerhaltene große Figuren mit denselben Kopfbedeckungen lieferten 2). Der Kopfputz der dahinter abgebildeten Frau, mit dem quer über dem Scheitel liegenden Holzkamm kehrt auch in den Wandgemälden von Sorcuq bei QaraSahr wieder, wie später erwähnt werden soll, Fig. 55. Auf der breiteren Türw. L. (A') war die mehr als lebensgroße Figur des Stifters der Höhle abgebildet. Leider ist dieselbe zerstört. Leidlich besser erhalten ist der ihm folgende, kleiner gezeichnete Mann, welcher dem Hauptstifter eine Räucherlampe nachträgt. Der Kopf ist zerstört, aber das lang herabhängende, dunkle Haar erhalten. Man wird einen Kopfputz ergänzen müssen, wie ihn die Laienfigur der anderen Türwandfläche zeigt. Die Figur trägt einen langen Ärmelrock, der bis über die Füße herabfällt, mit weiten, faltenreichen Ärmeln; darüber einen schwarzen Gürtel mit allerlei Zeugtaschen, Ledertaschen, Scheiden und Behältern, wie sie der Überlieferung nach die Uighuren getragen haben sollen, Fig. 56. Gewölbe der Cella. Zum Schmuck des Gewölbes sind Buddhas, begleitet von Devatäs, verwendet. Alle sehen nach der Rückw. Glückswolken und reiche Blumenornamentik füllt die Zwischenräume. Die Buddha-figuren stellen die tausend Buddhas unserer Weltperiode vor, welche nach lamaistischer Norm in irgendeiner Form in jedem buddhistischen Tempel sein sollen — eine Norm, welche also für die Zeit unserer Höhle wie für die Tempel um Turfan Geltung hatte. Die Buddhafiguren, welche in den Gewölben der Gänge L. R. vom Pfeiler Verwendung fanden, sind als Fortsetzung der Buddhareihen des Gewölbes der Cella aufzufassen. Rückw. der Cella D'D (Front des Pfeilers). Die Rückw. ist hier mit einem in dieser Ausdehnung und an dieser Stelle ungewöhnlichen Bilde bedeckt: mit dem Angriff der Heerscharen Märas auf Buddha. Es ist also zweifellos, daß die Kultfigur, welche in der Nische gesessen hat, Gautama Buddha war. Die von beiden Seiten auf Buddha einstürmende Armee Märas, Fig. 57, 58, 59, reichte mit einer zweiten Kolonne noch auf die Seitenwände hinüber: ein künstlerischer Kniff, welcher die ohnehin höchst belebt und phantastisch dargestellten Dämonen noch wirksamer machen mußte, wenn die Höhle mit Lampen.und Räucherkerzchen erhellt x) Maße der Höhle, soweit diese nicht in Fig. 1 eingetragen sind. Die Seitenw. haben bis zum Anf. des Gewölbes eine Höhe von 3,75 m, inkl. des vorlieg. 65 cm hohen Sockels. Vom Anf. des Gewölbes bis zum Zenit ist eine Höhe von 1,80 m. Die vier schalenförmigen Nischen der Seitenw, sind 1,20 m br., 1,70 m h. und an der tiefsten Stelle 36 cm tief. Die Nische der Rückw., welche das Kultbild enthielt, ist 2,40 m hoch, der ihr vorliegende Sockel 1,80 m. Die Seitengänge, welche durch R. und L. von der Front des Pfeilers ausgehende 97 cm breite Türen zugänglich sind, messen an den Längsseiten 2,40 m, an den Pfeilerseiten 1,60 m; sie sind nur 1,95 m hoch. Hinter dem Pfeiler ist der Gang nur 77 cm breit und noch durch eine schmale Bank (schwer in ihren Dimensionen bestimmbar) vor der Hinterseite des Pfeilers verengt. a) Vgl. unt. im Abschn. Idyqutsähri. •Ming-Oi bei Qumtura,- Hauptgruppe, H. 33 (Nirväna-h.). 29 war und die Buddhafigur selbst mit Schärpen, künstlichen Blumen und dem Rauch der Räucherkerzchen umgeben war, Fig. 58. Die Truppen Märas, welche gegen oben immer mehr beschädigt sind (an den Seiten sind ebenfalls große Lücken), sind deutlich die Nachfolger der halbantiken Typen der Gandhäraskulpturen. L. von der Nische stehen zunächst drei Figuren, ein kniender Bogenschütz mit fast antikem Panzer, mit Wadenstrümpfen und Handschutz (?) für den Bogen. Der Kopf der Figur ist zerstört; neben ihm ein Fig. 57. Fig. 59. In der Lücke neben dem Bogen- schützen ist die Lendentuchborte des Schützen vergrößert dargestellt. ausschreitender Dämon mit Spitzohren, den Hals mit Schlangen umwickelt, der mit gefällter Wimpellanze — seltsamerweise den Vordergriff mit der R. Hand — auf Buddha eindringt. Der dritte ist ein kniender Hornbläser in buntem Gewand mit einer nach hinten gewendeten Teufelsfratze auf dem Hinterkopf. Im Mittelgrund folgen zwei andere Dämonen: der vordere, welcher ein Banner trägt, dessen Spitze eine an malaiische Lanzen erinnernde Flammenklinge bildet, hat zwei runde lose Augen, zwischen denen schwarze Haarbüschel emporstehen, über derStirne; hinter dem Kopfe tauchen Schlangenleiber auf, und auf dem Kopfe selbst sitzt ein affenartiger Teufel, der, sich reckend, nach der Fahne greift. Hinter diesem ein zweiter Dämon in anti- 30 Ming-Oi bei Qumtura» Hauptgruppe, H. 33 (Nirväna-h.).. lasierendem Brustpanzer, welcher an ältere Bilder, vgl. Höhle 19, erinnert, eine große Keule schwingend. Über seinem Gesicht erscheint ein zweites, so daß über der Nase eine zweite Nase steht und die Brauen des unteren Gesichts den Schnurrbart des oberen bilden. Noch weiter oben ist ein Schlangenköpfiger zu sehen, auf dessen Scheitel wohl eine Eule saß. Er schwingt mit der L. eine sehr fein ausgeführte Steinkeule, die an melanesische Formen erinnert. Bei dieser Gelegenheit möchte ich nicht vergessen, darauf hinzuweisen, daß in den Dämonen -bildern der buddhistischen Archäologie Reminiszenzen an Aboriginer der indischen Kulturwelt in ihrer weitesten Ausdehnung vorkommen und treu bewahrt werden. Unter dem Arm dieser Figur sieht man den Kopf eines anderen Dämons, wohl ursprünglich mit drei Gesichtern gedacht. Auf der Stirne glotzen noch zwei runde Augen. Ganz oben sieht man eine Figur einer Frau, vielleicht ist eine von Märas Töchtern gemeint. Die zweite Reihe auf der anstoßenden Seitenw. ist auf dieser Seite zerstört. R. v. d. Nische kniet im Vordergr. ein Dämon — jetzt ohne Kopf — mit richtig gefällter Lanze, vor ihm ist ein knieender Bogenschütz abgebildet. Er hat einen Bauchpanzer mit großem grinsenden Gesicht, dessen Bart die gefalteten Panzermanschetten bilden, über der Stirn trägt er einen Totenkopf. Im Mittelgrunde folgen drei Figuren, voraus einer mit lädiertem Kopf, neben dem sechs Schlangen hervorsehen, und einer Fratze auf dem Bauche, dann ein zweiter mit einem dreifachen Kopfe, über dem ein viertes Gesicht auftaucht, wieder so, daß die Brauen des (mittleren) unteren Gesichts den Schnurrbart des oberen bilden. Er schleudert mit erhobenen Armen eine Maschine, auf welcher vier rotgemalte Brandgeschosse liegen. Hinter ihm folgt ein dreiäugiger Teufel, welcher eine Schlange aus dem Maule zieht, er trägt eine Pauke auf dem Rücken. Zu ihm gehört die unterste Figur eines trommelnden, gehörnten, dreiäugigen Teufels auf dem Gewölbe der anstoßenden Seitenw. Über den letztgenannten drei Figuren folgt noch ein Bogenschütze und ein Dreiäugiger mit Holz- oder Steinkeule und einer Kappe aus der Kopfhaut eines Teufels. Hinter ihnen auf dem Gewölbe der Seitenw. noch ein Gepanzerter mit bärtigem Hundskopf und darunter ein Dämon mit Hauern, dem eine Glocke auf der Brust hängt, einen Felsblock schleudernd. Gemälde im Gange um den Pfeiler C'C. Gewölbe. Die Decke des Ganges zeigt schöne Blumenmuster: Lotus-Scheiben und Glückswolken mit prachtvollen Borten an der Stelle, wo das Gewölbe in die gerade W. übergeht. Über den Borten läuft ein Streifen von sitzenden Buddhas entlang, wie erwähnt, die Fortsetzung der »tausend Buddhas« im Gewölbe der Cella. Proben davon sind ins Museum gelangt. Die Wand hi. d. Pfeiler (Schmalw.) im hinteren Gange des Pfeilers nahm ein großes Parinirvänabild ein, das schon seit 1903 sich im Berliner Museum befindet. Dieses schöne Bild (1,90 m breit, I m hoch) ist noch völlig in der älteren Stilart dargestellt. Erhalten ist noch die langgestreckte Figur Buddhas, dessen Aureole und Vesica schon die Blumen-Ornamentik des jüngeren Stils zeigen. Vor Buddha fünf Götter und Göttinnen in Afijali-Position unter den Säla-Bäumen. Die Figuren, welche etwa zu Buddhas Häupten standen, sind zerstört. Die beiden inn. Wände der Seitengänge sind mit Bodhisattvabildern geschmückt, und zwar enthält W. L. v. Pfeiler (x) den Bodhisattva Mafijughosa, auf einem großen Löwen reitend, mit den gewöhnlichen Attributen, umgeben von zahlreichem Parivära, R. (xx) den Samantabhadra, auf einem Elefanten reitend, ebenfalls inmitten eines zahlreichen Gefolges. Die sehr lebendig und korrekt gezeichneten Gruppen tragen den Charakter der besten alt japanischen Typen. Auf der Langw. dem Mafijughosa gegenüber sind drei große Figuren stehend dargestellt. Sie zeichnen sich durch korrekte Zeichnung und feine Farbengebung aus, im Stil gleichen diese großen Figuren dem Mafijughosa und Samantabhadra. Unmittelbar an der mit einer schönen Blumenborte geschmückten Tür steht Ksitigarbha oder, wenn man ihn, was vielleicht hier richtig ist, als Nebenform j Avalokitesvaras annimmt, Amoghapäsa mit dem Rasselstab (1). In | der, Mitte steht ein Bodhisattva, vielleicht eine Form des Padmapäni (2) mit einer Räucherlampe Fig. 60, es folgt eine Gruppe Buddha Dipan-kara mit dem Bodhisattva (3). Auf der Rückw. (hint. G.) sind folgende fünf Figuren abgebildet: ein Bodhisattva mit Cintämani (4), ein Buddha en face (5), ein sechs-armiger Padmapäni mit vielen Köpfen, die oberen Hände halten Sonne und Mond (6), noch ein Buddha en face (7) und ein Bodhisattva mit einem Lotus in der L. (8). Auf der Gangw. gegenüber dem Samantabhadra ein Buddha (9), ein Bodhisattva (10) und Fig. 60. Kopf des Bodhisattva Seiteng. L. 2. noch ein Buddha (n). Sämtliche elf Figuren hatten auf besonderen Ming-Oi bei Qumtura, Hauptgruppe, H. 42 (Nägaräja-h.). 31 Tafeln neben sich chinesische Inschriften, aber alle bis auf die bei 6 sind zerstört, und auch diese hat stark gelitten. Sie lautet nach Prof. Dr. Franke: nan wu schi ör mien kuan schi yin p>mit der Gebetmühle«, vgl. unten. So ist die Gruppe des Mannes, welcher einen Esel treibt und mit dem Tier auf einer blauen Schlange dahinwandelt, wohl erhalten '). In d. mit. Reihe der Bilder auf Seitenw. 1 (L.) ist unmittel- Wimpel L. hellblau, R. grau. hellblauer Streifen. hellblau und schwarz alternierend. Bogen grau. Fond hellblau. Füllung und Säulen hellgelb. hellgelber Streifen, hellgrüner Streifen. hellblauer Streifen. Fig. 97. Orig. 24 cm hoch. Fig. 98. Stüpa aus der Dekoration det Gange. Orig. 74 cm hoch. bar vor d. Eing. in d. Seiteng. ein gelbgrauer Berg abgebildet, in welchem ein großes Gesicht erscheint. Vielleicht ist es nur eine mißverständliche Darstellung eines in einer Höhle liegenden Tieres. Auf dem stark vortretenden Sims fanden sich interessante Meeresdarstelhmgen; Fische schwimmen umher, im Meere stehen blaue, weiße und andersfarbige kegelförmige Berge, an denen menschliche Gestalten hochklettern, während andere im Meere schwimmen, wieder andere sitzen auf Inseln; zu einem derselben kommt ein Bodhisattva durch die Luft geflogen 2). Sonst sieht man noch Schnecken, Enten (Anas casarca) und Lotusblumenknospen im Wasser. Dieser Sims lief auch über der Tür hin unter dem Maitreyabilde in der Lünette. Bemalung der Gänge. Auf der Rückw. des hint. Ganges ist das Parinirväna des Gautama Buddha dargestellt. Er liegt unter hohen Bäumen, zu seinen Füßen ist ein alter betender Mönch dargestellt, auf d. Seitenw. zu Buddhas Häupten ein lebensgroßer Münch (bei x), zu seinen Füßen ein lebensgroßes Götterpaar (y), der Gott von weißer Hautfarbe in durchsichtigem Gewände, die Göttin dunkelfarb, mit Bügelharfe, reizvoll, aber schematisch ausgeführt. Auffallend ist die starke Vorzeichnung (Einritzung der Konturen) der beiden Götter in den Verputz. Auf d. gegenüberst. W. hint. d. Nische ist die Verbrennung von Gautamas Sarg dargestellt gewesen und darüber eine Reihe von sieben Stüpas. 0 Gebetmühlenh. Fig. B, 14, b, 14.. Vgl. unten. ') R. Spence Hardy, Manual of Budhism, S. 27. Grünwedel, Altbuddhist. Kultstäuen in Chines. Turkistan. 4 50 Ming-Öi bei Qyzyl. Schwertträgerhöhle. Die Seitenw. der Gänge waren in zwei Streifen bemalt. Der obere Streifen enthielt auf allen vier Wänden eine Reihe von offnen Sttipas, in deren Halle eine Reliquienschachtel auf blauem Fond steht, je sieben auf jeder Wand L. v. d. Nische und ebenso auf d. inn. W. R. v. d. Nische, auf der langen Außenw. R. v. d. Nische sind nur sechs. Fig. 98. Unter den Stüpas der Innenseiten sind Prozessionen von Mönchen dargestellt gewesen, auf d. W. R. v. d. Nische sind noch neun Figuren zu erkennen. Das Gewölbe der Gänge war mit Bergornamenten bemalt. Höhle der »sechzehn Schwertträger«. Diese große und reich ausgemalte Höhle repräsentiert den gewöhnlichen Typus, Fig. 99 a, b. Der Vorraum ist zerstört, dann folgt eine fast quadratische Cella, überspannt von einem Tonnengewölbe. Die Tür- wand ist leider ebenfalls fast völlig zerstört, offenbar durch das Herausreißen der ehemals die Tür umgebenden Holzteile, vgl. Fig. IOO. Die Rückwand der Cella, vor welcher ein etwa tischhoher, wenig tiefer Sockel (zum Aufstellen von Räuchergefäßen usw.) sich befindet, hat in der Mitte eine Nische, 2,30 m hoch, 1,70 m breit, 73 cm tief, in welcher sich das Kultbild befand, Fig. 99 b. R. und L. davon gehen gewölbte Gänge (a a' a af) in den Berg, welche hinten in einem breiten querliegenden Tonnengewölbe münden. Vor der Rückw. dieses Ganges ist ein tischhoher, breiter Sockel für den ins Parinirväna eingehenden Buddha und auf den Seiten, den Verlängerungen der Gänge, waren je ein niedrigerer und schmälerer Sockel für Figuren. Ausstattung und Bemalung der Cella. Auf den stark beschädigten inneren Türw. x, x' ist die Bemalung erloschen, nur auf Wand L. (x) ist in 'Gesichtshöhe noch eine stark zerstörte Brähmiinschrift zu erkennen. In der Lünette üb. d. Tür ist noch ein Bild (Fig. 100) erhalten, doch ist auch hier durch das Herausreißen des Türrahmens der untere Teil besonders über x' stark beschädigt. Das Bild stellte eine Gebirgslandschaft vor, das Gebirge ist stilisiert; es besteht aus hellblauen, hintereinand^rgereihten Rauten, deren obere Spitze mattblau und weiß aufgesetzt ist. In diesen blau und weißen Hintergrund sind rote Tigerköpfe hineingemalt. Die Tiere sind in Höhlen sitzend zu denken, daneben sind kleine grüne Seen mit darin stehenden Bäumen, z. T. mit bunten, hellblauen und weißen Blüten. Die Mitte der Landschaft nahm eine Nische ein, in welcher das Kultbild (Buddha) saß, um die Nische ist ein bewimpeltes Dach in indischem Spitzbogenstil und darüber ein großer hellgrüner, braungerandeter Schirm mit wehenden, R. und L. von der Spitze herabhängenden Wimpeln. Im Vordergrunde ist nur L. v. d. Nische ein grüner Dämon erhalten, welcher offenbar den Buddha angriff, hinter ihm ein stehendes Götterpaar (beide mit Prabhämandala): ein dunkelfarbiger Gott, der, sich nach seiner hellfarbigen Gattin umwendend, auf deren R. Schulter lehnt und sie auf den Buddha hinzuweisen bemüht ist. Auf d. and. Seite wird man nur noch das Prabhämandala eines Asketen gewahr. R. und L. üb. d. Nische und zu d. Seiten des Schirmes fliegt je ein Paar Götter (Gott und Göttin) auf den Buddha zu. L. v. d. Nische spielt der weiße Gott die Laute, die Göttin bringt eine Blumendolde aus einem Blumenteller, R. bringt der dunkle Gott eine Dolde, die hinter ihm fliegende Göttin eine Schmuckkette. Die Blumendolden sehen wie Weintrauben aus, es sind aber zweifellos runde Blumenbüsche gemeint. Seitenw. Auf den beiden Seitenw. sind je drei große Bilder mit Buddhapredigten gewesen (1, 2, 3, I, II, III). Sie sind jetzt sehr zerkratzt, so daß es unmöglich ist, sie ganz zu kopieren. Die Figuren waren lebensgroß Fig. 101, 102, 103. Was noch erkennbar ist, ist das Folgende: 1, a Buddha, sitzend nach der Rückw. gewendet, b c eine Gruppe: betende Dame (c) mit 1 zwei dunkelfarbigen Dienerinnen [b)} eine scheint zu Buddhas Füßen zu knien, während die andere \° * § k s*cn nach c umsieht, in gleicher Richtung mit ihr sitzend, d Devätä, e f g h Götter oder Bodhi-1de) u e k j d sattvas, fgh mit Prabhämandala; i hellfarbiger, schmerzbewegt nach rückw. blickender Jüngling, i 5 c H Köpfe von Frauen, nach i hinabblickend, zwischen / und m große Lücke, m n 0 drei Götter oder Bodhisattvas Fig. 101. Fig. 99 a. MS Fig. 99 b. Ming-Öi bei Qyzyl. Schwertträgerhöhle. 51 2, a Buddha nach R. gewendet mit erhobener R. predigend, L. von ihm: b dunkelfarbiger m n o f g h Vajrapäni mit weißem Hut, in d. L. den Wedel, mit d. R. den Donnerkeil auf den Oberschenkel stützend (Fig. 104), c d zwei Mönche, e dunkelfarbiger Jüngling, f gh drei Devatäs oder Bodhisattvas; 1 & c d R# v> Buddha: i ein König (Jüngling) betend, vor ihm ein Diener(?) mit Schirm, kl zwei Damen, m n 0 drei Devatäs oder Bodhisattvas. Fig. 101, 102. 3, a Buddha nach d. Rückw. gewendet, sitzend, predigend, L. von ihm: b kniet ein dreiäugiger, gelber Gott, welcher Pfeil und Bogen überreicht, c d e f g h i sieben Devatäs oder Bodhisattvas, R. v. Buddha: k betender, hellfarbiger Gott (Vajrapäni?), vor ihm L. ein nach rückw. blickendes Mädchen, m ein blaubärtiger, dunkelfarbiger Mann mit weißem Turban (Fig. 105), nach k umblickend, n 0 p q r fünf Devatäs oder Bodhisattvas. Fig. 102.x) p q n o m k 1 g a e c d b h i e f c d b Fig. 100. Gruppe in der Lünette über der Türe. Der untere Teil ist durch das Herausreißen der Holzverkleidung der Türe und der Balkone vor den Seitenwänden zerstört. Seitenw. R. e f g h a c d b I sehr zerstört. Buddha, verso von I, 0. R. von ihm noch eine betende weiße Jünglingsfigur, cde f g fünf Bodhisattvas oder Devatäs, h Devatä. Rest zerstört. II o p q n m a 1 k II, a Buddha nach d. Türw. gewendet, b ein Mönch, im Flickenkleide zu den Füßen Buddhas g h i hegend, c königlicher Jüngling, von weißer Hautfarbe, betend, hinter ihm d ein nach ihm um-e f blickender Schirmträger, e vierköpfiger, betender Brahma (Fig. 106), f g hi vier Devatäs oder Bodhisattvas; R. v. Buddha: k dunkelfarbiger Vajrapäni mit sträubigem Haar, er hält mit d. R. den Fächer hoch, mit d. L. den Donnerkeil, Imno p q sechs Devatäs oder Bodhisattvas s). Ein Teil davon Fig. 103. d c III o p q e f 1 g h i III, a Buddha, nach d. Rückw. gewendet, b hellfarbiger (wießer) Vajrapäni (sänta) in der L. den Donnerkeil haltend, in d. R. einen runden Fächer (reifförmigen Fächer) schwingend, c d zwei Mönche, e f zwei Jünglinge, ghi drei Devatäs oder Bodhisattvas, k betende Dame, l dunkelfarbige c d Dienerin mit Blumenteller, m =l} n eine nach rückw. blickende Dienerin, 0 p q drei Devatäs oder Bodhisattvas. Fig. 103. b *) Vgl. die identischen Bilder: Mäyäh. 2. Anl. /' 2? und Mäyäh. 3. Anl. d' II und die verwandten unter Ming-Öi b. Qumtura Nr. 19, Nr. 6 zitierten Repliken in Qyzyl. *) Vgl. die ident. Bilde^ Ming-Öi, Qumt. Nr. 19, Nr. 2; Qyzyl Kamingr. A, 3; Gebetmühlh. bx2\ Nägaräjah. i, a\ Mäyäh. 3. Anl. d' III; Kiri§t Tierfriesh. Rückw. 1. 4* 52 Ming-Öi bei Qyzyl. Schwertträgerhöhle. f- In den Gesichtern der Figuren sieht man fast überall einzelne Brähmibuchstaben, vielleicht Bestimmungen der Namen oder der Farben der bez. Figuren für den Maler, vgl. ob. S. 27, 45. Über den Bildern I—3, I—III ist der folgende Abschluß: Das Gewölbe der Cella kragt hier (A) bedeutend über, darunter folgt B ein 60 cm hoher Zwischenraum, der jetzt leer ist, vor welchem aber ursprünglich Götterfiguren auf einem Etagenbrett standen, welches auf den Pfosten, deren Löcher noch in C erhalten sind, ruhte. Die Zwischenräume der Löcher in C sind mit schönen Blatt-Ornamenten bemalt gewesen. D ein 10 cm hoher gemalter Streifen, welcher eine zweite Trägerreihe imitiert; E Ornamentstreifen bemalt mit imitiertem Laubgewinde Fig. 108. Von den Figuren, welche vor B gestanden hatten, fanden sich zermalmte Reste im Schutt beim Räumen der Höhle; viele Stöcke und Rohrbündel, welche den Kern der Fig. 101. Buddhapredigten von der Mitte an gezählt, noch die H g: de 6 3 Figuren gebildet hatten, lagen in und vor der Höhle. Bemalung des Gewölbes der Cella. Im Zenit des Gewölbes /waren, folgenden Figuren leidlich erhalten. -j^ jjj 1 Fliegender Buddha, mit dem Kopf nach der Rückw. gewendet, an Armen, 51234 £L Oberschenkeln und Füßen flammenförmige Strahlen, welche seine übernatürliche Kraft f anzeigen, 2 ein zweiköpfiger schwarzer Garuda mit Schlangen (Fig. 107), 3 fliegender Buddha wie 1, 4 die Sonne als rote Scheibe, 5 Windgottheit mit einem Sack, 6 der Mond, umgeben von Sternen (Fig. 109). Auf den Kappenflächen des Gewölbes sind fünf Reihen von Bergen dargestellt, mit je einem predigenden Buddha davor. Alle Buddhafiguren hatten einst, wie die großen Figuren auf den Seitenw. mit Blattgold belegte Kleider, das jetzt abgekratzt ist. Vor jedem Buddha steht ein Ado-rant; die Farben der Berge wechseln. Die oberen zwei Reihen enthalten je sieben, die L. Hälfte je acht, die R. aber in der dritten sieben, in der vierten acht, in der fünften sieben Buddhas. Gewölbehälfte über I, II, III, vgl. Fig. 99a und Fig. 112, 113. Fig. 102. Buddhapredigten bei 2, 3. I. L. vor Buddha ein weißfarbiger Mann mit Oberkleid, der eine Schale in d. L. hält, 2 und 3 die Figuren L. von Buddha unklar, 3 ein Mönch?, 4 vor Buddha taucht ein Lotusblatt auf, in welchem von rückw. gesehen ein mit Prabhämandala versehenes Kind ist, 5 die Figur R. v. Buddha scheint ein Mönch zu sein, 6 L. v. Buddha ein seltsames Wesen; es scheint sich um ein fischartiges Tier zu handeln mit vier teils tierischen, teils menschlichen Köpfen (vgl. Ming-Öi bei Qyzyl. Schwertträgerhöhle. 53 unt. »Hippokampenhöhle« *), 7 meditierender Buddha, ohne Verehrer. 8 Nebenfigur R. v. Buddha unklar, 9 R. v. Buddha eine Göttin eine Schale bringend, 10 L. v. Buddha ein Bär, 11 R. v. Buddha ein Mann mit einer Schale in der L., die R. hochhebend, 12 L. v. Buddha ein betender Gott oder König von weißer Hautfarbe mit Prabhämandala, wie in einem weißen Sacke sitzend, 13 R. v. Buddha ein kniender, vollbärtigcr Mann in langem Ärmelrock mit Mütze, eine Schale mit beiden Händen vor sich haltend, 14 R. v. Buddha ein kauernder, fast nackter Knabe, der mit d. L. ein Licht(?) hochhält, 15 L. v. Buddha eine große, dickleibige Schlange, 16 R. v. Buddha ein Mann im Kostüm von 13, einen Schirm haltend, 17 L. v. Buddha ein kniender Brähmana mit erhobener R., in der L. eine Flasche haltend, 18 R. v. Buddha ein König mit hocherhobenen Armen, 10 L. v. Buddha ein kniender Mönch, 20 R. v. Buddha ein kniender Gott mit Prabhämandala ein Fähnchen2) haltend, 21 R. v. Buddha ein heranschrcitender Asket, 22 L. v. Buddha ein Brähmana, über ihm Sonne und Mond, 23 R. v. Buddha ein Geharnischter mit Wimpellanze; Rüstung, Helm usw. sind identisch mit denen der Reiter im hinteren Gange 3), 24 L. v. Buddha ein nackter Knabe von weißer Farbe, in der erhobenen R. eine Blume(?) haltend 4), 25 R. v. Buddha ein stehender, betender König, 26 L. v. Buddha ein nur mit Lendentuch bekleideter, weißer Asket(?), 27 ein nur mit Lendentuch bekleideter, nackter Mann mit einem Henkelkruge auf der Schulter vor Buddha wegschreitend5), 28 L. ein vor Buddha kniender König, der in dcrL. eine Blumenschale hält, mit der R. nach Buddha ein Bukett wirft, 29 fast identisch mit 13•), 30, Nebenfigur unklar, 31 R.v. Buddha Fig. 103. Buddhapredigt bei III. ein Mann mit fünf Lampen, je eine in den Händen, auf den Schultern, auf dem Kopf. 32. L v. Buddha sich tief verneigender Wilder, welcher Honig bringt. 33 R. von Buddha ein stehender, alter Brähmana mit gefalteten Händen, 34JR- v. Buddha ein weißfarbiger König, 35 L. v. Buddha ein alter Asket mit einem Stock8), 36 R. v. Buddha ein Gott, eine Gabe überbringend. Untere Reihe: Bodhisattvas: a ein Bodhisattva, mit erhobenen brennenden Händen einem Reisenden leuchtend, b ein alter Brähmana nähert sich einem sitzenden Bodhisattva, um eine ungewöhnliche Gabe bittend, c eine ähnliche Gruppe: beide Figuren unter einem Baume; der Bodhisattva mit gefalteten Händen und das Haupt leicht neigend, d ein betender Bodhisattva vor einem dunklen Lotusblumenblatt; vor ihm ein sitzender alter Brähmana mit Schale, eine Opfergabe heischend Fig. 114, e eine Frau, ein Kind auf der R. Schulter sitzend haltend, ein Mann mit Schwert folgt, / ein Brähmana unter einem Baume'). Gewölbehälfte über 1, 2, 3, vgl. Fig. 99 a und Fig. 110, 111. 1 L. vor Buddha, welcher meditiert, ein großes Lotusblatt, 2 R. v. Buddha ein Asket, auf seinen Stab gestützt stehend8), 3. L. v. Buddha ein kniender, betender weißer, unbärtiger Gott.?), 4 R. v. Buddha ein Preta eine Schale Buddha darbietend I0), 5 L. v. Buddha eine große Schlange, 6 R. v. Buddha ein alter Brähmana, 7 L. v. Buddha eine kniende Frau mit gegen Buddha ausgestreckten Armen, 8 L. v. Buddha ein Mönch mit Pätra(?), Q L. v. Buddha ein ") Vielleicht gehört auch die Darstellung Mus. R. 50 hierher ? *) Dasselbe Bild: Mus. L. 8. 3) Dasselbe Bild: Mus. L. 20. 4) Dass. Bild: Mus. L. 36; Höllentopfh. b 26; Fußwaschh. ß 3; Mäyäh. 3. Anl. d' 10. 5) Dass. Bild: Höllentopfh. * 23; Mäyäh. 3. Anl. d 30; Mus. R. 11. 6) Ähnlich: Mus. L. 18; Höllentopfh. b ig. ") a identisch mit Mus. R. 22; b Mus. L. 46?; c Mus. L. 13; d Mus. L. 11; e Mus. R. 52; / Mus. L. 16? q. v. e ist die Legende von Sain töröltu bei J. J. Schmidt, Dsanglun, I, XXVIII, c die Legende von Sutasoma. 8) Dass. Bild: Mäyäh. 3. Anl. d 18 (dort ist der Mann von brauner Hautfarbe). 9) Dass. Bild: Höllentopfh. b 10. '») Dass. Bild: Mus. L. 23; Höllentopfh. b 20; Mäyäh. 3. Anl. d' 28. Fig. 104. Vajrapäni aus 2 bei b. Fig. 105. Hindu aus 3 bei m. Größe des Orig. 26 cm. Aureole grün. Größe des Orig. 25 cm. Haaie und Bart hellblau. Fig. 106. Brahma aus II bei e. Größe des Orig. 26 cm. Haare und Bart hellblau. Fig. 107. Zweiköpfiger, vierfüßiger Garuda aus der Mitte desGewölbes (2.) Orig. 1 m hoch. odo, Fig. 109. Bild des Mondes aus der Mitte des Gewölbes (6). Die Sonne war eine rotbraune Scheibe mit breitem, weißen, blaukonturierten Rand (4). Der Mond ist weiß mit rotbraunem Halbkreis, die Sterne, die ihn umgeben, liegen in blaugrauem Fond. A vorspringendes Gewölbe. Zwischenraum. Hier war der Balkon, 60 cm hoch. 15 cm im Quadr. Balkenlöcher in denen die Tragbalken des Balkons gesteckt haben. Die hypothet. Form dieser Träger ergibt der gemalte Balkon in der Höhle »mit dem Musikerchor«. S. 64, Fig. 124. cm. Die schraffierten Stellen bezeichnen die Stellen, wo bemalte Leistchen aufgesessen haben. Fig. 108. Ming-Öi bei Qyzyl. Schwertträgerhöhle. 55 -cniender Mann mit einem Schirm *), 10 R. v. Buddha ein Mann im langen Är-rielrock, mit weißer Mütze, eine Schale darbietend, 11 L. v. Buddha ein König, 12 R. v. Buddha ein kniender, fast nackter Knabe(?), 13 L. v. Buddha ein König, mit Fächer in d. R., Schale in d. L., 14 R. v. Buddha ein kleiner Teich, viereckig, aus welchem eine kleine weiße Schlange herauskommt, 15 L. v. Buddha dn Mann in der Hölle mit erhobenen Armen, 16 L. v. Buddha ein Mönch 17 R. v. Buddha ein weißer Elefant2), 18 L. v. Buddha ein weißer Mann, nur mit Lendentuch bekleidet, betend, mit einem großen Schwerte unter dem L. Arm 3), 19 R. v. Buddha ein Mann mit Ärmelrock, in d. R. eine Schale haltend, 20 L. v. Buddha ein hockender, weißer, fast nackter Mann mit erhobener R. 4), 21 R. v. Buddha eine tanzende, fast unbekleidete Tänzerin (Fig. 115), 22 L. /. Buddha ein betender Mönch, 23 L. v. Buddha ein König mit erhobener R. 24 R. v. Buddha ein Mann, wie in 10, 25 R. v. Buddha eine weiße Gottheit, welche in einem Teiche steht 5), 26 L. v. Buddha ein weißer Gott, der einen Fig. 110. Teil der Gewölbekappe Uber I, 2. Unterste Reihe: Bodhisattvagruppen a, b, c. Fig. Iii. Teil der Gewölbekappe über 2, 3. Unterste Reihe: Bodhisattvagruppen d, e, f. Schirm trägt"), 27 ein König R. v. Buddha mit einer Bügelharfe, 28 L. v. Buddha ein Mann in langem Lendentuch und langem Angavastra die R. erhebend, stehend, von weißer Hautfarbe. Er weht mit dem Obergewande '), 29 undeutlich, 30 L. v. Buddha eine ähnliche Fig. wie in 28, 31 L. v. Buddha ein Affe mit einer Schale8), 32 R. v. Buddha ein betender Nägaräja s), 33 L. v. Buddha ein Mann mit Schwert(?), 34 L. v. Buddha ein betender Brähmana, 35, 36 unklar. Untere Reihe: Bodhisattvas: a Asket unter einem Baume meditierend, b ein kniender Asket, auf welchen ein auf einem Schimmel sitzender Reiter mit dem Bogen anlegt; c Bodhisattva auf dem Boden liegend, wird von Schakalen ¦) Ähnlich: Mus. L. 40. 2) Ob er ein Schwert hält, ist unsicher. So: Höllentopfh. bS; Mäyäh. 3. Anl. d' 12; Fußwaschh. ß 1. 3) Verwandt: Mus. R. 12; Höllentopfh. b 21, wo noch ein Tier dabei abgebildet ist. 4) Vielleicht identisch mit Höllentopfh. b 11. 5) Vgl. Höllentopfh. b 28. 6) Vgl. Mus. R. 33; Mäyäh. 3. Anl. d 22. 7) Vgl. Mus. L. 35; Mäyäh. 3. Anl. d 10. s) Vgl. Mus. R. 26. 9) Vgl. Mus. L. 17; Höllentopfh. b 31, wo der neben dem Buddha kniende Gott keine Schlangenkrone trägt. 56 Ming-Öi bei Qyzyl. Schwertträgerhöhle. angefressen, d Saäajätaka: Häschen, im Feuer stehend, vor einem alten Brähmana, e unklar, fast zerstört. Es war wohl ein dunkelfarbener Brähmana, der einen Bodhisattva um eine unerhörte Gabe bittet, / vor einem sitzenden Manne (Vogelsteller) sitzt eine sich aufopfernde Taube im Feuer :). Rückwand der Cella. Die Rückwand ist völlig zerstört. Es läßt sich nicht mehr sagen, was hier abgebildet war, auch die Kultfigur in der Nische ist vernichtet. Oben im Gewölbe läuft eine tiefe Rille herum, in welcher irgendwelche Verzierungen angebracht gewesen sein müssen. Seitengänge R. und L. v. d. Nische. Die Gewölbe der Gänge sind verziert mit hellblauen, hellgrünen, weißen und dunkelbraunen Rauten, d. h. stilisierten Bergen. Auf den Seitenw. a i, 2, 3, 4; a 1, 2, 3, 4; a 1, 2, 3, 4: a! I, 2, 3, 4 sind je vier Figuren von Stiftern abgebildet. Alle diese Figuren wurden kopiert. Sie tragen Ärmelröcke mit bunten Mustern, mit vor der Brust umgeschlagenen Klappen, an deren R. Seite ein langer Streifen herabhängt, der dazu dient, um den Hals gelegt, die Klappen zu schließen. Die Röcke sind mit bunten Bordüren und Aufschlägen versehen: die vorherrschende Grundfarbe der Röcke ist hellgrün und hellblau. Fig. 112. Teil der Gewölbekappe Uber I, II. Fig. 113. Teil der Gewölbekappe über II, III. Unterste Reihe: Bodhisattvagruppen a, b, c. Unterste Reihe: Bodhisattvagruppen d, e, f. Die Vornehmsten der Gruppe, mit Prabhämandala ausgezeichnet, haben weiß fondierte Röcke. Sie tragen ferner weite Hosen mit kurzen weißen oder roten bordierten Überhosen, lange Zweihänderschwerter an der L. und kurze Dolche mit glatten w-eißen Beingriffen quer vor dem Leibe, an Gürteln, welche wie tibetische Gürtel aus runden mit Lederriemen verbundenen Scheiben bestehen. Unter dem R. Arm hängt ein weißes Rumäl, das eine abgeknüpfte Tasche bildet, an einem Zipfel an dem Gürtel herab. Mattgelbe Westen und weiße grün-gerandete Schleifen im Nacken vervollständigen das Kostüm. Unter den Überhosen werden Stiefel getragen. Die Figuren stehen, wie die oben S. 25 ff beschriebenen und unter Fig. 52, 53 abgebildeten, auf den Fußspitzen. Die Gesichter sind sehr eckig, gelblich schattiert, die unten gerade geschnittenen Haare sind rot, ebenso das Toupet über der Stirne. Manche tragen Schnurrbarte. Die Farben der Augen sind unsicher. Bei j'h'i kniet vor dem vornehmsten der Leute ein Diener, welcher einen Teller mit Blumenbüschen darreicht. Einige dieser Männer tragen Räucherlampen. Vgl. Fig. 116. ') a identisch mit Mus. L. 16?, b Syämajätaka: Bodhisattvagew.-H. R. 7, c identisch mit Mus. R. 56; d identisch mit Mus. R. 59; / Bodhisattvagew.-H. R. I Käsyapah.; I—VI, I.Reihe; q. v. Ming-Öi bei Qyzyl. Schwertträgerhöhle. 37 Diese ungemein interessanten Figuren sind sehr schematisch behandelt. Es ist zweifellos, daß zu ihrer Herstellung ein und dieselbe Pausepatrone gedient hat, welche auch verso benutzt wurde. Man variierte dann nur die Armstellungen und die Attribute. Bemalung des hinteren Ganges. Im Zenith des Gewölbes sind die folgenden Darstellungen: R. 6421357 L. I zweiköpfiger Garuda, 2 vier fliegende Gänse, 3 zwei fliegende Gänse, 4, 5 Windgötter, 6 Sonne, 7 Mond. Auf der langen Bank vor der Rückw. lag ein langer ins Parinirväna eingehender Buddha, darüber waren andere Freifiguren, ebenso auch auf den niedrigen Sockeln R. und L. v. Buddha an den Seitenw. Alle sind jetzt zerstört. R. Seite, unterste Reihe, Gruppe bei d. (Uber i, 2, 3). Bajadere vor Buddha, Höhe des Orig. 55 cm. Gegenüber auf Wand ß ist ein großes Bild noch erhalten: Fig. 117, Drona auf den Mauern der Stadt, umgeben von acht Götterfiguren mit Reliquienurnen, drei betenden und einer blumenwerfenden Gottheit. Dem verschlossenen (?) Tore nähern sich von jeder Seite je drei Gepanzerte mit Bannern und Drachenfeldzeichen, die vorderen sind je ein Elefantenreiter, dahinter je zwei auf Pferden. Die Rüstungen sind die oben S. 24 ff beschriebenen. Auch hier erscheinen im Bilde da und dort Brähmisilben. Über diesem Bild sieht man, wie über der Parinirvänagruppe, d. h. dem jetzt allein erhaltenen Sockel, zahlreiche fliegende und musizierende Götter. Ebenso sind in den Lünetten der Seitenwände des hint. Ganges herabfliegende, Blumen werfende Götter abgebildet und darunter je ein Baum: die Sälabäume, welche zum Nirväna gehören. Ming-Öi bei Qyzyl. Scliwertträgerhöhle. Fig. 116. Stifterbilder bei a' i, 2, 3, 4; Höhe des Orig. 1,15 m. Farben des Kostüms: 1 Rock hellgrau, äußere Rockborte sehr hellblau, innerer Ring der Kreise hellblau (dunkler als der Fond der Borte), Ring dunkelbraun, Punkte weiß; Hose hellblau, Überhose weiß mit rotbraunem Rand, mattbraune Schuhe. Diener: hellblauer Rock mit dunkelbrauner Borte. 2 Rock hellblau, Rockborte außen hellgrau mit blauen Punkten, innen dunkelbraun, Hose weiß, Überhose rot mit weißer Borte; Schuhe mattbraun. 3 Rock hellgrün, mit äußerer brauner Borte mit blauen Punkten, Hose blau, Überhose weiß mit brauner Borte; Schuhe rotbraun. 4 = 2. Die Haare waren ursprünglich Überall rot, die Augen scheinbar blau ? Durchzeichn. Fig. 117. Großes Bild bei ß (Schmalwand des hinteren [Quer]-Ganges). Breite des Orig. 2,95 m, Höhe 2,05 m. Durchzeichn. Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Bodhisattvagewölbe. 59 Höhle »mit dem Bodhisattvagewölbe* Auf die vorige Höhle folgt hoch oben an der Felswand eine kleine, sehr bunt ausgemalte Höhle von dem gewöhnlichen Typ: eine fast quadratische Cella 3,80 cm breit, 3,90m tief, mit einem Tonnengewölbe wie dieHöhle der »Schwertträger«, doch ohne Musikerbalkon. Hoch sind die Seitenwände der Cella 2,23 m. Das Gewölbe darüber, das 26cm vortritt, erhebt sich noch zu 1,36m. Die Seitenwände sind so nach innen geneigt, daß unter dem Gewölbe die Breite der Höhle nur 3,27 m beträgt gegen 3,80 m auf dem Boden. Die Höhle hat einen Pfeiler mit 1,12 m breiter Buddhanische, die Gänge R. und L. v. Pfeiler sind 95 cm breit, außen 3,03 m tief, verbinden sich hinten durch einen 1,26 m breiten Gang, dessen Rückw. noch breiter als die Cella ist: 4,02 m. Über diese Höhle habe ich nur wenige Notizen, zunächst daß die Seitenw. der Cella mit Predigten Buddhas in der gewöhn 1. Form (vgl. unten Höhle des Musikerchors) bemalt waren und daß in der Lünette über der Tür das Bodhisattvabild mit Maitreya in der Mitte noch erhalten war, Fig. 118. Die Bemalung der Kappenflächen des Gewölbes ist insofern interessant, als hier nur Bodhisattva-Aufopfe-rungen dargestellt sind, mt einigen merkwürdigen Zutaten und Varianten, welche sich z. T. auch in anderen Höhlen finden. Ich gebe hier ihr Schema, indem ich den bezüglichen Bildern noch die Nummern der unten ausführlicher beschriebenen Höhle »mit d. Musikerchor« als der vollständigsten Serie beisetze. 1—3 kleine Berge: 1 mit Gazelle, 2 stilisierter Baum, 3 kleiner Vogel. Die Zitate beziehen sich auf Höhle mit dem Mus(iker-Chor) L. oder R. v. Eing. 4 Ein runder Teich, über welchen drei Reiter auf einem Pferde hintereinander sitzend wegsetzen, vorne zwei Vögel. Sonst nicht gesehen. — 5 Ident. mit Mus. R. 55 ? — 6 Ident. mit Mus. L. 16. — 7 Ident. mit Mus. R. 39. — 8 Ident. mit Mus. L. 29.—9 Ident. mit Mus. R. 21. — 10 Ident. mit Mus. R. 56. — 11 Ident. mit Mus. R. 20. — 12 Ident. mit Mus. L. 14? — 13 Ident. mit Mus. R- 35- — 14 Ident. mit Mus. L. 47? — 15 Ident. mit Mus. R. 19. Die Hände liegen zu Füßen des Bodhisattva. — 16 Ident. mit Mus. R. 51. — 17 Ident. mit Mus. L. 30. — 18 Eine Frau, die einen Mann auf dem Rücken trägt. Sonst nicht gesehen. Rsyasrnga-jätaka. — 19 Ident. mit Mus. L. 15. — 20 Ident. mit Mus. R. 22. — 21 Ident. mit Mus. R. 53. Hier knien zu beiden Seiten des Bodhisattva Götter (ob Nägas?), der Bodhisattva hat eine Flammen-garbe als Mandorla, nicht ein Lotosblatt. — 22 Ident. mit Mus. L. 43. — 23 Ident. mit Mus. R. 58. — 24 Ident. mit Mus. R. 23. — 25 Unklar: ein Elefant und daneben ein unverständlicher Gegenstand. Vielleicht der Jäger: ident. mit Mus. L. 33. Dann: Saddanta-jätaka, A. Foucher, l'Art greco-bouddhique S. 272. — 26 Ident. mit Mus. R. 54. Hier sind zwei Mädchen im Wasser des Teiches. — 27 Ein Jüngling, auf einem schwer bestimmbaren Tiere nach oben reitend. — 1 Ein Mann vor einem Feuer; im Feuer sitzt ein sich aufopfernder Vogel. Es handelt sich offenbar um die Erzählung von dem hungernden Vogelsteller, vgl. z. S. Ben-fey, Pantschatantra II, 542 §152 (Nachtrag) und dort zit. Hiouen-Tshang II, 61. Lokalisiert beim Kloster Kapotikasanghäräma, vgl. Kä^yapahöhle I—VI, 1. Reihe, Schwertträgerhöhle I, 2, 3 h, Fußwaschungshöhle ß' 10. — 2 Vor diesem Berge ist ein ganzes Gewirr von Schlangen abgebildet. — 3 Ein meditierender Brähmana; 4 ein Baum; 5 eine Gazelle; 6 zwei Enten. — 7 Einsiedelei, im Hintergrunde sitzen in einer offenen Höhle, meditierend, die Hände im Schoß, ein magerer Brähmana und hinter ihm vollbekleidet ein jüngerer, dunkelfarbiger Asket. Davor sieht man einen runden Teich, an dem ein Brähmanajüngling kniet. Ein König reitet mit dem Bogen Schema der Gewölbehälfte R. v. Eing. Fig. 118. deest Schema der Gewölbehälfte L. v. Eingang. 6o Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Bodhisattva-Gewölbe. Nischenhöhle. schießend schnell vorbei: Syämajätaka vgl. A. Foucher, l'Art greco-b. S. 280 und Höhle m. d. Gebetmühle B 25; Schwertträgerh. I, 2, 3&. — Im Vordergr. sieht man einen Bären in einer Höhle. Vielleicht ist dies aber ein besonderes/ noch vor 1 stehendes Feld. — 8 Ident. mit Mus. L. 13. — 9 Ident. mit Mus. R. 57.— 10 Ident. mit Mus. L. 45. — 11 Ein wandelnder Bodhisattva (ohne Aureole!), dem eine dunkelfarbige Figur mit erhobenem L. Arme folgt. — 12 Ident. mit Mus. L. 27. Nur ist das Tier, welches abgebalgt wird, ein Elefant. — 13 Ident. mit Mus. R. 24. — Doch ist das Bild ähnlich der Darstellung in H. »m. d. Gebetmühle«. Die Wage fehlt. Hinter dem Bodhisattva sitzt seine Gattin. Die Taube wird noch vom Raubvogel verfolgt. — 14 Ident. mit Mus. L. 11. Zwei Brähmanas. Statt des Lotusblatts eine Flammengarbe. — 15 Ident. mit Mus. R. 38. Elefant und Tiger fehlen. Der eine Rachen des Tieres verschlingt bereits einen Mann. — 16 ident. mit Mus. L. 31. — 17 Ein Bodhisattva zu Pferde. — 18 Drei Affen um einen runden Teich, in dessen Mitte ein riesiger Kopf mit rotem Haar (Dämon) erscheint. Vgl. Fußwaschungsh. ß, 6 und Mahävastu III, 30. Der Aflenkönig merkt, daß sein Volk geringer wird, wenn es an einem Teiche trinkt; jedesmal hat ein Räksasa im Teich einen Affen getötet, um ihn zu verzehren. JEr rät den Tieren, vorsichtiger zu trinken. — 19 Ein großer Affe, unter einem Baume liegend. Ein dunkelfarbiger Mann wirft nach ihm ein rundes Gefäß (Lota) oder gießt es aus? — 20 Ident. mit Mus. R. 18. — 21 Ident. mit Mus. L. 44. — 22 Ident. mit Mus. L. 47. — 23 Eine Göttin, unter einem Baume sitzend, hält ein mit Aureole versehenes Kind zu zwei Dämonen hin, welche mit gefalteten Händen davor knien. Der vordere ist hellfarbig, der andere dunkelfarbig. Sonst nirgends gesehen. — 24 ein Reiter? zerstört. — 25 Ein sitzender, predigender Brähmana; vor ihm sitzen zuhörend ein Hirsch, ein Vogel, eine Schlange. Ident. mit Mus. R. 36? — 26 Ident. mit Mus. R. 40. Drei Männer sitzen auf dem Tiere. — 27 Ein Bodhisattva, vor ihm ein Brähmana. Ident. mit Mus. L. 46? —28 Ident. mit^us. R. 25. Bodhisattva sitzt auf europäische Weise auf einem Thron. — 29 =27 der gegenüberstehenden Seite. Darüber wie auf der vorig. Gewölbekappe noch eine Reihe Berge mit Bäumen oder Tierfiguren. Nischenhöhle. Diese alte Höhle (Fig. 119 a) hat manches Eigenartige, es ist daher sehr zu bedauern, daß sie wie alle am Fuße der Berge liegenden Anlagen so sehr gelitten hat. Erhalten ist eine fast 5 m hohe Cella, ihr alter Eingang ist zerstört und damit auch ein Teil der R. liegenden Seitenwand mit der ganzen vorliegenden Türwandecke. Die erhaltene Türwand L. ist sehr unregelmäßig, d. h. sie hat innen keine ganz gerade, sondern stark eingebogene Wandfläche, übrigens ist sie nur 3,25 m hoch. Von ihr aus steigt eine schiefliegende Wand zum eigentlichen Plafond an (Fig. 119 b). Da nun die R. Wand der Cella, deren vorderer Teil zerstört ist, allem Anschein nach dem Berge vorgebaut war, der hier nicht so weit vortrat, ist es wahrscheinlich, daß man die Türwand absichtlich nur so hoch führte, als die Debris des Berges war und so genötigt war, die liegende Plafondfläche herzustellen, welche zu dem Hauptplafond der hohen eigentlichen Cella überleitet, d.h. man hat also, durch den Raum genötigt, Vorraum und-Cella der Höhle in eines zusammengeschoben. Die Decke der eigentlichen (hohen) Cella ist eine imitierte Balkendecke mit quadratischen Feldern gewesen, deren Bemalung jetzt zerstört ist, aber man sieht noch, daß auf den Balken buntbemalte Tonrosetten aufgesetzt waren. Merkwürdig ist ferner, daß die Nische in der Rückw. der Cella eine Tür bildet, durch welche man in den hinteren Quergang gelangen kann. Die Seitengänge R. und L. v. d. Rückw. sind durch Türen in den Seitenw. der Cella zugänglich. Ausstattung und Bemalung. Auf d. Türlaibung waren (nur ein Flügel ist erhalten) die gewöhnlichen Buddhapredigten übereinanderstehend gemalt. Sie sind leider sehr zerstört. Auf der Türw. ist über der Tür die gewöhnlich Bodhisattva -gruppe mit Maitreya im Zentrum dargestellt. Unten in der L. Türw. ist noch eine mannshohe Nische für eine Buddhafigur erhalten mit einem reichen »Canopy« darüber, welches auf die Wandfläche über die Nische gemalt ist. Seiten wände. Auf den Seitenwänden waren in drei Reihen übereinander (nur auf der Seitenw. L. ganz erhalten) drei Reihen Figurennischen, und zwar in der untersten Reihe vier, in der mittleren ^fünf und in der obersten wieder vier Reihen: also auf beiden Seiten 26 Nischen. Die Nischen sind jetzt alle leer, die Figuren sind sämtlich zerstört, der Verputz bis auf da und dort erhaltene, die Rückw. der Nischen füllende Gitter (Lattenmuster) abgerissen. Rückwand. Die Rückwand (Fig. 120 a b) hat an der Stelle der Hauptnische eine Tür, deren vordere tiefere Hälfte im Bogen darüber eine Rückwand bildet, die hintere, bedeutend weniger tiefe Hälfte scheint vom Fig. 119b. Ming~Oi bei Qyzyl. Misch enhöhk« H„ m, d, tnedit. Sonnengott 6l X X X X X X X X X X X X X X II IV I 3 III ¥ Türe x x x X X x X X X X X X X X X X X X X X X hinteren Gang ans als Kultnische gedient zu haben, so daß die Tür als solche wohl nicht beabsichtigt war. Über dieser untersten Nische ist auf der Rückwand noch eine zweite, nur ein Drittel, so hohe, ziemlich flache Nische I mit vier an den Ecken stehenden Begleitnischen (I.I-V), darüber eine noch kleinere dritte 1 mit zwei schmalen Begleitnischen 2, 3. R. und L. davon sind sieben Reihen von je drei schmalen, hohen, flachen Nischen (x). in denen da und dort noch Verputzreste erhalten sind» Es ist so viel klar, daß I und 1 die Hauptkultfiguren mit Seitenfignren IT........V, 2—3, welche unmittelbar zu ihnen gehörten, enthielten und daß die zweiundvierzig Seiten fehler das Parivära des Ganzen bildeten, Seifenglflge* Auf den, Schmalseiten der Seitengänge br 1/ sieht man noch Stift erhilder, und zwar bei h folgende drei: einen Schwertträger mit Klappenrock? vor ihm kniet ein Diener, hinter ihm geht eine Dame; Türe, welche in Türe durch die Rückw. in den Seiteng, führt. den hint. (Quer«) Gang. bei V sind noch fünf Schwertträger erkennbar. Die Bemalung der Langwände der Gänge c> cf ist nicht mehr bestimmbar, nur sieht man, daß es sich um Buddhaszenen handelte» Man kann noch stehende, nach dem hinteren Gange gewendete Buddha.figoren erkennen. Unmittelbar dem Eingang gegenüber ist auf c ein Geharnischter vor den Toren einer Stadt erhalten. Sonst sieht man überall Vögel? Bäume usw» In der Ecke von cf ist im hint. Gange noch eine Tür in der Breite des Ganges, welche in einen vor-verschütteten Nebenraum führt, Hinterer Quetgang. Erhalten sind nur Bilderreste der inneren Wand, und zwar R. v, d. Nische Drona, in der Stadt die Reliquien verteilend (a), umgeben von den gefäßhaltenden Göttern, L, v. cl Nische (af) die Verbrennung der Leiche Buddhas mit vier umgebenden Mönchen und Resten einiger anderer Personen, Höhle mit dem »meditierenden Sonnengott«, In einem ziemlichen Abstand von den die Nischenhöhle umgebenden Hohlen liegt unten am Berge, der hier etwas zurücktritt, eine kleine Höhle, welche im wesentlichen eine verkleinerte Kopie der Höhle »der 62 Ming-Öi bei Qyzyl. Das Kloster. Schwertträger« gewesen sein mag, wenigstens in bezug auf die Ausstattung der Cella. Die Anlage ist die gewöhnliche: Cella, Seitengänge R. und L. neb. d. Nische, hint. ein breiter, verbindender Gang, welcher vor der Rückw. einen im breiten, 50cm hohen Sockel für den Parinirväna-Buddha enthält1). Die Bemalung der Cella zeigt auf den Kappenhälften des Tonnengewölbes Reihen von Buddhaszenen und nur in der untersten Reihe Bodhisattvaaufopferungen. Unter den Figuren im Zenit der Höhle, unmittelbar hinter der Tür an Stelle der Sonne einen Wagen, in welchem ein meditierender Mönch sitzt, es folgt in der Richtung auf die Nische ein Windgott, Garuda mit Schlangen, ein durch die Luft fliegender Mönch (Buddha) mit Kakkhara in d. L., Wolken, der Mond und Sterne und endlich noch eine nicht ganz deutliche Figur (fliegender Vogel?). Da diese Darstellung etwas ungewöhnlich ist, ließ ich photographische Aufnahmen des Gewölbes machen, ohne selbst die Zeit zu finden, viel an der Höhle zu arbeiten. Das sogenannte Kloster. Die nun folgende Gruppe von Höhlen enthält zunächst eine Anlage, welche zweifellos Wohnräume darstellte. Sie bestehen aus einem unteren Raum mit Annexen, über welche nicht nur eine Treppe in einen oberen Raum führt (Fig. 121) (letzterer auf der Planskizze punktiert), sondern eine zweite innere Stufenreihe führt auch noch hinter der ersten unteren Anlage in dunkle, ziemlich komplizierte Räumlichkeiten. Ich will im folgenden, so gut es geht, die Anlage kurz beschreiben. Untere Anlage. Den Mittelraum A (Fig. 121) bildet ein 1,12 m tiefer, 2,80 m breiter Gang, der durch eine 85 cm breite, 1,60 m hohe Tür, deren innere Wände 90 cm dick sind, zugänglich ist. Die Tür liegt nicht in der Mitte, denn die Türwand mißt.L. v. Eing. innen nur 1 m, R. v. Eing. 1,50 m. An diesen Mittelraum stößt L. v. Eing. ein fast quadratisches Zimmer B 3,11 m tief, 3,40 m breit, dessen Rückw. mit der Rückw. des Mittelraums in einer Flucht liegt, so daß also die Tür des Zimmers, welches ebenfalls von außen zugänglich ist, fast um 2 m weiter vorliegt, als die des erstgenannten Mittelraumes. Die Tür dieses Zimmers ist 1,05 m breit, 1,10 m hoch, die Türlaibung 50 cm. An der Wand zum Mittelraum liegt ein Kamin. R. vom Mittelraum führen zwei Stufen, die jetzt verschüttet sind, in einen 2 m hohen, 85 cm breiten Stollen C hinab, der an der Außenwand 3,15 m tief, an der Innenwand aber mindestens 3,60 m tief ist und im Abstand der äußeren Wand von der Rückw. des Mittelraums um die Ecke biegt, von wo aus er ebenfalls von außen zugänglich ist. Wir haben also die gewöhnliche Anlage der Wohnräume (vgl. I. Anlage, Kaminh., Rotkuppelh. usw., 2. Anlage Höhle 2, 3, 4, 20, 21 usw.), nur daß das Zimmer (B) hier eine eigne Tür, nicht bloß ein Fenster hat, und daß der Mittelraum zwischen Zimmer und Stollen hier erheblich breiter ist als sonst. Begründet ist dies dadurch, daß zwischen dem Stollen und der Tür des Mittelraumes vor der breiteren Seite der Türwand desselben eine Treppe emporführt D. Drei breite Stufen flankieren den schmalen, dem Berge parallelen Seiteneingang des Stollens, dann bildet die Treppe ein Eck mit einem freien Platz (1 qm) und steigt dann in der Hauptrichtung des Stollens in zehn Stufen zu einem oberen Stockwerk an. Hier endet sie an einem kleinen fast quadratischen Raum E (etwa 1,70 m tief, 1,30 m breit) mit einer kleinen Seitennische nach außen.und führt so in zwei dunkle große Zimmer im Innern des Berges, das erste F etwa 3 m breit, 1,75 m tief, das zweite G etwa 3 qm mit einem 1,10 m tiefem Kang vor der Rückw. Eine noch kompliziertere Anlage geht von dem Stollen selbst aus, am Ende desselben in der Flucht der Rückw. des unt. Mittelraumes führen 5 Stufen hoch in einen freien Platz H von I qm. Dieser Platz führt durch eine Stufe auf einen ebenso großen Platz / hinab. Vor diesem letzteren geleiten wieder zwei breite hohe Stufen hinter die Rückw. des Mittelraums, mit dem sie durch einen ganz schmalen Zugang an der dem Stollen zuliegenden Ecke verbunden sind. Fig. 121. x) Maße der Höhle. Cella 4,75 m tief, 4,30 m breit. In Abstand v. 1,60 m v. d. Nische geht in die Seitenw. der Cella R. eine 1,10 m breite Tür, welche in einen langen Stollen führt, der, der Cella parallel, in den Berg läuft. Die Seitengänge neb. d. Nische sind 1,90 m tief, 1 m breit, der hintere Verbindungsgang 4,80 m breit, 1,95 m tief, die Pfeilerwand dieses Ganges ist 2,35 m breit. Die Cella ist 3 m hoch, das Gewölbe darüber noch 2,30 m, die Seitengänge etc. 3 m hoch. Dicke der Mauer zw. Stollen und Cella 60 cm. Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Musikerchor. 63 Fig. 122a. Fig. 122b. Hinter diesem zweiten I qm messenden Platz / führt eine 79 cm tiefe Tür durch eine 60 cm tiefe Wand in ein 2,40 m tiefes, 1,78 m breites Zimmer, das an der Innenw. einen 60 cm hohen, 46 cm breiten Kang hat K. Dies Zimmer scheint auch eine Holztür gehabt zu haben. Wir haben hier also zweifellos Wohnräume vor uns, sicher in dem unteren mit Kamin versehenen Zimmer. Die anderen Kammern und Zimmerchen mögen Vorratsräume gewesen sein. Merkwürdig sind nur die zahlreichen Treppchen und Stufen. Gefunden wurde hier nichts. Da keine Spur von Bemalung vorhanden ist, habe ich hier auch nicht gearbeitet. In gleicher Flucht mit den Eingängen zum »Kloster« liegt nun eine Höhle, deren Ausmalung noch so viel bietet, daß es sich lohnt, ausführlicher auf sie einzugehen. Höhle mit dem Musikerchor. Diese interessante kleine Höhle ist beachtenswert dadurch, daß die Balkone über den Seitenwänden nicht in Holz und Stuck ausgeführt, sondern gemalt waren. Da diese Malereien noch ziemlich gut erhalten sind, so können wir uns daraus die stets zerstörten, aus Holz und Stuck ausgeführten, mit »Gay «figuren besetzten der anderen Höhlen ergänzen. Im ganzen ist der Plan der Höhle (Fig. 122 ab) der gewöhnliche der Höhlen mit der Darstellung von Indras Besuch in Indrasailaguhä. Vor der Nische ist ein 25 cm hoher Sockel, das Kultbild (Buddha) in der etwas höher liegenden Nische ist zerstört und ebenso die ganze Ausschmückung der Nischenwand (Rückw. der Cella). In der Nische hat sich nur ein Rest des Prabhämandala erhalten. In der Rückw. des Pfeilers (hint. Quergang) sind zwei jetzt leere Nischen und ähnliche Nischen in den beiden Seiten der inn. Türw. der Cella (etwa I m über dem Boden).1) Der obere Teil der Nische (Lünette) ist mit zahlreichen Bohrlöchern versehen, in denen einst mittels Holzstöckchen die künstlichen Berge und Tiere usw. befestigt waren, welche, wie wir oben gesehen haben, das Lokal (Indrasaila) bezeichnen. Verteilung der Wandgemälde. Auf den Türlaibungen (von der Holzverkleidung der Tür waren noch Spuren erhalten) waren je zwei Götter in Lebensgröße dargestellt. Deutlich ist nur noch, daß auf W. R. ein Gott und eine Göttin gemalt waren. Der Kopf der Göttin ist noch gut erhalten. Sie hat eine Mandoline gehalten. In der Lünetie der inn. Türw. ist Maitreya thronend dargestellt, doch hier ohne Fläschchen in der L., umgeben von zwölf Bodhisattvas oder Devaputras, R. sechs und ebensoviel L. Uber den Figurennischen der Türw. (die Nischen sind innen dunkel (schwarz-grün) ausgemalt und mit kleinen blauen oder roten Scheiben bestreut, welche ein Kranz weißer Punkte umgibt) ist je ein sitzender Bodhisattva abgebildet, vor dem ein Pfau gestanden hat, der eine Schlange im Schnabel hält. Ob diese Schlange wie anderswo (vgl. unten Höhle der »ringtrag. Tauben«) noch einen Frosch gehalten hat, ist nicht mehr auszumachen. Diese Pfauengruppe ist 54 cm hoch, 56 cm breit. Über der Tür selbst war ein 14 cm hoher Ornamentstreif, der sich unter der Ausladung unter den Gewölbehälften hinzog. Auf dem unt. Streifen dieser Ausladung (26 cm tief) war ein Ornamentstreifen. Unter den Nischen der Türw. lief auf beiden Seiten der Türw. ein 70 cm hoher Streifen hin mit knienden Stifterbildern, Männern und Frauen in dem diesem Stil geläufigen Kostüm (vgl. Kaminh., Höllentopfh. usw.) in Klappenröcken usw. Leider sind diese merkwürdigen Bilder fast ganz zerstört. Unten schließt das Zahnschnittmuster ab. Seitenwände. Der 26 cm breite Streifen des ausladenden Gewölbes ist hier nicht, wie auf der Türw. mit einem Ornament bemalt, sondern mit einem Wasserfries, dem wir ähnlich schon in Höhle »m. d. Fresko-boden« begegnet sind und der uns in anderem Zusammenhang noch begegnen wird. Im Wasser tummeln sich allerlei Seetiere umher (Fig. 123). Fische und Schnecken, ) Sie sind 77 cm hoch, 30 cm tief, die in der Türw. i m hoch und 34 cm tief. Die übrigen Maße enthält die Planskizze Fig. 123. Wasserfries unter dem Gewölbe über der Seitenw. (Uber Gruppe V). Höhe des Orig. 26 cm. Das Kappa ist hellgrau bemalt mit hellblauen Ringen und weißen Punkten. 64 Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Musilcerchor. :W 1 Iii ¦ r • m * ^.V-J^ ......iTtWllT"--^ . • -» 1 ¦...... j ¦T Uli Fig. 124. Teil des gemalten Balkons über den Bildern der Seitenw. und unter dem Wasserfries, von dem Fig. 123 eine Probe gibt. Die dargestellte Gruppe ist bei VII. Höhe 36 cm. L. 7 Gott von weißer Hautfarbe schlägt Cymbeln (tälas), Göttin von brauner Hautfarbe spielt die Pansflöte. Schlangen, Wundertiere, welche die Vorstufe der japanischen Kappas zu sein scheinen, dazwischen sieht man rote, weißköpfige Enten (Anas casarca), aber auch Schmucksachen, Edelsteine, darunter dreschsteinförmige Cintämanis. Außerdem Lotusblumen, Knospen und Blätter. Genauere Untersuchung zeigt, daß dieser Wasserfries Restauration ist und daß auch die Ausladung des Gewölbes über den Seitenw. ursprünglich dieselben Ornamente gehabt hat, wie der Türsturz. In der Tat ist der Wasserfries hier ganz sinnlos und nur ein später hereingebrachtes dekoratives Element, allerdings alten Erbgutes. Interessant ist, daß auch die Decke der Türlaibung mit Wasser neu bemalt ist; fünf Lotusscheiben bilden die Dekoration, daneben tummeln sich Gänse und Fische im Wasser. Unter diesem ausladenden Fries läuft, wie erwähnt, ein anderer hin, welcher einen Balkon mit Säulenhallen darstellt. Zwei Säulen tragen je einen Bogen und solcher Bogen sind auf jeder Seite sieben (Fig. 124). In jedem Bogenfeld sieht man je ein Paar: einen Gott und eine Göttin in folgender Reihenfolge: Nische R. Gott von brauner Hautfarbe spielt eine Mandoline, Göttin von weißer Hautfarbe spielt die Querflöte, Fig. 124. VII 6 Gott von weißer Hautfarbe mit Mandoline, Göttin, braun, mit Spitzflöte. Gott, braun, hält ein Candrahära, Göttin, weiß, klatscht in die Hände. VI 5 Gott, weiß, hält einen Blumenkorb, Göttin, braun, hält ein Candrahära. Gott, braun mit Mandoline, Göttin, weiß, mit Pansflöte. V 4 Gott, weiß, mit Trinkschale, Göttin, braun, mit Bügelharfe. Gott, braun, mit Blumenkorb, Göttin, weiß, mit Bügelharfe. IV 3 Gott, weiß, mit Mandoline, Göttin, braun, mit Querflöte. Gott, weß, mit Tamburin, Göttin, braun, mit Querflöte. III 2 Gott, braun, hält ein Candrahära, Göttin, weiß, hält einen Blumenkorb. Gott, weiß, mit Spitzflöte, Göttin, braun, mit Mandoline. II I Gott, braun, hält eine Zither, Göttin, weiß, eine Querflöte. Tür. Gott, weiß, hält ein Candrahära, Göttin, braun, einen Spiegel. Wie erwähnt, ist dieser gemalte Streifen genau da, wo in anderen Höhlen die Löcher in der Wand bemerkbar sind, in denen die Träger solcher aus Holz und Stuck gemachter Balkone gesessen haben, vgl. Schwertträgerh. S. 54, Fig. 108 '). Schema der Bilder der Seitenw., von der Tür zur Nische i—3 gerechnet. Unter dem gemalten Balkon sind auf jeder Seitenw. je drei große, etwa 1,40 m ins Geviert messende Bilder vorhanden, welche durch das Auskratzen oder Ausbrechen der einst mit Blattgold belegten Teile sehr gelitten haben. Sie stellten sechs Predigten Buddhas mit aus verschiedenen Legenden kombiniertem Parivära vor. Seitenw. L. von der Nische an i: p q a sitzender Buddha, nach R. blickend, b nackte, graue, kauernd betende Frau, c stehende Frau, weiß, a 1 m mit entblößtem Oberkörper, wendet sich nach Rückw., um Blumen von ihrer knienden Zofe zu nehmen, g g h Zofen von c; d e / Zofen von b; i k Im vier Mönche; no p q vier Devatäs: n mit Flöte (nicht Querflöte), 0 mit Mandoline, p mit Blumenkorb, q=o2). c Amrapäli vor Buddha? n o i k e d f b c h *) Einen ähnlichen gemalten Balkon hat auch die alte »Pfauen«- und die »Statuen«höhle (beide in der i. Stilart). a) Vgl. Gebetmühlh. JSVI; Mäyäh. 3. Anl. dt; Fußwaschh. 2. Anl. A 6, auch Ajätasatruh. 2. Anl. enthielt das Bild. Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Musikerchor. 65 Von der Nische an 2 (Mittelbild): a sitzender Buddha, nach R. gewendet; b kniende Figur wie ein Buddha, aber ein Tuch haltend, c dunkel-f e 1 m farbige betende Dame; d Vajrapäni, weiß, spitzohrig, mit weißem Hut, vajra und caman; e jugend-d a i k licher betender Brähmana (mit lockerem Gewände, wie »Pfauenhöhle« usw.); / Göttin mit Querflöte; c hg kniende, vollbekleidete Dame, welche ein Tuch hält (Girlande?), hinter ihr h ihre Zofe mit Blumen-D & teller; iklm vier Mönche; / betend, m nach dem nächsten Felde sich umblickend; Bild 2 und 3 sind nicht scharf voneinander abgegrenzt *). Von der Nische an 3: o n Im a Buddha, sitzend, nach R. gewendet; b weißer sitzender, betender König mit dunkelfarbiger Gattin f k c in derselben Haltung; zu des Königs Füßen eine blaue Schlange; d e zwei Zofen, d mit Querflöte, e d a i h e mit Mandoline; / betender, weißer Gott; ghik vier Mönche, lmno vier Devatäs, n mit Blumen-c D & korb, 0 mit Mandoline. Seitenw. R. Von der Tür an I: a Buddha, sitzend, nach L. gewendet, b schwarzer, gepanzerter, spitzohriger Vajrapäni; c ein weißer Im n o König, welcher sich umwendet, um eine Krone in Empfang zu nehmen, die ein d alter Diener k * k 1^ hinhält, e kniender Mann, der Buddha die Füße küßt; / Diener von c\ g betender weißer Gott; b e ai c d ^ dunkelfarbiger, lockiger Bodhisattva mit Blumen im Haar; i k zwei Mönche, Imno vier Götter (Devatäs) 2). c Bimbisära bietet Buddha seine Krone an. Von der Tür an (Mittelbild) II: m n o p a Buddha, wie \ \b c zwei sitzende, betende, weiße Damen, mit entblößtem Oberkörper, d tote, nackte ^ d k 1 Dame mit Aureole; e f dunkelfarbige, fächerschwingende Zofen von b c; g h ältere Zofen mit Blumen-^ £ tellern; i Dame eine Schmuckkette haltend; k l zwei Mönche, m p flötenspielende Götter; n Bodhisattva d c als junger Brähmana, 0 fast zerstört 3). d Legende von der Hetäre Srimati. Von der Tür an III: m n a Buddha wie I; b Bogenschütze, dreiäugig; c dunkelfarbiger Gott, unter einem Schirm (oder Schirm-e d kl träger? unklar); d e zwei Devatäs; e mit Mandoline; / sich tief verneigender Götterjüngling, seine Aureole c a i h sitzt auf dem Hinterkopf wie ein Hut auf;-g dunkelfarbiger, unbärtiger Mann; h weißer sitzender König; D * & i sein Schirmträger; k l zwei Mönche, m n zwei Götter: n mit Mandoline 4). Gewölbe der Cella. Im Zenit der Höhle sind folgende Figuren dargestellt: Tür I 2 3 4 5 6 7 I Sonne mit vier Hansas, 2 Windgöttin mit hängenden Brüsten, (Sturm?), 3 fliegender Buddha, 4 zweiköpfiger Garuda, 5 Windgöttin mit runden Brüsten (sanfter Wind?), 6=3, 7 Mondscheibe, umgeben von Sternen und vier Hansas. Die beiden Gewölbehälften sind mit je acht Reihen rautenförmig sich ineinanderfügender bunter Berge bemalt, wie Höhle der Schwertträger usw., doch ist hier die Erhaltung eine so gute 5), daß es möglich war, näher auf Einzelheiten einzugehen. Ich gebe daher im folgenden, was ich an Ort und Stelle notieren konnte. Die Literaturzitate für die Bodhisattvareihen, welche in dieser Höhle am vollzähligsten sind, habe ich natürlich später nachgetragen. Gewölbehälfte über W(and) R. R. n i £f g" 42 41 40 39 38 37 36 35 Ö •g .s & 17 R. 1—8 Die unterste Reihe enthält nur dekoratives Beiwerk: Tiere je vor einem Berge zur Belebung der Landschaft: 1 Affe, 2 zwei Enten, 3 Fasan, 4 Affe, 5 zwei Enten, 6 Fasan, 7 Fasan, 8 fehlt. — 9—17 Buddhareihe. Vor je 65 64. 63 62 61 60 59 58 50 '57 49 56 48 55 47 54 46 53 45 52 44 51 43 42 41 40 39 38 37 36 35 34 25 33 24 32 23 31 22 30 21 29 20 28 19 27 18 26 16 8 15 7 14 6 13 5 12 4 11 3 10 2 9 1 0 Vgl. Mäyäh. 2. Anl. / 6, 3. Anl. d 4; unser Bild scheint einen Teil der dort erwähnten Darstellung zu enthalten. 2) Dieselbe Darstell. war in d. Malern. 2. Anl. I b{c). 3) Mäyäh. 3. Anl. d' VII. ; 4) Käsyapah. R. VI; Höllentopfh. b 2; Nägaräjah. 1 b; Teufelsh. C, Seiteng. II, Innens.; Qumtura Nr. 19, Nr. 6. Vgl. auch Schwertträgerh. 3. 5) Der Grund ist darin zu sehen, daß die Gewänder Buddhas nur rot bemalt, nicht mit Blattgold belegt waren. Grünwedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. 5 66 Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Musikerchor. einem Berge sitzt Buddha und vor ihm ein Adorant: 9 Buddha nach L. blickend, L. eine Dame mit einem Blumentablett; 10 Buddha wie ob., L. ein Mönch mit einem Tuch Ii; Buddha, auf europäische Art sitzend, nach L. und etwas Fig. 128. R. 22. Fig. 129. R. 23. Fig. 130. R. 24. abwärts blickend x), L. ein Jüngling und hinter ihm zwei Krüge in einem Hause; 12 Buddha nach L. abwärts blickend, L. ein junger Brähmana betend, vor ihm ein weißer Stier2); 13 Buddha wie eb., L. eine Göttin bringt Schmuck auf *) Vgl. Schwertträgerh. I—111,27; Höllentopfh. £23; Mäyäh. 3. Anl. d 30. *) Vgl. Schwertträgerh. 1—3, 18; Höllentopfh. £21. Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Musikerchör. 67 einem Tablett; 14 Buddha wie eb., ein rothaariger Mann (Dämon?) mit Schale; 15 Buddha nach L. blickend, betender Gott, dahinter ein Stüpa; 16 Buddha nach L. blickend, L, eine Frau in langem,, weißen hemdartigen Gewand, bringt eine Schale; 17 nur ein Baum. — 18—25 Bodhisattvareihe. Der Gedanke liegt nahe, daß die Buddhareihen immer je die Paccuppannavatthus zu den Bodhisattvareihen (Atitas) sind, doch läßt sich diese Beziehung zunächst nirgends Fig. 134. R. 37. Fig. 135. R. 38. Fig. 136. R. 40. dartun. — 18 Unter einem Baum sitzt eine Frau mit einem Wickelkind, davor steht ein Bodhisattva, welcher weibliche Brüste hat und sie für das Kind abschneiden will, Fig. 125. Dieselbe Darstellung in der Höhle m. d. Bodhis. Gew. R. 20; H. m. d. Gebetmühle b} 8. — 19 Bodhisattva sitzt auf einem Thron unter einem Baum, ein Mann mit langem Schwert — ebenfalls mit Aureole! — geht von ihm weg, nachdem er ihm die Hände abgehauen hat, Fig. 126. Dies. Darstell, in d. H. m. d. Bodhis. Gew. L. 15; H. mit der Fußwasch. (2. Anl.) Sockel I. Offenbar die Darstellung des Ksänti-vädi-jätaka. Jätakamälä 28; Mahävastu III, 360. Bericht, 141 Fig. 137 ob. — 20 Bodhisattva sitzt auf einem lehnenlosen Stuhl unter einem Baume, L. neben ihm steht ein Mann, der ihm das L. Auge ausbohrt, R. vor ihm ein bärtiger 5* 68 Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Musikerchor. Brähmana, der das Opfer der Augen fordert, Fig. 127. Ähnliche Darstellung: H. m. d. Bodhis. Gew. L. 11. Vgl. S. v. Oldenburg, Zapiski vostocnago otdel. Imp. Russk. arch. obSö. 7, 238 und (dort zit.) Mahävastu I, 95. Siehe unten 25, Fig. 131. Bericht, 141 Fig. 137 unt. — 21 Bodhisattva sitzt auf einem Thron, unter einem Baum, R. u. L. von ihm sitzt je ein blauer, rothaariger Dämon. Ähnliche Darstellung H. mit Bodhis. Gew. L. 9. Schwer bestimmbar. — 22 Bodhisattva leuchtet mit hocherhobenen, brennenden Händen einem Karawanenführer in der Nacht. Neben dem Führer ein beladener Ochse. Der Berg ist dunkelfarbig, um die Nacht anzudeuten. Fig. 128. Dieselbe Darstellung in der Höhle m. d. Bodhis. Gew. L. 20; Schwertträgerh. I, II, lila; Höhle der Behelmten I, 2. Reihe; Käsyapah. I—VI 2. Reihe. Vgl. noch Tempel Bäzäklik, Höhle 38. Die Legende ist mir unbekannt. — 23 Bodhisattva, auf einem Throne hockend übergibt seine Kinder einem alten Brähmana. Fig. 129. Dieselbe Darstellung in der Höhle m. d. Bodhis. Gew. L. 24, H. mit d. Fußwasch. (2. Anl.) Sockel 3; Teufelsh. C II; auch sonst häufig, vgl. unten u. Index. Visväntarajätaka Koppen I, 324 ff.; Jätakamälä 9; Oldenburg, Zapiski 7, 237; Mahävastu I, 91—92 usw. — 24 Bodhisattva, auf einem Desemer mit dem L. Fuß tretend, vor ihm steht ein Falke. In der Gewichtsschale des von einem Manne gehaltenen Desemers sitzt eine Taube. Bodhisattva läßt sich das Fleisch abschälen und gegen die Taube abwiegen, um ihr Leben zu retten. Arme und Beine sind schon fleischlos. Fig. 130. Dasselbe Motiv in weniger lächerlicher Darstellung H. m. d. Bodhis. Gew. R. 13, H. m. d. Gebetmühle B, 17. Zur Sache: Legge, Fä-hien S. 33, A, Remusat, Foe-kou$-ki 64: in Su-ho-to opfert der Bodhisattva sein Fleisch einem Raubvogel, um eine Taube zu retten, Koppen, I, 323 ff., Dsanglun 17, Hardy, East. Mon. 277; St. JulLn, Hiouen-Tshang I, 117, Benfey, Pantschatantra 2, § 166, 389 usw. Oft abgebildet vgl. Fergusson, Tree and Serpent worship (Amarävati) S. 194; Bibliotheca Buddhica VI, 2, Taf. 33. — 25 Bodhisattva kniet, von vier brennenden Lampen und vier abgeschlagenen Ziegenköpfen umgeben, auf einem viereckigen Teppich in betender Haltung, vor ihm sitzt ein Brähmana, mit Opferschale, hinter ihm bohrt ein zweiter Brähmana Bodhisattva die Augen aus. Fig. 131. Ähnl. Darstell. H. m. d. Bodhis. Gew. R. 27. Vgl. auch 20. Das Sivi-jätaka: Jätakamälä 2; Legge, Fä-hien S. 31, Foökouö-ki S. 66 f. (der Bodhisattva opfert seine Augen in Gandhära); Dsangl. 295; East. Mon. 277; Benfey, Pantschat. 2. §166, S. 387. — 26—33 (=9—17) Buddhareihe: 26 Buddha in meditierender Haltung, nach R. gewendet, unter einem Baume, ohne Thron, sitzend, ein Affe bringt ihm eine volle Schale1); 27 Buddha thronend, predigend nach L. gewendet, L. ein Gott mit einem Fächer (Weher); 28 Buddha, wie eb., R. gewendet, R. kniet ein betender Gott, hinter ihm steht ein weißer Stüpa; 29 Buddha, wie eb., doch auf europäische Weise sitzend, er hält in der R. ein Pätra, ein Gott kommt und bringt ihm eine Schale; 30 Buddha wie eb., mit hochgezogenen Beinen, ein Jüngling bringt von R. her eine Blume; 31 Buddha, thronend nach L. und nach unten gewendet, ein Gott küßt ihm die Füße; 32 Buddha wie eb., nach R. gewendet, ein Gott nähert sich mit gefalteten Händen auf einem weißen Elefanten; 33 Buddha nach L. gewendet, ein Götterjüngling bringt einen Schirm2); 34 ein Baum, zu dessen Fuß ein Mönch ausgestreckt liegt, ein Schakal frißt an ihm 3). — 35—42 Bodhisattvareihe. 35 Ein hellgrüner Streifen, welcher quer durch die Figur des Berges läuft, stellt einen Fluß dar. Ein großer Affe streckt sich von dem einen Ufer des Flusses nach dem anderen hinüber und hält sich dort an einem Baum fest. So bildet er eine Brücke für zwei andere Affen, welche über ihn weglaufen wollen, aus Angst vor einem Schützen, der im Vordergrund seinen Bogen spannend auf sie anlegt. Fig. 132. Dies. Darstell.: H. mit d. Bodhis. Gew. L. 13; Gebetmühlenh. B 21; offenbar das Mahäkapijätaka: Jätakamälä 27.— 36 Ein Mann, nur im Lendentuch, kniet betend in einer geöffneten Tür; ein Hirsch kommt herbei, urn sich zu opfern. Im Vordergr. ein undeutlicher Gegenstand. Fig. 133. Vielleicht Rurujätaka?: Jätakamälä 26. — 37 Ein runder Teich, in welchem bis zum Gürtel ein Bodhisattva steht, welcher eine Schale mit Edelsteinen aus dem Wasser zu heben scheint; eine Gottheit kommt, ein Tuch an den Zipfeln vor sich hinhaltend, von oben herabgeflogen. Fig. 134. Unbekannt. — 38 Drei Männer in Klappenröcken und mit weißen Hüten sind von einem dicken Kraken umschlungen, welcher an Stelle der Schweifspitze einen zweiten Kopf hat. Vor der Gruppe schließen sich die beiden Köpfe, von denen einer Wasser speit, zusammen. Die mit den Geberden der Verzweiflung sich abmühenden Männer werden von außen von einem Löwen bedroht, welcher auf einem Elefanten zu stehen scheint. Fig. 135. Sehr verrußte Variante in derH. m. d. Gebetmühle; dort fehlt aber der Elefant, wenn er nicht zerstört ist, andere Variante in der H. mit dem Bodhis. Gew. R. 15, wo der Kraken einen Mann bereits verschlingt. Bis jetzt unbestimmbar. — 39 Ein alter Brähmana, unter einem Baume auf einem Stühlchen sitzend; vor ihm sitzt ein Häschen im Feuer. Varianten: H. m. d. Bodhis. Gew. L. 7; Schwertträgerh. I, 2, 3 d; H. der Behelmten üb. d. Nische und W I, 2. Reihe; Teufelsh. Sasajätaka: Jätakamälä 6; Oldenburg, Zapiski 7, 238, Mahäv. I, 95; St. Julien, Hiouen-Tshang I, 375; Benfey, Pantschat. 2, § 166, S. 390 usw. — 40 Ein Tier, das wie ein Nilpferd aussieht, geht durchs Wasser, zwei Männer reiten darauf. Offenbar rettet das Tier die Männer. Fig. 136. Variante (mit drei Männern) H. m. Bodhis. Gew. R. 26; andere Varianten: H. m. d. Gebetmühle b, 27; H. m. d. Fuß-wasch. 2. Anl. bri, Sarabha-jätaka: Jätakamälä 25. — 41 Ein Bär (?) hält einen Menschen auf einem Baume fest, während unten ein Tiger den Menschen bedroht. Fig. 137. Varianten: Gebetmühlenh. £,28; Käsyapah. I—VI 1. Reihe. Bis jetzt unbestimmbar. Vgl. John Griffiths, The Paintings in the Buddhist Cave-Temples of Ajanta, Vol. I, S. 13, Fig. 28. — 42 Ein Hirsch, auf welchem ein Hase sitzt, springt über einen Fluß. Unbekannt. — Nächste Reihe 43 ein Berg mit zwei Fasanen: bloße Füllfiguren. — 44—50 Buddhareihe, wie 9—17, 26—33. 44 Buddha, thronend, mit unter- *) Vgl. Schwertträgerh. 1—3, 31. 2) Vgl. Mäyäh. 3. Anl. d 22. 3) Vgl. Mäyäh. 2. Anl. im Gewölbe L. v. Eing.; Mäyäh. 3. Anl. d 23. Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d, Musikerchor. geschlagenen Füßen, nach R. gewendet, R. kniet eine Göttin (Dame mit Aureole), welche in d. R. eine Schale, in d. L. einen Löffel hält; 45 Buddha, wie eb., sitzt auf europäische Weise, R. kniet ein alter Brähmana, nur mit Lendentuch bekleidet und hält mit beiden Armen Buddha ein Buch hin. Hinter ihm ein Torbogen; 46 Buddha, wie eb., mit Pätra Fig. 140. R. 54. Fig. 141. R. 55. Fig. 142. R. 56. in der L., doch mit hochgezogenen Beinen, R. neben ihm steht ein Mönch, welcher ein großes Tuch ausgebreitet vor Buddha hinhält, darauf scheint eine Buddhafigur gemalt zu sein; 47 Buddha, wie eb., doch nach L. gewendet, L. eine kniende Dame, welche mit erhobener L. Blumen nach Buddha wirft, die sie aus einer vor die Brust gehobenen Schale nimmt; 48 Buddha wie 45, R. sitzt ein betender Gott, im Hintergr. ein Stüpa mit wehendem Wimpel; 49 Buddha, thronend, nach L. gewendet; L. eine Dame mit Aureole (Göttin?) mit beiden Händen einen langen, weißen Shäl darbietend; 50 Buddha sitzt mit untergeschlagenen Beinen nach R. gewendet auf einer aus zwei übereinander liegenden Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Musikerchor. Ringen bestehenden Schlange, deren Kopf nach R. gewendet ist. Der Kopf hat denselben Drachentypus wie bei dem Kraken von Fig. 135. Über dem Kopf des Drachen steht, ebenfalls nach R. gewendet, mit hocherhobener R., langgestreckt ein fast nackter Jüngling von weißer Hautfarbe. — 51—58 Bodhisattvareihe. 51 Bodhisattva auf einem weißen Elefanten, der stark ausgreift, reitend. Dahinter ein Baum. Varianten: Zweimal in der H. m. d. Bodhis. Gew., doch scheint das Reittier dort kein Elefant zu sein. Unbestimmbar. — 52 Eine Frau geht, ein Kind auf dem Nacken tragend, voran, ein Mann folgt mit gezücktem Langschwert. Fig. 138. Varianten: H. m. d. Gebetmühle B, 20; Schwertträgerh. I, II, III, e. Zweifellos die Legende von Sain töröltu (Sujäta) im mong. Dsanglun, vgl. J. J. Schmidt, Ds. I, XXVIII Kap. VII. Der Mann will aus Lebensmittelmangel die Frau töten,- Sain töröltu, der Sohn aber, läßt sich Fleisch stückweise aus dem Leibe schneiden. Im mongol. Text trägt der Mann das Kind, was sicher auf einer falschen Übersetzung beruht. — 53 Bodhisattva steht, nur mit Lendentuch bekleidet, mit gefalteten Händen vor einer Lotusblumen-blattförmigen Mandorla, vor ihm im Wasser taucht ein dreiköpfiger Näga auf, der ihn um eine Gabe bittet. Gegenstück zu R. Ii. Fig. 139. Varianten: H. m. d. Gebetmühle B, 15, m. d. Bodhis. Gew. L. 21. Teufelsh., wo der Bodhisattva ein aus Flammen bestehendes Mandala hat und vor vier Schlangen steht, die ihn umgeben. Hierher auch Fußwaschh. ß, 8? Unbestimmt. — 54 Ein quadratischer Teich, in dem eine nackte, weinende Frau steht, darüber in der Luft ein mit langen Flügeln versehener Gott (Engel), welcher einen Jüngling wegschleppt. Fig. 140. Varianten: Gebetmühlenh. b, 30; Teufelsh., Bodhis. Gew. H. R. 26 (dort zweiv Mädchen im Wasser: eine von dunkler Hautfarbe). Vgl. zur Sache Journ. of the Päli-Text Soc. 1909: K. Watanabe, The story of Kalmäsapäda usw. S. 245, 262. Hier scheint es sich um eine besondere Erzählung zu handeln, wenn die Bestimmung von Fig. 149 als Sruta'soma richtig ist. — 55 Ein Baum, R. kniet eine Frau, ein eingewickeltes Kind auf dem Schöße haltend; L. steht der Bodhisattva mit einem langen Schwert in der Stellung, als wollte er sich selbst den Kopf abschneiden, vermutlich, um das Kind zu retten. Fig. 141. Unbekannt. — 56 Ein viereckiger Teich, davor liegt der Bodhisattva ausgestreckt auf dem Boden. Zwei Tiere, scheinbar Schakale, fressen an ihm. Von oben kommt mit ausgestreckten Armen eine Gottheit herab. Fig. 142. Varianten: Gebetmühlenh. b, 18; Bodhis. Gew. H. L. 10; Schwertträgerh. 1,2, 3, c; H. d. Behelmten I, 2. Reihe. Sonst die Darstellungsart des Vyaghrijätaka vgl. unten Sor£uq H. 3 b. Hierher: Benfey, Pantschat. 2, § 166, 389? vgl. L. 15. Fig. 151. — 57 Eine runde Öffnung in der Erde, aus welcher Feuer sprüht, ein Mann (Asket) mit Aureole stürzt mit hocherhobenen Armen hinab, Buddha und eine Gottheit helfen ihm heraus. Fig. 143. Varianten: Gebetmühlenh. By 29; Bodhis. Gew. H. R. 9. Entweder die Legende des Vijitävi, Mahävastu III, 42—47 oder das Sresthijätaka: Jätakamälä 4. — 58 Großer blauer Dämon, mit roten Haaren, hält einen nackten Knaben vor den Mund, um ihn zu verzehren. Fig. 144. Varianten: Bodhis. Gew. H. L. 23; Gebetmühlh. B, 8, auf diesem letzteren Bilde sitzt noch ein klagendes, königliches Paar im Vordergrund. — 59—65 Nur dekoratives Beiwerk, wie I—8. 59 Steinbock, 60 Fasanenpaar, 61, 62=59, 63=60; 64,65=59. Gewölbehälfte über W(and) L. ab L- 50 51 52 53 54 55 5^ •| a 42 43 44 45 46 47 48 49 ^! 34 35 36 37 ' 38 39 40 41 H ^ $ 26 27 28 29 30 31 32 33 g: ^ « 17 18 19 20 21 22 23 24 25 ^ 8 ^ 9 10 11 12 13 14 15 16 'Ä 1 2 3 4 567 8 Hier ergeben sich nur sieben Reihen Berge, da die unterste sehr niedrige Reihe zwischen 1 und 2, 2 und 3 nur schematische Bergfiguren, ohne jede figürliche Darstellung, enthält. — 1—8 Buddhareihe. Hier sind die Buddhas meist verkratzt, einzelne Stücke aus den Bildchen herausgeschlagen. L. I Buddha, nach R. blickend, mit untergeschlagenen Beinen sitzend, R. vor ihm eine kniende Göttin, welche aus einer Schale Blumen nach ihm wirft; 2 Buddha, nach R. blickend, ein Jüngling in indischer Tracht, bringt kniend einen weißen Shäl; 3 Buddha wie 2, sonst zerstört; 4 Buddha, nach R. blickend, mit herabhängenden Beinen, ein alter Brähmana bringt kniend zwei Schalen; 5 Buddha nach L. blickend, dort ein sich abwendender Brähmana, sehr beschädigt; 6 Buddha nach R. gewendet, dort ein Mann mit Landestracht und weißem Hut; 7 Buddha, wie eb., mit Pätra in der R., vor ihm ein Mann mit weißem Klappenrock; 8 Buddha, wie eb., dort ein Jüngling mit einer Fahne1). — 9—15 Bodhisattvareihe. 9 Bodhisattva, auf einem Thron mit hohen Seitenflügeln unter einem Baum sitzend, erhebt den L. Arm. Ein Mann sticht ihn in die Seite. Fig. 145. Variante vielleicht: Gebetmühlh. b, 16? Vielleicht die bei Koppen I, 323, aus Foe-kouö-ki 50, 55 und Dsangl. 15 zitierte Stelle, der Bodhisattva habe ein Stück Haut geopfert, um ein Subhäsita zu erhalten ? — 10 Bodhisattva, auf einem Thron unter einem Baum sitzend, er hält in der L. eine Schale, wie um Blut abzufangen, das aus einer Wunde im Schenkel, die ein Mann ihm beibringen will, fließen wird. Ein Dämon scheint nach der Schale zu greifen. Fig. 146. Vermutlich: Maitribalajätaka: Jätakamälä 8. Dort Öffnet Bodhisattva fünf Yaksas fünf Blutadern. Hier wohl abgekürzt. — Ii Bodhisattva, nur mit Lendentuch bekleidet, steht betend unter einem Baum, vor ihm ein hockender Brähmana mit Schale der nach Bodhisattvas Lendentuch zu greifen scheint. Fig. 147. Varianten: Gebetmühl, b, 15; Bodhis. Gew. H. L. 21; Fußwaschh. b, 8 = ß, 8; Schwertträgerh. I, II, III d. Offenbar das Gegenstück zu Fig. 139 R. 53. Später als die Legende 1) Vgl. Schwertträgerh. I—III. 20; Mäyäh. 3. Anl. d 28. Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Musikerchor. 71 dargestellt, welche erzählt, daß sich der Bodhisattva Lampen ins Fleisch setzen ließ. Vgl. Bericht Taf. III, I, Kiri§. H. m. d.Kinnaris. —12 Bodhisattva, unter einem Baum auf einem Thron sitzend, vor ihm ein auf drei Steinen stehender Kochkessel; ein blauer Mann greift den Bodhisattva von rückw. an und scheint ihm Fleisch aus dem Rücken zu schneiden; Fig. 146. L. 10. Fig. 147. L.Ii. Fig. 148. L. 12. Fig. 148. Auf der Abb. ist das unter dem Kessel hervorsprühende Feuer aus Versehen weggeblieben. Unbestimmbar. — 13 Bodhisattva, unter einem Baum mit geneigtem Haupt betend; ein bärtiger Mann nähert sich ihm mit einem Schwert; Fig. 149. Varianten: Gebetmühlh. £, 22; Bodhis. Gew. H. R. 8; Schwertträgerh. I, II, III, c; Fußwaschh. Sockel 2. Srutasomajätaka: Jätakamälä 31. Vgl. Journ. of the Päli-Text Soc. 1909 S. 253 und oben Fig. 19. — 14 Bodhisattva, unter einem Baum auf einem Thron sitzend, ein kleiner Mann führt mit einer Steinkeule einen Schlag nach seinem Oberschenkel. Fig. 150. Er läßt sich die Knochen zerschmettern, Koppen a. a. 0. I, 321 ff. — 15 Bodhisattva sitzt betend auf einem Thron, ein Tiger faßt seinen R.Fuß; eine Göttin bringt eine Schale; Fig. 151. Variante: Gebet- 72 Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Musikerchor. mühlh. b) 31; Bodhis. Gew. H. L. 19. Legge, Fä-hien S. 32: In der Nähe von Taksasilä gibt der Bodhisattva seinen Körper einem Tiger, Lokalisierung der Tigergeschichte auch bei Vasiljev, Geografija Tibeta S. 63 &. v. xoxott>, vgl. auch Benfey, Pantschat. 2, § 166, 389 ff. u. die dort. Zitate. Vyäghrijätaka: Jätakamälä 1. Vgl. indes die Bern, zu Fig. 142 oben. — 16 Alter Brähmana, unter einem Baum in Meditation sitzend. Variante: Gebetmühlh. (dort neben ihm eine Frau) £, 19; Bodhis. Gew. H. L. 6; Schwertträgerh. I, II, III,/, 1,2,3,0. —17—25 Buddhareihe. IJ Buddha, Fig. 152. L. 26. Fig. 153. L. 27. Fig. 154. L. 28. meditierend sitzend, hinter ihm kein Baum, ein dreiköpfiger Näga, dessen Köpfe über Buddhas Aureole sich erheben, hält ihn umklammert, er ist nach L. gewendet, da kniet der Nägaräja ohne Schlangenkrone, der eine Schale bringtx); 18 Buddha, unter einem Baum thronend, nach L. gewendet, ein kniender Mann in Landestracht (blauem Ärmelrock, weißer Hose, Stiefeln und weißem spitzen Hut) bringt ein Tablett mit weißen Blumen? 2); 19 Buddha wie eb., doch auf europ. Weise sitzend, ein Gott (L.) wirft einen Kranz nach ihm; 20 Buddha, meditierend sitzend, L. ein gepanzerter Ritter 3); 21 Buddha, nach L. blickend, ein Mann im Lendentuch (Brähmana), halb von rückw. gesehen, naht sich *) Vgl. Schwertträgerh. 1—3,32; Höllentopfh. b 31. 2) Vgl. Schwertträgerh. I—111,29; Höllentopfh. & 19. 3) Vgl. Schwertträgerh. I—III, 23. Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Musikerchor. 73 ihm mit einer Flasche in der L.; 22 Buddha, nach L. blickend, den L. Fuß herab hängen lassend, mit Kakkhara in der R., Pätra in der L., vor ihm L. liegt ein toter Jüngling auf einem weißen Lager ausgestreckt; 23 Buddha, nach L. gewendet, ein Gespenst (Preta) abgemagert in weißem Hemd, rotem, straubigem Haar naht sich kauernd mit einer Schale, in welcher Feuer loht, in den erhobenen Händen *); 24 Buddha wie eb., ein blauröckiger, junger Mann mit dunkler Hose und Stiefeln, weißem Hut, wirft Blumen nach Buddha aus einer Schale; 25 meditierender Mönch unter einem Baum. Fig. 158. L. 42. Fig. 159. L. 43. Fig. 160. L. 44. — 26—33 Bodhisattvareihe. 26 Im Hintergr. steht ein Thron. Bodhisattva stürzt sich mit gefalteten Händen nach unten, wo fünf Schlangen zusammengeringelt sitzen. Fig. 152. Variante: Gebetmühlh. b} 17? Vielleicht: Bodhisattva stürzt sich in den Abgrund (prapäte patitah) bei S. v. Oldenburg, Zapiski 7, 238, Mahävastu I, 95. — 27 Ein Baum, darunter schindet ein Mann ein Tier, ein zweites steht im Hintergrund. Fig. 153. Variante: Bodhis. Gew. H. R. 12 (dort ist das Tier ein Elefant! — 28 Ein reitender Mann tötet mit einem langen Schwerte einen vor ihm knienden Hirsch. x) Vgl. Höllentopfh. b 20; Schwertträgerh. 1—3, 4; Mäyah. 3. Anl. d' 28. 74 Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Musikerchor. Der Reiter hat Aureole, was ihn als König bezeichnet. Fig. 154. Bodhisattva gibt als Hirsch Satvara sein Leben einem Jäger; S. v. Oldenburg, Zapiski 7, 237—38 (Mahävastu I, 94—95, H, 255—57). — 29 Ein Baum, vor dem ein großer Raubvogel fliegt; zu den Füßen des Baumes sitzt ein bittender Affe, vor ihm ein Löwe. Variante: Gebetmühlh. B, 18, Bodhis. Gew.-H. L. 8; Fußwaschh. ß, 11 und Ming-Öi beim Qumtura, Höhle 19, Fig. g. Hierzu gehört wohl auch Bericht 142 Fig. 138. — 30 Bo-dhisattvar als Fisch im Wasser liegend; über den Kopf des Fisches tritt ein Mann, der mit einem Beil auf ihn losschlägt, während ein zweiter aus seinem Rücken Streifen von Fleisch abschneidet. Fig. 155. Variante: Bodhis. Gew. H. L. 17. Hierher: Benfey, 2 § 166, 389, Dsanglun 215 —16. —31 Ein Jäger hat sich, von einem Führer geleitet, einer Höhle genähert, in welcher ein Bär sitzt. Vor der Höhle ein Baum. Der Jäger kniet nieder und spannt den Bogen zum Schuß auf das Tier. Fig. 156. Variante: Bodhis. Gew. H. R. 16. — 32 Ein dreifüßiger Kessel steht über Feuer, daneben steht ein König (mit Aureole); im Hintergrunde kniet ein Hirsch. Fig. 157. Variante: Gebetmühlh. b, 28. Vgl. Benfey, Pantschat. 2 § 166, 389; St. Julien, Hiouen-Tshang I, 337; Aufopferung des Kuntatieres: Dsanglun 105. — 33 Elefant vor einem Baum; ein Jäger schießt von unten nach ihm mit dem Bogen. Variante: Fußwaschh. b) 7; Bodhis. Gew. H. L. 25. Die Darstell, stimmt genau mit dem bei Foucher besprochenen Relief aus Gandhära S. 272 überein: Saddanta-jätaka. — 34—41 Buddhareihe. 34 Buddha, unter dem Bodhibaum thronend, nach R. gewendet, dort kniet ein Jüngling in indischer Tracht einen Shäl überreichend; 35 Buddha, wie eb., ein Jüngling steht R. mit einem weißen Tuche wehend x); 36 Buddha wie eb., R. ein kleiner Knabe bringt einen Kranz2); 37 Buddha, wie eb., ein Mann nähert sich ihm von R. mit fünf brennenden Lampen, zwei in den Händen, zwei auf den Schultern, eine auf dem Kopf 3); 38 Buddha wie eb., ein stehender Jüngling fächelt ihn mit einem Camari; 39 Buddha wie eb., R. ein kniender, betender Gott; 40 Buddha wie eb., ein Jüngling kommt von R. mit einem Schirm; 41 leerer blauer Berg. — 42—48 Bodhisattvareihe. 42 Ein Asket sitzt unter einem Baum, ein Gott (oder der Bodhisattva?) kniet R. vor ihm und reicht ihm eine Schale dar. Fig. 158. — 43 Der Bodhisattva liegt lang ausgestreckt, nur mit Lendentuch bekleidet, in einem offenen Grabe; zwei Männer bemühen sich das Grab zu schließen. Fig. 159. Variante: Bodhis. Gew. H. R. 22. Entweder Temiya-bodhisattva im Mügapakkhajätaka, ed. Fausböll, VI, I— 30 oder Vatsa, der von König Dan- Fig. 161. L. 45. Fig. 162. L. 46. Fig. 163. L. 47. Fig. 164. L. 48. J) Vgl. Schwertträgerh. 1—3, 28. Mäyäh. 3. Anl. d 10. a) Vgl. Fußwaschh. ß 3; Mäyäh. 3. Anl. d! 10; Höllentopfh. b 26; Schwertträgerh. 1—111,24. 3) Vgl. Mäyäh. 3. Anl. df 15; Höllentopfh. 624. Schwertträgerh. I—III, 31. Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Musikerchor, Mühle d. Behelmten. 75 daki lebend begraben wird, Mahävastu III, 361. — 44 Bodhisattva steht, nur mit Lendentuch bekleidet, in einem runden Teich unter einem Baum, um eine Schale zu füllen; eine Gottheit taucht aus dem Wasser auf, eine gefüllte Schale haltend. Fig. 160. Variante: Bodhis. Gew. H. L. 21; Fußwaschh. b, 9. —45 Ein Mann (König?) in einem eisernen Hause sitzend, zwei außen stehende Dämonen (R. u. L.) halten ihn an Schnüren, die um seinen Hals gelegt sind. Fig. 161. Variante: Bodhis. Gew. H. R. 10. Vermutlich: Ayogrhajätaka: Jätakamälä 32. — 46 Bodhisattva sitzt, die Hände gefaltet, unter einem Baum auf einem Stuhl, vor ihm ein Brähmana, der ihm ein Subhäsita mitzuteilen scheint. Fig. 162. Variante: Schwertträgerh. I, II, III, b.; Bodhis. Gew. H. R. 27?; Hierzu auch Fußwaschh. ß, 7? Bezieht sich vielleicht auf König Candraprabha, der einem Brähmana sein Haupt opferte? Was geschah zu Taksasilä: Legge, Fä-hien S. 32, Foe-koue-ki 74, Küppen I, 323, St. Julien, Hiouen-Tshang 85, 89, 262; Benfey, Pantschat. 2 § 166, 389; Oldenburg, Zapiski 7, 237 (Mahävastu I, 92); Divyävadäna XXII, 327 ff.; Dsangl. 176 ff. — 47 Bodhisattva wird von einem Brähmana gebunden vor einen König geführt, der auf einem Thron unter einem Schirm sitzt. Fig. 163. Variante: Bodhis. Gew. H. R. 22. Vielleicht die Mahävastu III, 353 erzählte Legende? — 48 Bodhisattva mit ausgestrecktem L. Arm vor einem Baum stehend, vor ihm ein hellblauer, rothaariger Dämon. Fig. 164. Variante: Fußwaschh. ß', Ii; auch unter d. Gewölbebildern von Höhle 19 in Ming-Öi bei Qumtura q. v. — 49 Meditierender Mönch unter einem Baum. — 50—56 Dekorative Reihe: 50 zwei Fasanen, 51 Steinbock, 52 Hirsch, 53 zwei Pfauen, 54=52, 55=51, 56-50. Bemalung der Seitengänge und des hinteren verbindenden Ganges. Seitengänge. Auf den schmäleren Innenseiten der Gänge ist ein 1,05 m hoher Streifen mit je vier Stüpas mit Wimpeln und Glocken am Trisüla. Sie haben offene Zapfentüren: innen sitzt ein Buddha. Bei den vorderen drei ist je ein dienender Gott dabei, dazwischen schweben dreistrahlige Cintämanis auf Lotusblumen (Fig. 165), also acht Stüpas. Auf den Außenseiten sind je sieben solcher Stüpas dargestellt, doch ohne die dienenden Götter. Die Decke ist überall mit Bergornamenten bemalt mit breiten Ornamentstreifen nach unten. Im Quergang sind auf der inn. Wand, wie erwähnt, zwei Nischen für Figuren und dazwischen läuft der Streifen mit den Stüpabildern weiter, doch sind sie hier niedriger. Im Innern steht hier je eine Reliquienschachtel. Am Hti sind je zwei Glocken unten. Es sind fünf Stüpas. Auf der Rückwand des Querganges ist ein die ganze Wand ausfüllender, ins Parinirväna eingehender Säkyamunibuddha dargestellt. Zu seinen Häupten sitzt, in ein weißes Gewand gehüllt, der Mönch ganz so wie auf dem Bild in der Mäyähöhle 2. Anl. Zu Buddhas Füßen ein Mönch in blauer Robe, dahinter zwei andere Mönche. Hinter den Füßen stehen vier gepanzerte Könige und weiter nach der Brust zu ein weißer, weißgekleideter Jüngling mit Jatä und ein dunkelfarbiger Gott, alle betend. Fig. 165. Cintämani wie im Gange zwischen den Stüpas abgebildet sind. Fond dunkelbraungrau; runde Blümchen im Fond: hellblau mit weißen Punkten, Lotus blau, untere Blätter blau; unterer Streifen des Cintämani blau; oberer Streifen, obere Blätter dunkelwein-rot; auf dem nächsten C. alternieren dunkelweinrot und blau. Lichtstrahlen stumpfes braunrot, ebenso Unterlage des Cintämani und Fruchtboden der Blume. Fig. 166. Gemessen von A. von LeCoq. Höhle »der Behelmten«. Diese einst sehr hübsche Höhle zeigt den in Qyzyl gewöhnlichen Typus, aber mit einigen merkwürdigen Varianten. Der Plan (Fig. 166) ist der gewöhnliche: fast quadratische Cella mit einem Tonnengewölbe überspannt, in der Rückwand die Nische für die Kultfigur, R. und L. davon gewölbte, niedrigere Gänge, und hinten ein verbindendes, quer liegendes Tonnengewölbe. Von diesem, übrigens recht unregelmäßig angelegten hinteren Gang geht jetzt in benachbarte Kammern eine Tür, welche offenbar erst später durchgebrochen ist; denn es ergibt sich aus den Gemälderesten der Rückwand dieses hint. Ganges unzweifelhaft, daß sie früher verschlossen und ebenfalls mit Gemälden bedeckt gewesen ist. Der Vorraum vor der Cella ist längst zerstört uud dabei haben auch ihre Türwände und die Lünette darüber schwer gelitten. Bemalung und Ausstattung der Höhle. Türwand. Die Gemälde der Türwand sind vernichtet und ebenso das Bild der Lünette darüber, 76 Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle der Behelmten. was sehr bedauerlich ist. Es wäre mit Rücksicht darauf, daß die Nische der Rückwand ein ungewöhnliches Kultbild hat, interessant gewesen zu wissen, ob auch hier Maitreya, umgeben von Bodhisattvas, abgebildet war oder nicht. Seitenwände i, I. Die Seitenwände waren bis zum Beginn des Gewölbes in zwei Streifen zerlegt, jeder 83 cm hoch, und darunter lief noch ein 50 cm hoher Streifen entlang. Die oberen höheren Streifen waren in je vier fast quadratische Felder (83 cm hoch, 80 cm breit) abgeteilt, von denen jedes eine Buddhapredigt in der gewöhnlichen Komposition enthält: also sechzehn Buddhapredigten. Von diesen Bildern ist kaum noch mehr zu erkennen als die Figur Gautamas auf dem Thron sitzend, und etwas größer als seine Zuhörer und hier und da die Figur oder auch bloß der Kopf einer der Figuren des Parivära. Auf W. 1 ist in der oberen Reihe im vierten Feld (v. d. Tür an gerechnet) noch eine dunkelfarbige Dame zu erkennen in geblümtem, weichen Gewand, welche Buddha ein Gefäß überbringt, darunter in der unt. Reihe noch das Bild, in welchem sich ein Asket im Flickenkleid vor Buddha ausgestreckt zu Boden wirft. Vgl. oben S. 20. Die acht Bilder der gegenüberstehenden W. I lassen nichts Charakteristisches mehr erkennen. Sicher ist, daß die Bi'der sehr schön in Zeichnung und Ausführung waren. Der 50 cm hohe Streifen unter diesen Bildern enthielt Illustrationen zu Jätakas oder verwandte Erzählungen. Erkennbar ist auf dem Streifen auf Wand I ein großer Palast und daneben graziöse Frauenfiguren, welche Teller mit Blumenbüschen tragen. Leider sind ihre Köpfe und z. T. auch die Brustpartie vernichtet. Darüber war ein Inschriftstreifen, der zerstört ist. Rückwand der Cella. Die Ausstattung der Rückw. ist ungewöhnlich. Sie zerfällt in eine obere und untere Gruppe. Die untere Gruppe bildet die Dekoration der Nische. Als Kultfigur ist in die Nische ein Bodhisattva gemalt gewesen. Die Wand neben der Nische war bemalt mit dem Parivära des Bodhisattva, erhalten ist L. von ihr ein geharnischter Gott, eine Camari schwingend, und darüber eine fliegende Gottheit, und hinter ihr in der Ecke noch einmal das Sasajätaka in der gewöhnlichen Form. Der Wandstreifen unter der Nische (gewissermaßen der Sockel der gemalten Figur) war ebenfalls bemalt. Davon ist leider kaum mehr die Hälfte erhalten. Man sieht noch den betenden, nur mit Lendentuch bekleideten Bodhisattva (vgl. S. 57, Fig. 114), umgeben von Flammen, und vor ihm einen sitzenden alten und einen jungen langhaarigen Mann (Brähmanas), welche seine Liebesgabe erhalten. Im Hintergrund steht ein Palast. Es wäre nun interessant zu wissen, ob wir denin der Nische abgebildeten Bodhisattva Maitreya nennen dürfen, ob hier eine der Bodhisattvaauf-opferungen als Kultbild benutzt worden ist oder aber bloß Gautama als Bodhisattva dazu gedient hat. Der obere Streifen über der Nische enthält als Bild in der Mitte einen predigenden Buddha, umgeben von sitzenden Göttern, vor ihm R. der öfter vorkommende, leicht bekleidete Jüngling in durchsichtigem Unterkleid, über dem Scheitel eine Jatä, L. von Buddha in der unteren Reihe ein fächelnder Gott mit Ürnä und fünf Haarbüscheln, und dahinter zwei Göttinnen in weichen Mullkleidern mit Blümchenmustern. Dahinter noch zwei stehende Götter. Gewölbe der Cella. Im Zenit des Gewölbes sind noch, von der Rückw. an gezählt, die folgenden Figuren vorhanden: die Sonne, gepanzert im Wagen sitzend, und davor drei in der Luft schwebende Buddhas, welche mit den schon öfter erwähnten Strahlen an den Extremitäten versehen sind. Die beiden Kappenflächen waren mit fünf stilisierten Bergreihen mit davor sitzenden predigenden Buddhas bemalt. Darunter ist noch ein Streifen mit Bodhisattvaaufopferungen, in der Ecke auf Wand I vor der Rückw. ist eines dieser Bodhisattva-bilder in die zweite Reihe aufgenommen. Es ist dies der Bodhisattva, welcher dem Reisenden im Dunkeln mit brennenden hochgehobenen Händen den Weg zeigt*). Der Reisende hat hier einen Esel bei sich. Der Fond dieses Berges ist hier, um die Nacht anzudeuten, dunkel. Auf der unteren eigentlichen Bodhisattvareihe folgt nun ein sehr abgeriebenes Bild — eine in der Luft fliegende Dämonenfigur oder Götterfigur, und darunter Schakale, die an einem Bodhisattva — bis auf den Gürtel fast erloschen — fressen2). Es folgt weiter nach vorn das Mahisa- und das Sasajätaka 3), welches, wie erwähnt, noch einmal größer auf die Rückw. gemalt war. Die Bergszenen, welche sehr schön gezeichnet waren, sind leider sehr zerstört und zum Teil abgerissen, sie waren in den Zwischenräumen äußerst reizvoll mit Baumgruppen, Tierfiguren, besonders Kägliks usw. unterbrochen. Noch schlimmer zugerichtet sind die Bilder der gegenüberliegenden Seite. Unmittelbar unter den Gewölbebildern sieht man auch hier Spuren, daß lange Balken, wie es scheint ohne Träger, als Gesims zwischen Gewölbe und gerader Wand gesessen haben; vielleicht enthielten auch sie kleine Figuren. x) Vgl. Mus. R. 22 und die dort gegeb. Zitate. 3) Vgl. Mus. R. 56 usw. 3) Vgl. Mus. R. 39 usw. Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle der Behelmten. Größte Höhle. 77 Fig. 168. Orig. hoch 28 cm. Seitengänge. Auf den Gewölben der Seitengänge 2,11 und auf dem des verbindenden Querganges sind jedesmal zwei schwebende Buddhas dargestellt, je ein weißer und ein dunkelfarbiger mit Strahlen an den Extremitäten und Almosenschalen in der R. Darunter folgen drei Streifen Berge mit Bäumen, Seen und zahlreichen Tieren: Affen, Steinböcken, Kägliks usw. Um den Eingangsbogen der Türen der Seitengänge läuft als Trenner ein 10 cm breites Ornament herum, welches auffällt, da es aus lauter schwarzen Linien besteht. Es geht aber aus der Dekoration anderer Höhlen zweifellos hervor, daß die offenen Felder dieser schwarzen Linienornamente früher mit bunten Blattmustern ausgefüllt waren, etwa so wie die punktierten Muster in der beiliegenden Skizze. Dieses Ornament hat eine große Dauerhaftigkeit, wir finden es z. B. in etwas veränderter Form noch in Toyoq-Mazar; Fig. 167. Die Seitenw. der Gänge 2, II enthielten einen 1,16m hohen Streifen mit gemalten Darstellungen stehender Personen in indischer Tracht: Götter usw., welche zum Parivära des Parinirväna im hinteren Gang gehören. In Seiteng. II Außenw. stehen fünf, jetzt fast zerstörte Figuren, alle mit Prabhämandala, auf der Innenw. vier Mönche. Auf der Innenw. von Gang 2 steht ein Mönch und daneben drei geharnischte Götter mit Prabhämandala; gegenüber auf der langen Außenw. fünf Figuren ohne Prabhämandala. Über all diesen Figuren waren Streifen mit Brähmiinschriften, deren Spuren das sonst abgeriebene Deck-weiß als weiße Schriftreste erhalten hat, vgl. einen ähnlichen Vorgang in der »Höhle mit dem Kamin«, wo ein ursprünglich weißes Ornament durch eine ähnliche Zerstörung der weißen Farbe blau sich erhalten hat, vgl. S. 48. Es ist bedauerlich, daß diese gemalten Figuren mit ihren Inschriften so zerstört sind; denn sie hätten uns einen Anhalt geben können, wie die sonst da und dort vorkommenden, jetzt zerstörten »Clay« figuren zu ergänzen sind. Genauer zu erkennen ist noch folgendes. Auf d. Außenw. von Seiteng. 2 von hint. Querg. an gerechnet ein dunkelfarbiger (blauer) Mann mit Jatä und Schmuckscheibe davor (Fig. 168), dann folgt ein weißer Gott mit einem aus zahnförmigen Blättern geformten Kopfkranz und großen Blumen darüber, die R. und L. abstehen und ein brauner mit dem gewöhnlichen Kopfputz der Götter und Könige. Darauf folgen zwei Frauen, von denen die zweite, unmittelbar hinter der oben erwähnten Ornamentborte erhaltene unter Fig. 169 skizziert ist. Hinterer Quergang 3, III. Der hintere Quergang zeigt in ganzer Länge der Kurzw. (3) die Darstellung des Parinirväna in ziemlich abgekürzter Form, da die Nebenfiguren offenbar auf die Seitenw. der Gänge 2, II verteilt waren. Erhalten sind hinter dem Buddha noch vier gepanzerte Götter in betender Stellung und zu den Füßen des Buddha ein betender, kniender Mönch. Auf der gegenüberliegenden Langw. war wiederum Drona abgebildet, umgeben von sechs gefäßhaltenden Göttern auf den Zinnen einer Stadt und in einer Ecke noch zwei Geharnischte mit Fahnen, deren untere Teile mit ihren Vähanas jedoch völlig zerstört sind, indische Fürsten, welche sich um die Reliquien Buddhas bewerben. Ihre Helme fielen zuerst auf und gaben der Höhle den Namen. Es ist aus den Resten zweifellos, daß auch auf der andern Seite solche Reiter waren, sie sind jetzt durch die oben erwähnte Türöffnung zerstört. Fig. 167. Orig. 10 cm breit. Fig. 169. Orig. 72 cm hoch. »Größte« Höhle. Etwas tiefer, aber in derselben Flucht der Bergwand kam die völlig verschüttete »größte« Höhle zum Vorschein. Sie wurde von Herrn von LeCoq ausgegraben. Ich gebe hier der Vollständigkeit halber nur ein paar Notizen. 78 Ming-Öi' bei Qyzyl. Größte Höhle. Die Höhle war leider sehr zerstört und ist mehrmals nach Zerstörungen, welche wahrscheinlich durch Erdbeben verursacht wurden, wieder hergestellt worden. Deutlich sind die Neubemalungen neueren Stiles in der ursprünglich altertümlichen Höhle; welche auch im Plan von den übrigen abweicht. Sie bildet ein großes Tonnengewölbe (Fig. 170, 171), welches über der Rückw. erheblich niedriger (2 m) ist, als beim Eingang (3,50 m). Vor der Rückwand erhob sich ein 4 m breiter, 50 cm hoher(?) Sockel, dessen Abstand v. d. Rückw. sich nicht mehr feststellen läßt. Von diesem Sockel an ist das Gewölbe um I m etwa ausladend über den Seitenw. gewesen. Die Seitenw. sind 5,50 m hoch und nach inn. zu geneigt, so daß die Breite der Höhle oben 7,30 m, unt. aber 8 m beträgt. Die volle Höhe betrug also b. Eing. 5,50+3,50: 9 M. SB z Fig. 170. Fig. 171. Fig. 172. Fig. 173. Vor dem großen Sockel^ ist ein anderer in Form eines Lotus B) Fig. 170 (etwas mehr als der Hälfte einer Lotusscheibe), angelehnt. Auf diesem Lotus stand das Kultbild. Wie nun die Vesica der Figur gebildet gewesen sein mag, läßt sich nicht ausmachen. Merkwürdig ist, daß der ganze Gewölberaum hinter der ursprünglichen Sockelfigur zahlreiche Vertiefungen in den unregelmäßigsten Formen zeigt (Fig. 171). Es läßt sich also annehmen, daß das Parivära usw. der Figur aus Holz gefertigt war und daß gerade die Masse dieses gesuchten Brennmaterials die gründliche letzte Zerstörung der Höhle verursacht hat. Auffallend war immerhin die große Masse kleiner, z.T. höchst zierlicher Holzschnitzereien, welche im Schutt zum Vorschein kamen: Bäumchen und Geländer z. B. in großer Menge *). Rekonstruieren läßt sich freilich nichts mehr, obgleich ersichtlich war, daß viele dieser x) Ich gebe hier eine kurze Liste der bei der Räuiriung gefundenen Gegenstände, welche mir Herr von LeCoq freundlichst zur Verfügung gestellt hat: 2 Buchdeckel oder Tabletten mit Kharosthi-Inschr., 1 kleiner geschnitzter Löwe, Palmblattfragmente, 3 Fragmente von Brettchen mit Brähmi- und Kharosthischrift, 1 kleiner Stüpa von Holz, 2 Holzfigürchen, I Lotusthron einer kleinen Statuette, Y2 Portal eines kleinen Stüpa, i kleine, hölzerner Tierfigur (Kamel), i aus Holz geschnitzter Dämonenkopf, 2 Buchdeckel mit Kharosthi- und Brähmiinschrift, Manuskriptfragmente, 1 Stück einer Berglandschaft aus Holz geschnitzt, Buddhafigur aus Holz, mit Goldblatt überzogen, 1 kleiner hölzerner Löwe, vergoldet, 1 Stüpaaufsatz aus Holz, 1 Mauerzinne aus Holz, Reste von Tempelfahnen, Gupta- und Brähmi-Manuskriptfragmente, 1 Bäumchen aus Holz, 1 Stück Stadtmauer aus Holz geschnitzt, Fragmente dazu, 1 Stück einer Berglandschaft, 1 kleine Holzschnitzerei, Arm und R. Schulter eines Gepanzerten mit Buddhabildern auf den Panzerschienen; 1 Hand einer Buddhafigur. 16 Ming-Öi bei Qyzyl. Größte Höhle. , KäSyapa-Höhle. 79 Schnitzereien verkleinerte Repliken der Musikerbalkone darstellten. Bemerkenswert ist ferner, daß der hintere Teil des Gewölbes in ziemlich roher Ausstattung im Stil etwa der Schwertträgerhöhle neu bemalt war mit Bergen, Bäumen und Figuren. Aber auch diese Bemalung war, wenn ich nicht irre, später noch einmal roh ausgeflickt. Vor der Statue war, wie die Reste beweisen, eine Holzbarriere (Fig. 170 C) wie in Höhle A der Kamingruppe S. 44, Freskobodenh. S. 48 usw. Natürlich ist dies Holzgeländer längst gestohlen. L. v. Eing. ist ein fast quadratisches, 2 m hohes Seitenzimmer D in der Flucht des Sockels. Auf der gegenüberlieg. Seite war nichts dergleichen zu erkennen. In der vollen Länge der Seitenw. der Cella läuft eine 45 cm hohe, 70 cm breite Bank (a und b) entlang, welche auf ihrer Vorderseite interessante Medaillons in voller Höhe der Seite als Bemalung enthielt. Diese Medaillons sind aus miteinander verbundenen Ringen gebildet, welche mit weißem Kugelornament versehen sind. Ihr Mittelfeld füllt eine stilisierte stehende Ente aus, mit einer Girlande um den Hals und einer mit Perlen behängten Schmuckkette im Schnabel; je zwei dieser Tierfiguren sind einander zugewendet (Fig. 172). Alle diese Darstellungen sind ins Berliner Museum gelangt. Zu beachten ist, daß diese Bank vor dem erwähnten Seitenzimmer hinläuft, also das Zimmer verschließt. Vielleicht gehörte dieser Raum einer früheren Anlage an und war in späterer Ausstattung überhaupt verschlossen. Auf den Bänken waren Reihen von stehenden Buddhafiguren, welche z. T. noch bis zu 2 m Höhe erhalten oder in Umrissen auf der Rückwand erkennbar waren, zwischen ihren Vesicae waren auf der Wand L. v. Eing. nahe am Seitenzimmer noch Gemäldereste erkennbar, welche große Krüge darstellten, und darunter Reste kniender Figuren. Darüber waren auf W. a noch drei Streifen alter Bilder, etwa im Stil der Seefahrerhöhle der 2. Anl.: ein 2,50 cm ob. Streifen, der noch einen Baum und Figurenumrisse zeigte, darunter ein 95 cm hoher, von dem noch drei Felder unterscheidbar waren: im mittleren ein bespannter Wagen, dann folgte eine Borte und der dritte Bilderstreifen ebenso groß wie der zweite, darunter wieder eine Borte; der Rest zerstört. Auf der and. Seite b war in halber Höhe, etwa 2 m v. Eing., noch der Rest eines schönen Bildes erhalten, wie es scheint mit Spuren syrischer Schrift. Dieser Bilderrest ist jetzt im Museum. Vor der E'ngangstür, deren Wand an den Berg angemauert war, ist nur noch der untere Teil der L. Seite (d) vorhanden. Von der Bemalung auf der Laibung ist der untere Teil einer gewappneten Figur erhalten, zu deren Füßen ein rotes, kniendes Kamel dargestellt war, welches seinen Kopf nach rückw. wendet. Nach allen Anzeichen war die Höhle ursprünglich im Stile etwa der Seefahrerhöhle (2. Anl.) angelegt, im Stile der Schwertträgerhöhle z. T. wenigstens restauriert und endlich etwa im Stile der Höhle mit den »ringtragenden Tauben in KiriS« (q. v.) oder Sorcuq umgebaut? Am Fuße des Berges, kurz vor der Höhle der »Behelmten« (Fig. 78. S. 38) wurden von Herrn von LeCoq drei Werkstätten freigelegt. Ich gebe hier eine kleine Planskizze Fig. 173 und ein Verzeichnis der dort gemachten Funde, welches mir Herr von LeCoq freundlichst zum Bericht übergeben hat. Ich selbst habe da nicht gearbeitet*). Käsyapa-Höhle. Diese Höhle hat im allgemeinen den in Qyzyl gewöhnlichen Typ (Fig. 174 a). Der Vorraum ist leider zerstört und damit der größte Teil der Türwand der Cella. Diese selbst bildet ein mäßig großes, fast quadratisches Gewölbe. Die Rückwand hat wieder die Buddhanische, daneben R. u. L. die Seitengänge mit besonders markierten Türen und dem verbindenden hinteren Gang. Ungewöhnlich ist diese Anlage dadurch, daß auf den Innenw. des Umgangs noch Nischen für Statuen vorhanden sind, welche weiter herabgehen (25 cm üb. d. Boden) als die Hauptnische auf der Vorderseite, deren Sockel pyramidenförmig ansteigt. Auch inmitten der Innenw. des hint. Ganges ist eine solche nur 25 cm über der Erde beginnende Nische. Die Ecken neben den Nischen steigen bis zur Höhe des Sockels der vord. Nische pyramidenförmig an. Die Höhle ist jetzt baufällig und gefährlich. Türwand. Die Türwand der Cella ist zerstört, nur auf dem L. Türflügel sind noch Reste der Aureole eines Buddha zu erkennen. Seitenw. der Cella. Die Seitenw. sind bis zum Übergang in das Gewölbe 2,05 m hoch. Den Übergang bildet ein stark vorspringendes Gesims mit schönen Ornamenten (Fig. 174 b). Die Seitenw. sind mit sechs Buddha- *) 1 Spindel, i Krüglein aus grünglas. Ton (Spielzeug), ähnl. Fragmente, i Kopf eines Behelmten, i breiter flacher Gorgokopf (Holz), 1 Perle, 1 Gußform (Affe), 2 kleine Tongefäße, Hirsesamen, Weinsamen (Safflor?), 1 kleiner Hase aus Alabaster, 1 Scherbe mit eingeritztem Narasimha, 1 Schnalle aus Knochen, 1 Näpfchen mit Perle, 1 stempelartige Tonscheibe mit Svastika, 1 tönern. Farbenreibe r, weiße und blaue Farbe, schöne graue Tonschale für Farben. 8o Ming-Öi bei Qyzyl. Käsyapa-Höhle. predigten I—6, I—VI in zwei Reihen bemalt, jedes Bild 1,15 m breit und 95 cm hoch. Ihre Komposition ist die gewöhnliche. Leider sind viele zerstört oder doch zerkratzt. Seitenw. L. Die Bilder I, 2, 4, 5 sind fast zerstört, 3 ist besser erhalten, von 6 ist auch die unt. Hälfte , ¦ zerstört. Auf 3 sieht man König Suddhodana vor Buddha ausgestrecktz), neben ihm ein Kind g — 2 ^ Rähula, vor Buddha drei brennende Lampen (Fig. 175). Vielleicht müssen wir uns die oft erwähn-^ I 5 I ten jn g0(jen eingelassenen quadratischen Holzrahmen, welche vor den Buddhanischen hier und da noch erhalten sind, ähnlich denken 2). Im Hintergrund des Bildes sieht man einen dunklen Diener (?), welcher eine Kerze hält und "daneben den Mond als weiße Scheibe mit dem Häschen bezeichnet (Fig. 176). , , j Seitenw. R. Sehr zerstört, nur Bild VI enthält wieder die Szene mit dem Bogen- vrfv-nv z schützen 3)- 1 1 Sonst sind interessante Vajrapäni- (Fig. 177) und Dämonenköpfe in den Pariväras Buddhas, z. B. in II, V, erwähnenswert. Es kommen auch viele niedrige Gottheiten vor mit straubigem Haar, Spitzohren, darunter einer mit einem antiken Schwert in der R., vielleicht Asuraräja Vemacitra, Fig. 178. Vgl. indes die zit. Wiederholungen. Rückwand der Cella. Die Nische des zerstörten Kultbildes zeichnet sich durch eine prachtvolle Aureole aus, merkwürdig sind die aus der Stelle, wo der Scheitel der Buddhafigur war, nach R. und L. aussprühenden Strahlen, welche das Leuchten der Gestalt Gautamas in der Höhle Indrasaila zum Ausdruck bringen sollen. Denn der Rest der Bemalung der Rückwand neben und über der Nische beweist, daß wieder Indras und Pan-casikhas Besuch das Sujet war. Oben über der Nische waren zweifellos viele Asketen dargestellt, ganz in der Ecke, R. v. Kultbild, ist der gemalte Torso eines Asketen von blauer Hautfarbe erhalten und in der Mitte sieht man noch die Beine eines Kankali in viel kleinerem Größenverhältnis. Weiter unten, unmittelbar über der Gangtür ist L. von der jetzt zerstörten Buddhafigur Pancasikha erhalten, neben ihm eine dunkelfarbige Göttin und ein kleiner Kankali; R. v. Buddha sieht man die Krone eines Gottes und einer Göttin, welche eine langstielige blaue Lilie hält. Gewölbe der Cella. Die Seiten des Gewölbes sind mit stilisierten Bergen bemalt gewesen, abwechselnd ein Buddha mit einem Verehrer auf einem Streifen (Fig. 181), Aufopferungen der Bodhisattvas auf den damit wechselnden. Der unterste Streifen enthielt solche Darstellungen. So ist in der unt. Reihe über den Buddhapredigten I—VI in der Ecke gegen die Seitenw. zu die in Kapotikäräma lokalisierte Geschichte vom hungernden Vogelsteller dargestellt gewesen. 4) Jetzt ist die Taube aus dem Feuer herausgeschnitten. Dann folgt vor der Ecke die Bändigung eines Näga 5), über der Buddhaszene darüber steht ein Mann in der diesem Stil eignen Landestracht (Klappenrock usw.) mit seltsamen Strümpfen vor einem Bodhisattva, der beide Hände hochhielt; die eine noch erhaltene brennt, also die öfter vorkommende Arbakeschszene 6), die andere ist zerstört. In der zweiten (Buddha-) Reihe sieht man noch als Mittelbild Buddha von einem Näga (Mucilinda) umwickelt. Auf d. gegenüberst. Seite ist über Predigtbild 3 die öfter vorkommende Szene des Mannes, welcher auf einem Baume sitzt, umfaßt von einem Tier, unten am Fuß des Baumes steht ein Raubtier, das wartend zusieht 7). In der Ecke — rein dekorativ zur Belebung der Berglandschaft — zwei prächtige, springende Böcke. Seitengänge und verbindender Quergang. Die Gänge treten außen in der Tiefe von 25 cm zurück von der Richtung der Wände der Cella, und im selben Verhältnis tritt auch die Hinterwand des hint. Querganges zurück. Hier steht ein 25 cm hoher, 25 cm tiefer Sockel, auf welchem im ganzen achtzehn halblebensgroße »Gay «-Figuren gestanden haben. Es waren je fünf auf den Sockeln der Seitengänge, acht vor der hint. W., aber mit Ausnahme eines kleinen Fußes war keine Spur mehr von Figurenresten. Es waren nach den Umrissen, welche auf dem allerdings nur teilweise erhaltenen Fond bemerkbar sind, Figuren von Stiftern und Mönchen. Im Gang R. v. d. Nische sieht man hint. d. erst. Fig. noch den Rest eines Cintämani auf den Fond gemalt. In der Höhe von etwTas mehr als 1 m kragte das Gewölbe der Gänge 25 cm über. Auf den schmalen Wändseiten der Seitengänge nach der Cellawand zu, zwischen Sockel und Auskragung waren kleine Buddhas gemalt, je zwei übereinander sitzend. *) Dies. Darstell. Gebetmühlenh. B III; Kamingruppe A2 (unt. R.), Fußwaschh. 2. Anl. A 3; Mäyäh. 2. Anl. /' 3; 3. Anl. d! I; Kiris, Tierfriesh. R. 5. A. Foucher, l'Art grecob. I, 460. • 2) Vgl. oben S. 79. 3) Vgl. dies. Darstell. Qumtura Nr. 19,6 S. 22 und die dort zit. Repliken. 4) Vgl. Benfey, Pantsehatantra II, 542 §152 (Nachtrag), Schwertträgerh. 1, 2, 3 f. Fußwaschh. (2. Anl.) ß' 10 usw. 5) Vgl. Gebetmühlenh. b 5; Fußwaschh. ß* 12. 6) Vgl. Musikh. R. 22 und die dort gegeb. Zitate. 7) Vgl. Musikh. R. 41. Ming-Öi bei Qyzyl. Kä§yapa-Höhle. 8l 2 Fond dunkelrot, blaue Blümchen mit weißen Punkten, hellgrüne Stiele; 3 erstesBlatt: schwarz: dunkelkastanienbraun, obere Seite: drei hellblaue Streifen, zweites Blatt: fünf rosenrote Rippen, obere Seite: hellgrün. Fig. 174 c. Gesims unter dem Tonnengewölbe. Fig. 174 a. Fig. 174 b. Fig 176. Fig- x77» Vajrapäni aus V, Gesicht weiß, Haare hellblau, Hut weiß mit braunen, weißbelichteten Kugeln. I Fig« i75« Lichter vor Buddha in 3. Fig. 181. Affe aus d. Gewölbe. Über einem Bilderrest (Buddha Fig. 178. Dolchhaltender Dämon Fig. 179. Hindügott aus 2. Orig. 30 cm. \ \\ und ein Gott mit Fahne), L. in der letzten Reihe des Parivära Körperfarbe: hellblau, Handfläche, Ge- —!-^--- hoch über der Szene des Bodhi- von II, vgl. unten Teufels- sieht weiß, mattgelb schattiert, in d. R. Fig. 180. Käsyapa auf der Leiter, sattva mit den brenn. Händen höhle Bla. mattbraune Scheibe (Sonne). Orig. 1,25 m hoch. wohl Affe mit Honig für Buddha. Grünwedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. 6 82 Ming-Öi bei Qyzyl. Käsyapahöhle. Rotkuppelhöhle. Innenseiten der Gänge. Rückwand. Die Buddhafigur in der hohen Nische hier stellte die Bekehrung des Uruvilvä-Käsyapa dar. Die R. Seite derVesica der völlig zerstörten Figur ist mit einem Flammenkranz umgeben, und auf der geborstenen Nischenmauer steigt ein alter Brähmana auf einer Leiter in die Höhe (Fig. 180). Sonst ist wenig mehr erhalten: in jedem Seitengang noch ein fliegender Mönch auf blauem Fond im Flickenkleid, Pätra und Kakkhara in den Händen und mit dem Gesicht gegen den Ausgang gekehrt. Im hint. G. sieht man zwei solche Figuren auf dem Gewölbe, welche mit den Füßen in der Mitte sich treffen, also in der Bewegung nach außen den fliegenden Figuren auf den Gewölben der Seitengänge folgen. Die Kultfiguren der Nischen der Schmalw. der Seitengänge sind vernichtet, ebenso leider auch ihr Parivära, nur im Gange R. v. d. Hauptnische ist R. von dem zerstörten Buddha der Umriß eines dunkelfarbigen Mannes in bewundernder Haltung zu erkennen. Der Stil der Höhle ist identisch mit der der Teufelshöhle, vgl. unten. Rotkuppelhöhle. Diese Anlage, welche aus einer fast quadratischen Höhle mit jetzt fast zerstörter Kuppel, deren leuchtende hochrote Bemalung weither sichtbar ist Fig. 182, A und einer noch erhaltenen Vorratszelle B besteht, ist der Rest eines Systems, welches Ähnlichkeit hat mit der Anlage »mit dem Kamin«, nur daß hier die eigentliche Wohnräumlichkeit mit Kang und Kamin fehlt. Da der Vorraum vor A mit einer Hälfte der Türwand zerstört ist, läßt sich auch nicht sagen, ob die sicher einmal vorhandene Vorhalle nicht nach irgend einer Seite, etwa L. von A eine Verbindung herstellte. L. von A ist ein Rest einer Höhle erhalten, aus dem sich nichts Sicheres mehr feststellen läßt, Fig. 183. A. Die Bemalung der eigentlichen I Iöhle war ungemein interessant, und es ist sehr zu bedauern, daß ihre eigenartigen Bilder so übel zugerichtet sind. Die Halle, wie erwähnt, fast quadratisch und 2,25 m hoch, hat eine gerade Decke, in deren Mitte sich eine fast ebenso hohe Kuppel erhebt. Die Ecken der Decke unter dem Kuppelrand sind mit fliegenden, die Kuppel haltenden Devaputras bemalt gewesen, von denen nicht mehr viel übrig ist. Unter diesen Devaputras schließen die geraden Wände mit einem schweren, 55 cm hohen Gesims ab. welches 48cm vor die Wand vortritt (d), es besteht von unten an gezählt aus dem Ornamentstreifen c, dem vortretenden Rundstab b, dem geraden Gesims a, zwischen welch letzteren noch die schmale Kehle e liegt, alle diese Teile sind mit geschmackvollen bunten (weiß, schwarz, hellgrün, braunrot, hellblau) Ornamenten bemalt gewesen (Fig. 184, 186). Über den Devaputras folgt als Rand der Kuppel ein nach unten abgeschrägter (z Fig. 187 a) Rund-streifen y, auf welchem die über y ebenfalls abgeschrägte Kuppel ruht. Dieser Rundstreifen y ist mit einem schildförmigen Zackenornament bemalt, welches offenbar den ausgezackten Rand des hohen Schirms, welchen die Kuppel darstellt, bildet (Fig. 187 b). Die Kuppel ist innen in zwölf gleiche Teile von oben nach unten geteilt, jeder dieser Teile schließt an den Seiten und unten mit einem Perlstabstreifen ab, und ist mit stilisierten Blattornamenten bemalt, je ein Feld hellgrau, je eines hochrot (Fig. 187c). Den Scheitel der Kuppel, welche nicht mehr ganz erhalten ist, bildet eine Lotusblume 183. Plan der Höhle. (Auch von Herrn (Fig. i87d). v. LeCoq gemessen.) Gruppe der Höhlen: Rotkuppelhöhle bis Höllentopfhöhle. Ming-Öi bei Qyzyl. Rotkuppelhöhle. 83 Fig. 188 a. Ornamentborte (unt. Ecke) des Bildes auf der Rückwand. Unnumeriertes Mittelfeld 33 cm breit. 6* 84 Ming-Öi bei Qyzyl. Rotkuppelhöhle. Bemalung der Wände der Halle. Einigermaßen erhalten ist nur die Rückwand und die Seitenwand R. Auf dem allein erhaltenen R. stehenden Rest der Türwand ist in dem obersten weißen Streifen (die Bemalung der Türw. scheint angeordnet gewesen zu sein, wie die der Seitenw.) noch der unlesbare Rest einer Brähmi-inschrift erhalten. Rest des Gemäldes auf der Rückwand. Das Rückwandbild ist von einer prachtvollen bunten Ornamentborte (Fig. 188 a, b) umgeben und füllte die ganze Wand aus. Erkennbar und mehr oder weniger gut erhalten sind die folgenden Figuren: 2 ^ I ein Gott, König oder Bodhisattva in einem Palast thronend, umgeben von vier Frauen, vor ihm sitzt i eine Dame mit Mandoline und eine zweite mit Pansflöte x, z, auf d. and. Seite der Hauptfig. sieht man y x z bei y zwei kniende Fürsten, von denen der vordere eine Schale hält, etwa wie in Cella I Mäyäh., 2. Anl. 4 5 In den Ecken des Bildes bei 2, 3, 4, 5 sitzt je ein spitzöhriger Dämonenfürst, der Mitte des Bildes zu- gewendet. Einzelne Figuren aus den Pariväras dieser Dämonenfürsten sind gut erhalten, so ein betender spitzöhriger Dämon bei 4 hinter y (Fig. 189) und ein gepanzerter spitzöhriger Keulenträger, welcher zwischen z und 5 hockt. Er hat schwarzblaue Hautfarbe, hellblaues Gewand,, grauen Panzer und einen weißen Hut, Fig. 190. Reste der Gemälde au! der Seitenw. R. Die Wand ist in folgender Weise eingeteilt: Geränderter weißer Streifen, in welchen z. T. das unten folgende Bild hineinragt, auf der Türw. noch Inschriftreste b Hauptbild oberer Streifen Fig. 191 ab. c Muster 1 2 3 4 ' des Rückw.-Rahmens Fig. 188 a. d Hauptbild unterer Streifen. Vgl. S. 86. weißer Strich Die Hauptbilder: ob. und unt. Streifen b\ d sind beide etwa 60 cm hoch und füllten einst die ganze Wandlänge aus. Jetzt ist b in den Ecken ziemlich stark zerstört, aber auch sonst sehr abgerieben; der unt. Streifen d hat noch mehr gelitten, ganze Stücke sind herausgeschnitten oder heruntergeschlagen. Fig. 192. Hauptbild b. Es besteht aus zwei Hauptteilen, was die Darstellungen betrifft. Die vordere Hälfte, deren Darstellungen sich anscheinend an die der Türwand anschlössen, stellt drei nebeneinandergereihte Predigt-szenen dar. Von der vordersten ist nur noch ein unter Muster 1. als Sockel. einem Baum sitzender, predigender Mönch erhalten; dann folgt eine zweite Gruppe, welche einen Mönch darstellt, welcher mit erhobenem R. Arm vor einer unter einem Baum thronenden indischen Königsfamilie ein Wunder ausführt, während zwei Mönche vor ihm knien und ein betender Laie hinter ihnen die RückwT. füllt. Hinter dem Prediger erscheinen fünf Elefanten, drei Köpfe dem Parivära zugewendet, zwei nach der andern Seite. Vielleicht ist ein mehrköpfiger Elefant gemeint, da nur ein Elefantenkörper sichtbar ist. Wer der Mönch ist, weiß ich nicht. Die dritte, am besten erhaltene Predigt-gruppe, stellt wieder einen Mönch unter einem Baum vor, vor ihm vier Jünglinge (offenbar Inder) und hinter ihnen, wie als personifizierten Inhalt der Predigt, ein kokettes Weib mit entblößten Oberkörper und ein Skelett im Hintergrunde. Auffallend ist die Frauenfigur durch ihre Haltung, welche in der indischen Kunst beliebt ist. In den Gewandstücken sieht man eingeschriebene Brähmilettern; Fig. 191 ab, vgl. ob. S. 27. Die hintere, kleinere Hälfte des Bildes ist noch interessanter, da sie Stifterbilder enthält. Eine Gruppe von Mönchen (zwei davon sind leidlich erhalten) führen eine Fürstenfamilie in der Richtung nach der Rückw. Alle vier erwachsenen Personen (ein Knabe schreitet voran) sind mit Aureolen versehen, in derselben Weise wie die Stifterbilder Figg. 12, 13 aus H. 15, I. Schi, in Ming-Öi b. Qumtura, welchen Figuren unsere Stifter auch hinsichtlich ihres Kostüms ähnlich sind. Der nach rückw. blickende Knabe ist wie die folgenden Männer mit einem aus Ringen gebildeten Gurt und einem mächtigen Zweihänder ausgerüstet, es folgen zwei Männer mit Zwei-händern und Akinakes, der vordere eine Lampe tragend von ähnlicher Form, wie wir schon in der ob. zit. Höhle sahen, der zweite leider etwas zerstört. Dahinter folgen zwei Damen, jede mit Lampe und »Khatak« in derselben, an mittelalterliche Frauenbilder erinnernden Haltung, wie in d. ob. zit. Höhle. Noch merkwürdiger ist, daß ihre Ärmeljacken ausgeschnittene spitze Schöße haben, an denen unten eine Schelle angenäht ist. Eigenartig ist ihr Kopfputz. Er besteht bei der vorausgehenden Dame aus einem Hut von ganz ähnlicher Form, wie ihn die Gattin Ajätasatrus in der Höhle »m. d. Kamin« trägt, obgleich das übrige Kostüm nicht übereinstimmt. Die Kopfbedeckung der zweiten Figur besteht aus einer Kopftuchunterlage mit Ohrstreifen, während auf der Stirn ein gesticktes rundes Kissen (im Charakter der süddeutschen Riegelhaube) aufsitzt. Leider ist dieser Aufputz hier sehr zerstört (Fig. 191 a). 86 Ming-Öi bei Qyzyl. Rotkuppelhöhle. Bibliothek. Hauptbild d. (unt. Bild). Erkennbar sind noch die folgenden Figuren 876 5 Lücke 32 10 12 Ecke Fig. 192. Seitenw. L. sind eine ganze Anzahl 10 Brettern gesessen haben. Die oberste Reihe beginnt in 15 cm Abstand von der Decke und die übrigen folgen in 12 cm Abstand von einander. Dort fanden sich zerstörte Manuskripte, durch Nässe zusammengebacken, sie sind indischen Ursprungs. Es ist also wahrscheinlich, daß der Raum eine Bibliothek gewesen ist, welche auf den Brettern v. d. L. Seitenw. gelegen hatte. Eine früher sicher vorhandene Vorhalle der Höhle ist völlig zerstört. Am Fuße des Berges vor dieser »Bibliothek« deckten die Ausgrabungen drei ziemlich große, unregelmäßig liegende Vorratsräume auf, in denen sich allerlei Kleinigkeiten fanden. -12 cm 13 / 14 I Liegender Dämon, tot, in seinem Nimbus die Bräh-misilbe tya, hinter ihm steht ein kegelförmiger Berg; 2 ein v. ob. herabstürzender Dämon, 3 ein v. ob. nach unt. liegender (mit dem Gesicht nach unten) oder fliegender Dämon, 4 Dämon mit Hammer, in seinem Nimbus die Brähmisilbe tya; 5 Dämon in der Stellung eines Sprechenden, sein Nimbus wie bei 4; 6 klagende Dämonenfrau mit ausgestreckten Händen, dahinter bis hinter 8 dreizehn kegelförmige Berge; 7 eine Art Spielbrett?; 8 ein fliegender Dämon, Vor ihm fünf große, dunkelfarbige Kugeln, Rest zerstört, 9 ein Dämon auf einem kegelförmigen Berg, der Berg ist blau bemalt und mit fünf bunzenartigen Gegenständen bedeckt, 10 vier Schlangen mit langen Zungen nach der Ecke gewendet, 11 fliegender Dämon; 12 Füße eines fliegenden Dämons, daneben ist ein spitzöhriger Teufel; 13 Kopf eines Bodhisattva^) mit Nimbus nach der Ecke gewendet; 14 Türw.: Brustpartie eines stehenden Mannes; er ist, abgesehen von einem Lendentuch, nackt, er trägt große Ohrpflöcke. Vielleicht stellten die Bilder den Besuch eines Bodhisattva in der Hölle vor. Die nun folgende Gruppe z.T. sehr zerstörter Höhlen enthält zunächst hoch in der Bergwand eine kleine fast quadratische Höhle (2,47 m tief, 2,96 m breit) Fig. 193 mit flacher Decke, deren 1,10 m breite Tür in der Fortsetzung der vom Eing. an L. lieg. Seitenw. jetzt ohne Flügel und Rahmen ist. Die vom Eing. R. lieg., noch 1,86 m messende Vorderw. der Höhle ist 1 m dick. Vor der Seitenw. R. und zusammenhängend damit vor der Rückw. ist eine aus Lehm geformte Sitzbank erhalten. Auf der tiefe Löcher in der Wand, in welchen Bolzen zum Tragen von Fig. 193. Ming-Öi bei Qyzyl. 87 Pfauenhöhle. Diese prachtvolle Höhle war vollständig verschüttet, ihre Ausgrabung war ungemein interessant. Sie besteht nur aus einer quadratischen Vorhalle, welche mehr breit als tief ist, vor deren Eingangstür wir uns noch ein Vordach denken müssen. Das Dach dieses Vorraums ist eingestürzt, wahrscheinlich war es ein querliegendes Tonnengewölbe. Von dieser Vorhalle gelangte man durch eine ziemlich tiefe Tür, deren Türrahmen zum Teil noch erhalten waren, auf drei ungleich hohen (17 cm, 7 cm, 33 cm) Stufen in die Cella. Diese war quadratisch, ihr Dach bestand aus einem flachen Plafond, in dessen Mitte sich eine Kuppel erhob. In einem Abstand von 65—70 cm von den Seitenw. und der Rückw. 1,25 m von der Türw. ist ein reich gegliederter Sockel, auf welchem früher die Kultfigur saß (Fig. 195). Merkwürdig ist, daß die Seitenw. L. (3) eine 65 cm tiefe, 2,10 m breite Nische hatte, welche wohl später noch nach vorne durchgebrochen wurde. Sie war vermauert, übertüncht und auf die neue Tünche war. eine Brähmiinschrift gekritzelt und darunter ein Fi&- J94a. Mönchkopf skizziert. Wand 3 gegenüber wurden auf dem Schutt, welcher etwa über der hinteren Ecke des Sockels lag, ein Schädel und Schlüsselbeine gefunden (Fig. 194 a, b). Ausstattung und Bemalung der Höhle. Vorhalle. R. und L. neb. d. Tür, welche in die Cella führt, fanden sich merkwürdige Altertümer. In der Ecke von W. 4 und der Türwandhälfte ein etwa 68 cm hohes Tischchen auf vier Füßen mit zierlicher Ornamentik, daran anschließend vor W. 4 ein schmales langes Bänkchen Fig. 196. Hier wurden eine Anzahl hölzerner Kultfiguren gefunden1). Auf der anderen Seite der Tür fand sich ein stufenförmiger Rest eines Schau- oder Opfertisches, dessen Zwischenräume mit Schutt ausgefüllt waren, so daß dieser den Körper bildete, während die alten Holzteile, besonders größere und kleine gedrehte Holzfüße (Khatvanga) meist abgelöst davon im Schutt lagen, andere Holzteile waren durch Feuchtigkeit zerstört Fig. 197. Auch hier fanden sich schöne kleine hölzerne Buddhafiguren, ein kleiner stark vermoderter Stüpa aus Holz usw. Daneben vor W. 3 lehnte ein langer Holzbeschlag, dicke Ansen, welche einen viermal mehr langen als hohen Rahmen bildeten, der mit dicken Brettern belegt war. Vielleicht handelt es sich hier um einen Flügel der alten Tür. Türwand der Vorhalle. Auf Wandfläche 1 war die riesige Figur eines keulentragenden Gottes gemalt; erhalten waren nur die Füße und ein Pferd hinter ihm; die Figur auf 2 ist zerstört. Auf Seitenw. 3 war ein großes Bild mit großen, mehr als lebensgroßen Figuren, welches Märas Ansturm auf Buddha darstellte. Die Buddhafigur ist noch leidlich erhalten. Im Vordergr. sieht man drei Dämonen, einen mit Elefanten-, einen mit Tiger- und einen mit einem Hundekopf. Der letztere hat ein großes Horn. Die Figuren R. v. Buddha scheinen im Angriff begriffen, die L. auf der Flucht oder zu Boden geworfen zu sein. Unter Buddha sieht man Vasundharä in viel kleinerer Figur aus einer Lotusblume hervorkommen. Fig. 195. Sockel in d. Cella, vgl. Fig. 194 a. Fig. 198. x) In der Höhle fand Herr von LeCoq die folgenden Altertümer während der Räumung: Vorhalle am Tisch R. und in der Tür: hölzerner Buddha mit Sockel, Bodhisattva aus Holz (am Tisch gef.), Buddha aus Holz (Tür), Vorhalle L.: Buddha aus Holz, Sockel aus Holz, Brett mit Verzierungen, bemaltes Brett, bemaltes Brett mit Bergen, vergoldeter Heiligenschein; Vorhalle R.: Buddhakopf aus Stuck, zwei Köpfe aus Stuck, sitzende Holzfigur, Sockelchen von Holz, Buddhafiguren, Tischplatte, Beinhöhe 27% cm, an der Tür der Cella: fünf hölzerne Figürchen, hölzerne Stüpaspitze. Ming-Öi bei Qyzyl. Pfauen-Höhle. 89 Auf d. gegenüberst. Seitenw. ist in ähnlich großen Verhältnissen die Predigt von Benares (im Gazellen-park) dargestellt gewesen. Erhalten ist das Rad vor Buddha und eine Gazelle daneben. Fig. 201. Rest d. Wandbildes 2, 10. Parinirväna des Gautamä Buddha. Im Hintergr. eine Baumgottheit. Beachtenswert ist die deutl. ausgeprägte Schwimmhaut zw. Daumen und Zeigefinger der R. Hand. Gemälde der Cella. Der Plafond hat, wie erwähnt, in der Mitte eine Kuppel von 1,58 m Höhe. Die innere Kuppel ist als Schirm oder Zeltkuppel aus Pfauenfedern gedacht, sie ist in sechzehn Teile geteilt auf jedem ist ein nach unten fliegendes Kind (Fig. 198) mit Aureole und einer in der »Malerh.«, 2. Anl., wieder - Fig. 202. Rest d. Wandbildes bei 2, n. Klagende Männer und Frauen bei der Aufbahrung des Sarges des Gautama Buddha. kehrenden Haarschur dargestellt. Die Ornamente des unteren Randes (17 cm hoch) stellen Zipfel eines »Canopy « vor, die Kuppel selbst hatte eine nach unten hängende Mittelrosette, welche mit drei Bolzen befestigt war und die herabgestürzt ist. Unmittelbar der Tür und den entsprechenden Stellen den Seiten- und der Rückw. gegenüber war auf dem flachen Teil der Decke je ein Devaputra mit erhobenen Armen, welcher die Kuppel 90 Ming-Öi bei Qyzyl- Pfauen-Höhle. Fig. 203. Rest d. Wandbildes 2, 12. Der Sarg Buddhas wird geschlossen. hochhielt, auf 194b bei *. In den Ecken a, b, c, d war je ein Bodhisattva mit zahlreichem Parivära. Alle diese Teile sind mit einem der sechzehn ansteigenden Felder im Museum. Fig. 194 b. Soweit auf den Wänden der Cella (1, 2, 3, 4) die Bemalung erhalten ist, stellte überall der obere Streifen eine bedeckte Bailustrade vor, mit je einem stehenden Buddha in der Mitte und einem Parivära ungemein reizvoller Figuren: Devatäs mit Musikinstrumenten, Blumen usw., und Devaputras Fig. 199, 200, 204, 205. Auch hier muß ich auf spätere Publikationen verweisen, da z. Z. nur ungenügende Photographien vorliegen. Alle Originale sind im Museum. Unter diesen Ballustraden liefen drei Streifen hin, welche in abgeteilten, etwas breiteren wie hohen Bildern eine ganze Buddhalegende enthalten. Am besten erhalten ist die Seitenw. 2 (L.), hier sind zwei Reihen erhalten. Oben vier Bilder (1, 2, 3, 4), unten fünf, d. h. in der Mitte drei, auf d. W. selbst (6, 7, 8) und zwei halbe (5, 9), deren andere Hälften auf den nebenstehenden Wänden (1 bzw. 4!) weiterliefen, so daß also die Mittelfigur (Buddha) um die Ecke gemalt war. 2, 1 Geburt Buddhas, Mäyä im Lumbinipark, daneben »die drei Schritte«; das nackte Bodhisattva -kind ist fast so groß wie Mäyä. Fig. 199. 2, 2 Die Ausfahrt des Bodhisattva und die vier Wunder-zeichen. Fig. 199, 200. 2, 3 Die Töchter Märas werden in alte Weiber verwandelt: Gautama selbst erscheint in sehr abgemagertem Zustand. 2, 4 Märas Angriff auf Gautama Buddha. Fig. 200 (halb). 2, 5 Eine Predigt, nur halb erhalten. 2, 6 Eine Predigt, R. von Gautama drei Panzerreiter. 2, 7 Predigt vor sechs Mönchen. 2, 8 Buddha in Indrasaila guhä. Den Hintergrund (Berglandschaft) beleben Götter, Asketen und Tierfiguren. R. von Buddha sitzt Pancasikha, L. Indra und die sehr graziöse Paulomi. 2, 9 Das Wasserwunder von Uruvilvä: Wasser quillt vor Buddha auf, auf der anstoßenden Hälften (W. 4) ein Brähmana: Käsyapa. Als der Schutt weggeschafft war, ergab noch eine dritte Bilderreihe, v. d. Tür an gezählt, die folgenden Bilder: 2, 10 Parinirväna Gautama Buddhas in sehr abgekürzter Darstellung, im Baum sitzt eine Baumgottheit. Vor Buddha eine klagende Götterfigur, zu den Füßen des Buddha ein Mönch (Fig. 201). Fig. 204. Ming-Öi bei Qyzyl. Pfauen-Höhle, Höhle der Statuen. 9' 2, I—2, 10 sind jetzt im Museum, die folgenden 2, II, 12 waren zu beschädigt, darum wurden nur Zeichnungen davon gemacht. 2, 11 Klagende Männer und Frauen beim 11 erbeibringen von Gautamas Sarg, Fig. 202. 2, 12 Der Sarg wird geschlossen (Fig. 203). Der Rest der Bilder auf dieser Wand ist zerstört. Rückw. (Wand 1). Hier ist noch ein Rest eines Bildes in der unt. Reihe: eine Predigt Gautama Buddhas und noch ein solches Bild nach der Ecke zu (von 2) Fig. 204. In der Ecke von 1 und 3 ist der Rest einer Predigt erhalten, L. von Buddha steht eine Reihe von Männern mit fast antiken Schwertern mit breiten Klingen (die Mallas?). Türwand. Unten auf der W. 4 (R.) sieht man drei betende Mönche, welche mit Brähmiinschriften bezeichnet waren, auf der entsprechenden Stelle des Wand-stückes L. ebenfalls drei Mönche und vor ihnen ein kniender Stifter, welcher einen Korb Blumen hinhält, auch hier waren kleine Schildchen dabei, welche Brähmiinschriften trugen. Türlaibung. Bei a, a ist je eine große Schutzgottheit (gepanzerte Götter) gewesen" bei a! sieht man unten noch einen Dämon mit straubigem Haar und breitem, römischem Schwert. Kg. 205. Buddhagruppe von W. 3. Höhle »der Statuen«. Diese ursprünglich prachtvolle Anlage gehört auch zu den ältesten des ganzen Tales. Sie ist nur für ihre hintere Hälfte — Rückwand mit Seitengängen und dem breiten verbindenden Gang hinter der Nische als Höhle in den Berg gelegt, die Cella, welche wohl auch einen Eingangsraum oder doch mindestens ein Vordach gehabt hat, ist vorgebaut gewesen. Dieser Umstand hat reichlich zur Zerstörung beigetragen, da die Anlage wie die meisten alten Höhlen des Haupttales ganz unten am Berge liegt. Die einst sehr große Cella, vgl. Plan Fig. 207 a '), ist jetzt zerstört, die Wand R. (I) ist nur zur Hälfte noch erhalten, die L. mag noch den alten Dimensionen (6 m Tiefe) einigermaßen entsprechen. Man sieht in dem hohen Raum über den Gemälderesten der Wände (1 I) noch drei Reihen Balkenlöcher in Abständen von 1,50 m übereinander. Hier sind also künstliche Balkone gewesen. Vor d. Rückw. war auf einem Sockel ein Dübelloch # \ jm Bocjen für ejne mächtige stehende Buddhafigur, welche mit Dübeln an der Rückw. befestigt war. R. und L. von dieser Figur standen Figuren, welche umgestürzt und zerschlagen sind. Die R. vom Buddha war ein riesiger gepanzerter Mann, dessen Arme und Beine sowie der Kopf abgeschlagen sind: wahrscheinlich ein Fig> 207a_ Vajrapäni. Alles, was von dieser Fig. 207b. Türe d. Seitenlanges 2 von inn. gesehen, der nicht ganz an die Türw. reichende Sockel der langen Außenw. von 2 ist ausgelassen. Fig. 207 c. Querschnitt des hint. Quergangs, der eine große Halle bildet. ¦) Von Herrn von LeCoq gemessen. 92 Ming-Öi bei Qyzyl. Statuen-Höhle. Figur gerettet werden konnte, ist nach Berlin gekommen. Wen die Figur L. vom Buddha dargestellt hat, ist unsicher. Außerdem wurden im Schutt zahlreiche Arme, Köpfe und andere Körperteile gefunden, welche Fig. 208. Mittelszene d. Bildes der Kappenfläche d. Ganges II gegenüber d. ähnlich kompo- sprechenden Mittelszene auf Kappen- nierten Gruppe, aus der Fig. 209 genommen ist. Höhe des Orig. 52 cm. fläche d. Ganges II. Orig. 30 cm hoch. z.T. den unten zu erwähnenden Figuren in den Seitengängen, z.T. auch den Figuren auf den Baikonen angehört haben müssen. Fig. 210. Tänzer, der einen Asketen zu stören sucht, von ders. Kappen- Kniefigur vom gemalten Balkon, Gang II, Außenw. fläche d. Gewölbes von II, aus dem B'ig. 208 entnommen ist. Höhe des Orig. 48 cm. Gemäldereste der Cella* Es ist aus den erhaltenen dürftigen Resten zweifellos, daß die Cella, deren Dach völlig vernichtet ist, auf d. Seitenw. mit Buddhapredigten in (wieviel)?) Streifen bemalt gewesen ist. Jedes dieser Bilder war 1,34 m breit, 96 cm hoch. Über diesen Bildern waren die erwähnten drei Reihen Balken-löcher in Abständen von 1,50m voneinander. Diese Predigtbilder haben reinen Gandhärastil. Sie sind in Ming-Öi bei Qyzyl. Statuen-Höhle. 93 Anlage und in Einzelnheiten auf das innigste verwandt mit den unten zu behandelnden Bildern inH. »der Maler« (2. Anl), ja sie scheinen geradezu von derselben Hand ausgeführt zu sein. Um so mehr ist ihre Zerstörung zu bedauern. Nur folgendes ist erhalten: auf Seitenw. I (L.) der Rest eines Bildes: der Jüngling mit dem durchsichtigen Untergewand vor Buddha betend, vgl. H. d.» Maler«, Seitenw. L. I; auf d. gegenüberst. W. I sind Reste zweier ähnlicher Predigtszenen erhalten: einmal nur die Füße des Buddha, einmal ein kniender Adorant. Diese Predigtbilder setzten sich in zwei Streifen an der Innenseite der Seitengänge (dem dort erhaltenen Statuensockel gegenüber) fort, ein Rest war bei 2 gleich hinter der Tür erhalten. Man sah noch den thronenden Buddha, umgeben von Mönchen. Seitengänge 2, II. Die Seitengänge und der hint. Quergangsind ziemlich unregelmäßig (Fig. 207 a). Auf der Außenseite der Seitengänge sind niedrige Sockel (Bänke 32 cm hoch), auf welchen Statuen standen. Infolgedessen tritt hinter der Tür die Außenw. der Gänge in Sockelbreite von der Türw. zurück und ebenso erhebt sich das Tonnengewölbe der Seitengänge entsprechend über der Türwölbung (Fig. 207 b). Auf der Türw. des Ganges 2 sieht man an der Außenseite noch den bunten Rock einer fast lebensgroßen Frau (Stifterbild, Fig. 212). Was in der Lünette über der Tür dargestellt war, ist nicht mehr erkennbar. Auf Türw. II ist nichts mehr erhalten. . Hint« d. Türw. des Ganges 2 sieht man noch den Rest einer betenden Göttin vor (d. h. unter) einem meditierenden Buddha bei x (im Zwischenraum zwischen dem Türbogen und dem Ganggewölbe), eine stehende Gottheit bei y (in dem Zwischenraum zw. Türw. und äuß. Gangw., Fig. 207 b). Was auf den entsprechenden Stellen im Gang II gemalt war, ist vernichtet. In der Ecke der Außenseite zwischen der ersten Statue und Türw. 2 sieht man die Abbildung eines Malers ohne Kopf, (etw. 1 m), der ein Farbennäpfchen hält. Er trägt ein Kostüm, welches genau übereinstimmt mit dem der Malerbilder in d. H. d. »Maler« (Anl. 2). Auf dem Streifen hinter dem Maler ist ein Vajrapäni in kleiner Figur abgebildet, welcher den Vajra drohend in der R. hält. Soll er den eventuellen Zerstörer der Bilder bedrohen? Bemalung der Gewölbe der Gänge. 2, II. In den Gewölben der Seitengänge sind Berglandschaften dargestellt, welcher an die Dekoration der »Hippokampen «höhle (vgl. unten) erinnern. In den aufsteigenden Berglandschaften mit ihren stilisierten Kuppen, Bäumen und Seen sitzen meditierende Mönche. Jedem naht sich irgend eine Störung: ein höhnischer Äff e (Fig. 208), ein Tänzer (Fig. 210), Jäger, welche Tiere verfolgen, tanzende Kinder u. dgl. (Fig. 209). In der Luft und vor den Bergen sieht man viele Figuren, welche gleichsam aus einem Sack schlüpfen (Lokalgötter: Windgötter) und viele Tiere: Vögel (Kägliks, Fasanen, Enten und Eisvögel), Schlangen beleben den Hintergrund. Unter dem Gewölbe folgt da, wo die gerade Wand beginnt, ein etwa 50 cm hoher Streifen, unten durch einen Ornamentstreifen abgeschlossen. Dieser Streifen stellt einen überdachten Balkon dar. Die Balken des Daches, nach vorn stehend gemalt, sind an den Enden mit Rosetten und Hängern verziert. Das Geländer des Balkons bildet ein »Railing « auf vorspringenden Pfosten. Säulen bilden den Abschluß des »Railings «, sie tragen den Balkon. Auf den Baikonen stehen hinter dem »Railing«, also nur bis zum Knie sichtbar, die folgenden Gruppen. Gang 2, auß.: In der Mitte ein sitzender, dunkelfarbiger Bodhisattva, umgeben von acht graziösen, über das »Railing« herabblickenden Figuren von jugendlichen Gottheiten, die vierte Figur L. v. d. Bodhisattva ist eine Göttin. Gang 2, inn. Hier sind leider nur drei Nebenfiguren zu sehen, welche eine Girlande halten; die Gruppe ist unmittelbar hinter der Tür. Gang II, auß.: In der Mitte ein weißer, sitzender Bodhisattva, umgeben von acht ugendlichen Göttern, zu s. L. ist der erste derselbe Typus, welcher »Höhle m. d. Mäyä«, 2. Anl., (auf dem Bilde des Seiteng. L. Darstellung der Ajätasatrulegende auf dem Tuche vorkommt: stehende Fig. hinter dem das Buddhakind bei der Geburt empfangenden Gott) vorkommt, fast nackt mit Asketenlocke in weißem lockeren Gewand *), erregt betend, die vierte Figur zu seiner R. ist eine graziöse Dame mit einem langschwänzigen Vogel auf der R., Fig. 211. Der Bodhisattva in der Mitte macht die Dharmacakramudrä. Gang II, inn.: Hier ist nur die Mittelfigur: der Bodhisattva erhalten, er sitzt predigend und hält ein Fläschchen in der L., er hat weiße Hautfarbe. Neben ihm zu seiner R. sind vier Figuren erhalten: der auf II außen vorkommende, locker bekleidete Jüngling vgl. Fig. 205, hier aber mit einer langgestielten Lilie in d. R., die vierte Figur in der Ecke schlägt eine Trommel. Ich denke, daß diese Bilder mit den Berglandschaften zusammengehören und daß das Ganze aufzufassen ist als die Himmelsterrasse Tusita, in welcher die Bodhi- *) Vgl. ob. »Pfauenhöhle« S. 91, Fig. 205. 94 Ming-Öi bei Qyzyl. Statuen-Höhle. sattvas der künftigen Weltperioden ihre Wiedergeburt auf Erden erwarten, welche die Pratyekabuddhas auf Erden herbeisehnen, so daß das Ganze als malerische Ausführung der Phrase: die »Bodhisattvas und die Pratyekabuddhas« als Parivära aufzufassen ist. Bänke auf den Außenseiten der Gänge 2, IL Wie erwähnt, sind von den Außenseiten der Gänge noch niedrige Bänke, auf denen Figuren gestanden haben. Im Gang 2 waren, als die Höhle geräumt wurde, sehr schöne Füße von sechs fast griechischen »Clay «-Statuen erhalten (Fig. 212). Von der Tür an die folgenden: drei Paar Füße von jugendlichen Göttern, dann das Mu1lgewand einer Göttin (jetzt im Museum), dann zwei breite Schuhe und noch ein nackter R. Fuß. Auf d. Bank im Gang II sind nur noch zwei sehr schöne nackte R Füße erhalten, und zwar nur auf dem Teil der Bank, welcher bis in das Quergewölbe hinter der Buddhafigur reicht. Es ist kein Zweifel, daß diese Figuren zur Dekoration dieses hinteren Ganges gehören, also das Parivära des dort dargestellten Parinirväna bilden. Eine ganze Anzahl von hatten, wurden im Schutt gefunden. Fig. 212. Statuenreste auf d. Sockel vor d. Außenw. d. Seitenganges 2 : die ersten drei paar Füße v. d. Türe an gerechnet, vgl. Fig. 207 a und ganz in d. Ecke des Vordergrundes noch ein Teilchen des Mullgewandes der Göttin, deren Rest jetzt im Museum ist. Köpfen bezw. abgelösten Gesichtern, welche diesen Statuen gehört Sie sind alle photographirt worden. Hint. Quergang, vgl. Fig. 207 c. Vor der Rückw. des hint. Ganges steht ein 97 cm hoher, 2,30 m tiefer Sockel für einen ins Parinirväna eingehenden Buddha, von dessen kolossaler Figur nichts erhalten ist. Die Dekoration der Vorderseite des Sockels ist ebenfalls verloren, nur ist R. und L. gerade da, wo die niedrigen Bänke der Parivärafiguren anstoßen, noch ein kleiner, kniender Adorant leidlich erhalten. Beide Figuren tragen Kostüm und Ausrüstung der Maler in d. H. »der Maler« (2. Anl.). Leider sind hier überall die Köpfe zerstört. Die Rückw. hinter dem Parinirväna ist sehr zerstört, viel von der Bemalung abgerissen und viel völlig verräuchert. Es ist aber sicher, daß die Rückw., wie die Seitenw. über dem Kopf- wie dem Fußteil des Sockels des Parinirväna mit sehr schönen, lebensgroßen, fliegenden Gottheiten bemalt waren, welche Blumen warfen, Girlanden, Schirme brachten und musizierten. Als die (hint. II) äußerste Figur ist ein kniender Mönch mit beilförmigem Fächer abgebildet. Eine leidlich erhaltene Gruppe aus diesem Götterparivära ist im Museum. Über den Göttern sieht man unter dem Plafond die Reste der Sälabäume. Der Rückwand gegenüber steht dem Parinirvänasockel parallel noch eine niedrige (ungleich hohe) Bank, auf welcher hinter der Ecke des Ganges 2 die Beine einer sitzenden Figur von übermenschlicher Größe erhalten sind. Vermutlich gehörte auch diese Figur zum Parivära des Parinirväna. Plafond des hinteren Querganges« Die dachartig ansteigende Decke des hint. Querganges stellt eine gemalte Plakettendecke dar. Da, wo der nach innen zu ansteigende Teil beginnt, sind auf den Seitenw. je sechs über der Rückw. und der gegenüberst. Schmalw. (dort jetzt fast zerstört), zwölf Balkenlöcher, welche zur Befestigung irgendwelcher Dekoration, vielleicht eines »Railing « mit klagenden Göttern gedient haben (Fig. 207 c). Die Schrägw. der Decke über dem Parinirväna ist in zehn stehende, durch ornamentierte, gemalte Balken getrennte Felder gegliedert. In jedem derselben steht ein Baum. Ebenso eingeteilt ist die gegenüberstehende Seite über der Schmalw. des hint. Ganges. Nur st hier in jedem Fig. 213. Flötenspielender Gott aus d. Decke d. Querganges (Fig. 207 c), der dritte d. unt. Reihe vom Ausg. v. Gang II gerechnet. Ming-Öi bei Qyzyl. Statuen-Höhle. Höllentopf-Höhle. 95 Felde eine musizierende oder tanzende Gottheit dargestellt (Fig. 213). Die Decke selbst ist in der Mitte halbiert und in zwei Reihen ganz gleicher zehn Felder geteilt. In jedem dieser Felder ist mit den Füßen gegen außen mit dem Scheitel in der Mitte sich treffend eine tanzende oder musizierende Gottheit abgebildet. Sie enthalten antike Reminiszenzen. Die letzte in jeder Reihe ist kniend dargestellt. Höllentopthöhle. Diese schöne Höhle bildet den Überrest eines ganzen Systems, welches Herr von LeCoq gemessen hat. Sie ist sehr baufällig, denn ihr Gewölbe ist durch Erdbeben gespalten und es ist gefährlich, sich in ihr aufzuhalten (Fig. 214). Der Stil ihrer Gemälde ist identisch mit denen d. H. d. »Schwertträgerh.« (S.«50ff.), und dieErhaltung der Bilder war, wo nicht elementare Kräfte zerstört hatten, eine gute, d.h. es war nichts zerkratzt und absichtlich zerschlagen. Nur die reiche Goldbemalung der Gewänder der Buddhafiguren, der Schmucksachen usw. war hier wie überall abgekratzt worden. Verteilung der Gemälde. Türwand. In der Lünette üb. d. sehr zerstörten Tür war, wie ein erhaltenes Fragment über W. a beweist, wiederum die Bodhisattvagruppe: Maitreya, umgeben von anderen Bodhisattvas abgebildet. Auf den Türw. A und a ist nichts erhalten, als als oberer Teil der unteren Hälfte der Wandbemalung bei A und a je ein stehender, der Tür zugewandter Buddha, auf a sind die Adoranten oder sonstigen Begleiter der Buddhafigur nicht mehr erkennbar. Auf A liegt ein Mann rücklings vor Buddha auf dem Boden, von einem zweiten Mann, der sich von Buddha abwendet, sieht man nur den Rücken und die Füße; es scheint der fliehende Diener des Gestürzten zu sein. Unter diesen Buddhafiguren sind auf a und A Stifterbilder. Besonders schön ist die Gruppe eines Mönchs, eines Mannes mit Schwert und einer Dame in weißem Gewände auf a, Fig. 216. Gewölbe. Das Gewölbe ist, wie erwähnt, sehr beschädigt. Es ist durch Erdbeben geborsten, und große Stücke davon sind mitten in die Cella herabgestürzt, wo sie vor der Tür liegen Besonders gelitten hat die Gewölbehälfte üb. W. B. Im Zenit des Gewölbes ist ein Bild der Sonne als rote Scheibe, umgeben von vier fliegenden weißen Gänsen, ein fliegender Buddha mit Aureole und Vesica, eine Wetterwolke mit dreiköpfiger Schlange, deren Schweif in ein fleur-de-lys-ähnliches Ornament endigt, ein halbzerstörter Garuda, ein Windgott mit Sack und noch ein fliegender Buddha leidlich erhalten. Diese Figuren sind von d. Rückw. her in der Richtung nach d. Tür aufgezählt. Die beiden Gewölbehälften B b (über d. Seitenw.) sind mit Reihen stilisierter Berge bemalt gewesen. Über b (R. v. alt. Eing.) ist fast noch die volle Dekoration erhalten. 44 45 4i 42 43 de de de 34 35 36 37 38 39 40 27 28 29 30 31 32 20 21 22 23 24 25 26 14 15 16 17 18 19 7 8 9 10 11 12 13 1 2 3 4 5 de 6 n> 33 H C: £ 14 15 16 17 18 19 i Ich gebe im folgenden, was ich notieren konnte. Die Gewölbehälfte hat einen großen offenen Spalt, der zwischen 15 und 16 beginnt und von hier nach ob. eine breite Öffnung bildet, durch welche die Nummern 22, 29, 36, 37 durch Absturz zerstört sind. Die Decke zu berühren, ist äußerst gefährlich, da man sofort sieht, wie das Gestein über dem Spalt sich senkt und auf den Besucher herabzustürzen droht. 1—6 Dekorative Bergreihe: sie enthält nur zwei Jätakas: 1 Campeyyajätaka x), 4 Sasajätaka3), sonst nur Tierfiguren: 2 Gazelle unter einem Baume sitzend, 3 trinkende Gazelle, 5 zwei spielende Tiere? Es folgt ein zerstörtes Feld, vielleicht ein Jätaka, und daneben noch ein großer Affe vor einem Berge. 7—45 Buddhapredigten: unklar oder fast völlig zerstört sind die Nummern 13, 22, 26, 33, 36, 37, 40, 43, hinter 43 waren noch drei. Zweite Reihe:, y Buddha sitzend, nach L. gewendet, L. ein sitzender Mann, der mit beiden Händen einen Stock vor sich hinhält. Unt. vor Buddha zwei Cakraväkas; 8 Buddha wie ob., L. vor ihm ein weißer Elefant, der ein Schwert 0 KäSyapah. I—VI R.; Gebetmühlh. 9; Fußwaschh. ß' 12. *) Mus. R. 39; Bodhis. Gew.-H. L. 7; Schwertträgerh. 1—3, d. H. d. Behelmten, Rückw. usw. 96 Ming-Öi bei Qyzyl. Höllentopf-Höhle. Fig. 214. Plan der Höhle mit Annexen; der höchst bau fällige Raum hinter B ist in Bez. auf s. Größe unsicher. im Rüssel hältJ); 9 Buddha usw., vor ihm L. eine sitzende, betende Göttin; 10 Buddha usw., vor ihm L. ein stehender, leicht bekleideter Jüngling, auf seine Keule gestützt 2); 11 Buddha usw., L. ein nackter, junger Brähmana in fast tanzender Stellung mit erhobener R., nur mit einem von der L. Schulter herabhängenden, kurzen Obergewand bekleidet. Hinter ihm ein Krummstock 3); 12 Buddha usw., L. ein sitzender Brähmana mit erhobener R.; 13 Buddha auf europäische Weise sitzend, hinter ihm eine Art Keller mit Krügen, vielleicht dasselbe Bild, wie das groß an die Türw. gemalte Fußwaschungsbild in der darnach benannten Höhle der 3. Anl., doch hier natürlich ohne Nebenfiguren. Dritte Reihe: in der Ecke zwei springende Steinböcke; 14 Buddha usw., L. eine sitzende betende Dame. Unmittelbar vor ihm ein großer Napf mit Milch. Vermutl. Sujätä vor Buddha. 15 Buddha usw., L. vor ihm ein kniender Mönch (anjali) dem Buddha die R. aufs Haupt legt; 16 Buddha usw., L. ein sitzender König; 17 Buddha usw., L. eine sitzende Dame; 18 Buddha usw., L. ein fast kriechend sich nähernder Mann, der seine Honigwabe darbietet 4); 19 Buddha L., usw. ein kniender, vollbärtigcr Mann in Landestracht, wie es scheint, einen Edelstein anbietend 5). Vierte Reihe: 20 Buddha usw., L. vor ihm eine Preta mit (brennender?) Schale kniend 6); 21 Buddha usw., L. ein König mit Langschwert unter der L., R. von Buddha sitzt ein weißes Tier auf einem Postament. Buddha scheint ein Tieropfer zu verhindern?); 23 Buddha, wie eb., L. ein weißer Jüngling, nur mit Lendentuch bekleidet, er trägt einen Krug auf der R. Schulter 8); 24 Buddha, wie eb., L. ein Mönch mit fünf brennenden Lampen: zwei in den Händen, zwei auf den Schultern, eineauf demKopf9); 25 Buddha, wie eb., L. ein kniender Deva oder König (anjali), R. vonBuddha eine stilisierte Pappel; 26 Buddha, wie eb., L. ein nacktes Kind mit einem hellblauen Ring in derR., die es hochhebt10). Fünfte Reihe: 29, 33 verloren. 27 Buddha, wie eb., L. ein sitzender betender Mönch (anjali), vor Buddha steht ein großer Deckelkorb, dessen Deckel geöffnet ist. Im Korbe scheinen Menschen(Kinder-)köpfe zu liegen11); 28 Buddha, wie ob., L. steht ein König bis zu den Knien in einem runden Teiche und hebt hülferufend seine Arme hoch I2); 30 Buddha, wie eb., L. ein sitzender bärtiger Brähmana von weißer Hautfarbe, anjali; 31 Buddha, wie eb., der Nägaräja umschlingt die Brust und Oberarme des meditierend Sitzenden und erhebt seine vier Köpfe über der Aureole des Buddha, L. davon kniet der Gott (ohne Nägaabzeichen) mit gefalteten Händen vor ihm 32 Buddha, wie eb., L. stehende Dame, welche ihm ein Tuch darreicht. Fig. 218. Buddhapredigten aus Seitenw. b. Bild 1, 2, je die Hälfte. 0 Vgl. Schwertträgerh. I—3, 17; Mäyäh. 3. Anl. d' 12; Fußwaschh. ß 1. 2) Vgl. Schwertträgerh. 1—3, 2. 3) Viell. ident. mit Schwertträgerh. 1—3, 20. 4) Dies. Fig. v. Buddha Mäyäh. 3. Anl. d' 13, v. dunkelblauer Farbe. 5) Dies. Fig. Mus. L. 18 (wo er jedoch ein Blumenteller zu halten scheint?) und Schwertträgerh. I—111,29. 6) Mus. L. 23; Mäyäh. 3. Anl. d' 28; Schwertträgerh. 1—3,4. 7) Mus. R. 12, wo das Tier deutlich ein weißer Stier ist. Hierzu auch Schwertträgerh. 1—3, 18? 8) Mus. R. 11; Schwertträgerh. I—III, 27; Mäyäh. 3. Anl. d, 30. 9) Mus. L. 37; Mäyäh. 3. Anl. dl 15. 10) Mus. L. 36; Schwertträgerh. I—III, 24; Mäyäh. 3. Anl. d' 10; Fußwaschh. ß 3. ") Vgl. unten Toyoq Mazar, Mucilindah. A 6. ") Schwertträgerh. 1—3, 25. J3) Mus. L. 17; Schwertträgerh. 1—3,32 (hier hat auch der kniende Gott die Nägakrone). Ming-Öi bei Qyzyl. Höllentopf-Höhle. 97 Sechste Reihe: 36, 37, 40 verloren. 34 Buddha, wie eb., L. sitzender Mönch, anjali; vor Buddha auf dem Boden eine weiße Scheibe; 35 Buddha, wie eb., L. eine sitzende, betende Dame; vor Buddha auf dem Boden eine Art viereckiger Koffer mit Melonen und Blumen (?); 38 Buddha, wie eb., L. kommt ein Dämon mit Spitzohren, von weißer Hautfarbe und mit rotem, straubigcm Haar, eine eingelegte Lanze in beiden Händen, in angreifender Stellung auf Buddha zu *). Über dem Scheitel zwei hellblaue, aufrechtstehende Federn. 39 Buddha, wie ob., L. ein König, nach ihm umblickend, vor dem König stehen zwei große, runde, unbestimmbare Dinge. Fig. 216. Stifterdame an Türw. a. Unt. Gewand: weiß; d. dunkl. Streifen: Borten am Gewand, Ringe in d. ob. Borte in Gürtelhöhe d. Jacke, ob. Streifen der Nackenschleifen dunkel sepiabraun, helle Borten des Rockes, Borte in Gürtelhöhe, letzterer mit weißen und braunen Ringen: hellblau; hell-mattrote Ringe und Punkte der Borten von weißen Punkten umgeben, inn. Gewandumschlag (Klappen) hellgrün, ebenso d. mit weißen Perlen besetzte Shäl in d. Händen. Fig. 217. Preta und Höllentopf aus d. ob. Bild d. Nische: vor d. mit 1 bez. Buddhafig. Vgl. Fig. 215 u. Schema. Fig. 220. Vajrapäni aus b, 5; Orig. 20 cm. Der Hut ist weiß mit roten Ornamenten (Linien und Punkten), dunkelbraunem Rand und hellblauen Kugeln. Fig. 219. Schwertträger mit glattanliegender Kappe, die mit kleinen Buckeln besetzt ist, aus Predigtbild b, 3. Weiße Kappe, die noch in den Gemälden von Bäzäklik vorkommt, scheint Diener eines Fürsten bezeichnen zu sollen. Fig. 221. Gott aus B, VI; Orig. 21 cm. Siebente Reihe: 43 nur Buddha erhalten. Rest fehlt in meinem Material; 41 Buddha, wie eb., L. kniender Mönch, anjali. Vor Buddha? 42 Buddha, wie eb., L. ein weißer mit Lendentuch bekleideter Jüngling aufrechtstehend, anjali. Achte, dekorative Reihe: 44 Nach dd- Rückw. gewendet die folgende Gruppe: ein stehender, weißer Löwe, auf ihm sitzt ein Affe, auf dem Affen ein Hahn; 45 Springender Steinbock. Seitenw. R. V. alt. Eing. (b), durch welche jetzt die Höhle durch ein Loch welches die Mitte der Wand schädigte, zugänglich ist, hier sind sechs Buddhapredigten noch leidlich erhalten. Die ^—--LI Xür Roben der in der Mitte der Bilder thronenden Buddhas sind mit Blattgold belegt gewesen, 11 welches jetzt abgekratzt ist. I R von Buddha ein dunkelfarbiger Brähmana mit einer Dame, dahinter ein betender Mönch, ein betender Gott und eine musizierende Göttin, L. v. Buddha Vajrapäni, gepanzert, dahinter eine nachdenklich sitzende Dame J) Mäyäh. 3. Anl. d' 35. G r ii 11 w e d e 1, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. 98 Ming-Öi bei Qyzyl. Höllentopf höhle. und daneben Fragment einer zweiten. Vor Vajrapäni ein kniender Mönch in blauer Robe. — 2 Das schon früher (S. 22 Nr. 6 usw.) erwähnte Bild mit dem Bogenschützen. Erhalten ist nur die L.v. Buddha stehende Hälfte des Parivära In der Mitte der schießende Bogenschütze, von Buddha abgewendet, dahinter die Dame in der Stadt und daneben ein Teufel mit einem breiten Hackmesser; ein weißer Teufel stürzt zwischen beiden von den Zinnen der Stadt. In d. vord. Reihe des Parivära sitzen, Buddha zugewendet, zwei Gepanzerte mit gefalteten Händen1). Fig. 218.— 3 R. v. Buddha in der untersten Reihe ein Gott und eine Göttin, davor eine kleine Figur — Mönch in einer Schale sitzend l), in der zweiten Reihe ein Schwertträger mit glatt anliegender, mit Nagelköpfen verzierter Helmkappe (Fig. 219), dahinter eine Dame mit Blumen, dahinter zwei musizierende Götter. L. v. Buddha in der Mitte ein bärtiger Mönch, ein blumenwerfender und ein musizierender Gott. Rest zerstört — 4 R. v. Buddha ein Brähmanaschüler, hinter ihm eine Dame mit Blumen, im Mittelgrund ein betender Mönch, dahinter eine musizierende Göttin, und eine betende Gottheit, in der Ecke ein Haus mit leerem Thron, L v. Buddha Vajrapäni (sänta), zwei Mönche, eine Dame und ein betender Gott, ferner ein Haus wie auf d. and. Seite 3). — 5 Wenig erhalten: L. v. Buddha ein böser Vajrapäni mit seltsamen weißen Hut (vgl. Fig. 220), zwei Mönche und zwei Götter. Der Rest ist zerstört. — 6 nur die R. Seite neb. Buddha erhalten: in d. vord. Reihe ein gepanzerter Gott und eine dunkelfarbige Göttin, im Mittelgrund ein Dämon mit Breitschwert (vgl. S. 81, Fig. 178), im Hintergrund betender Gott und blauer Dämon mit Knüppelkcule. u I I II I III Wand L. v. alt. Eing. (B). Die sechs Bilder dieser W. sind fast zerstört, da die Wand H IV | V | VI größtenteils weggerissen ist. Erhalten sind nur Stücke von III und VI. III: L. v. Buddha ist der untere Teil einer sehr schönen, sitzenden Dame in blauem Mullkleid erhalten. — VI: L. v. Buddha: in der vord. Reihe ein böser Gott mit zwei Federn über dem Scheitel, Spitzohren und Spitzbart, der eine kleine, dunkelfarbige Kindergestalt am Arme hält: ein Yaksa (Atavika); im Mittelgr. zwei Gepanzerte. Im Hinter-gründe zwei betende Dämonen, der zweite, dessen Gesicht zerschlagen ist, hat die Haut einer TtpoTojrq eines Löwen als Kopfbedeckung (Fig. 221) 4). Rückwand (Nischenw.) der Cella (C). Die Wand neben und über der Nische der Kultfigur ist in zwei Felder geteilt, in ein oberes, welches den Bogen über der Nische der Kultfigur ausfüllt, und in ein unteres (die Seitenwände neben der Nische), welche den Parivära des Kultbildes enthielten. Diese obere Gruppe ist fast ganz erhalten. Die dargestellten Figuren sind die folgenden: Fig. 215. 1 In der Mitte Buddha, thronend und mit erhobener R. predigend, vor ihm in kleinen Figuren und, im Gegensatz zu dem übrigen plump dargestellt, ein Höllentopf (Avici), in welchem man die Köpfe der Verdammten sieht, während Feuer darunter hervorsprüht. Ein Preta mit gesträubtem Haar und erhobenen Armen, ein neues Opfer, nähert sich dem Höllentopf (Fig. 217); R. neb. Buddha sitzt 2 ein betender König mit Aureole, neben ihm 3 eine Dame mit langstieliger Blume und 4 eine zweite Dame in betender Haltung. Darüber nur /6 5 » «\ / / n n \ 1*31 7 8 3\ zwei Figuren: 5 ein Götterjüngling, eine lange Schmuckkette haltend, und noch 6 ein zweiter betender. Alle diese Figuren haben Prabhämandalas. L. v, Buddha sechs Brähmanaasketen 7—12, welche entsetzt die Hände erheben, hinter ihnen v. Buddhas L. Schulter her dringt Vajrapäni mit dem Donnerkeil 13 auf sie ein. Die Szene, welche den Sieg über die sechs Tirthikas enthält, ist eine jüngere Replik der alten schönen Bilder in d. »H. d. Maler« (2. Anl.). Der unter 2 dargestellte König ist also König Bimbisära. ") Vgl. dass. Bild Käsyapah. R. VI; Mus. R. III und die dort zit. Repliken. J) Viell. ident. mit Mäyäh. 3. Anl. Türw. c (unt.). 3) Vgl. das verwandte Bild Fußwaschh. (2. Anl.) A, 5. 4) Vgl. die Replik d. Bildes Gebetmühlenh. b, 1; Mäyäh. 3. Anl. d' V.: die Legende vom menschenfressenden Yaksa Atavika. Ming-Öi bei Qyzyl. Höllentopfhöhle. Schatzhöhle. 99 Untere Hälfte. Die Buddhastatue ist zerstört. Seitenw. und Lünette der Nische waren mitBergorna* mentik ausgemalt; denn die hellblauen, weißgetupften Rauten sind, wie in der Lünette über der Tür der »Schwertträgerh. « nur Ausdruck für Felszacken. Auf d. Hinterw. d. Nische waren zwei Löwen abgemalt im Stil der »Tibetan mastiffs «, Auf d. Wandfläche zwischen Nische und Gang L. v. d. Buddhafig. war eine mit einem Schirm versehene Gottheit, welche fast ganz zerstört ist. Darüber über der Tür des Ganges (D, d) war wiederum der weiße Gott mit den Haarbüscheln und neben ihm eine dunkelfarbige Göttin sitzend (er mit der Bügelharfe," also Pancasikha in Indrasailaguhä). Auf d. and, Seite (üb. Gangtür A, 8) ein weißer Gott mit einer dunkelfarbigen Göttin, Indra und Indräni. Sowohl über Pancasikha wie über Indra war noch je ein kleiner Brähmana-asket vor einer Laubhütte abgebildet. Sockel der Nische der Rückwand. Hier war ein großes Bild vorhanden, welches sehr zerstört ist. Man sieht nur noch unter d. R. der verstümmelten Nischenfigur einen trauernd sitzenden König (Bodhisattva) auf einem Thron sitzen. Wahrscheinlich war eines der großen Jätakas, vielleicht das äivijätaka abgebildet. Seitengänge neben der Buddhanische. A, o; D, d. Ihr Gewölbe ist mit Bergornamenten bemalt. Auf den Seitenw. der Gänge A 5, D d sind je zwei Reihen Stüpas abgebildet. Sie haben geöffnete Zapfentüren, auf dem Dach Hti, Dharmasymbol und Seitenwimpel. Im Innern dieser Stüpas sitzt in der oberen Reihe je ein meditierender Buddha, in der unteren Reihe ist jedesmal der Thron leer. Es sind auf jeder Wandseite sechs in jeder Reihe, also vierundzwanzig solche Gebäude mit Buddhas und vierundzwanzig leere. Hinterer Quergang E, e. Auf die Langw. des Querganges ist Gautama Buddha ins Parinirväna eingehend gemalt. Die Figur des liegenden Buddha füllt fast die ganze Rückw. aus, der Kopf ist dem Seiteng. A 8 gegenüber. Zu den Füßen des Buddha sitzt ein betender alter Mönch und vier betende gepanzerte Lokapälas, zu den Häupten Buddhas Vajrapäni, mit Affekt seinen Donnerkeil fallen lassend, in derselben Pose wie auf dem Tuch, welches der Buddhas Tod meldende Jüngling in der Hand hält: H. m, d. Mäyä Seiteng. L. v. Eing., vgl. unten 2. Anlage. Zum Parinirväna gehören noch stehende Figuren in den Verlängerungen der Seitenw. D, A welche den hinteren Quergang abschließen. Zu Füßen des ins Parinirväna eingehenden Buddha stehen ein Paar Götter, etwa in Lebensgröße, wie die Nebenfiguren des Nirväna alle: ein weißer Gott in langem weißen Gewände und ein dunkelfarbiger. Auch zu Häupten des Buddha steht ein Götterpaar: ein reich geschmückter, weißer Gott, an den sich seine graziöse, dunkelfarbige Gattin anlehnt. Dem Parinirväna gegenüber auf d. Schmalw. e Drona auf der Stadtmauer sitzend, vor der Stadtmauer stehen Bäume. Er ist von vier gefäßhaltenden Göttern, die paarig R. und L. von ihm! sitzen,' umgeben. Wie die Nebenanlagen mit der Höhle ursprünglich verbunden waren, läßt sich nicht mehr sagen. Wahrscheinlich waren sie nur von der abgestürzten Eingangshalle aus, also von außen zugänglich. B, b w'aren sicher Wände ohne jede Tür. Das beweisen die Reste der großen Büddhapredigten. Der lange Gang, welcher jetzt durch b den einzigen Eingang durch die Wandbresche ermöglicht, war also nur ein nach b zu geschlossener Rezeß, welcher zu den anliegenden Wohn- oder Vorratsräumen gehörte. Wie der Raum hinter B zugänglich war, weiß ich nicht. Er ist jetzt ein formloser Schutthaufen, den anzutasten höchst gewagt gewesen wäre, da die geborstenen Gewölbe bei jeder heftigen Bewegung Sand rieseln ließen, die Gefahr des Einsturzes also sehr groß war. Eingehende Untersuchungen der Nebenräume der an sich schon gefährlichen Höhle wurden also aufgegeben. Schatzhöhle. Wenn man von der Höhle »m. d. Höllentopf« an die Kante des Berges geht, welcher den Eingang in die erste Schlucht bildet, so trifft man an der Bergecke eine hochliegende, sehr zerstörte Höhle Er welche heute den Eingang zu einer Gruppe von Höhlen bildet, deren alte Türen nach der Bachseite zu liegen, vgl. Fig. 8i ab, 182. Hoch über dem Bache gelegen, sind sie vom Tal aus nicht mehr zugänglich und scheinen.schon in alter Zeit durch den hint. d. Rückw. von E gelegenen Gang D (Höhle E ist sicher jünger als die dahinter befindlichen Anlagen) betreten worden zu sein. Fig. 222. Die älteren Räume B, C gehören zu den prächtigsten Höhlen des ganzen Tales. Ihre Gemälde stehen künstlerisch sehr hoch, sie sind in der Ausführung weitaus die besten Bilder, wie sie anderseits inhaltlich ganz Fig 222 Eingang zu E ist auf Fig< l82 noch sichtbar< Es eigenartig sind. Ich muß mich hier mit einer kurzen ist die hohe Öffnung im Berge auf dessen and. Seite die Beschreibung begnügen und kann nur auf eine künftige, kleinen Eingänge z. »Höllentopf< Fig. 43 S. 21); 6, 7 fehlt Material. m g Rückw.: 8—9 im Original zerstört; 10 Bodhisattva im Harem. Vor ihm eine Tänzerin; 11 zwei Szenen auf einem Bilde, durch einen Baum getrennt, Bodhisattva (stark zerkratzt) vor ihm eine kniende Frau; Bodhisattva von einem dunkelfarbigen Schirmträger geleitet; 12—15 die Wettkämpfe des Bodhisattva: 12 er schleudert einen Elefanten in die Luft. Seitenw« R« 13 Bodhisattva besiegt seine Altersgenossen im Ringen; 14 im Bogenschießen; 15 im Schwertfechten; 16 stark verkratzt, besonders in der Mitte. Erhalten ist L. Bodhisattva von einem knienden Schirmträger gefolgt, steht vor einer Dame mit Prabhämandala (unbekleidet und nur mit Schmuck, vgl. ob. Mäyä, überladen), welche ebenfalls von einer dienenden, aber stehenden Figur (vollbekleidete Zofe) begleitet ist: Heirat des Bodhisattva?; 17 zwei Szenen, aber stark zerkratzt: Bodhisattva, von einem Schirmträger begleitet, geht von einer Stadt aus auf einen Fluß zu. Zweite Szene: er geht mit hochgeschürztem Lendenkleid durch den Fluß, sich mit beiden Händen an einen am jenseitigen Ufer stehenden Baum haltend; 18 zwei Szenen der Ausfahrt: Bodhisattva trifft einen alten und einen auf dem Boden sitzenden kranken Mann; 19 zwei Szenen der Ausfahrt: Bodhisattva sieht einen Toten (ebenfalls als Mönch dargestellt!) und einen Mönch. 2# Reihe Seitenw* L. 20 In der Ecke sitzt Bodhisattva auf einem Stuhl unter blühenden Bäumen in trauernder Haltung. Vor ihm ein kniender junger Mann und ein dunkelfarbiger Schirmträger. Vor Buddha geht ein Mann weg, der einen Ochsen treibt; 21 Krsagautami, über einem Tor stehend, preist den Bodhisattva; 22 Bodhisattva vor seinem Vater, er teilt ihm mit, daß er Mönch werden will; 23 Abschied von seinen schlaf enden Frauen; 24 Flucht aus dem Palaste. Das Pferd wird von fliegenden Göttern getragen. 25—26 fehlt Material. *) Natürlich hier in anderen Farben. tief, 4,60 m breit ist. Die Wände der Cella nähern sich n. ob. beträchtlich. Sie sind 2,65 m hoch und von einem 2,30 m hohen, 24 cm ausladenden Tonnengewölbe überspannt. Neben der Tür sind in d. inn. Türw. zwei 1,20 m h., 88 cm br., 55 cm tiefe nach oben sich verjüngende und in einen Bogen endende Nischen. Vor der Rückw. scheint nichts gestanden zu haben. Die Höhle ist sehr beschädigt und die Bemalung überall verkratzt. Gemälde der Höhle* Das Gewölbe ist mit Bergen bemalt, davor Buddhas mit Verehrern, im Zenit stand Sonne und Mond auf Wagen, ein Garuda mit Nägas, viel davon ist zerstört. Als untere Borte läuft über dem vortretenden Teil der Lünetten wie der Kappenseiten das ob. Käsyapah. S. 81, Fig. 174 c skizzierte OrnamentJ), ziemlich unregelmäßig gezeichnet, hin als Schluß unter den Bildern der Seiten, wie der Lünetten; diese sind bemalt mit: Märas Attake auf Buddha auf d. Rückw. und dem Maitreyabild mit Parivära über d. Türw. Der überragende Teil unter den Seiten wie unter den Lünetten ist mit abwechselnd hell und dunkel gefaßten Trägern bemalt (Fig. 257 b), zwischen denen weiße, quadratische Felder mit großen Lotusblumen stehen. Interessant ist, daß die Trägerstreifen, welche mit Ausladungen gemalt sind, gewissermaßen zur Seite gelegt sind. Ihre Figur wird verständlich, wenn man auf das weiße Mittelfeld blickt und die Träger sich als wirkliche vorstellt. Ming-Öi bei Qyzyl. Treppenhöhle. Höhle m. d. ringtrag. Tauben. 119 2.Reihe Rückw. 27—29 im Original zerstört; 31 Buddha, nur mit Lendentuch bekleidet, geht durch einen Fluß. Zweite Szene:er geht unter einem Baume vom Flusse weg. Bad im Flusse Nairanjanä. 2. Reihe Seitenw. R. 32 Sujätä bringt dem Buddha Milch; zweite Szene: eine Gottheit reicht dem Buddha, während er aus der Schale ißt, eine zweite Schale; 33 ein Nägaräja vor Buddha (Mucilinda). Zweite Szene: vor Buddha kniet ein Mann, einen schwer verständlichen Gegenstand darbietend (Gras?); 34 Buddha unter dem Bodhibaum, er legt mit Beihilfe einer danebenstehenden Gottheit einen länglichen Gegenstand (vielleicht das Dantakästha) auf das Vajräsana nieder; 35 Mära und sein Heer, auf d. and. Seite seine Töchter, greifen Buddha an. Sehr zerstört; 36 Buddha thronend. Trapusa und Bhallika überreichen Gaben (madhutarpana). Im Hintergrunde sieht man die vier Lokapälas; 37 zwei Szenen: ein Jüngling kniet vor dem predigende Buddha. Buddha stehend vor einem Digambara mit Lingavalaya. Sehr zerstört; 38 Predigt von Benares; 39 Buddha nähert sich bei Nacht einem Hause, in welchem eine Frau auf einem Ruhebett schläft, während ein junger Mann neben ihr sitzend wacht. Vor dem Hause stand eine Jünglingsfigur, die scheinbar Buddha einlädt, einzutreten. Sie ist sehr zerstört. Die dritte Reihe ist auf allen Wänden bis auf einige obere Bilderreste mit Bäumen, Mönchköpfen usw. vernichtet. Auf eine ausführlichere Behandlung dieser Bilder kann ich erst eingehen, wenn mir mehr Material vorliegt. Höhle »mit den ringtragenden Tauben«.1) Ausstattung und Bemalung ist eigenartig und jüngeren Stiles, als die meisten Anlagen in Qyzyl. Das Kolorit ist grell, aber wirkungsvoll, auffallend die häufige Verwendung von Hellblau und Hochrot. In den Bildern mit Figuren fallen die grotesken Kronen der Götter und Bodhisattvas und bei Vajrapäni-Figuren die seltsam geformten Donnerkeile auf. Auch die Ornamentik ist eigenartig, ziemlich unregelmäßig und enthält Motive, die sonst nur in einer Höhle bei Kiris vorkommen; in die Ränder der Prabhämandalas der Buddhas sind Reihen von fliegenden Vögeln eingefügt, welche bunte Ringe in den Schnäbeln tragen. Man kann antike kranztragende Tauben, wie sie z. B. in den Katakomben vorkommen, nicht verkennen. Daneben erscheint manches Indische. Die Höhle, welche geborsten ist, so daß der Aufenthalt darin nicht ungefährlich ist, hatte eine Eingangshalle, die L. v. Eing. noch erkennbar ist. Die Tür der Cella hatte eine Umkleidung von Holz. Eine Türw. L. ist mit Ziegeln ausgebaut, weil offenbar beim Anlegen der Höhle das Material, das der Berg bot, abbröckelte und versagte. Die Maße der Höhle (Fig. 258 a, b) sind unregelmäßig, so daß die in die Planskizze eingetragenen Zahlen hier mehr wie anderswo als Mittelzahlen gelten müssen. Die Höhe der Tür- und Seitenw. der Cella bis unter den Sims des Plafonds beträgt 3,20 m. In d. Rückw. ist eine Nische für das Kultbild gewesen. Die Wand L. in d. Nische ist völlig geborsten. Große Stücke davon sind abgestürzt, deren Wegräumung aber gefährlich ist, da man fürchten muß, daß bei einer gewaltsamen Bewegung im Räume die ganze obere Höhle herabstürzt. Schon bei vorsichtigem Betasten der Wand beginnt in den Rissen des Plafonds der Sand zu rieseln, wodurch die losen Blöcke der Decke in Bewegung geraten können. Der Plafond ist glatt (Fig. 258 c), nach unten mit einem Gesims umgeben, das die Plafondfelder rahmen-artig umgibt. Es ist unten 10 cm breit, 20 cm h. In der Mitte des Plafondfeldes erhebt sich eine zeltförmige Kuppel. Ihr Durchmesser ist unten 1,95 m, ihre Höhe 1,90 m. Die Plafondfläche (d. h. ihre Ränder und die Ecken um die Kuppel) mißt innerhalb des Gesimsrahmens 2,60 m im Quadrat. Die untere Borte der Kuppel ist 27 cm hoch. In den Ecken um die Kuppel (a, a, a, a) ist je eine Lotusblume in grünem Felde, welches als Wasser gedacht ist, abgebildet; denn neben der Lotusblume sieht man Schaltiere, Schnecken usw., und Lotusknospen. Den Rahmen bildet ein Streifen mit stilisierten Laubgirlanden. Der Ornamentstreifen unten in der Kuppel ist mit dreieckigen Zipfelornamenten und dazwischen vortretenden Hängern bemalt, darüber folgt ein etwa ebensogroßer Streifen von dunkler Farbe mit erloschenen kleinen Blumenornamenten. Der Hauptraum der Kuppel ist in acht, sich nach oben verjüngende Felder geteilt. Den Scheitel der Kuppel bildete eine Lotusblume. In den acht Feldern der Kuppel stehen ebenso viele Figuren von Buddhas und Bodhisattvas: I ein predigender, auf Lotusblumen stehender Buddha, zu seinen Füßen sieht man Kopf, Brust und Schultern vonNägarä-jas, je einer R., je einer L., Cintämanis haltend (vgl. ob. S. 15, Fig. 22); 2 ein stehender Bodhisattva mit Fläsch-chen in der R. und zu seinen Füßen zwei Dämonenfürsten, welche die Lotusse unter den Füßen des Bodhisattva 0 Vgk die Abbildung in L'Art decoratif 1910. S. 50 (Albert Maybon, L'art bouddhique du Turkestan oriental. La Mission Pelliot.) 120 Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. ringtragenden Tauben. halten; sie sind bärtig, spitzohrig, aus dessen Kelch sich zwei Federn 4 fast wie 2, aber das Fläschchen in Fig. 258 c Fig. 258 a. Fig. 2 58 b. Nischenw. 3. Fig. 259 untere Bordüre des Gesimses bei A. Auf jeder Seite wiederholt sich das weiße Blumenmuster in blauem Felde neunzehnmal. In d. Halbfeldern waren die Blumen hellblau in weißen Felde. Höhe d. Orig. 20 cm. "? o u 2 Fig. 259. Fig. 260. Ornament d. inn. aufrechtst. Streifens d. Gesimsrahmens d. Plafonds. Fond hochrot, Ornamente abwechs. weiß und hellgrün. Höhe d. Orig. 10 cm. Nur auf der R. Seite haben die weiß. Ornamente eine andere Form wie die grünen; auf allen and. Seiten haben sie gleiche Form. Fig. 261. Randornament der Aureolen der Buddhafigg. aur d. Türw. bei l und I. Vgl. Plan 258 a. Höhe d. Orig. etwa 3V2 cm. Fond: himmelblau; Körper, dunkler Hals- und Schweifstreif der Vögel, sowie dunkler Ring der Kränze braun; Flügeldecken, heller Hals- und Schweifstreif, sowie äuß. Kranzring und unt. Randlinie hellgrau, ob. Randlinie dunkelgrau mit schwarzer inn. Linie. tragen Ringe um den Kopf mit einem Blumenornament vor dem Scheitel, erheben; 3 fast wie 1, nur die Handstellung des Buddha war eine andere; der L. Auffallend wirkt die hochrote Farbe des schwarz - und weißgestreiften Shäles (Fig. 262); 5 gleich 1; 6 gleich 2, nur ist die Figur mehr nach R. gewendet. Statt der Krone, welche alle anderen Bodhisattvas tragen, hat er die Haartracht des Asketen, die Jatä mit Blumen umwunden, dazu glatte, große Ohrringe. Er stellt also wohl Maitreya vor; 7 gleich I, aber andere Handstellung; 8 gleich 6, aber mit Krone und reichem Ohrschmuck. 3. Rückwand über der Nische. Unten stark lädiert, aber R. und L. von der zerstörten Buddhastatue sind betende Götter in kleinen Figuren erhalten, der Eckblock L. von der Nische herabgestürzt. Darauf war ein betender Gott und ein anderer, in sehr extati-scher Verbeugung dargestellt. Den Raum über jedem Bogen der Gänge füllt die ziemlich große Figur eines Bodhisattva aus, der auf einem indischen Stuhle sitzend, einen Arm in die Hüfte gestemmt (der R. v. d. Nische Sitzende den R., der L. v. d. N. Sitzende den L.) mit geneigtem Haupt, worauf leicht die andere Hand gestützt ist, meditiert. Vor jedem dieser zwei Bodhisattvas steht ein großer Pfau, welcher eine große, weiße Schlange mit drachenartigem Kopf im Schnabel hält, Fig. 262. Feld 4 d. inn. Kuppel vgl. Fig. 258 c. Bodhisattva: weiße Hautfarbe, Unterkleid hellblau; Obergewand hochrot mit schwarz u. weiß. Strichen; Dämonen weiß m. rot. Haaren, F"edern auf d. Kopf hellblau m. weiß. Rand. Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. ringtragenden Tauben. 121 während die Schlange einen Frosch im Rachen hat. Diese Darstellungen gehören nicht zum eigentlichen Parivära der Kultfigur, von dem die folgenden Figuren über der Nische erhalten sind. (Vgl. oben S. 63). Die Mitte bildet ein Schirm, den zwei heranfliegende, kleinere Gottheiten an weißen Schnüren halten, an den Zipfeln des Schirms hängen Schellen, R. und L. vom Schirm je ein greiser, meditierender Brähmanaasket, sitzend; zwischen ihnen und den Pfauen steht je ein Götterpaar bei y1, 2, R. v. d. Nische ein Nägaräja und eine Nägakanyä, letztere in durchsichtigem Kleide, einen Teller mit Blumenbüscheln haltend, auf d. and. Seite bei y* ein weißer, blau-gekleideter Gott, welcher eine dunkelfarbige Dame in indischer Tracht, die eine Bügelharfe spielt, kosend umfaßt (Figg. 263, 264). Hinter den fliegenden Göttern, welche den »Canopy« halten, ist je noch ein Paar fliegender Devaputras abgebildet, R. ein weißer Gqtt, Blumen werfend, und ein dunkler mit Candrahära, L. ein dunkelfarbiger mit Blumen und ein hellfarbiger (weißer) mit Candrahära, heranfliegend. Das Kult-bild war sicher Buddha, doch läßt es sich nicht mehr mit Sicherheit sagen, ob die bekannte Szene in Indrasailaguhä dargestellt war. Es ist aber sehr wahrscheinlich. Das Kultbild und sein Parivära würde also noch der alten Tradition (Stil-art I, 2) angehören. Gänge neben der Nische. IV1 Außenw. leidlich erhalten: drei stehende Buddhas, vom Parivära nur beim vordersten ein betender Jüngling, im Hintergrunde bei dem mittleren ein gepanzerter dunkelfarbiger Vajrapäni mit grimmigem Gesichtsausdruck und dahinter ein weißer mit gütigem erhalten, beim dritten keine Nebenfigur (gehört der weiße Vajrapäni hierzu?). Der erste Buddha war, wie die Buddhas an den Türw. 1, I, doch vollbekleidet, das Pätra haltend; der zweite predigend, statt der Buddhas in der Aureole und in derVesica sind hier bloß Scheiben; der dritte, übrigens sehr zerstörte, hatte nur die streifige Aureole. Auf d. and. Seite bei 4,1 (Außenw.) waren ebenfalls drei solche stehende Buddhas abgebildet, in der Ecke ist noch ein Rest einer Aureole mit Scheiben, wie bei dem mittleren auf IV1 und vom Parivära aus dem Hintergrunde nur der Kopf eines Vajrapäni mit Hut erhalten, ferner noch ein anbetender Gott aus dem Hintergrunde des Mittleren. Auf IV (inn. W.) war ebenfalls ein stehender Buddha abgebildet mit einem vor ihm stehenden Brähmana-asketen und einem in der Luft schwebenden, meditierenden Buddha über demselben. Auf d. and. Innenseite 4 (inn. W.) war sicher eine ganz ähnliche Darstellung. Schema der Bilder über der Tür (1,10 m hoch) Fig. .263 Gruppe auf Nischenw. 3 bei y' vgl. Fig. 258b, Orig. 72 cm. Fig. 264, Gruppe auf Nischenw. 3 bei y 22 vgl. Fig. 258b, Orig. 66 cm. Schema i c d b Baum e f a h g' k 1 i Schema 2 f g b Baum h c a d e Schema 3 b h e c a f d i g I a Buddha, b—e Götter, Blumen werfend usw., f g hi vier gepanzerte Lokapälas, k dunkler Mann mit Schneckenhut, Ärmelrock und Stiefeln, eine Schale haltend (Fig. 266), l Rest eines Mannes mit seltsamer Kappe, bringt Fische. (Fig. 267.) Tür. 1 2 a Buddha, b—e vier Mönche, / Vajrapäni, ghi Götter. Vor Buddha Rad mit Dreizack und daneben zwei kniende Hirsche: Predigt im Gazellenpark von Benares. 3 a Buddha, b—g sechs Götter, h bärtiger Brähmana, betend, imHintergr.: i betender Brähmana, im Vordergr. ebenso, beide dunkelfarbig. 122 Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle mit den ringtragenden Tauben. Auf d. W. von i unt. ein stehender Buddha, in der Aureole sind sitzende Buddhas abgebildet, im Rand der Vesica je vier stehende und ein sitzender, auf I ebenso. Der äußere Rand der Aureole der Buddhas von I und I hat als Dekoration fliegende Tauben, welche Ringe (Kränze) im Schnabel halten (Fig. 261). Die Buddhas bei I und I unt. haben je 10 Buddhas (4 : 4 stehende, I : I sitzende im Rand der Vesica und acht sitzende im Aureolenrand (darum erst der Rand mit den fliegenden Tauben). Über dem Scheitel des Buddha steht in der Aureole ob. noch eine leere Vesica und eine leere Aureole hinter einer Lotusblume. Ganz ähnliche Buddhafiguren sind in den Seiten -gängen 4, IV neben der Nische gewesen. Der vorderste Buddha im Gang IV (Außenw.), welcher die Almosenschale in der R. vor die Brust (ganz bedeckt) hält und die L. zu Boden senkt, hat nur sechs Buddhas in der Aureole und eine leere Aureole über dem Scheitel,sonst ist er wohl gleich. Die Tauben seiner Vesica und seines Aure -olerandes tragen am Ringnoch eine Schleife — es sind deutlich antike Kranzträger. Auf Seitenw. 2 ein predigender, stehender Buddha (die Umrisse seines Gewandes sind im Verputz vorgeritzt), so groß als die ganze Wand, er hat einen Ring um den Usnisa mit leuchtendem, eckigen Cintämani über der Stirn, ohne Aureole, viele kleine stehende Buddhafiguren in zackigen, lotusförmigen Strahlen füllen das Prabhämandala (Vesica) aus; drei solche kleine Aureole undVesicas vor ihm sind leer. Der unt. Teil des Bildes ist zerstört; ein Brähmanaasket überreicht ihm Blumenbüschel; hinter ihm ein junger betender Mann in Asketen-tracht (Brähmanaschüler) und ein dunkelfarbiger in hellblauem Ärmelgewand, der eine Schüssel mit Blumenbouquetten hält. Im Hintergr. Vajrapäni mit Wedel und Vajra und ein weißer betender Gott (Brahma). Hinter demBuddha noch sieben Mönche. Der vorderste hat ein Usnisa, wie Buddha, jedoch keine Aureole. Eine Aureole und eine kleineVesica in der großen Vesica hinter dem großen Buddha ist leer II. Ebensolcher Buddha, wie auf d. gegenüberst. W. 2, mit Ring um den Usnisa mit Cintämani und auch nach der Tür gewendet. Vor ihm ein stehender, jugendlicher Asket, welcher aus einem großen Blumenkorbe, den ein dunkelfarbiger Diener (Dämon) hochhält, nach rückw. greifend, Blumen faßt, dahinter zwei dunkelfarbige Götter und eine Göttin, mit grotesken Kronen. Hinten Vajrapäni, weiß mit Camari und Vajra (Fig. 265). Hinter Buddha sieht man sieben Mönche und einen Asketen. Über ihnen fällt Blumenregen (blaue Nymphäen). Vor Buddha in der Vesica eine kleine Vesica leer. Bei 2 und II sind vielleicht die Hauptverehrer, die zu Buddhas Füßen lagen, verloren. (In II noch Rest der Jatä vorhanden.) Fig. 266. Verehrer Buddhas m. Schale in d. erhob. Händen aus Bild 1 üb. d. Tür bei k. Rock hellgrün, Borte d. Rockes schwarzbraun m. weiß. Punkten; inn. Borte braun; Hose weiß; Hut u. Stiefel braun; Gesicht dunkelbraun, Wimpern u. Wangenspirale (stilis. Lichtreflex) weiß. Fig. / Fig. 267. Rest eines Verehrers Buddhas m. einer Schale Fische aus Bild 1 üb. d. Tür bei 1. 265. Gruppe vor d. großen Buddha auf Seitenw. II. Orig. 3 m hoch. 0920 Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle mit den ringtragenden Tauben. 123 V. Hinterer Gang« Rückw. völlig zerstört, doch waren auch hier Darstellungen wie auf 41, IV1. Eine Aureole gegenüber Gang 4 ist erhalten. Auf d. schmaleren Innenseite waren noch zwei Buddhas und zwei Adoranten erhalten. Größe des Orig. 28 cm. Fig. 270. Hastiratna, ASvaratna u. Cakraratna bei 4, 5, 10 auf d. Ge-wölbe d. Ganges V. Größe d. Orig. 64 cm. Vgl, 258 a, 269. Jf Fig. 271. Mantriratna aus Gewölbe d. Ganges V bei 6. Orig. 84 cm. Vgl. 258a, 269. Fig. 275. Cintämaniratna aus Gewölbe d. Ganges V bei 12. Orig. 42 cm. Vgl. 258a, 269. Fig. 274. Senäpatiratna aus Gewölbe d. Fig. 273. Dienerin des Kanyäratna Fig. 272. Kanyäratna m. Lampe aus Gewölbe des Ganges V bei 9. Orig. 45 cm. Vgl. 258 a aus Gewölbe d. Ganges V bei 8. Ganges V bei 7. Orig. 90 cm. Vgl. Fig. 2583,269. 269. Orig. 45 cm. Vgl. Fig. 258a, 269. Das Gewölbe der Nische war mit zackenartigen Bergen und Bäumen dazwischen geschmückt (Fig. 268), ebenso die Gewölbe der Gänge, soweit die Tür reicht. Im übrigen hatten die Gewölbe der Gänge die folgende Dekoration v. unt. gesehen: Fig. 269. 124 Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. ringtrag. Tauben. Halle.m. d. Zebuwagen. I, 2, 3 drei herausfliegende Götter: I mit Querflöte, 2 mit Blumenkorb, Blumen werfend, .3 mit Candrahära, 4, 5 Elefant u. gesatteltes Pferd Fig. 270, 6 ein schwebender Mann Fig. 271, 7 eine Göttin mit Lampe Fig. 272, 8 Dienerin mit Blumen Fig. 273, 9 gepanzerter Reiter mit Drachenbanner, sein Pferd ausgeschnitten! Fig. 274, 10 Rad Fig. 270, 11 Lotus, 12 Cintämani Fig. 275, 13 fliegender Gott mit Pansflöte, 14 fliegender Gott mit Candrahära, 15 fliegender Gott mit Mandoline. Die herausfliegenden Götter gehören also zum Parivära der Nische. Außer den musizierenden und blumenwerfenden Göttern sind hier die sog. »sieben Juwelen« abgebildet: Elefant (4), Pferd (5), Rad (10), Cintämani (12), Mädchen (7), Minister (6), General (9). Die Höhle ist somit die einzige, welche eine zweifellose Darstellung der Sapta ratnäni enthält. Dadurch ist bewiesen, daß die von mir »Bericht« S. 108 nicht erkannte Figur den »dreschsteinförmigen« Edelstein Cintämani*) darstellt. Auffallend ist die stark indische Bildung des Kanyäratna, eine stilistische Eigenart, welche auch in den Götterfiguren yl, y2 auf d. Rückw. sich bemerkbar macht und auf eine besondere indische Beeinflussung hinweist. Halle »mit dem Zebuwagen«. Diese Anlage (Fig. 276 a) ist von eigenartigem Stilcharakter, leider sehr zerstört. Dach und Vorbau sind verloren. Erhalten ist eine fast quadratischer Raum, in dessen hinterer Hälfte in etwTa gleichem Abstand von der Rückw., wie von den Seitenw. (etwa 75 cm) ein noch 70cm hoher Sockel (Fig.276b)2) erhalten ist. Seine Hinterseite ist glatt, während die Front und die beiden Seiten Gesimse zeigen, oben ein vorkragendes Gesims und als Fußleiste drei nach oben zu kleiner werdende Stufen. Der obere Teil des Sockels ist zerstört. Es ist auch nicht mehr festzustellen, welches Kultbild hier gestanden hat. Die ungleiche Dicke der Seitenmauern fällt auf. So macht die Anlage den Eindruck, als ob sie ein Teil eines größeren Systems gewesen wäre. Alle anliegenden Räume sind aber so zerstört, daß sich nichts mehr erkennen läßt. Am stärksten hat die Höhle durch Nässe gelitten, welche von weit her eingedrungen sein mag und Wände und Bilder bald in denselben formlosen Brei verwandelt hat. Als die Gänge um den Sockel geräumt wurden, ergab sich überall, daß der Verputz der Wände, wo er überhaupt noch erhalten war, ganz locker saß. Daher schien der Versuch, die Bilder abzunehmen (ohne jeden Versuch, sie vorher durch Reproduktion zu sichern) gewagt. Um sicher zu gehen, wurden photographische Aufnahmen gemacht, aber auch sämtliche besser erhaltenen Bilder in verkleinertem Maßstabe kopiert. Diese Arbeit kostete die größten Anstrengungen, da während dieser Zeit der sonst so seltene Regen einfiel, welcher, da die freigelegte Anlage jedes Fig. 276 a Fig. 276b. Fig. 277. Borte üb. d. erhalt. Mittel-Reihe d. Bilder Fig. 279—284. Die dunklen Blattranken dunkelgrün, d. hellen hellgrün, d. Blumen haben pfirsichrote Conturen. Der trennende ob. u. unt. Streifen ebenfalls pfirsichrot. Fig. 278. Borte zw. Mittel- (Fig. 279—284) u. unteren Bilderreihe. Die Farbe d. Ornaments verloren, der ob. Streifen schwarz, d. unt. dunkelpfirsichrot. Höhe 11 cm. Schutzes entbehrte, die ohnehin feuchten Bilder noch mehr durchnäßte. Die Bilder durch darüber festgeheftetes Papier zu schützen, wagte ich kaum, da das Einsetzen von Heftstiftchen in den losen Verputz und die Beschwerung mit großen Papierbogen die Bilder zweifellos zum Absturz gebracht hätte. Trotz dieser Schwierigkeiten gelang es, Alles zu kopieren, was wesentlich war, und nachher einige der Platten abzulösen. Was erhalten war, ist das Folgende: Sowohl die Außenw. der Cella, wie die Rückw. hinter dem Pfeiler waren mit drei Streifen, jeder etwa 62—64 cm hoch, bemalt. Zwischen diesen Bilderstreifen liefen schöne Ornamentborten als Trenner (Fig. 277, 278) hin. Da es heute schwer ist zu sagen, wo die Reihe der Kompositionen begann, so werde ich die Bilder in der Reihe aufzählen, wie sie freigelegt wurden, ohne dabei für die richtige Reihenfolge irgend etwas be- J) Vgl. ob. S. 25 Note 2. 2) Breite d. Sockels 2 m, Tiefe 1,28 m unten; unterste Stufe 15 cm br. u. h., zweite Stufe 10 cm br. u. h., dritte Stufe 5 cm br. u. h. Mittelkörper 20 cm hoch. Ming-Öi bei Qyzyl. Halle mit dem Zebuwagen. 125 häupten zu wollen. Die Bestimmung der Bilder im einzelnen ist mir bis jetzt nicht gelungen, wenn auch die Vorgänge im allgemeinen klar sind. Es handelt sich um irgendein oder mehrere Avadänas, in denen die Geschichte irgend eines Bodhisattva oder mehrerer Bodhisattvas erzählt wird. Ich beginne mit der mittleren Bilderreihe, da diese allein amieidlichsten erhalten ist und ich so in der Lage bin, die dürftigen Reste der Bilder, welche die erste und dritte Reihe ausmachten, durch die Nummern der in der Mitte erhaltenen in bezug auf ihren Standort zu bestimmen. Die Bilder der ganzen Wand R. v. Eing., sind zerstört, nur in der Ecke ist noch ein Bild erhalten: I Auf hochrotem Fond (Fig. 279) sieht man einen kleinen Lotus-teich, dahinter zwei stilisierte Bäume. Zwei Jünglinge holen Wasser aus dem Teiche, sie sind von brauner Farbe und Nebenfiguren der Haupt-szene. Einer von ihnen hat sein hölzernes Wasserfaß bereits auf dem Rücken und geht der Ecke zu, während ein anderer im Mittelgrunde das seinige durch Darauftreten unter die Wasserfläche zu bringen bemüht ist. Die Hauptperson ist ein hellgelb-farbiger Jüngling in reicherem Gewände als die dunkelfarbigen Wasser-holer, er trägt sein Wasserfaß in den Armen auf eine Frau zu, welche unter einem Tore steht und ihm Anweisungen zu geben scheint. Merkwürdigerweise ist der Busen der Frau nackt. Besonderen Wert, etwa zur Bestimmung der Frau, möchte ich darauf nicht lesen, da der Maler nackte Figuren zu lieben scheint. Es ist klar, daß die Frau dem Jüngling verweist, das Wasser so ungeschickt zu tragen. Ähnliche Funktionen scheinen auch zwei junge, hellgelbe Männer zu haben, von welchen der eine in der Ecke stehend, der andere hinter dem wasserschöpfenden Jüngling (d. h. dem dunkelfarbigen) dem ungeschickten Wasserträger zuzureden bemüht sind. Merkwürdig sind bei dieser Figur die ungeheuer groß ausgefallenen, antikisierenden Gewandzipfel. Es ist zu vermuten, daß es sich um die probeweise Hausarbeit eines jugendlichen Bodhisattva fürstlicher Geburt handelt, der etwa als Brähmanaschüler der Brähmani morgens Wasser holen muß und damit schlecht besteht. Rückwand. Von d. R. Seitenw. an folgen im Mittelstreifen d. Rückw. die nachstehenden Szenen: 126 Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle mit dem Zebuwagen. 3 Cd 2 (Fig. 280) Diese Szene zerfällt in zwei Teile: in der Ecke sitzen, in einer Säulenhalle nach der Mitte zu blickend, zwei Figuren, ein brauner, unbärtiger Jüngling in grünem Gewände; er redet eifrig mit einer vor ihm sitzenden hellgelben Frau, welche außer ihrem Geschmeide nackt ist. Sie wendet sich nach dem Jüngling um. Seine Füße scheint ein kleiner Diener gestützt zu haben. Auf die Halle zu schreiten drei Figuren: in der Mitte ein brauner Mönch (Kopf zerstört), welcher mit der L. eine nackte, stehende, hellgelbe Frau am Handgelenk hält, mit der R. einen Jüngling, welcher wie eine Replik des in der Ecke von 1 stehenden Jünglings aussieht, obwohl er wohl kaum dieselbe Persönlichkeit ist. Diese drei Figuren sind antikes Erbgut, trotz der nicht antiken Tracht und des entschieden indischen Schmucks der nackten Frau. Er besteht aus vier metallenen (gold-nen) um die Hüfte gelegten Ketten, welche gegen vorne sich vereinigen, indem sie entweder in einen Trichter münden oder einfach sich nähern. Die Mitte dieses Schmuckes bildet ein blumenför-miger Schamdeckel, welcher in dieser Form in Indien unbekannt ist. Besonders bemerkenswert sind die schlangenförmigen Waden-bänder der Frauen. Auf die Brust -ketten usw. und die merkwürdigen Ohrpflöcke mit Hängern, welche auch die Männer tragen, will ich nebenbei aufmerksam machen. Eine Erklärung der Szene kann ich noch nicht geben. 3 (Fig. 281) Ein kleines Bild; drei junge Männer, auf hohem Sitz in einer Halle sitzend, in eifrigem Gespräch. Der in der Mitte sitzende Hellfarbige scheint die Hauptperson zu sein, zu seinen Füßen kniet ein hellfarbiger Jüngling mit betender Gebärde. Er hat allein Stirnschmuck; er ist vielleicht der Bodhisattva, welcher reiche Leute um Gaben bittet (?). Vor ihm liegen Haufen von Silbereingüssen und Rollen von Stoffen (Seide). 4 Größeres Bild (Fig. 282). Ein Reisewagen mit zwei hohen Rädern, bespannt mit zwei Zebus, welcher von der Ecke her nach er trq' a EL Q. 3 3 3 a er 5ö 5"' Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle mit dem Zebuwagen. 127 der Mitte gewendet ist, ist mit Kaufmannsgütern — mit ganzen Lagen von Stoffen (Seide) — beladen. Er ist in der Art der modernen chinesischen Reisewagen mit einem bedeckten Häuschen aus Matten-geflecht versehen, vorn offen. Eine männliche Figur, welche fast ganz zerstört ist, geht dem Gespanne entgegen und scheint es zum Stehen zu bringen. Hinter dem Wagen folgt ein mit Rückenlast beladener Fußgänger (leider ist jetzt der Kopf zerstört) in interessantem Kostüm. Erträgt einen gegürteten Schoßrock mit Ärmeln und von oben nach unten breit-gestreifte Hosen bis zum Knie, bloße Waden und, wie es scheint, Filzstiefel. Er scheint mit dem R. Arm nach oben gegriffen zu haben, um die Rückenlast abzunehmen. Unmittelbar vor dem Wagen wird ein Mann, der Besitzer des Wagens, von einer entgegenkommenden Frau stürmisch begrüßt. Er trägt einen Schoßrock, wie der Mann, der dem Wagen folgt; darunter eine indische Dhoti. Das Gewand der Frau ist antik, ebenso das einer zweiten Frau, welche hinter ihr steht und mit der R. eine große Schale hält, in der sie mit der jetzt zerstörten L. aus einem hocherhobenen Gefäße Tee u. dgl. gegossen haben mag. Diese schönste und interessanteste Gruppe der ganzen Anlage ist in ihrem oberen Teil zerstört, so daß alle Köpfe und hoch erhobenen Arme verloren sind. Da die Platte auch sehr vermodert und in der Mitte geborsten war, konnte wenig von ihr gerettet werden. Die hergestellte Kopie ist zuverlässig. Die Darstellung (Empfang eines zurück -kehrenden Kaufmanns durch seine Angehörigen) ist ohne weiteres klar, wenn auch die Benennung der Figuren zurzeit unmöglich ist. 5 Es folgt ein größeres Bild, welches fast völlig zerstört ist. Sichtbar waren nur noch die Beine einer nackten Frau, vor welcher eine bekleidete Dame im Kostüm der in 4 vorkommenden gestanden haben muß. Seitenwand L. v. Eingang. In der Ecke folgt ein kleineres, interessantes Bild: 6 (Fig. 283) Ein junger Mann nähert sich nachdenklich einem Laden. Vor ihm kniet mit erhobenen Händen ein braunfarbiger Mann, ihn um etwas anflehend. Hinter dem Laden, dem erstgenannten Jüngling zur Seite, stehen zwei Jünglinge, welche ihm, scheinbar abmahnend, zureden. Im Laden selbst sitzt der Händler, einen Desemer vor sich haltend, und Halsketten zu bestehen. Es scheint sich um einen Bodhisattva zu handeln, der einem Bittenden eine Gabe gewährt, welche das gewöhnliche Maß eines Almosens übersteigt. Es folgt nach vorn: -z u X :j Sein Warenlager scheint aus Silberschalen (oder Glastellern?) Fig. 284. Bild neb. 6 Fig. 283 mittl. Reihe. Ming-Öi bei Qyzyl. Höhle m. d. Zebuwagen. Casettenhöhlen. 129 7 (Fig. 284) Das letzte erhaltene Bild. In der Mitte sitzt in einer Säulenhalle ein hellgelber König, R. von ihm seine unbekleidete, nur in d. ob. beschrieb. Weise geschmückte Frau. Er übergibt einen braunfarbigen Knaben (seinen Sohn?), indem er ihn beimR. Handgelenk faßt, einem vor ihm knienden Mönch, welcher seltsamerweise mit Ohrpflöcken und Armbändern versehen ist. Dahinter steht eine ältere, antik bekleidete Frau, welche dem König eifrig zuspricht. Zwei Nebenfiguren mit gefalteten Händen; der vordere braun, der hinten-sitzende hellgelb, füllen in der Ecke den Raum. Ganz nach vorn zu vor der thronenden Frau des Königs sieht man die Reste eines zerstörten Schiffes. Der junge Prinz wird also von einem Mönche zu einer Seereise abgeholt. Bilderreste im obersten Streifen« Hier ist wenig erhalten. Nur über 6 sah man noch einen stehenden Buddha zwischen Säulen von ähnlichem Stil, wie im Mittelstreifen. Er stand auf einer weißen Lotusbhime, sein Fond war schwarz. Über 7 war ein ähnlicher Buddha abgebildet. Bilderreste im dritten Streifen. Nur unklar erhalten: unter 1 ein in der Luft fliegender Buddha, gefolgt von einer Gottheit und von Vajrapäni, im Vprdergr. stehen Bäume, vor Buddha war ein hellfarbiger Bodhisattva, Gott oder König. Unter 2 eine Buddhapredigt, im Hintergr. Vajrapäni und ein fliegender Devaputra. Unter 3—-5 standen mindestens drei Buddhapredigten, in der Mitte schien vor dem Buddha eine prächtige Lampe zu stehen. Unter 6—7 ein predigender Buddha, hinter ihm Vajrapäni und Götter, vorn Mönche, ein meditierender Mönch, welcher vor einem einstöckigen Hause sitzt, Fig. 285, ist wie dieses wenigstens so weit erhalten, daß die Konturen kopiert werden konnten. Das Haus war weiß bemalt, die Fensterrahmen, Türrahmen und der Balkon (?) hochrot. Beim Ausräumen der Höhle fand Herr von LeCoq einen sehr schönen, aus Holz geschnitzten Gandhära-bodhisattva R. neb. dem Sockel. »Casetten«-Höhlen. In der Mitte etwa der großen Gruppe von mehr oder weniger zerstörten Höhlen, welche in der Felswand hinter dem modernen türkischen Hause (S. 41, Fig. 84 a b) in einer Flucht mit der Höhle »des Zebu-wagens« liegen, ist eine Reihe alter Höhlen, welche etwa in folgender Reihenfolge liegen: Tünseite In51 4 4 131 2[ 1 1 I ist eine ganz verräucherte Höhle, 2 eine kleine Höhle mit Nische in d. Rückw., welche durch eine Tür in ihrer R. Seitenw. mit 3 zusammenhängt, 3 eine fast quadratische Höhle, deren Vorderw. (Türw.) zerstört ist. 4 eine Doppelhöhle, welche ursprünglich durch eine jetzt zerstörte Mittelw. in zwei um ein Eck liegende Höhlen geteilt war, von denen jede einen schönen Casettenplafond gehabt hat. 5 eine stark verräucherte Höhle mit zwei Eingängen, die durch Zerstörung d. Türw. entstanden sind, so daß von ihr heute nur noch ein formloser Pfeiler übrig ist. Die Gemälde dieser alten und einst prachtvollen Höhlen sind völlig bis auf ein paar geringe Reste in 5 zerstört. Gerade diese Reste genügen aber, um zu zeigen, daß der Stil ihrer zerstörten Gemälde derselbe war, wie die der Höhle »m. d. Zebuwagen«. Notizen zu 3 und 5. Höhle 3 ist eine fast quadratische (etwa 4 m) Höhle, welche nur weiß-getüncht war, mit Ornamentstreifen versehen; vielleicht war diese Tünche alte, notdürftige Reparatur. Türw. fehlt, wie erwähnt, jetzt völlig. Inmitten der L. Seitenw. ist eine Nische mit Platz für eine Figur, wie es scheint, und mit Dübel-löchern in der Wand, welche die Figur hatten stützen sollen. Der Bogen der Nische hat die hufeisenartige Form der indischen Fenster und Türen. Etwa genau gegenüber auf d. and. Seitenw. sieht man ebenfalls einige Dübellöcher. Unmittelbar unter dem Plafond läuft ein bunter, etwa 15 cm hoher Streifen um alle Wände. Prachtvoll war der alte Plafond der Decke. Es war, wie die beiliegende Skizze zeigt, eine Casettendecke mit sechs aufsteigenden (A—E) dreieckigen Feldern und einem quadratischen Mittelfeld F, welches wie die umgebenden dreieckigen Felder völlig zerstört ist. Die Felder A, C, D, E sind nur mit Ornamenten z. T. sehr alten Stiles geschmückt. Am interessantesten sind Felder 5 I—4, in welchen ein stilisierter Doppeladler — Garuda — dargestellt ist, welcher Schlangen Grünwedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. Plafond von Höhle 3. A 3, 4 haben ihren Verputz und damit die Bemalung verloren. Vgl. hierzu die Tafel. 130 Ming-Öi bei Qyzyl. Casettenhöhlen. Nägaräjahöhle. zerreißt*). Auf der beigegebenen Tafel zeigt Fig. i die Rekonstruktion des Erhaltenen, und zwar so, daß die Schatten der aufsteigenden Balken vgl. Taf. Fig. 3 absichtlich weggelassen und alles flach dargestellt ist, um die Muster deutlich zu zeigen. Taf. Fig. 5 zeigt die Blumenornamente des inneren Streifens auf der hohen Seite der Balken und im Mittelstreifen der Rahmenbalken 1. Es ist anzunehmen, daß die braune Farbe, welche in A I, 2, B I—4, C I, 3, D I—4 und in den Seitenstreifen (am Rande auch im Mittelstreifen) der Balken den Fond bildet, ursprünglich vergoldete Teile repräsentiert. Höhle 5 mißt etwa 3,75 m ins Geviert. ' Die Se'tenw. nach Höhle 4 zu, welche ebenfalls Casettendecke hatte, ist fast ganz zerstört, doch sieht man unter dem Plafond noch Reste altertümlicher Wandgemälde mit denselben stark stilisierten Bäumen, wie in der Höhle »m. d. Zebuwagen«. Auch sind Reste z. T. figürlicher Art auf d. Rückw. und d. and. Seitenw. erhalten; doch ist über das Sujet der Darstellung nichts mehr auszumachen. Der Plafond ist ähnlich dem von H. 3 a), doch bildet die aufsteigende Decke nur fünf Felder^—E, welche nach den spärlich erhaltenen Spuren ähnlich bemalt waren, wie die in H. 3, nur in den ersten großen Feldern A ist je ein zweiköpfiger Garuda dargestellt gewesen, der eine menschliche Figur in Hindütracht in die Höhe trägt, während er mit dem Schnabel Plafond von Höhle 5. an Schlangenkörpern zerrt. Erhalten sind nur die in den Füllungen vor d. Hinterw. Nägaräjahöhle. Vor dieser Höhle (S. 42, Fig. 84 ab) lag noch ein querliegendes Tonnengewölbe Fig. 286 a, vor welchem erst der eigentliche Eingang, welcher jetzt völlig abgestürzt ist, gewesen sein muß. Auch dies Quergewölbe ist fast ganz herabgebrochen, nur R. v. Eing., welcher bei der hohen Lage der Höhle nur durch eine Gallerie möglich war, ist die Wand .mit der Lünette des Gewölbes, im übrigen die ganze Türw. der Cella erhalten. Diese Lünette enthält ein schönes Bild der Geburt Buddhas im Lumbini-Parke in der gewöhnlichen Komposition. Erhalten ist Mäyä, ein vor ihr kniender Gott (Indra) und ein sehr hübscher, dahinterstehender, schlanker Mahäbrahmä, einköpfig, in langem, weißen, schwarzpunktierten Gewände. Tür der Cella. Die Bemalung der Außenw. d. Tür ist zerstört. In der Lünette über der Tür sind die viel erwähnten, stilisierten Bergmuster mit davor sitzenden Buddhas, denen sich je ein Verehrer nähert, zu erwähnen. Inmitten dieser Szenen ist über der Türe eine kleine Nische, 70 cm hoch, 50 cm breit, 30 cm tief, deren Zweck rätselhaft ist. Auf der Türlaibung sind über einander Stüpas dargestellt mit wehenden Fahnen darüber und davorsitzenden Buddhafiguren, jedes dieser Felder ist 40 cm breit und 45 cm hoch. Auf d. inn. W. d. Tür A sind unten Schutzgötter dargestellt und zwar auf a (L. v. Eing.) ein geharnischter Nägaräj«, 3) mit einem Wolfskopf auf der Lanzenstange und einem Wirbel von Schlangenleibern hinter dem Kopfe, zwischen denen über dem Scheitel eine Zackenkrone erscheint, Fig. 287. Auf A (Türw. R.) ist eine stehende, unbärtige Gottheit dargestellt in weißem Gewände von ähnlicher Art, wie sie die Brahmäfigur der Vorhalle trägt, begleitet von einem knieenden Diener, Fig. 288. Es handelt sich um eine Lokalgottheit, deren Benennung uns entgeht. I Seitenwände der Cella 1, I. Die Seitenw. sind bis zum Beginn des Gewölbes 2 m hoch. ^ a j b Ihre Bemalung zerfällt in zwei Hauptteile: in zwei Reihen Buddhapredigten, je zwei in der ä c | d R-eine und einem um die ganze Höhle m. d. Seitengängen umgehenden 28 cm hohen Streifen ^ mit legendenhaften Darstellungen, von denen viele zerstört sind. 1 Die Buddhapredigten sind je 70 cm h., 1,5 cm br., von d. Rückw. gezählt stellt I, d deutlich b | a g die Predigt im Gazellenpark in der gew. Form dar 4). Die übrigen Bilder a, b, c sind sehr zerstört. Auf d. gegenüberst. Seite I ist b das wiederholt erwähnte Bild, in welchem ein Bogenschütze vor Buddha erscheint, im Hintergrunde zwei Mädchen in einem Gebäude 5). c 3 J) Vgl. L'Art d&oratif, 1910, S. 63. a) Die Maße des Plafonds sind: d. Plafond ist m. ein. 26 cm breiten Rahmen (1) umgeben, d. Balken (2) zw. A 1—4 u.B 1—4 sind 18 cm, die (3) zw. B 1—4 u. C. 1—4 16 cm, die (4) zw. C 1—4 u. D 1—4 12 cm breit. Mittelfeld E ist zerstört. Die Dicke d. einzeln Balken beträgt bei 1: 32 cm, bei 2: 26 cm, bei 3: 25 cm, bei 4: 23 cm, bei 5: 15 cm. Die Balken 2—5 schneiden, da wo sie die unt. liegenden decken, etwa l/$ des unterlieg, ein, und in dieser Tiefe liegen dann d. Felder. 3) Vgl. ob. S. 32, Fig. 61. 4) Vgl. die Repliken: Teufelsh. C Seiteng. II (Außens.); Mäyäh. 2. Anl. /' 8 (?) Mäyäh. 3. Anl. d' IV. 5) Vgl. die Repliken: Musik.h. R. III; Käsyapah. R. VI; Höllentopfh. b 2; Teufelsh. C Seiteng. II (Innens.); — Qumtura Nr. 19, Nr. 6. Vgl. auch Schwertträgerh. 3 usw. Ming-Öi bei Qyzyl. Nägaräjahöhle. 131 Fig. 286 b. a stellt den Brähmana im Flickenkleide dar, welcher sich vor Buddha verneigt. Im Hintergr. erscheint auch hier der vierköpfige ^Brahma im Flickenkleide, die übrigen Figuren des Parivära sind nicht bestimmbar1), cd sind sehr zerstört. Von den Bildern auf dem 28 cm hohen Streifen unter den Buddhapredigten konnte ich notieren, unter I, c drei Szenen: alte Brähmanas in einer Laubhütte, ein Toter davor, von einer alten Frau und einem Brähmana betrauert, ferner als dritte Gruppe: ein Reiter erschießt einen Jüngling (dieser ist zweifellos der Tote der vorigen Szene) mit einem Pfeil, während dieser mit einem Krug an einer Quelle Wasser holt. Drei Szenen einer Erzählung: Syämajätaka. unter I, d zunächst eine Gruppe nackter Mädchen, im Wasser stehend, zwei davon mit einem jungen Manne (Prinz oder Gott) beschäftigt, Fig. 289. Daneben ein geflügelter Dämon, welcher einen König wegführt. Dann als dritte Szene ein Dämon vor zwei betenden Göttern. Offenbar eine ausführliche Darstellung der Mus. H. zu Fig. 140 zitierten Erzählung. Wie erwähnt, laufen diese Bilderstreifen auch in den Seitengängen weiter. Rückwand der Cella. Vor d. Rückw. ist auf sehr niedrigem Sockel eine 2,10 m hohe, 30 cm tiefe Nische für das Kultbild gewesen mit sehr dünnen Seitenww. Fig. 286 b. Über dieser hohen Nische liegt eine zweite, sehr kleine in d. Rückw. 18 cm hoch, 20 cm breit, 14 cm tief. Die Rückw. der Nische ist mit Lattenornamenten verziert. Neben der Nische waren zur L. der Kultfigur (also wieder Gautama in Indrasailaguhä) Pancasikha mit der Bügelharfe, R. ein dreiäugiger Gott mit seiner Gattin und darüber fliegende Devaputras. Gewölbe der Cella. Das Gewölbe, das im Zenit noch 96 cm über den abschließenden ob. Gesimsen d. Seitenww. maß, ist größtenteils eingestürzt. Die Bemalung war nach den erhaltenen Resten zweifellos die *) Vgl. die Repliken: Kamingruppe A 3; Schwertträgerh. II; Gebetmühlenh. b 2; Mäyäh. 3. Anl. d' III. — Qumtura 19 Nr. 22; Kiris Tierfriesh. Rückw. 1. Fig. 287. Schutzgott (Nägaräja) auf Türw. a (unt.) Orig. 1,52 m hoch. Fig. 28 Schutzgott auf Türw. A Orig. 1,52 m hoch. (unt.) Fig. 289. Gruppe aus einer Jätakadarstellung. Breite 20 cm- I, d. 9* 132 Ming-Öi bei Qyzyl. Nägaräjahöhle. Teufelshöhle. diesem Stil geläufigste: Bergornamente mit davor sitzenden Buddhas und verehrenden Laien, welche Bilder sich in die Lünette üb. d. Tür (s. ob.) fortsetzten. Seitengänge neben dem Kultbild (2, II). Diese Gewölbe sind nur 1,40 m hoch. Ihre Türww. sind im Sturz mit Stüpas bemalt, in der Laibung mit Stifterbildern: Männern und Frauen in Klappenröcken. Sie haben an d. Langw. Nischen (60 cm tief, 70 cm breit, 1,5 cm hoch), eine (?) im Gange II, zwTei im Gange 2. Diese Langw., welche hier also ganz ungewöhnlich ausgestaltet waren, sind leider fast zerstört. Nur auf II (Langw.) sieht man Gruppen von Mönchen vor der Nische, also Stifterbilder, auf Langw. 2 auf dem 28 cm hohen Streifen unter den Nischen ein schönes Schiff, während der Rest zerstört ist. Auf den Schmalww. der Seitengänge 2, II sind die Bilder erhalten: auf 2 eine abgekürzte Darstellung der Ajätasatru-Legende (vgl. Fig. 92, S. 46), auf II Drona mit den Reliquien umgeben von acht Göttern. Im Zenit des Ganggewölbes 2 sieht man zwei fliegende Buddhas. Verbindungsgang hinter der Nische. Auch hier ist d. Rückw. zerstört. Sie enthielt zwei Nischen von ähnlichen Dimensionen, wie in den Seitengängen. Auf der Schmalw. 3 ist die Verbrennung der Leiche Buddhas dargestellt der Drache kommt aus dem Sargdeckel. Prächtige, fast lebensgroße Götterbilder (ein Gott und eine Göttin), die zu Häupten der Verbrennungs-§zene standen, sind ausgehoben und mitgenommen worden. Es ist sehr fraglich, ob die Seitenn sehen der Gänge der letzten Ausstattung der Höhle angehört haben. Im Gegenteil, es scheint wahrscheinlich, daß sie der Rest der alten Mondierung sind und daß die Höhle jetzt eine renovierte Anlage darstellt. Schatzsucher mögen die Hohlräume hinter dem letzten Verputz entdeckt und damit sie dahin vordringen konnten, die Bilder davor mit dem verschließenden Verputz abgerissen haben. Dann sind also die herausgenommenen Götterfiguren als Parivära des Parinirväna anzusprechen, welches auf die Rückw. gemalt war auf den verschließenden Verputz der Nischen in der Hinterwand. Die schönen Bilder der Höhle zeigen eine große Vorliebe für nackte Körper. Es liegt vielfach unmotivierte Entblößung vor. Die Hand des Malers scheint in Anlage 2 wiederzukehren. Teufelshöhle mit Annexen. Diese aus drei parallel nebeneinander liegenden Höhlen bestehende Gruppe, Fig. 290 a, Fig. 2906, scheint ursprünglich eine Gruppe gebildet zu haben. Der Vorbau bei allen dreien ist längst zerstört und damit auch die Türwände, vgl. Fig. 85 b, S. 42. Es sind zwei größere Höhlen von dem gewöhnlichen Schema: fast quadratische Tonnengewölbe als Cella, in d. Rückw. die Buddhanische, R. u. L. davon in den Berg führende Gänge, welche hinten durch ein quer liegendes Tonnengewölbe verbunden sind A, C. C ist erheblich tiefer als A, auch der hintere Gang bedeutend breiter. Besonders schön sind in dieser Höhle die bemalten Bogen, welche die Ein- und Ausgänge der Seitengänge neben der Buddhanische bilden. Zwischen diesen beiden größeren Anlagen liegt ein schmaler, tiefer Stollen B mit einem abgestuften, tiefen Gewölbe, ebenso wie die großen Höhlen sehr fein und reich ausgemalt, aber sehr zerstört. Zugänglich ist jetzt die Anlage nur durch ein Loch in der Wand R. v. alt. Eing. (I) der Höhle A. Von hier aus geht ein zweites Loch durch die Wand I nach B und von da, wie es scheint, eine alte Verbindungstür nach C hinüber. Außer den Plünderern, welche von dieser Seite (Seitenw. in A) in die Anlage gedrungen sind, sind die Hauptzerstörer der Höhlen Ziegen, welche auf demselben Wege in die Höhle dringen und durch Stoßen und Springen ganze Stücke des bemalten Verputzes zum Absturz bringen. Ich war Zeuge, wie die Tiere eine breite Tafel in A auf diese Weise zur Ablösung brachten, welche dann abstürzte und in Staub zerfiel. Außerdem fand ich zu meiner Überraschung, daß in den verschütteten Gängen an verschiedenen Stellen einzelne Köpfe herausgeschnitten waren. Stilistisch sind die drei Höhlen durchaus gleichartig. Die Ausführung der Bilder war etwas manieriert, fast miniaturenhaft. Die verwendeten Farben sind merkwürdig pastos; es scheint, als °.97 °< Fig. 290 a. Planskizze der drei nebeneinanderliegenden Höhlen: A, B, C. f a a b o o Fig. 290 c. Fig. 290b. Querschnitt d. drei nebeneinander lieg. Höhlen: A, B, C. Ming-Öi bei Qyzyl. Teufelshöhle A. *33 ob sie mit Eiweiß versetzt wären. Leider ist vieles zerstört, was sehr zu bedauern ist, da die Gemälde ungewöhnlich interessante Dinge enthielten. A. Gemälde der Cella. Gewölbe, Türw, und Nischenw. sind zerstört. Auf d. Seitenw. waren noch drei Streifen der alten Bemalung leidlich erhalten. Die obersten zwei Streifen enthielten je drei, fast quadratische Bilder mit Buddhapredigten in dem gewohn1ichen Schema, also zusammen zwölf Buddhapredigten, aber sehr zerstört und zerkratzt. Darunter ein Streifen Höllenbilder auf W. L. v. alt. Eing. (1), über welche ich hier nichts Ausführliches sagen kann, da es mir an Ort und Stelle unmöglich war, detaillierte Beschreibungen oder Skizzen herzustellen und da die ausgehobenen Tafeln noch z. Z. in den Kisten liegen. Welche Bilder auf der gegenüberstehenden Seite (I)*den dritten Streifen gebildet haben, weiß ich nicht; denn diese Bilderreihe war arg verschimmelt und wurde, wie erwähnt, von Ziegen herabgestoßen und zerstört. Aber die Reste schienen Orig. 42 cm h. Fig*. 292. Fortsetz. v. Fig. 291. Orig. 40 cm hoch. darauf hinzuweisen, daß es sich um Fortsetzungen der merkwürdigen Bilder auf den Langseiten der Seiten -gänge (2, II) handelte. Gemälde in den Seitengängen neben der Buddhanische (2, II). Die Gewölbe dieser Gänge waren mit Bergreihen bemalt, dazwischen kleine, miniaturenartige Szenen: die Aufopferungen der Bodhisattvas, in 2 bildete im Zenit des Gewölbes ein fliegender Buddha den Mittelpunkt, hinter ihm ist noch ein fliegender Vogel erhalten. Auf d. inn. Seitenw. der Gänge (2 II) sind eine Reihe von merkwürdigen Stifterbildern erhalten gewesen, die Männer unter ihnen haben die Tracht und die Ausrüstung der Stifter der »Schwertträgerhöhle«. Ähnliche Kostüme trugen die zahlreichen Frauen und Mädchen dieser Reihe. Einige dieser Figuren sind etwas durch eingedrungene Feuchtigkeit beschädigt, alle aber haben Inschriften in Brähmicharakter gehabt, und wenn ich mich richtig erinnere — die Bilder liegen noch in den Kisten — in Sanskrit. Auch von diesen Figuren kann ich nur aus der Erinnerung sprechen, da ich an Ort und Stelle nicht die Zeit fand, alles, was zum Vorschein kam, zu kopieren. Die Platten sind sämtlich im Original ausgehoben und jetzt im Museum vorhanden. Äußere Seitenw. (Langww.) der Gänge. Im Gang 2 waren auf d. Langw. in zwei Reihen Legendenbilder dargestellt, wie es scheint, Jätakas oder Avadäna-Erzählungen. Beachtenswert ist die Szene des Mannes, welcher 134 Ming-Öi bei Qyzyl. Teufelshöhle A. mit einer Schlinge Kinnaris fängt. Alles, was gerettet werden konnte, wurde ausgehoben. Ich muß also auch hierfür auf die Zeit verweisen, wo die in den Kisten lagernden Dinge ausgepackt sein werden. Gang II, Außenseite (Langw.): Auch hier waren übereinander zwei Reihen Legendenbilder. Leider sind sie sehr zerstört. Etwa in der Mitte der oberen Reihe ist die skizzierte Gruppe (Fig. 291). Man sieht noch den bekleideten Unterkörper eines daliegenden Mannes von weißer Hautfarbe, dem sich ein gelbfarbiger, un-bärtiger Jüngling mit Lendentuch, Hals-, Brust- und Armschmuck und Wadenstrümpfen mit einer runden Flasche, die einen merkwürdig breiten Deckel hat, nähert. Es scheint sich um eine Lebensrettung zu handeln, denn daneben ist die folgende Skizze abgebildet. Ein Mann von weißer Hautfarbe wird von einem gelbfarbigen Jüngling (in beiden Fällen haben die Figuren die Köpfe eingebüßt) aus dem Wasser gezogen (Fig. 292). Die Personen scheinen dieselben zu sein, wie in der vorigen Szene. Untere Reihe. In d. unt. Reihe hat sich das Folgende erhalten. Unter der erstbeschriebenen Gruppe d. ob. Reihe sieht man ein Zauberopfer dargestellt. Ein fast quadratisches Feld, aus vier Streifen bestehend, gedeckt durch einen gleich breiten Querstreifen, bildet den Ort der Zauber- oder Opfer-handlung. Es liegt tiefer, als der umgebende Rand, von dessen Seiten drei (erhaltene, wohl eigentl. vier) Treppchen herabführen. Neben den erhaltenen drei Trepp-chen liegen je zwei abgeschlagene Tierköpfe. Dem Opferplatz nähert sich ein alter Brähmana, welcher, nach rückw. blickend, einer ihm folgenden Dame eine einladende Gebärde macht. Über dem Ganzen schwebt eine langbekleidete Gottheit, welche mit ausgestrecktem R. Arm eine gewährende Bewegung zu machen scheint, während sie in dem L. Arm etwas getragen hat, was jetzt zerstört ist. Sicher galt der Gottheit das Opfer, vielleicht um Kindersegen, Fig. 293. Nach innen zu folgt, durch eine Linie von dem beschriebenen Bildchen getrennt, die folgende Szene. Ein alter Brähmana, gefolgt von einem Schüler (er ist wohl identisch mit dem Brähmana der Opferszene), wendet sich nach innen einem vor ihm knienden König zu. Dies Bild könnte die Bitte des Königs um einen Sohn darstellen. Nach der Cella zu schließt sich an die Opferszene das folgende Bildchen: ein Brähmana mit einem Fläschchen in der L. thront in einem Palaste, vor ihm kniet eine Dame (die Aureole bezeichnet sie als Königin) und reicht dem Brähmana Fig. 293. Höhle A Gang II unt. Reihe unter Fig. 291. Orig. 6° cm hoch. Ming-Öi bei Qyzyl. Teufelshöhle A. 135 einen unbestimmbaren Gegenstand. Noch weiter hin folgt ein Bild, welches einen Prinzen auf einem Elefanten darstellt, ihm folgt ein Reiter. Der Rest ist zerstört. Hinterer Gang 3. Gewölbe und Rückw. sind zerstört. Auf der inn. (Schmal-) W. sind zwei Reihen legendenhafter Darstellungen erhalten. Darüber sind noch schöne, miniaturenartig ausgeführte Ornamentborten und darüber stilisierte Berge, belebt mit Kägliks. Die darunter noch leidlich erhaltenen Streifen enthielten das Folgende: In d. ob. Reihe v. R. Gange (II) her sieht man einen, thronenden König und eine dunkelfarbige Königin. Vor ihnen kniet ein König oder Gott und eine Dienerin in einem chlamys-artigen Gewände, welche Cintämanis trägt oder eine Krone mit Zacken, welche Cintämanis gleichen; dann folgt eine neue Gruppe: ein thronender König mit seiner Königin, davor eine Lücke, endlich in der Ecke ein Brähmana in einer Laubhütte, welcher ein Gott sich nähert, während ein zweiter heranfliegt. In d. unt. Reihe ist ein schießender prinz-licher Bogenschütz erhalten; dann sieht man noch zwei Männer mit Langschwertern fechten, es scheint sich um die Waffenübungen des Bodhisattva zu handeln (vgl. Treppenhöhle S. 117 f.). Es folgt als weitere Gruppe König und Königin thronend, erste-rer mit ausgestreckter L.; dann folgt ein Baum mit Pfauen und endlich noch eine halb zerstörte weibliche Figur, welche zur letzten und reizvollsten Gruppe gehörte. Diese ist in Fig. 294 dargestellt. Ein nur mit Lendentuch und langem Shäl bekleidetes Mädchen steht unter einem stilisierten Baume, davor knien zwei Zofen, und zwei Mädchen kommen mit Wasserkrügen herbei. Interessant sind die mit mäanderartigen Mustern mattgelb gefälbelten Kleider der Mädchen, wie ihr übriges Kostüm und ihre Haltung, welche als Ausläufer antiker Badeszenen auf Vasenbildern betrachtet werden mögen. Die Darstellung wird wohl als das Bad der Mutter Gautamas Mäyä*) erklärt werden müssen. Es scheinen also die beschriebenen Bilder die Jugend des Bodhisattva dargestellt zu haben. Von besonderem Interesse ist dabei die Fig. 294. Höhle A Hint. Gang (3) Bild aus d. unt. Reihe. Orig. 64 cm hoch. r) H. Alabaster, The wheel of the law, Lond. 1871, S. 80. 136 Ming-Öi bei Qyzyl. Teufelshöhle, Gang B, Annex C. . 3 orq p 3 c a Cu - C c seltene Darstellungsreihe, welche sich auf die Verheiratung seines Vaters Suddhodana und seiner Mutter bezogen hat. B. Bemalung des Ganges B. Diese Bilder sind leider sehr zerstört; es läßt sich nur noch erkennen, daß auf d. Ww. am alten Eingang der Höhle, der jetzt von vorn nicht mehr betretbar ist, je vier Buddhapredigten b | a S waren, aber etwas anders komponiert wie die gewöhnlichen. Erhalten von den merkwürdigen Figuren der sitzenden figurenreichen Pariväras sind einige Götter- und Dämonengruppen, welche ungewöhnlich interessant sind. Die Bilder waren auf W. R. v. alt. Eing. (I) also angeordnet: ab c Wand I d je eine Predigt Buddhas, hier leider sehr zerstört. Beachtenswert ist ein schwerttragender Dämon (Vemacitra?) in der vord. Reihe des Parivära von a (Fig. 295). Auf der gegenüberlieg. W. (1) waren die Bilder ähnlich angeordnet: in b vor Buddha ein Teich mit weißen und roten Enten, über Buddha sah man Sonne und b Mond. Im Parivära L. vom Buddha bildet die zweite Götterreihe eine merkwürdige Gruppe: eine d sitzende Göttin mit reichem Kopfputz, welche ein Kind säugt, die Göttin blickt nach einem Gott Ö um, welcher hinter ihr sitzt und eine starkstilisierte Blume (Hahnenkamm?) hält er trägt ein Wand 1. merkwürdiges Armeigewand und weite Hosen mit Mustern, wie sie z. T. noch auf ledernen Über-hosen im Lande vorkommen, dazu eine Art Käppchen, dessen vordere Bekrönung an babylonisch -assyrische Dinge erinnert (Fig. 296). Unmittelbar unter dieser Gruppe ist ein weißer, vierhändiger (drei Hände sind erhalten !) Siva mit drei menschlichen Köpfen und einem tierischen (Rinds-?) Kopf an der L. Seite der hochgebundenen Frisur, neben ihm der weiße Stier Nandi und hinter ihm die Göttin Pärvati mit gefalteten Händen, ohne besonderes Attribut (Fig. 297). Dahinter steht noch ein Gepanzerter mit schwarzer Hautfarbe, welche wohl Kärtikeya darstellen soll. Viel mehr ist von diesen einst sehr feinen Bildern nicht mehr zu erkennen. Auf dem Gewölbe waren nach beiden Hälften hin (über I und I) kleine Berge in Reihen hintereinander aufsteigend gemalt und vor jedem dieser Berge eine Aufopferung eines Bodhisattva. Über W. I nach folgendem Schema; die Gruppen aus den Feldern 4, 8, 10 zeigen die beigegebenen Skizzen Figg. 299, 300, 301. Daß auch das Sasajätaka unter diesen Darstellungen war, habe ich in Erinnerung, vergaß aber leider zu notieren, in welchem Felde. Es war fast identisch mit der Darstellung im Gange der Höhle C, Fig. 298. Zwischen diesen Darstellungen sieht man im Zenit des Gewölbes einen menschenköpfigen Garuda, einen fliegenden Buddha und die Sonne als Scheibe. Es darf nicht vergessen werden, zu erwähnen, daß die Wandgemälde dieses Raumes eine Restauration einer älteren Höhle darstellen, deren alte Bemalung an den Stellen, wo die jüngeren Bilder abgerissen sind, zum Vorschein kommt. Von d. Türw. dieser Höhle ist R v. alt. Eing. ein Rest erhalten. Die Bemalung des unt. Teiles d. W. bestand aus einer Reihe von Stiftern in Tracht und Haltung der Stifterbilder in den Seitengängen von A. Die Seitenww. der Höhle — 1, I — waren zweifellos mit Streifen quadratischer Bilder mit den oft erwähnten Buddhapredigten bemalt, auf W. R. (I) sind Spuren von zwei Reihen solcher Bilder erkennbar auf der gegenüberstehenden Seite (1) ist scher noch eine Reihe von vier solchen Bildern erkennbar. In W. I aber ist im Abstand von 1 m v. d. Rückw. der Cella eine Tür, welche I m breit ist und eine 65 cm hohe Schwelle (Stufe) hat. Fig. 296. Göttergruppe aus d. Bilde B 1, b Orig. 44 cm h. Fig. 295. Dämonenfig. aus d. ersten Reihe des Parivära d. zerstörten Bildes (Buddhapredigt) B I a. Offenbar ders. Dämon, wie Käsyapa-H. Fig. 178, Mäyä-H. 3. Anl.-Vorhalle und Höllentopf-H. b, ö. Asura Vemacitra? Ming-Öi bei Qyzyl. Teufelshöhle, Annex C. 137 Auf dieser Schwelle ist in d. Rieht, d. W. I noch ein Rest einer Buddhapredigt genau wie die oben erwähnten erhalten und zwar das schon in Ming-Öi beim Qumtura notierte Bild, auf welchem ein Asket im Flickenkleide Fig. 299. Gewölbe B I, 4 Orig. 20 cm hoch. Fig. 300. Gewölbe B I, 8 Orig. 18 cm hoch. Vgl. Mus. Fig. 139. Vgl. Mus. Fig. 140, S. 69. sich vor Buddha verneigt*). Es geht daraus hervor, daß die Wand hier die jetzige Tür schloß, welche C mit B verbindet und daß diese von späteren Besuchern wieder durchgebrochene Tür von der alten Anlage herrührt, 0 Vgl. ob. S. 20, Fig. 38. I38 Ming-Öi bei Qyzyl. Teufelshöhle, Annex C. Fig. 304. Bemalung d. inn. Türpfeilerseite (Laibung) von C, 2, Äuß. Breite 25 cm. Randstreifen weiß mit hellblauen, sechsstrahligen, feingeglied. Sternen und Punkten. Die darüberstehenden Blumen bunt. Fig. 301. Gewölbe B I, 10. Orig. 17 cm hoch. Unbekannt. Fig. 305. Der zweite Drache v. unt. im Bogen von C, II. Hoch 17 cm. Fig. 306.' Drache aus d. hint. Bogen von C, 2, der zweite von der Innenseite unten gerechnet. Hoch 12 cm. Fig. 303. Bemalung der inn. Bogen der Seitengänge 2, II von Höhle C. Fond des Bogens, in welchem die Fig. des Devaputra steht, hellblau (also Himmel), große Blumen rot; kleine Blumen hellblau m. weiß. Punkten; Körperfarbe weiß, Halsband hellblau, Guirlande rot mit zwei Reihen weißer Punkte. Bei C, 2 hinten —» Drache Fig. 306; darunter —? Fig. 307; Die Felder 1, 3, 5, 7, 9, 11 rot; 2, 10 hellblau; 4, 8, 12 hellgrün; 6 weiß. s Fig. 3°7« Drache wie Fig. 306, unmittelbar darunter. Hoch 12 cm. Fig. 305—307 waren auß. eingefaßt von ders. Bordüre wie Fig. 304. Fig. 302. Fig. in d. Hand einer schweb. Gottheit im Zenit des Gewölbes von C bei 3. Fig. 309. Lattenornament an der Außenseite des Pfeilers im Gang 2 von C 25 cm breit. Ming-Öi bei Qyzyl. Teufelshöhle, Annex C. 139 deren Spuren wir in den auf d. Seitenww. unter der jetzigen Bemalung hervorlugenden, alten Bilderresten beobachten konnten. Der Teil d. gegenüberlieg. Seitenw. I, welcher seines Bilderschmucks beraubt ist, hat ein ganz seltsames System von Nischen und Löchern (Fig. 290 c). In der Mitte lag ein Halbbogen, unter dem die Wand zurücktrat mit drei Löchern in dem überkragenden Teil (3), darunter (2) folgen 2,34 m hoch vom Boden zwei Nischen etwa 40 : 40 cm und zwei Balkenlöcher, darunter eine Reihe Löcher in der Höhe von 1,90 m vom Boden (1) 18 cm hoch, 14 cm breit und darunter noch 80 cm vom Boden eine größere Nische und eine kleinere (wie die sub 2), über welcher 58 cm höher noch zwei riegelartige Nischen (25 cm hoch, 34 cm br.) erhalten sind. Da die gegenüberlieg. Wand nur zehn Balkenlöcher in der Höhe von I zeigt, drei größere in der Höhe von 2 und den Bogen 3 mit den nach unten liegenden Öffnungen, so dürften diese Anlagen wohl der letzten Ausstattung angehört und zur Befestigung von Baikonen und reichem Figurenschmuck gedient haben. Vielleicht war aber auch eine ältere Einrichtung einer neuen Montierung adaptiert. Die Ausschmückung d. Rückw. mit der Kultfigur ist völlig verloren, was um so mehr zu bedauern ist, als alle Anzeichen darauf hinweisen, daß die sehr sorgfältig und reich ausgestattete Höhle hier etwas Ungewöhnliches geboten hat. Aus den zahllosen, wild zerstörten und zermalmten Trümmern von Figuren, welche bei der Ausräumung zum Vorschein kamen, ließ sich eben nur feststellen, daß der Figurenschmuck sehr reich gewesen sein muß. Die Nischenw. ist 2,05 m breit, die Nische selbst 1,70 m, 55 cm hoch vom Boden, 2,00 m hoch, 75 cm tief. Gewölbe der Cella. Beide Hälften des Gewölbes waren in der oft beschriebenen Weise mit stilisierten Bergreihen bemalt mit den Darstellungen der Aufopferungen der Bodhisattvas usw\ Im Zenit waren, vom Kult-bild aus nach vorn gezählt, noch die folgenden Figuren erhalten, welche mit den Gesichtern nach der Eingangs-tür orientiert waren, mindestens ebenso viele Figuren (über 7 hinaus) sind mit dem Ruin des vorderen Teiles des Gewölbes zugrunde gegangen: 7654321. 1 ein schwebender Mönch, 2 leere Vesica mit leerer Aureole, 3 schwebende Gottheit, welche in der R. eine dunkle Scheibe hält, auf welcher ein sechsstrahliges Flammenrad erscheint, Fig. 302, 4 meditierender Mönch, der in einer Laubhütte sitzt, 5 Mönch im Monde sitzend von vier Gänsen getragen, 6 Mönch meditierend auf vier Elefanten sitzend, 7 Mönch meditierend, umgeben von einem Kranz von Schlangen. Der Bilderstreifen enthält eine Variante der Legende von der Sumägadhä, vgl. unt. Mäyäh. 2. Anl. Fig. 382. Seitengänge neben der Nische der Kultfigur (2, II). Die Seitengänge waren außerordentlich schön ausgestattet und reich bemalt. Wie erwähnt, hatten beide Gänge 2, II nach beiden Seiten volle Türen mit schönen, hufeisenförmigen Bogen darüber. Vor den Türen waren nach der Cella zu Pfeilerchen aus Holz vorgesetzt, welche auf kugelförmigen Sockeln ruhten. Ein einziger solcher kugelförmiger kleiner Pfeilerfuß (blau bemalt) ist noch erhalten auf d. Langw. v. Seiteng. IL Bemalung von Seitengang 2. In der Türlaibung (vord. Tür) sind Medaillons gemalt mit Köpfen von Göttern und Dämonen, beiderseits mit bunten Ornamentstreifen begrenzt (Fig. 304), im hint. Bogen fast gotische Drachen (»Basilisken«) mit den selben Bordüren (Fig. 305,306, 307). Alle diese Drachenfiguren sind ins Museum gelangt. Das Ornament auf der Innenw. des Türpfeilers ist an der vord. Tür zerstört, in der hint. erhalten. Die inneren Lünetten des Ganges sind mit einer girlandenhaltenden Gottheit bemalt, deren Ableitung aus verwandten Figuren der Gandhära-Schule offenkundig ist (Fig. 303). Gewölbe von Seitengang 2. Im Zenit des kleinen Gewölbes (hoch 1,85 m) sind drei schwebende Buddhas abgebildet. Darunter sind nach beiden Seiten die Gewölbehälften mit Darstellungen von Bodhisattva-Aufopferungen ausgemalt, welche in diesem Gang sehr zerstört sind. Ein buntbemalter Rundstab und ein Ornamentstreifen bildet den Übergang zu den Wänden des Ganges (Fig. 310, A, B, C, D.) Seitenww. des Seitenganges 2. Sie sind in zwei Streifen geteilt. Der unt. Streifen enthält auf beiden Wänden Stifterbilder und zwar auf Pfeilerw. fünf Mönche. Rest zerstört. Auf Langw. sieht man einen Mönch und hinter ihm sechs Damen, drei mit Brähmiinschriften. Diese Tafeln sind ins Museum gelangt. Der ob. Streifen enthält je ein Bild, welches die volle Wandbreite und 86 cm Höhe hat, jedes stellt eine Szene aus dem Leben Buddhas dar, und zwar auf der Außenseite Märas Angriff auf Buddha (Fig. 311—315). Dieses ursprünglich sehr schöne Bild auf dunklem, mit bunten Blümchen ausgefüllten Grund ist leider sehr zerkratzt. Ich habe mir aber alle Mühe gegeben, die erhaltenen Figuren möglichst zu erkennen. Daraus ergibt sich das folgende Schema: ß g g ^ I Gautama Buddha thronend, 2 die Göttin der Erde unter Buddha, sehr zerkratzt, 3, 4 große IO j Dämonenfürsten, ebenfalls zerkratzt, 5 ein zu Boden Gestürzter, welcher von einem anderen aufge- 4 3 hoben wird, offenbar der überwundene Mära, 6 eine Trommlergruppe: ein elefantenköpfiger Teufel 5 2 trägt eine Trommel an einem Strick auf seinem Rücken, auf welche ein anderer Teufel mit Schlägeln 140 Ming-Öi bei Qyzyl. Teufelshöhle, Annex C. Fig. 308. Bemalung d. inn. Türpfeilers v. C II hint. — (Lai-bung im vord. Bogen verloren, war wohl wie Fig. 304?) Gegenüber dass. Ornam. Aus d. Bogen C II stammt auch Fig. 305. Fig. 310. Sims, welches den Bogen der inn. Gänge 2, II in C über d. gerad. Wand abschließt: A Rundstab 8 cm hoch, abwechselnd hellblau u. dunkelrot mit weiß. Linien, Punkte im Blau dunkelrot, im Dunkelrot hellblau. B untere Streifen der Innens. des Ganges; hellblau m. weiß. Linien, C unt. Streifen der Außens. ob. Streifen hellblau m. weiß. Linien, unterer hellgrün, B, C 6 cm h. D unt. Streifen von Fig. 310 über d. Märabilde (Figg. 311—315) hellblau darüber u. darunter weiße Linie, Kreise und Punkte rot. Ming-Öi bei Qyzyl. Teufelshöhle, Annex C. 141 schlägt (Fig. 312), 7 eine 6 entsprechende Trommlergruppe: ein löwenköpfiger Teufel (Fig. 311) trägt einen Kessel an einem Strick auf dem Rücken, auf welchen ein anderer Dämon mit einem Kfummstock schlägt, vorn sieht man noch einen schnauzbärtigen Teufel. Die Blümchen im Fond sind hellblau mit weißen Randpunkten, die Blättchen hellgrün; 8 ein weißer, dreiäugiger Dämon auf einer Schnecke trompetend, sein Körper ist mit Augen bedeckt (Fig. 315), 9 ein vier-armiger Teufel mit flammendem Haar und Töpfen als Ohren (kumbhakarna) dringt mit einer Lanze und einem Dreschbrett auf Buddha ein (Fig. 314); (dies. Figur, dreiköpfig, einen Berg schleudernd, vgl. Mäyäh. 2. Anl:, Fig. 384), 10 ein Dämon mit blauem Schweinekopf (Fig. 313), in dessen Gebiß ein weißer Schädel sitzt, scheint mit einem Bogen geschossen zuhaben. Ob. Streifen Innenseite Seiteng. 2. Die ganze Wand füllte eine Predigt Buddhas aus. Buddha sitzt en face in der Mitte, umgeben von Göttern und Dämonen; vor Buddha ist ein runder kleiner Teich mit einer betenden Figur davor. Schwer bestimmbares, sehr zerkratztes Bild J). Fig. 316. Fig. 317. ViSväntarajätaka aus d. Mitte des Innern des Gewölbebogens Betende Gottheit aus d. Hintergr. d. Predigt von Benares: v. Seiteng. 2 Höhle C. Das vord. Kind weiß, das hint. hellbraun ob Bild d. Langw. Seiteng. II, Höhle C. (Beide Kinder Knaben!) Orig. 43 cm h. Bemalung von Seitengang II. Die-Bemalung des vord. Bogens ist zerstört, im hinteren Bogen waren wieder Drachen gemalt, an den Pfeilern Ornamente. Im Zenit der Decke des Ganges ebenfalls drei schwebende Buddhas, unten Aufopferungen der Bodhisattvas, wie auf dem Gewölbe im Seiteng. 2, in der Mitte der Innenseite war zweifellos das Visväntarajätaka abgebildet: Rest davon Fig. 317. Seitenwände des Seitenganges II. Sie sind ebenso wie im G. 2 in zwei Streifen geteilt. Die unt. Streifen stellen wieder Stifter vor und zwar sind es hier durchweg Männer mit langen Schwertern. Darüber ist wieder in voller Breite der Wand und 86 cm hoch je eine Buddhapredigt und zwar auf d. Innenw. der Bogenschütze vor Buddha, den Bogen spannend, und zwei Frauen an einem offenen Fenster 2), auf d. Außenw. die Predigt von Benares. Bemerkenswert waren auf diesem Bilde die naturalistisch gemalten Hirsche R. u. L. neben dem Dharmasymbol vor dem Buddha, welche den Gazellenpark andeuten 3). Hieraus die Abb. Fig. 316. Bemalung und Ausstattung des hinteren Querganges. Der ziemlich breite, hintere Verbindungsgang war nicht von einem Gewölbe überspannt, sondern hatte eine ganz gerade Decke. Sie ist 2,90 m hoch. Vor x) Vielleicht identisch m. Bild Mäyäh. 3. Anl. Türw. c unt. 2) Ident. m. Musik.h. R. III; Käsyapah. R. VI; Höllentopfh. b2\ Nägaräjah. 1 b\ Qumtura Nr. 19, 6. 3) Vgl. Nägaräjah. I d; Malerh. (2. Anl.) L. 4; Mäyäh. 2. Anl. f'8, 3. Anl. d' IV. 142 Ming-Öi bei Qyzyl. Teufelsh. m. Annex C. 2. Anlage. d. Hinterw. ist als Rest eines Parinirväna des Gautama Buddha ein großer Sockel erhalten, welcher sich die ganze Breite der Wand entlangzieht. Von der Buddhafigur usw. ist nichts mehr erhalten. Nur sieht man unter dem Plafond Reste zahlreicher plastischer Figuren und auf der Decke selbst halbzerstörte Gemälde, welche herbeifliegende, musizierende und Blumen werfende Götter darstellen. Sie sind sehr schön gewesen. Die dem Nirvänasockel gegenüberlieg. Schmalw. war in folg. Weise ausgestattet. Unter drei Dübellöchern, welche zur Befestigung eines Balkons oder großer »Clay«-Figuren gedient haben mögen, ist unt. in d. W. eine oben abgerundete Nische A 1,10 m h., 67 cm br. Welche Figur in der Nische gesessen hat, läßt sich nicht mehr ausmachen. Umgeben war die Nische von zehn gemalten, stehenden und knienden Religiösen. Diese Figuren sind j ^ etwas höher als die Nische. Über der Nische sieht man vier prächtige Phönixe. Viele Köpfe der früher sehr schönen Mönchsfiguren fand ich herausgeschnitten: I ein nackter Jaina-digambara, der Kopf ist herausgeschnitten, die Merkwürdigkeit aber, daß die Figur ein Lingavalaya trägt (genau von ders. Form, wie sie noch in Indien ge-.? u s tragen werden) hat der Mann, der die Platte ausschnitt, übersehen, 2 ein Mönch im Flicken -kleid, 3,4, 5 drei buddhistische Mönche; der mittelste von ihnen hat ganz dunkle Hautfarbe. Alle diese Figuren stehen. 6, 7 sind zwei kniende Mönche, 6 ist von ganz dunkler Hautfarbe. 8, 9, 10 drei stehende Mönche, der mittelste ist wieder von dunkler Hautfarbe. Nach meiner Auffassung gehört diese Gruppe noch zum Parivära des vor d. Rückw. des Ganges dargestellten, ins Parinirväna eingehenden Gautama Buddha, welcher zerstört ist. 8 3 10 6 7 3*5 1 z 2. Anlage. Am Ende der Hauptgruppe der Höhlenanlagen (Fig. 85 b) führt unter der von uns »Teufelshöhle« genannten Höhle ein schmaler, rauher Pfad in NO-Richtung am Rande der Berge in die Höhe, um auf einer vortretenden Spitze angelangt fast direkt in N-Richtung in ein rauhes Tälchen zu führen, welches unmittelbar unter der letzten Erhebung der Hauptberge liegt. Der ganze Weg, welcher in seiner vorderen Hälfte hinter einigen sehr zerstörten Höhlen, welche in der Fortsetzung der Hauptgruppe am Fuße der Berge lagen, entlang läuft, mag etwa eine halbe Stunde betragen. Unter der erwähnten höchsten Erhebung der Hauptberge liegt in einer Reihe eine interessante Anlage, über welche unten noch ausführlicher die Rede sein soll. Geht man von dem Tälchen am Fuße dieser großen Gruppe noch etwas in fast O-Richtung über einige rauhe Erhebungen abwärts, so trifft man auf eine vereinzelt liegende stark zerstörte Höhle. Sie war einst schön bemalt, aber ist nun so zerstört, daß sich nichts Nennenswertes bei ihrer Räumung ergab, außer etwa die Beobachtung, daß ihr Gewölbe mit dem bekannten Bergmuster (Buddha- und Bodhisattvadarstellungen) bemalt war. Die Hauptanlage liegt, wie die beigegebene Skizze Fig. 318 zeigt, hinter einer ziemlich ungleich hohen Terrasse, welche besonders in der Mitte (zw. % und y) deutlich ist. Es scheint sogar, als ob die mit diesen Buchstaben bezeichneten Punkte irgend eine Anlage (Treppenwangen oder Stüpas auf Vorsprüngen) andeuteten; erhalten ist davon nichts mehr, da die bezüglichen, sicher aus ungebrannten Ziegeln aufgeführten Gebäude unter den Schlammrunsen, welche sich über die Mitte der Anlage ergossen haben, verschwunden und darin verbacken sind. Noch schlimmer verschüttet mit dicken Schlammassen, welche vom Gipfel der Berge sich herabgegossen haben, waren die anliegenden Höhlen 16, 17, 18, 19. Auf der Höhe der Bergkuppe über den Höhlen sind Reste von Gebäuden; anscheinend waren es Stüpas. Beginnen wir mit der O-Gruppe, welche nach meiner Zählung die Nummern 1—6 umfaßt, so fällt uns auf, daß sie etwas mehr zurückliegt, als die Hauptterrasse und daß auch die ihr vorliegende Terrasse bei weitem nicht so regelmäßig ist, wie die im Zentrum der Anlage gelegene. Gruppe 1—6 enthielt Wohnhöhlen (Asketenhöhlen) 2—4 und eine schön aus- gemalte Höhle des Fig3l8 Skizze der zweiten Anlage. jüngeren Stils (1). Ming-Öi bei Qyzyl, 2. Anlage. H3 Löcher für dfe Befestigung d. Balkone. Fig. 319 a. Fig. 319 b. 1. Ajätasatru-Höhle. Die Höhle repräsentiert den gew. Typus (Abb. 319 a b): Cella mit Nischenwand (Rückw.), zur R. u. L. Seite schmale Gänge, welche in den breiten, hinteren Gang führen. Unter dem Gewölbegesims der Cella lief wiederum ein langer Holzbalkon entlang. Die Löcher für Tragbalken sind noch in der Hinterw., die des Geländers in der Rückw. als große quadratische Vertiefungen sichtbar. Hier dürften also wiederum »Clay«-Figuren musizierender Götter aufgestellt gewesen sein. Stücke solcher Figuren kamen im Schutt zum Vorschein, noch häufiger waren die Gebinde aus Pappel -stämmchen und Rohrbündeln, welche den Kern der Figuren gebildet hatten *). Uber d. Rückw. ist im Bogen des Gewölbes eine Vertiefung, welche den ganzen Gewölbbogen folgt. Auch dieser Bogen muß zur Befestigung von Dekorationen um die Nische gedient haben. Da die ganze Rückw. mit Löchern bedeckt ist, kann man mit Sicherheit annehmen, daß auch hier die aus Lehm geformten Bergzacken aufgesessen haben, woraus sich ferner ergibt, daß der bildnerische Schmuck aus der Darstellung von Sakras Besuch vor Buddha in der Höhle mit dem musizierenden Pancasikha bestand. Vor der Nische ist ein besonderer Altartisch, in dessen Vorderseite noch zwei flache Nischen auffallen. Vor diesem Tische war wiederum ein quadratisches, einst mit einem Geländer versehenes Feld, wie S. 44, 48 usw. Die Gewölbe der Seitengänge 2) hatten Bogen von hufeisenartiger Form und waren sicher einmal mit schönen Ornamenten bemalt. Reste der inneren Bemalung sind erhalten. Im hint. Gange (hoch bis zum Gewölbe 2,20 m, Gewölbe darüber noch 1,10 m) war ein langer Sockel für die liegende Figur des ins Parinirväna eingehenden Buddha in der vollen Länge d. Hinterw. Ihr gegenüber war eine Nische und ebenso trat die Wand zu Häupten und zu Füßen des Buddhasockels etwas zurück. Gemälde in der Höhle. In der Lünette über der Tür das gewöhnliche Bild: Bodhisattva Maitreya, umgeben von anderen Bodhisattvas. Das Gewölbe war wiederum mit den aufsteigenden Bergornamenten bemalt, vor jedem Berg Buddha mit einem Adoranten: übrigens ist alles sehr zerstört. Ebenso waren die Gewölbe der beiden Seitengänge bemalt. Auf jeder Seitenw. waren in zwei Reihen je drei Szenen mit Buddhapredigten gemalt, unmittelbar unter dem herabgeschlagenen Balkon. Diese Bilder sind leider recht zerstört, was bedauerlich ist, da ihre Ausführung Fig. 320. Gemäldereste von Seitenw. 4 5 & 2 3 bei I ') Die Seitenwände sind bis zum Gesims 2,76 m hoch, das Gewölbe darüber noch 2 m. J) Innen 2,12 m hoch. 144 Ming-Öi bei Qyzyl, 2. Anl. Ajätasatruhöhle. eine sehr feine war. Jedes dieser zwölf Bilder war etwa 1,20m breit, 92 cm hoch. Das Gold aus den Buddhagewändern, Aureolen, Schmucksachen und Kronen ist, wie gewöhnlich, ausgeschabt vgl. Fig. 320. Die Türwand ist zerstört, vermutlich waren hier die Stifter abgebildet. Fig. 321. Bild von Gangw. a', In dem Gang, R. von der Buddhanische, war auf d. inn. W. a' wiederum die Stadt abgebildet mit dem Brähmana Drona und Begleitung über dem Tor sitzend, an das Tor kamen zahlreiche Gepanzerte zu Pferde: also die Verteilung der Reliquien an die indischen Fürsten. Gegenüber bei a zwei Szenen mit predigenden Mönchen. Auf dem vord. Bilde ein predigender Mönch in blauer Robe, umgeben von anderen Mönchen, daneben eine zweite solche Szene. Hier ist aber der Prediger alt und im Flickenkleide, ein zweiter im Flicken-kleide fliegt durch die Luft herbei, es handelt sich also um dieselbe, auf das erste Konzil zu beziehende Darstellung der beiden verwandten Höhlen in der 2. und 3. Anl. und der Höhle »m. d. Ge- gezeichnet, auf ihren Kleidern Brähmilettern a wiederum die Geschichte Ajätasatrus darge- betmühle«, vgl ob. S. 113. Die Mönche sind sehr schön (sa und ma) Irn Gang L. von der Buddhanische, war auf Wand R. stellt. Die Figur, welche das Tuch hielt, war in ihrem oberen Teil zerstört (Fig. 321). Auf dem Tuch ist die Darstellung der vier Szenen aus dem Leben Buddhas verschwunden. Wenn man scharf zusieht und weiß, was man zu suchen hat, kann man im Deckweiß, mit welchem das Tuch grundiert ist, die vier Szenen noch deutlich wahrnehmen. Ja, man sieht sogar, daß die Figur der Mäyä in der Darstellung der Geburt des Gautama nicht mit entblößtem Oberkörper gezeichnet war, sondern in dem langen Mullgewande mit bordiertem Mieder, welches die Göttinnen und Fürstenfrauen der Höhlen dieses Stils sonst zeigen. Wand a (L.j Seitengang R. Hier sieht man Buddha mit Aureole und Vesica vor knienden Fürsten stehen. Im Hintergrund erhebt sich eine Stadt. Die Szene wiederholt sich in der verwandten Mäyä-Höhle d. 3, Anl. Hint. Gang. Diese Gemälde bilden zusammen gewissermaßen eine Szene; sie sind nur Nebenfiguren zum Parinirväna Buddhas. Auf dem Baumgottheit in d. Lünette Querschnitt des Ganges. Ming-Öi bei Qyzyl, 2. Anl. Höhle 1—4, Nischen 5, 6. Gruppe 7. 145 Sockel, auf welchem die riesige Figur lag, ist noch ein oft vorkommendes Ornament aus spitzen Zipfeln und dazwischen hängenden Borten auf der Vorderseite sichtbar. In der Nische zu Füßen des Buddha (Lünette) sieht man einen riesigen Baum in voller Blüte und aus dem Baum herauswachsend eine Göttin (Fig. 322), welche Blumen streut aus einem Körbchen, das sie mit d. L. an die Seite hält: die blühenden Sälabäume der Legende. Eine ähnliche Darstellung war wohl auch in der Lünette zu Häupten des Buddha. In der Nische gegenüber dem Nirväna waren zwei meditierende Arhats dargestellt mit Flammen hinter den Schultern. Vor ihnen ist eine mir unverständliche Vertiefung (x) im Boden. Vielleicht stand hier eine Figur. Über diesen Arhats lief ein gemalter Balkon hin mit einer äußerst pathetisch klagenden Königsfamilie, ähnlich der verwandten in der entspr. Höhle 3. Anl., doch nicht so gut erhalten wie dort. Das Gewölbe d. Hinterwand füllten musizierende, blumenwerfende, schwebende Götter von großen Proportionen. Die Höhle 1 ist also eine Replik der schon in Anl. 1 ausführlich beschriebenen Höhlen, welche den Besuch Indras in Indrasailaguhä zum Gegenstand haben. Höhle 2. Dies ist eine ziemlich zerstörte Wohnhöhle (Fig. 323), ohne jeden Gemäldeschmuck, ein oblonges Gewölbe mit einem L. anliegenden stollenartigen Seitengang, welcher ursprünglich durch einen schmalen, nach R. gewendeten Gang den Eingang in die Höhle, deren äußere Wand jetzt zerstört ist, bildete. Man darf wohl annehmen, daß die zerstörte Türw. auch ein Fenster gehabt hat. In der Richtung der zerstörten Wand zwischen dem Gang und der eigentlichen Höhle ist in d. Rückw. der Anlage eine runde Nische gelegt. Ähnliche besser erhaltene Höhlen derselben Form sind 4, 8 (Gang L.) und die am besten erhaltene Höhle 20. vgl. auch 1. Anl., Höhle C (Kamingruppe) und 3. Anl., Höhle 4. Höhle 3. Auch diese Höhle1), welche nur ein getünchtes, quer-liegendes Gewölbe darstellt, hatte ihre Außenwand, welche die Tür und vielleicht auch ein Fenster enthalten hat, eingebüßt. Höhle 4. Diese Höhle 2) (Fig. 324 a, b) ist 2 sehr ähnlich und besser erhalten. Doch fehlt auch hier die Außenwand des Hauptgewölbes, in welcher vermutlich ein Fenster war. Im Hauptgewölbe ist in der Mitte der inn. Wand noch ein Kamin leidlich erhalten. Am Ende des Seitenganges sowohl in der Rückw., wie in der Außenw. sind noch Nischen zu sehen. Auf diese Höhlengruppe, die nichts Besonderes bietet, folgen zwei liegende Nischen in d. Rückw. des Berges 5, 6, jede etwa 1,50 m breit und 2 m hoch. Vermutlich standen hier einst Buddha- oder andere Kultfiguren, obgleich jetzt keine Spur mehr davon zu erkennen ist. Nach der Mitte zu folgt nun eine ziemlich breite, leere Stelle der Bergwand, bis der ausgetretene Pfad sich über y der Hauptgruppe nähert. Der Berg tritt hier wieder stark vor. Unmittelbar hinter y ist die zerstörte, höchst merkwürdige Anlage, welche in der Skizze mit 7 bezeichnet ist. Aus den Resten ist erkennbar, daß hier in der Bergecke eine ziemlich hohe (bis 4 m.) Cella eingemauert war, deren Hinterwand 2,85 m breit war. Von den Seitenwänden ist nur die an den Berg gelehnte R. gelegene erhalten. Sie war mindestens 2,60 m tief, so daß sich, wenn nicht noch ein Vorbau vorhanden war, ein fast quadratischer Raum erg'bt. In diesei Seitenwand sind noch vier tiefe Löcher etwa 1,20 m über dem Boden, n den Ecken der ob. Hälfte der Rückw sieht man noch vier übereinander liegende Balkenlöcher, offenbar um Figuren- oder Etagerenbretter zu tragen. Fig. 325. 1,46 m. ») Rückw. 3,75 m breit, die Höhle ist 2,65 m tief, die Wände 1,75 m hoch, das Gewölbe erhebt sich darüber noch in der Höhe vor 2) Die Höhle ist 1,80 m hoch, Gewölbe darüber 1,43 m. Grünwedel. Altbuddhist. Kultstätten in Chincs. Turkistan. 'O 146 Ming-Öi bei Qyzyl, 2. Anlage. Noch mehr sind oben darüber in d. Rückw. zu erkennen. Wie das Dach konstruiert war, ist nicht mehr aus zumachen. Vor der erhaltenen Seitenw. und vor der Rückw. ist eine 60 cm hohe, 33 cm tiefe Bank erhalten Fig. 335- Borte 2. R. v. ihm im Vordergr. ein König, hinter ihm zwei Frauen mit Gaben, dahinter ein betender Devaputra und einer mit Pansflöte; L. v. Buddha im Vordergr. ein Mönch, hinter ihm zwei andere Mönche, von denen einer ein alter Mann ist und hinter diesem ein leerer Königsthron, vor dem zwei Göttinnen stehen, von denen eine eine Mandoline spielt 3). Fig. 360. A, 6 Hetäre vor Buddha. (Herausgenommen) 4). A, 7 Buddha, vor ihm ein Mönch in hellblauer Robe. Der dabei stehende Vajrapäni ist im Vollharnisch. (Herausgenommen.) A, 8 Buddha, R. v. ihm ein Gott, der Buddhas Füße mit herausgestreckter Zunge berührt 5), L. davor ein Bodhisattva, der einen Mann krönt. Seiten wand A' R. v. Eingang. ¦ 4 | 3 | 2 | 1 A' Diese Bilder sind leider sehr zerstört, ganze Stücke sind abgerissen und herunter - 8 | 7 | 6 | 5 Tür gefallen A\ 1 Buddha usw. R. Vajrapäni, L. Mönch. Ä,2 R. zwei Damen vor Buddha. Ä, 3 zerstört. Ä, 4 Sehr zerstört. Man sieht nur noch vor Buddha einen kleinen nackten Knaben in einer blauen Wanne stehen6). Es handelt sich wohl um Jivaka, den Sohn der Hetäre Sälavati. d\ 5, 6, 7 völlig zerstört. A', 8 zerstört. In der Ecke ist ein schöner Frauenkopf erhalten. Die Frau saß unter einem hufeisenförmigen Fensterbogen mit hellblauem Fond auf einem Thron, Fig. 361. Türwand. Nur Türw. L. v. Eing. C hat noch ein Bild. In der Mitte sitzt Buddha auf einem hohen Throne, neben ihm den Wedel schwingend und mit d. L. auf den Donnerkeil gestützt Vajrapäni. Vor Buddha kniet ein junger Mann, wie es scheint, ein König, welcher Buddhas Füße, welche auf einem zusammengerollten, weißen Tuche stehen, aus einem kleinen Fläschchen zu salben bemüht ist. Hinter ihm sieht man zwei Frauen, welche die Hände falten, die vordere, deren Kopf zerstört ist, scheint einen Schmuckgegenstand zu halten. . Im Hintergr. ist ein Gewölbe mit vier großen Krügen, Fig. 362. Das Gold, mit dem einst Buddhas Gewand belegt war, ist abgekratzt. Türlaibung. Auf der Türlaibung war je ein Reiter dargestellt, Die Einzelheiten sind erloschen. Gewölbe der Cella. Die Gewölbehälften (sehr zerstört) sind mit Bergreihen und davor sitzenden predigenden Buddhas mit je einem Verehrer bemalt gewesen. Auch Bodhisattvaszenen kamen vor. Seitengänge neb. d. Buddhanische (ß' ß, V b). Wand b (L ) ^' 1—^ Buddha vor einem stilisierten Berge in Meditation sitzend, vor 1 steht x' 2 fehit; eine Frau in der Tracht von Fig. 363 mit einem Wickelkind in den Armen, vor 2 3456 steht ein betender Mann, welcher bloß in ein Lendentuch gekleidet ist, vor 3 ein Burgtor, vor 78 9 4 ejn kleiner, runder Teich neben dem eine klagende Frau sitzt, vor ihr ein totes nacktes 10 11 12 Kind, Fig. 363. Krsägautami, vor 5 eine Scheibe, deren Rand sechs T ierköpfe umgeben: ein Bären- ein Stier-, .ein Elefanten-, ein Affen-, ein Hahnen - und ein Kamelskopf, Fig. 364, 6 nur ein meditierender Buddha, bei 7 ist ein Elefantenjäger dargestellt 7), bei 8 ein nur in ein Lendentuch gekleideter, stehender Bodhisat- ») Vgl. Repliken: Kamingr. A, 2 (u. Reihe); Käsyapah. L 3; Mäyäh. 2. Anl. /' 3; Mäyäh. 3. Anl. d' I; Gebetmühl.h. B III; Kiris Tierfriesh. R. 5. 2) Vgl. Repliken: Mäyäh. 2. Anl. /, V; Mäyäh. 3. Anl. dl. 3) Vgl. das verwandte Bild: Höllentopfh. b 4. 4) Vgl. Musik.h. L 1; Gebetmühl.h. £VI; Mäyäh. 3. Anl. d 6. 5) Vgl. z.T. Gebetmühl.h. B I; Mäyäh. 3. Anl. / VI; Kiris, Tierfriesh. L 8. 6) Viell. dieselbe Darstellung: Mäyäh. 3, Anl. d' VIII. 7) Saddantajätaka: Musikh. L. 33. lf5o Ming-Öi bei Qyzyl, 2. Anlage, Höhle 18 (Fußwaschungshöhle). tva mit gefalteten Händen. Er steht auf einem zusammengewickelten, weißen Kleid l), 9 ein ähnlicher Bodhisattva in einem runden Teiche stehend und in eine Schüssel Wasser schöpfend J), 10 ein betender Stifter in kleiner Figur, II zwei junge Männer in der Tracht der Stifter in Röcken mit Klappkragen auf einem schwer erkennbaren Tier durch einen See reitend 3), 12 ein Gott oder König (ohne Prabhämandala) unter einem Baume, b' die gegenüberst. W. R. Sie ist sehr zerstört. 2 j 1—7 Buddhas vor Bergen, vor 3 stand eine kleine Stifterfigur, welche eine Lampe zum Räuchern fehlt in der R. hält. In schwarzen Spiralen steigt daraus Rauch auf. Bevor ich dieses Bildchen gesehen 3 hatte, konnte ich mir dies Gerät nicht erklären 4). Wichtig ist, daß hier neben dem Gerät in Brähmi-6 5 charakter eine Inschrift stand, von der das Wort dipa (Lampe) sicher lesbar ist, Fig. 365. 1—6 Buddhas, wie ob. Vor i ein weißer Elefant mit Schwert 5), 2 ein nur mit blauem Lendentuch und weißem Kopftuch bekleideter Mann dringt mit gezücktem Schwert auf Buddha ein, in-q 87 dem er die Lederscheide des langen Schwertes in d. L. hält; vor 3 ein nackter Knabe mit blauem 12 11 10 Kranz 6), vor 4 ein betender Mönch, welcher von der Dachtraufe eines Hauses begossen wird; vor 5 ein Knabe, welcher an der Brust eines Tieres (?) saugt, welches in einem tempelartigen Hause liegt, vor 6 dreiAffen, vor einem runden See 7); 7 Bodhisattva in blauem Lendentuch, sitzt auf einem Thron unter einem Baume in betender 4 7 Wand 3 R. 1 4 l'ig 362. Bild auf Türw. C, Orig. 1,6 m h., 72 cm br. A. Foucher, l'art bouddhique du Gandhära I, S. 462 Fig. 232 b. Fig. 363. Gruppe aus Gangw. b bei 4. Haltung 8); 8 Bodhisattva, auf seinem Gewände stehend, wie btr8 9) ;"g Affengruppe zu 6 gehörig; 10 eine Menge Schlangen zu 7 und 8 gehörig; 11 Geier, junge Affen fortschleppendj vor ihm der Affe dem Löwen, welcher die Jungen behüten sollte, Vorwürfe machend 10); 12 = b, 12. Zum Schluß Berggruppen und ein Schakal. ß' 1—9 meditierende Buddhas vor bunten Bergen, I allein; vor 2 ein Mann nur mit Len-4 dentuch bekleidet, mit d. R. seinen 1. Oberarm weisend; vor 3 ein roter Habicht; 4 allein, vor 5 7 zwei Vögel, ein Fuchs, ein Affe, eine Schildkröte an einen Pflock gebunden; vor 6 ein Fluß, in welchem ein runder weißer Gegenstand schwimmt; vor 7 ein nackter Knabe, welcher eine Gabe 12 darbietet; vor 8 ein kniender Mann in Lendentuch und das Haar in einen Doppelschopf Wand ' (L.) 3 6 9 11 J) Musikh. L. 11 u. die dort gegeb. Zitate. l) Musikh. L. 44. 3) Musikh. R. 40. 4) Bericht usw. Taf. xvii, Fig. 1 und ob. S. 12, Note 1. 5) Schwertträgerh. 1—3, 17?, Höllentopfh. bS; Mäyäh. 3. Anl. d' 12. s) Musikh. L. 36; Mäyä-h. 3. Anl. d' 10; Höllentopfh. b 26; Schwertträgerh. i—iii, 24. - 7) Bodhisattvagew. H. R. 18 8) Musikh. L. 26. ») Musikh. R. 53. ,0) Vgl. ob. S. 21, Fig. 44 und Musikh. L. 29. Ming-Öi bei Qyzyl, 2. Anlage, Höhle 18 (Fußwaschungshöhle). I6l gebunden, welcher eine weiße Schale dem Buddha hinhält, vor 9 eine Frau mit weißem Lendentuch und hellblauem Tuch quer vor dem nackten Oberkörper, Milch darbringend (Sujätä). In d. Ecke zw. 8 und 10 eine Stifterfrau in braunem Rocke mit hellblauen Streifen, weißer Ärmeljacke mit Borte und hellblau gefütterten Umschlagekragen, welche kniend einen Knaben in weißem Ärmelrock hochhält, Fig. 366; 10 ein Mann, auf einem Throne unter einem Baume sitzend, vor ihm eine Taube in Flammen J); 11 ein Bodhisattva mit erhobenem L. Arm, unter einem Baume stehend, vor ihm ein hellblauer, rothaariger, dreiäugiger Teufel *), Fig. 367; 12 zwei nackte Knaben, welche mit Stöcken auf eine dicke Schlange losschlagen 3), Fig. 368. Die Bilder in ß ß', b, V beginnen im Zenit des 1,80 m hohen Gewölbes, bedecken die Gewölbehälften und laufen auf den geraden Wänden weiter. Interessant ist, daß hier die Stifterbilder in die Buddha- und Bodhisattvaszenen eingeschoben sind. Eine gewisse Symmetrie gibt sich bei der Anordnung kund b, 10 und V 3, b, 4 Frauenfigur: ß' 8/10. Vielleicht erklärt diese Figur die ungewöhnliche Kombination. Der Gedanke Fig- 3Ö7- Bodhisattva-Gruppe aus Seiteng. ß'11. Fig. 368. Campeyyajätaka aus Seiteng. ß'12. liegt nahe, daß die Stifterfrau auf ß' zw. 8 u. 10 ihren Knaben durch den Tod verloren hat, vielleicht fühlte sie sich durch den Tod ihres Kindes berechtigt, sich und ihre Familie unmittelbar unter die Verehrer Buddhas einzureihen, in Anspielung auf die unter b, 4 dargestellte Gruppe, in welcher ich Krsägautami mit ihrem toten Kinde sehe. Vielleicht liegen noch andere Anspielungen vor, die uns entgehen. Offenbare Symmetrie bieten die Gruppen b, 8 : ß, 8, b, 12 : ß, 12. Auffallend ist, daß in den Bodhisattvabildern nicht immer der Peiniger mit abgebildet ist, vgl. ähnliche Darstellungen ob. S. 23. Note 1. Hinterer Quergang. Auf der Rückw. ist ein großes gemaltes Parinirväna gewesen, auf der gegenüberst. Schmalw. drei meditierende Arhats, der mittlere mit weißer Robe. Sie sind als Parivära des Nirväna aufzufassen. Im Gewölbe hinter ßß' bei x ist noch ein sitzender Vajrapäni erhalten, welcher mit der L. den R. Oberarm, mit d. R. den L. Oberarm faßt und seinen Donnerkeil zu Boden geworfen hat, vgl. Fig. 384. •) Bodhisattvagew. H. R. 1; Käsyapah. I—VI 1. Reihe und S. 56 f. *) Musikh. L. 48. 3) Campeyyajätaka: Gebetmühlh. £9; Käsyapah. I—VI 1. Reihe. Grün «edel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. ' 1 l62 Ming-Öi bei Qyzyl, 2. Anlage. Höhle 19 (zit. Höhle mit der Mäyä1) 2. Anlage). Diese schöne Höhle, welche zugleich mit 17 und 18 aufgedeckt wurde, ist im wesentlichen eine Replik der »Ajätasatru«-Höhlen, z. B. Höhle I der 2., und Ergänzungen Fig. 369a. Fig. 369 b. Fig. 370. Körper v. zwei betenden Lokapälas v. d. d. Eingangshalle. Orig. 56 cm hoch. Seitenw. b Fig. 371. Göttin hint. d. dunkelfarbigen Vajrapäni aus Bild Türw. C. Orig. 30 cm hoch. Körper mattgelb, ockergelb schattiert. Blume blau. Mäyäh., 3. Anl. und Kamingr. A, I. Anl. mit einigen Varianten Die Höhle hat dieselben Räume, wie die erwähnten Anlagen, nur ist vor der Cella noch die Eingangshalle (leider ohne Dach) erhalten (Fig. 369a, b). Diese Eingangshalle ist breiter, als die Cella. Uber die Form ihrer Tür läßt sich nichts ausmachen, dagegen ist sicher, daß eine hölzerne Tür in die Cella führte. Die dicken Türw. sind nach inn. abgeschrägt, so daß der Eingang da, wo die Tür bestand, breiter war, wie außen. Bemalung der Vorhalle (Eingangshalle). Die Bemalung der Türw. ist erloschen, die Bilder von oben herab zerstört, doch läßt sich noch mancherlei erkennen, was im Vergleich mit Mäyäh., 3. Anl. von Interesse ist. Auf Türw. R. (a') war ein großer Buddha gemalt. Vor ihm sieht man die Füße einer, wie es scheint, nackten, sehr graziösen Figur welche v. rückw. gesehen vor Buddha stand; ob sie weiblich war, läßt sich nicht feststellen. Sie trug Sandalen. Unter diesem Bilde ist ein Streifen von vier knienden Dienern, zum Teil mit Opfergaben. Auf Türw. L. (a) war ebenfalls ein großer stehender Buddha; vor ihm stand (jetzt sehr zerstört) ein langbekleideter Stifter. Unter dieser Gruppe war eine Reihe von knienden Dienern zum Teil mit Opfergaben. Seitenw. R. V. Erhalten ist die Ecke des Bildes nach d. Rückw. zu. Aus den spärlichen Resten geht deutlich hervor, daß dasselbe Bild hier anzunehmen ist, wie auf der entsprech. W. der Mäyäh., 3. Anl. Man sieht große Köpfe eines Parivära von Göttern, vorne ist deutlich noch ein hellblauer, vierar-miger Gott, welcher mit zwei erhobenen Armen Sonne und Mond hochhält. Auf d. gegenüberst. Seitenw. b sind noch an der Ecke d. Rückw. Fig. 372. Buddhas Schlangen- und Feuerwunder zur Bekehrung des Brähmana Käsyapa zu Uruvilvä. Halbzerstörtes Bild auf d. Türw. e'. Höhe d. Orig. 72 cm. ') Die Bezeichnung »mit der Mäyä« wurde gewählt, weil beim Freilegen der Seitengänge neben der Nische die Darstellung der Geburt Buddhas wohlerhalten zuerst zum Vorschein kam. Vgl. die Replik in der 3. Anl. Ming-Öi bei Qyzyl, 2. Anlage. Höhle 19: H. m. d. Mäyä. 163 zwei kniende, gepanzerte Götter mit gefalteten Händen erhalten. Ihre Panzer sind im wesentlichen die gewöhnlichen dieser Stilart. Besonders interessant sind ihre langen Schwerter, welche sie an der L. Seite tragen. Diese haben eine dicke, schmale Parierstange und lange nach der Parierstange zu anschwellende Griffe. Auf der Spitze der Griffe einen aus einem Ring bestehenden Knauf. Denn daß dieser Knauf als Ring aufzufassen ist, geht daraus hervor, daß der von den Schultern herabfallende, hellblaue Gewandzipfel dazwischen hervortritt. Merkwürdig ist bei der zweiten der Figuren, daß ihr Schwert eine hellblau emaillierte, weißgekreuzte Öse an der Seite hat, durch welche der Tragriemen gezogen ist (Fig. 370). In der Mitte der Wandteile d. Rückw. der Vorhalle c, c' R. u. L. v. d. Tür ist je eine Nische für eine Figur gewesen. Doch ist hier alles zerstört. Türe zur Cella« Auf den abgeschrägten Türlaibungen d, d' ist je eine lebensgroße Figur eines Schutzgottes gemalt gewesen; bei d eine dunkelfarbige Figur mit einem weißen Stier neben sich (Mahäkäla). Der Gott hielt eine Lampe. Die Götterfigur auf d. gegenüberst. W. d' ist sehr zerstört und undeutlich. Fig. 373. Indra und Indräni aus ,d. Parivära Buddhas Fig. 374. Brähmana-Gruppe aus Bild 4 d. Seitenw. /'3. Orig. 30 cm hoch. Seitenw. f. Cella. Die Wände der Cella sind bis zum Anfang des Gewölbes 1,95 m hoch, darüber erhebt sich das 1,20 m im Zenit hohe Tonnengewölbe. Bilder auf der Türw. (e} e'). W. e und e' waren in zwei Streifen bemalt. Der ob. Streifen (etwa 1 m hoch) enthielt je eine Szene aus dem Leben Buddhas, auf e schwer erklärbar. In der Mitte sitzt Buddha, unt. R. von ihm ein musizierender Gott. L. v. ihm ein dreiäugiger Gott von dunkler Hautfarbe (doch wohl Vajrapäni) im Hintergr. R. u. L. von ihm zwei halbentblößte Göttermädchen mit Blumen, welche den Eindruck von Akt-studien machen Fig. 371). Auf d. and. Seite ef ist das ob. Bild zwar sehr zerstört, aber ohne weiteres klar. Es stellt die Bekehrung des Käsyapa von Uruvilvä dar. Buddha sitzt, von einer Schlange umwickelt, nach der Tür zugewendet, R. vor ihm der alte Brähmana Käsyapa. Vor (unter) Buddha ist ein Teich, aus welchem ein junger Brähmana Wasser schöpft, während auf seinen Stock gestützt, ein alter Brähmana Buddha anredet. Im Hintergr. steht das brennende Haus. Brähmanas steigen mit Leitern hoch und suchen den Brand zu löschen (Fig. 372). Die interessanten und wohlerhaltenen Stifterbilder, welche die unteren Streifen ausmachten, sind ausgehoben und mitgenommen worden. Sie repräsentieren den in diesem Stil gebräuchlichen Typ der Schwertträger. In der Lünette üb. d. Tür war das wiederholt erwähnte Bodhisattvabild: in der Mitte der thronende Maitreya, umgeben von sieben anderen Bodhisattvas. Seitenwände /', /. Auf d. Seitenw. sind je acht, sehr figurenreiche Buddhapredigten gewesen. 11* 164 Ming-Öi bei Qyzyl, 2. Anlage, Hiihle 19: H. m. d. Mäyä. Seitenw. f L* 11J 1. Buddha, nach der Rückw. gewendet, sitzend, vor ihm eine Dame in prächtigem 3 2 1 I t,..._ blauen Kleid, dahinter ein König und noch eine Dame, außerdem noch vor Buddha ein Affe. 8 I 7 ! 6 5 J 2. L. v. d. Buddhafigur ist alles zerstört, R. ist ein dreiäugiger kniender Gott erhalten, er ist von roter Farbe, neben ihm sitzt eine Göttin, im Hintergr. noch vier Frauen, welche Opfergaben halten *). 3. L. v. Buddha liegt ein König in Astänga-Position ausgestreckt, vor ihm ein kleiner betender Prinz, R. v. Buddha ein blauer Gott (Vajrapäni), ein bärtiger Mann, welcher eine Krone hält, während ein anderer unbärtiger Mann hinter ihm einen Schirm von derselben Art trägt, wie die Schirme in den Ajätasatru-Darstellungen sind; weiter im Hintergr. sieht man zwei Frauen und endlich Indra und Indräni, welche auf einem blauen Elefanten reiten 2), Fig. 373- 4. L. vor Buddha ein Brähmana, ein kniender alter Mann, nur mit Lendentuch bekleidet, er läßt den Kopf in starker Extase nach unten hängen. Er hat helle Hautfarbe, hinter Buddha eine Gruppe, welche hier zum erstenmal erhalten vorkommt: ein alter bärtiger Brähmana, eine Büßerfrau (?) heftig umarmend, daneben liegt eine männliche Figur platt auf der Erde, dahinter sieht man noch zwei bärtige Brähmanas, Fig. 374, dahinter noch vier schöne Köpfe von Devatäs, einer davon Fig. 375; R. vor Buddha sitzt ebenfalls ein alter Brähmana 3). 5. Vor Buddhas Thron vier kleine schwimmende Figuren; R. v. ihm König und Königin, L. v. ihm Vajrapäni, im Mittelgr. sieht man je zwei Mönche, im Hintergr. R. drei Frauen, L. zwei Bodhisattvas oder Devaputras und eine Göttin, Fig. 376. 6. Unmittelbar vor Buddha ein kniender Mönch, dahinter ein Brähmana, R. v. Buddha ein Buddha mit Khakkhara und ein Adorant, in d. Mitte ein Mönch, L. in d. Mitte zwei Frauen; im Hintergr. sechs Devatäs singend, eine mit Mandoline 4): eine davon Fig. 377. 7. L. v. Buddha liegt ein weißfarbiger Brähmana-Schüler auf dem Boden, welchen ein dunkelfarbiger, graubärtiger Brähmana mit einem Stein bedroht, ein Schüler will abwehren5), dahinter stehen drei Götter; R. v. Buddha steht der Bedrohte wiederum, dahinter zwei Mönche, im Hintergr. vier Frauen, zwei mit Girlanden, eine mit Mandoline; eine davon Fig. 378. 8. Vor Buddha ein dunkelfarbiger Mönch; zu Buddhas Füßen sitzt ein Nilgäe, sonst sieht man noch Köpfe von Devaputras und Devatäs. Sehr zerkratzt 6). Fig. 375- Kopf einer Devatä aus Seitenw./" Bild 4. Orig. 19 cm hoch. 37d- Kopf einer Devatä, Seitenw. f Bild 5. Orig. 12 cm hoch. Fig. 377- Singende Devatä aus d. Parivära Buddhas. Seitenw. f 6. Orig. 12 cm hoch. Fig. 378. Kopf einer Göttin aus d. Fond v. Seitenw. f 7. Interessant weil durch Profilstellung des Kopfes die Coiflure deutlich ist. Orig. 8 cm hoch. •) Viell. Replik v. Mäyäh. 3. Anl. d' II; Schwertträgerh. 3. J) Repliken: Mäyäh. 3. Anl. d' I; Fußwaschh. Ay, Kamingr. A 2 (u. R.); Käsyapah. L. 3; Gebetmühlh. B III; Kiris, Tierfriesh. R. 5 3) Vgl. Mäyäh. 3. Anl. d 2. 4) Vgl. Mäyäh. 3. Anl. d 4. 5) Vgl. Kiris, Tierfriesh. Rückw. 8. 6) Viell. Predigt v. Benares: Nägaräjah. ld; Teufelsh. C Seiteng. II (Außens.) usw. Ming-Öi bei Qyzyl, 2. Anlage, Höhle 19: H. m. d. Mäyä. Seitenwand f I—VIII. I II III IV "^'e °k- R-eine I—IV is,; völlig zerstört. Tür V. Buddha, nach d. Rückw. gewendet, von Mönchen umgeben, R. v. ihm Va- V VI VII VIT! . jrapani, vor ihm erscheint ein Nägaräja, gestützt auf zwei Frauen, die zweite in durchsichtigem Florgewand, Fig. 379, dahinter sind erhalten: zwei Bodhisattvas und zwei sehr schöne Frauenköpfe1). Fig. 379- Nägaräja vor Buddha, Seitenw. /V. Die Frau R. ist von weißer Hautfarbe, sie ist die Hauptfrau, die jüngere L. von brauner Hautfarbe. Ihr Florgewand ist durch weiße Linien angedeutet. Orig. 74 cm hoch. «A3» Fig. 382. Bild aus d. Zenith des Gewölbes, nicht Vordere Hälfte. (>rig. 30 cm hoch. 'anz erhalten. Fig. 380. Inn. Ornament. Streifen unt. d. Kultfigur d. Nische, hoch im Orig. 15V2 cm. Fond: schwarz, Blattwerk und Blattstiele etc. hellgrün. Die kleinen Kugeln und die Kreise inmitten der Sterne hellblau. Fig. 381. Bild aus d. sehr beschädigten Gewölbe 63 cm hoch. Berg hint. Buddha hellblau. VI. Buddha wie ob., daneb. Vajrapäni; vor Buddha kniet ein weißfarbiger König und eine Königin; im Hintergr. schöne Frauenfiguren, VII. Hier sieht man nur noch Buddha und zwei Mönche. Diese schönen Seitenwandbilder haben dadurch stark gelitten, daß überall die einst mit Blattgold be-egt gewesenen Kronenteile, Schmucksachen, Buddhagewänder abgekratzt und des Goldes beraubt worden l) Vgl. Replik: Fußwasch-h. a4; Mäyäh. 3. Anl. d 1. - Fig. 394- F'g. 396. Bordüre unt. d. Ausladung der Seitenw. hoch 6'/i cm. Helle Tinktur hellgrün, dunkle hellblau. Die Nische (tief 36 cm) hatte an der Innenseite ihres Bogens auf beiden Seiten je fünf Bilder, welche im Zenit mit den Scheiteln sich begegneten. Je ein Buddha, sitzend auf einem Thron, vor ihm Höllenkessel und Pretas, welche mit ausgebreiteten Armen auf Buddha zugehen. Von der Buddhafigur geht entweder von den Händen oder von der Nabelgegend ein gabelförmiger, weißer Streifen aus, Wasserstrahlen zur Erfrischung des Preta. Auf der W. über der Nische sind zwei fliegende Amoretten gemalt, ein schwarzer und ein weißer (Fig. 391), welche über der Buddhafigur einen Kranz halten. Hinter ihnen auf beiden Seiten je drei fliegende Götter mit Querflöte, Mandoline, Candrahära L., Blumen werfend R. Darunter R. auf d. Pfeiler ein stehender Mönch ') Vgl. Albert Maybon, L'art bouddhique du Turkistan oriental, L'Art decoratif 1910 S. 50. Ming-Öi bei Qyzyl, 3. Anlage, Höhle 3, 4, 5. 171 mit blauer Robe und unter ihm ein sitzender schwarzer Brähmana. L. ein dunkelfarbiger Gott und unter ihm ein weißer Brähmanaasket. Neben dem Mönch R. ein kreuzförmiges Cintämani (Fig. 392). Cella und Seitengänge. Die Cella hatte auf jeder Seitenw. in der Mitte eine Nische, 80 cm über dem Boden, 80 cm breit und 1,10 m hoch. Die Figuren, welche sich einst in den Nischen befanden, sind zerstört. Die Seitenw. der Cella waren mit sechs Streifen von Buddhafiguren verziert, wie sie sonst auf die Gewölbe gemalt sind; je ein sitzender Buddha mit einem Adoranten. Diese Streifen zogen sich sogar über die Innenseiten der Nischen hin. Ebenso waren die Gänge bemalt, doch so, daß auf den Langwänden der Gänge je sechs Streifen, auf den gegenübersteh, je fünf Streifen stehen, deren Figuren im Scheitel des Gewölbes sich mit den Köpfen begegnen. Als unterster Streifen lief eine Reihe stehender Bodhisattvas mit Blumen usw. hin, sowohl in der Cella wie in den Seitengängen. Was auf der Türw. ob. u. unt. war, ist nicht mehr auszumachen, da sie zerstört ist. Hinterer Gang. Auf d. Rückw. war ein großes Bild, welches den Parivära des Parinirväna darstellte; der fächelnde Mönch in der Ecke ist noch erhalten. Davor war ein großer bankförmiger Sockel für die Buddhafigur, der vorn mit Ornamenten bemalt war. Auf d. gegenüberlieg. Seite war der brennende Sarg Buddhas dargestellt, im Deckel erschien der Drache über dem brennenden Sarge. Nebenfiguren fehlten. Darüber war ein »Railing« mit sechs wild klagenden Figuren — eine davon Fig. 393 — roh, aber sehr lebendig gezeichnet, leider aber sind alle Köpfe zerstört bis auf einen. Sie scheinen Hüte getragen zu haben. In den Enden d. hint. Ganges, wie in den Seiten der Cella befindet sich je eine Nische für eine Figur. Welche Figuren aber da aufgestellt waren, ist nicht mehr auszumachen. Die Außenseiten dieser Nischen im hinteren Gang sind mit fliegenden Edelsteinen, Cintämanis und Blumen verziert; darunter sind drei stehende Mönche gemalt, über welchen Brähmiinschriften geschrieben standen. Die, welche wohlerhalten waren, wurden mitgenommen. Auf den Innenseiten der Nischen im hint. Gang, ganz unten, ist je ein betender Mönch (Stifter) kniend dargestellt. Einer davon, dessen Inschrift erhalten war, wurde ausgehoben. Höhle 4. Diese Anlage ist zweifellos eine Wohnhöhle (Fig. 394) gewesen, ziemlich von derselben Form, wie die in der 1. und 2. Anl. erwähnten. Sie ist im allgemeinen gut erhalten. Vor der eigentlichen Wohnhöhle war noch ein mehr als 5 m breiter Vorraum, der vielleicht früher ein Vordach hatte. Von diesem, Vorraum geht ein enger Gang durch den vorspringenden Berg nach R. ab, wo früher eine andere Anlage stand, die so mit 4 verbunden war. Die Haupthöhle ist fast quadratisch, hat in der Mitte ein noch erhaltenes Fenster und im Innern zwei Nischen und einen großen Kamin. Zugänglich ist die Höhle in der ob. beschriebenen Weise durch einen langen Stollen von 90 cm Breite, der in voller Tiefe der Höhle R. v. Fenster in den Berg geht, um durch einen gleich breiten Gang den Zugang zur Wohnhöhle zu bieten. Am Ende beider Gänge sind nischenartige Vertiefungen in voller Breite der Gänge in d. Rückw. u. in d. Seitenw. Höhle 5. (Mäyäh. der 3. Anl.). Diese Höhle (Fig. 395 a, b) ist insofern interessant, als bei ihr die Vorhalle noch so weit erhalten ist, daß man die Dimensionen derselben noch bestimmen und auch von einem Teil ihrer Bemalung sich ein leidliches Bild machen kann. Leider ist auch hier die ganze Ecke R. v. Eing. vernichtet. Uber Form der Eingangstür (Vordach usw.) kann man infolgedessen hier auch nichts Näheres sagen. Vorhalle. Die Vorhalle ist fast quadratisch, etwa 3 m breit, 2,50 m tief, und war 3,25 m hoch. Vom Plafond ist ein Teil erhalten. Er war glatt. Von hier führt eine 38 cm hohe Stufe in die Ceila, die etwas unregelmäßig war. Ihre Anlage usw. ist mit etwas anderen Maßverhältnissen die gleiche wie in der nahe verwandten »Mäyähöhle« d. 2. Anl. Das Gewölbe, welches ebenso angelegt ist wie dort, hat einen stark ausladenden Sims über der Tür *). Die Ausladung über d. Seitenw. (2,29 m bis zum Sims) ist weniger groß, aber in zwei Absätze verteilt, wodurch die große Ausladung über der Tür ausgeglichen wird (vgl. Fig. 396). Unmittelbar unter dem zweiten Vorsprung sind auf den Seitenw. je acht viereckige Löcher vorhanden, jedes 14 cm breit, 12 cm hoch, welche 30 cm tief in die Wand reichen, ferner ist vor dem zweiten und dritten Vorsprung der Ausladung an der nebenstehenden Nischen-wand wie auch an der Türw. ein 28 cm hohes, 18 cm breites, 30 cm tiefes Loch zu sehen, welches mit den acht Vertiefungen der Seitenw. gedient hat, einen hölzernen Balkon zu tragen, vgl. Fig. 395 a (in Fig. 395 b wegen der Kleinheit nicht eingetragen). Die Tür zur Cella hatte einen hölzernen Rahmen, sowohl außen wie innen, von welchem noch Reste an Ort und Stelle gefunden wurden. x) Erster Sims unt. 16 cm breit, 16 cm hoch. Höhe vom Sims bis zum Zenit des Gewölbes 1,25 m. 172 Ming-Öi bei Qyzyl, 3. Anlage. Höhle 5: Mäyähöhle. Bemalung der Höhle. Bilder der Vorhalle. Die Vorhalle hatte, wie es scheint, eine breite Tür mit Bogen darüber. Von Gemälden ist an der einzig erhaltenen Türw. L bei x noch ein Dvarapäla zu sehen, doch hat er so gelitten, daß die Konturen im einzelnen nicht ausgemacht werden können. Auf den Seitenw. a, a! war die Mittelfigur der Wandbemalung ein überlebensgroßer Buddha, auf dem Lotusthron sitzend, predigend, mit Flammen hinter den Schultern, umgeben von Hindügöttern. Bild a hat mehr gelitten als a'. Erhalten ist jedesmal nur die nach der Cella zu gelegene Hälfte des Parivära, (Fig. 397 a, b, Fig. 398). Die Gruppe R. vom Buddha auf a' stellt eine Reihe z. T. schwer benennbare Hindügötter dar. Unmittelbar über dem Buddha Sonne und Mond, die Sonne mit roten Strahlen, der Mond als weiße Scheibe. Innerhalb Fig. 397 a. Oberer Teil des Parivära R. von Buddha auf Wand a' der Vorhalle. Höhe: 50 cm. Breite: 68 cm. der Scheiben sitzt Sürya und Candra, jeder gepanzert mit gefalteten Händen, vor je einem Mönch, der dem Gotte predigt. In der obersten Reihe R. von Buddha folgen nun: Garuda mit weißem menschlichen Gesicht und rosenrotem Schnabel unter der Nase, schwarzem Schnurrbart und Satyrohren, mit langgestrecktem, weißen Flügel über dem L. Oberarm. Dieser Flügel füllt geschickt den Zwischenraum zwischen der Sonnenscheibe und der Buddhaaureole. Neben dem Garuda folgt ein spitzöhriger, hellblauer Dämon (Vemacitra?) mit antikem Breitschwert in d. L., dessen Typus uns schon oben S. 80 und Fig. 178 begegnet ist, dann ein Gott mit Spitzohren, blauem, über dem Scheitel mit einem roten Perlenbande gebundenen Haarbüschel und eine Art Lanze (?) in der R. In zweiter Reihe ein weißer, spitzöhriger Gott mit Eckzähnen und Löwen-fellkappe (vgl. oben Fig. 221), welcher sich, die Hände gefaltet haltend (anjali) nach einem anderen Gott umwendet. Dieser hat hellblaues Haar, schwachen Schnurrbart, Spitzohren, Hauer; die Haare oben durch ein Perlenband zu einem Busch geschlossen, über der Vorderseite dieses Perlenbandes ein pyramidenförmig aufsteigendes Schmuckstück, überragt von einer strahligen Blume. Er hält in d. R. eine Keule. Es folgt in dritter Ming-Öi bei Qyzyl, 3. Anlage. Höhle 5: Mäyähöhle. 173 4 6 Reihe ein nach rückw. blickender böser Gott mit Spitzohren, straubigem, fahlgelbem Haar, großen Hauern mit einem kurzstieligen hellblauen Dreizack in d. R. Er hat hellgrüne Hautfarbe, hinter ihm ein brauner gepanzerter Gott; in dritter Reihe endlich ein hellblauer sechsarmiger Gott, der zwei seiner Arme vor der Brust zusammenlegt (anjali), zwei über den Kopf hält, R. mit Mond (sasin), L. mit Sonne, während die letzten Armpaare in der Mitte bis auf die Oberarme vernichtet sind, vgl. ob. S. 81, Fig. 179. Es folgt hinter ihm ein spitzöhriger Gepanzerter von weißer Hautfarbe, vgl. Fig. 397 a, b. 1 2 3 Gegenüberstehende Wand a. _ Wie erwähnt, ist 9 diese Parivära -gruppe viel mehr erloschen wie die auf a', deren Konturen wohl erhalten sind, während einige Farben verloren gegangen sein dürften. I Vajrapäni mit groteskem Hut (unklar), 2 Gott mit Schnurrbart, 3 Bodhisattva oder Devaputra mit einem Kopfputz, welcher an die grotesken Formen in Fig. 265 erinnert, 4 Gott mit kurzgeschorenem Vollbart, 5 schnurrbärtiger Gott mit Hauern, nach rückw. gewendet; Haare und Bart sind hellblau, das Gesicht hellbraun, er hat Töpfe als Ohren (vgl. Fig. 314, Kumbha-karna), sein Kopftuch ist grün. Er hält eine Palm-blatthandschrift? mit einigen Brähmiaksaras darauf. Das Buch ist halb weiß, halb grün. Fig. 398. 6, 7 gepanzerte Götter, 6 hellfarbig, 7 dunkelfarbig, 8 der sechsar-mige, hellblaue Gott, welcher auch auf W. af abgebildet ist, nur die Hand mit der Sonne ist zerstört. 9 kleinersitzender Dämon, Diener eines Gottes. 10=3. Auf den beiden Seiten der zur Cella führenden Tür bei A Ä waren in drei Reihen Bilder der Stifter. In der obersten Reihe waren Mönche abgebildet, bei Ä darunter je ein Paar: Mann und Frau in der oben wiederholt beschriebenen Tracht (S. 25 ff). Auf A sind nur noch in der zweiten und dritten Reihe Spuren von je einem Paare zu erkennen, die Männer mit Ringgürteln für dxivaxr^ und Langschwert. Diese Stifterfiguren *) waren z) Im Schutt wurde der Oberkörper einer aus Clay gebildeten bunt bemalten Figur einer Stifterin gefunden, welche vielleicht aus der Reihe der Balkonfiguren stammte. Fig- 397 b. Untere Hälfte des Parivära R. von Buddha, auf Wand a' Höhe: 54 cm, Breite: 36 cm. der Vorhalle. 174 Ming-Öi bei Qyzyl, 3. Anlage. Höhle 5: Mäyähöhle. 70 cm hoch und immer nur zwei in der Reihe. Unmittelbar über dem Götterparivära auf W. a' ist noch der unt. Fig. 399 abgeb. Ornamentstreifen erhalten, welcher den Übergang zum Plafond bildet. Interessant sind die in der zweiten Reihe gemalten Luftlöcher. Von der Bemalung des Plafond selbst gibt nach der unt. Fig. 400 abgeb. Streifen einen Begriff. Die Mitte des Plafonds ist verloren. Cella. Türwand. Auf der Türlaibung sieht man bei b noch die Füße eines weißen Dvarapäla. Doch ist der Raum für bloß eine Figur etwas zu breit. Auf der gegenüberst. Seite b' ist alles zerstört. In der Lünette üb. d. Tür ist, wie gewöhnlich, Maitreya in der Mitte sitzend dargestellt, mit Fläschchen in d. L., er ist von weißer Hautfarbe; R. u. L.von ihm sitzen je vier Devaputras. Auf d. W. R. u. L. v. d. T. waren je zwei Buddhapredigten übereinander, in Komposition und Ausführung gleich mit den unten beschriebenen Bildern auf d. Seitenw. bei d d'. Sie sind jetzt zerkratzt. Beschreibung folgt unten nach den Bildern auf den Seitenwänden d, d'. Nischenwand. Das Kultbild in der 1,75 m hohen, 75 cm tiefen, 1,90 m breiten Nische, welche 90 cm über dem Fußboden Hegt, ist zerstört. Was noch auf der Nischenwand von der alten Ausstattung erhalten ist, macht wahrscheinlich, daß auch hier Indras Besuch in Indrasailaguhä das Sujet der Darstellung war. Die Wand über der Nische (Lünette) enthält noch Reste der Bemalung: blaue, oben weißbelichtete, rautenförmige Bergmuster in fast ders. Form wie in d. Lünette der H. d. Schwertträger, S. 51, Fig. 100. Auch sind überall die Löcher zu sehen, in welchen Holzkeile befestigt waren, um Berge aus »Gay«, Tierfiguren usw. festzuhalten. Der Kämpfer zw. den Seitenw. d d' und den Gangw. e ef ist nicht durch einen Sims oder sonstigen Fassadenteil markiert, sondern nur durch eine gemalte Borte (Fig. 401) von 10 cm Breite, 1,80 m Höhe, in gerader Wand und ob. im Gewölbebogen der Seitengänge herumlaufend. Seitenwände. Auf den Seitenw. d d! sind in zwei Reihen über einander (je vier, also acht auf jeder Seite) sechzehn Predigten dargestellt und zwar dieselben wie in der »Mäyäh.« 2. Anl., wenn auch verändert in der Reihe und den Figuren. Der Stil ist identisch, hier haben wohl dieselben Hände gewirkt. Auf d. Türw. finden sich noch zwei Predigtbilder übereinander, also noch vier Predigten, vgl. ob. Über d. Bildern ist unt. d. Ausladung ein Ornament (Fig. 396) gemalt, es folgt darunter noch ein Blattstab, darunter der Inschriftstreifen zu den Bildern, .g Seitenw. d. ^5678 a Buddha, nach R. gewendet, b Nägaräja auf zwei Nägamädchen c} d gestützt, die Vordere Schema 1 fast nackt von dunkeler Hautfarbe im Florgewand, vgl. Fig. 379. d Nägamädchen: Fig. 402, a die Schlangen über dem Kopfputz fast zerstört; e Vajrapäni, / weiße Devatä, Fig. 403. Rest d b c e f fehlt x). Schema 2 a Buddha, n- ^. gew., b ein sich zu Boden werfender Brähmana, c d der alte Brähmana, i k \ eine Brähmani umarmend, vgl. Fig. 374, e ein Brähmanas chüler mit grotesker Haartracht o ^ e f g h und großen Ohrpflöcken begrüßt Buddha, die Hand an die Stirne legend, / bärtiger Asket mit n m b c d Jatä, hinter ihm ein Schüler (g), h ein Asket mit Jatä (blau), i Vajrapäni, k / Devatäs, m bärtiger Brähmana, sitzend, das Haupt auf die Hände gestützt, n ein Schüler mit Jatä, 0 kahlköpfiger, blaubärtiger Brähmana2). Schema 3 a Buddha, nach europ. Art sitzend, n. R. gew., b kniender Buddha in blauer Robe; h — i o c Vajrapäni, gepanzert, mit weißem Hut, d kniende, betende Dame; efg Götter; / mit präch-g f e k n tigern Kopfputz, Fig. 404; hi Devatäs; k alter, abgemagerter Mönch; / alter Mönch; m Jüng-c b d 1 m ijng mjt fünf Haarbüscheln; n junger Mönch; 0 Devatä 3). Schema a Buddha, n- gew., legt einem knienden Buddha die L. auf den Kopf; c d zwei Mönche; q r s g h | e—i fünf Devatäs; g h i weibl. Figuren: g mit Candrahära; k ein Buddha mit Khakkhara und p e f Pätra, vor ihm kniet ein Jüngling; / m zwei Götter: der vordere blau, der andere weiß; n ein Götter- o n a cd jüngling, der einer Göttin, die er kosend umfangen hält, unter das Kinn greift; p ein bärtiger m 1 b k Gott Vajrapäni; qrs Devatäs: q s deutlich weiblich, s: Fig. 405 4). Schema 5 a Buddha, nach L. gew., b Brähmanajüngling, dunkelfarbig mit großen, glatten Ohrringen, h i k 1 m n lockigem, blauem Haar; c Göttin, d kniender Mönch in blauer Robe; hint. b bei e ein Jüngling g f a c p m^ Dunten Gaben auf einem Teller; f g zwei Mönche, h—/ Köpfe von Göttinnen, m Gott; nop d b e Köpfe von Göttinnen. Sehr zerstört 5). J) Vgl. die Repliken: Mäyäh. 2. Anl. / V; Fußwaschh. A 4. 2) Vgl. die Replik: Mäyäh. 2. Anl. f 4. 3) Vgl. die Replik: Gebetmühlh. B II. 4) Vgl. die Replik: Mäyäh. 2. Anl. f 6; auch Mus. L. 2 ? 5) Vgl. Replik: Gebetmühlh. b 3? Ming-Öi bei Qyzyl, 3. Anlage. Höhle 5: Mäyähöhle. 175 Fig. 398. Fig. bei 5 Rest d. Bildes auf W. a der Vorhalle. Fig. 400. Plafondreste über a' Fig. 395a, b. Breite im Orig. 54 cm. a weiß. Streifen m. blaukonturierten Blumenblättern, Trenner mattgrau; b hellgrüne Ranke in weiß. Fond, oberstes, drittes und fünftes Zackenblatt hochrot, zweites und viertes blau: c wie a, nur innerer Trenner hell schokoladefarb; d Fond hell himmelblau, große Blume, dunkel, rotbraun mit weißen Ringen; vier hellblaugeränderte, innnen braun-geränderte Kreise. e weißer Streifen, inn. Tr. wie c, äußerer Tr. wie a. Fig-, 399. Über d. Göttern d. Vorhalle (a' Fig. 395 a): a hochrot, mit hellgrünem Pflanzenornament, Blümchen hellblau mit weiß. Punkten; b hellblaugrün; c Blumen: dunkelbraun, in mattbraunem Fond, vord. Fläche himmelblau, abgeschrägte Seite hellblau; (inn.) Bodenfüllung dunkelbraun; d Ränder u. Sparren hellgrün, dann ein dunkelbraunes, himmelblaues, hellblaues Feld. Fig. 401. Trennende Borte im Gange (Bogen) zwischen Gang u. Seitenw. »am Kämpfer«, je ein hellgrünes, dunkelbraunes, hellblaues, hochrotes Glied zwischen mattbrauner (erdfarb.) Streifen. 1 erdfarb 2 weiß 3 hellblau 4 dunkelerdfarb 5 erdfarb Fig. 402. Nägamädchen aus d, 1, d. Fig. 403. Kopf einer Devatä aus d, 1, f. Fig. 404. Kopf des Jünglings d, 3, f. Fig. 405. Schema 6 k g h i f e d c b Kopf einer Devatä d, 4, 5- Fig. 406. Kopf einer Devatä d, 6, g. a Fig. 408. Kopf aus d, 7, k. a Buddha, nach R. gew.; b nackte sitzende Dame; c ihre vollbekleidete Dienerin mit r s Schirm; d alter bärtiger Mönch; e f zwei Mönche; g h zwei Göttinnen, g: Fig. 406; i k zwei j ^ Götter; l nackte Dame, n. R. gew.; hinter ihr m eine dunkle Zofe; n ein kniendes Mädchen, m welches Opfergaben hinhält; 0 Zofe mit Fächer; p Dame; qrs drei Götter1). J) Vgl. Replik in Gebetmühlh. B VI; Fußwaschh. A 6; Mus. L. 1 176 Ming-Öi bei Qyzyl, 3. Anlage. Höhle 5: Mäyähöhle. qrs P ° ? a m 1 Schema 8 f g e h n d a b e f c IV III II I VIII VII VI V Schema 7 ß Buddha, n. L. gew.; b nackte Dame tanzend, Buddha den Rücken wendend; c Jüng- ling, dunkelfarbig in blauem Lockenhaar mit Pätra, b, c: Fig. 407; de zwei Mönche; / alte Dame (Mutter des e})\ ghikqrs Götter, k: Fig. 408; l dunkelfarbiger Jüngling mit roten Locken, blickt nach einem hinter ihm ebenfalls sitzenden, weißen Jüngling um; n Vajrapäni; dunkelblau, dreiäugig; 0 p Mönche. a Buddha, n. R. gew., sitzt auf europ. Art; b abgemagerter bärtiger Mönch, weiß, im p q Flickenkleid, kniet (anjali) vor Buddha; dahinter stehend ein gleicher, mit Khakkhara (c)—d dunkler 1 m betender Gott; e alter blauer, weißhaariger Schirmträger; fgh Göttinnen; i Vajrapäni, rotbraun, 1 sänta; k l m drei Mönche; n 0 q Göttinnen; p Gott. Seitenw. d'. H a Buddha, n. L. gew. b, der ausgestreckt liegende König; c Knabe; d ein betender weißer, sitzender Gott, eine betende, dunkle, sitzende Göttin; / g zwei Mönche; kirn drei Gottheiten: m weiblich; n glatzköpfiger, rotvollbärtiger Vajrapäni; 0 Brähmanaschüler; p Gottheit, zerstört; q Schirmträger; h dunkelfarbige Gottheit, sich umsehend; i j Indra und Paulomi auf dem weißen Elefanten, vgl. Fig. 373 (oben S. 163) *). a Buddha, nach R. gew.; b c ein weißer Gott und eine weiße Göttin, sitzend; d dunkler, blauer, bärtiger Schirmträger; e f ein Jüngling und eine Dame: e mit prächtiger Coiffure; (Fig. 409); g i Göttinnen; h Gott; k ein kniender, dreiäugiger Gott, überreicht Buddha Pfeile; dahint. eine weiße Göttin; m n 0 drei Mönche; p r Götter; q Göttin2). a Buddha, n. L. gew., in europ. Weise sitzend; b c weißer Gott und Göttin (anjali) sitzend; d Jüngling nach b c gewendet, einen Schirm haltend; e Jüngling eine Krone haltend; / alter Diener mit Teller und bunten Gaben; g Diener mit Knopf kappe; h k Göttinnen; i Gott; l Brähmana, im Flickenkleide, sich tief vor Buddha verneigend; m Vajrapäni, sänta, weiß; n sitzende dunkle Gottheit; 0 p zwei Jünglinge:, der vordere 0 mit Cintämani in einer indischen Cüdä; q fünfköpfiger (!) (vgl. Fig. 38, Ming-Öi, Qumtura) Brahma; r s Göttinnen. 3) Schema IV a Buddha en face; b Hirsche und Rad ; c Vajrapäni, sänta, fächelnd; d e zwei Mönche; fh Göttinnen; gi Götter; k l m drei Mönche; n 0 zwei Jünglinge; p r zwei Götter; 5 Göttinn. 4). 1 m d e Schema I h i j k q p a o n c b Schema II g h i p q r f e a m n o d c b kl Schema III s r q h i k e f g p o a d n m 1 b c r q p f g h o n m a d e c 1 k b Schema V p o n g h ml k a e de b a Buddha, n. R. gew.; b Siva, blau, dreiköpfig (zwei Köpfe sichtbar) vierarmig, mit Bhaväni I kosend, daneben Nandi (Fig. 410); c blauer Vajrapäni; d weißer, rotbärtiger Dämon (Atavika), der einen dunkelfarbigen nackten Knaben, welcher im Wasser steht, am Arm hält (Fig. 411); 0 dunkle, alte Gottheit, betend; / weiße, ebenso; g brauner, dreiäugiger Gott; h blau-vollbärtiger, weißer, spitzöhriger Gott; i blauer Gott, anjali; k Mönch; / weißer Gott; m dunkler, spitzöhriger Gott; n Garuda (Fig. 412); 0 grauer Dämon mit Topfohren; p weißer Gott 5). Schema VI a Buddha, n. L. gew.; b weißer Mann, Buddhas Zehen leckend; c d sitzendes Götterpaar; s r q p q h i e weißer Gott, korpulent, betend; / g h Götter; i Göttin; k weißer Brähmana, sich zu einem knienden m n o ae f Mann umwendend; / vollbekleideter Schirmträger von k (bärtig); m n 0 drei Mönche; p q r s 1 k b c d Göttinnen 6). ^Buddha, n. R. gew.; b c zwei nackte Damen, anjali, sitzend; efg h ihre Zofen, g: Fig.413; k l ihre Schirmträger; mn 0 p q fünf Göttinnen; r alter dunkelfarbiger Gott; d nackte tote Dame, ausgestreckt auf der Erde 7). a Buddha, n. L. gew.; b kleiner roter Knabe; c kleiner betender Mönch, weiß in grüner Robe; d Vajrapäni, weiß, fächelnd, von rückw. gesehen; die Aureolescheibe sitzt wie eine Mütze auf; e dunkler Jüngling; / ein zweiter, fast zerstört; g h zwei Mönche; i k weißer Gott, dunkle Göttin, sitzend, anjali; / Schirmträger; m Jüngling; n p q s t Göttinnen; 0 r Götter8). Schema VII m n o p q r kg a 1 h i f b d c e Schema VIII n o p q r s t g h f e a Im de b i k 1) Vgl. die Repliken: Kamingr. A 2 (u. Reihe); KäSyapah. L*3; Gebetmühlh. B III; Fußwaschh. A 3; Mäyäh. 2. Anl. f' 3; Kiris Tierfriesh. R. 5. 2) Vgl. die Repliken: Mäyäh. 2. Anl. f 2}; Schwertträgerh. 3. 3) Vgl. die Repliken: Qumtura 19, Nr. 2; Kamingr. A 3; Schwertträgerh. II; Gebetmühlh. b 2\ Nägaräjah. u; Kiris. Tierfriesh. Rückw. 1. 4) Viell. Mäyäh. 2. Anl. /' 8; ferner: Nägaräjah. ld\ Teufelsh. C Seiteng. II (Außens.) usw., vgl. Index. 5) Vgl. die Repliken: Gebetmühlh. b 1; Höllentopfh. B VI. 6) Vgl die Repliken: Fußwaschh. A 8; Gebetmühlh. B I: Kiris. Tierfriesh. L. 8. 7) Vg. die Replik: Mus. R. II (die Hetäre Örimati). 8) Vgl. die Fußwaschh. ^4? Ming-Öi bei Qyzyl, 3. Anlage. Höhle 5: Mäyähöhle. 177 Über beiden Streifen auf beiden Seiten läuft je ein blau eingefaßter Streifen hin, welcher die Inschrift zu dem darunter befindlichen Bild trug, nur in den Ecken sind unlesbare Reste davon erhalten. Schema der Bilder hinter der Tür c', oben. S i d e a a Buddha, n. R. gew.; b—e Mönche; / Göttin; g dunkler Gott; Rest zerstört, b c unten c' e f a Buddha, n. L. gew. \b Vajrapäni, wie ein Bodhisattva; c d zwei Mönche; c blumenwerfender Gott; b a f Göttin. Auf d. Boden vor Buddha eine grüne Schale 1). c d Fig. 407. Gruppe vor Buddha aus d. Bilde: d, 7, b, c. Jüngling graubraun, er hat blaue Haare u. ein blaues Gewand. Fig. 410. Siva, Pärvati und Nandf aus d , V, b. 41 cm hoch. Fig. 411. Gruppe vor Buddha aus d', V, d. Fig. 409. Kopf eines Jünglings aus d', II c. Fig. 412. Garuda im Hintergr. von d', V bei n. V Fig. 413. Kopf einer Zofe bei d' VII, g. c oben e f ^ a Buddha, n. L. gew. bcd&rti Mönche; e dunkler Gott; / weiße Göttin; g zwei weiße Ziegen, g b c unten d e f g a Buddha, n. L. gew.; b Mönch in einer Höhle, entsetzt die R. hochhaltend; c Vajrapäni, wie Bo- ö c dhisattva; d e f g vier sehr schöne Göttinnen, b Gewölbe. Im Zenit des Gewölbes waren von der Tür an die folgenden Figuren: 123456789 10 11. I geputzte Frau, auf einem Hausdach, welche eine Lampe den folgenden Figuren entgegenhält; 2 ein fliegender Mönch, neben ihm ein weißer Krug (Dreifuß nicht abgebildet); dann 3 meditierender Mönch, in einem aus Bogen- *) Viell. identisch mit Teufelsh. C Seiteng. 2, Innens. Grünwedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. 178 Ming-Öi bei Qyzyl, 3. Anlage. Höhle 5: Mäyähöhle. Ornamenten gebildeten Häuschen, dessen Spitze ein Dharmasymbol bildet; 4 meditierender Mönch auf einem Pfau; 5 meditierender Mönch, umgeben von zwei siebenköpfigen Nägas, deren Schwänze zusammengeknüpft sind; 6 meditierender Mönch auf fünf weißen fliegenden Gänsen; 7 meditierender Mönch auf einem Greif; 8.meditierender Mönch auf einem fünfköpfigen weißen Elefanten; 9 meditierender Mönch auf zwei Panthern; 10 meditierender Mönch in der Sonne; 11 meditierender Mönch auf zwei Einhörnern (Pferdetypus); das vordere braun, das hintere ein Schimmel; Rest zerstört. Es war noch Raum für 3—4 Figuren. Vgl. ob. S. 167 und Fig. 382, S. 165. Die beiden Gewölbeflächen über d d! zeigen Berge mit Buddhas und Adoranten. Schema der Gewölbehälfte über d. 43 42 4i 40 39 38 37 36 35 34 33 32 3i 30 29 28 27 26 25 24 23 22 21 20 19 18 17 16 15 14 13 12 11 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 1 meditierender Jüngling, 2 blauer Elefant, 3 Affe und ?, 4 Jüngling, sitzend, mit erhobenen Händen, 5 Affe?, 6 spielender blauer Affe, 7 Baum mit zwei Fasanen, 8 ?, 9 Buddha, n. R. blickend, sitzende Dame, 10 Buddha, n. L. bl., nacktes Kind (Mädchen?) mit blauem Ring in der erhobenen R. *), 11 Buddha, n. R. bl., dunkelfarbiger alter Asket, 12 Buddha, n. L. bl., weißer Elefant, davor ein Schwert *), 13 Buddha, n. R. bl., blauer, nackter Wilder bringt Honigwaben 3), 14 Buddha, n. L. bl., Mönch umfaßt seinen R. Fuß, 15 Buddha, n. R. bl., vor ihm ein Mann mit fünf Lampen, auf dem Kopf, den Schultern, den Händen 4), 16 Buddha, n. L. bl., dunkler Mann mit Damaru, 17 Buddha, n. L. bl., ein dunkelfarbiger Mann in Ober- und Unterkleid, 18 Buddha, n. R. bl., zwei Kägliks, ein Mann, der einen Steinbock schießt, 19 Buddha, n. L. bl.,? 20 Buddha, n. R. bl., Löwe, 21 Buddha, n. L. bl., kniender Jüngling, weiß mit blauem Lendentuch, 22 Buddha, n. R. bl., nacktes Kind (Mädchen?) bringt roten Kuchen, 23 Buddha, n. L. bl., dunkelfarbiger Mann, 24 Baum, 25 Buddha, n. R. bl. ?, 26 Buddha, n. R. bl., brauner Mönch, 27 Buddha, n. L. bl., tanzender, weißer, Jüngling, 28 Buddha, n. vorn R. bl., vor ihm Skelett, 29 Buddha, n. L. bl., vor ihm ein Teich; ein Fuchs, Hund, Affe, Hahn fliehen, 30 Buddha, n. R. bl., ein weißer Jüngling, 31 Buddha, n. L. bl., ein dunkelfarbiger Mann, 32 Buddha usw. wie 31, 33 Buddha, n. R. bl., ein weißer Jüngling betend, 34 Buddha, n. L. bl., ejn weißer Mann, mit Brett und Zimmerbeil (Glätter wie Hacke), 35 Buddha, n. L. bl., ein brauner Mann mit Lanze 5), 36 Buddha, n. R. bl., ein weißer Mann, betend, 37 Buddha, n. R. bl., eine Dame, 38 Buddha, n. L. bl., vor ihm ein blauer Affe, ein brauner Mann trägt einen blauen Affen an einer Stange weg, 39 Gazelle und Junges, 40 Steinbock, 41 trinkende Gazelle, 42 =40, 43 See mit Baum darin. Schema der Gewölbehälfte über d. 43 42 4i 40 39 ? 38 37 36 35 34 33 32 31 23 30 22 29 21 28 20 27 10 26 18 25 17 24 16 8 15 7 14 6 13 5 12 4 11 3 10 2 9 1 1 Baum, 2 Löwe, 3 Baum mit Pfauen, 4 Affe?, 5 Gazelle, 6 meditierender alter Mönch, Teich, 7 Baum mit zwei Fasanen, 8 Sasajätaka, 9 Buddha, n. R. gew., betender Mönch, 10 Buddha, n. L. gew., Hindu Celotksepa machend6), 11 Buddha, n. R. gew., dunkle Frau in losem, weißem Ärmelhemd und grünem Rock, 12 Buddha, n. R. bl., dunkelfarb Jüngling, 13 Buddha, n. R. bl., dunkelfarb. Brähmana, 14 Buddha, n. L. bl., betender Mönch, 15 Buddha, n. R. bl. weißer Jüngling umfaßt seine Füße, 16 Buddha, n. L. bl., dunkelfarbiger Mann, 17 Buddha, n. R. bl., Brähmanajüng-ling, stehend, betend, 18 Buddha, n. L. bl., dunkelfarbiger graubärtiger Mann, am Stock gehend 7). 19 Buddha, n. R. bl., weißer, fast nackter Jüngling, betend, 20 Buddha, n. L. bl., weißer Brähmanajüngling mit Camari, 21 Buddha, R. bl., dunkelfarbiges, nacktes Kind, betend, 22 Buddha, n. L. bl., weißer Mann mit Schirm8), 23 Buddha, n. R. bl., Mönch mit Tuch, vor Buddha frißt ein Schakal einen Mönch 9), 24 Buddha, n. R. bl., dunkelfarbig. Jüngling wirft eine x) Vgl. Mus. R. 36; Fußwaschh. ß 3; Höllentopfh. b 26; Schwertträgerh. I—III, 24. 2) Vgl. Schwertträgerh. 1—3, 17?, Höllentopfh. 6 8; Fußwaschh. ß 1. 3) Vgl. Höllentopfh. b 18. 4) Vgl. Höllentopfh. b 24; Mus. L. 37. 5) Vgl. Höllentopfh. b 38. 6) Vgl. Schwertträgerh. 1—3, 28; Mus. L. 35. 7) Vgl. Schwertträgerh. I—III, 35. 8) Vgl. Mus. R. 33; Schwertträgerh. 1—3, 26. 9) Mäyäh. 2. Anl. Fig. 381, S. 165; Mus. R. 34. Ming-Öi bei Qyzyl, 3. Anlage. Höhle 5: Mäyähöhle. 179 Blume, 25 Buddha, n. R. bl., Mönch in blauer Robe mit Guirlande, über Buddha zwei Papageien, 26 Buddha, n. L. bl., brauner Mann mit kurzem grünen Stock, 27 Buddha, n. R. bl., brauner Brähmana, ein Jüngling in weißem Kleide betend, 28 Buddha, n. L. bl., weißer Jüngling mit Wimpelstange *), 29 Buddha, n. R. bl., ? 30 Buddha, n. L. bl, dunkler Mann mit weißem Krug2), 31 Steinbock, 32 Buddha, n. R. bl, braune alte Frau mit großen Ohrpflöcken, 33 Buddha, n. R. bl., brauner Brähmanaasket, 34 Buddha, n. L. bl., nackter (außer blaues Lendentuch) unbärtiger Jüngling mit großen Ohrpflöcken, 35 Buddha, n. R. bl., weißer kniender Jüngling, bringt eine Blume, 36 Buddha, n. L. bl., dunkelbrauner Mann in blauem Gewand, 37 Buddha, n. R. bl., weißer betender Jüngling, 38 Buddha, n. L. bl., Dämon in d. L. eine Lanze, in d. R. einen Berg schleudernd, 39 brauner Affe, der ein Bündel auf dem Rücken trägt, 40 Baum, in einem See, 41 Steinbock, 42 Bär in einer Höhle, 43 Gazelle. Gemälde in den Gängen. Seitengänge e e' und Quergang g g'. Im Gang e ist bei i eine bisher unbekannte Komposition: Buddha in einer Vesica stehend, gefolgt von einem sich abwendenden Mönch und Vajrapäni mit groteskem weißem Hut; Buddha streckt sein Pindapätra zwei Göttern entgegen, welche vor ihm knien. Zwischen diesen und Buddha geht ein hellblauer Streifen vom Himmel zur Erde — offenbar ein Fluß. Etwa in der Mitte desselben liefen dünne weiße Linien quer über. Hinter dem dunkelfarbigen Gott ein Schirmträger, hinter dem hellfarbigen Gott ein Jüngling mit bunten Gaben und ein zweiter kniender mit einfacherem Kopfschmuck, welcher die Arme hochstreckt, hinter den Figuren ein Stadttor. Gegenüber auf e2 die Darstellung der Kur des Königs Ajätasatru, völlig wie in der »Mäyäh.«, 2. Anl., doch hat der Diener zu Füßen des Königs die anliegende Kappe mit Buckeln, und was wichtiger ist: die Meruszene fehlt. Statt dieser reitet der König mit Aureole aus dem Stadttor, das zur Stadtszene gehört, hinaus, geleitet von dem Jüngling Varsakära. Er führt mit d. L. ein zweites Pferd. Hinter dem Prinzen ein Schirm-träger. Der Schirm ist identisch mit dem sonst herabfallenden. Das Tor hat kelchartige Tortürme (Fig. 414). Bei e 1 das erste Konzil: der predigende, bärtige Mönch in blauer Robe in einer Säulenhalle auf einem Thron predigend, um ihn sechs Zuhörer in braunen, blauen und grünen Roben. Über dem Prediger ein »canopy«. R. von ihm sitzt ein bärtiger, abgemagerter Mönch im Flickenkleid, umgeben von fünf Mönchen, hinter ihm fliegen zwei Arhats durch die Luft herbei und hinter ihnen ein dritter, abgemagerter, bärtiger, weiß in Flickenge- Fig 4U König Ajätaäatru von Varsakära nach dem Park wand, der in der R. eine Gebetmühle hält und außerdem in d. geleitet; ersetzt auf d. unt. Ecke des Bildes im Gange c L. wie ein Gewehr Über der Schulter eine längliche braune (2: Innenw.) die sonst dargestellte Zerstörung des Berges Latte (Palmblatthandschrift: vgl. H. mit der Gebetmühle Meru, vgl. oben S. 46, Fig. 92 usw. S. 112—113 und 144. Bei e 2 Drona, umgeben von den Gefäßhaltern; unten kommen die Reiter herbei, die meisten zu Pferde. Auf den Stirnen der Pferde sieht man aufrechtstehende Aufsätze mit Quasten, g Verbrennung von Buddhas Leiche, eine Göttin zu Füßen bringt Sprengopfer aus einer Schale, ein Gott dahinter hält ein Candrahära, ein dritter gießt mit einem Topfe, der in eine Gabelstange gezwängt ist, etwas in das auflohende Feuer. Zu Häupten des Sarges ein kniender Gott (weiß) mit Schirm, zwei Mönche und eine Gottheit. Im Vordergr. ein mit ausgebreiteten Armen zu Boden stürzender junger Mönch und ein Betender. Der Sarg ist noch offen, Buddha, wie eine Mumie. Am Kopf teil des Sarges steht der Drachenkopf vor, am Fußteil der Schweif. Über dem Verbrennungs-bild ein Balkon mit Männern und Frauen, welche sich wilden Ausbrüchen von Trauer hingeben. Drei Männer schneiden sich die Stirnhaut entzwei, ein anderer die Brust (Fig. 415). g Sockel eines Parinirvänabuddha, 80 cm breit, 70 cm hoch, auf der Frontseite sind betende Mönche usw. dargestellt. Bei h ein stehender Buddha, predigend, sehr zerstört; bei h', zum Parinirväna gehörig, ein lebensgroßer weißer (sänta) Vajrapäni, welcher die Oberarme mit den Händen faßt, vgl. S. 35, Fig. 71, 36; neben ihm ein Götterpaar (sehr schön): ein weißer Gott und eine dunkelfarbige Göttin mit einer Bügelharfe. Die Gewölbedekoration des hint. Ganges sind stilisierte Berge, in den Gängen R. und L. aber musizierende usw. Götter, welche zum Parivära der Nischenfigur gehören. J) Vgl. Schwertträgerh. I—III, 20; Mus. L. 8. *) Vgl. Schwertträgerh. I—III, 27; Höllentopfh. £23; Mus. R. 11. 12* i8o Ming-Öi bei Qyzyl, 3. Anlage. Höhle 5: 6. 7. Der Fußboden des Ganges zeigt im Rand schönes echtes Fresko. Das Randmuster ist identisch mit dem in der H. d. »Freskobodens« S. 49 Fig. 97. Höflle 6. Dies ist wieder eine Wohnhöhle (Fig. 416), sie ist noch gut erhalten. Sie bildet ein querliegendes Tonnengewölbe mit reichgegliedertem Gesimse unter dem Gewölbe (hoch 1,40 m), und hat ein innen 1,05 m, außen 85 cm breites Fenster. Zugänglich ist sie, wie alle Wohnhöhlen, durch einen Seitenstollen der hier L. von der Fassade hinter die L. W. d. H. führt. Er ist wie die Wände 1,80 m hoch. In seiner Außenw. ist eine kleine Nische, auf der Innenseite der L. W. der Haupthöhle eine etwas tiefere Nische und ein Kamin. Fig. 415. Darstellung der klagenden indischen Fürsten über der Verbrennung der Leiche des Gautama Buddha, Querg. g gegenüb. d. Parinirväna. H. der Fig. im Orig. 15—20 cm. Die beiden Streifen sind aneinander zu setzen. Höhle 7 (Schakalshöhle). Fast quadratische Höhle (Fig. 417), welche ein Fenster hat; die Tür führt direkt in die Höhle selbst, deren Decke eine Kuppel mit reich gegliedertem Gesims ist. Fig. 418. Gegenüber dem Fenster eine Nische mit Bogen, deren Rückwand oben sehr nach vorn sich neigt. Um diese Nische ist ein schöner Thron gemalt. Auf d. W. x (L.) ist ein mehrfach rot umrandetes Feld (Fig. 419), von welchem aus rote Linien über die Wand weg bis zur Nischenwand führen und sich dort auf der and. Seite wiederholen. Dieses Muster und die weiße Tünche sind Reparaturen einer späteren Zeit. Unter der Tünche bei y sind zwei Szenen über einander: Schakale (einer: Fig. 420), welche an aufgedunsenen Leichen fressen. Sie sind unter der Tünche noch klar genug. Wahrscheinlich war einer späteren Generation die Darstellung zu abstoßend, daher wurde sie übertüncht. Ich hielt es für wichtig, die Linear- Ming-Öi bei Qyzyl. 3. Anl. Höhle 8. Ruinen N. v. Kiris. I8l dekoration genau zu kopieren, da sie an die Ornamentierung der Vorsetzblätter syrischer Evangelienhandschriften erinnert. Höhle 8 war ebenfalls eine Wohnhöhle, deren Einzelheiten zu erwähnen sich nicht lohnt. Der Eingangstollen liegt wieder L. von der Fassade, das Fenster ist erhalten. Die große Ortschaft Kiris liegt in einer Entfernung von 80 Li in ONO-Richtung von Kuca. Der Weg dahin geht zunächst über wüste Strecken, endet dann in 0-Richtung in einem reichbewässerten, lieblichen Tal. Kurz bevor man das kulturfähige Land erreicht, welches das Dorf umgibt, finden sich alte Bewässerungsanlagen. Großartiger sind zwei Stüpas, neben denen heute einige Mazars sich befinden, welche unmittelbar am Rande der Stadt Kuca, noch bevor der Weg sich der Wüste nähert, auf einer Plattform R. von dem Reisenden liegen bleiben, wenn er sich nach KiriS aufmacht. Im Dorfe KiriS ist nichts weiter bemerkenswert, als eine an seinem 0-Ende liegende quadratische Ringmauer, welche eine alte Befestigung darstellt. Der mit Glycyrrhiza und Peganum überwucherte Boden in und außer dieser Ringmauer ist fast durchweg sumpfig, da das Regenwasser der am Fuße großer Berge auftretenden Gewitter sich auf dem Terrain um die Ruine, welche niedriger liegt, als die Straße und die aufgeschütteten und mit schmalen Bewässerungsdämmen umgebenen Kulturen, sammeln und lange halten kann. Genügten doch die vier Tage, welche wir in dem Dorfe zubrachten, um uns mit einem ganz ausgiebigen Gewitter mit mächtigen Regengüssen bekannt zu machen. Eine kleine Wegstunde in ziemlich NO-Richtung von dem lang von W nach O sich hinziehenden Dorfe gelangt man über Kulturen, welche quer von W nach 0 durch einen Damm mit Bäumen und einem daneben hinlaufenden Kanal von der dahinter folgenden Wüste getrennt sind, an die Vorberge. Sie bilden ein Tal, welches, nicht sehr groß und von verschiedenen höheren und niedrigeren Bergkuppen unterbrochen, vor einer steilabfallenden und sumpfigen Stelle endigt. Überall R. u. L. vom Wege sind Ruinen, Freibauten, Höhlen mit und ohne Freibauten. Die meisten derselben sind fast ganz zerstört. Überall sind Brandspuren, Asche und verkohlte Balken kommen unter dem Sande zum Vorschein, welchen der Sturm in die Höhlen geweht hat. Etwas besser sind einige hübsche Höhlen erhalten, welche in kleinen engen Seitentälern R. vom Eingang in das Fig. 420. Orig. 80 cm hoch, 90 cm breit. Ruinen N von Kiris. 15. Mai bis 19. Mai 1906. 85 182 Ruinen bei Kiris. Ritterhöhle. Haüpttal liegen. Beide haben kleine Wasseradern, welche unter einem Dickicht weißer Rosen, gelbblühender und nach Gewürznelken duftender Jigde-bäumchen, wohlriechender, rosenroter Glockenblumen, Disteln, Tamarisken und hohem Schilf fast unsichtbar sind. Ich habe in den vier Tagen, welche ich in Kiris zubringen konnte, nicht viel arbeiten können. Erstickende Glut erschwerte die Arbeit, welche, wie erwähnt, einmal ein Gewitter der schwersten Art noch dazu allzu früh beendigte. So ist besonders mein Plan, einen genaueren Aufriß der Lokalität zu machen, unmöglich geworden. Immerhin konnte ich aber sechs Anlagen ausführlicher beschreiben und einige Aquarelle und Skizzen der wichtigsten Bilder herstellen. Die Höhlen, welche ich bearbeiten konnte — es sind die am besten erhaltenen —, liegen etwa so: Hauptstock des Gebirges Abhang und Sumpf 3 < o »-t er 3 O < o —t er CK? Vorspringende Vorberge 6 Berggruppe Zweites Seitentälchen Die Skizze enthält nur die hier bearbeiteten Anlagen: I Ritterhöhle, 2 Höhle »mit den zwei Vajrapänis«, 3 Halle »mit dem Tierfries«, 4 Höhle »mit den kranztragenden Tauben«, 5 Pretahöhle, öKinnan-höhle. Erstes Seitentälchen Vorberge Stilistisch nehmen die Höhlen eine Art Mittelstellung ein zwischen Stilart 2 b und 3. Völlig der Stuart 2 b und dem ihr angehörigen Kompositionsschema der Pahcasikhahöhlen gehören an 2 und 6. Ebenso noch gehört Höhle 3 völlig Stilart 2 b an, nur ist sie inhaltlich schon anders geartet durch ungewöhnliche Plafond-darstellungen usw. und eigenartige Wahl der Farben (viel Dunkelblau und Blaugrau kommt in den Bildern vor). Stilistisch ganz zu 3 gehörig ist Ritterhöhle I, obwohl einzelne Elemente noch Gruppe 2 b angehören, so die Gewölbehälften und die Dekoration der Nische usw. Über dem Gewölbe aber hat es noch die Kuppel ! Höhle 4 ist naheverwandt der Höhle »mit den ringtragenden Tauben« in Qyzyl, hat aber noch die Gewölbe-bilder, die Nägas, dieBalkone, das Parinirväna und die (freilich abgekürzte) Dronaszene von 2 b (Indrasailaguhä-typ). Diese Höhle ist, wie sich aus dem unten Gesagten ergeben wird, insofern besonders bemerkenswert, als sie, wie der Freitempel von Ming Öi beim Qumtura (an der Schleuse) die Buddhastatue des Königs Udayana in ganz unverbundener Form vor die Rückwand der Cella stellt, vgl. ob. S. 8 und unt. Ganz eigenartig und nur Stil 3 zugehörig ist die Pretahöhle. 1. Ritterhöhle. Diese Höhle hat manches Eigenartige in der Anlage sowohl, wie in der Ausmalung. Was die Räumlichkeiten betrifft, so sind sie — soweit sie erhalten sind — im wesentlichen identisch mit den meisten Höhlen bei Qyzyl: eine fast quadratische Cella, die Hinterwand wieder mit der Nische für das Kultbild und den kleinen Gängen R., L. davon, welche hinten in einen Quergang münden. Über dem Gewölbe der Cella erhebt sich noch eine Kuppel, von der Form der in der Höhle der ringtragenden Tauben zu Qyzyl aufgesetzten und im hi. G. ist in der Ecke, welche unmittelbar dem Seiteng. L. v. Eing. gegenüberliegt, eine eckige Nische eingerichtet (Fig. 421 a). Die Ausmalung war außerordentlich fein und reich an Darstellungen. Es ist daher sehr zu bedauern, daß die Höhle so verräuchert ist, daß viele der schönen Bilder unter dem Ruß verschwinden. Außerdem ist viel abgerissen. Immerhin verlohnt es sich, das Erhaltene genauer zu behandeln. Gemälde der Kuppel der Cella. Die Kuppel hatte ursprünglich einen runden Schlußstein, welcher in Stuck aufgesetzt war, aber dessen Rosette (ein Lotus) abgefallen ist. Der innere Raum der Kuppel ist in acht Abteile geteilt. Die Darstellungen, welche diese Abteile schmückten, sind verräuchert und verkratzt. Trotzdem läßt sich feststellen, daß Buddhas und Bodhisattvas (je vier abwechselnd) dargestellt waren. Viel kleinere Adoranten (Oberkörper von Dämonenfürsten) halten die Lotusblumen, wie in der ob. erw. Höhlen in Ming-Öi bei Qumtura und bei Qyzyl (S. 15, Fig. 22 usw.), auf welchen die Buddhas und Bodhisattvas stehen. Diese Figuren waren hier viel feiner ausgeführt. Das Gewölbe. Auch das unter der Kuppel liegende Gewölbe ist verräuchert und zerkratzt. Deutlich ist, daß Reihen kleiner Berge mit davor sitzenden Buddhafiguren, R, u. L. die Gewölbehälften füllten. Ruinen bei Kiris. Ritterhöhle. 183 Die Seitenwände, Auf den Seitenw. sind zwei Streifen von Darstellungen mit Brähmi-Inschriften auf schmalen, weißen Streifen darüber, allerdings mit starken Lücken dazwischen noch erhalten. Diese interessanten, in maßvollem, ruhigen Stil gemalten Darstellungen sind so geschwärzt, daß ich an Ort und Stelle nichts ausmachen konnte. Sie sind alle ausgehoben und jetzt im Museum; ich hoffe, daß es möglich sein wird, bei der Restauration der Bilder die Rußschicht, die sie entstellt, zu entfernen. Fig. 421 b. Seitenwänden 70 cm. oberer Teil zerstürt D 7 Z J t zerstört 1? TZ Die Rückwand. Die Kultfigur, welche in der Nische der Rückw. gesessen hat (Fig. 421b), ist zerstört. Von den Gemälden, welche die Nische umgaben, ist so viel erhalten, daß man sicher sagen kann, daß die Kult-figur Gautama Buddha im Berge war. Die Gemälde um die Nische sind kombiniert aus zwei Darstellungs-reihen. Während die untere^ mit größeren Figuren (lat. Buchstaben) zur Buddhafigur gehört, setzt die obere Reihe die Dekoration des Gewölbes der Cella fort (arab. Zahlen). Im Einzelnen ergeben sich die folgenden Gruppen und Figuren: A ein kleiner meditierender Buddha üb. d. Kultbild. Seine Erklärung macht Schwierigkeiten, da er nicht zu den folg. Fig. gehören kann und auch nicht zu der Serie der kleinen Gruppen; B Pancasikha, der Gandharva, mit der Bügelharfe; C ein Gott, mit gefalteten Händen, von weißer Hautfarbe, aber ohne seine Gattin; doch wohl Indra; D, E je ein Brähmana, in einem Blättefhäusehen; F ein Brähmana, in einem Buche lesend. — Diese Figuren gehören also zu der Gruppe Pancasikha vor Buddha usw., welche von Ming-Öi beim Qumtura her bekannt ist. Die Komposition ist abgekürzt, um den Fortsetzungen der Bilder (kleine Buddhas mit Adoranten vor Bergen) Platz zu machen. Diese Serie (der ob. Teil, welcher den Bogen (Lünette) füllte, ist zerstört) umfaßt die Gruppen I—12. Jede stellt einen kleinen Buddha vor einem Berge dar, neben ihm stets ein Vajrapäni von weißer Hautfarbe. Er trägt immer einen weißen Hut und hält einen kreuzförmigen weißen Donnerkeil und eineCamari. Es beginnen also schon diese stets mit Vajrapäni begleiteten Verehrungsszenen, welche später noch mehr ausgebildet und mit Inschriften versehen die Gewölbe schmücken, vgl. Bericht, 136 Fig. 132, auch unt. Tempel Bäzäklik. Die Adoranten der hier vorkommenden zwölf Gruppen sind: 1 ein stehender Asket, mit einem Tigerfell bekleidet J), 2, 3 je ein betender Jüngling, 4 ein betender Brähmana, gekleidet in eine Tigerfellschürze, 5 eine Dame (?), welche Buddha zwei Edelsteine bringt, 6 ein vor Buddha platt auf der Erde liegender Mann, welcher Honigwaben bringt2). Er hat weiße Hautfarbe, nicht blaue, wie einmal in einer entspr. Gruppe der Gewölbe von Qyzyl, 7 ein Brähmana Jüngling, welcher ein Tigerfell bringt, 8 ein gepanzerter Mann mit Helm, Köcher, Säbel und Dastänes 3), 9 ein Mann in Ärmeloberkleid und weißem Hut, bringt einen Teller mit Edelsteinen 4), 10 ein Mann, welcher auf Kopf und *) Vgl. ob. S. 53, Schwertträgerh. 1—3, 2 usw. 2) Vgl. ob. S. 53 Schwertträgerh. I—III, 32, Mäyäh. 3. Anl. ö! 13. 3) Vgl. ob. S. 53, Schwertträgerh. I—III, 23 usw. 4) Vgl. ob. S. 53, Schwertträgerh. I—III, 29 usw 184 Ruinen bei Kiris. Kitterhöhle. Höhle m. d. zwei Vajrapänis. Armen fünf Lampen bringt11 ein Jüngling, welcher mit einer Bügelharfe vor Buddha spielt2), 12 ein Jüngling, mit langem Schwert, mit gefalteten Händen 3). Gemälde der Seitengänge. Auf den Seitenw. waren Buddhas abgebildet, doch sind sie stark zerstört und verräuchert, ebenso die als Gewölbedekoration aufgemalten, fliegenden Götter. Der hintere Quergang hat allen Schmuck eingebüßt, nur in der kleinen Nische der Rückw. ist ein nach innen gewendeter, predigender, stehender Buddha erhalten, zu seinen Füßen noch ein Adorant in weißem Kleide und dunkler Mütze. Es scheint, daß eine Serie von Pranidhis in den Gängen Platz finden sollte, für welche der Raum nicht genügte. So hat der Maler diese überzählige Figur in eine Nische d. Rückw. gesetzt, genau so wie die kleinen Adorantengruppen, welche sonst den Scheitel des Gewölbes ausfüllten, durch die Anlage der Kuppel keinen Raum hatten und nun auf Kosten des Paficasikhabildes' auf die Räume um die Nische gebracht wurden. Die Höhle ist also interessant dadurch, daß wir ganz genau beobachten können, wie neue Zutaten die alten Kompositionen verdrängen und die Raumverteilung verändern, aber auch zeigen, wie viel aus einer Serie etwa weggelassen werden konnte. Zu diesem Mischcharakter paßt auch der Stil der Höhle, welcher die alten Formen der Qyzyler Bilder zum Teil bewahrt, zum Teil durch neue ersetzt. Man könnte die Höhle eine Kombination von Reminiszenzen aus der Schwertträger -höhle und der H. m. d. ringtrag. Tauben bei Qyzyl nennen. Ob das Parinirväna mit den zugehörenden Figuren abgebildet War, läßt sich nicht ausmachen, da der hintere Gang zerstört ist. Ebenso fehlen Stifterbilder, welche doch wohl auf der Türw., welche zerstört ist, dargestellt waren. 2. Höhle mit den zwei Vajrapänis. Diese Höhle hat Stil und Anlage der meisten Höhlen bei Qyzyl. Die Bilder sind verräuchert und die Türw. völlig zerstört (Fig. 422 a, b, c S. 183). Verteilung der Gemälde. Die Seitenw. der Cella waren mit zwei übereinanderstehenden Streifen von je vier Buddhapredigten geschmückt, in derselben Art, wie z. B. die Ajätasatruhöhlen der 2. und 3. Anlage bei Qyzyl. Auf dem Gewölbe waren je über jeder Seitenw. die oft erwähnten Reihen von Bergen gemalt, je mit einem Buddha und einem Adoranten davor. Dieselbe Dekoration setzt sich auf dem ob. Teile der Rückw. (Lünette) fort. Der unt. Teil der Rückw. (Fig. 422 b) war mit der Legende vom Gandharva Pancasikha vor Buddha bemalt, und zwar war die Verteilung der Figuren in einer Berglandschaft die folgende: b, b' zwei blumenwerfende Götter, c c zwei große Vajrapänis, auf Stühlen sitzend, der bei c' mit Löwenhaut als Kappe (Fig. 423), der bei c mit weißem Doppelhut, Panzerhosen aus Eisenringeln, welche vorne mit Platten besetzt sind, deren innere Felder verschiedene bunte Farben haben (hellblau, grün usw.); bei d' d zwei Brähmana- ') Vgl. ob. S. 53 und 74 Schwertträgerh. I—III, 31,, Mus. L. 37 usw. J) Vgl. ob. S. 55 Schwertträgerh. 1—3, 27. 3) Vgl. ob. S. ebd. 1—3, 18. Ruinen bei Kiris. Höhle m. d. zwei Vajrapänis. Halle m. d. Tierfries. I85 Fig. 425. Orig. 24 cm (mit der darüberlaufenden Ornamentborte, welche hier weggelassen ist). asketen, vor ihren Laubhütten sitzend (üb. d. Türen der Seitengänge), bei e e zwei Götterpaare und zwar bei e Pancasikha mit dem Musikinstrument, das Haar zu fünf Büschelchen hochgebunden, bei e' Indra und Indräni. In der Nische, welche diese Figuren umgeben, hat eine Buddhafigur gesessen. In den Seitengängen waren auf die Außen- und auf die Innenw. je zwei Reihen mit zwei Darstellungen gemalt, je ein stehender, predigender Buddha mit Adoranten und zwar in der ob. Reihe das vord. Bild (bei x) Buddha und vor ihm ein Gott, gefolgt von einem blauen Stier, das zweite Bild ob. (bei y) Buddha, vor ihm ein kniender Mönch und hinter ihm ein kniender Preta. Alle anderen Bilder sind zu sehr zerstört, um die Einzelheiten zu erkennen. Im Quergang (hint. G.) war auf der Rückw. das Parinirväna Buddhas, sehr zerstört, auf der gegenüberst. Wand die Verteilung der Reliquien durch den Brähmana Drona, vor der Stadtmauer die gepanzerten Fürsten. Zwei solche Geharnischte befinden sich in der Stadt, wo sie zur R. Dronas mit gefalteten Händen stehen. 3. Halle mitdem Tierfries. Diese einst sehr schöne Anlage ') ist zum größten Teil Freibau. Sie besteht nur aus einer fast quadratischen Cella (Seitenw. 3,12 m, Rückw. und Türw. 3 m) mit einer Kuppel darüber. Die Tür hatte einen Holzrahmen, dessen Einsatzfurchen noch deutlich sind. Vielleicht ist vor der Cella noch eine kleine Vorhalle anzunehmen. Gemälde der Cella. Die Kuppel war innen in acht Streifen geteilt, deren Gemälde jetzt verrußt sind. Es ist noch zu erkennen, daß abwechselnd vier Buddhas und vier Bodhisattvas dargestellt waren. Die Wandflächen um den unt. runden Rand der Kuppel waren in den vier Ecken mit den vier Lokapälas mit ihrem Parivära bemalt, und zwar so, daß die Lokapälas, voll gepanzert, auf Thronen saßen, während ihre Begleiter die Kuppel halten. L. vom Eing. in der Türecke war Virüpäksa und neben ihm waren zwei kokette Nägakanyäs mit gefalteten Händen. Es ist dies in der Oase Kuca der einzige Fall, wo alle vier Lokapälas mit den charakteristischen Attributen dargestellt sind 2). Sonst stehen an dieser Stelle unter den Kuppeln stets vier bärtige, spitzohrigeTritonen, welche aus Wasser auftauchen, vgl. oben S. 10, Fig. 7. Fig. 426 aus Seitenw. R. 2. Fig. 427 aus Seitenw. R ») Die Wände der Cella sind 2,30 m hoch, darüber lief ein dreigliedriges Gesims hin: der unterste Streifen 10 cm hoch, 24 cm tief, der zweite 14 cm hoch, 10 cm tief, aber abgerundet, der dritte 24 cm hoch, 4 cm tief. Die unt. Rundung der Kuppel, welche bis 1,30 m zeltförmig aufsteigt, geht unregelmäßig (6 cm, 8 cm, 10 cm) an das oberste, breiteste Gesims heran. J) Im Parivära der Buddhapredigten kommen sie öfter vor, v. Index. 186 Ruinen von Kiris. Halle m. d. Tierfries. H. m. d. kranztrag. Tauben. Gesims über den Wänden. Das oberste Gesims und der darunter folgende Rundstab war mit Ornamenten bemalt. Besonders schön war der unterste Streifen (Fig. 424,425). Er war mit einem Blatt- und Rankenornament verziert, in welches Tierfiguren fast in der Art gotischer Ornamente hineingemalt waren. Erhalten von diesen Figuren sind auf der W. L. vom Eing. die folgenden Tiere: Wolf, Affe, Wolf, Zebu, auf der Rückw. Vögel (Käglik) und Affen. Die Tiere sind so mit dem Ornament verbunden, daß ihre Extremitäten sich entweder in die Mittelrippe des Blattwerks fügen oder die Zwischenräume desselben ausfüllen, z. B. die Arme der Affen, die Füße der Kägliks. Die Schwänze der Affen und Wölfe bilden selbst Rippen des Blattornaments, die Mittelrippen kommen aus den Rachen der Wölfe heraus oder bilden die Verlängerung der Vogelschnäbel. Gemälde der Wände der Cella. Seitenw. und Rückw. sind mit dfrei, etwa 70 cm hohen Streifen von Bildern bedeckt, von denen jeder Streifen vier enthält, im ganzen also 36. Die meisten sind allerdings zerstört. Sie waren fein ausgeführt und reich an interessantem Detail. Es sind wieder Predigten Buddhas, in welchen der thronende Buddha stets en face in der Mitte dargestellt war, aber auch andere Darstellungen aus seinem Leben fanden sich vor. Rückw. Erhalten sind: j 2 ^ 4 I ist die aus den Höhlen beim Qumtura bek. Darstell, des vor Buddha sich verneigenden 5678 Brähmana im Flickenkleid1), 3 R. v. Buddha sieht man eine Frau in der Erde stehend, sie reicht verlorene Reihe aus Flammen ein Kind einem sich herabbeugenden Jüngling. Das Kind wächst aus einer Lotusblume heraus: die Geburt des Jyotiska; 4 Darstell, der Bekehrung des Käsyapa von Uruvilvä, sehr zerstört; 8 enthält die schon bei Qyzyl vorkommende Darstellung, wie ein Brähmana seinen Schüler prügelt und ihn mit Füßen tritt2). Seitenw. R. Auch hier ist die dritte Reihe verloren. 5: hier liegt ein König platt vor Buddha auf der Erde 3), 6 R. von Buddha steht ein hellblauer Gott mit dunklem Gesicht. Er ist vierarmig, zwei obere Arme halten Sonne und Mond hoch. Seitenw. L. Die unterste Reihe ist zerstört. Diese ganze Wand ist überhaupt sehr zerstört und verräuchert. 2: hier erscheinen von beiden Seiten neben Buddha fürstliche Personen, welche mit einem Knie kniend, Buddha Geschenke überbringen. Sie tragen bis über das Knie herabhängende, bordierte Röcke mit Halbärmeln von stahlblauer oder schwarzer Farbe und weißen kleinen Ringornamenten. Diese Überröcke sind auf der Brust umgeklappt. Unter den bordierten, glockenförmigen Halbärmeln kommen anliegende Jackenärmel hervor. Die Röcke sind gegürtet mit einem Ledergürtel, an welchem kurze Dolche und kleine Ledertäschchen hängen. Sie tragen weite Hosen von weißer Farbe mit Borten besetzt und hohe Stulpenstiefel. Über dem Rock haben sie vorn geöffnete Kragenmäntel auf den Schultern liegen, deren weißgefütterte Kragen innen abgesteppt und die innen mit Pelzwerk (offenbar Hermelin) gefüttert sind. Die Figuren R. von Buddha tragen weiße grau- und braunbordierte Käppchen und lange Haare. Der vornehmste, welcher zur L. Buddhas kniet, ist barhäuptig und hat einen großen Schnurrbart. Neben den Fig. R. ist ein kleines, kniendes Kamel gemalt. Obgleich die Figuren die Landestracht der Stifter tragen, dürfen wir in ihnen doch wohl nur indische Fürsten sehen. Vielleicht ist eine Schmeichelei für die Stifterfamilie darin zu sehen, daß man einen alten indischen König in ihrer Tracht und mit ihrem Typus darstellte, Fig. 426,427. 8: hier liegt wieder ein Jüngling vor Buddha auf den Knien, der mit ausgestreckter Zunge Buddhas Füße berührt 4). Türw. Auf jeder der inn. Türw. war, wie die dürftigen Reste noch zeigen, ein fast lebensgroßer Dvara-päla gemalt. 4. Höhle »mit den kranztragenden Tauben«. Diese Höhle ist in ihrer Anlage verwandt mit den Höhlen von Sorcuq, insofern als vor dem wenig tiefen Pfeiler die Kolossalfigur des Udayanabuddha gestanden hat (Fig. 428). Der Plan zeigt eine mit einem Tonnengewölbe überspannte quadratische Cella. Neben der Rückw. gehen R. und L. gewölbte Gänge ins Innere, welche hinten durch querliegendes Tonnengewölbe verbunden sind. Von der Buddhafigur vor der Rückw. ist nur der Plinthus, ein ganz runder Lotus mit den Füßen der Figur erhalten; die Spuren, welche auf der Rückw. übrig geblieben sind, zeigen noch deutlich, daß der bekannte Buddha des Königs Udayana die Kultfigur war. Die Höhle hat auch einen Vorbau gehabt, der jetzt zerstört ist. Ihre sehr schön ausgeführten Gemälde sind im wesentlichen dieselben, wie in den meisten Höhlen bei Qyzyl, auch stilistisch nahezu identisch, nur einige Darstellungen in den Gängen, zu denen besonders die Stifterbilder gehören, zeigen einen stofflich und formal abweichenden Charakter, der eine Neuerung genannt werden muß, ebenso wie der durch die Einführung der Buddhastatue veränderte Plan. 0 Vgl. Qyzyl, Mäyäh. 3. Anl. d' III und die dort zit. Repliken. 2) Vgl. Qyzyl, Mäyäh. 2. Anl. /' 7. 3) Vgl. Qyzyl, Mäyäh. 3. Anl. d! I und die dort zit. Repliken. 4) Vgl. Qyzyl, Mäyäh. 3. Anl. d! VI und die dort zit. Repliken. Ruinen bei Kiris. H. m. d. kranztrag. Tauben. I87 Diese rein äußerliche Einschiebung neuer Formen macht sich noch durch eine Kleinigkeit bemerkbar, welche an sich unscheinbar ist. Ich glaube: nichts macht so sehr das Eindringen der neuen Statue bemerkbar als der Umstand, daß ihr Plinthus (die Lotusblume) noch ganz rund ist, wie sie für eine freistehende Statue gehört, während in den Höhlen von Sorcuq eine Anpassung der Figur an die Rückw. dadurch bewerkstelligt wird, daß als Plinthus nur ein halber Lotus verwendet wird. Wir werden sehen, daß damit ein neuer Stil in Sorcuq Hand in Hand geht. Verteilung der Gemälde. Cella. Die Wände der Cella sind bis zum Gesims (10 m hoch), mit welchem die 2,50 m hohe Kuppel beginnt, 2,80 m hoch. Die Türw. enthielt in der Lünette üb. d. Tür die Darstellung von Märas und seiner Scharen Angriff auf Buddha. Was auf d. Türw. darunter dargestellt war, ist zerstört, wahrscheinlich waren auf jeder Seite je zwei Bilder übereinander. Denn bei a sieht man ob. die Vesica einer mit Schlangen umgebenen, stehen- den Figur. Bei a' sind noch die Umrisse eines Kopfes erhalten. Bei dieser Figur hat aber Aureole und Vesica Wasser dargestellt, denn es schwimmen Enten, Schlangen usw. darin, auch sieht man Lotusknospen. Dies alles war schwer zu erkennen und ich zweifelte im Anfang an der Richtigkeit, bis ich einen Monat später in Sorcuq eine ähnliche, bis auf den Kopf wohlerhaltene Darstellung fand. Es ist also anzunehmen, daß die beiden Figuren Lokalgötter (Nägaräjas) darstellten, auch die auf a dargestellte Figur mag ein Nägaräja gewesen sein. Auf den Seitenw. waren je zwei Predigtszenen mit kolossalen Buddhas; leider sind diese Bilder fast zerstört. Es wäre wichtig gewesen, feststellen zu können, ob die Buddhatypen mit dem auffallenden Buddha-typ im hint. G. übereinstimmten. Unmittelbar über diesen Bildern sieht man den oft erwähnten Fries, welcher ein »Railing« darstellt mit dahinter stehenden Götterpaaren. Die Gewölbehälften zeigen in sehr kleinen Figuren je sieben Reihen von Bergen, je mit einem sitzenden, predigenden Buddha vor jedem Berge und zwei vor ihm stehenden Figuren, z. B. den Mann mit den fünf Lampen usw. (Fig. 429). Die Darstellung ist noch dieselbe, wie auf den Gewölben der Höhlen bei Qyzyl, doch erscheinen in den Formen der Bäume, Berge usw. schon 188 Ruinen bei Kiris. Höhle m. d. kranztrag. Tauben. Besonderheiten, welche den Eindruck machen, als ob eine Hand, die einen anderen Stil zu malen gewohnt war, bei der Reproduktion einer überlieferten Form in den Nebensachen in ihre Art zurückgefallen sei. Der im Zenit der Höhle v. d. Tür nach d. Rückw. hinlaufende Streifen ist nicht mehr ganz erhalten, doch sieht man noch Sonne und Mond, auf ihren Wagen fahrend, genau wie bei Qyzyl und vier weiße, fliegende Vögel Die Dekoration der Rückw. hinter der Buddhastatue, deren Lotusscheibe 70 cm im Durchmesser hat, ist völlig zerstört. Gemälde in den Gängen. In den wenig tiefen, 1,70 m hohen Seiteng. sind an den Innenseiten bei c, cr zwei Reihen von Adoranten (Stiftern) dargestellt. Alle sind nach auß. gewendet, sie gelten also als Parivära der Buddhastatue vor der Rückw. Bei c' sehen wir Mönche in roten und schwarzen Roben, bei c in der unt. Reihe auch Laien mit merkwürdigem Kopfputz. Leider sind die Figuren bis auf die Köpfe fast ganz erloschen. Erkennbar ist nur der Umriß einer nach hinten sich wendenden Figur, welche einen dunklen Kragenrock getragen hat und dazu eine schwarze, kahnartige Mütze (oder Hut) mit spitzem, nach vorne gebogenen, weiß-gerandeten Kamm, hinter ihr eine andere geradeaus blickende Figur mit großer kugelförmiger Mütze von hellgrüner Farbe mit einem schwarzen schmalen Quersaum und mehreren darüber und darunter hinlaufenden weißen Streifen und einem aus ebensolchen Streifen gebildeten, nach vorne gewendeten, liegenden Kreuzornament (Fig. 430). Der Form nach ähnelt diese Mütze sehr den noch in Hami getragenen Brokatmützen, doch sind diese mit allerlei Schmuckanhängern und einem Knopf an der Spitze verziert. Ähnliche Kopfbedeckungen, wie sie die beiden erwähnten Figuren tragen, habe ich nirgends sonst gesehen. Nur erinnere ich mich, daß im Winter 1902 an der äuß. Türw. neben dem großen Turm des sog. Khans Palastes in Idiqutsähri beim Wegräumen von Schutt die fast erloschene, lebensgroße Figur eines bärtigen Mannes zum Vorschein kam, welcher, wie ich damals zu erkennen glaubte, eine kugelrunde grüne Mütze mit Zackenkrone darüber trug. Leider war das Bild weder transportierbar, noch war es mit Sicherheit möglich, die verlorenen Konturen in einer Zeichnung zu fixieren. Ich erwähne dies hier, ohne auf diese Beobachtung besonderen Wert zu legen. Auf der gegenüberlieg. Langw. bei d, df ist je eine große, predigende Buddhafigur mit Adoranten dargestellt. Aus dem Scheitel jeder von diesen Figuren kommen merkwürdige Strahlenbündel heraus, welche reiche Ornamentik zeigen. Der Rand der Vesica der Buddhafiguren ist mit fliegenden, kranztragenden Tauben ausgefüllt. Ahnliche Darstellungen habe ich ja auch in der stilistisch verwandten Höhle bei Qyzyl und auch sonst dort gesehen. Eines dieser merkwürdigen Bilder ist ins Museum gelangt. Auf den Gewölben der Seiteng. ist je ein Nägaräja, offenbar Flußgötter des Landes als Ksitipati dargestellt (Fig. 431,432). Der Nägaräja zwischen c' und d! schreitet nach L.. er trägt den in Qyzyl so oft vorkommenden Kragenpanzer mit Brustketten, Panzerplatten mit runder Kniescheibe auf den Füßen. Er ist unbärtig, spitzohrig, schwarzhaarig, das Haar über dem Scheitel zu einem Busch durch eine mit Medaillon geschmückte Kette aufgebunden. Hinter seiner Aureole erheben sich Wolkenballen, in denen drei Schlangen sichtbar sind. Er trägt eine Fangschlinge. Zwischen seinen Füßen hockt ein hellgrüner, struppighaariger Dämon, welcher den Pfeilköcher des Gottes und seinen in einem Schaft von Pantherhaut liegenden Bogen hält (Fig. 431). Der Nägaräja zwischen c und d ist ähnlich gepanzert, er trägt sein langes Schwert umgegürtet und ebenso Bogenbehälter (L.) und Köcher (R.), mit der R. hält er ein großes Drachenbanner hoch, die Stange, auf welcher der Drache aufsitzt, ist erloschen. Er trägt eine weiße, umgeklappte, runde Mütze mit sechs weißen Quasten, die nach ob. stehen, seine Haare sind hochrot. Er steht auf einem niedergeknieten, weißen Kameel. In den Wolken hinter der Aureole erheben sich vier Schlangenhäupter (Fig. 432). Beide tragen hochrote, bis zum Knie reichende Röcke mit glockenförmigen Halbärmeln. Der Umstand, daß die inn. Höhle hier völlig verschüttet war, das Licht also auf die Farben keinen Einfluß ausüben konnte, macht wahrscheinlich, daß die tief braunrote Farbe, welche auf den offen stehenden Gemälden bei Qyzyl so oft in den Gewändern, besonders auch in den Panzerröcken erscheint, eine chemische Verwandlung dieser hochroten Farbe ist. Wenn dies wahr ist, leidet die Farbenharmonie jener Bilder gegenüber der Wahrheit. So unangenehm nun dies Hochrot bei Tageslicht wirkt, dürfen wir doch nicht vergessen, daß die Bilder zu der Zeit, wo die Gewölbe noch erhalten waren, in Halbdunkel standen und daß die Beleuchtung durch Lampen und Räucherkerzen die grellen Kontraste ausglich. Bilder des hinteren Querganges. Der hint. G. hat dieselbe Höhe wie die Seiteng. Auf der inn. W. bei e sind zwei Szenen übereinander, auf der äuß. W. e nur ein großes Bild: das Parinirväna Buddhas. Es ist in der gewöhnlichen Komposition dargestellt, dabei ist bemerkenswert, daß der meditierende Mönch vor Buddha Subhadra, der letzte Ordinierte Gautamas, genau so dargestellt ist wie auf dem Tuche des Varsakära in der Mäyähöhle der 2, Anl. bei Qyzyl, S. 167, ebenso auch Vajrapäni, der seinen Donnerkeil weggeworfen hat. Ruinen bei Kiris. Höhle m. d. Preta. 189 Die beiden Szenen bei c sind bekannte Biider. Das ob. Bild stellt die Verbrennung des Sarges vor und, wieder mit dem im Deckel erscheinenden Drachen, das unt. Bild Drona, in der Stadt sitzend und umgebeu von neun Gottheiten, welche Reliquienbehälter halten. Mauer und Tor sind aus Raummangel weggelassen. 5. Höhle mit dem Preta. Diese isoliert liegende Höhle, welche stilistisch mit der Kinnari- und Nirvänahöhle in Ming-Öi beim Qumtura usw. zusammengehört und den Übergang zu den Höhlen von Sorcuq bildet, ist in ihren Darstellungen eigenartig. Fig. 433. Fig. 436. 3. Reihe von ob. 1 Bild an der Türw. Sie stellt einen quadratischen Raum dar (2,90 qcm), die Tür ist 1,40 m breit. Die Höhe der W. bis zum Gesims beträgt 2,50 m, die Kuppel, welche sich über der Decke erhebt, ist etwa ebenso hoch. Diese Decke ist folgendermaßen konstruiert: den Rand bildet ein dreifaches Gesims (Fig. 433), dessen Mittelglied ein Rundstab ist, alle drei Glieder sind mit prachtvollen Blatt- und Blumenmustern »chinesischen« Stiles geschmückt. Darüber folgt inmitten der Decke ein neuer Fries (Fig. 434), welcher in den Ecken ein etwas ausgebauchtes Dreieck bildet. Auf diesen dreieckigen Feldern, bei a, a, a, a, ist je ein Lokapäla abgebildet, ähnlich wie oben in der Halle mit d. Tierfries. Diese Lokapälas halten die Ecken hoch. Darüber erhebt sich nun ein neuer Rand und darüber die Kuppel. Die Kuppel ist inn. in sieben Felder geteilt. Den Schluß bildet 190 Ruinen bei Kiris. Höhle mit dem Preta. eine Lotusblume, sie ist zugleich der Kern eines Schirmes, den die Kuppe bildet und welcher in Zacken und Streifen endigt, wie ähnliche Kuppeldekorationen in der Oase Turfan. Unten darauf hängen abwechselnd Glocken und Kettengehänge mit Glocken, vgl. ähnliche Gehänge Bericht Taf. XXVIII. Auf den sieben Streifen der inn. Kuppel ist je ein Buddha, stehend, in großer Figur gemalt, in Konturen gezeichnet und mit Farben ausgefüllt und daneben kleinere Figuren. Es sind, wenn wir mit dem d. Tür gegenüberlieg. Feld beginnen, die folgenden: 1 Buddha, R. v. ihm Lotusblumen, L. ein Mönch mit drei Lampen, eine auf dem Kopf, zwei in den Händen; 2 Buddha, R. ein Eber, L. ein schwarzer Schwan; 3 Buddha, R. ein Lotos, L. ein Brähmana mit langer, krückenartiger Stange; 4 Buddha, R. ein Lotus, L. ein Drache, welcher aus einem kleinen Teiche auftaucht; 5 Buddha, R. ?, L. ein fischartiges Wesen mit Flügeln und menschlichem Kopf, welches aus einem Teiche auftaucht; 6 Buddha, R. ein junger Brähmana kniend, welcher mit der L. nach oben deutet; 7 Buddha, R. Lotusblume, L. kniender Brähmana vor einer Laubhütte. Es ist klar, daß einzelne Motive der kleinen Szenen in den Gewölbehälften alt. Stils hier erhalten sind. Die Erklärung im einzelnen ist schwierig. Ähnlich steht es mit den Bildern an den Wänden. Türwand. Die Bilder auf den W. neb. d. T. sind fast zerstört, doch sieht man auf W. L. v. Eing. noch eine Reihe Mönche und darunter die langen Kleider von Laien, welche die Stifter der Höhle waren. Interessant ist die letzte Figur der Mönchsreihe. Dieser Mönch trägt eine schwarze Robe mit merkwürdigem Unterkleid, über ihm sind Inschriften in zentralasiatischem Brähmi. Er ist von dunkler Hautfarbe. Als Kopfbedeckung scheint er ein schwarzes Kopftuch mit tschapkaförmigem Aufsatz getragen zu haben. Diese interessante Figur ist mit der Inschrift ausgehoben und mitgenommen worden. Da die Zeit drängte, konnte ich an Ort und Stelle keine Skizze von der Figur machen. Man wird das Original nun mit Muße studieren können. Rückw. der Cella. Die Bilder der Rückw. sind zerstört. Erhalten ist nur die Ecke, welche 3 eine Nebenkomposition enthält. Bei <—? sieht man die Aureole von drei Göttern aus dem Parivära der Hauptkomposition. Bei 1 predigender, rotgewandiger Buddha auf einem Thron sitzend, vor ihm ein unbärtiger Brähmana, in blauem Kleid (2) und ein blauer, hauender Dämon (3). Seitenw. R. (Die latein. Lettern geben die Figuren der Hauptkomposition an, arab. und röm. Ziffern die der Nebenkompositionen.) a ein großer predigender Buddha mit bunter, spiegelnder Aureole und Vesica, wie die Buddhafiguren in IdiqutSähri, Murtuq usw. haben; bcd sind noch die Köpfe von zuhörenden Göttern, b ist dreiäugig; e eine mit Mandoline spielende Gottheit, ihre Krone ist genau dieselbe wie bei den Göttern der Ritterhöhle (KiriS); fgh drei Mönche. — Nebenkompositionen: I meditierender Buddha auf einem Thron, II Gott oder König in betender Haltung unter einem »canopy«, III ein Verdammter im Höllenkessel. — 1 Buddha auf einem Thron, predigend, 2 betender, schwarzer Teufel, 3 weißer fliehender Teufel mit Dolch, 4 gepanzerter, behelmter Mann, welcher mit einem langen Schwerte auf 3 losschlägt. Rest fehlt. Seitenw. L. a großer Buddha, wie auf gegenüberst. W.; c Gottheit unter »canopy«; d der Träger 3 des »canopy«; e Gottheit; / blauer Gott mit rotem Haar, er trägt drei Schädel im Haar und hält einen 1 Trisüla, g gepanzerter, spitzöhriger Gott, unbärtig mit weißem Hut und umgebogener, brauner, nach den . 2 Ecken hin zugespitzter Krempe. Er trägt ein langes umgegürtetes Schwert, seine Fußschienen und a f g h Taschetten sind golden (Fig. 435); h blauer Gott mit zwei Federn über dem Scheitel und Keule in der b e Hand; i fliegender Arhat in blauer Robe. Rest zerstört. —Nebenkompositionen: 1 sitzender Buddha c d hält sein Pätra hin, vor ihm ein kniender Jüngling (2) und ein zweiter Jüngling (3), welcher Buddha etwas in dasPätra gießt. — I sitzender Buddha vor einer Berghöhle. Rest zerstört. Es ist klar, daß auch diese Darstellungen auf Weiterbildungen der alten Gruppen in der Gewölbedekoration zurückgehen. Doch erscheinen sie hier umkomponiert in ganz anderen Stilformen und veränderter Technik. Nirgends bedeckt hier das Bild die ganze Wand, wie die Bilder der älteren Art dies tun, welche wie ein bunter Teppich alles verkleiden, die Ausführung ist auch nicht die minutiöse Untermalung mit den in Deckfarbenstil allmählich gerundeten und mit Deckweiß erhöhten Körperpartien, sondern wir haben hier Konturen vor uns, welche auf die weiße Wand, von der viel Raum frei bleibt, in schwarzen Konturen flott gezeichnet und dann mit Farben ausgefüllt sind. Diese Technik und dieser Stil tritt uns nun in der Folge in Sorcuq und weiterhin in der Umgebung Tur-fans überall entgegen. III 3 2 e II f g h b c d Ruinen bei Kiris. Kinnari-höhle. Ruinen bei Sorcuq. I9I 6. Höhle mit den Kinnarts. Diese Höhle repräsentiert das gewöhnliche, aus Qyzyl bekannte Schema der Höhlen mit der Darstellung Buddhas in Indrasailaguhä mit einigen interessanten Varianten, welche leider durch starke Zerstörung unklar werden. Sie hat ziemlich kleine Dimensionen, auch sind die Wände nicht hoch, bis zum Gesims nur 1,50 m, und etwa ebenso viel mißt die Mitte des über der Cella sich erhebenden Tonnengewölbes. Die Höhe der Seiteng. neb. dem Buddhabild, wie die des verbindenden Querganges beträgt nur 1,60 cm (Fig. 436 S. 189). Gemälde der Höhle. Die Bilder auf der Türw. sind zerstört. In der Lünette über der Tür war, wie die erhaltenen Reste beweisen, Maitreya umgeben von Bodhisattvas dargestellt. Auf den Seitenw. der Höhle bei a, a! waren je zwei Reihen von fast quadratischen Bildern mit Buddha -predigten, je zwei in der Reihe. Sie sind sehr zerstört. Auf den beiden Gewölbehälften darüber ist je eine Reihe von BodhisattvaaufOpferungen als unterste Reihe noch leidlich erhalten und darüber je sieben Reihen Berge mit Darstellungen je eines en face sitzenden Buddha mit je einem Mönch oder einem Vajrapäni und je einem Adoranten. Dieses Eindringen der Vajrapänifiguren in die alten Kompositionen ist auffallend. Auffallend ist ferner die Vorliebe für nackte Figuren. Fig. 437. Bei den kleinen Dimensionen,welche die einzelnen Streifen haben, ist die miniaturenartige Ausführung der sehr bunten und reizvollen Bildchen bemerkenswert. Die Bodhisattvareihe enthält nur je fünf Darstellungen, unter denen eine zierliche Darstellung des Sasajätaka auffällt. Rückwand. Die Bemalung ist völlig zerstört, doch genügen die Reste, um zu beweisen, daß die Darstellung von Indras Besuch mit Paficasikha das Sujet gewesen ist. Bilder der Seitengänge. Gut erhalten sind die schmalen Innenw. b, V \ beide enthielten unten ein schönes großes Bild der Aufopferung eines Bodhisattva, dem zu Füßen je zwei Brähmanas hocken, während hinter ihm eine klagende Frauengruppe erscheint. Die Komposition ist genau dieselbe, wie im Tempel /' in IdyqutSähri (vgl. Bericht usw. Tafel III, Fig. 1) x). Da diese Darstellung durch die ältere und besser erhaltene unserer Höhle ergänzt wird, ist die eine Platte ausgehoben und nach Berlin gebracht worden. Beachtenswert ist die Translokation dieser Szene, welche in Qyzyl fast immer unter den Bildern der Gewölbehälften dargestellt ist, in den Seitengang. Denn nur einmal fand ich in Qyzyl die Bodhisattvadarstellungen in den Seitengängen, aber dann nicht nur ein Bild, sondern fast die ganze Serie. In der Weiterentwicklung unserer Höhlen werden wir sehen, wie die Bodhisattvaaufopferungen in ähnlicher Weise (zweimal dasselbe Bild) unten an die Vesica der großen Buddhastatue plaziert werden (Sorcuq). Bilder der Langwände der Gänge. Bei c ist das Bild vernichtet, bei c 'war eine merkwürdige Darstellung, welche leider sehr gelitten hat und, da sie nirgends wiederkehrt, auch kaum wird rekonstruiert werden können. Die Mitte des Bildes nahm eine große Figur ein (vermutlich ein Ksitipati), doch ist über die Formen der Figur keine Klarheit mehr zu erlangen gewesen. Aber es ist noch zu erkennen, daß R. u. L. von dieser großen Hauptfigur kleine Tierfiguren standen, welche, wie es scheint, aufeinander standen, L. ist noch deutlich, daß der zweit -unterste ein Greif war, R. waren die untersten zwei aufeinander stehende Pfauen, darüber zwei aufeinander stehende Kinnaris, d. h. Vögel mit menschlichen Köpfen, sonst sind noch Eber, Böcke, Hunde, Kühe erkennbar. Der verbindende Quergang hinter der Buddhanische enthielt auf der Schmalw. d die Darstellung der Verbrennung von Buddhas Sarg, auf der Langw. d' die Darstellung des Parinirväna. Beide Bilder sind indes sehr zerstört. Ruinen bei Sorcuq. 4. Juni bis 29. Juni 1906. Zwischen Kurla und QaraSahr trifft man, nachdem man die Defilees am Flusse passiert hat, Ö. davon in einer mit Salzsümpfen versehenen Ebene eine kleine, nur aus Karavansareien bestehende Ortschaft, welche nach den Salzausschlägen des Bodens Sorcuq heißt. Sie liegt näher an Qarasahr, denn man kann in einem halben Tag bequem von hier bis zur Stadt Qarasahr gelangen. In NW.-Richtung von dieser Ortschaft sieht man nun am Fuße des Gebirges eine Reihe Ruinen, welche von großem Interesse sind. Auf dem Wege nach der Hauptanlage liegen zwei alte Anlagen, eine kleinere und eine größere, und ebenso etwa in derselben Entfernung von der Hauptanlage und von Sorcuq befinden sich J) Ich denke, es handelt sich um das in Qyzyl oft abgekürzt dargestellte Schema: Schwertträgerh. S. 57, Fig. 114, Musik.-h. S. 69, Fig. 139, S. 71, Fig. 147 u. die dort gegeb. Zitate. 192 Ruinen bei Sorcuq. EJ ß 0, * Weg E E^ E E « I 3^ * 13 cd] O O o o , o o in dem Gestrüpp aus Tamarisken, Pappeln, Glockenblumen usw., welche das weite Gebiet in der Richtung auf Qarasahr hin bedecken, ein größeres Kloster in sehr zerstörtem Zustande und zwei oder drei kleinere Ruinen, in deren Nähe eine ungeheure Menge von Topfscherben den Boden bedecken. Die große Hauptanlage nun, welche mehr wie sechzig o größere und kleinere Gebäude umfaßt, welche sämtlich reli- giösen Zwecken gedient haben, ist 10 Li von Sorcuq in NW.-Richtung entfernt. Unmittelbar dahinter liegen in einem langgezogenen Bergrücken die Höhlen und anderen Anlagen, über welche unten ausführlicher berichtet werden soll. Die Tempelstadt wird durch eine jetzt sehr kleine Quelle und deren zunächst ziemlich gerade laufenden Bach in zwei ungleich große Teile zerlegt. Die S. von dem Bach liegende größere Gruppe besteht aus einem zwischen zwei Bergrücken A—A und B—B einbuchtenden hochliegenden Tal Auf beiden Bergrücken sind Reihen größerer und kleinerer einander entgegengelagerter Tempelchen, von denen einige (2, 3) ziemlich große Dimensionen haben. Unmittelbar von der aus Sorcuq führenden Straße, L. gelegen, fallen dem Besucher eine große Gruppe von Stüpas auf mit schönen Verhältnissen und ursprünglich reicher Dekoration von stehenden Clayfiguren im besten Gandhärastil, welche auf dem Sockel der Außenseite, den wasserblasenförmigen Teil im Rücken standen. Leider haben sie durch Regengüsse, welche hier im Sommer häufig sind, stark gelitten. Inmitten dieser Stüpengruppe steht auf einer besonderen Erhebung C ein großer Tempel (24 m"breit, 28 m tief im Außenhof), und N. davon schließt sich auf einer niedrigeren Erhöhung eine doppelte Reihe von kleinen Gebäuden (F—F) an. N. von dem Quellbach erhebt sich eine Anhöhe mit einem breiten Plateau mit zahlreichen z. T. sehr großen Tempeln und Stüpas zwischen formlosen Ruinen. Alle diese Gebäude sind dem Bach zugewandt. Die Bergreihe A—A, B—B und die dazwischen liegende Einbuchtung setzt ein Tälchen N. vom Quellbach fort, begrenzt durch eine hohe Bergsierra D—D> auf welcher in ziemlich dominierender Position einige kleinere Cellen stehen. Der Weg R. und L. von dieser Bergreihe führt nach der noch weiter N. liegenden Höhlenanlage. Grabungen im Juni, welche Herr von LeCoq an 2, 3, 42 und zwischen 12 und 25 ausführte, wenn ich nicht irre, wurde auch noch an verschiedenen anderen Stellen (C) der Spaten angesetzt, ergaben nur Brand-schutt und keine besondere Ausbeute. Besser war die Ausbeute im Frühjahr 1907, wo zwischen 40 und 61 Manuskriptreste, darunter die von Professor Sieg publizierten Reste einer Sanskritgrammatik und in dem Raum zwischen 12 und 25 eine ganze Lage von sehr schönen, aus Gips gefertigten Patronen (mehr als dreißig Stück) gefunden wurden, welche zur Modellierung von Clayfiguren gedient haben. Es fanden sich Figuren von Buddhas in reicher Gewandung, .wie die besten Gandhäraskulpturen sie zeigen, doch für Kopf und Hände, sowie für die Füße nur Ansatzstellen. Dafür waren wiederum Ergänzungspatronen vorhanden, besonders schöne Buddha- und Bodhisattvaköpfe. Ferner fanden sich ebensolche Patronen für geharnischte Figuren, für Ergänzungsteile derselben, für Stüpas und für Tierfiguren, dabei viele Köpfe: Elefant, Pferd, Widder usw. mit getrennten Patronen für die Ohren und äußere Ausstattung, wie Quasten usw. Außerdem wurden noch einige andere Kleinigkeiten gefunden. Hinter der Stadt nun liegen am Rande des Plateaus eine Reihe von Höhlen, über welche schon Sven Hedin einige Worte gesagt hat. Am Ende des Plateaus liegt auf demselben noch ein turmartiger Freibau in Form eines Stüpa mit einem nach der N.-Seite gelegenen, von einer niedrigen Mauer umgebenen Hof. Bemerkenswert sind die dicken Lagen von Rohr, welches jetzt nach allen Seiten zum Vorschein kommt. Es hat als Wiederlager zwischen den Keseks gedient, aus denen das Gebäude aufgeführt ist. Sein Zweck ist mir nicht recht klar, vielleicht sollten die zwischen den Steinen vortretenden Halme die Befestigung des jetzt abgefallenen Verputzes erleichtern. B Schema der Hauptanlage. Vgl. Fig. 439. X Kleine Tempelchen, \x\ große Tempel, Q Stüpas. Ruinen bei Öoröuq. 193 Was nun die Darstellungen und die Stilart der Höhlen betrifft, so repräsentieren alle Höhlen der Gruppe, welche reicher dekoriert sind und deren Ausstattung so weit erhalten ist, daß sich darüber ein Urteil bilden läßt, einen deutlichen Übergang von unserer oben erwähnten Stilart 2 b (Qyzyl) und der Stilart 3; sie sind also nah.e verwandt mit gew. Höhlen in Kiris und von Ming-Öi beim Qumtura. Was zunächst die Anlage der Höhlen betrifft, so fällt in den Plänen auf, daß die Seitengänge neben der Nische an Tiefe verloren und daß der hinter der Nische verbindende Ouergang bisweilen bogenförmig wurde — eine Annäherung an Formen der Stilart 2 a. Überall tritt als Kultfigur die stehende Figur des Buddhatypus des Königs Udayana vor die Rückw. der Cella und hier nicht mehr, wie in der oben beschriebenen Höhle von Kiri§ mit dem vollen Lotus als Plinthus, sondern mit einer Halbscheibe an die Wand geschoben1). Hand in Hand mit dieser Einführung des Gandhäratypus scheinen die sehr stilreinen Buddha-, Bodhisattva- und Devatäfiguren zu gehen, deren Reste an den Fassaden und im Schutt der Höhlen sich fanden und wohl Patronen entstammten wie die oben erwähnten in den Ruinen der Stadt bei 25 gefundenen, prächtigen Stücke. Erwähnenswert sind einige kleine Hochreliefbüsten von Devatäs in der Tracht der Stilart 2 b, aber mit völlig entblößtem Busen (Höhle 3 a), welche genau so in einer Höhle der Hauptgruppe von Ming-Öi beim Qumtura gefunden worden sind. Es besteht zwischen den dortigen Anlagen der 3. Stilart und den hiesigen ein direkter Zusammenhang und zwar sind es dort die oben genauer beschriebenen Höhlen 14, 33 im Haupttal und einige sehr zerstörte in ihrer Nachbarschaft. Im Querg. hint. d. Pfeiler ist auf der Rückw. das Parinirväna noch erkennbar in Höhle 5, 7 gegenüber die Szene mit Drona, 9 ebenso. In 7 bestand der Parivära aus Freifiguren. Im allgemeinen ist das alte Schema gewahrt, das Kostüm Vajrapänis ist noch dasselbe wie in Stilart 2 b, doch ist die Ausführung der Malerei eine ganz andere. In der großen Darstellung der indischen Fürsten vor Drona ist Rüstung und Bewaffnung der Fürsten völlig von Stilart 2 b verschieden, wenn auch die Komposition im wesentlichen dieselbe geblieben ist, vgl. unten. Die Seitenw. der Cellen haben noch die quadratischen Predigtbilder in 3 a, 3 b, 5, 7 z. T. mit anderen Sujets wie in Qyzyl. So findet sich darunter Märas Angriff, der sonst in dieser Serie nicht vorzukommen scheint. Die Balkone üb. d. Seitenw. waren vorhanden. Auf den Türwänden waren Stifterbilder, aber zweifellos stellten sie Angehörige eines anderen Volkes dar, als die der Anlagen in Stilart 2 b. Sie sind identisch mit den Stifterfiguren von Ming-Öi beim Qumtura, Höhle 14, 33 (vgl. die zerstörten Nachbarhöhlen und auch unten den Hofstaat des Idyqut aus dem S. Ruinenkomplex des sog. Khans Palastes, Idyqutsähri). Am merkwürdigsten ist die Mischung der Stile und der Motive in den Bemalungen der Gewölbe. Sie sind in der Haupthöhle (Höhle 3 a, 3 b — von Höhle 9 ist das Gewölbe vernichtet) in Streifen geteilt. Im Zenit sind abgebildet: fliegende Buddhas (2 b-Stilart), die Naksatras (neues Motiv, welches ähnlich bei Turf an auftritt), meditierende Buddhas (neues Motiv, welches schließlich alle übrigen verdrängt), musizierende Götter, tanzende und musizierende Kinder (aus Stilart 2 b aus den Musikerbaikonen vererbt, hier aber in völlig neuer, stark sinisierender Stilform), breite Streifen: Aufopferungen der Bodhisattvas in Ausstattung und Kostüm von Stil 2 b, wenn auch anderen Farben, aber in Medaillons mit reichem Blumenschmuck (Stilart 3) 3), und endlich das aus Stil 2 b wohlbekannte Bergornament, welches später so groteske Formen annimmt. Als Ausläufer des Wasserfrieses der Stilart 2 b aber möchte ich die Dekoration der Kuppeln von Höhle 7 und 8 ansprechen. Für die Rankenbäume mit dazwischen sitzenden Göttern, welche in so seltsamer Weise an die Weinrebenmotive in den Kuppeln christlicher Bauten erinnern, habe ich keine ältere Form gesehen. Die Wasserfriese sind also völlig stilistisch verändert — bemerkenswert ist die ausgreifende Schwimm-bewegung der Nägaknäbchen — aber doch wohl eine Weiterentwicklung der alten Form. Es erübrigt nur noch auf die nahe Verwandtschaft von Höhle 8, was die Bilder der Seitenwände betrifft, mit Ming-Öi beim Qumtura Höhle 14 (Kinnarih.) hinzuweisen. Die Einsiedlerhöhle im Kiesberge vor 1 führt eine neue bei Qyzyl ungebräuchliche Form der Asketenhöhlen ein, die jedoch in der Umgebung von Turfan weiterlebt. Die Dekoration folgte noch völlig der Stilform 2 b. Wie in den verwandten Anlagen von Kiri§ können wir auch in Sorcuq schon das Eindringen der Pranidhi-bilder mit der großen, stehenden Buddhafigur bemerken: Höhle 9 in den Seiteng. a, d\ A, A\ vielleicht auch in anderen Höhlen, deren Bilder jetzt zerstört sind. Diese Darstellungen treten später in den Anlagen der Oase Turfan überall auf. Auch in einer zweiten Ruinenanlage bei Kiris sollen solche Darstellungen sein. Ich war leider nicht in der Lage, diese Höhlen zu besuchen. 0 Vgl. Höhle 3 a, 3&f 5, 7, 9 und Fig. 428, S. 187. 2) Vgl. hierzu »Bericht« S. 156 fr., Taf. XXIX und die unten folgenden Nachträge. Grünwedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. 13 194 Ruinen bei Sorcuq. Die Höhlen. In dem Sandsteingrat nun. der in NNW.-Richtung von den um die Quelle gruppierten Ruinen der Tempel-Stadt liegt und der am besten durch eine kurze Talmulde erreicht wird (Fig. 438, Fig. 439), liegt zunächst etwas f S 7 X Höhle 2. Fig. 441. Auf der abgewendeten Seite des Vorsprungs X liegen die Höhlen 3 und 4, Fig. 440. bei 7 und 8 die so-bez. Höhlen, bei f der Freibau auf dem Plateau. vor der Haupthöhlengruppe eine kleine Höhle, welche durch die Eigenartigkeit ihrer Anlage auffällt (Fig. 440). Sie war völlig verschüttet, wurde bei unserm ersten Aufenthalt im Juni 1906 gefunden, aber erst bei Gelegenheit meines zweiten Besuchs im März 1907 ausgegraben. Sie besteht aus einem ziemlich langen Stollen, dessen Eingang verschüttet ist, welcher gerade in eine kleine, fast quadratische, gewölbte Kammer führt; R. und L. Ruinen bei Sorcuq. Höhle i, 2, 3 a. 195 von diesem Stollen liegen in gleichen Abständen je drei ähnliche Kammern, welche durch schmale, wenig tiefe Türen zugänglich sind. Alle Räume sind in ziemlich kleinen Verhältnissen. Das Gewölbe des langen Stollens war durch Rohrgeflecht hergestellt. Es war also in den Kies ein vollständiges Läubensystem aus Geflecht gebaut, welches dann innen überall mit »Gay« überstrichen und ausmodelliert worden ist. So ist über den Türen das hufeisenförmige Ornament, welches stets über den Buddhanischen in Idyqutsähri, Ciqqan-Köl usw. an den Pfeilertempeln vorkommt, in »Clay« geformt. Von Gemälden ist wenig erhalten, doch gestatten die Reste eine ziemlich korrekte Rekonstruktion. Auf der zweiten Zwischenwand zwischen den Kammern L. ist noch ein Arhatbild erhalten mit Flammen über den Schultern und hinter ihm noch eine Laubhütte, ebenfalls mit Flammen. Ähnliche Reste sind auch auf den übrigen Zwischenwänden bemerkbar, so daß also vier Arhatdar-stellungen sicher sind. In jeder der sechs Seitenkammern ist auf die Rückw. ein jetzt sehr zerstörter Mönch gemalt gewesen, auf den Seitenw. aber Blumen und Cintämanis. In der Kammer am Ende des Stollens, die nichts mehr von Malerei enthält, dürfte wohl ein Buddhabild gewesen sein. Wir hätten also dasselbe System vor uns mit Darstellung von Buddha und sechs Hauptschülern oder Lehrern, welches wir aus den Ruinen bei Qarakhoja und besonders aus Toyoq-mazar kennen. Das Gewölbe des Stollens war mit stilisierten Bergreihen bemalt (die Berge in bunten Farben) ganz im Stil von Qyzyl oder genauer noch im Stil von Höhle 15 in der ersten Schlucht von Ming-Öi beim Qumtura. Von den übrigen Darstellungen im Zenit des Gewölbes war nur mehr die Darstellung der Sonne erhalten, und zwar bloß als rote, mit Strahlen überzeichnete Scheibe. Nach Analogie der verwandten Höhlen von Toyoq-mazar dürfen wir die Anlage als Wohnzellen für Asketen ansprechen. Von hier gelangt man, wenn man um ein vorspringendes Eck des Hügelgrates herumgeht, an die Haupt-gruppe, welche acht Höhlen umfaßt. Alle liegen, mit Ausnahme der Doppelhöhle 3, etwa 10—12 m über dem Boden und sind verschieden orientiert, bald nach W., bald nach S., je nach der durch tiefe Einschnitte gegliederten Formen des Hügelgrates. Höhle 1. Dies ist eine völlig zerstörte, nach W. orientierte Höhle, welche einen Steinvorbau hatte. Ausgrabungen gaben kein Resultat. Zwischen ihr und der Höhle 2 sind an den Abhängen mehrere Gräber, welche z. T. ausgegraben waren. Höhle 2. Auch diese Höhle, welche viele Nischen hatte (Fig. 441), ist völlig zerstört. Sie ist, wie die Höhlen 5 und 7 etwa nach S. orientiert. In der Spitze des Vorhügels hinter ihr ist hochliegend ein etwa 10 rn tiefer, jetzt ausgeraubter Stollen, welcher offenbar ein Grab gewesen ist. Hinter Höhlengruppe 3 sind keine Gräber mehr vorhanden. Die Höhlen I und 2 waren fast ganz verschüttet. Daraus erklärt sich, daß Sven Hedin J) nur von sieben Höhlen spricht. Doppelhöhle 3. Diese Doppelhöhle, nach W. orientiert, ist das Zentrum der Anlage (Fig. 442). Die beiden Höhlen nehmen ziemlich die Mitte der mittleren Hügelgruppe ein und liegen nicht hoch oben, wie alle übrigen, sondern unten am Berge. Sie sind R. und L. von einer Nische angelegt, in welcher sicher eine Buddhafigur gesessen hat. Spuren von Bemalung der Nische sind noch erkennbar. Über dieser großen Nische sind in kleineren Nischen die stark vom Regen mitgenommenen, fast lebensgroßen Statuen zweier stehenden Bodhisattvas erkennbar mit Aureolen und Vesicas und schönen, an die besten Gandhärafiguren erinnernden Gewändern. Zwei ebensolche Bodhisattvas waren, wie es scheint, über jeder Tür der beiden, die Nische flankierenden Höhlen. Ihre Türen sind, wie die darüber liegenden Nischen, durch Ziegelmauerwerk gestützt und ebenso sind Ungleichheiten des kiesigen Bergabhangs ergänzt, wodurch eine gleichmäßige Fassade hergestellt wurde, deren Unterlage jetzt, wo der äußere Verputz abgewaschen oder abgestürzt ist, in auffallender Weise zutage kommt. Eine große Plattform lag einst vor dem System; sie hat sich heute in einen Schutthaufen verwandelt, doch sind die Reste der Mauern, welche R. und L. diese Terrasse begrenzten und vielleicht ein Vordach trugen, obwohl ihre vorderen Teile vernichtet sind, unmittelbar am Berge noch wahrnehmbar. Höhle 3 a. Die Höhle zeigt, wie die folgenden, das von Sven Hedin skizzierte Schema: eine fast quadratische Cella mit einem Tonnengewölbe darüber. Vor der Mitte der Rückw. die Kultfigur, R. und L. davon niedrige, schmale Gänge mit Tonnengewölbe, deren Langw. nicht unmittelbar die Fortsetzungen der Seitenw. der Cella sind, sondern am Kämpfer etwas (15 cm) zurücktreten. Sie sind auch nicht so tief, wie die Gänge in Qyzyl. Der hintere Gang, welcher hinter der Kultfigur die Seitengänge verbindet, ist ein querliegendes Tonnengewölbe, nur ebenso hoch als die Seitengänge, aber nach den Seiten zu wieder in die Linie der Seitenw. der Cella hinaustretend. *) Petermanns Mitt. Ergänzungsband XXVIII Heft 131, S. 68. 13* 196 Ruinen von Sorcuq. Höhle 3 a. In der Cella sieht man über der Eingangstür und in gleicher Höhe an den Seitenw. eine Rille hinlaufen, offenbar zum Einsetzen eines ornamentierten Balkens und iy2 m darüber läuft eine zweite solche Rille. Ein ornamentierter Balken, von dem es unsicher ist, ob er aus der ob. oder unt. Rille stammt, wurde im Schutt gefunden. Es war dies eine Seltenheit, da auch hier offenbar der Brand gewütet hat. Außerdem ist Holz, welches etwa der ersten Zerstörung entgangen ist, noch bei der heutigen Bevölkerung ein gesuchter Artikel. Diese Balken bildeten, wie in den Höhlen von Qyzyl, Balkone, auf welchen Figuren gestanden hatten, Figuren modelliert aus Patronen und auf Bündel von Rohrstengeln aufgesetzt. Im Schutt wurden eine Menge solcher Figuren oder Stöcke von ihnen gefunden: betende Götter und Göttinnen, 60 cm durchschnittlich und mehr hoch, darunter auch eine Göttin mit völlig entblößtem Busen. Alle gekrönt mit reichen Kronen, von denen Kopftücher und Bänder herabhingen. Vermutlich gehörten diese Devatäs auf die obere Reihe der Balkone der Seitenw., wo in der Tat an der Türw. noch einige befestigt sind. Unsicher ist dies bezüglich eines kleinen, knienden Bodhisattva, welcher vielleicht über der Tür gesessen hat. Da sich auch sonst Reste schöner Bodhisattvas fanden, so ist anzunehmen, daß über der Tür die Bodhisattvagruppe der Höhlen von Qyzyl wiederkehrte, aber nicht wie dort gemalt, sondern in »Clayfigures«. Dazu kommt, daß in der Lünette über der Tür noch deutlich das Prabhämandala einer größeren, sitzenden Figur in der Mitte erhalten war und L. davon noch die Umrisse zweier sitzenden, kleineren Figuren. Ferner fanden sich im Schutt fast lebensgroße Buddha-köpfe und Teile von stehenden Buddhafiguren, welche vielleicht aus den vorderen Ecken des hinteren Ganges stammten (vgl. Höhle 5 und 7), sowie große Stücke jj.- j-v-^f tf-r^^mr- ' J^^fc ' "1 & VOn aUS ^^y* gef°rmten Bäumen, Laubwerk mit J /"^ ^%^ijff^^ f y "f^^ffllB[ ] ' Blumen und kleine Zäune im Stil der »Railings«: For- - - -~ ^ men, welche wir auch im Schutt der Höhlen beim Qum- tura in den stilverwandten Höhlen gefunden hatten. Die kleinen Figuren von Göttinnen mit entblößtem Busen dort scheinen geradezu aus derselben Patrone geformt gewesen zu sein, wie die hier gefundenen. Wenn wir also annehmen, daß über der Tür die Bodhisattvagruppe aufgestellt war, wobei der in der Mitte thronende Maitreya vielleicht als Buddha dargestellt war, daß ferner auf den Baikonen über den Seitenw. je ein anderer Buddha das Zentrum bildete, umgeben von Göttern, und blumenwerfende Devatäs darüber, daß dabei die künstlichen Bäume den Hintergrund und die »Railings« den vorderen Rand der Balkone bildeten, daß ferner ursprünglich zwei stehende Buddhastatuen, 1,40 m hoch, in den vorderen Ecken des hinteren Ganges standen, so wäre über das abgestürzte Material wohl annähernd richtig disponiert. Kultfigur. Beim Ausgraben des Schuttes fand sich, daß vor der Rückw. ein kolossaler Buddha gestanden hatte, er war eine Replik der Udayanastatue. Er hatte eine gemalte Vesica, etwa im Stil der schönen Buddhafiguren im Gang des Tempels a in IdyqutSähri. Nur waren am Rande eine Reihe von Blattornamenten aufgesetzt, in deren Mitte je ein meditierenderBuddha saß. Viele davon waren abgerissen, der obere Teil der vStatue zerstört, aber im stehengebliebenen Rest — nur die Füße, welche auf einem Halblotus standen, waren erhalten —.wurden ganze Lagen von Brähmimanuskripten gefunden, andere Stücke nebst chinesischen und uighurischen Fragmenten fanden sich verstreut im Schutt vor der Figur. Gemälde der Höhle. Die Gemälde der Höhle sind bis auf die im Gewölbe fast vollständig zerstört. Unten an beiden Türw. sieht man bloß noch die unt. Teile von Figuren in uighurischer Tracht, offenbar Reste von Stifter-bildern. Besonders schön muß die Gruppe auf der W. L. gewesen sein. Dort ist noch die untere Partie einer großen Figur (Fig. 443) in gemustertem, weißem, langen Gewände erhalten. Vom Gürtel hängt eine ganze Reihe langer Bänder, oder vielmehr in lange, röhrenartige Taschen geformte, steife Zeugstreifen herab. Merkwürdig Höhle 4 Höhle 3 a Nische Fig. 442. 3 b. Ruinen von Sorcuq. Hoble 3 a. 197 ist, daß im Schutt der Höhle eine solche steife Leinwandröhre gefunden wurde, mit braun abgestuften Querstreifen und nach obenstehendem Fleur-de-Lys-Ornament. — Dieser großen Figur folgte ein Diener von kleineren Dimensionen in schwarzgrauem Gewand mit Ledergürtel und Hängern I). Die ziemlich umfangreichen Brähmiinschriften darüber waren abgelöst, zerbrochen und zu zusammenhanglosen, wertlosen Trümmern geworden. Fig. 443. Orig. 52 cm breit. Fig. 444. Orig. 78 cm breit, 45 cm hoch. ') Aus Sven Hedins kurzen Notizen, a. a. O., geht hervor, daß seine erste Grotte identisch ist mit 3 a, 3 b, ferner daß zu s. Z. noch die Stifterbilder der inn. Türw. besser erhalten waren, denn er spricht von »Reihen von menschlichen Figuren in faltenreichen Mänteln, die R. Hand über die Brust gelegt und mit einer Aureole hinten am Kopfe«. Wenn er fortfährt »an den Wänden einer sechsten Grotte konnte man eine beinahe verwischte Schrift wahrnehmen«, so heißt das wohl »an den W. der sechsten Grotte«, d. h. unserer Höhle 8, allein Inschriftenreste an den Wänden fanden wir nur in Höhle 7 noch vor — außer den uighurischen Besucherinschriften auf dem großen Postament in der Höhle. Seine Beschreibung des Plafonds seiner Höhle 7 aber stimmt nur mit Höhle 8 überein, denn die »kleineren in-einandergeflochtenen Ringe«, welche konzentrisch »einen großen Ring« umgeben, jeder mit einem Medaillonporträt«, können nur die aus dem Wasser aufwachsenden, stilisierten Rankenbäume sein, in deren fast runden Feldern Gottheiten sitzen, vgl. unten. 198 Ruinen von Sorcuq. Höhle 3 a, Höhle 3b (»Handscliriften«-H.). Fig. 445. Orig. je 56 cm breit. Auf der R. und L. Seitenw. waren noch Reste: untere Teile von Wandgemälden, die mit dem aufrechtgestellten Zahnschnittmuster nach unten abschlössen. Gewölbe. Das Gewölbe ist zwar sehr zerkratzt, enthält aber noch manches Merkwürdige. Im Zenit der Höhle sind drei gemalte Buddhas erhalten, welche, an Schultern und Füßen mit den erwähnten, flügelartigen Ansätzen versehen, auf die Rückw. zu fliegen. Darauf folgt nach unten auf beiden Seiten ein schmaler, weißer Streifen mit Resten von Brähmiinschriften, welche zur Bezeichnung der Darstellungen dienen, welche der auf jeder Seite nach unten folgende, bedeutend breitere Streifen enthält. Da sind zunächst die Na-ksatras abgebildet, ziemlich in derselben Art wie Bericht Taff.XXVI, XXVII. Obwohl die Inschriften zerkratzt sind, enthalten die Reste doch deutlich Namen der Naksatras in Brähmi-Schrift. Nach unt. folgt beiderseits ein schmalerer Streifen mit musizierenden Göttern zwischen Glückswolken, dann je noch ein schmalerer Streifen mit meditierenden Buddhas meist in hochroten Roben. Darunter folgt nun noch beiderseits ein breiterer Streifen, der sehr zerstört ist. Er enthielt mehrere runde medaillonartige Bilder in schöner Blumenumrahmung, welche stilistisch mit H. 14 u. 33, Hauptschlucht., Ming-Öi beim Qumtura, Bericht Taf. XXIX, und den Höhlen der 2. Anl. ander Berglehne von Murtuq verwandt ist. So zerstört die Bilder sind, so ist doch deutlich, daß die Aufopferungen der Bodhisattvas abgebildet waren. So sind auf einem Bilde zwei dunkelfarbige Brähmanas beschäftigt, den Kopf eines fürstlichen Bodhisattva abzuschneiden. Neben dem Bodhisattva sitzt seine Gattin in scharlachrotem Gewände, ein Diener steht im Hintergrunde. Interessant ist, daß das Kostüm der Frauen in diesen Medaillons noch das von Qyzyl ist (Fig. 444). Unter diesen Medaillonstreifen begann das aus Qyzyl bekannte Bergornament. Die Dekoration der Seiteng., wie die des hint. Ganges sind völlig zerstört, doch ist wahrscheinlich, daß der hint. Gang genau so mit Figuren geschmückt war, wie die Höhlen 5, 7. Höhle 3 b. »Handschriftenhöhle«Neben der beschriebenen Höhle lag, zum selben System gehörig, die folgende. Ihre Anlage und Ausstattung ist mit 3 a identisch, die Rillen in den Wänden, abgestürzte Figuren, darunter wieder Frauen mit entblößtem Busen — genau wie in der vor. Höhle. Auch zwei schöne Buddhafiguren wurden gefunden, welche aus den vord. Ecken des hint. Ganges stammten. Die Buddhafigur vor der Rückw. war identisch mit der in 3 a, nur war der Sockel kleiner. Auch ihre Vesica war prachtvoll ausgemalt. Im Stumpf der Figur und im Schutt davor wurden ganze Lagen Brähmimanuskripte gefunden. Von Gemälden war wenig erhalten. An den Türw. fanden sich wieder Spuren schöner Stifterbilder, über denen eine große Brähmiinschrift gestanden hatte. Zerbrochene Stücke davon fanden sich im Schutt. Fig. 446. Orig. 44 cm hoch. •) So benannt nach den umfangreichen Handschriftenfunden Ruinen von Sorcuq. Höhle 3 b (»Handschriften«-!-!.). I99 Aber auch an der Innenseite der schmalen Seiteng. neben der Buddhastatue waren Stifterbilder über einer merkwürdigen Variation des Mäandermusters: der einzige Fall, in welchem auch nur eine Spur des Schmucks dieser Seitengänge in Sorcuq erhalten ist. Die Seitenw. sind völlig zerstört, doch ergibt sich aus den Resten, welche noch stehen blieben, daß auf jeder W. drei Buddhapredigten gemalt waren. Von zwei (den vorderen zwei) auf der Seitenw. L. ist noch erhalten: I in der Mitte der Rest des Thrones des Buddha, vor ihm noch der kniende Mönch im Flickengewand und zwei Frauen — also eine Komposicion, welche wir von Qyzyl her kennen 1); 2 in der Mitte der Rest von Buddhas Thron, R. von ihm die Füße eines Gepanzerten und neben ihm ein großer Drache und L. von Buddha die Figur eines sich tief verneigenden, die Füße Buddhas küssenden Jünglings. Die Gemälde der Gewölbehälften sind zerstört und abgerissen, doch ist deutlich, daß auch hier die Na-ksatras abgebildet waren. Im Schutt fanden sich fünf besser erhaltene Stücke mit Darstellungen musizierender und tanzender Kinder in stark sinisierendem Stil (Fig. 445). Der Kopf ist geschoren, nur nach vorn hängt eine Doppellocke, sie tragen hellgrüne oder rote weite Hosen und schwarze Schuhe; über dem nackten Oberkörper liegen rote oder hellgrüne lange Shäls, d. h. die rothosigen tragen grüne Shäls und umgekehrt. Von Musikinstrumenten ist ein Becken, das mit einer Art Klöppel geschlagen wird, und ein um den Hals gehängtes Damaru erhalten. Diese reizvollen Kinderfiguren stammen aus dem Gewölbe. Von Schmuck tragen die Knäbchen nur Halsbänder. Neben der Buddhastatue ist da, wo dieVesica auf den Halblotus, welcher den Plinthus bildet, aufsitzt je ein Bild (50 cm hoch) daneben gemalt, welches interessant ist. In beiden Fällen ist die Hauptfigur ein nur mit Lendentuch, Wadenstrümpfen und Kopftuch bekleideter Bodhisattva (Fig. 446, 447) von weißer Hautfarbe, der, ziemlich steif ausgestreckt, auf dem Rücken liegt, doch so, daß die Füße nach außen orientiert sind. Er liegt in einer Berglandschaft, deren ockergelbe oder weiße, blaugerundete, plumpe Felsen stark an ähnliche Bilder in der Höhle 1 von Sängimäghizi2) erinnern. Auf jedem der beiden Bodhisattvas steht eine Tigerin, die dem liegenden in die Brust beißt, während ihre Jungen die Extremitäten anfassen. Die Gruppe R. neben der Statue wird vervollständigt durch eine daneben stehende Frau, an deren Tracht auffällt, daß sie über dem Untergewande ein Blatt als Schmuck hängen hat, wie die Figuren von Tänzerinnen aus Nathu3). Über der Gruppe kommt eine Gottheit mit gefalteten Händen vom Himmel herab: vielleicht die göttliche Wiedergeburt des sich Aufopfernden. Die Gruppe L. zeigt zu den Füßen des Bodhisattva nur einen braun gemalten Mann in indischer Tracht und eine Frau (?) von weißer Hautfarbe in trauernder Haltung. Es handelt sich also um die Darstellung der Hingabe des Körpers eines Bodhisattva an eine verschmachtende Tigerin und ihre Jungen: Legenden, die uns von Qyzyl her bekannt sind. Der hintere Gang der Höhle ist völlig zerstört. Höhle 4. In einer Reihe mit der Doppelhöhle 3 liegt eine ganz leere Höhle, die nichts Bemerkenswertes enthält. Ich glaubte im Anfang, es handle sich um eine unfertige Höhle, die nie eingerichtet wurde, bin aber bei dem zweiten Besuche auf den Gedanken gekommen, daß sie nur dazu gedient haben mochte, die Opfergaben Fig. 447. Orig. 45 cm hoch. ') H. 19 Ming-Öi, Qumt. Fig. 38, Tierfriesh. Kiris 1, Qyzyl: Schwertträgerh. II usw. usw. ») Vgl. Bericht, S. 138 ff. 3) Vgl. Cole, Graeco-buddhist sculptures from Yusufzai 1885, PI. 15 und Deutsche Lit.-Zeit. XXIX. Jahrg. Nr. 10, 587 und ob. S. 126, wo aber die Figuren nackt sind. 200 Ruinen von Sorcuq. Höhle 5 (H. »d. Priesterweihe«). und das Gepäck der Personen abzustellen, welche die Hauptgruppe 3 besuchten. Ähnliche leere Räumlichkeiten vor dem Hauptsystem einer Anlage oder unmittelbar neben der Haupttreppe (vgl. Tempel Bäzäklik, Murtuq) gab es auch sonst. Höhle 5, »Höhle der Priesterweihe«1). Diese Höhle (Fig. 448, 449) hat ziemlich dieselben Räumlichkeiten wie 3 a, b und die folgenden Höhlen, nur ist noch eine vorgebaute Vorhalle leidlich erhalten. Sie war Fig. 450. Orig. 7S cm breit. Fig. 44g. Höhle 5 mindestens ebenso groß wie die Cella. Von Bildern oder Figurenschmuck dieses Vorbaues ist nichts mehr erhalten. Die Höhle war voll Brandschutt und in den Ecken fanden sich Reste von Netzen, welche wohl später, als die Höhle schon zerstört war, dort niedergelegt worden waren. Im Schutt lagen zahlreiche, z. T. sehr schöne Figuren, meist betende oder blumenhaltende Devatäs. Sie stammten von den Stellbrettern oder Baikonen, welche über d. Türw. und über d. Seitenw. gewesen waren. ') Benannt nach der Darstellung der Einkleidung eines jugendlichen Mönches auf einem der Bilder auf der Seitenw. R. 2999? Ruinen von Sorcuq. Höhle 5 (H. »d. Priesterweihe«). 20I In der Höhe von 1,80 m über d. Seitenw. zeigt sich eine 15 cm hohe Rille für Balkonbalken, 1,80 m höher eine zweite. Auch die Türw. hatte eine solche Einrichtung, doch sind die Maße nicht mehr feststellbar. Aus den im Schutt gefundenen Figurentrümmern sowie aus anderen Anzeichen (Abdrücken auf der Wand selbst) geht hervor, daß die Mitte der Balkone (und zwar der unt.) je eine Buddhafigur einnahm, umgeben von Gottheiten, und daß die ob. Reihe für blumenwerfende Devatäs eingerichtet war. Weitere Beweise dafür bestehen darin, daß an den W. noch größere oder kleinere Bündel von Rohr mit Holznägeln festgesteckt sind, über welche die Figuren modelliert waren, deren Trümmer nun den Schutt der Höhle bilden. Vgl. zur Sache auch Höhle 7 unten. Die Kultfigur der Höhle war ein kolossaler, stehender Buddha vom Typus des Udayanabuddha, auf einem Halblotus von 1,30 m Durchmesser vor der Mitte der Rückw. Unmittelbar daneben gingen die Seitengänge ins Innere. Der noch erhaltene abgeschlagene Kopf der Buddhafigur mißt 86 cm. Die große Vesica, welche die Figur umgab, war am Rand mit zahlreichen Täfeichen verziert. Auf jedem war ein meditierender Buddha in Flachrelief und bunt bemalt dargestellt. Das Gewölbe der Höhle war über der Buddhastatue höher (6,77 m) als unmittelbar hinter dem Eingang (6,20 m). Gemälde der Höhle. R. und L. waren Stifterbilder, doch ist der Schmuck dieser Wand zerstört bis auf die unteren Streifen. Es war je ein Streifen mit größeren Figuren, darunter ein zweiter mit kleineren. Auf W. L. ist noch von einer größeren Figur eine weiße, bunt gemusterte Gewandpartie erhalten, darunter die Brust-teile von zwei Frauen und von einem jungen Mann, welcher eine langstielige Blume hielt. Die Frauen hatten breit ausgeschlagene, gelb bemalte und gemusterte (goldgestickte) Kragen. Gemälde der Seitenwände* Mit Ausnahme von i ist auf der Seitenw. R. alles zerstört, L. waren sicher drei Buddhapredigten. I. Der obere Teil des Bildes ist zerstört. Vielleicht war eine thronende Buddhafigur das Mittelstück. Unter dem Rest eines Thrones für den Buddha sieht man in kleinen Figuren die Schur eines eben eingekleideten Mönches durch einen Mönch in mattgelber Robe (Fig. 450); hinter dem Novizen kniet ein Knabe in indischer Tracht mit einem Teller in beiden Händen, auf dem wohl das Mönchsgewand und das Scheermesser überbracht wurden. Etwas weiter vorn sieht hinter dem Novizen eine klagende verhüllte Frau. Im Vordergr. saßen Mönche, die Hände in Afijaliposition. Alle Mönche tragen rote und gelbe Roben. — Wahrscheinlich die Einkleidung von Gautamas Sohn Rähula. 1'. Dies stellte zweifellos eine Buddhapredigt vor, doch war die Buddhafigur, als die Höhle geräumt wurde, schon sauber herausgeschnitten; R. davon sind noch Mönche erhalten, L. davor ein sitzender König (Gott) und zwei Frauen mit Aureolen. 2'. Von diesem Bild ist der unt. Teil erhalten; R. von der Buddhafigur sieht man als Rest eines Wagens ein kolossales Rad, bunt bemalt und davor und daneben die Köpfe und Brustpartien zahlreicher Geharnischter (Fig. 451, 452). Sie tragen Panzer aus aneinandergereihten Eisenplättchen (Bemalung blau und weiß), ebensolche Gugeln und darauf Stahlkappen mit gelben Knäufen an der Spitze und gelben Spangen, einige haben an der Stahlkappe einen Nasenfortsatz; als AngrifTswaffen führen sie lange Schwerter mit MessinggrifT von europäischer Form, andere Streithämmer. Zwei tragen auf dem Rücken gelbe Schilde mit Blumenmuster in der Mitte, welches von Glückswolken umgeben ist. Die Pferde sind leider überall verloren. L. vom Buddha standen Götter, welche Buddha Gaben überreichten. 3'. Dies Bild stellte sicher eine Buddhapredigt dar: die Einzelheiten sind völlig zerstört. Gewölbe der Höhle. Die Gemälde des Gewölbes sind sehr beschädigt und viel abgestürzt. Es sind Anzeichen vorhanden, daß die Bemalung der ob. beschriebenen Naksatrahöhle (H. 3 a) ähnlich war. Im Zenit scheinen Darstellungen der Naksatras gewesen zu sein. Darauf folgt nach unten je ein Streifen mit fliegenden, musizierenden Gottheiten, dann je ein Streifen meditierender Buddhas, dann ein breiterer Streifen mit Medaillons mit Blumenornamentik, welche vielleicht Darstellungen der Aufopferungen der Bodhisattvas enthielten und noch weiter unten scheinen Berge mit davorsitzenden Buddhas — wie in Qyzyl — gewesen zu sein. Die Seitengänge. Die Dekoration der Seitengänge, sowohl der Gewölbe wie der Wände ist leider völlig vernichtet. Der hintere Gang (Quergang). Die Rückw. nahm eine 36 cm hohe, 70 cm breite Bank ein, auf welcher der ins Parinirväna eingehende Buddha in kolossaler Figur lag. Zu seinen Füßen sind noch drei Götterfiguren, neben dem Kopfe drei Götterfiguren erhalten gewesen. In der Rückw. über dem liegenden Buddha waren viele Götter in Stuck aufgesetzt, dabei Göttinnen, dreiäugige Dämonen: Figuren von großer Schönheit. Auf den schmalen (27 cm) Seitenbänkchen zu Füßen und zu Häupten Buddhas standen ebenfalls Figuren. Diese waren 1,60 m hoch. In den Ecken nach den Seiteng. zu standen Buddhas, bei % war die Aureole des Buddha um die Ecke des Seitenganges herumgebogen! Höhle 6. Diese kleine Höhle ist leider fast vollständig zerstört. Man sieht noch Reste von Bemalung, auch ist in der Mitte vor der Rückw. noch der Sockel der Hauptkultfigur erhalten. R. von ihr sind noch drei 202 Ruinen von §orcuq. Höhle 5 (H. »d. Priesterweihe«), Höhle 6, 7. sitzende Buddhafiguren, L. von ihr nur zwei erhalten, ein dritter war L. nicht vorhanden. Alle Köpfe der Buddhafiguren sind abgeschlagen. Grabungen gaben kein Resultat. Höhle 7, Kirinhöhle1). Diese Höhle (Fig. 453, 454) ist bemerkenswert dadurch, daß in ihr am meisten von den Wandgemälden erhalten ist, auch fand sich noch eine große Menge des alten figürlichen Schmuckes. Fig« 455« V&1« Schema 2 a, b, c, d, e, f, g-, h, i, k, m. Ihre Räumlichkeiten sind im wesentlichen dieselben, wie oben erwähnt. Der Buddhakoloß vor der Rückw. war mindestens 5 m hoch. Die Wand dahinter war als Vesica bemalt, am Rand abgestuft und viele kleine meditierende Buddhas in Flachrelief ringsherum aufgesetzt. In den Seitenw. sind zwei Rillen übereinander zum Einsetzen von Baikonen. Der untere ist schon bei einer Höhe von 1,75 m vom Boden, der zweite 1,15 m darüber: der einst hier vorhandene Figurenschmuck *) So genannt nach schönen Kirindarstellungen auf dem Sockel einer Buddhafigur, welche beim Ausräumen der Höhle im Schutt gefunden wurde. Ruinen von Öorcuq. Höhle 7 (»Kirin«-H.). 203 nahm also einen bedeutenden Teil der Wand ein. Sicher sind die Buddha- und Götter- usw. Figuren, die sich im Schutt fanden, alle auf diesen Stellbrettern gewesen. Gefunden wurden drei Buddhas auf schönen Sockeln, von denen einer mit schönen Kirindarstellungen geschmückt war, vieler Götter und Göttinnen aus dem Parivära. Die Figuren schienen aus Patronen gefertigt zu sein, was sich durch den Fund solcher Patronen im März 1907 bestätigte. Ein kniender, kopfloser Mönch und ein zweiter, welcher den R. Arm hochhebt, welche beide Fig. 456 vgl. Schema 2 1, n, o, p. Fig- 457. der vertieften Schilder Lotusblumen Fig. b aufgemalt sind. 204 Ruinen bei Sorcuq. Höhle 7 (»Kirin«-Höhle). e a neben dem Udayanabuddha vor der Rückw. gefunden wurden, stammten ebenfalls wohl von einer der Seitenw. Merkwürdig war auch eine Hand, welche einen fast obeliskenartigen Gegenstand darreichte; sie wurde auch im Schutt gefunden1). Gemälde der Höhle. Von den Bildern auf der inn. Türw. ist L. ein 60 cm hoher Streifen erhalten mit Darstellungen von Stiftern, Jünglingen und Mädchen. Darüber ist ein zweiter Streifen mit älteren Leuten, jetzt zerstört. Erhalten waren nur sehr interessante Schuhe. Im Schutt vor der W. fand sich ein losgelöstes Stück, unter dessen Figuren ein alter Mann mit merkwürdigem Hut auffällt, auch lagen da zugehörige Stücke mit Mönchdarstellungen aus der Reihe der Stifter. Auf der Türw. R. ist der unt. Streifen 75 cm hoch. Beiderseits lag ein schmaler Schriftstreifen dazwischen, doch sind die Inschriften jetzt überall zerstört. Der ob. Teil der Türw. ist ebenfalls zerstört. Sämtliche Darstellungen von Stiftern aus den Türw., welche einigermaßen transportabel waren, sind jetzt im Berliner Museum. Die Seitenw. sind in einer Höhe von 1,45 m mit je drei Bildern bemalt. (1, 2, 3, I, II, III). Jedes dieser Bilder ist 1,50 m breit. Sie liefen unter den Figurenbalkonen hin und waren von einander durch 12 cm breite Streifen getrennt. Es sind vier solche Streifen, welche mit zehn übereinander sitzenden, meditierenden Buddhas bemalt sind; im ganzen also achtzig Buddhas. Im Schutt vor den Bildern fanden sich viele losgelöste Bilderstücke, mehr oder weniger zerbrochen. Es war nicht immer möglich, die Stelle ausfindig zu machen, von der sie abgestoßen waren. Meist waren es Devatäs und Mönche aus den Pariväras der predigenden Buddhas (A). Schema der Bilder: 1. h i A predigender Buddha en face, ab c de f sechs sitzende Göttinnen mit Aureolen. Ihr zerstört g Kostüm ist dasselbe wie in Qyzyl, g h i drei Mönche. Rest zerstört. — Vielleicht e A Buddha seiner Mutter im Tusitahimmel predigend? d e 1 a b c 2. A thronender Buddha, sehr zerstört; a gepanzerter Dämonenfürst (Fig. 455) in A einem zweirädrigen Wagen fahrend, den ein ochsenköpfiger Teufel laufend zieht; b der r s Rest eines blauen Teufels, eines Trommelschlägers, welcher auf den Kessel, den ein kleiner d m n o weißer Teufel vor ihm auf dem Rücken trägt, losschlägt, d ein kleiner weißer Teufel, f g h i k 1 p q welcher das Rad des Karrens, auf dem der Fürst sitzt, schiebt, e ein kleiner weißer Schirm-träger des Dämonenfürsten; / ein Teufel, welcher einen Stein herbeischleppt, g eine mit dem Bogen schießende Teufelin; h i zwei Teufel mit Stangen; k ein Teufel, der sich höhnisch auf die Hände stellt; / ein gepanzerter Fürst (Fig. 456), welcher in Astängaposition vor Buddha zu Boden fällt (der and. Seite des Bildes zugehörig, aber durch den Sturz zu Boden ist die Figur zu weit vorgerückt); m eine Göttin mit gefalteten Händen, aus einer Lotusblume hervorkommend, noch zur Seite R. v. Buddha gehörig. Die folgenden Figuren alle L. v. Buddha sind sehr zerstört; 0 ein zurückprallender, weißer Dämon, der von einem gelben (n) gestützt wird; p Teufel mit einer Trompete, aus welcher eine Wolke, welche den Schall darstellen soll, herauskommt; q ein Teufel, eine Turbinella blasend, aus welcher ebenfalls Rauch hervordringt, r s zwei sehr zerstörte, sitzende Figuren. Oberer Teil zerstört. Märas Angriff auf Buddha R. v. Buddha, L. v. Buddha Märas Niederlage, er stürzt zu Boden; m ist die Göttin der Erde Vasundharä. Aus den stilisierten Wolken zu Qyzyl st hier eine Lotusblume geworden2-). 3- zerstört zerstört ^ predigender Buddha, en face, a b ein Götterpaar, die Göttin b hält eine Schale, ^ cd Devatäs, e f Götterpaar, g stehender Gepanzerter, h ein kniendes Kind nach rückw. / g g f e a b c zu gewendet. — Nicht bestimmbar, h I zerstört zerstört A predigender Buddha en face, ab c de f sechs auf Sesseln sitzende Göttinnen. Vor A Buddha steht ein Fußschemel. — Nicht bestimmbar, a b c d e f H A wie I, a b c d e f sechs auf indischen, trommelartigen Stühlen sitzende Männer ^ j a b c mit Wadenstrümpfen, g ein kleiner See, auf welchem ein gelbes Schiffchen schwimmt, in g welchem ein kleiner Knabe steht. Rest verloren. — Nicht bestimmbar. III zerstört zerstört A wie II, b kniender Mönch mit gefalteten Händen, c d g h zwei Götter- oder A f Fürstenpaare, e eine kleine, weibliche Figur (Dienerin?), / Knie einer rotbekleideten Figur d c & h (Mönch?). — Nicht bestimmbar, e b Alle Mönche auf den Gemälden haben hochrote und gelbe Roben. 0 Vgl. oben S. 36, Fig. 74. 2) Vgl. übrigens Pfauenhöhle S. 87. Ruinen bei Sorcuq. Höhle 7 (»Kirin«-H.), H. 8 (H. »der Nägas«). 205 Das Gewölbe war mit Rankenbäumen bemalt, welche aus stark wogendem Wasser aufsteigen. Die Ranken bildeten runde Felder, doch ist die ganze Dekoration sehr zerstört. Vgl. Höhle 8. Die Bilder in den Seitengängen neben der Buddhafigur sind zerstört. Der Gang hinter der Buddhafigur. Die Rückw. nahm ein 40 cm hoher Sockel ein, auf dem ein kolossaler Parinirvänabuddha, von dem noch Reste erhalten sind, lag. An den Seiten des hint. Ganges sind zwei niedrigere (20 cm hohe) Bänkchen angebracht, auf denen Figuren, welche zum Parinirväna gehörten, gestanden hatten. Zu Häupten der Buddhafigur sind vier Paar Füße von Göttern, zu ihren Füßen ein paar männliche Füße und der Rand eines Mullkleides, wie bei den schönen Figuren der »Statuenhöhle« zu Qyzyl, erhalten. In den Ecken des hint. Ganges war noch je einstehender Buddha vorhanden: die Füße und der Lotus, auf welchem sie standen, ist noch da (Fig. 457). Dem Parinirväna gegenüber war, wie aus den spärlichen Resten ersichtlich ist, die Verteilung der Reliquien durch Drona dargestellt, vgl. z. Sache die in d. Bez. besser erhaltene Höhle 9. Das Gewölbe war mit den aus Qyzyl bekannten Bergmustern und Blumenornamenten bemalt. Höhle 8, Höhle der Nägas '). Bei dieser in mancher Beziehung eigenartigen Höhle (Fig. 458) ist noch ein Teil des alten aus Ziegeln aufgeführten alten Vorbaues erhalten. Sowohl an der Türw. der eigentl. Höhle, wie an den Seitenw. dieses Vorbaues sind Bänke, welche etwa 55 cm hoch sind und auf welchen Figuren gestanden haben. Reste davon sah man auf der besser erhaltenen Bank R. Bei B, also als Wächter des Eingangs, müssen zwei Schutzgötter gestanden haben. Denn bei 1 ist ein großer Lotus erhalten, auf welchem eine Kolossalfigur gewesen ist, deren Füße noch auf dem Lotus stehen. Daneben bei 2 liegt die lebensgroße Figur eines Teufels auf dem Rücken. Seine vierklauige R. legt er auf den Bauch. Auf ihm stand eine Kolossalfigur, offenbar eines Dämonenfürsten; denn d;e beschuhten Füße sitzen noch auf dem Teufel. Diese Schuhe waren sicher als Panzerschuhe bemalt, doch ist die Bemalung erloschen, vgl. ob. S. 8. Etwa in der Mitte der Seitenw. bei A 3 war ein sitzender Koloß mit gekreuzten Beinen, welche erhalten sind. Sie haben schöne Fußketten und stehen auf einem kleinen Lotus. Vermutlich war es eine Bodhisattvafigur. In der Ecke daneben bei 4 stand noch eine kleinere Figur, welche aber zerstört ist. Sichtbar sind noch Strohgebinde in der Wand. Die andere Seite des Vorbaues ist viel stärker zerstört. Sie hat natürlich, was die Figuren betrifft, das Gegenstück gebildet. Die Höhle hat dieselben Räume wie die ob. erwähnten. Neu und ungewöhnlich aber ist, daß vor dem Pfeiler der Rückw., vor der sicher ein Kultbild gestanden hat, obwohl keine Spur mehr vorhanden ist, sich ein großes Postament mit vortretenden Anten befindet (Fig.459ab). Auf diesem Postament waren noch drei Stützpfähle vorhanden für Figuren, welche darauf gestanden hatten, ein vermißter, vierter Stützpfahl, welcher mit der auf der vorderen Ante stehenden Figur symmetrisch gewesen wäre, konnte im weißen »Plaster« des Postaments nicht ausfindig gemacht werden. Auf der Raumfiäche des Postaments zwischen den Anten waren ui-ghurische Besucherinschriften, welche ausgesägt wurden. Beim Ausräumen der Höhle wurde eine »Clayfigur« ') An Ort und Stelle so benannt wegen der zahlreichen Nägaabbildungen auf dem Gewölbe, welche, so lange die Höhle noch nicht ausgeräumt war, zunächst auffielen. Fig. 460. Orig. 1,10 m hoch. Fig. 462. Höhle 9. 206 Ruinen bei Sorcuq. Höhle 8 (H. »der Nägas«), Höhle 9. eines gepanzerten Lokapäla (Fig. 460)*), doch ohne Kopf und ohne Extremitäten, gefunden, außerdem Stücke der übrigen und viele in Farben wundervoll abgestufte Blätter der Lotusblumen, auf welchen die Statuen gestanden hatten. Auch fand sich ein unbärtiger Kopf. Die am besten erhaltene Statue zeigt einen Panzer in altjapanischem Stil mit niedrigem Kragen, Brustplatten mit Ringornamenten, einer mit bunten Ornamenten prachtvoll bemalten Bauchberge, welche bis zur Herzgrube reicht und die Brustplatten andrückt. Daran schließt sich eine bis zum Knie reichende Panzerschürze, zusammengesetzt aus mehreren Streifen einzeln aufgereihter, bunt bemalter Metallplättchen. Über dieser Schürze hängt ein Pantherfell, von einem Gürtel gehalten. Die darunter hervortretenden Gewand-teile sind in wundervoller Ornamentik (Blumenranken) bemalt. Der Stil ist identisch mit Höhle 14 (Haupttal, von Ming-Öi beim Qumtura. An den Seitenwänden ist in einer Höhe von 3,05 m eine 48 cm hohe Rille bemerkbar, in welcher Ansen für Balkone gesessen haben. Auch an der Türw. ist in der Höhe von 2,90 m eine solche Rille, die aber kleiner ist, bemerkbar. Von den Dekorationen, welche hier befestigt waren, ist nichts erhalten. Wandgemälde. Von den Gemälden auf den Türww. läßt sich so viel sagen, daß auf beiden Flächen je drei Reihen von Stiftern standen, welche völlig zerkratzt sind. Von den Gemälden der Seitenwände ist in loco nichts mehr erhalten, außer Resten dekorativer Streifen unten und sockelartigen Resten auf d. W. R. bei x. Doch fanden sich im Schutt noch abgelöste Reste von Gemälden, welche ungewöhnliches Interesse hatten dadurch, daß sie Gegenstücke zu den arg zerstörten Bildern in Höhle 14 (Haupttal) Ming-Öi beim Qumtura bilden. Es fanden sich Stücke mit Palastdächern und Interieurs in chinesischem Stil. Merkwürdig war eines, welches einen dunkelfarbigen Mönch zu Pferde darstellte, welcher, von einem Manne in chinesischer Tracht begrüßt, in einen Hof einreitet, wieder ein anderes zeigte einen dunkelfarbigen Mönch, welcher einem Fürsten mit weißem Hut und einer Dame, welche beide vor ihm knien, predigt und Reste von Dienergruppen, Soldaten usw. mit Gepäck und Fahnen, so daß der Gedanke nahe liegt, daß die Einholung eines indischen Lehrers und Einsetzung in seine Lehrtätigkeit der Stoff der Darstellungen war. Arg beschädigt, wie die abgelösten Bilder waren, machten sie den Transport unmöglich und ebenso eine Rekonstruktion der Reihenfolge, wie sie an den Wänden gesessen hatten, da zu viel dazwischen verloren war. Besonders schön und eigenartig war das Gewölbe der Höhle. Die Mitte nahm eine prächtige, jetzt fast zerstörte Rosette mit Blumenmustern als innerem breiten Rand ein. An diese Mittelrosette schloß sich von den Seitenw. aufsteigendes Baumgeäst an, welches zahlreiche runde Felder bildete. In jedem dieser Felder saß eine Gottheit en face (Fig. 461). Es sind mehr als fünzig solcher Felder, wenn auch sehr verblaßt, noch erhalten. Die stark stilisierten, an gotische Formen erinnernden Rankenbäume stehen im Wasser, welches den unt. Rand bildet, und in welchem kleine Nägas, als kleine, nackte Knaben mit Schlangen im Nacken, sich bewegen, Enten (Anas casarca) herumschwimmen und Lotusblumen auftauchen. In den Gängen neben und hinter dem Pfeiler ist alles zerstört. Höhle 9 Diese Höhle (Fig. 462, 463) liegt eine ziemliche Strecke in NW.-Richtung von der Hauptgruppe der Höhlen entfernt, am Fuße eines besonders liegenden Hügelsystems, welches sich unmittelbar an das Plateau angliedert, welches N. von der Hauptgruppe sich erstreckt und' auf dessen höchstem Punkt ein Stüpa mit einem kleinen, jetzt zerstörten, nach N. gewendeten Vorhof liegt. Diese besondere Hügelgruppe schließt das ganze Tal N. ab, sie nähert sich dem vorspringenden Fuße des Hauptsystems so sehr, daß es deutlich ist, daß sie mit dem Hauptsystem einst vereinigt war und nur durch elementare Kräfte (Auswaschungen durch den durch Regen angeschwellten Schneeablaüf der weiter N. liegenden hohen Berge) weggerissen worden ist. Ein schweres Gewitter im Juni 1906 zeigte uns die furchtbare Macht derartiger Überschwemmungen nur zu deutlich. In ein paar Stunden war das ganze Tal ein reißender Strom, den zu passieren viele Mühe machte und der uns sogar zwang, unsere Arbeiter in den Höhlen zurückzulassen und ihnen am andern Tage erst den nötigsten Proviant zuzuschicken. In den hohen Bergen, N. von unseren Höhlengruppen, fiel damals Schnee in Menge, und ein paar reisende Türken, welche das Gewitter überrascht hatte, verloren das Leben. Der dem Hauptsystem zugewendete Fuß der Hügelgruppe war schön geglättet und zu einer Plattform gemacht, von der aus die Höhle zugänglich ist, ja es macht den Eindruck, als habe man noch die Anlage einer zweiten Höhle geplant. Der Eingang ist in SO.-Richtung orientiert. Höhle 9 hat im allgem. denselben Charakter wie die übrigen. Die ziemlich dicke Türw. zeigt noch Spuren der alten Tür, welche innen breiter ist als außen. Der Raum selbst besteht wieder aus einer fast quadratischen J) Vgl A. Maybon, l'Art bouddh. du Turkistan oriental, S. 55, Abb. zeigt eine ähnl. Anordnung. 2) Wurde von uns während der Reise »Nägaräjahöhle« oder »Stadthöhle« genannt wegen der Darstellung eines gepanzerten Näga-räja oder wegen der Darstellung der Stadt, in welcher Drona die Reliquien Buddhas verteilt. Ruinen bei Sorcuq. Höhle 6 (»Stadt«- od. Nägaräja-H.). 207 Cella, diese Cella ist vorn niedriger als vor der Rückw., wo sie 4,80 m hoch ist. An den Seitenw. ist über der geraden Wand eine doppelte Reihe von Löchern bemerkenswert, deren unt. Reihe 3,10 m über dem Boden liegt und welche, wie erwähnt, zum Einsetzen von Balkenstücken dienten, welche Balkone vor dem Gewölbe Fig. 461 vorstellten. Auf diesen Baikonen standen Figuren. An der Türw. ist eine Rille mit Löchern 3,75 m über dem Boden angebracht, auch hier war also ein künstlicher Balkon, auf welchem wohl Bodhisattvafiguren gestanden haben. Nach Analogie der Höhlen von Qyzyl läßt sich dies mit Sicherheit annehmen, da die Gemälde der Höhle noch am meisten mit den in Qyzyl gewählten Sujets übereinstimmen, wenn auch manches Eigenartige mit hinzukommt. 208 Ruinen bei Sorcuq. Höhle 9 (»Stadt«- oder »Nägaräja«-H.). Die Rückwand der Höhle ist wieder der Pfeiler, mit einer davor stehenden Buddhastatue vom Typus des Buddha des Königs Udayana. Der Lotus (Halblotus), worauf sie steht, ihr Aureol usw. hat genau denselben Charakter der oben beschriebenen Höhlen. Die Gänge R. und L. v. Pfeiler sind wenig tief. Sie sind ebenso wie der hinten herumführende Gang 2,70 m hoch. Der hintere Gang läuft bogenförmig herum und ladet nach den Ecken zu etwas aus, so daß die Seitengänge nach hinten zu von der geraden Orientierung abweichen. Auch die Hinterw. des Pfeilers ist etwas gerundet und vortretend. Die Buddhastatue enthielt in ihrem unt. Teile noch zahlreiche Lagen von Handschriften in Brähmi-charakter. Über ihr in der Hinterw. waren Reste der Verklammerung des oberen Teiles der Kolossalstatue sichtbar. Im Schutt der Höhle fanden sich noch viele, fast lebensgroße sitzende Bodhisattvafiguren in Trümmern liegend: sie dürften wohl von den Baikonen über der Tür und von denen der Seitenw. stammen. Gemälde der Höhle. Die Gemälde des Gewölbes der Cella sind leider zerstört. Es ist dies zu bedauern, weil es wichtig gewesen wäre, zu wissen, ob die Darstellungen von Bodhisattvapeinigungen und die abgekürzten Buddhapredigten, welche in Qyzyl die entsprechenden Gewölbe schmückten, vorhanden waren, da im übrigen die Sujets mit den Qyzylhöhlen noch ziemlich harmonieren. Die unteren Flächen der inn. Türw. (1, 1') waren mit lebensgroßen Stifterbildern bemalt. Leider sind diese interessanten Bilder aber sehr zerstört und vollends von Inschriften keine Spur erhalten. Was auf 1' war, ist nicht mehr zu erkennen, nur mehr so viel, daß eben Stifterbilder da waren. Auf I ist noch ein lebensgroßer Mann erhalten, hinter ihm noch ein Mann und eine Frau mit einer Coiffure, wie in Höhle 33, Hauptgruppe, Ming-Öi beim Qumtura, von fast japanischem Typus *). Die zweite Figur der Türw. I, welche noch am besten erhalten ist, und welche ich im März 1907 kopierte (Fig. 464), trägt ein langes Ärmelgewand, gegürtet mit schwarzem Gürtel, an welchem allerlei Taschen und Geräte hängen, in der schon früher beschriebenen Weise. Der Mann hat weißen Voll- und Schnurrbart, lange weiße Haare, das Gesicht zeigt mongoloide Züge. Den Kopf deckte eine schwarze Mütze mit Kinnband und lang in den Nacken herabhängendem Tuch, die aufwärts stehenden Flügel der Kappe sind nicht mehr erhalten, wohl aber bei der Figur vor ihm, so daß wir sie mit Sicherheit ergänzen können. Er hält mit beiden Händen eine langstielige, jetzt zerstörte Blume vor der Brust. Die Gesichtsfarbe ist ockergelb, das Gewand weiß. Die aufgeblühten Blumen, welche das Muster des Gewandes bilden, fügen sich zwar nur auf der Brust und der Gürtel-partie den Falten des Gewandes, nicht aber auf dem unt. Teil, wenn sie auch hier nicht in derselben rohen Weise aufgepinselt sind, wie die hochroten Muster, welche die verwandten Figuren in Idyqutsähri verunstalten. Freilich sind diese letzteren auch später als Restauration plump auf diese schön gezeichneten Figuren aufgemalt gewesen. Die Seiten wände der Höhle sind seltsamerweise ungleich bemalt gewesen. W. L. (bez. II) hatte in ihrer vollen Fläche nur ein großes Bild, welches eine Predigt Buddhas darstellte. Es ist leider jetzt sehr zerstört. Die gegenüberl. W. war in drei Felder geteilt: bei 2 war eine Predigt Buddhas mit vielen Mönchen dargestellt, im mittl. Felde bei 3 eine stehende, überlebensgroße Gottheit, welche jetzt ebenfalls sehr zerstört ist. Nur ist noch zu sehen, daß ihre Aureole einen Rand hatte, der aus lauter meditierenden Buddhafiguren zusammengesetzt ist. Eine Bestimmung dieser Figur ist nicht mehr möglich. Besser erhalten ist das dritte Feld (bei 4). In denselben Dimensionen wie die vorher erwähnte Götterfigur ist hier ein Nägaräja en face dargestellt (Fig. 465). Leider ist auch hier der Kopf vernichtet, aber die Gestalt ist wohlerhalten. Es ist ein sehr steif gezeichneter, stehender Mann im Vollharnisch mit einem geblümten Lendentuch, welcher den R. Arm, eine Mudrä vor der Brust bildend, hebt, den überlangen L. Arm mit leicht nach vorn gestreckter Hand herabhängen läßt. Um den Kopf lief eine Aureole, die fast vernichtet ist; die Figur umgibt eine Vesica mit doppeltem, verziertem Rand. Ihr Fonds bildet einen See mit Lotusblumen, pfeilförmigen Blättern und zwei auftauchenden, nackten Knaben, welche je einen Näga im Nacken haben. Einer unter dem R. Arm hält einen strahlenden Edelstein, ein zweiter über dem L. Oberarm ein pfeilförmiges Blatt hoch. Aus diesen Nebenfiguren möchte ich darauf schließen, daß die Figur einen Nägaräja darstellen sollte, vielleicht ist Virüpäksa Lokapäla gemeint. Dann könnte die Figur neben ihm ebenfalls einen Lokapäla dargestellt haben. Wir hätten dann zwei Lokapälas aus der x) Diese Stifterbilder haben übrigens auch genau dasselbe Kostüm und trugen offenbar auch genau dieselben Mützen, wie die »Hofkapelle« und »Falkenhalter« usw. auf den vermauert gewesenen Wänden der Südseite des Khänspalastes in Idyqutsähri, welche ich im Wmter 1906—07 dort noch kopieren konnte. Bei einem zweiten Besuche in Sorcuq im März 1907 wurde mir dies völlig klar, da ich nun die Kenntnis des Kostüms, welches die Bilder von Idyqutsähri geboten hatten, verwenden konnte, um über manches ins Klare zu kommen, was bei dem ersten Aufenthalt, wo ich nur halbzerstörte Reste sah, undeutlich bleiben mußte, genau so wie bei den fast erloschenen Bildern in H. 33 beim Qumtura. Daß ich die letztgenannten im Januar 1906 richtig rekonstruiert hatte, war nunmehr kein Zweifel mehr. Ruinen von Öorcuq. Höhle 9 (Stadt- oder Nägaräja-H.). 209 bek. Gruppe von vier Göttern, welche hier in ganz unsymmetrischer Weise angebracht sind. Man wird sie als Nebenfiguren der Buddhastatue ansehen müssen, warum sie beide zur R. der Figur gemalt waren und nicht Fig. 467. Orig. 36 cm hoch, 54 cm breit. Fig. 468. Orig. 51 cm hoch. einer L., der andere R. entgeht uns1). Der Umstand, daß die zwei anderen fehlen, brachte mich eine Zeit lang auf den Gedanken, eine zweite nebenhin zu erbauende Höhle hätte vielleicht auf der entspr. W. die zwei fehlenden x) Vielleicht gehören die beiden Figuren zum Parivära des Parinirvänabuddha des hint. Ganges und sind so mißverständlicherweise, um den Pranidhis der Seitengänge Raum zu lassen, nach vorn gerückt worden. Grünwedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. . 14 2IO Ruinen von Sorcuq. Höhle 9 (Stadt- oder Nägaräja-H.). Fig. 469 a. Orig. 36 cm. hoch. Lokapälas erhalten sollen. Doch sind dies nur Vermutungen, da wir den Zweck der Anlage der Höhle nicht kennen. Merkwürdig ist nun der Plattenharnisch des Gottes. Der Brustpanzer ist verziert mit einem zweistöckigen Palast in Gandhärastil, in dessen Säulennischen Buddhabilder sitzen. Die Arm- und Beinschienen sind oval geformt, auf dem R. Arm liegen zwei, eine dritte auf der Schulter, auf dem L. Arm aber drei und eine vierte auf der Schulter, die Schenkel und Schienbeine deckt je eine, die Knie runde Scheiben, wie bei mittelalterlichen Panzern. Die Füße sind leider verloren gegangen. Auf den Schulterplatten waren Buddhas, auf den Armschienen Bodhisattvas, auf den Schenkelschienen kniende Brähmanas, auf den Wadenstücken betende, gepanzerte Götter dargestellt. Die Kniescheiben schmückten in radförmigen Ornamenten kleine Köpfe, vielleicht Sürya und Candra. Ähnliche Figuren gab es in Qyzyl; denn dort wurde ein Stück einer Holzfigur gefunden, die einen solchen Panzer trug. Wir haben also auch hier eine Reminiszenz an Qyzyl vor uns, was um so wichtiger ist, als die sonst in unserer Höhle dargestellten Geharnischten ganz andere Kriegsrüstung tragen. Die Seitengänge a, d, A, Ä neben der Buddhastatue hatten je zwei Pranidhibilder von demselben Charakter, wie sie so oft in der Umgebung von Turfan, aber fast nie in Qyzyl (Höhle der ringtragenden Tauben und Kiri§ q. v.) vorkommen. Wohlerhalten und in schönen kräftigen Konturen gezeichnet ist die Pranidhiszene bei A. Es ist die bekannte Darstellung des Dipankarajätaka in genau derselben Komposition wie bei Turfan, nur nicht so flau, wie in den jungstiligen Bildern von Murtuq usw. Die Rückwand des Pfeilers enthielt ein großes Bild: der Verteilung der Reliquien durch Drona innerhalb einer Stadt, vor deren Toren sich die zum Kampfe darum herangezogenen Könige Indiens nähern. Auch hier folgt die Bemalung unserer Höhle also den Traditionen von Qyzyl, aber mit merkwürdigen Varianten. Leider hat das Bild vielfach gelitten. Drona ist fast ganz zerstört, ebenso die vier sitzenden Figuren R. von ihm, L. ist die zweite, dritte und vierte Figur erhalten. Sie sitzen auf Stühlen, und die Reliquienbehälter, die sie halten, sind in Stüpaform. Eine Flamme R. und L. davon und eine an der Spitze zeigt ihren Glanz an. Die zweite und vierte dieser Götterfiguren ist von weißer, die dritte, ganz erhaltene, Von hochroter Körperfarbe (Fig. 466). Die Stadtmauer ist hoch, sie hat ganz anderen Stil als in Qyzyl, in der Mauer sind Fenster, die an tibetische erinnern. Unmittelbar vor dem Tor ist eine schwer erklärbare Gruppe in ihrem unteren Teil erhalten (Fig. 467). Diese Gruppe kommt bei Qyzyl nirgends vor. Die sehr schön gezeichneten Figuren bilden einen Kreis um eine ganz gelb gemalte (also goldne) betende Jünglingsfigur, welche auf einem Postament (auch gelb) kniet. Die übrigen Figuren, deren Kopf- und Brustteile verloren sind, stehen betend herum: hinter dem Jüngling ein Buddha, dessen Arme verloren sind, und ein Bodhisattva, ebenfalls ohne Arme; mehr R. noch ein Bodhisattva oder König und weiter vorn eine Dame in faltigem Gewand mit den eigenartig wulstig liegenden Ärmelfalten, die in Sorcuq und Murtuq (Berglehne) so häufig sind und auch auf ma-nichäischen Bildern wiederkehren. Vermutlich handelt es sich um die Einweihung einer goldnen Statue des Bodhisattva. Besonders interessant sind die herankommenden Fürsten mit ihrem Gefolge. Die Könige sitzen auf Elefanten, deren Haudas in so drolliger Art auf dem Elefanten befestigt sind (Fig. 468), daß man sieht: der Maler hatte keine Ahnung mehr. Es sind nicht die seltsamen, mit Lehnen versehenen Sättel, auf denen in Qumtura die Könige sitzen, sondern flache, mit Rändern versehene Tröge, welche mit Riemen um ein Sattelkissen des Elefanten gehängt sind. Ich kann mir nicht versagen, dabei auf ähnliche Elefantenausrüstungen in mittelalterlichen Holzschnitten hinzuweisen. Wenn hier also Stil und ein gewisses Ungeschick vorliegt, etwas dem Gesicht Entrücktes darzustellen, wofür nur Tradition dieForm bot, so ist nicht zu verkennen, daß die daneben herankommenden Reiter mit außerordentlicher Frische und Wahrheit dargestellt sind. Wir haben also mitten im rituell stili- Fig. 469 b. Orig. 48 cm hoch. Ruinen von Sorcuq. Höhle 9. Vorberge N v. Turfan. Tal 2. 21 I sierten Bild gute Naturbeobachtung. Die Pferde sind gut gezeichnet, Reiter und Tiere voll Leben. Die Reiter tragen lange gestreifte, gesteppte Panzerröcke, keine Platten- und Schuppenpanzer, wie die Könige der entsprechenden Bilder in Qyzyl, der hohe Kragen ist verschwunden. Den Kopf deckt eine niedrige Stahlkappe mit Stirnreif und nach ob. laufenden Bändern, die Arme Stahlschienen (dastäna), aber ohne Handschutz, der runde Schild wird auf dem Rücken getragen, L. hängt ein schmales, kurzes Schwert herab, die Hauptwaffe scheint Streitaxt und Streithammer zu sein wie in Höhle 5 und der Bogen. Dieser steckt in einem langen, aus Tigerfell gefertigten Etui, während der große Pfeilköcher mit becherförmiger Verbreiterung an der Eingreifstelle aus Holz gearbeitet ist. Einzelne dieser Reiter tragen kleine Peitschen, andere lange Fahnenstangen mit weißen, beilförmig gerafften Bannern, hängenden Wimpeln und dütenförmigen, nach unten hängenden Verlängerungen. Das Pferdegebiß ist einfach und zeigt nur einen Zaum (Fig. 469 ab). Auf der gegenüberst. Langw. (Rückw. des Ganges) ist in mehr als 80 cm hohen Figuren das Parinirväna Buddhas gemalt gewesen. Der liegende Buddha, viel größer als die übrigen Figuren, nimmt fast die ganze Wand der Länge nach ein. Das Bild ist sehr zerstört. Besonders schön ist der zu Boden stürzende Vajrapäni, welcher den Donnerkeil hinwirft (Fig. 470). In seinem Kostüm sind noch Anklänge an Qyzyl fühlbar. Er trägt auch die stählernen Beinschienen mit den runden Kniescheiben (Ta-schetten). Die Gemälde dieser Höhle sind nur mit Farben ausgefüllte Konturenzeichnungen. In der Cella ist die Ausmalung mehr durchgeführt, und durch die aufgemalten Gewandmuster usw. deckt die Bemalung die Konturen ziemlich zu. Im hint. Gange tritt diese Ausmalung mehr zurück, und die lebhafte und kühne Tuschezeichnung der Figuren kann ihren ganzen Reiz entfalten. Anzeichen von Vorzeichnungen im Stuck usw. konnte ich hier nicht finden. Vorberge, N von Turfan. 14.—16. Juli 1906. In den ersten Wochen des Monats Juli arbeitete die Expedition in der Nähe von Turfan. Besonders lag mir daran, einige verschüttete Gebäude in den Vorbergen N von Turfan aufdecken zu lassen und zugleich einige Nachträge zu dem Wenigen zu machen, was ich bei meinem ersten Besuch 1903 dort notieren konnte. Ich gebe hier diese Nachträge unter Bezugnahme auf den wiederholt zit. »Bericht« S. 165 ff. In Tal 2, vgl. »Bericht« S. 167, Fig. 159, wurde hinter Ruine 8 gegraben und dort eine Menge uighu-rischer Handschriften in ganzen Lagen (buddhistische Sütratexte), Bilderreste usw. aus einem Räume geholt, welcher hinter der erwähnten Ruine 8 völlig verschüttet war. In der Doppelhöhle Nr. 5 fand ich alle Gemälde zerstört, sowohl im Vorraum wie in der darunterliegenden Cella. Auch die sog. köktürkischen Sgraffiti sind überall heruntergeholt. Erhalten waren einige merkwürdige Bilderreste, von denen ich Kopien in Konturen herstellte. Im Bogen zwischen dem Vorraum und der Cella, und zwar auf der Seite nach der Cella zu, befindet sich als Mittelstück über der Tür ein Bild, welches die Transmigration vorstellt. Man sieht in der Mitte einen Lotus, auf welchem eine Scheibe abgebildet ist, welche ein stark stilisiertes Schriftzeichen zeigt (Fig. 471). Darüber gehen Strahlen nach oben nach einem anderen Lotus, welcher zerstört ist. R. von d. unt. Lotus kniet auf einer Lotusblume ein betender Mönch und L. davon ein betender Buddha. Über dem Mönch laufen Strahlen nach oben und, über den Kopf des Mönches seitwärts breiter werdend, enthalten sie die Darstellung der Hölle in abgekürzter Form: einen dreibeinigen, im Feuer stehenden Kessel und einen ochsenköpfigen Teufel davor mit einer Rührstange; auf d. and. Seite steht in den über dem Buddha hinweggehenden Strahlen ein nach außen schreitendes Pferd. Es handelt sich also im letzteren Falle um eine tierische Wiedergeburt, welche durch Gebet des Buddha, und um Wiedergeburt in der Hölle, welche durch das Gebet des Maudgalyäyana — denn ich halte den Mönch für Maudgalyäyana — verhindert werden soll. L. darunter folgt eine andere Szene: zwei Männer gehen im Gebirge mit gefalteten Händen. Der ein um Vordergr. gehende wird bedroht von einer Schlange und einem Tiger, der andere im Hintergr., dem vorigen entgegenkommend, von einem Drachen und drei Räubern, die mit Dolchmessern in den L. hinter einem Felsengrat auf den Wanderer losstürzen; über derGruppe sieht man eine Sturmgottheit auf ihrem Windsacke sitzen (Fig. 472). 14* Fig. 470. Orig. 80 cm breit. 212 Vorberge N v. Turfan. Tal 2, 3. Verwandt ist der Rest des Bildes auf d. and. Seite unter dem Türbogen (Fig. 473). Man sieht im Gebirge zwei Wanderer; der vordere mit großem Rucksack und großem Schirm schreitet eilig vorwärts, ein zweiter folgt ihm. In der Luft über den Bergen sieht man die Pauken des Donnergottes und zwei Zipfel seiner zerstörten Figur und über dem zweiten Wanderer stürzt ein schwerer Donnerkeil herab, vor dem dieser sich mit der aufgehobenen, in den Ärmel gewickelten R. zu schützen sucht. Bei beiden Bildern waren Schrifttäfelchen in chinesischer Art, bei dem ersteren Bild zwei, beim zweiten nur eins. Es ist klar, daß es sich um Gefahren der Reise handelt. Mit dem Wiedergeburtsbild gehören solche Darstellungen zu den Nebengruppen von Avalokitesvarabildern. Wir können daher mit Sicherheit annehmen, daß das Kultbild der Höhle Avalokitesvara war. Höhle Nr. 9 wurde ebenfalls noch einmal genauer untersucht. Beim Reinigen der Bilder der vierund-achzig Siddhas ergaben sich folgende Ergänzungen und Verbesserungen der im »Bericht« S. 186—170 gedruckten Liste. Nr. 8 spielt die Flöte, Nr. 51 hält nicht ein Schwert, sondern eine Schale, Nr. 52 neben dieser Figur sieht man die Sonne in Wolken, es handelt sich um die Festnagelung der Sonne 1), Nr. 55 sitzt quer auf einem Elefanten, Nr. 66 ist von brauner, nicht grauer Hautfarbe, er hat als Begleiter einen Hund2), Nr. 73 hält in der R. einen Hammer 3), Nr. 79 deutlich ein Dhobi mit Waschbrett. Die Rückw. enthielt die folgenden Darstellungen um die Nische der Buddhafigur A. Auf dem Sockel der Figur (a) ist in der Mitt3 ein Dreifuß abgebildet, daneben je ein Vajra.— 4 3 s Bei 1 und 2 rotmützige Lamas, 3 eine Wand, davor ein rotmütziger Lama, 4, 5 ein Fluß, 6 ein 2 ß *$ Baum und daneben ein vierarmiger, grüner Gott (sänta), 7 ein Baum und ein weißer Gott (sänta), 10 8 ein Näga mit menschlichem Oberkörper und Schlangenunterkörper, ein Opferfeuer, 10 ein Stüpa. Auf Türw. L. (die R. Türw. ist völlig zerstört) waren folgende Darstellungen: 5 4 3 I ein vierarmiger, blauer Gott auf weißem Stier sitzend und unter einem Baum, also Mahäkäla, 3 2 ein Näga, 3, 3 zwei Opferfeuer übereinander, 4 ein runder Teich, 5 ein Näga. 2 1 Die Opferfeuer sind seltsam stilisiert (Fig. 474) und bestehen aus hellblauen und gelben Flammen. Aus dieser Höhle sind einige Siddhadarstellungen ins Museum gelangt. Nachträge zu den Höhlen des dritten Tales. Höhle 3. Diese Höhle (Fig. 475) ist ziemlich unregelmäßig in ihrem Plan, besonders fällt auf, daß die Rückw. viel breiter ist als die Vorderw. Sie ist ein längliches Tonnengewölbe (2,50 m hoch), mit einem Sockel für Kultfiguren vor d. Rückw. welcher 74 cm tief, 50 cm hoch ist. Verteilung der Bilder in der Höhle. An den Türw. sind sehr interessante Stifterbilder (offenbar Angehörige desselben Volkes, von dem ähnliche Darstellungen im Tempel Bäzäklik (Murtuq) Anlage II, 33 usw.) vorkommen. Auf d. Türw. R. sind drei Reihen Frauen abgebildet, welche mit gefalteten Händen hintereinander gehen. Sie haben braune Ärmelkleider mit glattliegenden Ärmeln, darüber eine Art »Reformkleid« mit kurzen Ärmeln von hellbrauner Farbe mit etwas dunkleren Borten um die Ärmelränder, quer über die Brust bis zum Halsausschnitt (Fig. 476). Der Halsausschnitt ist eckig und mit derselben Borte benäht. Die Ohrschmucksachen bestehen aus lang herabhängenden Ketten aus weißen, runden Perlen. Um den Kopf ist ein weißes Band gelegt und auf dem Scheitel liegt glatt und nach der Stirn herabhängend, ein raupenartig zusammengerolltes braunes Tuch, welches nach hinten in zwei Zipfeln sich auslegt. Die Frauen tragen schwarze Schuhe. Eine Frau in der untersten Reihe trägt als Kopfputz das »Hennin« (Fig. 477) oder vielmehr sein mittelasiatisches Vorbild, oben in einen Knopf endigend, aus welchem nach vorn eine Feder herabhängt, vor den Ohren scheint sie dichte schwarze Wollsträhne zu tragen, auf welche weiße Perlen aufgereiht sind, wenn es nicht ihre Haare selbst sind. L. v. Eing. sind die Männer abgebildet (Fig. 478), in d. ob. Reihe vier rotgekleidete Mönche mit schwarzen Stiefeln, dann in d. mittl. Reihe ein Mönch und zwei Laien mit großen Hüten und in einer Bekleidung, welche mit der der Frauen fast gleich ist. Darunter folgen vier ebensolche Männer. Über den erhaltenen drei Reihen war noch eine vierte, welche wohl Mönche darstellte; denn von einem Mönche sind noch die Füße zu sehen. x) Der Dargestellte ist also d Ban-pcyug-rgyal der tibetischen Liste, von dem eine ähnliche Geschichte erzählt wird, wie von Padmasambhava; vgl. T welche in Öiqqan-Köl, Tojoq Mazar usw. am meisten vertreten ist. 15* Tempel Bäzäklik (Murtuq). Gräbergruppe. 2 29 i 1 3 E - *-+±±±j 130 Türpfeilern oder den Laibungen abgebildet war. Wenn man die Reste vergleicht, so ergibt sich, daß entweder Devatäs (Däkinis) oder gepanzerte Schutzgötter (diese bisweilen mit kleiner gemalten Bildern von Stiftern) dargestellt waren. Ausgenommen ist die zweimal Avalokitesvara beigegebene Mahäkälakapelle (5 und 9), wo Acäryas usw. auf die Laibung gemalt waren. Es fanden sich noch: Anlage 3 L. R. langbekleidete Göttinnen, jede eine Schale tragend, sehr zerstört]); Anl. 4 R. gepanzerter Keulenträger, L. ein Buddha? aber mit Schmuckketten und mit Sandalen an den Füßen. Er hält einen Rosenkranz; vor ihm ein Kniender; Anl. 5 zwei Acäryas; ebenso Nebenanlage 9; Anl. 6 wie 3. Die Wölfe 3,10 ».7» 0 B 5- 3 ¦—^-1 1 |— 1 * - ? + + + + ' (J " A D Fig. 500 a. Planskizze der Gräbergruppe vgl. Fig. 495. Die ^Kreuzchen markieren den Berg und den davon abgerutschten Block zw. F und der größten Höhle. neben den Däkinis sind noch erkennbar; Anl. 7 R. gepanzerte Figur, von der nur die Füße erhalten sind, hinter ihr steht noch eine kleine Stifterfigur; L. langbekleidete, weibliche (?) Figur, vor ihr ein Bhiksu (Stifter). Anl. 8 R. Däkini, vor ihr noch ein Teich mit einem Näga darin, die Göttin vierarmig, L. war eine ähnliche Figur; Anl. 9 (Hauptanlage) =4; Anl. 10 R. = 7 er hielt eine Keule, L. ?; Anl. 14 R. = 3, L. fehlt. Anl. 17. Hier ist die Laibung noch mit den Bodhisattvas bemalt, die den Schmuck der Halle selbst bilden; Anl. 28, 37. R. je eine edelsteintragende Däkini oder Devatä; L. verloren; Anl. 38. L. ein gepanzerter, auf Stierschädeln stehender Gott, mit einem Helm, der einen Busch von Pfauenfedern hat; R. verloren. Beginnen wir mit der Gräbergruppe, welche in der Bergwand, N über Anl. 1, hinaus liegt, vgl. Fig. 494 und 495, die Beschreibung im einzelnen. Gräbergruppe. Die Gräbergruppe (Fig. 500 a, b) besteht aus einer Reihe unregelmäßiger Anlagen, welche größtenteils in den Berg gelegt, zum Teil vor den Berg gebaut sind. Diese Vorbauten sind stark zerstört, aber auch die dahinter liegenden Stollen und Höhlen sind längst ausgeräumt worden. Die Hauptanlagen sind die folgenden: A. Ein kleines zierliches Tempelchen von fast quadratischer Anlage im Unterbau; die Bedachung bestand einst aus einer Kuppel, welche eingestürzt ist. Die Vorsetzscheiben, welche den Übergang des quadratischen Unterbaues in die Kuppel in den Ecken vermittelten (vgl. »Bericht« S. 87, Fig. 76), sind an der Rückwand noch erhalten. Die Wände sind bis zum Beginn der Kuppel 1,45 m hoch. Vor d. Rückw. steht noch der Rest eines zierlichen Sockels. Der Fußboden hatte schönes Fresko. Die erhaltenen Reste der Wandgemälde machen es zweifellos, daß wir es mit einem kleinen Avalokitesvaratempelchen zu tun haben, welches Fig. 500 b. Gräbergruppe, im Vordergr. die Reste dahinter A. von C und ') Vgl- hierzu die Bildchen »Bericht« Tf. XVII auf. 230 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage (Höhle) i. in seiner Bemalung ein wiederholt vorkommendes Schema repräsentierte und am meisten dem unten zu erwähnenden Raum 22 der Hauptanlage von Bäzäklik, der Mittelcella von 4 und 9 usw. glich. B. Eine in den Berg gelegte, völlig schmucklose Höhle mit gerader Decke. C. Neben A lag ein kleiner, wie es scheint, nie überdachter Raum, der mit dem Berg noch eine Ecke bildet. Unmittelbar an A anstoßend ist eine in die Ecke gepasste Lehmbank erhalten, welche an der Seite 2,30 m lang, 55 cm breit und 35 cm hoch ist. D. Hinter C liegt eine Freiterrasse vor dem etwas zurücktretenden Berg. Im Berg ist eine Stollenanlage. E. welche früher verschlossen gewesen zu sein scheint, mit einem Grabe in der Rückw. und einem Loculus daneben, welcher 45 cm hoch, 75 cm breit und 50 cm tief ist und welcher zu unserer Zeit leer war. Das Grab scheint ein Doppelgrab gewesen zu sein, denn der tiefe Stollen, welcher in den Berg geht, ist in der Mitte durch eine lange Steinplatte in zwei gleiche Teile geteilt gewesen. Neben E liegt noch ein leeres Tonnengewölbe, dessen vorderer Teil eingestürzt ist. F. Ein zweites Grab liegt jetzt offen an der Ecke der Gruppe, welche L. an das beschriebene System anstößt. R. neben oder besser vor diesem Grab lag eine Gruppe von zwei einst verbundenen Tonnengewölben, von denen das eine ganz in den hier stark vorspringenden Berg eingefügt gewesen ist. Sie sind beide sehr zerstört. Noch weiter hin — parallel mit B — folgt ein vollkommen leeres Tonnengewölbe mit einer Apse in der Türwand. Vor der ganzen Anlage liegen in einem Abstand von 20 m noch formlose Gebäudereste. In der Richtung auf den Haupttempel erreicht man in ziemlichem Abstand eine Nische in der Bergwand, weiterhin eine leere Höhle, über welcher eine zweite leere Höhle (beide Tonnengewölbe) hoch im Berge liegt. Von dieser Gruppe gelangt man in 2—3 m Abstand an das Hauptsystem und trifft auf Anlage I. Anlage 1. (Höhle 22 des »Berichtes« Seite 165.) * Diese Anlage (Fig. 501) ist, da sie im Berge liegt, als Höhle zu bezeichnen, obgleich an der Tür einige Ausgleichungen mit Mauerwerk sichtbar sind. Vor der Höhle war eine größere Plattform, zu welcher eine Treppe heraufgeführt hat, denn am Rande des Schuttberges, welcher heute vor der Höhle liegt, sind der Tür gegenüber zwei torartige Rampen erkennbar. Die Höhle ist übrigens aus einer älteren umgebaut. Am deutlichsten sieht man dies an einigen, in die Wände der Gänge geschlagenen Löchern, in denen man noch den alten Verputz bemerken kann. Die Höhle, welche in ihrem vorderen Teile geborsten und gefährlich zu betreten ist, bildet eine wenig tiefe Cella, welche ein querliegendes Tonnengewölbe darstellt. Die Rückw. dieser Cella bildet ein Pfeiler mit dem Hauptkultbild, R. u. L. v. d. Pfeiler gehen gewölbte Gänge ins Innere, um sich hint. d. Pfeiler durch einen Quergang (ebenfalls Tonnengewölbe) zu verbinden. Cella und Gänge sind an der höchsten Stelle 4 m hoch. Sowohl auf d. Vorderseite des Pfeilers, wie auf d. Seiten in den Gängen und auf d. Rückseite waren Sockel für Kultfiguren, alle etwa I m hoch. Der Sockel auf der Rückseite ist fast völlig zerstört. Diesem Sockel gegenüber tritt die Rückw. d. hint. Ganges in der Breite von 2,60 m um x/2 m vor, so daß den Gängen gegenüber je eine 1,70 cm breite Nische entsteht. Auch diese Sonderbarkeit weist auf einen Umbau; man hat nicht gewagt, vielleicht aus Gründen der Baufälligkeit, den vortretenden Teil, vielleicht ein alter Nirvänasockel war, hinwegzunehmen. Gemälde der Höhle. Auf der abgeschrägten Türlaibung war je eine große Devatä abgebildet. Deutlich ist die Figur L. Es läßt sich noch erkennen, daß ihr Kostüm dasselbe war, wie in Anl. 3, 8,28, 37, und daß Fig. L. einen Teller mit leuchtenden Cintämanis trug. Seitenw., Türw. und Seitengänge sind mit meditierenden Buddhas bemalt. Jedes solche Bildchen ist etwa 56 cm hoch, 33 cm breit. Der Buddha sitzt je in einem quadratischen Stüpa, auf dem sich ein Hti mit Dharmasymbol und Seitenfähnchen erhebt, jeder hat ein längliches, stehendes Inschrifttäfelchen. Auf jeder Seitenw. sind in sechs Reihen zweiundzwanzig Buddhas, darüber in den Lünetten R. u. L. je sechs. Auf den inn. Türw. je fünf Buddhas in sechs Reihen, auf den Pfeilerseiten der Gänge hatten R. u. L. von den Sockeln fünf vollständige Reihen je drei Buddhas. Das Gewölbe der Cella, wie das der Gänge, ist mit prachtvollen Lotusblumenornamenten dekoriert, welche mit einem Ring von Glückswolken umgeben sind. Die Zwischenräume füllen Flammenornamente aus. Darunter Fig. 501. der Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage i. Anlage 2. 23I läuft eine prächtige, 55 cm hohe Borte hin, welche in ihrem ob. kleineren Streifen Ornamente, in ihrem breiteren, unt. große Festons darstellt. Eine Probe dieser reizvollen Dekoration ist ins Museum gelangt. Das Kultbild auf der Vorderseite des Pfeilers bestand aus einer großen, aus Rohr und Lehm geformten Buddhafigur (a), ihr Parivära war auf d. Pfeilerw. gemalt und bestand aus folgenden Figuren: 1, 2 zwei Bodhisattvas, 3, 4 zwei stehende Gepanzerte, 5 Va-jrapäni, 6 ein Bhiksu, 7 8 zwei Bodhisattvas, 9 ein Bhiksu, 10 ein Bodhisattva, Ii—14 verlorene Figuren. Den Sockel der Buddhafigur freizulegen, war nicht ratsam, da das Gewölbe darüber geborsten war und bei jeder Gewaltanwendung abstürzen konnte. Die Figuren, welche auf den Sockeln in den Seitengängen waren, sind zerstört. Interessant ist die Bemalung der Sockel, welche 26 cm vortraten und unt. noch einen 10 cm breiten Rand hatten. Das Mittelbild der Vorderseite des Sockels im G. R. zeigte einen betenden, sitzenden Bodhisattva, welchen vier sitzende Dämonen umgeben, aus deren Mund je ein Strahl nach dem Bodhisattva (Bodhisattvaaufopferung) schießt. Die vord. Seite des Sockels enthielt das interessante Bild eines Laien (Stifters), welches ausgehoben wurde. Der Sockel im G. L. zeigte auf d. Vorderseite ein ähnliches Bild der Aufopferung .eines Bodhisattva. Er sitzt in europäischer Weise, zwei Brähmanas stürzen gierig auf ihn zu und versuchen ihm Fleisch aus den Armen zu schneiden, zwei andere schneiden Fleisch von den Füßen. Hier sind auf der Seite nach rückw. zwei Mönche erhalten, während die vordere Sockelseite zerstört ist. Der Sockel hint. d. Pfeiler ist zerstört. Der darüber gemalte prächtige Schirm und Bodhibaum ist erhalten und ebenso sieben Reihen von Bodhisattva-Brustbildern übereinander. Auf d. Rückw. d. hint. Ganges waren in den Nischen den Seitengängen gegenüber ebenfalls Sockel mit Buddhafiguren, die zerstört sind; aber die Schirme und Bodhibäume sind noch erhalten. In jeder Nische sind beiderseits je fünf Reihen betender Bodhisattvas sogar über die Ecke der Nische weggemalt. Über der ganzen Gruppe ist je eine Gruppe sitzender Bodhisattvas, deren Köpfe bis an die Festons der Dekoration des Gewölbes reichen. Eine dieser Gruppen ist nach Berlin gelangt. Der Raum zw. d. beid. Nischen ist durch sieben Reihen betender Bodhisattvas ausgefüllt, und zwar so, daß die unterste, sitzende Reihe acht enthält, je vier nach der Mitte gewendet; dann folgen so, daß die Knie der neuen Reihe zwischen den .Schultern der unt. Reihe erscheinen, je fünf einander gegenüber, in der dritten Reihe wieder je vier usw. bis unt. d. Festons der Decke. Aus diesem Bilde sind 1903 zwei Tafeln mit Bodhisattvabrustbildern nach Berlin gelangt (vgl. »Bericht« Tai. XXXI, Fig. 1) und zwei Tafeln 1899 nach St. Petersburg. Die dekorative Wirkung der Höhle ist außerordentlich, obwohl die Bodhisattvas viel flauer gezeichnet sind, als die wundervollen Köpfe in Anl. 17. Wissenschaftlich interessant ist sie nicht, nur auf die merkwürdigen Sockelbilder muß ich noch besonders hinweisen. In allen Räumen läuft als Sockel unter den Wandbildern das aus dunklen und hellen Steinen gebildete Mauermuster durch. Jeder Stein ist 18 cm breit, 10 cm hoch. Oben schließen abwechselnd dunkle und helle »liegend geschindelte« Streifen ab; vgl. hierzu »Bericht S. 93, Fig. 82. Von der Plattform, welche vor Anl. 1 war, ist noch die Ecke L. erhalten. Sie ist durch eine Bank von der nächsten, großen Anlage abgeschlossen. Anlage 2. Hinter der Bank, welche die Plattform von Anl. i abschließt, liegt jenseits einer dicken Wehrmauer ein System von Gebäuden (Fig. 502), welches Wohnungen, Wohnräume der Mönche, einen großen Hof zu Versammlungen und Gellen für Meditationen enthielt. Der Berg tritt hinter dem Hauptsystem der erhaltenen Gebäude stark zurück, so daß das Kloster um seine Ecke herumgebaut ist. Offenbar ist die Bergwand auf beiden Seiten geglättet gewesen. Als ich im Jahre 1902 den Tempel von Bäzäklik zum ersten Male sah, war die ganze Partie zw. Anl. 1 und dem an der Ecke des Berges geleg. Teil verschüttet und man sah in der Richtung nach dem Fluß zu nur drei kleinere Türen und zwei größere davor, welch letztere die Öffnungen des hint. d. Haupt-Systeme geleg. Hofes waren. So entspricht das Gebäude also den Nrn. 20, 21 der damaligen, flüchtigen Skizze. Erst die völlige Wegschaffung der Sanddünen, welche das damals nur von der Seile zugängliche »Labyrinth« ausfüllten, ermöglichten einen klaren Einblick. Da die Ausräumung im Jahre 1906 von den offenen Zimmern aus geschah, begann die Bezeichnung der Räume mit lateinischen Buchstaben in dieser Reihenfolge. Der jenseits der Bergecke liegende Teil besteht aus vier gleich großen, länglichen Tonnengewölben, welche durch einen langen Gang von der Flußseite her zugänglich sind, aber je ein Fenster nach der Seite zu haben: A) B, 11 7 5 12 13 9 14 10 232 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage 2 (Kloster). C, D. Raum B ist nur von A aus zugänglich, C nur von D aus. Punkte deuten auf der Planskizze die Stellen an, wo Kamine waren. Von A nach C führt eine Nische (sog. Uyuq in d. W.). Am Fenster von A ist ein Kang. An demselben Gange liegen auf d. and. Seite vor dem Berge drei Zimmer: nach vorne nebeneinander zunächst mit Fenster nach der Flußseite und großem Kang das große Zimmer E und dahinter die lange fensterlose Kammer H. Hinter diesen Räumen liegt das Zimmerchen F, fensterlos, mit einem Vorraum, in welchem an der Bergwand ein Ofen angebaut wTar. In all diesen Räumen, welche Tonnengewölbe sind, wurde beim Ausräumen nichts gefunden, nur in F fanden sich allerlei Dinge, die darauf schließen ließen, daß hier eine Remise wrar: Farbproben, Pinselreste, Manuskriptstücke, eine große Kürbisflasche mit den darauf geschriebenen Namen Samantabhadra und Manjusri in uighurischer Schrift u. dgl. mehr. Es folgen nun die drei paralell liegenden, nach dem Fluß zu orientierten, langen Gewölbe G, J, I. J ist der Eingang in das System und zugleich in die dahinter liegenden Räumlichkeiten. Der nebenan liegende Raum G mit großem Kang, Kamin und Fenster ist durch einen durchgehenden »Uyuq« mit Remise F verbunden; der auf d. and. Seite d. Eing. lieg. Raum / ist mit Kang, einem Ofen, einer Vertiefung für Vorräte und einer Zwischenbank ausgestattet. Der Vorratsraum ist also mit in demselben Zimmer, während F für G nur durch den Uyuq angeschlossen, im übrigen auch den jenseitigen Räumlichkeiten zugänglich ist. Soweit wäre nun die Ökonomie ziemlich klar, schwierig ist aber die Beurteilung des Raumes hinter G, J, I. Denn hier ist der Berg abgestürzt, und es war, ohne Lebensgefahr, nicht möglich, hier weiter zu graben. Als beim Weitervorgehen große Blöcke herabstürzten und den Ketmen eines Arbeiters zerschmetterten, wurde die Arbeit eingestellt. Und das war bedauerlich, denn gerade in der Ecke zwischen G und F begannen Funde uighurischer Manuskriptstücke häufiger zu werden. Was in der Ecke zwischen F und G lag, blieb unsicher, groß kann die Räumlichkeit kaum gewesen sein. Denn hinter System G, J, I liegt eine große Höhle K, deren Gewölbe fast ganz abgestürzt ist. Im Estrich dieser Höhle sind zwei tieTe Löcher, vielleicht für Wassergefäße. R u. L von der Höhle liegen kleine gewölbte Kammern mit Türen nach dem Schiff, von fast quadratischer Anlage und zwar R zwei, L drei; in der dritten L ist in der inneren Wand eine Höhlung, aus welcher sowohl ein Ausgang nach der Fig. 502. Anlage 2. inneren Flanke des Berges (jetzt verschüttet), als nach oben eine Treppe führt, welche bei der kleinen Ruine, oben auf der Spitze des Berges, endet. So war das Kloster auch von der Hochstraße über dem Berge, auf welchen heute der gewöhnliche Weg nach Murtuq führt, zugänglich. Auch in der Rückw. der großen Höhle waren zwei Türen, wrelche in fast quadratische, gewölbte Kammern führten. Alle diese Gebäude sind ohne jeden Schmuck; bei der Ausräumung wurde nichts Nennenswertes gefunden. Ich glaube, daß es sich um Meditationskammern handelt, welche um einen Hof für Versammlungen lagen, der großen Höhle. Die Kammer mit der Treppe war für diesen Zweck natürlich nicht anzusprechen, sondern bildete nur einen Ausgang. Die ziemlich große Ausbuchtung, welche der stark zurücktretende Berg zwischen Kloster 2 und der nächsten Gebäudegruppe bildet, ist durch eine ungeheure Sanddüne, welche auch die folgenden Anlagen 3 u. 4 bis zu den Kuppeln verschüttet hatte, ausgefüllt gewesen. Ich ließ eine große Masse davon abarbeiten, überzeugte mich aber bald, daß hier wenig zu finden wrar. Merkwürdigerweise fand sich hier bis zu Anl. 6 hin Baumaterial, besonders Holz, große Ansen aus mächtigen Maulbeerbäumen, doch ohne jede besondere Bearbeitung. Es folgt nun nach dem Zentrum der Anlage zu gelegen als erstes auf der großen Terrasse ein System von drei Bauten 3, 4, 5, welche, früher .durch einen ummauerten Hof vereinigt, von der Mitte aus, d. h. von der Flußseite her zugänglich waren. Schon der Umstand, daß die äußere Wand von Tempelchen 5 heute ganz am Rand der Terrasse liegt, ja zum Teil schon abgestürzt ist, ferner das Vorhandensein eines abgrenzenden Mauerrestes, welcher von der sehr dicken Außenwand des Tempelchens 3 an den Rand der Terrasse lief, be- Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage 3. 233 weisen, daß vor dem System 3, 4, 5 einmal ein größerer Raum gewesen ist. Von diesem aus konnte man den direkt auf den Bau 4 zugehenden Eingang entweder vom Zentrum der ganzen Terrasse aus oder durch eine Treppe von unten her erreichen. Tetnpelchen 3. Dieses zierliche Tempelchen (Fig. 503 a, b) bildet eine fast quadratische Halle, deren Eingangstür nach dem Zentrum der Terrasse orientiert ist. Die Hallenwände messen bis zum Gesims, mit welchem die 2,10 m hohe Kuppel, welche das Dach bildet, beginnt 2,75 m. Sie hat drei Figurensockel, einen größeren mit einer langen Bank in der vollen Breite der Wand vor der Rückw., zwei kleinere vor den Seitenw. Ihre Beschreibung folgt unten. Gemälde der Halle. Auf den Türlaibungen war je eine langbekleidete, lebensgroße Gottheit abgebildet. Leider sind diese Figuren so zerstört, daß sich nicht sagen läßt, ob es männliche Figuren oder Göttinnen Fig. 504 b. lieg. Phot. verschüttet. waren, wie in Anl. 6, 8 usw. Türw. a,b war mit Reihen von Stifterfiguren bemalt; die Männer in kurz geschürzten Röcken, die Frauen mit den hohen hennin-artigen Kopfbedeckungen. Ich kann mir eine genauere Beschreibung ersparen, da alles Erreichbare ausgehoben und mitgenommen wurde. Bemalung und Dekoration der Rückwand. Was erhalten ist, macht zweifellos sicher, daß wir es mit dem Hintergrund eines sehr fein ausgeführten Bildes von Amitäbha in Sukhävati zu tun haben, so daß also als Kultfigur auf dem Sockel davor ein sitzender Amitäbha angenommen werden muß. R. u. L. von ihm standen auf der niedrigeren Bank Nebenfiguren, welche alle zerstört sind. Den Raum zwischen diesen Nebenfiguren und der Amitäbhafigur füllen im Gemälde d. Rückw. interessante Stifterfiguren aus, R. v. d. Amitäbhafig, eine Dame mit Bedienung, L. ein Mann mit Dienern. Die männlichen Figuren sind nur bis zum Gürtel erhalten und auch sonst beschädigt. Die Dame trägt ein pfirsichrotes Gewand mit langen wallenden Ärmeln mit weißer Randborte und goldenen konzentrischen Ringen als Muster. Ihr Gewand ist, wie bei japanischen Staats-gewändern der Fall ist, so lang, daß die Füße darin stehen. Ihre völlig von einem weißen Tuch bedeckten Hände hält sie vor der Brust in Afijali-Position. Als Kopfputz trägt sie die hohe Mütze (»Hennin«) von dunkelbrauner 234 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage 3. Farbe mit goldenen und roten Mustern und hellblauen Zipfeln, welche unter dem goldenen Ornamentbande des unteren Randes des »Hennin« hervortreten. Die Haare sind lang und buschig und mit goldenen Scheiben geschmückt, aus den Ohrläppchen hängen weiße Perlengehänge. Vom Rücken herab hängt ein braunes Über-gewand (Fig. 506), die Achselschleife ist golden. Den Raum zw. d. zerstörten Nebenfigg. des Amitäbha bis zur Ecke der Rückw. füllen Seen mit Geländern aus, auf welchen Kinder klettern, dazwischen sind Bäume, Pfauen und Phönixe, sowie Kinder, welche mit Cintämanis spielen. Die Pfeiler der Geländer haben als Bekrönungen Lotusse, im Wasser der Seen sind Lotus-Knospen und Blüten erhalten. Der Stil der Kinderfiguren ist stark chinesisch (Fig. 505). Sockel der Ämitäbhafigur. Vom Sockel der Amitäbhafigur (vgl. Fig. 504 a, b) ist die Bekrönung abgerissen, erhalten ist der abgeschrägte Würfel, der sein Mittelstück bildet, die vordere Fläche I ist 40 cm hoch, 71 cm breit, die abgeschrägten Seiten 2, // sind 40 cm breit, die Seiten 3, 77/ nur 25 cm. Er steht auf drei Stufen, deren zweite und dritte, wie die beigegebene Figur zeigt, etwas abgeschrägt sind, etwas zurück. Die unterste Stufe A ist 90 cm breit.1) Bemalt sind die Felder des Mittelkörpers in folgender Weise. Mittelfeld I. In der Mitte steht ein Opfertisch, L. ein König und sein Diener, R. eine Dame mit Dienerin. Diese einst in prachtvoller, goldreicher Malerei ausgeführten Figuren stellen zweifellos dieselben Personen dar wie die Stifterbilder der Rückwand. Auf Feld 2 sind vier kniende Männer abgebildet, in betender Stellung, der vierte mit merkwürdigen Hängeärmeln. Auf Feld // sind drei kniende Stifter abgebildet, eine Dame mit »Hennin« und zwei Männer mit breiten Gürteln. Feld 3 ist mit zwei stehenden Mönchen bemalt, Feld III mit zwei Laien. Zwei hierher gehörige Mönche, die offenbar mit zur Familie gehörten, aber auf dem Sockel nicht mehr Platz fanden, sind in der Höhe des Sockels unter dem inn. Seitenstreifen d. Seitenw. B abgebildet! Bemalung und Dekoration der Seitenwand L. B. Vor der Mitte steht ein Figurensockel, dessen Bekrönung zerstört ist. Den Mittelkörper bildet ein WTürfel von 82 cm Breite und 42 cm Tiefe, der auf einer stufenartigen Schwelle steht (vgl. Fig. 508). Die Figur, welche auf dem Sockel gesessen hat, war zweifellos Avalokitesvara. Erhalten ist nur die mächtige, lotusblattförmige Aureole hinter ihr. R. u. L. v. d. Fig. ist je ein großer, sitzender Bodhisattva als Nebenfigur auf die Wand gemalt. In jeder Ecke ist je ein von Flammen umloderter sechsarmiger Dharmapäla dargestellt, welcher hochspringend je einen Dämon zu Boden tritt, dessen Gesicht aus einem Schweinsrachen hervorblickt. Die Attribute des Dharmapäla R. sind in den drei Händen R.: Schwert, päsa, cakra, inzweiL.: kärttrikä, parasu, die dritte ist leer; die Attribute der Hände L. sind verloren. Über den großen Bodhisattvas R. u. L. v. d. Avalokitesvarafig. waren noch zwei bis drei Figuren im Hintergrunde und ganz oben sieht man fliegende Devatäs. L. unt. d. Avalokitesvarafig. steht ein gemalter Brähmana (Fig. 507) auf eine Schlafkrücke gestützt, nach oben blickend, auf d. and. Seite entsprechend Vasundharä, eine Schüssel Cintämanis tragend, begleitet von einer Zofe. Vor der Göttin war ganz klein und in kniender Position der Maler abgebildet, mit Farbennäpfchen und Pinsel und einer uighurischen Inschrift neben sich. Diese Figur ist jetzt im Museum. R. u. L. von diesem Mittelbild läuft je ein 29—30 cm breiter Streifen als Borte am Rande der Mauer herab. Jeder dieser Streifen enthielt eine Reihe kleiner Bildchen, Nebenbildchen des Avalokitesvarabildes. Von dem Streifen an der Türw. sind v. unt. gezählt nur noch neun Bildchen erhalten, die oberen sind alle zerstört. 1. zwei trinkende Männer, im Hintergr. ein betender Mann; 2. ein betender Mann unter Bäumen, ein anderer hinter ihm wird von einer großen Schlange umwickelt 2); 3. ein Mann auf der Reise, ein Diener trägt an einer großen Tragstange sein Gepäck; 4. zwei Männer mit Tragstangen; 5. ein Mann, an einen Baum gebunden, wird von einem anderen bärtigen Mann mit einem Stock geschlagen; 6—9 nahezu unkenntlich. Bildstreifen neben der Rückw. 1. enthält zwei Bilder: ein meditierender Laie in einem Hause auf hohem Thron sitzend; das Bild daneben verwischt; 2. zwei Bilder: betender Mann, nach dem Mittelbild gewendet, mit zerstörter uighurischer Inschr.; daneben zwei betende nach der Rückw. gewendet, der eine, offenbar der Herr, im Freien, sein Diener in einem Hause; 3. Mönch vor einem Hause sitzend; 4. zerstört; 5. ein predigender Buddha, vor ihm ein Zuhörer; 6. zerstört; 7. Buddha, Säri-putra und Maudgalyäyana; 8. Haus, auf welches ein Mönch und ein Laie zugehen; 9. ein Mann, in einem Hause sitzend, vor ihm sitzt eine Frau, in einem Buche lesend, daneben ein Kind; 10. zwei Personen einander gegenüber: Frau und Kind; Ii. Lehrer mit zwei Kindern, die vor ihm hocken. 1 Unten zwei Mönche (vgl. ob.) die die Fortsetzung der Stifterfiguren auf dem Sockel der Rückw. bilden. x) Die MaaßVerhältnisse des Sockels sind auf Fig. 503, da die Skizze zu klein ist, nicht richtig, vgl. dazu Figg. 504 a, b. 2) Die chinesischen Inschriften lauten nach Prof. Franke in Übersetzung: ad 2 »wenn er unter giftige Schlangen gerät, so stirbt er nicht«, ad 4 »wenn er fern umherirrt, so stirbt er nicht«. Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage 3. 235 Fig. 506. Figur einer Stifterfrau, unt. d. ' R. Seite des Amitäbha auf Rückw. Höhe des Fig. 507. Brähmana unt. d. I, Seite des AvalokiteSvara Seitenw. B. Orig. 66 cm. Höhe desOrig. 84 cm. 236 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage 3. Rückwand \ -trr"a j - Tür 11 11. (2 B 4) < O (1 D 3) Türe Seitenw. R. vom Eingang: A. Vor der Wand ein Sockel, wie vor d. gegenüberst. W. Welche Figur auf dem Sockel gesessen hat, läßt sich nicht ausmachen (Maitreya?). Um die Figur herum waren zehn Reihen Bodhisattvas gemalt, alle mit verschiedenen Coiffüren und Kronen, die vorderste Reihe auf dem Boden hockend. Die Köpfe der leider sehr zerstörten Figuren waren sehr schön, Kronen und Schmuck in Relief aufgelegt und einst reich vergoldet. Bemalung der Kuppel. Die Bemalung der inneren Kuppel zerfällt in drei etwa gleich große Hauptstreifen welche jedesmal mit einem weißen Streifen unten abschließen, der eine chinesische Inschrift trug (vgl. Fig. 503 b S. 233). I. Den Schluß der Kuppel bildete ein Kreis, dessen Zentrum jetzt ein Loch in der Decke ist:, ursprünglich war hier, der Rückwand zugewendet, ein predigender Buddha abgebildet, welcher auf einem sehr breit ausschreitenden Löwen sitzt. Der Löwe hat einen blauen Kopf und trägt quer im Rachen einen Donnerkeil. Darunter läuft um die Kuppel der erste Inschriftstreifen (in welchem eine ganze Reihe / \ Zeichen zerstört sind; erhalten sind einzelne Worte: Erste Stufe . . . Dharma .... zweite her-\ . *WW9 ) vorgehe hohes Alter, Sünyatä. . . Lokapära(mitä) Vajrapära (mi-tä?) .... hervorgehen Öünyatä .... Dharmaloka .... Äyatanaloka .... Ratnapärami(tä) . . . hervorgehen äünyatä [Prof. Franke]). Der zweite Streifen bildet die kleinere, obere Hälfte der unteren Kuppel. Da, wo die Kuppel durch Vorsatzblätter (den Vorstufen der Stalaktiten) auf den Ecken des Unterbaus aufsitzt — im Schema mit 1, 2, 3, 4 bezeichnet — ist je eine Gottheit en face abgebildet, und zwar die folgenden: I ein gepanzerter Gott, welcher die Hände mit eingezogenen Daumen an die Hüfte hält. (Daneben die chinesische Inschrift Bodhisattva Mahäsattva, von oben nach unten geschrieben [Fr.]), 2 hält mit beiden Händen eine Krone vor die Brust, 3 zerstört, 4 ebenfalls ein gepanzerter Gott, dessen Attribute unklar sind. Es handelt sich offenbar um die vier Lokapälas. In den Zwischenräumen bei A, B) C, D ist jedesmal die sitzende Figur eines auf einem Lotus thronenden Bodhis. I Bodhis. 3 Buddha dargestellt, umgeben von vier Bodhisattvas. Nur die Gruppe D ist durch Zer-Buddha Störung der Türwand nahezu vernichtet. Der Buddha im Schema A hielt dieR. Hand nach Bodhis. 2 Bodhis. 4 unten. Die obenstehenden Bodhisattvas hatten alle nur einen chinesischen Inschrift-streifen, die unteren (2, 4) aber zwei: einen vor der Brust, einen zwischen den Knien. (Im Felde C ist bei 3 die Inschrift t'sieh tschu Pcu-sa »allen Bodhisattvas«, bei 4 na(n)-mo yi ts'ieh »Verehrung allen«. Prof. Franke.) Es folgte hier wieder ein Streifen mit einer chinesischen Inschrift (von der nur sicher ist, daß sie e'nc Dhärani immer wiederholt: Vajra-Natur einheitlich____aus Vajranatur entstehen Körper usw. III a. Die obere Hälfte des dritten Streifens zerfällt in 24 kleinere Felder, von denen vier über der Tür verloren sind: es sind abwechselnd Tantragötter und rituelle Embleme abgebildet: I ein gepanzerter Gott mit zwei blaugemalten dämonischen Begleitern 2, 3, alle en face sitzend; 4, 5 Vajras auf Lotussen stehend; 6 eine Gottheit (sänta) mit Schale (Inschrift Bodhisattva Mahäsattva hierzu?); 7 eine Gottheit mit Lotus; 8, 9 Biümenvasen; 10, 12, 14 und 11, 13, 15 wieder je ein gepanzerter Gott mit je zwei dämonischen Begleitern; 16, 17 zwei aufrechtstehende Vajras, 18, 19 zwei Gottheiten (sänta), leider sind hier die Attribute verloren; 20 eine Blumenvase. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die fehlenden Figuren 22, 23, 24 identisch waren mit 1, 2, 3 und daß 21 wieder ein Emblem (Blumenvase) war. Es folgt hier wieder ein Streifen mit einer chinesischen Inschrift (welche sehr zerstört ist, vorkommen die Worte tathägata. . . cakra . . . vajratathägata . . . nidäna). III b. Die untere Hälfte des dritten Streifens zerfällt wieder in zwei schmalere Streifen, nur über dem Buddhabild ist ein 56 cm breiter Streifen gemeinsam, ihn füllt eine sechshändige Gottheit voll aus, wahrscheinlich war es eine Darstellung des Padmapäni; R. u. L. von ihm steht ein Bodhisattva im unteren Streifen und je eine Vase darüber im oberen, den Zwickel zwischen diesen Figuren und Padmapäni füllte je eine opferbringende Devatä aus. Im oberen Streifen L. v. Padmapäni (und der Vase) folgen drei Götter (sänta) langbekleidet, dann eine über das doppelte Maß dieser Götter gestreckter böser Gott und noch sechs langbekleidete Gottheiten Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage 4. 237 (sänta). R. v. Padmapäni (und der Vase) folgen im ob. Streifen zwei langbekleidete gute, dann ein langgestreckter böser Gott, zwei gute, ein kleinerer böser und wieder zwei gute Götter. Den unteren Streifen unter diesen Göttern füllen fliegende Devatäs mit Opfergaben aus, je sechs auf der Seite. Was auf dem Vorsetzblatt unter der Kuppel in jeder Ecke dargestellt war, ist nicht mehr auszumachen, sichtbar sind nur je zwei kniende Andächtige, welche R. u. L. v. d. Mitte knien. Die Gemälde der Halle gelten dem Avalokitcsvarakult mit starken Tantrabeimischungen. Die Donnerkeile haben lamaistische Form. Die Halle ist jung und trotz der chinesischen Beimischungen mit den Höhlen 3 u. 4 der dritten Schlucht N. von Turfan nahe verwandt. Sie reproduziert drei sonst bekannte Bilder, welche in Murtuq öfter vorkommen (vgl. AnL 5, 9; 27, 28; Bodhisattvareihen Anl. 17 usw.). Die Ausführung ist schwankend im Stil, je nach der kopierten Vorlage, deren Eigenart jedesmal durchbricht. Im einzelnen war sie prachtvoll ausgemalt, besonders die unteren Bilder. Leider ist sie sehr verräuchert und zerkratzt. Anlage 4. Dies Tempelchen besteht aus einer fast quadratischen Cella mit dicken Mauern, welche von einem schmalen Umgang umgeben ist; vgl. Fig. 5091) S. 235. Die Hauptkultfigur des Tempelchens war Padmapäni. Es geht dies hervor 1. aus der Identität des Bildes mit Halle 3, 32 usw. und mit dem Bilde aus IdyqutSähri, vgl. »Bericht« Taf. VIII, welches auch das Kultbild der Cella von a und ß N.-Turm war; 2. ist bezeugt durch die Inschrift auf der Türlaibung von C, wo ein Pilger erwähnt, daß er sich vor ChonSim-bodhisattva verneigt habe. Die Kuppel, von welcher die vordere, kleinere Hälfte zerstört ist, liegt etwas hinter den Mauern der Cella; in den Ecken vermitteln stark nach vorne geneigte Vorsatzscheiben den Übergang vom Eck in die Kuppel. Vor d. Rückw. der Cella (B) steht der Rest eines ursprünglich 70 cm tiefen, 1,70 m breiten Sockels (Altartisches?), welcher in einem Abstand von 70 cm vor d. Rückw. steht, bemalt war, jetzt aber sehr zerstört ist. Die Entfernung von Seitenw. a beträgt 1,65 m, von A 56 cm. Zur Tür der Cella führte eine Treppe mit drei Stufen, deren Wangen bemalt waren. Ihre Breite beträgt 1,70 m, die Tiefe 70 cm. Verteilung der Gemälde in der Halle. Auf den Türlaibungen je ein stehender, gepanzerter Keulenträger, jetzt stark zerstört. Auf den Türw. C, c Stifterbilder in Reihen, jetzt ebenfalls stark zerstört, bei c Damen. Es sind auffallend kurze Figuren, viel roher gemalt, als die wild begeisterten Typen auf a, A, B, wohl später eingefügt. Der Stil der Halle stimmt sonst mit H. 3 überein, wo andere Stifterbilder (andere Tracht der Männer!) vorkommen, dort sind die Inschriften auch chinesisch. Ist der Rundgang der Höhle erst später beigefügt? Rückwand B. Das Bild auf der Rückwand ist sehr beschädigt, deutlich ist nur das untere Drittel: in der Mitte ein Teich, aus dem sich verschlungene Drachen, Lotusblumen, Cintämanis usw. erheben, offenbar derselbe Teich, welcher in a (IdyqutSähri) auf den Fußboden der Cella gemalt war, L. davon steht ein Brähmana mit Wadenstrümpfen (vgl. Fig. 507), hinter ihm ein Diener, ebenfalls mit Wadenstrümpfen. Auf der anderen Seite steht eine Göttin in Ärmelgewand, eine Platte mit leuchtenden Cintämanis anbietend, hinter ihr eine Dienerin, ebenfalls in langem Ärmelgewand. Die Göttin —wie in 3: Vasundharä—ist barfüßig, trägt aber goldene Ghunghrus um die Füße. Der reiche Kopfputz der Damen ist leider sehr verwischt. R. u. L. von dieser Mittelgruppe ist je die Darstellung eines von Flammen umgebenen Dharmapäla, der sechshändig auf einen mit Schweinekopf behelmten Dämon eindringt. R. Attribute: R. Hand Rad, Strick, Schwert, L. Attribute: Beil, Kärttrikä, leere Hand L. Attribute, R. Hand: eine leer, zwei bilden Mudrä, Vajra, L.: Strick, Cakra, eine zur Mudräbildung vereinigt. Über dem Teich war eine große Kultfigur sitzend gemalt unter einem Baume. Vor dem Laub des Baumes sieht man noch vier haloartige Scheiben. Die Figur umgab ein Parivära größerer Figuren von Göttern oder Bodhisattvas, und in der Luft sah man von beiden Seiten Devatäs heranfliegen, im ganzen jetzt recht unklar. Seitenwand a. Vier Streifen übereinander. Oberster Streifen: ein Drittel nach d. Rückw. zu erhalten: predigender, sitzender Buddha und drei Bodhisattvas, welche nach der Rückw. gewendet sind. Zweiter Streifen wie eb.: zwei Göttinnen in langen Ärmelgewändern schweben auf Glückswolken, von Dienerinnen umgeben, der Rückw. zu. *) Maße der Cella (außer den in den Plan eingetragenen): Türw. c: 76 cm. C: 75 cm. Höhe d. Mauern bis z. Anfang d. Kuppel: 3,60 m. Höhe d. Kuppel: 2,30 m. Innere Breite d. Tür x: 1,82 m. Äuß. Breite y: 1,70 m. Gangbreite um die Cella: 1,10 m. Gajig-wände: hint. Wand 8,35 m, inn. hint. W.: 6,15 m. Seitenw. innen: 5,60m, außen: 6,60 m. Ganghöhe 3 m. Die Pranidhibilder im Gange 2,50 m hoch, 2 m breit, nur Dipankarabild in d. Mitte d. hint. Gangw. 2,84 m breit. 238 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage 4. Dritter Streifen: Hindügötter. Erhalten: zwei (sechs hatten Platz) Ganesa (Varäha?) (Fig. 510) und neben ihm ein dunkelfarbiger, gepanzerter Gott, welcher Sonne und Mond hochhält und in einer R. ein Schwert schwingt, sitzend, d. Rückw. zu gewendet (Fig. 511). Vierter Streifen: der breiteste der drei Streifen. Er zerfällt von d. Rückw. an gerechnet in drei Gruppen: I, II, III. Schema I ^ I gepanzerter Gott, welcher einen Pfeil quer vor die Brust hält, 2 ein Schreiber, einen Pinsel haltend, I 43 Teufel, der einen Köcher hält, 4 dunkelfarbiger Dämon, der eine Lampe hält, 5 Göttin, 6 kniender Teufel 3 mit einigen Pfeilen (Fig. 512). 6 2 Fig. 510. . Hindügott (mißverstandener GaneSa) Seitenw. a 3. Reihe. Orig. 88 cm. hoch. Fig. 511. Dunkelfarbiger Gott, neb. Fig. 510. 3. Reihe Seitenw. a. Orig. 60 cm. hoch. Schema II 3 5 II 4 2 Schema III 6 4 III II gepanzerter Reiter nach d. Rückw. zu reitend, vor ihm ein langbekleideter Diener mit Säbel, hinter ihm ein großer Hund, I, 2 zwei Göttinnen ihm entgegengehend, 3 Teufel in der Luft, nach zwei kleinen Dämonen tretend, 4 behelmter gepanzerter Beilträger, 5 Keulenträger, 6 ein Dämon mit Panier (Wappen: Adler auf einem Hasen, zerstört), einer mit Schirm, 7 Behelmter (Fig. 513). III Gepanzerter, stehend, 5 stehender Teufel mit Standarte, 6 Gepanzerter mit Teller und Tigerkappe, I Teufel, kniend, mit Keule, 2 kniendes Kind mit einem Teller Cintämanis, 3 Pinselhalter, 4 Göttin mit Edelsteinen? Seitenwand A, wie a eingeteilt. Oberster Streifen wie a; zweiter Streifen wie a: Männer? dritter Streif en: alle Götter zerstört; vierter (unterster) Streifen in drei Gruppen geteilt wie a. I großer Gepanzerter, nach d. Rückw. gewendet, mit prachtvoll verziertem, gelbem Keulenstock, 2 Dämon mit Köcher, 3 Diener, welcher einen Trisüla hält, 4 kniender Dämon, anjali, 5 Diener, 6 ein Gepanzerter, etwas kleiner als I, einen Teller Edelsteine haltend. 6 II die Garudajagd, wie in Anl. 7. Deutlich ist hier, wie sich die Fangkette um den Hals des Garuda schlingt. Auch der Keulenträger und der Mann mit dem Falken sind noch erkennbar. III Nur noch Reste des stehenden großen Gepanzerten, hinter ihm ein Mann in hohen Stiefeln (Pinselhalter). Schema I 5 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage 4. 239 10 II 12 X 13 14 15 5 Es ist klar, daß die vier großen Gepanzerten (a /, III, A I, III) in den Ecken die vier Lokapälas sind, welche zum Parivära der Kultfigur gehören und daß a, II und A, II Teile einer Heldengeschichte sind, die uns auch sonst begegnet*). Die Kuppel« Oben in der Mitte eine Lotusblume, dann sechs Streifen Blumenornamente, der sechste Streifen zeigt die bekannten herabhängenden Zipfel, darunter die mit Netzen verzierten Festons mit Schrnuckketten davor, wie »Bericht« Taf. XXIII. Darunter folgt ein Streifen mit fast zerstörten Buddhapredigten, stets Buddha sitzend mit Parivära vor Bodhisattvas, dreimal üb. d. Seitenw. und üb. d. Rückw. Der Teil über der Türw. ist mit der Hälfte der Kuppel verloren. Auf den Vorsatzscheiben zwischen Kuppel und Ecke ist immer eine blumenwerfende Gottheit abgebildet, aber nur auf der Rückw. zweimal einigermaßen erhalten. Der Umgang. Gemälde im Umgang. Große Pranidhiszenen, wie in IdyqutSähri, doch flüchtiger gemalt, fünfzehn im Ganzen. Bei x die Füße von drei beschuhten Mönchen,, bei y ebenso, bei yi nur zwei Füße, dabei waren rote Namentafeln; einige wohlerhaltene Tafeln mit Mönchbildern sind von H. v. LeCoq , ausgeschnitten worden. Innenwand a). A großer stehender Buddha nach R. ge-Schema 1 wendet, B König, nach seiner Jurte weisend, I herausgeschnitten (v. LeCoq Nr. IX), C,D König ^ GH UnC* ^rngpri» beide mit Aureolen, Teller mit ^ kegelförmigen Broten darbringend, E Vajrapäni, E F fehlt, Cr, H zwei Bodhisattvas, G nach rückw. ß CD blickend, H mit gefalteten Händen (anjali), I blumenwerfende Devatä. Schema 2 H G jF A B Schema 3 / \H B A K\ D A Buddha wie 1, A; B gepanzerterkniender König, betend, C,D zwei Schirmträger, C gepanzerter Jüngling, D Mädchen, E fehlt (zerstört), F Schirm-träger (v. LeCoq Nr. X), herausgebrochen, darüber zerstörte Stelle, G Bodhisattva oder Gottheit, die Flöte blasend, H Kloster. Fig. 512. Gruppe bei a, I. Orig. 77 cm. hoch. F G D E C Schema 4 H G E F A B C K D A Buddha wie I, A, B diese ganze Seite von Verehrern vor dem Buddha ist herausgeschnitten. In der Mitte bei B ein Loch, darüber beiH Vajrapäni, I Devatä (v. LeCoq Nr. XI), unten bei K König eine Lampe 3) anbietend (v. LeCoq Nr. VIII), C Bhiksu, eine Lampe kniend darreichend, D, E zwei Bodhisattvas, D nach rückw. blickend, F, G zwei Bhiksus, F älterer Mann nach rückw. blick., G junger Mönch, H—K vgl. s. B. A Buddha nach R. gewendet, B kniender Bhiksu, anjali, C Knabe, welcher einen Blumen-teller trägt, er hat die in Qyzyl off vorkommende, anschließende, mit Knöpfen versehene Kappe, D stehender Bodhisattva mit Blumenteller, E, F zwei Bodhisattvas, G alter Bhiksu, anjali, H Kloster, I Bodhisattva, K Devatä, Blumen werfend. x) Zweifellos waren die Seitenwände der Cella Tempel a in Idyqutsähri ganz ähnlich bemalt, vgl. auch Bäzäklik, Anl. 7. 2) Die von Herrn von LeCoq ausgehobenen Platten bezeichne ich hier mit seinen Nummern. 3) Vgl. »Bericht« Taf. VI. Bez. der Repliken der Pranidhibilder vgl. Index. 240 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage 4. Schema 5 E F G D A H C B Schema 6 F G D E A B C A Buddha wie 4, A, B vgl. bei H; C Mann mit Turban, anjali (v. LeCoq Nr. III) herausge* JJ schnitten, D Bodhisattva, anjali, E Bhiksu, F Bhiksu, nach rückw. blickend, G Bodhisattva. anjali, H Mann mit Flügelmiitze und Begleiter, B mit bepacktem Kamel (v. LeCoq Nr. XIV) A Buddha wie 4, A, B Brähmana, vor einer Laubhütte sitzend, einladend nach hinten weisend, C alter Brähmana, mit Brotteller, stehend, D Bodhisattva, anjali, E alter Bhiksu, anjali, F Vajrapäni, G Devatä, Blumen werfend. Schema 7 I H G E A F C D B Schema 8 G H F E A D C B Fig. 513. Gruppe bei a, II : II, 1, 2, 3, 4. A Buddha nach L. gew., B Brähmana, herausgebrochen (v. LeCoq 18), hinter ihm noch die Blätterhütte sichtbar, C Brähmana, stehend, mit Brotteller, D kleiner Knabe mit Brot, E alter Brähmana mit Brot, F Vajrapäni, G Bhiksu, Hi I zerstört. A Buddha, fast nach vorn blickend, B junger gepanzerter König, kniend betend, C gepanzerter Schirmträger, D Schirmträger, E Dame, F alter Bhiksu, G Devatä, Blumen werfend, H zerstört (Vajrapäni). Tempel Bäzäklik (Murtuq). Halle 4, 5. 24I Schema 9 H E D G C F A IK B Schema 10 I G H D C A E F K B Schema 11 G H F K I A E D C B Schema 12 F G I H A D E C B Schema 13 D F C A E B Schema 14 G D F A B E C Schema 15 H F G E D A C B A Buddha nach L. gew., B gepanzerter König mit Aureole, kniend, betend, C betende Dame mit Aureole, D Bodhisattva, E Bodhisattva, F alter Bhiksu, vgl. I, A, ausgebrochen, G Vajrapäni, H vier Pferde in einem Hofe, in welchem Gebäude stehen, auf der Mauer des Hofes das Stufenornament, 7, K Mönch, einen König scherend. A Buddha wie 9 A, B ausgebrochen: zwei bärtige Männer mit Tellern usw., kniend (v. LeCoq Nr. X), C Bodhisattva nach unten greifend, um etwas herbeizuholen, D Vajrapäni, E Bodhisattva nach rückw. blickend, F Bodhisattva mit langen Locken, G, H zwei Bhiksus hintereinander, I Bodhisattva, anjali, Unter C : K eine ausgeschnittene Fig., ein Mann mit beladenem Kamel, Maulesel und Pferd (v. LeCoq Nr. XV). A Buddha, Lotusse in den Ohren tragend, einen in der R. haltend, B Bodhisattva, vor Buddha sein Haar ausbreitend, C Mädchen nach R. gew., nach Blumen greifend, D Bodhisattva nach rückw. hinab blickend, mit Blumen, E Dame, mit Blumenteller, F alter Bhiksu, anjali, G Bhiksu, nach rückw. blickend, H Kloster, I Bodhisattva mit reichen Locken, anjali; K Vajrapäni: Dipalikara-jätaka x). A Buddha, L. gew., B knieender König mit Aureole, welcher dem Buddha eine Schale mit einem Lotus übergibt, C Königin mit Aureole, hält dieselbe Schale, wie der König, D Bhiksu nach rückw. blickend, E Bhiksu, F Bodhisattva, nach rückw. blickend, G Kloster, I Bodhisattva, H Bhiksu, anjali. A Buddha, nach L. blickend und gewendet, B alter Bhiksu, gibt kniend eine Robe, C Bhiksu anjali, D Vajrapäni, E stehender Bodhisattva, mit lockigem Haar, betend, F Bhiksu, anjali. A Euddha, nach L. gew., B Bhiksu schert einen König, C Bhiksu, D Vajrapäni, E stehender Bodhisattva, anjali, F alter Bhiksu anjali, G Bhiksu nach rückw. hinab blickend. A Buddha, nach L. gew., B Brähmana, kniend, mit Goldgewand in den Händen; C Brähmana, stehend, mit Goldgewand; D Bodhisattva, anjali; E Bhiksu, anjali; F alter Büßer, Blumen werfend; G Vajrapäni, H unsicher, ob hier noch eine Figur war. Über den Bildern befindet sich ein breiter Inschriftenstreifen, der, leider nie mit einer Inschrift versehen, weiß geblieben ist. Zwischen und in den Bildern finden sich viele uighurische Gelegenheitsinschriften von Besuchern. Die Decke zeigt prachtvolle Scheibenornamente mit Arabesken in den Zwischenräumen, darunter schmale Zipfel und Festonborte. Ein Stück davon ist in der Sammlung v. LeCoq. Die Buddhafiguren in den Pranidhiszenen tragen mattgelbe Roben, außer 14, wo sie rot ist; sie haben alle reiche Vesicae und Aureole, sie sind mit Schmuckketten behangen. Die Haut zwischen den Fingern ist stets markiert, alle Buddhas tragen die bekannten kleinen Barte. Die Mönche haben alle rote Roben. Bis auf Kleinigkeiten stimmen diese Pranidhibilder mit denen der Replik aus dem Gange von Anl. 9 überein, welche ganze Reihe (Samml. v. LeCoq) jetzt in Berlin ist. Nur im Dipafikarajätaka sind einige Figuren mehr in unserer Anlage. Halle 5. Dem Gebäude 3 gegenüber liegt an dem 8,50 m langen, 3,10 m breiten Hof vor Gebäude 4 ein kleines, fast zerstörtes Tempelchen (Fig. 514), dessen erhaltene Eingangstür Halle 3 zugewendet ist. Die wenigen Bilderreste, welche der Bau noch aufweist, sind interessant genug für eine spätere Anlage, welche, besser er- *) Die Bestimmung der übrigen 14 Bilder ist ohne Inschriften, welche die Namen erwähnten, sehr gewagt und unsicher. Die im Mahävastu vorkommenden Stellen hat S. von Oldenburg, Zapiski vostoen. otdel. Imp. Russk. arch. Obsc". VII, 237—38 zusammengestellt. Eine andere Liste hat das Avidürenidäna (Fausböll, The Jataka I S. 30 ff.), andere auch Beal, The Romantic Legend, S. 10 ff. Spence Hardy, Manual 95 ff., Mahävamsa (ed. Geiger) Buddhavämsa (ed. Morris) I, 6 ff. usw.; vgl. auch Max Müller, Sukhävativyüha, Anecdota Oxon. Vol. I, p. II. S. 5 f. Grünwedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. 16 242 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Halle 5, 6. halten, die Rekonstruktion ermöglicht. Der Umstand ferner; daß die Gemäldereste von H. 5 mit denen vom Hauptbau 4 stilistisch identisch sind, während die der Anl. 3, obwohl zum Teil viel feiner ausgeführt, zweifellos jünger sind, weist darauf hin, daß Anl. 4 u. 5 zusammengehörten. Anl. 3 reproduziert auf der einen Seitenw. das Rückwandbild von Anl. 4 und die Abhängigkeit ergibt sich, meines Erachtens, dadurch, daß die dieser Komposition angehörenden Formen den alten Stil bewahren, während in einzelnen Zutaten ein neuer, direkt als lamaistisch zu bezeichnender Stil hinzutritt. Dazu kommt das veränderte Kostüm der Stifterbilder. Gemälde von H. 5. Die Außenwand ist bis auf eine ganz niedrige Steinlage jetzt zerstört, vom Dach ist keine Spur mehr da, Rückw. durchbrochen, so daß darüber eine Stufe nach dem Zentrum der großen Terrasse, d. h. zunächst zu Anl. 6 u. 7 führt, und zwar über den 40 cm hohen Sockel vor der alten Rückw. Von Gemälden ist da keine Spur mehr. Nur auf den Türlaibungen sind Gemäldereste sichtbar, auf W. R. bei xf ein Brähmana, fast in Lebensgröße, auf einem Stuhl aus Flechtwerk sitzend, ihm gegenüber ein ebensolcher Brähmana, nach innen zu gewendet. Auf Seitenw. R. ist über dem Sockel bei x noch die Brustpartie einer Däkini erhalten und ^ einige Reste, die darauf hinweisen, daß mehr solche Figuren auf dieser Wand abgebildet Fig. 514. Tempelchen . • 1 i- mit Resten von Däkini- waren- Die erhaltene Däkini hielt in einer ihrer vielen Hände eine Kärttrikä, während die und Äcärya-Bildern. Attribute der übrigen verloren sind. Merkwürdig ist, daß die Brust entblößt ist. Die Identität der Halle mit der unten zu erwähnenden H. 9 ist zweifellos, ebenso entspricht auch Hauptbau 4 dem Hauptbau 8 der unten folgenden Gruppe. Es ist daher auch anzunehmen, daß die Kult-figur, welche auf dem im Verhältnis zu den Dimensionen des Baus sehr tiefen (1,50 m) Sockel gewesen sein muß, dieselbe war, wie in Halle 9. Neben System 3, 4, 5 liegt nach der Mitte zu eine Gruppe von zwei Höhlen 6, 7, R. u. L. von einer Buddhanische und durch meterdicke hohe Mauern von dem vorigen und dem nächsten (Mittel-) System der ganzen Terrasse geschieden. Vor Gruppe 6, 7 liegt eine 10 m breite, 5 m tiefe Terrasse, deren Estrich höher liegt, als der Hof von 3—5. Diese Terrasse ist bis an den Rand noch erhalten, während die bis an den Rand geführte Seitenmauer, welche zugleich Rückw. von Anl. 5 ist, eine starke Bresche zeigt, von wo aus die Anlage jetzt zugänglich ist. Die Mauer, welche die Terrasse von Gruppe 8 scheidet, ist wohl erhalten und wurde zu unserer Zeit von den Besuchern der Ruine vorne umgangen. Sie zeigte Reste sehr groß angelegter Gemälde, von denen nicht viel mehr zu erkennen war, als daß es große, stehende, menschliche Figuren (Stifterbilder ?) gewesen sind. Halle 6. Die Halle ist aus einer anders angelegten umgebaut. Bei Nachgrabungen in dem freienRaume zwischen H. 4 und dieser (6) ,stellte sich heraus, daß Seitenw. A (Fig. 515) nicht ganz in der Mitte ursprünglich eine breite Tür hatte, welche jetzt auf der Innenseite vermauert ist. In diesem Türrahmen und davor wurden allerlei Holzstücke, Reste des alten Türrahmens und ein sehr langer, wohlbehauener Balken aus Maulbeerholz aufgefunden. Es scheint, daß in dem Zwischenraum zwischen den beiden Tempelchen noch Neubauten vorbereitet wurden. Die Halle ist ein Tonnengewölbe wie alle; ihren Fußboden fanden wir noch durchweg mit gutgebrannten Ziegeln (32 qcm) ausgelegt. Sie wurden, nachdem die Arbeiten beendigt waren, von den Ortschefs von Murtuq abgeholt zur Herstellung eines Pflasters der Moschee in ihrem Dorfe. Bemalung der Halle. Das Gewölbe war vom Zenit an geteilt, auf jeder Hälfte waren, mit dem Scheitel im Zenit sich treffend, je vier Streifen von je vierundzwanzig, fast quadratischen Bildern (40 cm breit, 48 cm hoch) von demselben Charakter und demselben Stil, wie »Bericht« S. 136, Fig. 132. In der Mitte jedesmal ein sitzender Buddha mit einem gepanzerten Vajrapäni, ein Mönch und ein Verehrer mit darunter und darüber geschriebenen Sanskritinschriften in Brähmicharakter. Auf den unt. Reihen sind diese Über- und Unterschriften unmittelbar hingeschrieben, während sie bei den ob. drei Reihen auf Papier geschrieben und dann aufgeklebt sind. Auch hier sind diese Inschriftenreste durch den darunterliegenden Klebstoff gelb geworden. Zur Beurteilung der dunklen Figuren der aus »Bericht« zitierten Bilder ist es interessant zu sehen, wie die mit Deckweiß ausgefüllten Körper der Buddhas und alle mit Weiß gemischten Farbflächen auf ein und demselben Bilde, soweit es nicht vom Sand bedeckt und also der Sonne ausgesetzt war, schwarz geworden sind, während die bedeckten Teile noch die alte weiße Farbe behalten haben. Es ist offenbar Blei für die weiße Farbe verwendet worden. Seitenwände a, A. Unter diesen Buddhapredigten sind auf den geraden Flächen der Seitenw, a u. A je zwei Streifen kompliziertere Darstellungen von Buddhapredigten noch zu sehen, Jedes dieser Bilder, durch schön Tempel Bäzäklik (Murtuq). Halle 6. 243 bordierte, 11 cm breite Streifen von den nebenstehenden getrennt, ist 1,30 m hoch und 1,65 m breit; alle hatten einst Inschriften, leider sind sowohl die Bilder wie die Inschriften schrecklich zerkratzt. Auf jeder Wand sind zehn Bilder, je fünf übereinander: Fig- 5I5. Höhe der Höhle 3,95 cm, vorn ist sie höher. Fig. 520. Sockelfuß des Postaments in d. Mitte der Höhle, ebenso ist der Fuß des Nirvänasockels vor d. Rückw. Fig. 518. Oberes Gesims des Rückw. Sockels (Nirväna-sockel), das Mittelfeld dieses Sockels war 66 cm hoch. Auf d. 8 cm hohen Streifen waren Brähmi-Inschrif-ten, welche die auf d. Mittelfeld dargestellten Predigten bestimmten. Fig. 519. Goldene Scheibe (Bilderrest) mit Höllendarstellung, welche zertrümmert im Schutt gefunden wurde. Sie stammte vermutlich aus d. Hand einer Nebenfigur des Nirväna-Buddha (C). Fig. 516. Unt. Teil einer Schutzgottheit auf d. Türlaibung d. Anl. 6. Höhe d. Orig. 90 cm. Schuhe hochrot, mit weiß. Rand, gelb. Vorderstreif mit rot. Ornamente. Ein genau solcher Schuh wurde in Bäzäklik gefunden. Fig. 517. Kopf u. Armreste einer vierarmigen Devatä, gef. in d. Nähe des Sockels vor C Anlage 6., in zwei Stücke zerbrochen, vermutlich der ob. Teil einer der Figuren auf der Laibung d, D der Tür. Orig. 80 cm breit Vgl. übrigens Anl. 8. Fig. 521. Tänzerin vom Bilde Seitenw. R des Mittelsockels. Orig. 39 cm. 244 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Halle 6. Wand a i I 2 I 3 I 4 I 5 Tür +— 6 I 7 I 8 I 9 I io 111 at 2 Vor der Buddhafigur sieht man einen Teich, in welchem vier Wand A 5 | 4 | 3 | 2 | 1 —* Menschen stehen, R. dav. sieht man noch einen schießenden Bogenschützen *), 10 | 9 j 8 | jTpT Tür . a, 3. Vor Buddha sieht man einen Mönch, vor dem eine Tänzerin tanzt, daneben ist eine musizierende Dame abgebildet. Sonst wird der Parivära von vielen Göttern, Bodhisattvas usw. gebildet. A, 2. Vor Buddha sieht man L. den alten Käsyapa und vor ihm die Schlange, R. v. Buddha einen Brähmana im Blätterhäuschen. Im Hintergrund ist ein See abgebildet mit einem Boot, welches mit Ruderern besetzt ist. So zerstört das Bild ist, so ist kein Zweifel, daß wir die Bekehrung Uruvilvä-Käsyapas und seiner Schüler vor uns haben. A, 6. Vor Buddha steht L. ein Brähmana und Schüler, welche ein Tieropfer bringen. Das Opferfeuer flammt bereits. Im Gewände der Tür (d} D) waren große Figuren von Schutzgottheiten gemalt, erhalten ist nur der untere Teil einer Devatä bei d (Fig. 516) 2). Ein Kopf mit Armresten wurde in der Nähe des Sockels bei C gefunden (Fig. 517). Auf den Wänden der Türwand sieht man bei b auf der ob. Hälfte der Wand noch drei Streifen von Bodhisattvas, je zwei in der Reihe leidlich erhalten, alle einst mit Sanskritinschriften in Brähmicharakter versehen, die entsprechende Fläche von B ist völlig zerstört, ebenso die Lünette, was sehr zu bedauern ist, da es wohl anzunehmen war, daß über der Tür Maitreya abgebildet war. Unter den Bodhisattvafiguren von b und B sind Stifterbilder gemalt und zwar drei Reihen Frauen bei b, drei Reihen Männer bei B. Diese interessanten Platten wurden ausgeschnitten und nach Berlin gebracht. Rückwand C. Die Buddhapredigten bedecken nicht die ganzen Seitenw., sondern in einem Abstand von 1,37 m von d. Rückw. sind die Wände mit Nebenfiguren des Parinirväna bemalt gewesen. In der ganzen Länge d. Rückw. liegt vor derselben ein Sockel (1,30 m hoch) (Fig. 518), auf welchem die Kolossalfigur eines ins Parinirväna eingehenden Buddha lag. Von der Figur sind die rohen Umrisse der Gestalt und einige wohl-erhaltene Gewandpartien vorhanden. Von den Göttern und anderen Figuren, welche über dem sterbenden Buddha an der Rückwand C gestanden haben, ist an der Wand nichts mehr vorhanden, dagegen lagen im Schutt viele zermorschte, zerschlagene oder zertretene Stücke von Figuren herum. Interessant war eine vergoldete Scheibe mit gemalten Figuren, welche wahrscheinlich eine Gottheit in einer Nebenhand gehalten hat, die zum Parinirväna gehörte und über dem sterbenden Buddha vor W. C stand. Diese Scheibe stellte in einem bunten Rande die Hölle Avici dar. Erhalten ist ein über dem Feuer stehender Kessel. Man sieht in der kochenden Flüssigkeit die Köpfe von Verdammten und, mit einer langen Stange die Flüssigkeit umrührend, den stierköpfigen Teufel. Sicher war auf der anderen, nicht erhaltenen Hälfte ein pferdeköpfiger in derselben Tätigkeit dargestellt (Fig. 519). Die Nebenfiguren nun, welche auf d. Seitenw. den Parivära zum Parinirväna fortsetzen, sind die folgenden: Auf Seitenw. a eine Gruppe von grotesken Musikern, dargestellt als Brähmanas in Wadenstrümpfen aus Tigerfell, darunter ein meditierender Mönch mit verhülltem Kopf, der skrupulöse Subhadra; auf Seitenw. A nur unten ein trauernder Vajrapäni, der im vollen Panzer, fast in der Pose des trauernden Padmapäni sitzt. Er hält noch den Fächer in der L., der Donnerkeil ist nicht mehr erhalten, offenbar war er von Vajrapäni aus der Hand geworfen und auf ein WTandstück gemalt, das herausgebrochen ist. Der Sockel des Nirvänabuddha hat noch ein ausladendes Gesims am ob. Rand, auf dessen vorderster, 8 cm breiten Fläche ursprünglich Sanskritinschriften in Brähmicharakter standen, welche zu den unt. stehenden acht Bildern gehörten. Es ist bedauerlich, daß sie nicht mehr lesbar sind. Im Mittelfeld des Sockels nämlich, welches 66 cm hoch war, befanden sich acht, 44 cm breite Bilder, von denen jedes einen predigenden heiligen Mönch darstellt, vor Klöstern, unter Bäumen usw., davor andere kniende Mönche, selbst zum Teil mit Nimben, wie die Prediger. In der Luft schweben Göttinnen. Wir haben es mit acht Hauptschülern Buddhas zu tun, welche nach seinem Parinirväna die Lehre weiterpredigten. Der freistehende Sockel inmitten der Höhle. Der Sockel vor dem Nirvänabi'ld inmitten der Höhle hat über einem Gesims, ähnlich dem der Rückw. (Fig. 520) einen Aufbau gehabt, in welchem vier Buddha- oder Bodhisattvafiguren waren, drei sitzen nach vorn und nach den Seiten und ein stehender oder wohl nach europäischer Art sitzender nach rückw. gewendet. Ein stark vergoldeter Kopf und ein ebenfalls vergoldeter Fuß fand sich im Schutt. Bedauerlich ist die starke Zerstörung der Bilder in den Mittelfeldern des Sockels. x) Vgl. oben S. 22, 80 usw. 2) Vgl. unten Anl. 8. S. 255, Fig. 531. Tempel Bäzäklik (Murtuq). Halle 6. Nische zwischen 6 und 7. Mittelfeld nach der Rückseite: zwei Tiger oder wohl eigentlich Löwen. Mittelfeld nach der Vorderseite: Hier war zweifellos die Predigt von Benares dargestellt. Erhalten sind zwei Hirsche neben dem Dharmasymbol, sonst ist das Bild sehr zerstört. Seitenfeld L.: In der Mitte ein größeres Bild, zwischen einem vorderen 64 cm breiten Felde, auf welchen drei Stifterdamen mit drei Mädchen und uighurischen Inschriftenresten dargestellt sind und einem schmaleren nur 36 cm breitem Felde bis zum hinteren Ende, auf welchem zwei Mönche dargestellt sind. Dieses Mittelbild ist sehr zerstört. Man sieht eine Gebirgslandschaft mit einem Fluß, in der Mitte ein ofenschirmartiges Gestell mit Fahnen an den Seiten. Zu den Füßen dieses Gestelles, die etwa halbe Mannes -höhe haben, ist je ein abgehauener Ochsenkopf gemalt. Von R. her kommen darauf zu: zwei Reihen Figuren und zwar im Vordergr. Götter, als letzter ein Gepanzerter mit Helmhut und flammendem Schwert, er faltet die Hände (anjali), hinter ihm kommt ein Elefant und ein weißes Pferd. Im Mittelgrunde sieht man drei langbekleidete Figuren mit langem, um den Nacken liegenden shälartigen Obergewand mit gefalteten Händen, (anjali), welche auf Lotusblumen schreiten. In den darüber gemalten Felsen ist ein Asket abgebildet, welcher die Bewegung des Erstaunens macht, während von L. her eine Gruppe von Gottheiten herankommt. Leider ist diese Gruppe sehr zerstört, doch sieht man deutlich, daß die in der Mitte der letzten Gruppe gehende Gottheit eine Buddhastatue trägt. Es handelt sich also um eine historische Darstellung aus der Geschichte einer berühmten Buddhastatue. Inschriften fehlen. Seitenfeld nach R. Hier ist ein ähnliches Bild: eine Gebirgslandschaft mit Tieren: Bären, Hasen, Gazellen usw. und davor zwei Reihen von Götterfiguren: 6 7 8 9 <- 10 Ii 12 13 2 » I 3 «- 4 Fig. 1: Eine Tänzerin mit Pumphosen unter dem langen Gewände, die bei der tanzenden Bewegung der Figur zum Vorschein kommen. Interessant sind auch die glatten Schuhe, die die Tänzerin trägt, da Reste ähnlicher Schuhe in den Ruinen von Bäzäklik und Idyqut§ähri sich fanden (Fig. 521). Fig. 2, 3, 4 drei kniende Götter, welche der Tänzerin zugewendet sind. Von ihnen hält Fig. 2 eine große Bügelharfe, Fig. 4 einen Teller. Die Tänzerin tanzt auf Lotusblumen. Fig. 6—9 und 10—13 sitzen, einander zugewendet, in der Luft auf Wolken. Alle diese Götter im gewöhnlichen Devatätypus, 6—13 mit gefalteten Händen (anjali). Buddhafigur zwischen Halle 6 und 7. Zwischen den Hallen 6 und 7 ist als Mittelpunkt der Terrasse eine Nische eingefügt, welche eine Buddha-statue enthielt 522 a, b, c, S. 246. Nicht ganz in der Mitte liegt eine 60 cm hohe, 24 cm breite, 1,85 cm lange Schwelle, hinter welcher ein apsenförmiger Raum angelegt war, dessen hintere Wand der Sockel x der Buddhastatue einnahm. Diese Cella war 2,20 m hoch, der Abstand des Buddhasockels x von der vord. Schwelle beträgt 70 cm. Die Buddhastatue, deren Umrisse sich noch auf d. Rückw. markieren, war 1,14 m hoch, der Sockel war 54 cm tief. Sie war sitzend dargestellt, neben ihr waren auf die getünchte Wand bei Y und y je ein betender Mönch: Maudgalyäyana und ääriputra gemalt, beide mit Arhatflammen über den Schultern usw. In der Halle waren, anschließend an die Mönchfiguren, viele kleine sitzende Buddhas gemalt, darunter L. v. Buddha ein Vajrapäni, stehend, seine Camari fächelnd erhoben (Fig. 523) *); R. steht an der entsprechenden Stelle ein Buddha. Unmittelbar hinter dem U§nisa der Buddhastatue läuft ein hochliegender 6—7 m langer, nur 40 cm breiter Stollen in den Berg hinein, bei dessen Freilegung bedeutende Manuskriptfunde (lauter Uighurica) gemacht wurden, dabei viele künstliche Blumen aus Pappe, buntem Papier, Stoffstückchen und mit Stielen und Blattrippen aus dünnem Draht. Höhle 7. Diese merkwürdige Höhle, welche um etwa ein Drittel weniger tief ist, als die vorige, hatte ein Gegenstück an der Berglehne bei Murtuq2), welches indes sehr zerstört ist. Ihre Bemalung stimmt im wesentlichen mit der der H. 4 überein, doch sind die einzelnen Gruppen anders angeordnet; manches besser erhalten, manches aber auch schlechter. *) Beachtenswert ist das dämonenhafte Gesicht auf der Stirn des Vajrapäni, S. 248. a) Vgl. unt. 3. Anl. E. 246 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Raum zw. 6 u. 7. Höhle 6—7. Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 7. 247 Die Rückwand der Halle (Fig. 524 a, b), deren Tonnengewölbe an der höchsten Stelle 3,50 m hoch ist, nimmt eine bis zur Decke reichende Aureole ein, welche die Form eines riesigen Lotusblattes (Blumenblattes) hat. Vor diesem Lotusblatt saß die Kultfigur auf einem Stufensockel. Um dieses als Aureole dienende Blatt waren aus Stuck gebildete Berge auf d. Rückw. aufgesetzt, in ähnlicher Weise wie in den Höhlen von Qyzyl, nur waren die Berge weniger schematisch gebildet wie sonst. Hinter der Kultfigur war eine kleine ausgetünchte Kammer, welche ursprünglich mit der Aureole verschlossen war. Wir fanden sie geöffnet und ihres Inhalts beraubt. Die Identität der Bemalung der Höhle mit der des Tempels 4 legt von vornherein die Vermutung nahe, daß das Kultbild eine Avalokitesvarafigur war. Diese Vermutung wird bestätigt durch die Ränder der zerstörten Figur, welche auf der Rückw. sich erhalten haben. Besonders fällt der sehr hohe Rand hinter der Frisur auf, der entweder durch die Vielköpfigkeit der Figur oder durch den Umstand bedingt ist, daß sie eine ziemlich große Amitäbhafigur als Stirnschmuck getragen hat. Vor den Seitenw. saßen je drei Buddhastatuen in gleichem Abstand von einander (Fig. 524b), doch ziemlich weit (2 m) von d. Rückw. entfernt. Sie sitzen vor lotusblumenblattförmigen Aureolen, auf kelchartigen Sockeln, deren ob. Teil eine dickstielige Lotusblume ist, welche auf einer umgekehrt liegenden steht (1, 2, 3, I, II, III). Mit Ausnahme der Fig. I sind alle zerstört und nur ihre Umrisse sind noch an den Seitenw. klar genug zu erkennen. Zwischen und unter diesen Buddhafiguren ist die Bemalung verteilt, welche in H. 4 schon begegnet ist und als Parivära für die Avalokitesvarafigur aufgefaßt werden muß. Zugleich läßt sich die Vermutung aussprechen, daß die Buddhas, welche sonst über dem Avalokitesvara an d. Rückw. gemalt sind, hier wenigstens in ihren Hauptrepräsentanten als Vollfiguren vor die Seitenw. gesetzt sind. Gemälde der Höhle* Auf den innen zu abgeschrägten Türlaibungen waren stehende Schutzgötter dargestellt. Leider ist nur der untere Teil beider Figuren erhalten. L. war eine langbekleidete Figur gemalt, davor ein kleiner Mönch, der ihr zugewendet Steht. Gegenüber auf W. R stand ein gepanzerter Mann, hinter ihm ein Schimmel und neben ihm kleine Adoranten (Stifter). Die Lünette üb. d. Tür ist beim Herausreißen des Holzwerkes, welches in die Essen der Türken wanderte, zerstört worden, dabei haben die inneren Türwände (b, B) stark gelitten. Und gerade die Gemälde der Türwände waren hier ungewöhnlich. Auf W.-ft war ob. eine Gottheit dargestellt, welche in einer runden Aureole auf einem Lotus saß. Zu ihren Füßen war eine Reihe seltsamer Darstellungen, wie sie am Rande der Bhavacakras vorkommen. Die Platte ist ausgehoben worden und nach Berlin gekommen: ich hatte an Ort und Stelle nicht die Zeit, sie vollständig zu beschreiben oder zu kopieren. Darunter folgt ein 72 cm hohes Bild mit einer zerstörten Figur und darunter wieder vier Reihen sehr schön gemalter Männer (Stifterbilder) in eigenartiger Tracht mit ihren Namen auf beigefügten Tafeln. Auffallend ist der sehr verschiedene Ductus der Inschriften. Es sieht aus, als ob die porträtierten Stifter, deren Stil stark von der übrigen Dekoration abweicht, ihre Namen selbst eingeschrieben hätten. Auf W. B waren drei Felder übereinander. Oben war ein Dharmapäla von weißer Hautfarbe, welcher einen Dämon zu Boden tritt. Darunter folgt ein 69 cm hohes Feld mit einer ähnlichen Figur, wie auf b unter einem Baldachin und unten drei Reihen Damen mit Namensinschriften. Alle Stifterbilder aus b, B sind jetzt in Berlin. Bemalung der Seitenwände zwischen den Buddhafiguren. Seitenw. de alb cid 1 _J. de e de — 12 3 Buddha 5 Buddha de Q Buddha 10 11 4 0 O de 7 9 oben. a. a, b\ c, d] je zwei sitzende predigende Buddhas, e einer. Also sind wohl auch die »Clay-figures«so zu ergänzen, denn die kleinen Buddhas bilden offenbar den Parivära der gioßen Vollfiguren *). 1. stehender Siva, vielarmig, neben ihm der Stier Nandin (Fig. 525, S. 248). 2. ein anderer Hindügott (wohl eine Form Sivas) stehend, zerstört. [3] eine ganze Gruppe von Figuren: a großer stehender, gepanzerter Held, Vordergrund zerstört, b eine Frau, ^ welche eine kleine Figur auf einem Lotus hält, c ein kleiner Dämon, d ein Dämon, der ein Beil b hält, e ein Brähmana, / ein Mann mit Kappe aus einem Tigerkopf, g ein Dämon, welcher eine Fahne trägt. Trotz mancher Varianten im einzelnen ist die Identität mit der Gruppe in Halle 4, a, III zweifellos. (4) zwei große und zwei kleine Mönche: Adoranten zur Buddhafigur. Auf dem folgenden Feld fehlt eine Figur (5) kniende Gottheit, der mittleren Buddhafigur zugewendet. •de x) Ich bezeichne hier die Figuren, welche der Reihe &ivaitischer Götter angehören, mit einfachen Zahlen, die Figuren, welche der uns unbekannten Heldengeschichte angehören, mit eckig umklammerten Zahlen, Adoranten mit runden. 248 Tempel Bäzäklik. Höhle 7. 6. eine sivaitische böse Gottheit, auf zwei hockenden Dämonen sitzend, hält mit zwei Armen Sonne und Mond hoch, in einer dritten Hand einen Pflug: Fig. 526 b. Fig« 523« Vajrapäni neb. x, Fig. 522 b. Orig. der Wucht der Schläge das eine Auge zu- 1,18 cm hoch. Nebenfig.: Ornament des Don- sammen kneift. Orig. 44 cm hoch. Vgl. nerkeils etwas größer gezeichnet. Höhle 26. Fig«-535- Gottheit bei a, 1. Orig. Fig. 526 a. Gottheit bei A, 8. Orig. Fig. 526 b. Gottheit bei a, b. 50 cm hoch. 50 cm hoch. Orig. 50 cm h. [7] ein großer, rasch reitender Panzerreiter mit Gefolge, ein Dämon trägt ihm sein Banner nach. Die Identität des Bildes mit Gruppe in H. 4, a, II ist zweifellos. Hier ist die Fahne erhalten. Sie wurde während meiner Arbeiten unbefugterweise herausgeschnitten und gestohlen, aber später wiedererlangt. Als Wappen, welches vielleicht die Be- Tempel Bäzäklik. Höhle 7. 249 nennung ermöglicht, ist ein Raubvogel abgebildet, der auf einen Hasen stößt. Reste der Gruppe der Paukenschläger: Fig. 527. Auf dem folgenden Feld fehlen zwei Figuren oben. 8. Mahäkäla, auf zwei Dämonen sitzend, er hatte viele Hände, eine davon hielt ein langes Schwert; er war dunkelfarb. [9] stehender, nach d. Rückw. gewendeter Geharnischter mit Gefolge, darüber ein Dämon, welcher zwei kleine Dämonen mit Füßen tritt. Die Identität dieser Gruppe mit H. 4, a, I ist klar. Aber hier in Halle 7 ist der kniende Pfeil-halter bekleidet, wie in 4 der Pinselhalter, der Mann mit dem Köcher fehlt überhaupt; die Dame und der Mann mit Lampe ist nur bis zum Gürtel erhalten. Feld an dar Türwand. (10), (11) zwei opferbringende, kniende Devatäs, Nebenfiguren der Buddhastatue. Fig. 528. Gruppe bei A, [8]. Vgl. Höhle 26. Seitenwand A e de 11 de d|c a|b de de 6 12 Buddha de 9 Buddha 7 Buddha 3 10 8 45 de a, b, c, d, e wie auf der gegenüberliegenden W. Buddhas. 1. zerstört — war ein stehender Gott. 2. vielarmiger Gott mit Keule, hält mit zwei Armen Sonne und Mond hoch. de de c [3] eine ganze Gruppe von Figuren, um einen großen Gepanzerten (a) gruppiert, b ein Pinselhalter, c ein a Dämon, d eine kniende Figur, welche Edelsteine hält. Zwei Figuren darüber sind vernichtet. Identisch d b mit Halle H, A, 3. (4) [5) zwei Mönche, wie auf der gegenüberst. W. (6) sitzender Bodhisattva, gehört wohl als Nebenfig. zu der Buddhastatue. 7, Mahäkäla mit Dreizack, auf zwei kauernden Dämonen sitzend: Fig. 526 a. [8] sehr zerstörte Szene, zwei Garudas werden von dem Gefolge eines Helden gejagt und ein von ihnen geraubtes Kind gerettet, identisch mit H. 4, A, II (Fig. 528), Auf dem folgenden Feld fehlen zwei (?) Figuren, 9. vierarmiger Hindugott auf einem stilisierten Pfau reitend: Kärttikeya1). 10. Mahäkäla mit Dreizack, hält mit zwei Armen eine abgezogene Elefantenhaut über sich, ähnlich Fig. 526 b1). 0 Vgl. Höhle 26. 250 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 7. * Auf dem folg. Feld fehlt alles, nur sieht man noch bei (11) die Reste zweier Devatäs, wie a, 10, 11. Es ist klar, daß in den Zwischenräumen zwischen den Buddhafiguren drei Serien von Darstellungen durcheinander laufen, nämlich die Parivärafiguren der sechs Buddhastatuen, die Darstellungen der uns aus Halle 4 bekannten Heldengeschichte mit vier großen Gepanzerten in jeder Ecke (den Lokapälas) und der Reihe von Hindugöttern, welche zum Parivära des Avalokitesvara gehören. Verglichen mit H. 4 und H. 26 (vgl. unt.) ergibt sich für die W. a die folgende Reihe von der Tür her: stehender 6iva mit Nandin, stehender Gott (zerstört), sechsarmiger Gott mit weißem Schirm (auf a zerstört), pflughaltender Gott, Ganesa (zerstört), dunkelfarbiger Gott mit Schwert; auf Wand A: stehender Gott mit Keule, stehender Gott (fehlt), Mahäkäla mit Dreizack, Kärttikeya, Mahäkäla mit Trisüla und Elefantenfell. Andere Gemälde sind in der Höhle nicht mehr erhalten. Gewölbe der Höhle. Das Gewölbe ist auf jeder Seite über den Wänden mit je zwei Streifen von je 6 Bildern geschmückt, welche je 90 cm breit, 1,10 m hoch sind und gerade so weit reichen, als die oben beschriebenen unteren Bilder, welche die Buddhafiguren umgeben. Den Rest bis zur Rückw. nimmt auf dem Gewölbe je ein großes Bild ein mit der doppelten Größe der Grundlinie und sich so hoch ausdehnend, als die vorderen zwei Reihen übereinander. In all diesen Bildern bildet eine große, thronende Buddhafigur das Zentrum, die übrigen kleineren Figuren sind über das ganze Feld zerstreut. Wir beginnen mit der ob. Reihe über der W. a und zählen von der Tür her 1—6, untere Reihe 7—12. a 1 Dieses Bild ist völlig zerstört durch die Demolierung der Tür. a 2 2 a großer thronender Buddha nach d. Rückw. gewendet, 1 eine betende Devatä, 2 eine lange Inschrifttafel a mit zerstörter chinesischer Inschrift. a 3 e f g a großer thronender Buddha, wie a 2, auf sehr hohem Postament, b eine Gruppe von vier, lang- d bekleideten Laien; ein in der Mitte stehender wendet sich mit gefalteten Händen von der Buddha-figui ab, zwei L. von ihm stehende drängen ihn zurück, ein R. von ihm stehender faßt seine Schulter a k und weist mit der R., ihm zuredend, nach Buddha hin. d ein Haus, e ein Berg, auf welchem ein k Einsiedler sitzt, ein Kind auf einem Lotus, g ein Buddha, / zugewendet, h ein Kloster mit Mönchen, c Rest zerstört. a Buddha, auf hohem Postament sitzend, nach der Rückw. gewendet, b ein Bhiksu, dem Buddha 4 ^ zugewendet, c ein Bodhisattva, d eine Devatä mit Blumen, Buddha zugewendet, e eine betende ha c Gottheit, wie d} f ein Brähmana in einer Höhle sitzend, g eine kleine Buddhafigur, / zugewendet, d h ein Bodhisattva nach der Gruppe k, i} l hinabgewendet, k l betende, sitzende Laien, i Mann k i 1 in einem Halsholz eingeschlossen, m ein Haus. Rest und Inschrift verloren, e ^1 g p p a Buddha, wie a 4, lehrend; b ein Bhiksu, c kniender, betender Laie, davor eine Gruppe ? ? zerstört, e d zwei stehende Krodhadharmapälas, / g zwei stehende Götter (sänta), davor zerstörte h ab Inschrifttafel; h Bodhisattva, nach unt. blickend. Über b alles zerstört — wohl vier Gruppen. e a 6 k ' a Buddha, wie a, 5; b Vajrapäni, c ein Buddha auf die Hauptfig. zugewendet, mit Kak- ? khara, d Gott (sänta), e kniender, betender Gott, / vier kniende, unbärtige Könige, g zwei Könige ? . k d mit Schirmen, h stehender Diener, i nach a gew. Bodhisattva, k großer Schirm über dem Buddha, h a c Rest, auch die Inschrifttafel zerstört, e f g 2. Reihe 7—12. a 7 völlig zerstört. a8 1 h g i k a Buddha, wie a 6; b ein großer Baum, c ein Bodhisattva, d = c, e trauernder Bodhisattva, / = c, b f g = c, h Vajrapäni, i eine Stadt, k Rest der Inschrifttafel, / fliegende Devatä. ? a Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 7. 251 1 o h f g Ganz erhalten, nur die Inschrift ist vernichtet, a Buddha wie a, 8; b Buddha mit Kak- P 1 r g ' khara, a zugewendet, c Bodhisattva, d Bodhisattva, sitzend, betend, e eine Gruppe von drei 0 11 e Figuren: am Rand ein stehender, betender Laie, zwei Figuren gehen nach außen zu auf ihn zu, m 1 / Gruppe von drei Figuren: am Rand ein sitzender, betender Brähmana, vor ihm zwei zuhörende b c Laien, hinter ihnen g ein Haus; h ein Teich, i zwei kleine Figuren, k ein Haus mit Figuren darin, k i h / Bhiksu nach rückw. blickend nach m zwei Göttinnen, n Vajrapäni, 0 Bhiksu nach a gewendet, ^ p eine Figur in Wolken sitzend, q Inschrifttafel, r »canopy« über Buddha. 3. Ganz erhalten, die Inschrift vernichtet, a Buddha wie a g; b kniende betende Gottheit, >pp q rrrrrr c stehender, bärtiger, betender Mann in sog. indischer Tracht mit Wadenstrümpfen, d Dämon, k s m n sitzend, mit einem Schwert, vor ihm kniet ein Knabe, e Baum, / betender Laie, nach dem Rand gewendet, g sitzender Dämon, h zwei sitzende Götter, i sitzender Bhiksu vor ihm, ihm zugewendet zwei kniende Laien k,l; m Arhat (mit Flammen hint. d. Schultern), vor ihm zwei betende Laien d c D e {n °), P yier Buddhas, q Inschrifttafel, r sechs Buddhas, s »canopy« über Buddha. [. Wie a 10. a Buddha, wie a, 10; b} c Bodhisattvas, d betende, kniende Devatä, e Bhiksu, 0 p q r f g j Bäume, g Buddha, nach unt. gewendet, h stehender Dämon mit erhobenem Arm, i ein Löwe, Im b c e*n ^erd, em Stier (die Figg. folgen von ob. nach unt.), k ein stehender, nach dem Rand gewendeter k a Laie, die L. an der Hüfte, die R. zum Sprechen erhoben, l, m zwei Bhiksus, n betender Dämon, 1 h d e 0, p zwei sitzende Götter mit gefalteten Händen, q Inschrifttafel, r »canopy« über Buddha. 2. ^ o ^ ' d Ganz erhalten, nur Inschrifttafel zerstört, a Buddha wie a 11; b betende, kniende Gottheit, 1 m a c kleiner König, sitzend, in runder Aureole, d meditierender Buddha in einer Grotte, e Näga, c /Garuda, g kniende, betende Devatä, h meditierende Gottheit, 1, k zwei Kentauren, l Arhat, m In- 1 S D schriftentafel, n Glückswolke, 0 Baum, p, q Blumen werfende Devatäs. k e f Gewölbebilder über Seitenwand A. A 1 zerstört. 2 ^ Einige Figuren zerstört, a Buddha auf hohem Postament nach R. gewendet, predigend; 1 0 c b kniender Laie unter einer Wolke (c), d, e kniende Laien, / sitzender, weinender Laie, g ein nach dem ? Rand zu schreitender Mann, h kniender Laie, i, k Devatäs, l ein fliehender Mann und ein Löwe, h a k ^ #t em betender Mann mit über dem Kopf erhobenen Armen nach der Mitte gewendet, n Buddha(?^ d g 0 großer Baum, p die Sonne. Inschrifttafel zerstört. k f ? 3 cl Buddha wie A 2; bf c zwei Bhiksus, d der Berg Meru, daneben noch die Figuren von p j m f ^e Jambudvipa und Aparagodäna, e sitzender Laie mit zum Sprechen erhobener R., / kleine, kniende, k a b c betende Figur; g ein Stüpa, h kniender, betender Gott, i stehender, langbekleideter Begleiter i h ^ mit chinesischer Flügelmütze, k zwei Teufel, l ein Kloster, m Tafel mit chinesischer Inschrift. 4 a Buddha, wie eben, b Wolke, c bärtiger Brähmana (oder Gott?), sitzend, d Löwe (?), P * e ein See, / Berg Meru mit den Figuren Jambudvipa, Pürvavideha auf der einen, Uttarakuru und 1 Aparagodäna, auf der anderen Seite, darüber eine halb zerstörte, auf einem Lotus sitzende Figur, i k b ^ ke*'enc*e, kniende Gottheit mit Aureole, h kniender, betender Knabe, i böse Gottheit, k Bhiksu, c lf m zwei Devatäs, n kniender Gott, 0 Buddha nach der Mitte gewendet, p Tafel für die chine- h g e d sische Inschrift. 5 a Buddha wie A 4; b sitzende Gottheit mit Lotus in der R., darauf ein kleiner Buddha; * m n £ c ein vierarmiger Gott, auf einem Lotus stehend, die ob. Arme halten Sonne und Mond hoch; e * d sitzende Gottheit, e, f ebenso; g vierarmige Gottheit, deren ob. Hände Sonne und Mond hoch- a k halten, h ein See, i betende, kniende Gottheit, k Brähmana, l Buddha nach der Mitte gewendet, k i h c d m Baum, n Inschrifttafel. 6 p q h n o b ? a Buddha, wie A 5, doch senkt er die R. zur Erde, b Bhiksu, c, d zwei Bhiksus, e, /, g drei 1 a c d kniende, betende Götter, h eine Gottheit (?), i drei kleine, tief sich zur Erde neigende Laien, k drei k kleine Devatäs, / Bhiksu, m Vajrapäni, n Devatä, 0 Bhiksu, p fliegende Devatä, q Inschrifttafel, efg 252 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 7. A 7 zerstört. A 8 ? ? a Buddha, wie A 4;b stehende, kleine Figur, hinter welcher noch«zwei kleine Figuren stehen, n g . k ? c betende, kniende Gottheit, d ein kleiner Bhiksu, e kniende Gottheit, / Halle mit Buddha, der ^ a ? ? ? ? nach unten blickt, umgeben von Zuhörern, g Vajrapäni, h Devatä, i ein Baum, k Inschrifttafel. d b • • • • £ahl ^er Fragezeichen markiert die Zahl der verlorenen Figuren, e c A 9 # Buddha, wie 8; b Hölle, dargestellt als Haus mit zwei dahinter stehenden Teufeln, i c kleiner betender Stifter, d Schweine, e ein Berg, welcher überschwemmt wird, / ein nach dem mn°Pq gh Rande gewendeter, stehender Mann, welcher mit der erhobenen R. ausholt, um zu schlagen, g ein ? nach außen gewendeter Mann, dem ein bärtiger Mann (h) entgegenkommt, i Haus, in welchem 1 k sechs Frauen sitzen,« k betende Devatä, / kniender König, welcher Edelsteine hält, m stehender a ^ * Buddha nach der Mitte gewendet, mit Pätra in der R., n vor ihm kniende Figur, 0 zugehöriger k c d e Diener, p Baum, q Inschriftentafel. A 10 a Buddha, wie A 9; b Vajrapäni, c Devatä, d drei betende Figuren (?), e Lotus mit Cintä n m o P mani darauf, / kleiner, kniender Mann, g kleiner Elefant, h sitzende, große Gottheit mit Lotus in k a C beiden Händen, i betende, kniende Gottheit, k Bhiksu, l sitzende Devatä, m betender Gott, 1 . \% ^ n Buddha, nach unten blickend, 0 ein Baum, p chinesische Inschrift. 1 f g An a großer Buddha auf hohem Postament in Dhyänamudrä die Hände haltend, b sitzende k . k ^ e Devatä, c sitzende,- abgemagerte Person, d drei langbekleidete, stehende Figuren, e vierarmiger k Gott, die ob. Arme halten Sonne und Mond, / kniender Gott, betend, g der Berg Meru mit den g f c d Symbolen von Aparagodäna und Uttarakuru daneben gezeichnet, h sitzende Gottheit, i davor kniende, h zugewendete Laienfigur, welche Geschenke bringt, k Baum mit vielen Blumen, l zerstörte chinesische Inschrift. A 12 a Buddha, wie A 11; b Vajrapäni, sitzend, c sitzende Devatä, d Lotus, auf dessen Frucht- j n 0 ^ boden ein König sitzt, e eine dem König d zugewendete, kleine Mönchsfigur, / sitzender Buddha m unter einem Baume, g kniende, betende Figur, h blaugekleidete, stehende Laienfigur mit er- b c hobener R., i Bhiksu, k Devatä: Nebenfiguren von a: l vier meditierende Buddhas, m kniender k i a betender Mann (Stifterbild ?)n »canopy« über dem Buddha, 0 chinesische Inschrift. e Die beiden großen Bilder am Ende der Seitenw. R. u. L. von Avalokitesvara haben folgende ^ ^ Darstellungen. a großer Buddha (die Hände sind leider zerstört) sitzt auf einer Lotusblume, welche hochstengelig aus einer hohen Terrasse, die oben einen Teich enthält, aufsteigt, unmittelbar darunter ist die große, jetzt zerstörte chinesische Inschrift, b, b R. und L. sitzt als Nebenfigur des Buddha auf je einem Seitentrieb der großen Lotusblume je ein Bodhisattva, c, c zwei Klöster, je mit drei Buddhas, zu denen Strahlen unter b b hinschießen, i i i i i i i i i über dieser Hauptgruppe sitzen zwei Mönche d, d und über diesen eine Reihe von fünf 9 h 9 P h 9 h 9 Bodhisattvas und R. noch drei, auf Gestelle gehängte Gongs mit einem am Rande des f e e e e e Bildes sitzenden meditierenden Mönch; darüber auf jeder Seite zwei fliegende De- vatäs h, h und zwei fliegende Arhats g, g, welche sich in der Mitte begegnen, die da-d rüber folgende Reihe von je fünf kleinen Buddhas auf jeder Seite ist in der Mitte c b d b c durch einen aufsteigenden Wirbel von Strahlen in zwei Hälften geteilt. Unter der großen Lotusblume liegen verteilt fünf kleine, runde Teiche mit k? l einem aufsprießenden Lotus und darin einem betenden (k) und aus einer Lotusknospe r —_. M * schlüpfendem Kind (k') x), bei / ist ein solcher Teich mit einer Lotusblume, auf I £ welcher ein Tempelchen steht. Bei m liegen sieben Cintämanis. Ganz unten stehen n o n n n n n n n acht (n) Bäume, auf denen betende Kinder sitzen, zwischen den ersten zwei Bäumen —j—^— "7-j- L. von der Hauptfigur liegt auf dem Boden eine Pansflöte. Bei 0 steht eine Fahne, bei p sitzt ein Buddha. Bei q liegen Musikinstrumente. Unter Baumreihe n ist ein Fluß und darunter, also auf dem anderen Ufer, eine Baumgruppe (r), eine Gruppe Edelsteine und zwei Hansas [s) und auf der anderen Seite zwei Phönixe. Es erübrigt noch, zu bemerken, daß die Figuren der zwei Seiten des Bildes durchweg nach der Mitte blicken, also einander gegenüberstehen. Es ist klar, daß das Bild Amitäbha in Sukhävati darstellt. k * I J) Zwei kleine chinesische Inschr. sind neben den Kindern erhalten: »Die untere Klasse (?) wird nach oben geboren«, »Die mitt< eer K.(?) wird nach oben geboren« (Prof. Franke). Tempel Bäzäklik (Murtuq) Höhle 7. Anlage 8. 253 d d d e de d ed d c c c c c c c b b b b c 1 a g m n k f h n i i Das gegenüberstehende Bild auf Seitenwand A. a Buddha auf hohem Sockel, predigend, darüber ein großes »canopy«, das den oberen Teil des Bildes in zwei Hälften teilt; den Buddha umgeben zunächst zwei große Bodhisattvas auf jeder Seite (b), darüber acht Bhiksus (c), oben in den Ecken einmal vier Götter (Loka-pälas?) [d) und eine Devatä (e) und einmal drei Götter (d) und zwei Devatäs (e). Unter Buddha ist eine große kniende Gottheit, vom Rücken gesehen (/), ein See mit Bäumen R. und L. (g), h eine Halle mit vier Buddhas darin und zwei Devatäs, welche Blumenteller tragen (i, i), gefolgt von zwei kleinen, stehenden Devätas. Bei k eine große, leider zerstörte Inschrift, bei l eine kleine Halle, in der ein predigender Buddha sitzt mit zwei Mönchen (ganz kleine Figuren). Davor kniet ein König, gefolgt von zwei betenden Kindern. Bei m ist noch ein kleiner sitzender Mann, bei n zwei Seen mit je einem Lotus, aus dem je ein kleines, betendes Kind hervorkommt. Bei o endlich stand ein Baum und darunter war noch eine zweite, jetzt zerstörte chinesische Inschrift. Ich glaube, daß auch dieses Bild auf Amitäbha bezogen werden darf, ebenso wie die ganze Serie der kleineren Bilder daneben auf den Seitenwänden. Die Bilder dieser Höhle sind durchweg in kräftigen Tuschekonturen sehr geschickt gezeichnet und mit Farben ausgefüllt, doch so, daß überall viel weißer Zwischenraum bleibt. Die Bilder der Decke sind stark chinesisch im Stil, wie auch die Inschriften mit Ausnahme der Stifterbilder chinesisch waren. Anlage 8. Anlage 8 (Fig. 529) bildet das Zentrum der ganzen N.Terrasse und ist der merkwürdigste Tempel des Systems. Mehrmals umgebaut, enthält er Proben verschiedener Stile, eigenartige Darstellungen und völlig vermauerte Räume, welche von einem älteren System herrühren. Er ist wie die vorhergehenden Anlagen in der Hauptsache ein Freibau, welcher an die Bergwand angemauert ist, aber die Bergwand enthielt eine Höhle, d. h. wenigstens einen in den Berg gelegten alten Umgang. Dieses ganze innere System, welches sehr gut erhalten war, war verschüttet und wurde erst im Winter 1906 freigelegt. Vor der Anlage liegt eine i8Vam breite, fast 6 m tiefe Terrasse, welche auf beiden Seiten von dicken und hohen Mauern, die bis an den Rand der Terrasse sich erstrecken, begrenzt ist. Etwa 4,30 m v. d. Hinterw. der Terrasse steht an ihrem vorderen Rand noch der niedrige Mauerrest einer Rampe, in deren Mitte das alte Eingangstor zu der Terrasse zu vermuten ist. Daß vor dieser Terrasse noch ein schmaler Außenweg entlang führte, ist ziemlich sicher. Interessant ist, daß sich auf den hohen Mauern, welche die Terrasse von d. nebenlieg. Anl. 9 u. 7 scheiden, auf der Innenseite etwa auf dem vorderen Drittel der Mauern der Abdruck alter Säulen mit Kapitellen indischen Stiles erhalten haben. Ähnliche Säulen haben natürlich auch auf der Terrasse gestanden und ein großes Vordach getragen, Fig. 530. Die hohe Rückwand der Terrasse enthält in der Mitte die Tür zur Haupthöhle. In einem Abstand von nur 40 cm von der Ecke an gerechnet, führt je ein sehr niedriger, 80 cm breiter Stollen, der nur kriechend passiert werden kann, in zwei kleine querliegende Tonnengewölbe, welche in derselben Richtung, wie die Hauptanlage hinter der Hauptwand außen liegen. Ihre Gewölbe sind heute geborsten. Der Zweck dieser an so bevorzugtem Platz liegenden, dunklen Gewölbe ist schwer zu bestimmen (a,a'). In dem Raum nun zwischen diesen Gewölben und der Haupthalle liegen noch zwei lange Räumlichkeiten ßß' R. u. L. davon, zu denen unten überhaupt kein Zugang ist. Man kann nur annehmen, daß sie Holzaufbauten gehabt haben und von oben her durch Treppen zugänglich waren. Welchen Zweck diese schmucklosen Räume hatten, ist schwer auszumachen; vielleicht handelt es sich um alte, außer Betrieb gesetzte Anlagen, die man dann später als Remisen für Opfergaben usw. benutzte. Die bevorzugte Stellung der Anlage, welche offenbar das älteste Heiligtum war, könnte dabei in Rechnung gezogen werden. Die Hauptanlage in der Mitte nun repräsentiert das alte, uns von Qyzyl her bekannte System eines Tonnengewölbes als Cella, als Rückwand das Kultbild mit Eingängen in den Berg R. u. L., welche hinter dem Kult-bild ein Quergang verbindet. Das Tonnengewölbe liegt aber hier quer. Fig. 529. 254 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage 8. Bemalung und Ausstattung dieses Hauptbaues ist, wie oben erwähnt, recht eigenartig und im folgenden so genau beschrieben, als an Ort und Stelle möglich war. Was ich hier nicht ausführlich beschreiben kann, kann an den nach Berlin gebrachten Platten, deren Herkunft genau angegeben werden soll, studiert werden. Ausstattung und Bemalung der Cella. Die beiden Türlaibungen sind sehr abgerieben, aber man kann noch deutlich erkennen, daß zwei Devatäs abgebildet waren, dem Innern der Höhle zugewendet und beide ursprünglich mit chinesischen Inschriften, welche sehr zerkratzt sind, bezeichnet. Die Figur L. ist besser erhalten (Fig. 531). Es ist eine 1,56 m hohe, vierarmige Göttin, welche mit zwei Händen Sonne und Mond gehalten hat (eine Hand verloren), mit zwei anderen aber eine Schüssel mit strahlen -werfenden Cintämanis vor die Brust hält. Bekleidet ist sie mit einem langen, schleppenden Gewände, einer langschoßigen Jacke mit Halbärmeln, welche, umgeschlagen, die langen Ärmel des Untergewandes herausquellen lassen. Vom Gürtel hängt eine mehrfach geknüpfte Schärpe herab, den Oberarm umschließt ein biegsames, goldenes Armband mit Scheibe nach außen. Ein langer Shäl hängt von einem Oberarm zum andern herab. Die Schuhe sind flach und haben nach oben stehende breite, gezackte Kappen. Das Haar ist offenbar durch Unterlagen als ein großer Chignon um den Kopf gelegt, rautenförmiger Goldschmuck ist über der Stirn, glückswolkenförmiger an den Seiten befestigt. R. u. L. davon sind lange Nadeln in das Haar gesteckt. Über der Stirn war ein breiter, goldner Schild, dessen Dekor verloren ist, und über diesem Schild müssen noch Nadeln oder Aufsätze gewesen sein, da kristallene oder gläserne Perlen noch neben dem Schild herabhängen. Neben oder besser hinter der Figur war ein Fuchs oder Wolf, das bekannte Vähana der Däkinis. Über dem Fuchs sieht man noch einen von oben gezeichneten länglichen See, aus dem eine Schlange hervorblickt; ich denke, daß damit angezeigt werden soll, daß die Nägas die Cintämanis herbeischafften, die die Däkini trägt. Spuren einer ähnlichen Figur sind auf der L. Laibung erhalten. Die Cella. Türwand. W. a. Der obere Teil des Bildes ist stark beschädigt, die Ecke oben weggebrochen. Die Mitte nimmt ein kolossaler (2}20m 1) stehender Buddha ein in der gewöhnlichen Stellung der Pranidhi-Bilder mit bunter Vesica und Aureole, die R. Hand hängt herab, der Ärmelumschlag darüber ist von grüner Farbe. Die Figur ist nach dem Ausgang zu gewendet. Vor ihr kniet mit gefalteten Händen ein anderer kleiner Buddha, vor dem noch eine kleine uighurische Inschrift war, hinter ihm noch ein kleiner Mönch. Über dieser Gruppe Vajrapäni mit Donnerkeil und Wedel. Hinter dem Buddha ein betender, kleiner Bodhisattva en face stehend, darüber Kopf und Brust eines Arhat mit Flammen hinter den Schultern, und darüber noch ein nach rückw, blickender weißer, spitzöhriger Gott mit feuerrotem Haar (Fig. 531). Der große Lotus, auf welchem der Buddha steht, wird von einem Mönche (einer kleinen Figur, die in dem unteren Streifen das Zentrum bildet) mit hochgestreckten Armen hochgehalten. Er ist der Stifter des Bildes. Im übrigen ist der ganze untere Streifen mit den Angehörigen der Familie des Stifters bemalt. Diese interessanten, kleinen Figuren, welche ich an Ort und Stelle nicht kopieren oder beschreiben konnte, sind im Original im Museum. Wand A. Dieses Bild ist noch mehr beschädigt als das vorige. Die große Buddhafigur, welche auch hier das Zentrum bildet, ist nicht bloß fast ganz abgerieben, sondern Kopf und Brust sind mit Ketmenhieben völlig zerschlagen. Vor dem Buddha kniete mit gefalteten Händen ein König, hinter ihm ein Mönch, mit einem Stock, auf dessen Spitze ein Schädel aufsitzt. Diese merkwürdige Gruppe ist jetzt im Museum. Hinter dem Buddha steht ein gepanzerter Vajrapäni, mit der L. den Wedel schwingend, in der R. einen Donnerkeil. Über ihm ein betender Bodhisattva. Der obere Teil der vor Buddha liegenden Seite ist herabgeschlagen, da die Türwand hier noch mehr beschädigt ist, als auf der anderen Seite (Fig. 532). Wohlerhalten aber, weil völlig mit Sand verschüttet, ist der Streifen unter dem Bilde, der der Stifterreihe der anderen Seite entspricht und, wenn ich mich recht erinnere, die weiblichen Angehörigen der Familie darstellt. So grob und schematisch, die Bilder in ihrem oberen Teile sind, so reizvoll und amüsant ist diese untere Reihe von Frauen und Kindern, Es sind drollige Szenen kleiner und halberwachsener Mädchen, Frauen, die ihre Kindchen säugen usw., als hätte der Maler die Gruppe nach dem Leben kopiert. Die Frauen haben die hohen Hörher auf dem Kopfputz mit roten Tuchlappen darauf, die wir von früher her kennen. Die ganze Serie ist jetzt im Museum. Die beiden Bilder differieren von den Bildern der Seitenww. der Cella auf das auffallendste. Die beiden Seitenwände b, B der Halle und die Kultfigur mit der sie umgebenden Rückw. D bilden nun eine stilistische Einheit, sie sind offenbar gleichzeitig entstanden. Vor der Rückw. ist da, wo der Berg aufhört, ein Vorbau c' C angesetzt, der 90 cm Tiefe hat. Ihm entspricht in der Richtung der Wände b, B der Cellä ein ebenso tiefes (90 cm) Stück c, C, welches nicht unter dem Gewölbe der Cella liegt. Der Umstand nun, daß die 256 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage 8. oberen Teile dieser Verlängerungen der Seitenww. bis zur Hälfte herab völlig demoliert sind, wobei aber noch deutlich ist, daß große Balken hier in die Wände eingesetzt waren, ferner, daß auch der obere Teil des Vorbaus [c'} C) hinter dem Kultbild mit diesem völlig herabgerissen sind, beweist, daß diese Partie vor dem Berge ein besonderes, auf großen Balken liegendes Dach wahrscheinlich mit einem auffallend hohen hölzernen Aufbau gehabt hat. Das Bedürfnis von Brennholz, das die spätere Bevölkerung dazu brachte, alle Säulen und Balkone, alle Türen und Vordächer ins Feuer wandern zu lassen, hat auch hier die Demolierung verschuldet. Ausstattung und Bemalung der Rückwand D und der Seitenwände b B. Rückw. D. Vor der Rückw. ist noch ein Rest des halbkreisförmigen Sockels erhalten, auf welchem die Kultfigur, nach allen Indizien ein sitzender, predigender Buddha, gesessen hat. Reste davon fanden sich im Schutt. Was von Gemälden auf d. Rückw. selbst erhalten ist, ist zwar wenig, aber immer noch genug, um zu bestimmen, daß die Predigt von Benares, im Gazellenparke, der Stoff der Darstellung war. Denn unmittelbar über dem Sockel, also neben der R. Seite der zerstörten Buddhafigur, sind zwei kniende Gazellen auf der Rückw. erhalten. Merkwürdig ist, daß nur die vorne kniende ein normales Geweih hat, während die dahinter kniende ein seltsames Gebilde aufhat, das man nur als stilisierte Abnormität betrachten kann, wenn man nicht vorzieht, darin eine ausgezackte Tuchkappe zu erkennen, welche dem als besonders zahm gedachten Tier aufgesetzt ist (Fig. 533 a). Daneben sind vier große stilisierte Flammenzungen, je zwei auf jeder Seite, abgebildet, welche der Hintergrund für vier »Clay« - Figuren von heiligen Mönchen waren, die ursprünglich neben dem Buddha saßen, aber zerstört sind. Interessant ist, daß jede dieser Flammenzungen, welche aus roten, grünen und hellgelben Streifen und Mustern kombiniert sind, ganz verschieden gebildet sind. Es ist unmöglich, sie alle genau zu beschreiben, und so möchte ich nur unter Konstatierung dieser Differenzen, die von einfachen Streifen bis zu einem komplizierten Muster aufsteigen, die Vermutung wagen, die verschiedenen Muster könnten die vier Stufen des »Pfades« zum Nirväna: srotäpatti, sakridägämin, anägamin und ärya sein (Fig- 533 b, c). Über diesen Flammenzungen sieht man noch Reste von Darstellungen von Göttern an der Wand. Seitenw. b. Der ob. Teil dieses figurenreichen und schön ausgeführten, übrigens stark chinesisch beeinflußten Bildes ist durch den Einsturz des Gewölbes zerstört worden. Die untere Hälfte ist leidlich erhalten, e e A großer, predigender Buddha, sitzend auf einem prachtvollen Lotus, der auf einem e ^ d d ^ hohen, wundervoll bemalten Throne sitzt, B C zwei etwas kleine sitzende Bodhisattvas auf A hohen Thronen, dd Kopf- und Brustpartie von zwei Mönchen, etwas kleiner, als die vorigen h ^ ^ ^ S Figuren, e e e e Köpfe von Bodhisattvas, ebenso groß. / acht stehende Göttinnen, je vier auf jeder Seite. Alle diese Figuren mit Ausnahme der Mönche haben Aureole. Bei g stehen zwölf noch kleinere Figuren, die Repräsentanten der zyklischen Tiere des Kalenders. Alle hatten einst auf einem kleinen Blättchen ihre uighurischen Namen vor sich. Diese Blättchen sind z. T. jetzt zerstört. h Eine Gruppe von Göttern und Göttinnen in noch kleineren Figuren, darunter Hayagrtva. Von / an stehen alle Figuren auf bunten Glückswolken, sind also als von beiden Seiten heranschwebend gedacht (Fig. 534.) Unter dem Bilde sind (als Sockeldekoration) zwei Reihen ganz kleiner Bildchen mit legendenhaften Darstellungen, deren Einzelheiten ich an Ort und Stelle nicht zu beschreiben vermochte. Die ganze Serie ist jetzt im Museum. Seitenw. B. zerstört ^ prachtvolle Miniaturkapelle, welche die Mitte des Bildes bildet. Davor kniet h h bei B ein großer alter Mönch im Flickenmantel, die Hände in Anjali-Position. Bei F und ^A^ . G zwei hochliegende Kapellen, in deren Halle je ein predigender Buddha, umgeben von F C B G J Mönchen und Göttern, sitzt. Bei fg sitzt, jedesmal der Kapelle zugewendet, derselbe £ Mönch, der in B als Greis dargestellt ist, in jüngerem Alter — mit schwarzem Haar und Bart — offenbar der Stifter. Bei CDE sind große, gepanzerte Götter abgebildet, D (mit Schwert) und E stehend und nach ob. blickend, C in derselben Position, wie der Alte B ihm gegenüber kniend, vermutlich der Yi-dam des Heiligen. Bei h h noch Köpfe von Göttinnen. Der obere Teil des schönen Bildes ist zerstört, Fig- 535- R- u- L. von diesem Mittelbilde sind Streifen mit Darstellungen in kleinen Figuren, welche die geistlichen Exerzitien, Visionen und andere Szenen aus dem Leben des Stifters enthalten. Diese Platten sind im Museum. Unter dem Bilde läuft noch ein merkwürdiger Bilderstreifen als Sockeldekoration hin. Unter G sitzt eine Figur, welche man Bodhisattva oder Personifikation des Dharma nennen kann. Diese Figur verteilt an Elende aller Art, welche auf sie zuschreiten — Krüppel, Lahme, Blinde, — Edelsteine. Tempel Bäzäklik (Murtuq). Abb. zu H. 8, 10. 257 A A Ja es \»y > 4 n /¦so \\)C/ Fig. 533 a. Fig. 533 b. Fig. 533 C Fig. 534- H. 8. Fig. 535. H. 8. Grünwedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Türkis tan. 3 .0 i *£. A Fig. 537a Höhe d. Höhle 10:5,25 cm, Dicke der Tür-pfeiler: 1,25 cm. Fig.537b. Sockel vor der Rückw. hoch 1,30 cm, breit 1,65 cm. Hohe der jetzt zerstörten Statue , 15 cm ohne Sockel. Fig. 538. Muster aus d. Gewände d. Stifterfig. C. Fond himmelblau, Vögel mattgelb, Rand rot m. weiß. Peilen. Conturen rotbraun. Orig. 16 cm. Durchm. — Höhle 10. X Fig. 539- Muster aus d. Gewände d. Stifterfig. auf e, Fond himmelblau, Tiger mattgelb, Rand rot mit weiß. Perlen. Conturen rotbraun. Orig. 16 cm Durchm. — Höhle 10. '7 258 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage 8. Das Gewölbe der Cella ist, wie erwähnt, zerstört. Aber aus zahlreichen Trümmern, welche im Schutt sich fanden, ergab sich, daß die Bemalung in einer Berglandschaft bestand. Die gefundenen Stücke stellten Schneestürme dar, Gewitter, einen Anfall von bewaffneten Räubern auf Reisende. Das Gewölbe enthielt also ähnliche Darstellungen, wie die Randbilder der Avalokitesvaratempelchen. Vielleicht ist auch als Kultfigur über dem Stifterbild des Mönches auf Seitenw. B Avalokitesvara anzunehmen. Dann wäre der gegenüberstehende Buddha auf Seitenw. b als Amitäbha zu bezeichnen. Ich vermute, daß die Bilder b B und der Umbau der Cella spätere Eindringlinge in ein älteres System sind, von dem die Bilder a, A an der Türw. noch die Reste sind. Außer der stilistischen Differenz der viel jüngeren Bilder b B und der Restauration von D bekommen wir noch einen Hinweis, was die Wände b B enthalten haben, durch die Wahl der Bilder im Zwischenraum c c' C C. Bei c ist, dem Bilde b zugewendet, ein großer Amoghapäsa, umgeben von Mönchen, dargestellt. Es ist eine Nebenform des Avalokitesvara und somit seine Darstellung durch die Bilder b B, wenn meine Erklärung richtig," ist nahegelegt. Bei C ist als adjacens zu Bild B eine Reihe von kleinen Bildern gewesen. Der ob. Teil ist zerstört: es ist aber zweifellos, daß wir eine detaillierte Darstellung der Pancagatis vor uns haben. Wohl erhalten ist eine ganze Serie von kleinen Bildern, welche die Höllen vorstellen. Auch diese Darstellungen sind passende Zugaben zu einem Avalokitesvarabild. Gegenüber aber auf der Wand des vor dem Berge liegenden Vorbaus D, welcher als Predigt von Benares gleichzeitig mit der Herstellung der Bilder b B (wieder) restauriert wurde, sind zwei im Stile der Restaurationsperiode des alten Mönches gezeichnete Pranidhibilder — bei c', C. Bei C ist deutlich das Dipankarajätaka. • ¦ Wenn ich nicht irre, liegt hier die Lösung des Rätsels des Vorbaus c C, c' C. Diese beiden Pranidhibilder waren vor der Restauration durch den alten Mönch auf den Wänden b B dargestellt als richtige Pendants zu den älteren Bildern auf d. Türww. a A. Man wollte sie nicht beseitigen und brachte sie hier (C C') verkleinert an, indem man den gegenüberstehenden Wänden Darstellungen gab, die einigermaßen dazu paßten, ohne gerade nötig zu sein. Die Gänge neben dem Kultbild D : E e und der hintere Verbindungsgang Ff. Der älteste Teil der Anlage sind die Gewölbe der Gänge im Berge. Sie sind in dem alten Stil von Tojoq und Ciqqan Kol bemalt, der als eine Variante des Stiles von Qyzyl bezeichnet werden muß. Die Decken sind als Kassettendecken in hellblauen, hell- und dunkelgrünen und braunen Mustern bemalt, und zwar wiederholen sich die einzelnen Felder fünfmal im hinteren Gange (hoch 4,20 m) und je zweimal in den Seitengängen (ebensohoch) mit leichten Varianten der Muster: Fig. 536. Von dieser alten Malerei heben sich nun die übrigen Bemalungen der Gänge deutlich als Restaurationen ab. Inmitten der Hinterw. F und der gegenübersteh. W. / ist je ein Buddhabild mit zwei Bodhisattvas von 1,16 m (über dem Sockel) und 1,50 m gewesen. Diese Kopien offenbar alter Bilder in ruhigen, schönen Konturen sind jetzt im Museum. Ebensolche Bilder 1,56 m breit, 1,16 m hoch sind auf beiden Seiten der Seitengänge unmittelbar neben c c', C C. Der übrige Raum der Gänge ist mit neun Reihen von meditierend sitzenden Buddhas, von denen viele zerstört sind, geschmückt in abwechselnd blauen, grünen und roten Roben. Jedes solche Bildchen ist 40 cm hoch, 20 cm breit. Der 90 cm hohe, gemalte Sockel darunter besteht aus nach unten stehenden Spitzen, ebenfalls einer Nachahmung des alten Stils, und darunter dem Mauermuster (»liegend geschindelt«) mit abwechselnd hellen und dunklen Ziegeln, deren oberste Lage als von oben gesehen — also als vorstehender — von der Seite gesehener Rand gedacht ist. ^'g- 536. Gewölbe: Ornament des Ganges F, f hinter dem Kultbild. Etwa 1,50 cm Quadrat. Farben: Mittelfeld: Wasser hellblaugrün (ebenso alle trennenden Linien) mit hellblauen Rahmen und Tupfen, ebenso blau ist die innere Reihe der Blumenblätter, während die übrigen hellbraun mit weiß. Rändern auf dunkler braunem Felde sind. Blattornamente darum und in den dreieckigen (acht) Feldern dunkelgrün, die dreieckigen Felder innen hellblau; Fond der mit Schlangenlinien durchzogenen Felder braun, die Blümchen abwechselnd (dunkel) blau, abwechselnd hellblaugrün, Im übrigen dunkelste Stufe der Schattierung blau, zweite mattbraun, hellste (weiß) hellblaugrün. Tempel Bäzäklik (Murtuq). Anlage 8, Halle 9. 259 Es ergibt sich also die folgende Baugeschichte: 1. Höhle mit Vorbau: ältester Bestand im Stil von Tojoq usw. Restauration der Wandbilder mit alten Reminiszenzen in der dritten Periode. 2. Periode: die Cella noch in alten Stilformen, enthielt nur Pranidhibilder. Die zwei durch den Umbau der dritten Periode beseitigten Pranidhis wurden später durch kleine Kopien bei C C ersetzt. Dadurch der Vorbau (besser Zwischenbau) nötig. 3. Periode: die Restauration des alten Mönches: Ersatz der Wandbilder in den Gängen z. T. nach alten Vorlagen aus Schicht 1, Vorbau vor den Berg zur Lozierung der Pranidhis, welche auf den Seitenw, durch das Amitäbha- und das Avalokitesvarabild ersetzt wurden. Ich gebe gern zu, daß damit noch nicht alle Schwierigkeiten, die die Anlage bietet, gehoben sind. Diese bestehen in der Erklärung der abgesperrten Räume ß ß' und den schwer zugänglichen a a\ Aber da hier gar keine Bilder, gar keine Indizien zu finden sind, müssen wir die Sache auf sich beruhen lassen und mit der Erklärung zufrieden sein, daß es sich um Räume handelte, welche Remisen waren und von oben durch Leitern erreicht wurden, obgleich ich ähnliches sonst nicht gefunden habe. Vermauerte Räume indes werden uns später noch genug begegnen. Halle 9 mit Nebenbau. Von dieser Halle gebe ich keine Planskizze, da sie von Herrn von LeCoq vermessen und bearbeitet worden ist. Es erübrigt hier, zu sagen, daß der Hauptbau im wesentlichen identisch ist, sowohl in der Anlage, wie in der Ausmalung mit Anl. 4. In der Hinterw. des hint. Umgangs befindet sich eine alte Höhle, welche, baufällig, schon in alter Zeit mit einer Mauer gestützt worden ist, dann aber aufgegeben und durch aufgelegten Verputz der hinteren Wand geschlossen wurde. Sie zu messen, war unmöglich, da man jeden Augenblick den Einsturz gewärtigen mußte. Ich kann, da durch das Herausnehmen der Bilder im Gange die Mauern des Umgangs formlos geworden sind und es unmöglich machten, die Meßschnur anzulegen, die Lage der Höhle auch nur von der Ecke der hinteren Wand der Cella bestimmen. Darnach liegt die alte R. Wand der Höhle auf der gegenüberliegenden Cellawand gemessen nur 50 cm von der Ecke entfernt: die Höhle liegt also keineswegs in der Mitte der Hinterwand. Ausgemalt war sie mit schönen, alten Buddhafiguren und darüber fliegenden Devatäs in eigentümlichem Stil, der an die Bildertrümmer erinnert, welche 1902 in den Ziegeln des Tempels T in Idyqutsähri gefunden wurden. Auffallend waren auch die vorkommenden Farben: Gelb für die Fleischpartien der Devatäs und Violett in verschiedenen Abstufungen an den Kleidern und den vorkommenden Wolkenstreifen. Retten ließ sich von den spärlichen Resten Nichts, da alles zu Staub zerfiel. An Anl. 4 ist, wie ob. erwähnt, an den vor der Anl. liegenden Hof ein querliegendes Gewölbe angebaut gewesen (Halle 5), das, sehr zerstört, doch Däkinibilder zeigte, Brähmanas in der Türlaibung und einen sehr tiefen Sockel vor der Hinterw. Hier bei 9 ist an die R. Außenw. des Umgangs ein Tonnengewölbe in der gleichen Richtung, wie der Hauptbau angemauert. Die Tür geht vom vord. Umgang aus seitwärts in den Raum. An der äußeren Türw. fand ich noch einen nach innen gewendeten, gehenden Brähmana, er trägt Tigerfell als Kleid und Fellwadenstrümpfe, hält in der R. einen Rosenkranz, in der L. eine Blume. Daneben sind zahlreiche uighurische Kritzeleien; Dhäranis, Besucherinschriften usw. Die gegenüberstehende Figur fand ich ausgehoben. Die lange Halle selbst ist durch eine Wand mit schmaler Eingangstür in zwei sehr ungleiche Teile geteilt. Die Langwände der vorderen Halle messen 5,25 m (Türw. 3,20 m, Türbreite 1,10 m, kürzere Türw. 95 cm), die der hinteren dunklen Räumlichkeit 3,75 m. Die Breite beider Räume beträgt 2,20 m. Hoch sind die Gewölbe 3,22 m. Im vorderen Raum sind Däkinis abgebildet gewesen: es waren auf der Langwand acht Figuren : : : :, auf der inneren Türwand vier : : und auf der vorderen Querwand ebenfalls vier. Alle Däkinifiguren, welche ich noch an Ort und Stelle sah, waren vierköpfig, aber diese vier Köpfe waren so angeordnet, daß neben dem großen Hauptkopf der Figur je zwei kleine Seitengesichter gemalt waren und über dem Scheitel ein vierter kleiner Kopf. Alle hatten vier Hände mit folgenden Attributen: Kärttrikä, Vajra, Kapäla, Päsa, doch waren diese Attribute bei den verschiedenen Figuren in verschiedenen Händen. Alle noch von mir vorgefundenen Däkinis standen auf grünen Fischen. Das Kostüm der Göttinnen kann man eine stilisierte Modifikation der Tracht der Göttinnen in den Bildern der Umgebung von Kuca nennen. Alle hatten auf Stirn, Wangen, Schläfen rote Schönheitsmarken. Die Decke war mit Lotusblumen bemalt, unter denen eine reiche, 40 cm hohe Festonborte hinlief. Im Übrigen muß ich auf Herrn v. LeCoq's Bericht verweisen. 17* 260 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Halle 10. Im hinteren, dunklen Gewölbe war auf einem Sockel das Kultbild eines auf einem hockenden Stiere sitzenden Gottes, dessen Figur bis auf die Beine zerstört war: Mahäkäla. Als Aureole waren auf der Rückw. züngelnde Flammen, aus Lehm geformt, aufgesetzt. Halle 10. Tiefes Tonnengewölbe Fig. 537 a, S. 257 mit einem Sockel für die Buddhafigur vor der Rückw. Verteilung der Gemälde. Das Gewölbe der Höhle ist bis zu den Pranidhi-Bildern herab mit je neun Streifen sitzender Buddhafiguren, ziemlich schematischen Figuren in der Haltung von Amitäbha, bemalt, im Zenit stoßen die Scheitel der Figuren zusammen. Vor der Rückw. war ein Sockel, Fig. 537 b, 540 a,b, dessen Mittelfeld nach vorn die Predigt von Benares darstellt, an seinen Seitenww. war je ein Stifterbild, und zwar bei b ein kniender, älterer Mann und ein stehender Knabe, beide mit Blumen und der »Pschent «artigen Mütze. Ebenso war auf der Rückw. b selbst der Mann und der Knabe stehend abgebildet. Daneben waren zahlreiche rote und schwarze uighurische Inschriften. Ebenso bei B und der an B stoßenden Sockelseite, dort war auch eine chinesische Inschrift in seltsam steifen Charakteren. Neben der Buddhastatue sitzen in der Luft R. sechs gemalte Buddhas, L. nur fünf, genau dieselben, welche zur Dekoration des Gewölbes verwendet sind. Über der Statue war ein prächtiger »Canopy«, von dem nach R. und L. je ein glockenläutender, weißer Dämon ausgeht. Den Bogen füllen wieder Buddhafiguren, zweiundzwanzig an der Zahl, wie die der Decke. TUrwände C, c. Je ein stehender Stifter, nur vom Gürtel an (nach unten) erhalten inpracht- _ ^V— ^ voll gemustertem Gewände. Bei C mit Schwert an der Seite. C Fig. 540 b. Ornament des Gewandmuster zwei fliegende Vögel, Fig. 540a. Ornament des Buddhasockels (Fig. 537b, S. 257) Buddhasockels bei A, Fig. 538, bei C springender Tiger, beiß, 10 cm hoch. 9cm hoch. Fig. 539, S. 257. Auf der Türlaibung je eine stehende Gottheit, auf Lotussen stehend, doch fast ganz zerstört. Verteilung der Fresken auf den Seitenwänden. Die Seitenwände sind bis zu der Stelle, wo die gerade Wand in das Gewölbe übergeht, in je vier große Felder mit Pranidhi-Darstellungen geschmückt. Jedes Feld ist ohne obere Borte 3,05 m hoch und ohne Trennungsborte 1,76 m breit. Jedesmal ist die Hauptfigur ein kolossaler Buddha mit Aureole und Vesica, wie in a (Idyqutsähri) oder ob. Anl. 4 usw., doch sind die Figuren nicht so fein ausgeführt und nicht so korrekt, besonders sind die Nebenfiguren trotz der sehr großen Köpfe kurz und zwerghaft, was auffällt, wenn sie stehend dargestellt sind. Schemata der Pranidhi-Bilder, soweit sie erhalten sind: a, 1 VIII IV a, 1. I stehender Buddha nach der Kultstatue vor der Rückw. gewendet, II Mädchen mit Blumen- III teller, III, IV verloren, da das Bild oben bis zur Hälfte schwer beschädigt ist, V Bodhisattva mit Blumen-1 kränz, VI, VII zwei Bodhisattvas übereinander, welche die Hände falten (anjali), VIII Nimbus, in welchem yj eine kniende Figur abgebildet ist, welche sich verneigt *), II—VIII kleinere Figuren, als der kolossale II Buddha. V a, 2 VIII a, 2: 7 großer Buddha, wie a, I, II, III zerstört, IV Bannerträger, gepanzert, V gepanzerter König, VII ^ kniend betend, VI, VII zwei Bodhisattvas, VIII zerstört, II—VIII kleinere Figuren, bei x ein kleiner VI I III kniena*er Stifter mit gefalteten Händen und »Pschent«artiger Mütze. VxIV a>3 a, 3: I großer Buddha, hält eine Schmuckkette, sonstwie a, I, II—VI kleinere Figuren, Z/Mönch I III rasiert einem knienden König den Kopf, III Mönch nach unt. blickend, IV Bodhisattva, anjali. Die Figuren II IV der ob. u. mittl. Partie vor dem Buddha sind zerstört. *) Vgl. z. Sache den Päli-Ausdruck bhiimiyarn ca antalikkhe päkato, Avidurenid. V. Fausböll, The Jataka, 1,43- Tempel Bäzäklik (Murtuq). Halle 10. Halle n 2ÖI ^VII VI a> 4: I Buddha, hält eine Schmuckkette mit Langperlen, sonst wie a, 1, II jugendlicher Fürst auf j y einem Thron nach rückw. weisend, 777, IV Prinz und Prinzessin, jede Figur hält einen goldenen Teller mit II III, IV flachen Broten, V Bodhisattva, VI zerstört, VII Palast oder Kloster. II—VI kleinere Figuren. A 1 1 jy A, 1: I Buddha, nach d. Rückw. gew., II langbekleideter Bodhisattva mit großem Teller, worauf III ein jetzt undeutlicher Gegenstand lag, III zerstört, IV Nimbus, in welchem eine kniende Figur erscheint, I wie a, I VIII, — V Mädchen. Der Rest zerstört, II—V kleinere Figuren. A, 2 genau wie a, 2, doch ohne das bei x abgebildete Stifterfigürchen. A,3 Yj A, 3: I Buddha gegen II, III gew., II—V kleinere Figuren: II Bodhisattva an einer Blume riechend, I—* II in Mönch schert einen König, V betender König, IV Vajrapäni, VIf VII fehlt. V III A,4 YjjVIII V A, 4: I Buddha, II Brähmana, vor einem Blätterhäuschen sitzend, hält ein Goldstoffge- IV VI wand, III Brähmana, stehend, hält ein Goldstoffgewand, IV Bodhisattva, anjali, V, VI zwei III x II Bodhisattvas, VII, VIII zerstört, bei x große uighurische Inschrift eines späteren Besuchers. Unter den Bildern a, I—4, A, 1—4 läuft ein Sockel hin, bestehend aus dem bekannten schwarzen und weißen, liegend geschindeltem Muster. Halle 11. Diese Halle besteht aus zwei Teilen: einer vorderen Halle (Tonnengewölbe), welche durch eine Querwand (der Rückw. des Kultbildes) von einer ebenso breiten und wenig tieferen geschieden ist, welche nur einem halben Gewölbebogen als Dach hat, Fig. 541 a, S. 262. Offenbar liegen Umbauten eines älteren Systems vor. Über diesem hinteren Räume, der leer und durch eine später durchgebrochene Öffnung neben dem Sockel der Kultfigur zugänglich ist, steht noch ein leeres, weiß getünchtes Gewölbe, das nach vorn offen ist. Die vordere, untere Halle (3,60 m hoch), welche allein als Kultraum in Betracht kommt, hatte eine sehr interessante, wenn auch schwer erklärbare Ausstattung, interessant dadurch, daß sie, wie die der Avalo-kitesvarahöhlen, öfter vorkommt und uns schon durch ein Hängebild aus IdyqutSähri bekannt ist vgl., » Be* rieht«, S. 68. ^ Auf die Rückw. war ein hoher Terrassentempel gemalt, davor gewissermaßen in der Haupthalle befindlich sind zwei sitzende, aus Lehm usw. geformte Buddhafiguren, welche einander zugewendet sind. In der Luft über dem Palast sieht man Glückswolken und herabschwebende Götter, L. unt. neben der L. sitzenden Buddhafigur zwei gemalte Götter mit gefalteten Händen, R. von der R. sitzenden Buddhafigur vier Nägaräjas, welche im Wasser stehen und auf Tellern Cintämanis tragen, Fig. 541b. Der Sockel ist auf den Seiten mit Ornamenten bemalt, Fig. 542, S. 262. Von den Gemälden der Seitenw. ist nur das Bild auf W. a (R. v. Eing.) erhalten. So sehr die gegenüberstehende Wand zerstört ist, so läßt sich aus den Resten doch mit Sicherheit sagen, daß ihre Dekoration im wesentlichen dieselbe war, wie die der W. a. In beiden Gemälden war ein großes, reich gegliedertes Hauptbild im Zentrum, R. und L. davon je ein 40 cm breiter Streifen mit je sieben übereinanderstehenden, 26 cm hohen Bildchen. Unter jedem der beiden Hauptbilder war ferner ein etwa 24 cm hoher Streifen, welcher, die ganze Länge ausfüllend, eine besondere Darstellung enthielt, welche jedoch nach Analogie der übrigen Repliken enger zu den Hauptkompositionen zu gehören scheint, als die kleinen Bildchen an den Rändern derselben. A A je ein großer stehender Buddha nach auß. gewendet; a sieben Bodhisattvas mit gefalteten 1 1 1 1 1 Händen, je nach der Richtung des Pfeiles, dem einen oder anderen Buddha zugewendet, bb zwei ebensolche / 7 c Lokapälas, c ein Bhiksu; dGeländer; e fünf u. /sechs y ^ ^3 är ^ en face ge sehene Bodhisattvaköpfe, welche über ein ^ ¦ y IT ¦ <*- *a -* Geländer (?) zu blicken scheinen, die fünf oberen füllen die Lücken der sechs unteren; 1, 2, 3, 4 vier von Glückswolken, die vom Zentrum ausströmen, gebildete Felder, in I in der Mitte ein sitzender predi- \ / f gender Buddha, zu dessen R. fünf betende Mönche, zu dessen L. neun solche sitzen, in 2 ein predigender, *) Dort Zeile 2 von unten ist statt »im Profil« en face zu lesen. 262 Tempel Bäzäklik (Murtuq.) Halle 11. nach vorn gewendeter Bodhisattva, vor dem ein vom Rücken gesehener Bodhisattva kniet, R. v. d. Hauptfig. vier, L. fünf betende, sitzende Bodhisattvas. Nach den erhaltenen spärlichen Resten war 3 im wesentlichen gleich I, 4 Fig. 541 a. Halle II. l.......... I I I L J 3 I 1< o I r? Fig. 545. Halle 12. 17 cm Fig. 541 b. Rückw. der vord. Halle v. Anl. Fig. 546. Halle 13. Fig. 547. S. 265. F'ig. 542. H. 11, Sockelseite.. Orig. 50 cm hoch. Fond u. Linien auf d. weiß. Ornamenten hochrot Fruchtboden d.Mittelblumehellgelb, unt. Streifen mattbraun mit schwarzer Ornamentzeichnung. Fig. 544. H. 11, Seitenbildchen der Seitenw. a bei 5. Orig. 29 cm hoch. gleich 2. g, g Noch zwei Bodhisattvaköpfe zu e und / gehörig; h ein nach unt. blickender Bodhisattva mit gefalteten Händen; i i i i i fünf sitzende, auf Glückswolken schwebende dem Rückw.-Bild zugewendete Buddhas. Es geht aus dem Erwähnten hervor, daß die Dekoration unserer Halle identisch ist mit dem in »Bericht« beschriebenen Hängebild, nur sind die zwei Buddhas im Palaste hier als Dekoration der Rückw. ver- Tempel Bäzäklik (Murtuq). Halle n. 263 > F<3 wendet, während der untere Teil des Bildes auf zwei Wände verteilt ist. Der lange Streifen untre dem Bilde der Seitenw. a stellt offenbar eine Wallfahrt zu einem berühmten Tempel oder einer Tempelstadt vor. —>¦ —> —? —>—>-—> —?-<—? <— 14 13 12 Ii 10 9 8 76 5 432 I Bei 1 war eine Inschrifttafel, deren Inschrift erloschen ist,. 2 eine kleine, menschliche Figur (Mönch?), welche sehr verwischt ist, neben einer Baumgruppe nach 3 hin gewendet; 3 ein großer Tempel (oder eine Stadt?), 4 eine zerstörte Figur, anscheinend eine Gottheit. Sie scheint sich nach 5 zu wenden; 5 ein sitzender Mann, die größte aller Figuren, offenbar die Hauptperson der ankommenden Karawane, er hält die R. vor die Brust und erhebt die L.; 6 hohe Berge und Bäume daneben; 7 im Mittelgr. des Bildes eine Brücke, über welche vier Figuren mit erhobener L. leicht gebeugt nach 3 gewendet, hintereinander gehen; 8 im Vordergr. zwei Pilger, in ders. Richtung stehend, mit erhobenen L. Armen; 9 Pferd, Esel und Kamel mit Gepäck oder Opfergaben beladen; 10 = 6; 11 eine Frau mit großem breitkrämpigen Hut, welche sich nach 12 umwendet und mit erhobener L. den Weg zeigt, offenbar eine Lokalgottheit; 12 fünf mit gefalteten Händen sich nähernde bärtige Männer, zwei davon mit weißen Turbanen und nach hinten herabhängendem Staubtuch; 13 Esel, Pferd, Ochse und Kamel mit Traglasten, 14 Gebirgslandschaft: Fig. 543. Seitenbildchen der Seitenwand a. Reihe an der Tür vor der hinteren leeren Cella (neben dem Kultbild). Von ob. nach unt. folgen die Bildchen: 1. Buddha predigt zwei Göttern, fünf Mönchen, 2. Verbrennung von Buddhas Sarg (?), 3. Parinirväna des Buddha, 4. Buddha predigt zwei knienden Göttern, 5. Gebirgslandschaft, ein Mann steht mit gefalteten Händen vor zwei riesigen Geharnischten, deren Panzer bis zu den Füßen herabreicht, sie sind behelmt und halten Schwerter (Fig. 544). Hinter dem Manne sieht man Mauern und eine Laubhütte, 6. Gebirgslandschaft: zwei Männer flüchten vor einer Wetterwolke, in der ein Drache steht, 7. Gebirgslandschaft: ein Mann flieht vor zwei unbestimmbaren wilden Tieren. Die Bilder an der Türwand sind zerstört. Seitenbildchen der Seitenwand A I (allein erhalten) eine Dame vor Buddha stehend, von ihr geht eine Wolke aus, in welcher die Sonne erscheint, vier kleine Kinder knien zwischen ihr und Buddha. 264 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Halle 11, 12, 13. 1 (F 2 \ ir Beim Ausräumen der Halle kam noch das unterste Bildchen des Seitenstreifens von W. A neb. d. Rückw. zum Vorschein. Es ist jetzt in Berlin. Leider habe ich an Ort und Stelle vergessen zu notieren, was darauf dargestellt war, so daß ich es hier nicht angeben kannP Die Bilder der Türwand sind völlig zerstört. Auf dem Gewölbe waren auf jeder Seite über a, A je sechs Reihen meditierender Buddhas mit dem Scheitel gegeneinander gewendet. Der Sockel, auf welchem die Buddhafiguren saßen, ist 1,65 m breit, 73 cm tief und war 90 cm hoch. Die Profile boten nichts Besonderes. Im Mittelfeld der Vorderseite war als Mittelgruppe ein predigender Buddha dargestellt, rings von Glückswolken umgeben, L. von ihm drei Bodhisattvas und ein Bhiksu betend, R. vier solche Bodhisattvas. R. u. L. davon waren interessante Stifterbilder, welche jetzt in Berlin sind. Auf den Seitenfeldern des Sockels waren nur Ornamente in rotem Fond, Fig. 542, S. 262. Halle 12. Auch hinter dieser Halle, Fig. 545, S. 262, ist noch ein Raum, welcher noch I m tief ist und der auch höher war, als die vordere Halle, welche nur 2,95 m hoch ist. Dort wurde ein sehr großer Topf gefunden, der mit der Öffnung nach unten eingegraben war; darin lagen ein paar Knochenreste. Über die Räume hinter dieser und den benachbarten Hallen vgl. unten Anl. 15. Vor der Rückw. der Halle ist noch der Rest eines 85 cm hohen Sockels. Auf diesem Sockel war ein schöner sitzender Buddha; Reste dieser »Clayfigure« sind noch erhalten. Die Seitenfiguren (Parivära) dieses Buddha, welche auf die Rückw. gemalt waren, sind L. v. d. Fig. verloren, R. von ihr ist eine Gruppe von drei Figuren erhalten und zwar bei 1 ein Vajrapäni, bei 2 eine Göttin mit einer Lampe in der Form, wie sie in Qyzyl usw. so oft vorkommt, vgl. »Bericht« Taf. XVII, I, und bei 3 ein Bhiksu, natürlich sind alle drei der Kultfigur zugewendet. Über den Resten der Buddhafigur sieht man noch auf d. Rückw. einen prächtigen Schirm (Canopy). Die Buddhafigur war 1,40 m hoch. Auf der Vorderseite des Sockels waren die Attribute der Predigt von Benares gemalt; diese Platte hat schon A. von LeCoq ausheben lassen. An den Seiten war der Sockel nur mit Ornamenten bemalt. Die Buddhafigur vor der Rückw. war das Zentrum der Predigt von Benares. Seitenw. a, A waren je mit drei Pranidhi-bildern bemalt, jedes dieser Bilder ist mit dem Fußstreifen 2,25 m hoch und ohne die Ornamentborten 1,35 m breit. Da die Türw. und der vord. Teil der Halle stark gelitten und alle Bilder eingebüßt hat, ist auf jeder Seite das vordere Bild a, 1, A} I zerstört. Auch die erhaltenen Seitenw.-Bilder sind schwer beschädigt. Es läßt sich noch das Folgende erkennen: a, 2 zerstört zerstört A großer stehender Buddha, wie gewöhnlich, B ein kniender gepanzerter König, C ein A gepanzerter Fahnenträger. A großer stehender Buddha usw., B ein Bhiksu, welcher einem König das Haar schert, um ihn als Mönch einzukleiden, C stehende Figur mit einem Opferteller, D Bhiksu, E ein Bodhisattva. A großer stehender Buddha usw., B ein Bhiksu, welcher einem König das Haar schert, C ein Bodhisattva. Dies Bild ist a, 3 sehr ähnlich, nur sind die Figuren verso dargestellt. A großer stehender Buddha, B ein Brähmana, welcher Buddha ein Goldgewand anbietet, C ein zweiter Brähmana mit einem Goldgewand vor einer Blatthütte, D, E, F Bodhisattvas, G ein Bhiksu mit Aureole. Natürlich sind die stehenden Buddhafiguren auf jeder Seite der Rückw. und die Nebenfiguren der Bilder von beiden Seiten der Buddhafigur A zugewendet. Das Gewölbe war mit sitzenden Buddhas bemalt, welche, auf und zwischen Glückswolken schwebend, nach der Rückw. gewendet waren, nur vier dieser Figuren sind noch erhalten. Halle 13. Über dieser Halle war ein zweites leeres Gewölbe. Die Halle selbst ist sehr zerstört, die jetzt zerstörten Türwände waren sehr schmal, die Halle 3 m hoch: Fig. 546, S. 262. B C 3- E D A B C A, . 2. zerstört zerstört A C zerstört B A. - 3- F G D A E B C Tempel Bäzäklik (Murtuq). Halle 12, 13. 265 Vor der Rückw. war eine schöne, sitzende, jetzt zerstörte Buddhafigur, auf einem jetzt völlig vernichteten Sockel. Die Aureole der Figur ist noch erhalten. Daneben sind auf jeder Seite der Figur je drei gemalte meditierende Buddhas (jeder 32 cm hoch) übereinander sitzend erhalten. Auf den Seitenw. sind je neun Reihen meditierender Buddhas noch erkennbar. Am Fuß dieser Figuren läuft eine hübsche Borte hin, welche aus alternierenden Zackenmustern (21 cm hoch) und dem bekannten liegend geschindelten Ornament (vgl. »Bericht« S. 91 Fig. 79a) bestehen (40 cm hoch): Fig. 547, S. 262. Halle 14. Diese Halle, Fig. 548, ist 3 m hoch und hinter ihr und zugleich über ihr liegt ein zweites höheres Gewölbe. Sie ist sehr zerstört. Das Erhaltene und Erkennbare ist das Folgende: Vor der Rückw. steht noch ein Sockel für eine Buddhastatue, welcher etwa I m breit, 60 cm hoch Fig. 550b. Höhle 17. ist. Die Figur ist zerstört. Über ihr war auf die Rückw. ein Strahlenkranz gemalt mit zehn runden Scheiben (Halos) zwischen den langen Strahlen. Auf den Seitenw. sind die Bilder unmittelbar neben der Kultfigur erhalten. Seitenw. a, x zeigt einen Bodhisattva, welcher auf einem hohen Throne sitzt, er ist umgeben von sechs Reihen übereinander sich erhebender sitzender Bodhisattvas, alle mit Aureolen versehen. Vor dem nach der Rückw. gewendeten Bodhisattva kniet ein König, ohne Aureole, welcher Juwelen auf einem Teller anbietet. A, x ist ebenso bemalt wie a, x; nur ist der Kniende ein Bodhisattva, der seine Aureole wie einen Teller hinter dem Kopfe hat (vgl. ob. S. 176, Schema VIII), er hält die Hände gefaltet (anjali). Auf den schmalen Türw. waren unten drei (?) Reihen von Stifterfiguren und ebensolche Figuren waren auf den Seiten des Sockels der Kultfigur vor d. Rückw. Dort waren schön gezeichnete Mönchsfiguren. Auf den gebogen zurücktretenden Türlaibungen scheinen keulentragende Lokalgötter gemalt gewesen zu sein. Die beiden Hälften des Gewölbes waren mit vier Reihen 32 cm hoher, meditierender Buddhas bemalt, welche im Zenit mit den Köpfen zusammenstießen. In diesem Zwischenraum waren Blumenornamente. 266 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Raum 15, Anl. 16, Höhle 17. Raum 15 und Annexe. In der Höhe der Decke der hinteren Verlängerung von Halle Ii liegt ein Raum (Fig. 549) mit einem Kang vor der Rückw. und einer schmalen Seitentür, welcher offenbar eine Wohnzelle war. Von seinen Mauern sind nur Rampen erhalten, von denen aus die moderne Bevölkerung in die Ruine hinabsteigt, ein Weg, den auch wir oft genug benutzten. ' Das alte Dach ist verloren, wahrscheinlich war es ein Gewölbe, welches den Raum mit einem dahinterliegenden, der durch eine schiefe Mauer davon getrennt ist, verband. Zu diesem hinteren Raum muß eine besondere Tür mit Stufen den Eintritt vom Berge, der hier fast in gleicher Höhe herantritt, ermöglicht haben. Aus diesem hinteren Räume führt eine baufällige, gewölbte Treppe in den I m tiefen Raum hinter Halle 13, welche unten vorliegt, in einer Reihe mit H. Ii u. 12. Hinter H. 12 war früher eine mannshohe Tür mit sehr dicken Pfeilern. Dies war wohl der eigentliche Mündungspunkt der Treppe. Den Weg nach dem Hinterraum von H. 13 scheinen die Türken durchgebrochen zu haben. Ob der Gang, der an die Treppe sich anschloß, noch weiter führte, läßt sich heute, wo ein ungeheurer Schuttberg den natürlichen Berg vergrößert hat, nicht ausmachen, schon deshalb, weil jede Grabung neue Abrutschungen verursacht. Vielleicht war dieser Gang als Ausgang nach der Terrasse schon in der letzten Zeit nicht mehr im Gebrauch, denn die hinteren Räume waren in H. 12, 13, 14 sicher zuletzt durch die Wand mit dem Kultbild der vorderen Hälfte der Hallen abgesperrt. Diese dunklen Räume hinter den Kulträumen, an sich Reste anderer Anlagen, waren offenbar zuletzt nur Remisen für allerlei Gerät usw. der Mönche, das am besten auf dieser Hintertür nach dem Tempel gebracht wurde. Wenn das der Fall ist, dürfen wir wohl in der schiefen Mauer des Raumes 15 ein Fensterchen annehmen und zugleich vermuten, daß hier ein Pförtner gehaust hat. Vielleicht waren die unbemalten, hochliegenden Gewölbereste hinter 13—15 ebenfalls Mönchszellen. Seltsam ist, daß auf der Treppe viel Manuskriptreste gefunden wurden, hier lag z. B. das Fragment einer Sanskritgrammatik, welches Professor Sieg publiziert hat. Vielleicht sind umfangreiche Remisen, welche früher an Stelle von 12—14 standen, später durch die danebenliegende große Halle 16 mit ihren drei Räumen ersetzt worden, welche in den an der Ecke stark vortretenden Berg gelegt sind. Anlage 16. Diese großen, zur Aufnahme von Pilgern usw., wenn wir nicht irren, eingerichteten Räume (vgl. Plan S. 224) sind nie bemalt, nur getüncht gewesen. Außer uighurischen Kritzeleien lassen sich keinerlei Spuren von Dekoration irgendwelcher Art entdecken. Es sind drei, hintereinander folgende durch besondere Türen verbundene Gewölbe *). Von der L. Seitenw. der mittl. Halle geht eine schmale Tür in einen 6 m langen, dunklen, unregelmäßig ausgearbeiteten Raum mit rauhen Wänden, nie geglättetem Estrich und zwei tiefen Löchern in demselben. Diese dienten wohl zum Aufbewahren von Lebensmitteln. Am Ende dieser Halle führt ein Loch, das neu zu sein scheint, unmittelbar an den Sockel vor der Hinterwand der großen, reich ausgemalten Höhle 17. Unmittelbar an dieser Sockelecke fanden sich viele Manuskriptreste, Brähmimanuskripte, welche vielleicht aus der demolierten Kultfigur von H. 17 stammten. Vor Anlage 16 lag eine, wie es scheint, doppelte (?) Treppe, deren einer Flügel nach der Hauptterrasse, deren anderer nach der S-Terrässe führte. Noch in der vortretenden Bergecke liegen zwei Höhlen mit reichem Bilderschmuck 17, 18, beide, schon nach N orientiert, folgen der Richtung der großen S-Terrasse. Höhle 17. Diese sehr tiefe Höhle, Fig. 550a, b, S. 265,welche jetzt vollständig mit Lehm verschmiert ist, muß in voller Erhaltung prachtvoll gewesen sein. Ihre Gemälde sind nicht besonders interessant, zeichnen sich aber durch ungewöhnlich schöne Zeichnung der zahlreichen Bodhisattvaköpfe, von denen jeder eine andere Krone trägt, aus. Über die Farbenwirkung läßt sich nichts sagen, da alle Wände unter Zuhilfenahme eines Tamariskenbesens mit verdünntem Lehm verschmiert waren. Es ist möglich, diesen mit einem Aufwand von ungewöhnlicher Ausdauer aufgetragenen Schmutz wegzukratzen, aber die mit Deckweiß versetzten Farben gehen natürlich dabei verloren, wenn auch die Umrisse der Zeichnung wieder gewonnen werden. x) Das vorderste ist 4,35 m tief, 2,80 m breit und 3,13 m hoch, Tür z. mittl. tiefsten Raum 2,65 m tief, 40 cm breit, mittl. Raum 11,28 m tief, 3,42 m breit u. 4,30 m hoch, Tür z. dritten Raum 1,95 m tief, 80 cm breit, kaum mehr wie mannshoch, der dritte Raum 4,36 m tief, 4,17 m breit und 4,75 m hoch. Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 17. 267 Die Höhle ist im Zenit 3,80 m hoch. Vor ihrer Rückw. steht ein Sockel, der im ganzen mit den Gesimsen 1,74 m breit, 60 cm tief ist. Das Mittelfeld, ohne die Gesimse, mißt 1,52 m in der Breite, in der Tiefe 42 cm. Vor jeder Seitenw. stehen, in gleichen Abständen von einander, je drei Sockel. Sie sind im ganzen mit Gesimsen 1,44 m breit, 55 cm tief; 75 cm hoch, ohne Gesims ist ihr Mittelfeld 1,29 cm breit, 38 cm tief: Fig. 550 b. Bemalung der Seitensockel. Im Mittelfeld der Vorderseite ist stets ein weißer Streifen (für Inschriften?). Daneben Quadrate mit Ornamenten, daneben je ein Stifter und gegenüber seine Frau; auf den seitlichen Mittelfeldern je ein hockender Löwe mit Spuren uighurischer Inschriften. Fig. 551. Kopf eines Bodhisattva von der Seitenw. R. beim Eing. Höhe des Orig. 45 cm. (Durchzeichnung.) — Höhle 17. Die Aureole, welche hinter den Buddhafiguren standen, haben die Form von Lotusblumenblättern. Alle Gesimse und Ausladungen der Sockel waren reich bemalt. Von den Stifterbildern auf den Sockeln kam schon ein Paar im Jahre 1903 nach Berlin, bez. Murtuq, Höhle 12: »Bericht« Taf. XXXI. Der Sockel vor d. Rückw. (Rest der Aureole der Rückw. vgl. Fig. 550b, S. 265) und alle Buddhafiguren sind zerstört. Alle waren umgeben von schön gemalten Bodhisattvas, welche hinter-, d. h. übereinander sitzend alle übrigen Wandflächen der Höhle ausfüllten. Es sind zwei neben der Buddhafigur, welche auf dem Sockel vor der Rückw. saß, je zwei übereinander in jedem Eck über dem Sockel; zwischen Rückw. und Sockel 3 je 268 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 17, Höhle iS, Höhle I, II. zehn * * , zwischen Sockel 3 und 2, 2 und I je sechs * , zwischen Sockel 1 und Türw. vierundzwanzig in vier Reihen hinter-, d.h. übereinander sitzend und alle nach der Rückw. gewendet, Fig. 551. Auf den schmalen Türw. noch je drei, reichten die Bodhisattvafiguren auch über die Eingangswände weg; dort sind sie freilich meist zerstört. Die schönen Köpfe habe ich schon erwähnt, sie übertreffen die stark schematischen Köpfe von Halle I bei weitem. Die Plafondhälften waren mit je fünf Reihen meditierender Buddhas bemalt, jeder war 32 cm hoch. Sie trafen im Zenit des Gewölbes mit den Scheiteln zusammen. Vgl. Bild auf Seitenw. A des Tempelchens 3 S. 236. Höhle 18. Die Dekoration dieser kleinen Halle, Fig. 552, S. 269, ist ungewöhnlich. Vor der Rückw. der 2,40 m hohen Halle ist eine 30 cm hohe, 1,05 m tiefe Stufe in der vollen Breite der Höhle. Auf dieser Stufe stand ein höherer Sockel (78 cm) mit dem Gesims 55 cm breit und etwa ebenso tief, Fig- 553 a—e- Die Kultfigur (Buddha?) ist zerstört, R. von ihr waren auf die Rückw. zwei Gepanzerte gemalt, kleiner als die übrigen lebensgroßen Figuren der Höhle; L. von ihr eine lebensgroße Göttin, welche ein Saiteninstrument spielt (7). Merkwürdig ist nun, daß der Verputz der Seitenw. R. (1, 2, 3) so auf die Rückw. aufgesetzt war, daß der Steg der Laute von Figur 7 damit verdeckt wurde. Die Rückw. war also völlig fertig gemalt, als der Verputz der Seitenw. aufgelegt wurde. Auf beiden Seitenw. nun sind (bei 1, 2, 3 und gegenüber bei 4, 5, 6) lebensgroße stehende Devatäs gemalt, welche Blumen, Früchte, Döschen usw. in den Händen tragen. Sie sind alle der Rückw. entgegen orientiert. Nur 5, 6 sind ganz erhalten. Aus den Resten geht hervor daß ihr Kostüm wechselte, eine Figur, z. B. 554, hatte den gewöhnlichen Kostümtypus von Turfan usw., die andere, z. B. 555 ein Kostüm, das nur als stilistisch modifiziertes Kostüm der Frauenfiguren in den Höhlen von Qyzyl bezeichnet werden kann. Zwischen den Devatäs dienten Blumen usw., Fig. 556, als Raumfüller. Dort waren auch viele uighurische Gelegenheitsinschriften. Mit Höhle 18 ist die Ecke des Berges erreicht. Von hier an beginnt die S-Terrasse. Sie ist so regelmäßig, daß sicher hier viel von der Originalform des Berges weggenommen ist, wahrscheinlich um Vorbauten zu ermöglichen. Als ich im Winter 1902 Bäzäklik zum ersten Male sah, war der ganze Raum von Höhle 18 bis H. 22 mit einer ungeheuren Sanddüne bedeckt. Erst als diese Masse von Sand weggeschafft war, ergaben sich klarere Formen. Auf der glatt bearbeiteten Fläche der Bergecke, welche dem Flusse zugewendet ist, waren damals nur zwei Buddhanischen zu erkennen, die nun, nach Wegschaffung des Sandes, hoch in der Wand liegen. Auf dieser selben tiefen Nischenwand sieht man noch deutlich die Spuren von fünf großen Holzsäulen, die erste vorn an der Ecke, die übrigen in ziemlich gleichen Abständen, welche einen großen Vorbau, von dem übrigens nicht sicher ist, wie weit er reichte, trugen. Wahrscheinlich ist, daß dieser Vorbau nur den Höhlengruppen 19 und 20 vorgebaut war. Auf der Plattform selbst ist leider keine Spur mehr zu finden. Höhle 1,11. Da die stark zurücktretende Ecke hinter Höhle 18 1902 mit Sand bedeckt blieb, so bedurfte es erst einer Beobachtung von Bartus, die Höhlen, welche in der-Ecke lagen, freizulegen. Zunächst wurden im Eck selbst zwei kleine Höhlen entdeckt, welche durch einen Gang verbunden waren. Dies System bezeichnete ich als später entdeckte Räumlichkeiten mit I. Im vorderen Kämmerchen fand sich an der Türwand zum zweiten eine große chinesische Inschrift, von der ich einen Papierabklatsch herstellen ließ. In demselben Raum und dem kleinen Raum dahinter wurden viele Blätter von Brähmimanuskripten gefunden. Bald darauf wurde noch eine kleine Höhle geöffnet, welche in der Nischenwand, mit der Tür nach dem Flusse orientiert, liegt. Beim Ausräumen wurde in dieser Höhle, welche ich als ebenfalls nachträglich freigelegte mit II bezeichnete, nichts Wesentliches gefunden. Die Höhle ist jung, reich bemalt und ihre Bilder sind, wenn auch grob, doch nicht uninteressant. Die Höhle ist fast quadratisch, Fig. 557 a, ihr Tonnengewölbe ist an der höchsten Stelle 2,18 m hoch, die dicke Eingangsmauer ist nach innen zu abgeschrägt und die abgeschrägten Stellen durch eine 40 cm tiefe Schwelle verbunden. Vor d. Rückw. steht ein Sockel, welcher mit seinen Ausladungen 1 m breit, 53 cm tief ist, Fig. 557 b. Daraufsaß eine Bodhisattvafigur mit gekreuzten, vorn über den Sockel herabhängenden Beinen. Der Unterkörper der Figur, welche von Kopf bis zum Fuß 2 m hoch war, ist erhalten. Das Gewand ist schön modelliert. Es besteht aus einer Art Faltenschürze, die um die Lende gelegt ist, und einem darübergelegten langen Untergewand. Gemälde der Höhle. Neben der Bodhisattvafigur (Padmapäni?) sind auf die Rückw. R.L. vier Reihen betender Bodhisattvas gemalt, unten zwei Reihen je zwei, oben je einer. Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 18, H. I, II, H. 19. 269 Fig- 553 d- Ornament Fig. 553 c Ornament soweit es erhalten ist. Es ist noch Fig. 553c. Rand des der unter 553 e laufenden, des 7 cm hohen Rund- von einem 5 cm breiten, roten Streifen Mittelfeldes des Sockels 4 cm hoben Leiste. gesims des Sockels. umgeben. vgl. Fig. 553 b. Fig« 554- Devatä bei 5. Fig. 555. Devatä bei 6. v. Eing., vorne. Orig. 26 cm auf die Seitenww. gemalt sind. v^l. Fig. 552. Orig. 1,58 cm hoch. hoch. Orig. 20 cm breit. 2JO Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle II, Halle 19. e e f Seitenw. R.u.L.sind durch ein ungewöhnliches, roh gemaltes Kettenmuster, Fig. 559> das von oben nach unten läuft, in zwei Hälften geteilt, auf den hinteren Hälften sind je vier Reihen von vier Bodhisattvas gemalt, als seitliche Fortsetzung des Parivära der Rückw. Die vorderen Hälften der Seitenw. sind an der Türw. noch von einem 19 cm breiten Streifen begrenzt. Dieser ist auf L. von unten an bemalt mit einer Gruppe Stüpas, darüber noch zwei übereinander. Alle sind weiß auf hochrotem Grund. Der Streifen auf der gegenüberst. W. R. ist bemalt: unten zwei erloschene Figuren (Stifter), darüber eine Dame, darüber zwei Mönche (Stifter), darüber ein weißer Stüpa: Fig. 558. Auf den schmalen Türw. R. L. waren fünf Reihen Stifterfiguren übereinander, und dazu dürften die Figuren des Seitenstreifens von Seitw. R. gehören. Die Hauptfelder der Seitenww. sind noch 78 cm breit, 1,34 m hoch. Unter diesen Bildern läuft eine 34 cm hohe Borte entlang: oben eine grobe Ornamentborte, darunter das liegende Schindelmuster ohne liegende obere Reihe. Hauptbild der Seitenwand R. A große predigende Buddhafigur, auf hohem Sockel, B ein Lotusteich, C ein Buddha in einem Halo, daneben Sonne und Mond, dddd vier Bodhisattvaköpfe, eeee vier sitzende Bodhisattvas (anjali), /, / zwei Bodhisattvas, welche auf lotusförmigen Tellern Gaben bringen, Hauptbild der Seitenwand L. A großer vierarmiger Bodhisattva in ein Tigerfell gegürtet, Attribute verloren, zweifellos Avalokitesvara, B große Lotusblume, auf welcher er sitzt, sie ist hochstielig und wächst aus einem See C, aus dem ein Drache auftaucht, D ein Buddha (Amitäbha) in einem Halo, E Avalokitesvara mit mindestens sieben Köpfen, vierarmig, die oberen zwei Arme halten Sonne und Mond, F ein vierarmiger Bodhisattva, R. hält er einen Schirm, L. ein Buch; G Kvan-yin in chinesischem Stil, den Kopf mit einem Tuch bedeckt, hält in der L. einen Edelstein, H ein Bodhisattva (anjali), i, k zwei ebensolche Bodhisattvas. I ein Geländer, dahinter ein betendes Kind, m ein Geländer, dahinter Hayagnva in lamaistischer Form. Auf dem Gewölbe sind die beiden Hälften mit zwei Reihen meditierender Buddhas bemalt, jeder 26 cm hoch, 20 cm breit. Darunter eine 18 cm hohe Festonborte. m Bemalung des Sockels der Buddhafigur. Vorn auf dem Sockel ist eine Art Schild ab- -* gebildet, wie er an den unteren Seiten der Stüpas von Idyqutsähri vorkommt, vgl. »Bericht«. R. Seitenwand L. und L. von den herabhängenden Füßen der Kultfigur, welche je auf einem Lotus standen, ist je eine erloschene Stifterfigur, jede nach der Mitte gewendet. Der nun folgenden Hauptgruppe der S-Terrasse gehören zwei nebeneinander liegende, tiefe Höhlen mit wenig Vorbau an, deren Dekoration merkwürdigerweise mit geringen Varianten identisch ist: die Höhlen 19 und 20, Über dem breiten Zwischenraum, der die beiden Höhlen trennt, war als Oberstock eine seltsame, quergelegte, stark verwüstete Anlage, über deren Plan ich nichts mehr feststellen konnte. Trümmer von Figuren, besonders Dämonen, füllten den Schutt, aus dem Reste von langen Sockeln zum Vorschein kamen. d_d A JL ß Seitenwand R. A ß C Halle 19. Diese große Höhle hat eine vorgemauerte Tür und darüber ein hohes, offenes, bogenförmiges Fenster, welches zur Beleuchtung der Höhle um so notwendiger war, als, wie oben erwähnt, fast die ganze Terrasse vor ihr durch ein Vordach bedeckt war. Das Gewölbe der Höhle ist an der höchsten Stelle 4,85 cm hoch. Vor der Rückw. war ein 90 cm hoher Sockel für den ins Parinirväna eingehenden Buddha (Einzelheiten unten), Fig. 560, S. 269. Beim ersten Besuch der Höhle, 1906, fielen mir zwischen dem 3. und 4. Bilde der Seitenw. von der Rückw. an gerechnet zwei seltsame Kuppeln auf, welche an der Wand auf dem Boden lagen. Beim Ausgraben der Höhle stellte es sich heraus, daß die zwei kuppeiförmigen Wölbungen die Seitenapsen eines Stüpaturmes waren, der von der Mitte aus entzweigeschlagen war. Die Apsen waren beim Herabsturz nach unten zu liegen gekommen. Der Stüpa war ursprünglich dem in Höhle 26 sehr ähnlich. Die herumliegenden, im Schutt gefundenen Teile des Mittelfeldes, der Gesimse usw. waren sehr schön bemalt. Es ließ sich durch Anpassen der Trümmer feststellen, daß auf der R. Seitenw. (A gegenüber) des Sockels die Darstellung eines Wunders zu sehen war. Es war eine Gebirgslandschaft mit einem See. Im See ein grotesker Drache. Die andere Seite (a gegenüber) enthielt eine Göttergruppe ähnlich der Gruppe mit der Tänzerin in Anl. 6. Auf der Vorderseite war zweifellos die Predigt von Benares abgebildet, die Hinterseite war zerstört. Sehr schöne losgebrochene Stifterbilder sind nicht mit Sicherheit zu fixieren, wahrscheinlich gehörten sie R. u. L. neben die Predigt von Benaresf An den Ecken des Stüpa neben den Apsen für die zerstörten Buddhafiguren waren meditierende Buddhafiguren gemalt, genau dieselben wie die, welche zur Ausschmückung des Gewölbes dienen. Tempel Bäzäklik (Murtuq). Halle 19. 271 272 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Halle 19. Gewölbe» Auf den Kappen des Gewölbes meditierende Buddhas, völlig mit Lehm verschmiert. Türwand. An den Türwänden (x 86 cm, y 83 cm breit) waren Stifterbilder, welche zerstört sind. Parinirväna vor der Rückw. Die zerstörte, ursprünglich sehr große Figur des Buddha lag mit dem Kopf nach W. a gerichtet. Auf dem Rückw.-Bogen (Lünette) über der Figur waren alle Nebenfiguren vernichtet, aber auf dem schmalen Wandstreifen von a über Buddhas Kopf war eine Gruppe grotesker Brähmanas mit allerlei Musikinstrumenten (vgl. S. 244), darunter der meditierende Subhadra, über den Füßen auf dem entsprechenden Streifen von Seitenw. A eine schön gezeichnete Gruppe, lebensgroßer klagender und betender Mönche, oben ein klagender mit einem Krug, den er hoch schwingt. Im Vordergrunde der Gruppe ein großer stehender Mönch mit ruhigem Gesichtsausdruck, dem ein kleiner Brähmana mit Fellwadenstrümpfen und mit boshaftem Gesichtsausdruck eine Blume hinhält: Fig. 561, S. 271. Auf der Vorderseite des Sockels des Nirvänabuddha waren die folgenden Figuren, die Reihe vom Kopfe an aufgezählt, dargestellt: ein Löwe, ein Hansa, ein Phönix, ein Makara, eine liegende menschliche Figur, dann Vajrapäni, der zu Boden stürzt und den Donnerkeil wegwirft, Fig. 562, ein Pfau und ein anderer, unbestimmbarer großer Vogel. Bilder der Seitenwände a, A Vom Nirvänasockel bis zur Türw. sind auf jeder Seite sieben Pranidhi-bilder dargestellt. Jedes dieser Bilder ist 2,77 m hoch, 1,62 m breit ohne die Randborten. Die Richtung der Buddhafiguren (fast von der vollen Höhe der Wand !) ist bei 1—4 auf jeder Seite nach außen, bei 5—7 Fig* 562. Vajrapäni auf der Vorders. des Parinirvänasockels, Orig. 1,29 cm breit, 54 cm hoch. nach innen, so daß also 4 und 5 einander anblicken. Die Bilder a, 4, 6, 7 sind so verschmiert, daß nichts mehr zu erkennen ist. Wand A, 1 de a großer Buddha, b ein König, kniend und ein Cintämani überreichend, c ein Bodhisattva, ^e ^ mit erhobener R., davon nur der Zeigefinger hochstehend, in der L. ein rundes Juwel, d Vajrapäni Rest zerstört. A, 2 A 3 A 4 a de b de de # großer Buddha, b ein kniender Gepanzerter, der eine Lampe hält, c Bodhisa'tva, d ein c Mönch mit rauchender Lampe. Rest zerstört. a d a c b de de de a großer Buddha, b Mönch, welcher einen König schert, c, d Bodhisattvas; Rest zerstört. de # großer Buddha, b kniender, geharnischter Mann, welcher rückw. nach seinem Thron f +- de deutet, c ein Knabe und ein Mädchen, welche Teller mit Opferbroten halten, d Vajr päni, e) f d a b c e Bodhisattvas; Rest zerstört. Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 19. Höhle 20. 273 A 5 A 6 de e d b e de a f c c d de de a großer Buddha, b kniender Buddha, c kniende Frau, welche einen Teller hält, d Vajrapäni, e Bodhisattva, / Bhiksu; Rest zerstört. a großer Buddha, b kniender König, hinter ihm ein Schirmträger, c, d zwei Bhiksus, e ein Palast; Rest zerstört. A 7 c de de b Wand a. a, 1. e d a, 2. de e b a, 3- e d de de a g f gde g d c a großer Buddha, b Dipankara, vor Buddha kniend, c kniende Figur im Halo, d Mädchen mit Blumen, Rest zerstört: zweifellos Dipankarajätaka. a großer Buddha, b ein Mann mit Hut, gefolgt von belasteten Kamelen und einem Maultier, hinter ihm ein alter, nach rückw. blickender Mann, c ein König oder Fürst mit Hut, Gaben bringend, hinter ihm ein Mann mit weißer Mütze, d betender Bodhisattva, e Vajrapäni, / Bhiksu, Rest fehlt; g ein Schiff, auf welchem der Buddha stand. Die merkwürdigen Köpfe von b und c c mit seinem Begleiter habe ich 1902 kopiert, vgl. »Bericht« S. 164, Fig. 155, 156 J). a großer Buddha, b kniender, betender Buddha, c Knabe mit Schale, d Bodhisattva betend, f e Bodhisattva, / Bhiksu betend, g blumenwerfende Devatä; Rest zerstört. a großer Buddha, b betender König und hinter ihm die Königin, c Mädchen mit Opfer-de broten, d Vajrapäni, e Bodhisattva, / alter Bhiksu; Rest zerstört. a, 5 de de de d c a großer Buddha, b Mönch schert einen König, c Bhiksu, d Palast. Die Figuren hinter dem Buddha sind zerstört. Das Gewölbe war mit acht Reihen meditierender Buddhas bemalt. Sie sind fast völlig zerstört. Höhle 20. Diese Höhle, welche mit geringen Varianten eine Replik von H. 19 ist, ist in seltsamer Weise verunstaltet worden: Fig. 563. Der 90 cm tiefe, 1,10 m hohe Sockel für den Nirvänabuddha war vermauert, dadurch die Höhle um 2,58 m verkürzt. Diese Vermauerung ging über die Gemälde R. u. L. vom Nirvänabuddha weg. Ferner war hinter der Türw. auf beiden Seiten eine dicke Mauer eingeführt, welche auf jeder Seite ein und ein halbes Pranidhibild zudeckten. Diese Vermauerungen ließ ich so weit beseitigen, daß es mir ermöglichte, zu erkennen, was dahinter war. Rückwand« Die Parinirvänagruppe war dieselbe, wie in H. 19, auch die Bilder zu Häupten und zu Füßen Buddhas fast identisch. Nur erhoben sich von der Figur Buddhas auf der Rückw. lange Strahlen, auf deren Spitzen Stüpas standen. Was vorn auf dem Sockel abgebildet war, ist nicht mehr zu erkennen. In einiger Entfernung vor dem Nirvänasockel stand ein ähnlicher Stüpa, wie der zerschlagene in H. l9.Er ist vollständig vernichtet. Bilder an der Türwand. Hier waren Stifterbilder, welche durch die Vermauerung vernichtet sind. Gewölbe. Die Höhle ist 4 m hoch. Die beiden Hälften des Gewölbes sind mit je sieben Reihen 32 cm hoher, 21 cm breiter meditierender Buddhas bemalt, deren Scheitel im Zenit sich treffen. Fig. 563. l f :?: 1 J) Vgl. Halle 20, A, 2. Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. 18 274 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 20. Seitenw. A, a waren mit je acht Pranidhibildern bemalt, jedes dieser Bilder ist ohne Borte 1,45 m breit, 2,15 m hoch. Auch bei diesen Bildern ist, vom Rückw.-Sockel an gerechnet, die Buddhafigur in vier Bildern nach der Mitte gewendet, in den andern vier, so weit sie erhalten sind, nach der Rückw. Die Bilder A} 5, 6, a, I, 4, 5 sind vernichtet. Die Borte, welche die Bilder voneinander trennte, ist identisch mit der in H. 21. Von den Seitenwandbildern sind die folgenden mehr oder weniger erhalten. Fig. 564. Fig. aus A, 2 bei b. Orig. noch 36 cm hoch. Hier notierte ich folg. Farben: Rock blau, Tressen und Borten daran rot, Hose mattgelb m. rot. Mustern, Schürze braun, Rand d. Schürze weiß. Fig. 565. Fig. aus A, 2 bei c. Orig. 45 cm hoch. A, 1 f d £ a großer stehender Buddha, b ein kniender König, auf seinen Thron hinweisend, e ein Mädchen mit Teller, d, e Bhiksus, / betender Bhiksu, g Vajrapäni; vgl. 19, A, 4. A, 2 de de A, 3 de b a d f a großer stehender Buddha, b kniender Mann mit Hut usw. (Fig. 564), c kniender bärtiger e Mann mit Hut, dahinter Kamel und Maultier usw. (Fig. 565), d ein Schiff, auf welchem Buddha steht, e Bhiksu, / Bodhisattva, Rest zerstört; vgl. 19, a, 1. c de a großer stehender Buddha, b kniender Buddha, c kleiner Knabe mit Teller, d Mädchen d mit Teller, Rest zerstört; vgl. 19, a, 2. Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 20. 275 A, 4 de de a großer stehender Buddha, b kniender Gepanzerter, c Mädchen mit Schirm; Rest zerstört. A, 7 de a großer stehender Buddha, b stehende, gepanzerte Figur mit Schirm. Merkwürdig ist die Behandlung der Schirmstange. Der Schirm wird so vor die Brust gehalten, daß die Stange das de Gesicht bedecken müßte. Diese Stange ist vor der Brust gemalt, vor dem Gesicht aber ausgebe lassen und über dem Kopfe ist sie wieder gemalt! Die Hauptfigur vor dem Buddha und alles übrige ist verloren. Fig. 566. Fig. aus a, 2 bei c. Orig. 44 cm hoch. Fig* 567. Fig. aus a, 2 bei b. Orig. 42 cm hoch. a, 2 de de c a, 3 de g c de a großer stehender Buddha, b zwei kniende, bärtige Männer mit seltsamen Kopfbedeckungen, jeder hält einen Teller mit Opfergaben Fig. 567, c betender bärtiger Mann, neben ihm beladene de Tiere: ein Kamel, ein Esel und ein Pferd, welche Opfergaben bringen Fig. 566. Rest zerstört, b f e a großer stehender Buddha, b geharnischter Mann mit brennender Lampe, c Bhiksu mit d Lampe, d, e Bodhisattvas, / betender Bhiksu, g Bhiksu; Rest zerstört; vgl. 19, A, 2. Höhle 21. Diese durch Ausstattung und Bemalung merkwürdige Höhle, Fig. 568, fand ich 1906 mehr zerstört, als bei meinem Besuch im Winter 1902. Sie ist die tiefste Höhle im ganzen System. In ihrer letzten Aus- 276 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 21. Höhle 22. stattung war das alte, etwas mehr als 18 m tiefe Gewölbe um 4,76 m verkürzt, d. h. die letzte Rückwand stand in diesem Abstand vor dem verschlossenen leeren Rest der alten Höhle, welche einst anderen Zwecken gedient hat (auf Fig. 568 punktiert). Überhaupt beginnt auf dem mittleren Teil der S-Terrasse mit dieser Höhle eine Gruppe von Anlagen, welche, sämtlich umgebaut, nur in den trümmerhaften Resten ihrer letzten Ausschmückung erhalten waren. Die letzte Rückwand, über 4 m vor der alten, ist jetzt völlig weggebrochen. Damit ist das Kultbild und aller Zubehör desselben verloren gegangen. . Bemalung und Ausstattung der Seitenwände a, A. Unmittelbar vor der zerstörten, eingebauten Rückwand ist auf beiden Seiten ein 3 m breites, 2,05 m hohes Bild gewesen; L. auf W. a ein Manjusri, auf einem Löwen reitend, umgeben von seinem vollen Parivära, auf der gegenüberst. Seitenwand A ein Samantabhadra, auf einem Elefanten reitend. Beide standen in einer reichen Berglandschaft mit vielen, kleinen Tempelchen, Brücken, Flüssen, Bäumen usw., welche jetzt furchtbar verschmiert und verkratzt sind, so daß man nur einzelne Teile erkennen kann. Beide Bilder waren kreisrund und umgeben von einem Kranz bunter Glücks-wölken — sie waren also als große Halos gedacht, welche von beiden Seiten auf die Kultfigur auf d. Rückw. — die doch wohl Avalokitesvara war — hinschwebten. In dem Kreise, dessen Mittelfigur der große Manjusri bildete, war in der Berglandschaft, oben vor dem Bodhisattva, ein Tempel abgebildet, über welchem eine Glocke in der Luft schwebt. Ob die neben der Glocke in H. 26 noch abgebildeten, übrigen Embleme auch auf diesem Bilde vorkamen, läßt sich, da das Bild zu sehr zerstört ist, nicht ausmachen. Samantabhadra ist noch mehr zerstört, aber die Füße des Elefanten sind erhalten. Auf Seitenw. a ist das nächste Bild in der Richtung zum Ausgang ein wandhoher, 1 m breiter Vajrapäni mit Wedel und Donnerkeil, ihm entsprach auf der gegenüberst. Seitenw. ein ebenso großer Buddha, von dem nur noch die Füße erhalten sind. Neben Vajrapäni standen in der Richtung nach der Tür zwei (ursprünglich drei?) große, leere Throne. Der vordere (also wohl, wenn es drei waren, der mittlere) ist größer; jeder der übrigens sehr übel erhaltenen Throne steht in einer auf die W. gemalten Gebirgslandschaft, und über dem Thron war eine leere Aureole. Die uighurisch geschriebene Inschrift ist vernichtet. Dienten diese Throne zum Aufstellen von Kultfiguren, die in Prozession herumgetragen wurden, oder galten sie als Ruhepunkte für Gottheiten während eines Opfers? Die gegenüberstehende Wanddekoration ist vernichtet. In den Ecken der Türw. (&, B) ist je eine sitzende Buddhafigur (ursprünglich 1,30 m hoch) auf einem 83 cm hohen Sockel erkennbar. Sie und die Sockel lagen vollkommen im Schutt vergraben, darum ist ihre Schöne, dekorative Bemalung noch leidlich erhalten. Über dem Sockel bei b sind an der Türw. Reste eines prachtvoll gemalten Stifterbildes, 1,30 m hoch, zu sehen, und ebenso können wir auch für die andere Türw. B Stifterbilder annehmen. Die Sockel der Buddhas sind über 70 cm breit, 76 cm tief. Sie sind lediglich mit Ornamenten bemalt. Nur der Sockel R. v. Eing., B, hat ganz unten an der Tür eine interessante Bemalung. Hier ist nämlich in das Arabesken- und Blattornament (vgl. Fig. 569, 571, 572, 573) in fast mittelalterlicher Art das Bild eines mönchischen Stifters hineingezeichnet, Fig. 570, offenbar ein Porträt, mit Rest einer uighurischen Inschrift. War für die Figur neben den hypothetischen Stifterbildern der Wand kein Platz mehr, oder ließ sich der Mönch absichtlich unten zu Füßen des Buddha darstellen, diese Frage ist, da das Türwandbild zerstört ist, nicht zu entscheiden. Merkwürdig bleibt die übrigens schwer zu entdeckende Darstellung doch. Auf der Türlaibung ist L. noch der untere Teil eines gepanzerten Keulenträgers (»Tempelwächters«) erhalten. Das Gewölbe der Höhle war 4,70 cm hoch. Auf beiden Seiten des Gewölbes waren je acht Reihen meditierender Buddhas gemalt, welche im Zenit sich mit den Scheiteln begegneten. Höhle 22. Diese Höhle, Fig. 574, S. 277, bildet den vordersten, größten Raum eines Systems von drei, nach innen zu kleiner werdenden Höhlen, die jetzt durch schmale Zugänge verbunden sind. Die vorderste ist in ihrer letzten Ausstattung abgeschlossen gewesen. Die Besucher, welche einen Weg durch die spätere Rückwand suchten, haben dabei die alte Tür wieder geöffnet, indem sie den darübergeführten Verputz und die Vermauerung dahinter durchbrachen. Die zwei einst abgeschlossenen Höhlen sind völlig leer, nie bemalt gewesen und zeigen nur viele unregelmäßige Nischen: sie waren wohl Wohnhöhlen der älteren Zeit. Die Gemälde der vordersten Höhle sind zerstört, waren aber einst sehr schön. Die Reste genügen, um zu zeigen, daß die Bilder eine verkleinerte Wiedergabe der Gemälde von Anl. 4 und der verwandten Anlagen Tempel Bäzäklik (Murtuq). Figg. zu H. 21, 22, 23, 24, 25, 26. 277 Fig. 568. H. 21. Fig. 5°9- Fig. 572. Borte, welche Fig. 571 von Fig. 570 trennt. Fond: braunrot, Blume: ob. Spitze dunkelgrau mit weiß. Rand, ob. Blattreihe braunrot, hochrot, weiß von inn. aus, unt. dunkelgrau, hellgrau, weiß wie eb., helle Scheibe im grauen Kelch feuerrot. Orig. 11 cm breit. ¦ ••'•Vi wzm. Fjg. 571. Mittelfeld C des Sockels bei B, Vorderseite. Fond hellgrün, Ornament hochrot mit mattgelb. Rand. Orig. 32 cm hoch, 42 cm breit. Fig. 570. Stifterbild auf d. Sockel R. hinter d. Türe (B). 40 cm hoch, 23 cm breit. Auf der and. Seite von Flg. 571 waren nur Ornamente neben der Borte Fig. 572. Fig. 573. Sims A des Sockels bei B, hellgrün mit mattgelb. Rand. Vgl. Fig. 569. Orig. 9 cm hoch. ? [ i a * 5 4- Ii- Fig. 575- H. 23. Fig. 576. H. 24. Fig. 576 b. Fig. 578. H. 26. Fig. 577. H. 25. Fig. 574. H. 22. Fig- 575 b. Unterer Teil d. Sockels vor der Rückw. Fig. 577 b. Querschnitt d. Rückwand der hint. Höhle, um das ausgehöhlte Bilderfeld zu zeigen. Fig. 577 c. Rest d. Sockels der Rückw. d. Vorhalle. Fig. 579- Profil des Sockels in d. Mitte d. Höhle 26 (ob. Hälfte). 278 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 22, 23, 24. waren. Das Rückw.bild (Avalokitesvara) läßt sich noch identifizieren, ebenso die Heldenbilder (Garudajagd usw.) unten auf d. Seitenw. Die Höhle hatte einen echten Freskoboden mit Wasser, darin Drachen usw., als auf den Boden gelegte Fortsetzung des Rückw.bildes, dessen Berg Meru daraus aufstieg. Leider ist dieser schöne Freskoboden sehr zerstört. Das Gewölbe ist nach jeder Seite mit fünf Reihen meditierender Buddhas bemalt, von denen jeder 20 cm hoch, 15 cm breit ist. Die Gewölbehöhe beträgt 3,02 m. Höhle 23. Diese kleine, sehr zerstörte Höhle, Fig. 575, S. 277, ist in ähnlicher Weise wie H. 22 vor einer dahinter liegenden, älteren Räumlichkeit angelegt, so daß mit ihrer Rückw. die dahinter liegende Cella verschlossen war. Dieser letztere Raum ist eine leere Kammer mit einem kleinen Rezeß R. von der jetzt wieder durchgebrochenen Türöffnung. Vor der Rückw. war eine sitzende Buddhafigur mit gemaltem Parivära, welch letzterer völlig verräuchert ist. Der jetzt zerstörte Sockel war 1,50 m breit, 96 cm tief, Fig. 575 b. Auf den Seitenw. a, A sind je zwei Buddhapredigten abgebildet, jedesmal ein thronender Buddha in der Mitte, auf dem vorderen Bild (1) der W. A war hinter dem Buddha eine Tempelhalle. Neben dem hint. Bilde (A, 2) lief ein Streifen kleinerer Bilder vor der Rückw. herab, jedes Bildchen 38 cm breit, 34 cm hoch. ^Es sind Szenen aus der Lebensgeschichte einer Persönlichkeit (Mönchbilder, eine Höllenfahrt kommt vor), je zwei Bildchen waren mit einem Streifen uighurischer Inschriften versehen. Die starke Zerstörung der merkwürdigen Bildchen ist zu bedauern. Auf der erhaltenen, breiteren Türw. sind Streifen von Bildchen von Adorationen Buddhas usw. dargestellt, die stark an die Nebenbildchen des Mönchsbildes in H. 8 Seitenw. B erinnern. Diese Bildchen greifen noch 57 cm breit auf. Seitenw. a über. Die Höhle war 3 m hoch, die Gewölbehälften waren je mit drei Reihen von meditierenden Buddhas bemalt, von denen jeder 28 cm hoch, 18 cm breit war. Darunter lief eine 27 cm hohe Festonborte hin, wo das Gewölbe in die gerade W. übergeht. Die Buddhas hatten chinesische Inschriften. Es wäre, abgesehen von den kleinen Bildchen, interessant gewesen, zu wissen, ob die Buddhafigur noch den Besuch Indras in Indrasailaguhä darstellte. Bild auf dem Mittelfeld des eben zerstörten Buddhasockels: _^ ? I 2 3 6 87 4 5 1 lundes Mandala, worin ein Bodhisattva en face sitzt, 2 Bodhisattva kniend, über ihm acht Mandalas mit je einem Buddha, die Mandalas sitzen auf Strahlen, welche aus dem Kopfe des Bodhisattva kommen, 3 Tempel, 4 kleiner Bodhisattva in einem Mandala, 5 stehender Mönch mit gestreckter R., 6=2, 7 ein Wagen, 8 sitzender Bodhisattva. Die Darstellung ist mir unbekannt. Höhle 24. Auch Höhle 24 ist eine Doppelhöhle, Fig. 576, S. 277. Die hinten liegende, etwas schmalere Höhle, welche 2,20 m hoch ist, ist leer, aber sie hat in der Rückw. und in der L. Seitenw. zwei Nischen, welche früher vermauert waren und deren Größe nicht mehr bestimmbar ist, außerdem vor der Rückw. in den Seitenw. hochliegende Löcher, in welchen früher Balken eingesetzt gewesen sind. Diese hintere Höhle, welche völlig vermauert war, ist jetzt nur durch ein Loch zugänglich, welches in die Hinterw. der vorderen Höhle geschlagen ist. In der vorderen Höhle (2,70 m hoch) ist vor der Rückw. ein Sockel (Fig. 576b) erhalten, welcher noch etwa 90 cm hoch ist, auf dem das Kultbild zerstört ist, und zwar so, daß es sich nicht mehr sagen läßt, ob es einen Buddha oder Bodhisattva darstellte. Das Bild auf dem Mittelfeld des Sockels ist sehr beschädigt. Es ist aber aus den Resten kaum zweifelhaft, daß die Predigt von Benares dargestellt war; die Gazellen sind zwar zerstört, aber das Rad ist wohl erhalten. R. u. L. von diesem Mittelbild sind noch Stifterfiguren, je einer auf jeder Seite. Auf den Mittelfeldern der Seitenw. des Sockels ist je ein sitzender Löwe dargestellt. Auf den Seitenw. a, A sind je vier Pranidhibilder in der gewöhnlichen Komposition dargestellt. Alle Buddhas sehen nach innen. Die Borte, 25 cm hoch, besteht aus dem Mauermuster mit einem ,,liegend geschindelten« Streifen und einem Barrierenmuster darüber. Es ist bedauerlich, daß die Pranidhibilder beschädigt sind; denn sie waren gut gezeichnet, die Proportionen der Figuren richtig und von der Körpermitte an nicht so verkürzt, wie sonst; regelmäßig komponiert; die Köpfe der Buddhas nicht nur sehr Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 24, 25. 279 schön in den Konturen, sondern auch ungewöhnlich gut schattiert. Über den Bildern lief ein 7 cm hoher, weißer Streifen für die Inschriften hin, von denen nichts mehr zu erkennen ist. Von den Pranidhibildern sind A} 4, a, 1 zerstört, A, 3 scheint nach den erhaltenen Resten A, 2 sehr ähnlich gewesen zu sein. Das Schema der erhaltenen ist das folgende: A, 1 d ... e a großer stehender Buddha, b Gepanzerter, c Brähmana mit Goldgewand, d, e Bodhisattvas. b c A, 2 Hp c\e. a Buddha wie eb., b Gepanzerter, c kniender Geharnischter. Rest zerstört. a Buddha wie eb., b kniender Buddha, c Halo, in welcher eine kleine Figur vor Buddha in Astängaposition liegt, d Bodhisattva; Rest zerstört. a Buddha wie eb., b kniender Gepanzerter, c ein Gebäude; Rest zerstört. a Buddha wie eb., b Bodhisattva in Astängaposition, breitet seine Haare vor Buddha aus, c Halo mit kleiner Figur in Astängaposition, Rest zerstört. Zweifellos das Dipankarajätaka, Das Gewölbe ist nach beiden Seiten mit vier Reihen meditierender Buddhas, 26 cm hoch, 23 cm breit, 20 in der Reihe bemalt, über dem Eingang sind sechs tapetenartig auf die Kante gemalt! Auf dem Türsturz, gegen außen gewendet, drei Reihen mit je sieben Buddhas. Die Türw. sind ungleich breit, auf der schmalen L. sind noch fünf Buddhas, genau wie die der Gewölbedekoration, übereinander, auf der R. ist alles zerstört, nur sieht man ganz unten noch einen predigenden Buddha mit zwei Adoranten. a, 2 a, 3 a, 4 d -> e a b c de de a b c de c «_ d a b de c de de a b de c de a b de Höhle 25. Diese alte Höhle ist durch Einbauten, Fig. 577, S. 277, in ihrer vorderen Hälfte verkleinert, eine 80 cm dicke Mauer diente dazu, diese vordere Hälfte schmäler zu machen; sie ist auf die L. W. aufgesetzt. Eine ebenso dicke Querwand, welche als Rückw. der so entstehenden, neuen, vorderen Höhle diente, verschloß die alte, hintere Hälfte völlig. Jetzt ist diese Querwand mit dem davor stehenden Sockel einer Kultfigur vernichtet. Der hintere, hohle Raum hatte nach der L. Seite einen schmalen Gang, welcher durch den Verputz der anliegenden H. 26 verschlossen ist. Auch in der Mitte der Rückw., Fig. 577 b, geht ein enger, niedriger Gang ins Innere des Berges. Er war mit abgehauenem und herabgestürztem Bergschutt ausgefüllt. Ich ließ ihn 2 m weit räumen, aber der stets nachrollende Schutt machte ein weiteres Vordringen unmöglich. Der Gang schien hinten in einer unregelmäßigen kleinen Kammer zu enden. Vor der Rückw. sind R. u. L. in den Seitenw. in Mannshöhe Löcher für einzusetzendes Holzwerk. Der hintere Bogen des Gewölbes ist mit einem seltsamen Bild bemalt: ein Baum mit traubenartigen, stilisierten Früchten und großen Blumen, welcher im Wasser steht, betende Götter umgeben ihn. Die Bergwand ist direkt weiß grundiert — ohne jeden Verputz — und die Figuren in Tuschekonturen, ohne Vorzeichnung, hingezeichnet und nur wenig mit Farben (Hochrot, Grün, Mattgelb) ausgefüllt. Darunter ist die Wand ausgehöhlt, so daß das Bild überhängt. Vor der Rückw. und der nach H. 26 liegenden Seitenw. ist eine Sitzbank angebracht, welche auf der Seitenw. nur bis zum Gang, der nach H. 26 führt, reicht. Unter der Bank sind Heizlöcher. Da wo das Gewölbe in die gerade W. übergeht, läuft eine breite Borte an den Seitenw. hin mit Ornamenten wie der ob. Streifen Taf. XXIII des »Berichts«, darüber ein Kugelstab und in Abständen darauf Lotusse mit daraufliegenden Cintämanis und Musiker in seltsamen Kostümen: Schoßröcke mit anliegenden Ärmeln, hohen weichen Stiefeln und großen Hüten. Die noch erkennbaren Instrumente sind eine Querpfeife und eine Rohrpfeife von ostasiatischer Form. Die daneben geschriebenen, uighurischen Inschriften sind fast überall vernichtet. Klar ist nur, daß sie die Musikerfiguren bestimmten. Die Technik dieser Figuren ist dieselbe, wie die des Rückw.bildes, doch überwiegen graue Abstufungen. Ausstattung der vorderen Höhle. Was von der Rückw. und dem Buddhasockel, Fig. 577 c, noch erhalten ist, ist folgendes: Die sitzende Buddhafigur war 1,30 m hoch, die Aureole hinter ihr war auf die Wand aufgesetzt in Form eines aufrechtstehenden Lotusblumenblattes. 280 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 25. Höhle 26. Auf dem vord. Mittelfeld des Sockels war die Predigt von Benares dargestellt, auf den Mittelfeldern der Seiten: Stifterbilder: R. ein Mönch, vier Frauen, ein Mann, L. eine Frau, zwei Männer, zwei Kinder. Auf den Resten der Rückw. ist noch zu erkennen, daß jederseits eine Anzahl Bodhisattvaköpfe abgebildet waren, über der Buddhafigur ein hoher Schirm und daneben R. L. fliegende Eroten. Seitenwände a, A. Hier waren je drei Pranidhibilder. Von der Rückw. an gezählt die folgenden: a a großer, stehender Buddha, I kniender Bodhisattva, welcher etwas Unbestimmbares überreicht, 2 betender Bodhisattva, 3 stehender Gepanzerter, welcher eine Schüssel trägt, 4, 5=2. a Buddha wie eb., 1 kniender König, 2 kniender König, wird von 3 einem Bhiksu geschoren, 4 betender Bodhisattva, 5 blumenwerfende Devatä, 6 Vajrapäni, 7 Klostertempel. a> 3 3 a Buddha wie eb., I kniender König, 2 schirm tragende Königin, 3 alter Bhiksu. Rest zerstört. Die Bilder der gegenüberst. W. A sind fast völlig vernichtet, nur auf A, 3 ist noch die nach dem Kultbild gewendete Buddhafigur erhalten und hinter ihr im Vordergrunde ein kniender Gepanzerter und hinter ihm eine Dame. Auf den beiden schmalen Türw. sind halbzerstörte Stifterbilder erhalten. Das Gewölbe der Höhle ist 2,30 m hoch. Die beiden Gewölbehälften sind mit drei Streifen meditierender Buddhas (23 cm hoch, 18 cm breit) geschmückt. Im Zenit der Höhle läuft zwischen den Scheiteln der Buddhas der \J) oberen Seitenreihen ein Streifen hin von neun mit den Füßen dem Ausgang zu gewandten, übereinander sitzenden Buddhas desselben Typs, wie auf den Seiten. de 2 C |( 2/2 Höhle 26. Diese tiefe Höhle war eine der schönsten der Anl., Fig. 578, S. 277. Ihr Bilderschmuck wiederholt in vortrefflich gezeichneten Figuren die Gemälde von Anl. 4, 7, 9, 21 usw. und ergänzt, obwohl sie sehr lädiert ist, mancherlei, was in den andern zerstört ist. Sie ist identisch mit Nr. 7 der Zählung von Demetrius Klementz. Vor der Rückw. scheint kein Sockel gestanden zu haben, doch ist in einem Abstand von 2,20 m vor der Rückw. und etwas mehr wie 1 m von den Seitenw. ein ziemlich zerstörter Sockel erhalten, dessen vorderes, der Tür zugewendetes Drittel als Postament einer Kultfigur, die zerstört ist, gedient hat, während auf dem besser erhaltenen, hinteren, größeren Rest in der Mitte eine Stüpa stand mit sicher drei Figurennischen, zwei nach den Seiten, eine nach d. Rückw. orientiert. Sicher ist, daß die nach d. Rückw. gewendete Figur in der dortigen Stüpanische ein Maitreya war. Die Figuren in den Seitennischen waren sitzende Buddhas. Jede dieser Nischen war 1,20 m hoch und vom Rand des Sockels an 60 cm tief. Der Sockel ist etwa 1 m hoch und mit bemalten Feldern und Gesimsen versehen, deren Profil die beigegebene Skizze zeigt, Fig. 579. Von Bemalung des Sockels ist folgendes erhalten. An dem erhaltenen Teil, welcher als Sockel für die große Buddhafigur diente, an dem Übergangsteil zum hint. Teil zwei meditierende Buddhas übereinander (Sockelw. A); vielleicht waren beide Wände so bemalt. Die Vorderseite ist zerstört; es ist nach den Resten so gut wie sicher, daß die Predigt von Benares dargestellt war. Erhalten waren ferner die Bilder der Mittelfelder des hint, Teils des Sockels, auf welchem der Stüpa steht. Bei A: ) Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 26. 28l Flußlandschaft, 1 ein großes irdenes Gefäß, im Tale zwischen Bergen stehend, 12 11 10 9 82i^45Ö7 2 3 zwei ebensolche Gefäße, je eines auf dem L., eines auf dem R. Bergzuge welcher die Mitte des Bildes bildet; 4 Vajrapäni, den Fächer hebend, 8 Mönch mit einem Fächer in der R., einer Wasserkanne in der L., 5 6 7 drei sitzende Bodhisattvas, 9 10 11 ebenso (Fig. 580), 12 fand ich herausgeschnitten. Bei a: Hier wiederholen sich dieselben Figuren, nur die Gefäße 123 fehlen. 8 kniet und betet (anjali), 12 war auch hier herausgeschnitten. Das Bild auf d. Rückw. des Sockels unter der Maitreyafigur ist vernichtet. Bemalung und Ausstattung der Höhle. Die Rückw. war als Berggrotte dekoriert: Aus Lehm geformte Berggipfel bedeckten das ganze, untere Drittel der Wand. Auf der Mittelkuppe saß die Kultfigur, jetzt zerstört, zweifellos Padmapäni. Über dieser Figur schössen lange Strahlen empor, in Stuck auf die Hinter-wand aufgelegt, eine obere Reihe von sechs, eine untere von vier Medaillons (Halos aus geformten Glückswolken), Fig. 581. Kärttikeya aus Seitenw. I, 11. Orig. 64 cm hoch. mattblau, Elefantenhaut: weiß, Stier: rot. in welchen je ein Buddha dargestellt ist. An den Seiten des Berges waren je vier Figuren, wahrscheinlich zunächst Vasundharä mit Dienerin, der Brähmana mit Schüler und je zwei Stifterfiguren. Doch ist dies nur hypothetisch. Auf den Seitenw. ist, von der Rückw. an gerechnet, auf jeder Seite ein 2,65 m breites Feld mit Darstellungen, welche zusammengehören und unmittelbar mit der Rückw. harmonieren. Die Figuren dieser Felder sind meisterhaft gezeichnet. Überall ist das Gold aus den Aureolen ausgekratzt und die Figuren mit Lehm besudelt. Feld I (R. v. Eing.): Vier Reihen Darstellungen: alle Figuren sind der Rückw. zugewendet, außer der unt. Reihe A—D. 282 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 26. «_ I—5 fünf sitzende lehrende Buddhas, 6—10 fünf langbekleidete Figurengruppen, je die ^ 2 3 4 5 Hauptfigur kniend, mit Parivära, sehr zerstört, nur 10 sind drei große Personen; Ii—15 sivaitische 6 7 8 9 10 Götter: 11 Kärttikeya auf einem Pfau reitend (Fig. 581), vierarmig mit Sonne und Mond, Pfeil 11 12 13 14 15 und Bogen, 12 Mahäkäla auf Nandin sitzend, eine Elefantenhaut hochhaltend und mit Dreizack A ^ B C *n ^er ^* 5^2)' l3 herausgeschnitten, nach den erhaltenen Resten der von D. Kiementz »Nachrichten« Taf. 5 abgeb. Mahäkäla, 14 eine Göttin (undeutlich), 15 ein stehender Gott, neben ihm Fig. 584. Vertreibung von Sturmdämonen aus Seitenw. I, D. 46 cm hoch. Fig. 586. Orig. 65 cm hoch. Schneckenhornbläser und Trommlergruppe, aus iB. ein großer Drache. Der Gott hält in zwei erhobenen Armen R. Sonne, L. Mond, in den unt. R. Schwert (?), L. ein Beil (?). A ein großer stehender gepanzerter Held, eine Keule haltend, mit vielen Dienern, B die Reste der Darstellung einer Jagd auf zwei Garudas (Fig. 583), der obere Teil fehlt, wird jedoch durch die Skizze bei D. Klementz »Nachrichten« S. 43, Fig. 15 mit dem herabfallenden Kind ergänzt, C wie At doch hält er einen kugelförmigen Gegenstand, D ein Gott Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 26. Höhle 27. 283 —>- I 2 3 4 6 7 8 9 10 II 12 13 14 15 A B C und eine Göttin, in Wolken stehend und mit den Füßen stampfend, sie schlagen mit Ruten nach fliehenden Sturm -dämonen (Fig. 584). Feld 1 (L. v. Eing.) 1, 1—5=1, 1—5; 1, 6—io = I, 6—10. 1, 11—15 sivai'tische Götter: 15 scheinbar Varäha, d. h. ein Gott mit Schweinekopf, da er aber Kärttikeya gegenüber sitzt, liegt wohl ein mißverstandener, elefantenköpfiger Ganesa vor (vgl. ob. S. 238), 14 ein dunkelfarbiger, sechsarmiger böser Gott, ein Schwert haltend, deutlich identisch mit dem Gott, welcher in H. 4 hinter GaneSa sitzt (Fig. 585). A ein großer stehender, gepanzerter Gott mit Parivära, ein Tempelchen haltend, B der gepanzerte Reiter, von Frauen empfangen, mit großem Parivära; dabei auch Reste der Gruppe der Trommler (Fig. 586), C =A mit Pfeil? (schlecht erhalten). Auf beiden Seiten haben wir also auch hier den Parivära des Avalokitesvara, in der unt. Reihe die vier in den Ecken stehenden Lokapälas (1, A, C, I, A, C) und Reste der unbekannten Heldengeschichte. Etwa dem Sockel des Stüpa usw. entsprechend folgt auf jeder Seitenwand noch je ein Feld von 2,05 m Breite und der vollen Wandhöhe bis zum Gewölbe 2,70 m. Feld 2, II. Beide Felder bilden je einen großen, aus stilisierten Wolken gebildeten Kreis. Den Fond des Kreises füllt eine Gebirgslandschaft mit Bergen, Bäumen, Flüssen und Brücken, Tempeln und Wallfahrern in sehr kleinem Format; als große Hauptfigur erscheint der Rückwand zugewendet in 2 Manjusri, auf einem Löwen sitzend, in II Samantabhadra, auf einem Elefanten. Über den Glückswolken über Manjusri sieht man die folgenden Figuren in der Luft: I ein Kopf eines Buddha, 2 eine R. Menschenhand, von der Außenseite gesehen, liegend, 3 ein mensch-^ 2 1 ^ 5 ijcher Yuß, ^ eine von innen gesehene, aufrechtstehende Hand, mudrä bildend, der Zeigefinger ist, mit der Spitze auf den vorgespreizten Daumen gelegt, der vierte Finger von der Mitte an nach vorn gebogen, der 3. und 5. Finger stehen aufrecht. 5 eine Glocke (vgl. die ähnl. Bilder in H. 21, S. 276). Über Samantabhadra schwebt in ähnlicher Lage eine Steinplatte mit einem menschlichen Kopf darauf. Diese seltsamen Darstellungen kann ich mir nur so erklären: Funde buddhistischer Figurenreste einer älteren Zeit führten zur Wiedereinführung der Religion und Anlage einer Kultstätte für den Bodhisattva -kult. Ob sich diese Rekonstruktion auf unsern Tempel bezieht, ist wahrscheinlich, aber nicht zu erweisen. Die übrig bleibenden vorderen Flächen der Seitenw. III, 3, jede 7,25 m breit, sind je mit fünf wandhohen Bodhisattvafiguren bemalt, welche nach der Rückw. gewendet stehen und auf III mit der L., auf 3 mit der R. Rosetten aus Glückswolken wie Blumen halten. In diesen Rosetten waren kleinere, jetzt zerstörte Darstellungen auf Goldgrund. Alle Figuren, je 2 m hoch, standen auf Lotussen. Über jeder war eine 15 cm hohe, 56 cm breite Tafel mit chinesischen Inschriften, Fig. 587, 588. Daran schlössen sich noch je 2 (auf jeder Seitenw.) in derselben Richtung stehende gepanzerte Lokapälas mit Inschrifttafeln vor sich, aber die Figuren selbst so groß als die Bodhisattvas mit den Inschrifttafeln darüber. Das Gewölbe der Halle ist 4,75 m hoch, die Wände bis zum Übergang in das Gewölbe 2,70 m. Auf beiden Seiten ist das Gewölbe mit acht Reihen 32 cm hoher meditierender Buddhas bemalt, in jeder Reihe sind 56 Buddhafiguren. Die obersten Reihen stoßen im Zenit der Höhle mit den Scheiteln zusammen. Die Gemälde der Türwände, Laibung usw. sind vernichtet. Höhle 27 (Klementz: 6). Diese Höhle ist eine fast quadratische Halle, Fig. 589, S. 284 (Tonnengewölbe), mit einem Sockel (B) vor der Rückw., der noch 70 cm hoch ist, Fig. 589b. Auf der Rückw. sieht man noch eine große, breite Buddhaaureole, darüber einen Schirm und glockenläutende Dämonen, darüber noch eine Festonbbrte, wie auf den Seitenw. unter dem Gewölbeanfang. Unter dieser Borte sieht man R. u. L. noch blumenwerfende, fliegende Kinder und darunter sieben Reihen betender und kniender Figuren. Gewölbe. Die beiden Hälften des Gewölbes sind je mit fünf Reihen meditierender Buddhas bemalt von denen jeder 28 cm hoch, 18 cm breit ist. Der darunter hinlaufende Feston ist 18 cm hoch. Das Gewölbe ist 3,20 m hoch. Türwände C, C. Oben auf jeder Türwand c} C je ein großer Schirm (»canopy«) mit herabfallenden Gardinen*); darin, gewissermaßen durch eine Zelttür ins Innere schlüpfend, R. (C) ein bärtiger Mann, L. (c) eine Frau; darunter je vier Reihen kleiner Mönchsfiguren: offenbar Stifter. Seitenwände a, A. Die Seitenw. der Höhle enthalten je ein Bild mit vielen kleinen Figuren. Leider sind diese Bilder, die fast miniaturenartig ausgeführt waren, sehr zerkratzt und verschmiert. Soweit die Schemata der Bilder erkennbar waren, ergibt sich das Folgende: J) Vgl. das Motiv bei Diehl, Man. d'Art Byz. S. 349, Fig. 173. 284 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Kigg. zu Höhle 26, 27. Seitenwand a. i. sechsarmiger Padmapäni, welcher auf einer hochstämmigen Lotusblume sitzt, trauernd, in der Krone ein kleiner Amitäbha. Von den sechs Händen sind nur noch fünf sichtbar; die Attribute sind bis auf zwei in zwei L. Händen: Banner und Cintämani unklar. Der obere Stiel der Lotusblume wächst aus dem Berge Meru heraus (Fig. 590) (zwischen 2 und 3), welcher mit vier Drachen umwickelt, selbst auf dem unteren Teil der Pflanze steht R. und Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 27. Höhle 28. 285 7Z 7¥ fr 7+ de 8886888r7\_de_ 5 5 5 \ J 5 de 0X0^ 77 7^,77 de >4 4?** 5 de de 5 5 de ******* de A 4* 73 73 73 73 5 5* 6 6 6 6 6 6 5 5 5 Seitenwand a. L. vom oberen Teil der Blume gehen je zwei Seitenzweige aus, von denen jeder ein Halo mit einer unbestimmbaren Gottheit trägt; 2 der nach ob. blickende Brähmana, gestützt auf einen eisernen Krückstock, bekleidet mit Wadenstrümpfen; 3 Göttin (Vasundharä), welche eine Schüssel Juwelen trägt; 4 je sechs Reihen alternierend sitzender Götter, ihre Zahl ist unbestimmbar, da die Bildergruppe nach dem Rand zu zerstört ist; 5 Bergreihen; 6 acht stehende Götter, von denen jeder seinen Inschriftstreifen vor sich hatte; zerstört; 7 fünf stehende Götter, Rest zerstört, wie 6; 8 sieben betende kniende Götter, die gegenüberstehende Reihe ist zerstört; 9 Reste von Ar-hatfiguren mit Flammenstrahlen hinter den Schultern; 10 vier Buddhas, die zwei unteren nach außen gewendet; Ii je neun Buddhas; 12 ob. Reihe dreiundzwanzig Buddhas, en face, predigend; 13, 14 je vier böse Götter, sechs-beinig und vielarmig, alle mit Amitäbha in der Krone, sie stehen in Gebirgslandschaften, in deren Höhlen Einsiedler sitzen. I Drei Doppeltore, in jedem Torflügel steht eine Gottheit, derR. stehende blickt nach L., Über dem mittl. Tore war eine große, jetzt vernichtete Inschrifttafel; 2, 2 ein Garten mit 66 55 7\7 Seitenw. A. Seitenwand A. i, i der L. stehende je nach R verschiedenen Bäumen, dazwischen Schlangen und Drachen, welche nach der Mitte kriechen; 3,3 Mauer mit Hof; in diesem Hof sieht man jederseits vierzehn kniende Götter mit Aureolen. Jeder hat eine Ranke in der Hand, von deren zurückgebogenem Ende fünf punktierte Strahlen (Emanationsstrahlen) nach oben gehen. Jeder solche Strahlenstreif trifft auf eine Lotusblume in dem darüber liegenden Felde 4; 4, 4 dies Feld enthält drei Reihen Abbildungen übereinander. Die unterste Reihe enthält, wie erwähnt, vierzehn Lotusblumen, welche trotz der weißen Trennungslinie zw. 3 u. 4 auf den Emanationsstrahlen der unteren Reihe ruhen. Aus diesen Lotussen wachsen als die nächste Reihe vierzehn Bäume auf, vermittelt durch ähnliche Emanationsstrahlen, wie die Lotusse selbst. Und endlich entstehen durch ähnliche Strahlen vierzehn Gottheiten, welche die oberste Reihe bilden; 5 Kapelle, welche einen Lotus enthält, aus dem Strahlen emanieren; 6 Lotus mit weit ausstrahlendenEmanationslinien; 7 Hof mit Mauer, welche außen Ecken bildet, im Hofe sitzen je achtzehn Kinder, welche Blumen halten; 8 Kapelle mit der Hauptkultfigur, anscheinend einer Form des Padmapäni; 9, 9 Seitenflügel des Palastes (8), dreistöckig, oben zwei Reihen mit je acht Fenstern hinter den Estraden, in jeder Halle eine Gott* heit, in der unteren Reihe je vier Fenster mit drei Göttern; 10 vier Türme mit Barrieren vor den offenen Hallen, darin sieht man Gottheiten, vor jeder ein Lotus mit Emanationsstrahlen; 11 betende Gottheit, von der Emanations-strahlen aus nach oben steigen, die Figur ist nach dem Zentrum gewendet; 12 vier Türme wie 10, doch ohne die Strahlen; 13 betende Gottheit wie II, in den Strahlen Musikinstrumente; 14 = 11; 15 kleiner Hof mit Halle, diese hat zwei Fenster, in jeder steht eine Gottheit, daneben eine besondere Seitenmauer; 16 vier auf Lotussen stehende Götter; 17 vernichtet. Bemalung des Sockels vor der Rückwand. Erhalten ist noch vorn die Abb. eines großen Rades, auf den Seitenw. R. u. L. waren Stifterbilder. Es handelt sich also wieder um Buddhas Predigt von Benares. Höhle 27 hatte eine Vorhalle in jüngerem Stil (vgl. Höhle 31, 33 usw.), welche höher war als die Höhle selbst; man sieht noch die Füße von Männern (Stifterbildern) auf der erhaltenen Türwand; R., auf der einzigen noch erhaltenen Wand zwischen 27 und 28 ist noch ein gemalter großer Figurensockel erkennbar, welcher von einer halberloschenen Stifterfigur hochgehalten wird, wie »Bericht« Taf. XVI, Fig. I a. Höhle 28. Diese Höhle ist wieder eine umgebaute, ursprünglich tiefere Höhle, Fig. 591, S. 286, deren kleinere hintere Hälfte durch eine später quer durchgelegte Mauer, welche die Rückwand der letzten Ausstattung bildete, verschlossen war. Diese hintere Hälfte ist jetzt leer und ohne jeden Schmuck, die trennende Querwand fast zerstört. Vor dieser Querwand ist eine 53 cm tiefe Bank erhalten, in deren Mitte sich noch ein meterbreiter, 32 cm hoher Figurensockel erkennen läßt. Bemalung und Ausstattung der Höhle. Rückwand. Auf dem Sockel in der Mitte war eine sitzende Buddha-figur. Neben ihr auf der Bank je eine stehende Nebenfigur, deren Aureole auf den Seitenw. b, B auf einem 46 cm breiten Streifen aufgemalt ist. Dieser Seitenstreifen hatte jedesmal eine mit schönen Blumenmustern verzierte Randborte. Über den Aureolen war je ein Schirm (»canopy«) und darüber je eine fliegende Gottheit. Die Darstellung läßt sich nicht mehr bestimmen. 286 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 28. Höhle 29. Gewölbe. Das Gewölbe ist 2,45 m hoch, die beiden Gewölbehälften sind mit je zwei Reihen Buddhas mit je zwei Begleitern bemalt, jede Buddhagruppe ist 37 cm breit, 46 cm hoch. Türwände a, A. Ihr oberer Teil ist zerstört, darunter sind vier Reihen von Stiftern erhalten, alle gehend, oben bei A nur Mönche. Auf Türlaibung R. ist noch eine Juwelen tragende, nach innen schreitende, lebensgroße Devatä zu erkennen. Die Seitenw. b, B enthalten interessante Varianten bekannter Darstellungen in kleinen Figuren, ihre Ausstattung war einst sehr schön. Seitenwand b. I großer stehender Avalokitesvara mit achtundzwanzig Armen, aber nur mit einem Kopf, darüber Amitäbha, über diesem Strahlen mit schwebenden, sitzenden Buddhas; 2 der stehende Brähmana, welcher mit erhobenen R. nach oben blickt, gestützt auf seinen Stab in der L.; 3 Vasundharä, langbekleidet, mit Juwelen auf einem Teller; 4, 5 Dharmapälas, welche schweineköpfige Teufel niederschmettern; 6—9 Bodhisattvas oder Gottheiten. Unten ist die Stifterfamilie abgebildet, das Haupt der Familie hält den Lotus, auf welchem Avalokitesvara steht, mit beiden Armen hoch. R. u. L. von diesem Bilde sind viele kleine Bildchen gewesen, wie auf dem entsprechenden Gemälde in Halle 3; die vordere Reihe ist 25 cm breit, die hintere 34 cm. Vgl. oben S. 234. 3^7 3 Seitenw. b, Fig. 591. H.28. Fig. 592. H. 29. Fig. 592 b. Fig. 593. H. 30. Fig. 593 b. II *s 2 1 3 // \\ 73 / \ f+ Seitenw. B. Seitenwand B. I predigender Buddha: Amitäbha in Sukhävati; 2, 3 große Bodhisattvas auf Lotusthronen sitzend, 2 mit Amitäbha in der Krone: Avalokitesvara, 3 mit Stüpa in der Krone: Mahästhämapräpta; 4 de; 5,6 zwei Arhats mit Flammen hinter den Schultern; 7—12 Parivära von sechs Bodhisattvas; unter I eine hohe Terrasse; 13, 14 predigende Buddhas mit Parivära; 15 Teich mit Schwänen, Kinnaris usw.; lögraziöse, stehende Gewandfigur (wer?), umgeben von sechs Bodhisattvas; zwischen den Geländern der Terrasse ist Wasser gemalt, darin Lotusse, aus denen Kinder kommen, auf den Geländern klettern Kinder herum. Unter 2, 3 nach unten strebende Glückswolken. Höhle 28 ist die letzte Höhle der großen S-Terrasse, welche nach N orientiert ist. Hier beginnt nun die Ecke des Berges, welche durch Unterwaschungen des Flusses am meisten gelitten hat und noch fortwährend leidet. Geht man von H. 28 auf die Ecke zu, so trifft man zunächst auf eine große Mauer, welche ursprünglich die Terrasse abgeschlossen hat, ähnlich wie die Mauern zw. Anl. 5 und 6, 7 und 8 der N-Terrasse. Vor der Bergecke selbst waren Vorbauten, die wohl auch dazu dienten, die Ecke zu schützen. Sie sind jetzt so ruinös, daß sich über ihre Anlage nicht mehr als das sagen läßt, daß sie aus einem unteren massiven Bau und besonderen oberen Bauten bestanden hat. Diese obere Anlage scheint einen Hof gebildet zu haben, da die Bergecke zurückliegt. Die Wände dieses Hofes sind bemalt gewesen. Ganz deutlich sind Gemäldereste an der abgeschrägten Wand zu sehen, welche hinter der oben erwähnten Terrassenmauer erhalten sind. Um diesen Hof herum liegen vier Höhlen, eine große nach der Ecke orientierte (29), zwei kleine mit dem Ausgang nach N (30, 31) und eine kleine, deren Ausgang der großen H. 29 gegenüber liegt (32). Zwischen H. 31 und 32 geht ein roh gehauener Gang durch den Berg nach der vorliegenden Außenseite und mündet ziemlich unmittelbar vor H. 34. Vgl. Plan S. 224. Höhle 29. Der ziemlich ungleich angelegte Eingang dieser Höhle, Fig. 592 muß über der Tür besonders schön verziert gewesen sein, denn aus den zerstörten Resten geht deutlich hervor, daß nicht bloß Bemalung, sondern auch plastischer Schmuck vorhanden war. Die Höhle hat auf der Rückw. kein plastisches Kultbild gehabt, aber in einem Abstand von 1,23 m vor der Rückw. und von 99 cm von den Seitenw. steht noch der Rest eines quadratischen Sockels für eine Kultfigur, deren früheres Vorhandensein auch durch einen im Sockel steckenden Diebel bezeugt ist. Dieser Sockel, Fig. 592 b, ist noch über 90 cm hoch, sein Mittelkörper mißt ohne die oben Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 29. Höhle 30. 287 verlorenen, unten erhaltenen Gesimse 1,18 m im Quadrat. Hinter dem Sockel ist ein tiefes, rundes Loch im Boden. Wahrscheinlich hat hier früher ein Schirm oder ein Bodhibaum gestanden; vor den Seiten des Sockels sind zwei aufgegrabene Stellen, vielleicht ist auch hier etwas (ein Aureolebogen?) befestigt gewesen. In den Ecken vor der Rückw. sind symmetrisch vier kleine Grübchen erhalten, deren Zweck wohl ein ähnlicher war, vielleicht standen hier Figuren. Erhalten ist freilich nichts mehr davon. Bemalung des Sockels. Erhalten ist folgendes. Auf der Vorderseite (I) ein großes Gefäß mit Blumen und je zwei Stifterfiguren R. u. L. davon. Die Rückseite ist vernichtet. Auf der Seite gegenüber der L. Seitenw. (B): II ein großes Bild: In einer Berglandschaft liegt in der Mitte ein Bodhisattva, der von Tigern zerfleischt wird, zwei Reiter kommen schnell von L. herbei, R. in der Ecke steht ein gesattelter Schimmel, im Hintergrunde wird ein hände-ringender Mann bemerkt. Hinter dem Toten sieht man drei Lotusblumen. L. oben im Eck sind drei Stifter erhalten: ein Mann und zwei Frauen. Auf der and. Seite III ist nichts erhalten, als ein R. im Eck nach innen schreitender Stifter mit schönem Gürtelgehänge. Gewölbe der Höhle. Der Zenit des Gewölbes ist 3,55 m hoch. Jede Bogenhälfte ist mit drei Reihen Buddhas bemalt. Diese sitzen lehrend auf Glückswolken, je zwölf in der Reihe, jede Figur 58 cm hoch und zwar so, daß die sechs von der Tür an beginnenden Figuren nach Innen gewendet sind, während die inneren sechs nach außen sich wenden, wie die unteren Bilder. Darunter läuft eine 26 cm hohe Festonborte und schließt das Gewölbe von der geraden Wand ab. Seitenwände B, b. Die Seitenwände sind mit je vier Pranidhibildern bemalt gewesen, deren große Brähmiinschriften herausgeschnitten oder vernichtet sind. Die einzelnen Bilder stehen auf einem 34 cm hohen, zerstörten Ornamentstreifen und sind darüber 2,55 m hoch. Zwei Bilder, die inneren, wenden sich nach außen, die äußeren nach innen. Sie sind sehr beschädigt. Vor der Rückw. an gezählt ist noch folgendes erhalten: B, 4 Vor dem großen, stehenden Buddha ein Brähmana mit einem Goldgewand, dahinter eine Laubhütte; B} 3 Vor dem Buddha ein kniender König mit gefalteten Händen (anjali), hinter ihm ein Gepanzerter; B, 2 Vor dem Buddha ein König, hinter diesem eine Dame; B, I Vor dem Buddha ein Brähmana; b, I Vor dem Buddha ein kniender Gepanzerter, ein Thron hinter ihm; hinter Buddha ein Gepanzerter, einen Teller haltend, hinter diesem eine Dame. Alles übrige ist vernichtet. Die Gemälde der Türwand sind vernichtet. Rückwand. Die Rückwand war mit dem Parinirväna bemalt, doch ist das Bild zerstört. Man sieht noch die Sälbäume hinter dem Buddha, zu seinen Häupten den meditierenden Mann (Subhadra), vor ihm einen weinenden Mönch, im Hintergrund viele Götter und vorn noch einen Phönix. Höhle 30. Diese kleine Höhle, Fig. 593, S. 287, welche sehr beschädigt und verschmiert ist, ist interessant dadurch, daß sie mehrere der in der Umgebung von Turfan, sowohl als Wandgemälde, als auch Hängebilder auf Leinwand oder Seide vorkommenden Bilder in miniaturenartig kleiner Ausführung auf den Seitenw. gehabt hat. Der traurige Zustand dieser ursprünglich sehr fein ausgeführten Bildchen ist zu bedauern. Erhalten ist das Folgende: Vorder Rückw. ein Sockel von 78 cm Höhe, I m Breite und 56 cm Tiefe, Fig. 593 b. Auf dem Sockel hat sicher ein Buddha gesessen, auf der Vorderseite ist ein Rad abgebildet und Götterfiguren, also Anzeichen dafür, daß die Figur auf dem Sockel die Predigt von Benares dargestellt hat. Auf der L. Sockelseite sind noch drei Mönche, R. zwei Mönche, Stifterfiguren, erhalten. Bemalung der Rückwand. Über der zerstörten Buddhastatue sind R. u. L. Glückswolken mit glockenläutenden Dämonen. Zur R. des Buddha stand eine männliche Stifterfigur, 64 cm hoch, L. eine ebenso große Dame, Stifterfiguren unter Baldachinen und davon herabhängenden Gardinen, welche mit großen, goldnen Ringen gemustert sind. Bemalung der schmalen Türwände. Beide Türwände feind mit StifterbUdern bemalt gewesen. Noch erhalten sind zwei Männer, wie sie D. Klementz, »Nachrichten« Taf. 7, abbildet, auf W. L. (a), ein Mann und eine Frau auf W. R. (A). Bemalung der Seitenw. b, B. Jede Seitenwand, bis zum Gewölbeanfang 1,20 m hoch, ist in vier Felder geteilt, von denen jedes ohne Borte je I m breit, 78 cm hoch ist. Darunter läuft ein 30 cm hohes Fußornament. 288 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 30. Höhle 31. 000 -> **- 0 0 0 0 0 -> o o 1 4 2 x 2 I 5 x 3 6 7 III ^ 8 I II III IV V VI VII VIIIIX X 4 1 3 4 2 0 0 5 a, ^ AB 3 4 - a 1 2 5 3 6 O P 3 Seitenwand L. (b). b, I. Bei I eine Doppelhalle mit zwei Buddhas, welche einander gegenübersitzen, unter der Geländerterrasse, auf welcher sie sitzen, stehen vier Buddhafiguren | | | |, über der Doppel -halle bei O sind zehn sitzende Buddhas gemalt; die beiden Seiten einander zugewendet, schwebend in Glückswolken, bei x x je eine nach der Mitte schwebende Glückswolke, in jeder derselben sitzt ein Mönch mit einem Zuhörer; davor folgende Figuren als Parivära der Mittelgruppe: I Arhat, 2, 3 je eine Göttin, 4 Arhat, 5 Göttin, 6? Unten bei 7 steht ein brennendes Haus, auf dessen Schwelle ein Kind steht, im Hause ist ein Teufel, bei 8 vor dem Hause ein Wagen mit Hirschen bespannt. Vgl. zur Sache »Bericht« 'S. 70. b, 2 Buddha, unter einem Baume predigend, umgeben von Göttern, darunter auch Vajrapäni, sehr zerstört. b} 3 Buddha oder ein Bodhisattva?, welcher von einem Stifter, welcher aufrecht steht, mit hochgehobenen Armen gehalten wird, 1—6 sitzende Bodhisattvas, bei O je eine kleine, stehende Stifterfigur, unter dem R. Arme der Figur mit hochgehobenen Armen noch ein kleiner Stifter, unter dem L. Arme eine aufrechtstehende Inschriftentafel, welche uighurische Inschriften hatte. b, 4. Hier ist leider nur der untere Streifen erhalten: A kleiner betender Stifter, B große Mittelfigur (Stifter), stehend, mit hochgestreckten Armen, er hielt die zerstörte Kultfigur; I, 2, 4 kniende Gottheiten, 3, 5 kniende Mönche, a, a! zwei kleine Mönche übereinander. Seitenwand B. B, I leider sehr zerstört. In der Mitte Buddha (Amitäbha?) auf einem Throne, neben ihm stehen zwei Mönche, unter diesen zwei andere Mönche, um die ganze Gruppe viele Götter. Unter der Buddhagruppe sind noch Reste einer merkwürdigen Darstellung, welche sich nur in H. 38, Seitenw. C wiederholt. Zu erkennen ist hier nur noch die große Pauke, hinter welcher ein alter Brähmana sitzt, welcher mit dem Schlägel auf die Pauke schlägt. Aus der Pauke sprüht eine Garbe Strahlen auf, an deren Spitze hier je nur ein kleines Halo erkennbar ist. Rest zerstört. B, II Buddha mit Parivära, zerstört. B, III Buddha oder Bodhisattva, auf einem Lotus sitzend, welcher von einer stehenden Stifterfigur, neben welcher früher eine uighurische Inschrift stand, hochgehalten wird, bei x' eine Stifterdame, bei x ein Stifter, darunter auf beiden Seiten ein Geländer bis zum Rand des Bildes. Hinter dem Geländer L. vom Buddha elf Bodhisattvas, R. noch acht. Oberer Streifen vernichtet. B, IV. Sehr zerstört. 1 Stifterfigur mit hochgehobenen Armen, 2, 3 betende Stifter (2 Dame?), O viele Mandala, welche wie aufwachsende Lotusse aussehen, A sitzender Heiliger, auf welchen zwei Götter, Gaben bringend, zugehen. Die Stifter stehen in B} III, IV auf eigentümlichen Wellenlinien, es sind dies Teppiche. Genau so stilisierte Teppiche sind unter den Füßen der Stifterbilder aus der Türw. von Halle 3. Die Gemälde dieser Höhle sind mit denen von Höhle 3 so nahe verwandt, daß man sie für Gemälde von derselben Hand halten kann. Bemalung des Gewölbes. Auf jeder Seite des Gewölbes, hoch 2,30 m, sind drei Reihen Stüpas abgebildet, mit Schirm und Fähnchen darauf, unter jeder der offnen Hallen sitzt ein Buddha, je 20 cm hoch, 14 cm breit. Darunter läuft eine 9 cm hohe Festonborte. II I de de z t z yyyy IV. 0 0 0 0 0 0 Aa a 213 z z z z z , III X yyyy x yyy o p Höhle 31. Diese kleine Höhle, Fig. 594, ist zwar sehr beschädigt und verschmiert, aber es läßt sich trotzdem aus den Resten erkennen, daß das Hauptkultbild Avalokitesvara war und daß die Bemalung der Höhle eine verkleinerte Replik von Anl. 4 usw. darstellte. Türwände, Gewölbe (2,20 m hoch) und obere Seitenwände (Seitenwände 1,28 m hoch bis zum Gewölbeanfang) sind ihrer Gemälde beraubt. Rückwand der Höhle. Vor d. Rückw. war die Bodhisattvastatue auf einem noch fast 60 cm hohen Postament, Fig. 594b, aufgestellt. Es war zweifellos Avalokitesvara; denn L. unter der Figur war der bärtige Brähmana auf d. Rückw. gemalt, von weißer Hautfarbe, welcher die Hand schützend vor das Gesicht hält Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 31. Höhle 32. Höhle 33. 289 und mit der L. sich auf einen langen Stab stützt, R. unt. d. Fig. war die Göttin der Erde, eine Schüssel Juwelen haltend. Der Rest ist zerstört. Bemalung des Sockels der Avalokitesvarafigur. Auf der L. Sockelw. sind Volkstypen: Stifterfamilie abgebildet, ein kniender langbekleideter Mann, der einen großen Hut trägt, dann zwei Frauen, welche Mützchen tragen, wie sie die heutige Bevölkerung noch trägt, aber mit langen Federn, welche auf der Spitze eingesteckt sind; sie halten Blumen. Auf der R. Sockelw. sind Kinder abgebildet und einige langbekleidete Erwachsene, von denen übrigens nur die Füße erhalten sind. Auf der Vorderseite des Sockels ist unt. L. eine kniende Frauenfigur erhalten, welche ein merkwürdiges Kopftuch trug, eine Blume in der Hand haltend. Seitenwände der Höhle« Erhalten ist auf jeder Seite (a, A) von unten an ein 62 cm breiter Streifen: ganz unten als Sockel der Wanddekoration ein rotes Bandornament von 7 cm Höhe (dasselbe Ornament dient auch zur Dekoration des untersten Streifens der Vorderseite des Bodhisattvasockels 594c), darunter noch ein ioy2 cm hoher, weißer Streifen. Über dieser Borte ist auf den Seitenw. noch je eine Reihe von Stifterfiguren erhalten und zwar bei a zwölf Männer in langen Kleidern und mit Filzhüten und eigentümlichen weichen Stiefeln, bei A vierzehn Frauen in »Reform«-Kleidern ohne Ärmel. Weiße Untergewandärmel sind durchgeholt. Die Köpfe der Frauen sind weggestoßen. In beiden Fällen stehen die Figuren auf hochrotem Fond. Ornamentik wie Wahl der Farben ist eigenartig, die Höhle ist eng verwandt mit den ob. S. 212 beschriebenen Anlagen. Unmittelbar neben Höhle 31 geht in der Ecke der Bergwand, welche der großen Höhle 29 gegenüberliegt, ein roh gehauener Gang durch den Berg. Durch diesen Gang erreicht man heute die letzte, wieder dem Flusse zugewendete Gruppe von Höhlen (30—40), indem man dem Flußlauf folgt, und zwar die Höhle 33, welche an der Ecke des Berges liegt, indem man dem Fluß entgegen um die Bergecke geht. Höhle 29 gegenüber liegt noch eine kleine, sehr zerstörte Höhle 32, von der aus heute kein direkter Zugang mehr zur H. 33 vorhanden ist. Die Abstürze zwischen 32 und 33 scheinen alt zu sein, so daß man schon zur Zeit der Anlage dieser jungen Höhlen sich genötigt gesehen hat, den Tunnel neben 31 durchzubrechen, um an den Bergrand zu gelangen. Höhle 32. Diese kleine, jetzt sehr verschmierte Höhle, Fig. 595, S. 290, ist eine verkleinerte Replik von Anlage 4 usw. und war einst sehr fein ausgeführt. So zerstört sie ist, so bietet sie doch Manches zur Ergänzung, besonders das Padmapänibild, welches als Rückwandbild für diesen Typus außer Zweifel ist. Die Türwand ist zerstört Gemäldereste der Rückwand. Die Rückwand ist im Fond als Berglandschaft bemalt, man sieht M n Baumgruppen, Reisende, Tiere in Höhlen, meditierende Asketen (Mönche) in Höhlen; die Hauptfiguren * * * 0 * * < sind nach beistehendem Schema angeordnet: I großer, trauernder Padmapäni, welcher auf einer Lotus- v * blume sitzt, als Hauptkultbild, 2, 3 je ein Dharmapäla in Kampfstellung, schweineköpfige Teufel zu ^ 7 ^ Boden schmetternd, 2 mit Cakra, 3 mit Vajra, x (m. Ring) Amitäbha klein über Padmapäni sitzend, x zehn meditierende Buddhas, über denen, wie bei Amitäbha, lange Strahlenbündel in die Höhe schießen. Seitenwände a, A. Die Seitenwände sind bis zu der Stelle, wo das Gewölbe beginnt, 1,30 m hoch. Als oberster Streifen läuft eine Reihe von langgewandigen, sehr zerstörten Figuren, welche beiderseits der Rückw. zugewendet sind, in der Höhe von 38 cm unter dem Gewölbeanfang hin; es folgt darunter je ein 40 cm hoher Streifen von ebenso gewendeten sivaitischen Göttern, und zwar auf a von der Rückw. an: Ganesa (aber schweineköpfig !), dann der dunkle Gott mit dem Schwert, Rest zerstört, auf A von der Rückw. an: Kärttikeya auf dem Pfau reitend, vierarmig, eine (hochgehobene) R. hält die Sonne, die andere Pfeile, die dritte vor der Brust, eine (hochgehobene) L. hält den Mond, die zweite den Bogen, die dritte vor der Brust hält mit der dritten R. zusammen einen runden Gegenstand; es folgt: Mahäkäla mit der Elefantenhaut, den Dreizack haltend und auf einem Stier sitzend, eine Göttin und endlich noch eine Form Mahäkälas, vgl. Anl. 4, 26. Rest zerstört. Vom untersten Streifen sind nur die vier in die Ecken postierten Lokapälas erhalten, auf A mit Helm. Unter diesem Streifen waren auf allen erhaltenen Wänden (Rückw., Seitenw. a, A) noch stehende Stifterfiguren, 38 cm hoch. Bemalung des Gewölbes. Das Gewölbe ist im Zenit 1,98 m hoch. Auf jeder Hälfte sind je drei Reihen von predigenden Buddhas dargestellt, auf Glückswolken der Rückwand zuschwebend, darunter eine Borte mit Festons 12% cm hoch. Höhle 33. Diese kleine Höhle, Fig. 596, S. 290, ist ziemlich roh. Sie erinnert in ihrer Ausstattung und Bemalung an die lamaistischen Höhlen N von Turfan. Vor d. Rückw. der fast quadratischen Höhle ist ein niedriges, 58 cm tiefes Bänkchen, in der Mitte des Bänkchens ein 86cm breiter Sockel für die meditierend sitzende Buddhafigur, Fig. 596b, deren Vesica auf der Grünwedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. ig 290 Tempel Bäzäklik, (Murtuq). Figg. zu Höhle 31, 32, 33, 34, 35> 36, 37- I* .£* A| Fig. 594» Höhle 3 Fig. 594 b. Rest des Sockelprofils. Fig. 597. Höhle 34. Fig. 595-Höhle 32. Fig. 594 c. Ornament (hochrot auf schwarzen Fond) auf der untersten Sockelstufe A. Fig. 594 b. Derselbe Ornamentstreifen schließt die Seitenww. unten ab, darunter noch ein ioT/2 cm hoher weißer Streifen. Fig. 596- Höhle 33. nrnrn Fig. 594 d. weiße Lotusblumenblätter als Ornamen-tirung von B des Sockels. Fig. 597 b. Sockel-profil, soweit erhalten; volle Tiefe der S. 50 cm Breite 1,40 cm (unt.) b, 4. Höhle 35. Höhe Fig. 601 b. 1 Fig. 602 c. Skizze des Sockels der \ des Orig. 51. cm. A 36, - Fig. 602 b H. 37. H. 37. Rückw. Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 33. Höhle 34. .Höhle 35. 29I Rückw. reliefartig aufliegt. Sie hat die Form eines Lotusblumenblattes. In den Ecken R. u. L. davon waren stehende Götter- oder Bodhisattvafiguren. Auf d. Rückw. waren zwischen die Figuren gemalt, bei I und 2 je ein Buddha, welcher von zwei Devatäs geleitet wird, oben über dem Hauptbuddha bei 3, 4 je ein heranfliegendes Knäbchen, im Hintergrund darunter sieht man Tempel, vorn sieht man eine Holzterrasse, davor Wasser mit Lotussen darin. Auf den Geländern klettern Kinder herum. Die Rückwand stellt also Amitäbhas Paradies vor. Die Seitenw. sind sehr beschädigt, doch ist das Folgende erkennbar. Auf Seitenw. a scheint Padmapäni dargestellt gewesen zu sein, R. u. L. davon war ein Streifen von kleineren Bildern, 24 cm breit, 18 cm hoch. Unter der Padmapänifigur sind die folgenden Figuren leidlich erhalten: 2 1 3 xx 1 eine Frau mit erhobenen Armen, welche den Lotus, auf welchem der vermutete 7 6 5 489 Padmapäni stand, hochhält, 2—6 Männer mit gefalteten Händen stehend, 8 ?, 7, 9 lamaistische Götter: 7 Vajrapäni von blauer Farbe, in Kampfesstellung, 9 Acala, ebenso, von roter Farbe. Auf Seitenw. A ist nur ein Streifen erhalten: Kinder, welche aus Lotussen im Wasser auftauchen, Geländer usw.; es war also auch hier ein Amitäbhabild. Das unterste, innere Seitenbild — denn auf dieser W. waren kleine Seitenbilder, wie auf Seitenw. a — stellte einen Lama dar, vor dem ein Kind steht. Von den Türw. ist nur eine erhalten (c), sie ist bemalt mit sechs Reihen gehender Stifterfiguren (Männer). Das Gewölbe ist zerstört, von seiner Dekoration nichts erhalten, im Zenit war es 2 m \och. Höhle 34. Diese Höhle ist eine der wenigen Anlagen des Tempelsystems Bäzäklik, welche den aus der Umgebung von Kuca bekannten Typus des Pfeilers mit Umgang repräsentiert. Nur ist die Cella, ein querliegendes Tonnengewölbe, sehr wenig tief, desto tiefer aber die Seiten des Pfeilers der Rückw., Fig. 597, S. 290. Die Höhle hat eine einfache, wenig interessante Bemalung. Sie ist, obwohl geborsten und baufällig, noch ziemlich gut erhalten, was die Gemälde betrifft; das Kultbild, ursprünglich ein sitzender Buddha, ist zerstört. Die Buddhafigur war, wie die auf der Rückw. erhaltenen Reste beweisen, 2 m hoch. Ihr oberer Teil ist völlig vernichtet, die Vesica war ein aus »Clay« modelliertes Lotusblumenblatt. Der Sockel der Figur, Fig. 597 b, ist noch über 60 cm hoch, hat also die oberen Gesimse eingebüßt. Seine zurücktretenden Felder sind mit figürlichen Darstellungen bemalt gewesen. Auf dem Mittelfeld der Vorderseite waren die folgenden Figuren 5 4 3 2 1 6 7 8 9 1 ein Rad, dies bestimmte die Buddhafigur als die berühmte Predigt von Benares haltend; 2 eine Gottheit mit rauchendem Räucherbecken; 3478 vier Mönche mit verschieden geformten Flammen hinter den Schultern, vgl. H. 8; 6 Vajrapäni; 5,9 Stifterbilder: 9 eine Dame mit uighurischer Inschrift. Seitenw. E drei stehende Stifterdamen mit uighurischen Inschriften in der Ecke vor der Rückw. zwei Kinder mit zerstörten Inschriften. Der Rest ist zerstört. Seitenw. e ein alter Mönch mit Inschrift, darunter ein junger Mönch. Türw., Cella, Gewölbe neben der Rückwand und der hintere verbindende Gang sind überall mit Streifen von Buddhafiguren bemalt, alle sitzen in Stüpas, welche mit Hti und Trisülemblem bekrönt sind, zu deren Seiten Wimpel wehen. Diese Figuren stoßen auf der Decke der 2,60 m hohen Gänge mit den Trisülemblemen zusammen. Jede Wand enthält fünf Reihen, jede Buddhadarstellung ist 46 cm hoch, 2g cm breit. Jedes Bild hat eine Inschrifttafel mit bald chinesischen, bald uighurischen Inschriften, die meist zerkratzt sind. (Auf einem ders. na-mo Pcu-sse-wei-fo na-mo Prof. Franke.) Die uighurischen waren zahlreicher. Auf Türw. a sind je drei Buddhas in der Reihe, auf A sind sie vernichtet, auf Langw. b sind dreizehn in der Reihe, auf B nur zwölf, auf V und B' je nur vier, auf C sind zwölf Buddhas, auf C in der ob. Reihe sechs, in den unteren Reihen je vier. Unter diesen Buddhabildern läuft ein 50 cm hoher Sockel herum, Fig. 598, der aus zwei Ornamentstreifen und dem Mauermuster (»liegend geschindeltem« Ornament) besteht. Bemalung und Ausstattung der Höhle ist dem jüngsten Teil der Cella und den inneren Gängen von H. 8 so nahe verwandt, daß man dieselbe Hand zu sehen meint, obgleich die Ausstattung hier bescheidener ist. Die folgende Gruppe der drei Höhlen 35, 36, 37 scheint ein System gebildet zu haben, von denen 36 die Hauptanlage gewesen sein mag. Höhle 35. Diese kleine, zierlich ausgestattete Höhle, Fig. 599, S. 290, bietet manches Eigenartige, sowohl in ihrer Anlage, als in den dargestellten Szenen. Sie ist fast quadratisch, ihre Türlaibung sehr tief. Sie hat drei Kultfiguren 19* 292 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 35. Höhle 36. gehabt: das Hauptidol auf einem Sockel vor d. Rückw., zwei Nebenfiguren in flachen Nischen mit vorliegenden Gesimsen auf d. Seitenw. Der geringe Raum, welcher neben den Kultfiguren, beziehungsweise deren Nischen auf den Wänden noch zur Bemalung zur Verfügung stand, ist mit den Pariväras der Kultfiguren ausgefüllt. Bemerkenswert in der Ausstattung ist, offenbar durch den geringen Raum bedingt, die innige Verbindung zwischen Malerei und dem Relief ausputz: eine Erscheinung, welche ja auch in den großen Höhlen stets vorkommt, aber hier bei den kleinen Maßverhältnissen sofort auffällt. Rückwand der Höhle. Vor d. Rückw. steht ein 80 cm hoher Sockel für die Kultfigur, welcher aus Bergkuppenrelief besteht. Oben, wo die Figur saß, mißt dieser Bergsockel 79 cm Breite, 40 cm Tiefe. Zwischen den einzelnen Kuppen ist je ein kleiner, betender oder meditierender Mönch (Lehmfigürchen) hineingesetzt. Das Bergrelief reicht bis zur Decke der 2,64 m hohen Höhle. Die Kultfigur ist wohl Avalokitesvara gewesen. Seitenwand b. In der Nische saß eine Kultfigur, 1,03 m hoch. Vor der schalenförmigen Nische, Fig. 599 b, war ein flaches Postament, nur aus Gesimsen bestehend, oben 85 cm breit. Der Raum vom Rand des Gesimses bis zur Rückw. der Nische betrug 30 cm, das Gesims tritt nur 1 cm vor die Wand. Die Höhe des Gesims-postaments beträgt 62 cm, Fig. 599 d. Die Kultfigur (Avalokitesvara oder eine andere Form Padmapänis) läßt den R. Fuß herabhängen. Im Mittelfeld des Gesimssockels ist eine 27 cm breite uighurische Inschrift, neben dieser Inschrift L. ein Lokapäla mit einem kleinen Tempelchen in der R., einem Trisüla in der L., R. von der Inschrift ein anderer Lokapäla, welcher in der R. eine Keule, in der L. ein Juwel hält. Auf der Wand daneben erscheinen als Parivära des Bodhisattva in der Nische nach dem beigegebenen Schema die folgenden Figuren: 3 ein sitzender Bodhisattva, welcher so sitzt, daß seine gemalte L. auf einen Stuckberg der Rückw. C aufgetragen ist ! er ist in trauernder Haltung, also ebenfalls eine Form des Padmapäni; 4 ein sitzender, vielköpfiger Padmapäni, Fig. 600; 5 ein sechsarmiger Padmapäni, seine R. Seite ist zerstört, in der L. ersten Hand ist das Attribut unkenntlich, in der zweiten hält er ein Juwel, in der dritten ein Buch? Darüber bei 6 folgende Gruppe kleiner Figuren: die Ecke ist weggestoßen, dann folgt ein Mann, welcher vor einem stehenden Mann kniet, dahinter steht eine Hütte und weiterhin flieht ein Mann vor einem Löwen. 7 sitzender Bodhisattva (eine Form Padmapänis), welcher mit der R. ein Cintämani hält. 8 Manjusri mit Parivära; der Bodhisattva reitet auf einem Löwen nach der Rückw. zu. Seitenwand B. Die Dekoration — Nische, Fig. 599 c, mit vorgesetztem Gesimspostament, Fig. 599 d — gleicht der von Seitenw. b. In der Nische saß eine Buddhafigur. Die Inschrift in der Mitte des Sockels ist nur 10 cm breit (2), R. v. d. Inschr. zwei Stifter (Uighuren), L. ein bärtiger Mann, ein Jüngling, ein Knabe. Auf der Wand daneben: 3 ein Brähmana in einer Laubhütte, darunter eine Frau eine Kuh melkend, ferner zwei Frauen mit Milchschalen, 4 ein Brähmana in einer Laubhütte, eine Frau mit Milchschale; 5 ein Brähmana, zwei Frauen mit Milchschalen, 7 dem Buddha zugewendet zwei Frauen mit Schalen; Sujätäs Milchspende? 6 Samantabhadra auf dem Elefanten sitzend, der Rückw. zugewendet, mit Parivära. Das Gewölbe ist auf jeder Seite mit je zwei Reihen meditierender Buddhas bemalt, deren Scheitel im Zenit sich treffen, es sind sieben in der Reihe, jeder ist 20 cm breit, 30 cm hoch. Darunter läuft eine 11 cm hohe Festonborte. Höhle 36. Kleine Höhle, Fig. 601, S. 290, welche nichts Besonderes bietet, sie enthält Varianten von oben beschriebenen Anlagen. Rückwand. Vor der Rückwand saß eine Buddhafigur, Fig. 601 b, mit einer Aureole in Form eines Lotusblumenblattes. Diese Figur umgaben die folgenden, auf d. Rückw. gemalten Darstellungen: I ein alter knie-ender Bhiksu, eine nach rückw. blickende Devatä mit gefalteten Händen, 3 ein junger Arhat, 4 ein Bhiksu, 5 ein böser Gott, 6 12, zwei fliegende, Glocken läutende Teufel, 7 kniender Bodhisattva. eine kelchförmige Schale haltend, 8 9 zwei Arhats, 10 ein Bodhisattva. 11 Vajrapäni. Die Flammen über den Schultern der Arhats haben verschiedene Form und Farbe. Bei X X je ein kniender Hirsch. Es handelt sich also um die Darstellung der Predigt von Benares. Seitenwände b, B. Auf d. Seitenw. waren je zwei Pranidhis dargestellt, jede 1,05 m breit, 1,40 m hoch. Darüber lief ein weißer Streifen mit einer zerstörten Brähmiinschrift. Die Bilder auf W. b sind zerstört, auf B ist folgendes erhalten: Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 36. Höhle 37. 293 B I. (neben d. Türw.) 6 4 3 A großer, stehender Buddha, nach der Tür gewendet, I kniender König, welcher von 2, ^e ~* 2 einem Bhiksu geschoren wird, 3 bärtiger Mönch, 4 Devatä, 5 kniende Königin, 6 Teich ? 5 A 1 B 2. 6 A großer, stehender Buddha, nach der Rückw. gewendet, 1 kniender Bodhisattva, 2 Vajra« ^ päni, 3 betende Dame, 4 betender Bodhisattva, 5 Bhiksu, 6 Kloster. 2 4 1 A 3 Die Türwände ^4 sind nur mit Ornamenten bemalt. Das Gewölbe der 2 m hohen Höhle ist auf jeder Seite mit zwei Reihen meditierender Buddhas, deren obere Reihen im Zenit mit dem Scheitel sich treffen, bemalt, jeder ist 19 cm hoch, 18 cm breit. Darunter läuft eine 17 cm hohe Borte. Der Sockel, auf welchem die Buddhafigur saß, ist 54 cm hoch, er scheint etwa 85 cm breit gewesen zu sein. Die Seitenflächen des Sockels sind zerstört, auch die Bemalung der Vorderseite abgestoßen. Höhle 37. Diese schöne und ziemlich gut erhaltene Höhle, Fig. 602, S. 290, ist interessant dadurch, daß sie — meines Wissens — jetzt die einzige in der Umgebung von Turfan vorkommende ist, in welcher das Hauptkultbild der Besuch Indras und Pancasikhas in Indrasailaguhä ist, allerdings im Stil der späteren (uighurischen) Zeit, d. h. der Stilperiode, welche in Bäzäklik am meisten vertreten ist. Rückwand. Vor d. Rückw. steht ein etwa I m hoher Sockel, Fig. 602 b,c, für die Buddhafigur, dahinter ist eine blattförmige Aureole mit Nimbus für den Buddha auf d. Rückw. modelliert. Die Rückwand ist als Berglandschaft bemalt und unmittelbar neben die Buddhafigur sind die folgenden Figuren gemalt (vgl. das Schema) von R. u. L. her der Figur Buddhas zugewendet. 1 eine kniende Gottheit, welche Räuchergefäße auf einem Präsentierblatt darbietet, (Indra?) 2 musizierende Gottheit (Paficasikha) mit der Bügelharfe, 346 Götter, die Hände faltend (anjali), 5 Devatä, sich nach 6 umwendend, mit R. u. L. Hand Mudrä bildend, 7 8 betende, gepanzerte Dämonenfürsten, 9 10 meditierend sitzende Br. hmanas, kleinere Figuren, vor Laubhütten, auf denen Tigerfelle als Bedachung liegen. Der obere Teil des Hintergrundes besteht aus einer gemalten Berglandschaft, in welcher Affen in der Pose meditierender Asketen sitzen. Das Sockelbild ist leider zerstört. Auf dem Mittelfeld der Vorderseite sieht man noch einen Bodhisattva in predigender Haltung, umgeben von kleineren Figuren, vielleicht die Selbstaufopferung eines Bodhisattva, R. L. davon zwei kniende, betende Mönche und an den Ecken L. ein Stifter, R. eine Stifterdame. Die Seitenw. zeigten nur ornamentalen Schmuck, der zerstört ist. Seitenwände b, B. Auf den Seitenwänden sind je zwei Pranidhibilder, deren große Buddhafiguren sich je nach d. Rückw. wenden. Jedes ist ohne Schmuckborte 1,32 m breit, 1,80 m hoch. Von d. Türw. an gezählt, ergeben sich die folgenden Schemata: A großer, stehender Buddha, 1 kniender Bodhisattva, 2 Vajrapäni, 3 Bhiksu, 4 Halo, in welchem sich ein Bodhisattva tief verneigt, 5 Dame, ohne Aureole, einen Blümenteller haltend, 6 Bodhisattva in betender Position (anjali), 7 Bhiksu, 8 Kloster. A großer, stehender Buddha, 1 kniender Gepanzerter mit Aureole, die Hände faltend, 2 Bodhisattva mit Schirm, 3 Vajrapäni, 4 stehender Gepanzerter, einen Schirm tragend, 5 Bhiksu, 6 ein Kloster. A großer, stehender Buddha, 1 kniender Bodhisattva mit beiden Händen rückw. nach unten weisend, 2 Vajrapäni, 3 Bhiksu, 4 Kopf einer Devatä, 5 gepanzerter Schirmträger mit Aureole, 6 Göttin mit Blumenteller, 7 Kloster. A großer, stehender Buddha, 1 kniende Dame mit Aureole mit beiden Händen rückw. nach unten weisend, 2 Vajrapäni, 3 Bhiksu, 4 Kloster, 5 Gepanzerter mit Aureole und Blumenteller, 6 Dame mit Aureole und Blumenteller, nach rückw. blickend, 7 blumenwerfende Devatä. 294 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 37. Figg. zu H. 58. Türwände a, A. Auf jeder Türw. ist je ein großer betender Bodhisattva dargestellt, jedesmal nach der Seitenw. gewendet, als Seitenfigur der Pranidhiszenen auf b, B. Auf der Türlaibung L. ist noch eine Cintämanis tragende Devatä dargestellt, wie H. 8. Die Figur der gegenüberst. Laibung ist zerstört. Das Gewölbe der Höhle, im Zenit 2,75 m hoch, ist auf jeder Seite mit vier Reihen meditierender Buddhas bemalt, wie die vorige Höhle. Es sind hier 12 in der Reihe, jeder ist 25 cm hoch. Darunter läuft ein breiter weißer Streifen über den Pranidhibildern entlang, der vielleicht die Inschriften dafür erhalten sollte. Die Höhle hatte einen sehr schönen, echten Freskoboden, welcher jetzt im Museum sich befindet. Er war am vorderen Rande etwas zerstört, sonst wohlerhalten. zweite Fig. Orig. 40 cm. Fig. 605. Aus Seitenw. C, 47. Orig. 32 cm hoch. Höhle 38, S. 298. Höhle 38, S. 298. Ich gebe hier sein Schema. Inneres Feld: 1 1 1 drei paar Tälas, 2 großes Räucherbecken, 3 kleines Räucherbecken 4 5 \\ zerstört, Äußeres Feld: 6 6 zwei im Wasser watende Knaben mit Blumen, 7 7 zwei Inseln mit • Cintämanis, 8 8 §afikhas mit Bändern, 9 Cintämani, 10 vier Enten, 11 Ii zwei Schwäne, 12 12 ! groteske Blumen (Hahnenkamm) und einige andere kleinere Figuren. Es ist zu beachten, daß I das quadratische Mittelfeld mit den darauf gestellten Opfergeräten und Musikinstrumenten auf 4 derselben Stelle steht, wo wir in den Höhlen bei Qyzyl den von einem Rahmenrest markierten ! jetzt zerstörten Altartisch fanden, vgl. S. 44, Fig. 87, S. 143, Fig. 319a. ; Wenn die Beobachtung richtig ist, daß die drei Höhlen 35, 36, 37 ein System \ bilden, so hätten wir eine schöne Entsprechung darin, daß die Mittelhöhle mit der Predigt von Benares als Hauptkultbild von zwei Höhlen flankiert wurde, von denen jede eine Ge-birgsszene als Kultbild hatte, 35 Padmapäni auf dem Berge Meru, 37 Buddha in Indrasailaguhä. Wir hätten zugleich eine Art historischer Zusammenfassung der Kultfiguren: das alte Bergschema Indrasailaguhä der Umgebung von Kuca und das jüngere der Avalokitesvaralegende, gruppiert um die berühmteste Predigt Buddhas. Socket Tempei Bäzäklik (Murtuq). Höhle 38. Höhle 38. Diese Höhle, Fig. 603, S. 290, ist wieder ein Umbau einer älteren, größeren Höhle. Die Bemalung ist reich und interessant dadurch, daß sie ausführliche Repliken schon oben erwähnter Bilder enthält. Leider sind ganze Teile des Verputzes abgerissen, so daß Vieles, was bei der klaren und deutlichen Ausführung der zum Teil sehr kleinen Figuren wichtige Hinweise geben könnte, verloren ist. Rückwand. Ausstattung und Bemalung d. Rückw. stellte die Predigt von Benares vor. Der Sockel der Buddhafigur ist zwar zerstört, aber aus dem Abdruck im Verputz d. Rückw. rekonstruierbar; er bestand aus einer 70 cm tiefen, 90 cm breiten Stufe, mit einem säulenförmigen Lotusblumenschaft darauf und darüber einer Halbscheibe einer Lotusblume als Sitz für die Buddhafigur. R. unter der Buddhafigur und dem I m hohen Lotusthron ist noch ein Rest des Rückwandbildes erhalten; bei x zwei kniende Hirsche, dahinter zwei kniende Arhats, jeder mit anders ornamentierten Flammen hinter den Schultern und dahinter noch zwei Bodhisattvas. Von den Bildern des abgerissenen Verputzes fanden sich im Schutt Stücke von glockenläutenden Dämonen, Köpfe von Göttern oder Bodhisattvas und Stücke der einst prächtigen Vesica. Es ist also kein Zweifel, daß die Rückwand die Predigt von Benares dargestellt hat und zwar fas£ in derselben Weise, wie auf der Rückw. der Cella der Anl. 8, mit deren jüngeren Bildern die Gemälde unserer Höhle stilistisch so identisch sind, daß wir sie wohl denselben Händen zuschreiben dürfen. Seitenwände C, c. Beide Seitenw. haben als Hauptdekoration ein großes Mittelbild und R. u. L. davon einen schmalen Streifen kleinerer Bilder, deren Schemata, so weit sie erhalten sind, unten ausführlich gegeben werden sollen. Sie haben, wie die Rückw., ein 37 cm hohes Fußornament von fünf Streifen abwechselnd roter und weißer »liegender Schindeln« (Mauermuster), jeder Stein (»liegende Schindel«) 23 cm breit, 7 cm hoch und die oberste Reihe schräg von oben gesehen. Seitenwand C. Schema des Bildes auf Seitenwand C. -g 50 cm breit % C, a de de de 3 '4 5 1 t de C, b 123456 2,65 cm breit 33 32 31 30 C, c g • 9 0 1 7 6 8 89 » 3 45 4^ 3~+ ec, d 's c, e \o — C, c Ci 43 44 42 sc>f m I 2 3j 4 6 7 4i C, g 1 a 12 *i v 10 ii 3 6 8 -i 7 23 \ 5 45 C, h S. 2221 ^ 4 3 567 29 28 27 22 21 20 16 15 14 34 35 36 23 24 25 50 cm breit zerstört 26 17 18 19 *3 albl-cld 37 47 40 C, x = C,.g c, y 2134 o o 3 tr o o C, 2 = C, g zerstört 38 39 46 296 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 38, Figuren des Mittelbildes (2,65 m breit, 1,20 m hoch über dem Sockel, bis zum Übergang der geraden Wand in das Gewölbe reichend): 1,90 cm hoher, sitzender Buddha, unter einem reichen Schirme, predigend. Auf der Oberlippe ein leichter Schnurrbart, aus dem Scheitel erhebt sich ein Strahlenwirbel. Sein Untergewand ist grün, so auch der heraustretende R. Ärmel, das Übergewand rot. Er sitzt auf einem Felsen, vor ihm steht ein Tisch mit drei Lampen. Er hat ein Parivära von zahlreichen Figuren (2—36), welche alle mit gefalteten Händen (anjali) sitzen, die Vollfiguren in der vorderen Reihe (2—4, 8—10) sind 50 cm hoch. Sie sitzen alle auf Lotussen. In den obersten Reihen ist hinter 36 wahrscheinlich einer, hinter 26 aber zwei verloren, 2—13 Bodhisattvas, 14—19 Bhiksus, 20—24 Bhiksus, von denen einige sich umwenden, 25—28 Dämonen, 29 pausbackiger Gott, 30 dunkelfarbiger, bärtiger Gott mit zornigem Gesicht, 31 Gott (Santa) mit blauen Haaren, 32 bärtiger Gott mit Drachenkopfhaut als Helm, 33 behelmter bärtiger Gott, 34 unbärtiger Gott mit Panzer und Helm, 35 Göttin, 36 Rest eines Kopfes mit blauem Bart, wie ein Brähmana. Unterer Teil des Mittelbildes: 37—44. 37 Unmittelbar unter dem großen Buddha 1 steht ein 72 cm hohes Tor mit Dach und Balken darauf, auf diesem sitzen vier 19 cm hohe, meditierende Buddhafiguren auf fast pilzförmigen Lotussen [ab c d), vor ihnen knien drei Kinder mit gefalteten Händen QJ; vor dem Tore sitzt 38 ein 56 cm hoher Brähmana auf einem Postamente und schlägt mit erhobener R. auf eine große Pauke. Aus der Pauke sprüht eine Garbe Strahlen hoch (Darstellung der Töne), an deren ob. Enden je eine lotusblattförmige Scheibe sitzt mit darin stehenden Brähmilettern. Das Tor (37) geht auf; 39 45 cm hohe, kniende Figur inBodhisattvatracht, (anjali), doch ohne Aureole, 40 eine kleine runde Gruppe: predigender Buddha unter einem Schirm (»canopy«), aus seiner Stirne schießen Strahlen wie bei I, er sitzt auf einem Lotusthron, vor ihm steht ein Tisch mit drei Lampen darauf, um ihn sitzen vier Götter oder Bodhisattvas, alle anjali, z. S. je ein Mönch, über ihm sieht man auf jeder Seite je eine heranfliegende, Blumen werfende Devatä; 41 eine Gruppe kleiner Figuren: man sieht den Berg Meru, auf dem Berge ein Tempel als Darstellung der unteren Himmel, neben dem Berge Sonne und Mond, um den Berg Wasser und den Cakravälawall. Vor dem Berge sitzt ein Schmied in chinesischer Tracht am Amboß arbeitend (hämmernd) und hinter ihm ein Mann, der ihm hilft (Fig.-604) J); 42, 44 waren Inschrifttafeln, 43 ein ummauerter Raum, voll Wasser, in welchem zwei Götter mit Aureolen stehen, dazwischen eine kleinere Figur?, die Götter reichen dem eintretenden Schmied und seinem Begleiter Cintämanis, 45 eine Mauer mit Inschrifttafel davor, in der Luft darüber Lotusblumen, welche aus einer großen Wolke über dem ganzen Bild herabfallen, vorne ist ein hämmernder Mann, welcher hier genau so gemalt ist, wie der Begleiter des Schmiedes in 41, vor ihm ein stehender, predigender Mönch, daneben steht der Schmied, zum Himmel blickend und betend. Vorne steht noch ein betender Mann. Über dem hämmernden Mann steht die später eingetragene Inschrift: bu tämürci das (ist der) Schmied und daneben noch ein paar Mal ein b, als hätte sich der Schreiber verschrieben; 46 ein ähnliches Bild aus dem Leben des gottseligen Schmiedes. Auf einer Plattform, welche vorne mit einer Barriere versehen ist, steht im Hintergrund der Schmied betend, vor ihm und hinter ihm je eine Devatä, jede eine Hand erhebend und hinter der vor dem Schmied stehenden noch ein betender Mann. Hinter diesem läuft ein gelbroter Streifen, wie ein Feuerstrom vom Himmel. Zwischen dem Schmied und der vor ihm stehenden Devatä fallen Cintämanis herab; 47 eine große Gruppe: man sieht eine Halle, auf deren Dach zwei Teufel sitzen, welche herabgrinsen. In der Halle sitzt ein Mann (?), welcher von zwei Teufeln an den Haaren gefaßt und mit Stöcken geprügelt wird, vor der Halle liegt eine zweite menschliche Figur, welche in ähnlicher Weise von Teufeln gepeinigt wird. Dahinter am Rand der Terrasse steht ein Schwein, ein Hahn, ein Stier und noch ein großer Vogel, vielleicht waren noch mehr Tierfiguren da, welche zerstört sind. L. neben der Halle ist ein j och-artiges Tor, durch welches im vollen Jagen ein Reiter mit einer beilförmigen Standarte herankommt, wie es scheint, um die Gequälten zu befreien. Der Raum, aus dem er kommt, ist halb zerstört, doch sieht man im Hintergrunde einen Mönch in einer Rolle lesen, daneben zwei Diener? Es ist klar, daß durch das Lesen eines heiligen Textes der Dharmapäla, unter dessen Machtbereich die Teufel stehen, welche die Insassen des Hauses peinigen, herbeigeholt wird, dem Unfug seiner Untergebenen ein Ende zu machen (Fig. 605). Fragmente dieser Darstellung fanden sich öfter in der Oase Turfan (z. B. auf Hängebildern). Von 41 an sind alle Figuren nur 10—15 cm hoch. Das Mittelbild stellt Amitäbha vor: die Hammerschläge des frommen Schmiedes wirken als Paukenschläge am Tore von Sukhävati, das dem Verklärten aufgeht. Die anderen, auf den kleinen Bildern vorkommenden Wundergaben, welche der Heilige erhält, sind deutlich genug. Seitenbilder von C: C, a—&, x—z. Nur auf der inneren Seite sind diese Seitenbildchen so weit erhalten, daß ihre Zahl festgestellt und mehrere von ihnen genauer beschrieben werden können. Auf der Türseite sind nur drei einigermaßen erhalten. Ihre Erklärung ist schwierig. Innere Reihe C, a—h: C, a In der Mitte sitzender predigender Buddha 1, 2 3 4 5 vier erhaltene Bodhisattvas als Parivära, Rest zerstört. Vgl. C, c, e, g, x} z. C, b I eine Devatä, stehend, vor ihr 2 ein stehender Mönch, in der Mitte 3 eine stehende Devatä, 4 ein Mönch = 2, ein betender Laie 5, 6 eine abgewendet sitzende Devatä. Über dem Ganzen eine dichte Wolke, aus der scheinbar Schneeflocken fallen, oder sollen die Figuren .. * ;! sieben weiße Punkte über 1—3 und vier Punkte • • • • über 5,6 Sternbilder sein? *) Vgl. die Legende vom Schmied Hoang-ta-fie aus Pan-tscheu (Hu-nan), Sung-Dyn. bei Schott, über den Buddhaismus in China und Hochasien: Philol, hist. Abt. desKgl. Ak. Wiss. zu Berlin, 1244, S. 262, Berlin 1246. Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 38. 297 C} c I predigender, sitzender Buddha, 23456 fünf Bodhisattvas, 7 ein Mönch, 8 ein behelmter Gott, 9 eine fliegende Devatä. Die Figuren über 2 3 fand ich schon herausgeschnitten. Vgl. C, a. C, d In der Luft oben sieht man eine große Wolke und darin eine Donnertrommel; 1 ein Bodhisattva mit Aureole in der Haltung des Nirväna-Buddha auf einem Ruhebett liegend, vor ihm 2 eine Devatä stehend mit erhobener R., 3 zu Häupten des Liegenden ein Mann in anbetender Stellung, 4 ein stehender, nach rückw. blickender Mönch mit erhobener L., 5 eine stehende Devatä mit erhobener L. C, e Hier fand ich die Mitte herausgeschnitten, das Bild war offenbar identisch mit C, c. C, f Buddha auf hohem Throne sitzend, 2 vor ihm ein stehender Mönch, 3 hinter 2 ein kniender Mann mit einem großen Drachen im Nacken (Nägaräja), dahinter 4 zwei kriechende Schlangen, 5 im Hintergrunde die Füße eines nach 6 sich wendenden Mannes, 6 ein stehender, erschreckt zurückgebeugter Mönch, der von 7 einem von hinten anschleichenden Manne mit einer Keule auf den Kopf geschlagen wird. Über 6 7 sieht man den Donnergott mit seiner Ringtrommel. C, g 1 predigender, sitzender Buddha, 234567 sechs Bodhisattvas als Parivära, 8 9 Mönche neben Buddha, 10 11 behelmte Götter, 12 13 fliegende Devatäs. So sind offenbar C, a, c, e und auf der anderen Seite x, y zu ergänzen. C, h Hintergrund: 1 predigender, sitzender Bhiksu, 222 drei kniende Zuhörer (anjali), Vordergrund 3 ein Mann, der einen beladenen Elefanten treibt, 4 eine stehende Devatä, 5 ein Mann mit betender Armhaltung auf einem Throne sitzend, 6 ein Mann, der aus einem Schlauch Wasser gießt, dahinter 7 ein Mann, der Lehm knetet (?). Äußere Reihe C, x—z. C, x sehr zerstört, aber die Reste beweisen, die Identität mit C, g. C, y 1 Ein sitzender Richter hinter einem Tische sitzend, 2 3 je ein Mann daneben stehend, anjali; 4 Devatä, hinter einem Tisch sitzend, snjali; 5 in der Luft ein Halo mit einem Götterpalast, der Vordergrund leider zerstört. 6 eine Devatä, anjali, zum Richter hinschreitend. So schwer die Bilder zu erklären sind, so ist doch klar, daß jedesmal das zweite Bild b dfhy den Inhalt der Predigt des vorhergehenden Buddhabildes a c e g x (z) darstellt. Vielleicht entsprechen die einzelnen Gruppen ab; cd usw. je dem Inhalt eines Kapitels eines Sütra, welches die Wirkung eines Gebetes an Amitäbha enthält. Seitenwand C. Das Gemälde dieser Seitenw. ist ebenso eingeteilt wie auf C, aber mehr zerstört, da es aber die Replik eines öfter vorkommenden Bildes ist, kann es mit Sicherheit wieder hergestellt werden, wozu zahlreiche Stücke des abgerissenen unteren Teiles, welche im Schutt gefunden wurden, sehr dienlich waren. Schema des Bildes auf Seitenwand c. O o s o 00 CO 46 cm breit c, x zerstört c, a zerstört c, x 00 CO 2,73 cm breit iiiii iiiii 4? 2 2 4 4 3' 3 x 4 zerstört, doch fanden sich zahlreiche Stücke im Schutt. 46 cm breit c, b c, x 00 00 o o er 00 00 o B Mittelbild: 1 je fünf Buddhas, auf Glückswolken schwebend, je in rundem Mandala; 2Ma jusri, auf einem Löwen reitend, neben ihm zwei Lotus-tragende Begleiter, dahinter ein nach außen fliehender Mann; 2' diese Figur fand ich herausgeschnitten; stehen gebliebene Reste aber zeigen deutlich, daß hier Samantabhadra dargestellt war, auf seinem Elefanten reitend, usw.; 3, 3' zwei Buddhas, welche in einer hohen Halle einander zugewendet, sitzen, sie hatten chinesische Inschriften, dazwischen neben demR. sitzenden ein kleiner Knabe mit Cintämani; 4 vier (drei erhalten) Buddha-predigten vom Wolken umgeben, jeder predigt einem Parivära von Bhiksus und Bodhisattvas; x ein Knabe mit Schale und Blumen. Der Rest fehlt, doch waren nach den Resten zweifellos die vier stehenden Buddhas und die hinter Ge- 298 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 38. Höhle 39. ländern auftauchenden Götterköpfe abgebildet, ferner vier oder doch mindestens zwei Gruppen, in denen je ein Bodhisattva predigt. Darunter war ein 45 cm hoher Streifen, welcher folgende Darstellungen hatte: ein brennendes Haus mit Hof, darin Teufel und nackte Kinder. Vgl. das verwandte Bild in H. 40 und sonst. Die Seiteristreifen c, x; c, a} b. Ob. u. unt. waren auf den Seitenstreifen vier Felder c, x) auf welchen je zwei im Wasser stehende bärtige Nägaräjas, welche auf Schalen Cintämanis halten, abgebildet waren (Fig. 606; S. 294). Sie waren nicht alle ganz erhalten, vgl. z. S. 261. c, a enthält ein halbzerstörtes Bild: im Vordergrunde eine Wetterwolke mit dem Blitzdrachen und dem Donnergott, inmitten einer Reiftrommel, im Mittelgrunde (halb zerstört) eine Versammlung von betenden Laien in Gebirgslandschaft, darüber in der Luft eine Gruppe, von der nur zwei betende, sitzende Bodhisattvas (ohne Aureole !) erhalten sind und vor ihnen ein dritter kniender mit erhobenen brennenden Händen, offenbar derselbe, welcher in den Plafond -maiereien von Qyzyl einem Arbakesh bei Nachtzeit leuchtet. Daneben sind noch zwei betende Mönche neben einem Buddha (?) erhalten, die Inschrift, welche dabei war, ist erloschen (Fig. 607i S. 294). c, b Reste von mehreren Szenen aus Buddhas Leben (Fig. 608, S. 299): Vorne ein Stüpa, dahinter Buddhas Nirväna;-höchst merkwürdig sind die von rückw. gesehenen Mönche, dahinter Verbrennung des Sarges und erstes Konzil: Bücherrollen werden von Mönchen geordnet, dahinter eine Buddhapredigt, dahinter wieder Buddha auf einem Throne meditierend, eine ganz in eine Flammenaureole gehüllte Götterfigur kniet vor ihm, ein betender Bodhisattva kommt von R. her. Daneben ein schreitender, betender Bodhisattva, vor dem sich ein Jüngling in indischer Tracht grotesk verneigt, während zwei chinesisch gekleidete Laien folgen usw. Ganz unten, unmittelbar über dem Nägaräja ist ein Rest eines besonderen Bildchens erhalten: ein fliegendes, seltsames Wundertier (Fig. 610), eine Schlange und ein Wolf verfolgen einen Wanderer in einer Berglandschaft. Türwände b} B. Auf den Türw. waren schöne Stifterbilder in Reihen. Sie sind alle abgerissen und lagen in Trümmern im Schutt herum, auf b waren Männer, auf B Frauen, vgl. Fig. 609. Sie hatten uighurische Inschriften. Unten auf b, B sind viele Besucherinschriften und aufgemalte Tierfiguren ! Türlaibungen a, A. Hier waren große stehende Figuren angemalt. Bei a ein fast lebensgroßer, gepanzerter König, der auf zwei Stierköpfen steht, er trägt einen Helm mit Pfauenfedern und eine Lanze in der R. Die Figur auf der gegenüberst. W. A ist verloren. Gewölbe. Das Gewölbe (3,18 m hoch) ist nach beiden Seiten mit vier Reihen meditierender Buddhas bemalt, jeder ist 28 cm hoch, 20 cm breit. Ihre Zahl ist unbestimmbar, da der vordere Teil des Gewölbes abgebrochen ist. Höhle 39. In einem Abstand von 4,20 m von der vorigen Höhle folgt eine kleine, sehr zerstörte Höhle, Fig. 611, S. 299, deren Türwände völlig weggerissen sind. Immerhin ließ sich eine Reihe von Dingen feststellen. Rückwand* Die Vesica der Buddhafigur, welche zweifellos saß, ist auf d. Rückw. erhalten, die Buddha-figur und ihr Sockel sind vernichtet. 8 16 Um die Figur waren die folgenden Begleiter gemalt: I Bodhisattva oder Gottheit, kniend 7 1$ mit Lampe; 2 3 9 10 vier Arhats mit Flammen hinter den Schultern, von denen jede andere Orna- g ^ 13 14 mente undFarben hat, vgl. H. 8; 4 10Bodhisattvas mit gefalteten Händen; 5 6 7 8 12 14 spitzohrige Buddha- Götter mit Hauern; 13 junger Bhiksu mit gefalteten Händen; 15 16 pausbackige Götter. Über dem 4 3 figur 11 12 Buddha ein schöner Schirm und R. u. L. in der Luft fliegende Dämonen, mit Glocken läutend: 2 1 -> «-9 10 die Rückwand stellte zweifellos die Predigt von Benares dar. Auf d. Seitenw. a, A waren je zwei Pranidhiszenen dargestellt. Nur die zwei inneren Bilder sind erhalten, a ganz, A nur halb. Alles übrige ist zerstört. Die Buddhaköpfe in den Pranidhibildern zeichnen sich durch ungewöhnlich schöne Zeichnung und geschmackvolle, geschickte Schattierung aus. ^ A großer, stehender Buddha nach d. Rückw. gewendet; b betender Gepanzerter; c=b; d Schirmträger; e Bhiksu; / Vajrapäni; g Haus. b de A großer, stehender Buddha; b kniender König, nach rückw. mit beiden Händen Weisend; ^ c Vajrapäni; d Bhik§u mit gefalteten Händen; e Haus. de Gewölbe. Das Gewölbe war 2,70 m hoch. Jede Hälfte war mit vier Reihen meditierender Buddhas bemalt, jeder ist 28 cm hoch, 22 cm breit. a, 1 g e A c A, 1 e d c A b Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 40. Figg. zu H. 38, 39, 299 Höhle 40. In einem Abstand von 2,50 m von d. H. 39 liegt in derselben Richtung Höhle 40, die letzte des ganzen Systems, welche mit reichem Gemäldeschmuck versehen war, Fig. 612. Ihre Ausstattung ist eine Replik von Höhle II. Sie ersetzt manches, was dort zerstört ist, während in ihr vieles zerstört ist, was dort erhalten ist. Wie H. Ii ist sie aus einer älteren, größeren Höhle umgebaut, in der Weise, daß man durch eine 1,10m vor der alten Rückwand durchgezogene neue Rückwand die Halle um ein Drittel weniger tief gemacht hat. Der abgeschlossene Raum ist jetzt durch die von Schatzgräbern demolierte, neue Rückwand zugänglich; er ist- völlig leer und ohne jede Spur alter Bemalung, merkwürdig ist aber eine halbkreisförmige kleine Nische Fig. 608 aus c, b. Orig. 66 cm hoch. Höhle 38. Fig. 609. Rest der Figur einer Stifterin aus Türw. B. Orig. 12 cm hoch. Schmuck mattgelb mit roten Zeichnungen, Stäbchen im Haar weiß, Marken an Stirn und Schläfen hochrot. Höhle 38. Fig. 610. Wundertier aus c, b unten. Leider jetzt ohne Kopf. Höhle 38. Fig. 611. Höhle 39. |;.......i tu %wk Fig. 612. Höhle 40. Fig. 613. Ein am Fuße eines Abgrunds Abgestürzter durch Padmapäni gerettet, die Aureole bedeutet die göttliche Hilfe. Seitenw. A äußere Reihe, Nebenbild. 7. Orig. 24 cm. in der alten Rückwand, welche früher vermauert war und irgendwelche Deposita enthalten haben mag, welche ausgeraubt sind. Rückwand. Wie erwähnt, ist die Rückwand durchbrochen, doch ist noch so viel erhalten, daß es unzweifelhaft ist, daß als Kultfiguren zwei sich zugewendete Buddhafiguren auf die Wand gemalt waren. Sie saßen wie die »Clay«-Figuren in H. 11 in der Halle eines gemalten Doppelpalastes, dessen Fassadenreste die erhaltenen Teile der Rückwand ausfüllen. R. u. L. davon waren zwei im Wasser stehende Nägaräjas übereinander abgebildet, welche Schalen mit Cintämanis tragen. Das Wasser steht zwischen bergigem Ufer. Auf einem Streifen von 45 cm Breite, welcher auf den anstoßenden Seitenw. a, A durch eine Borte abgetrennt ist, sind noch je zwei Nägaräjas (vgl. Fig. 606) in H. 38 einer über dem andern in derselben Haltung abgebildet; 300 Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 40. sie gehören mit zum Parivära d. Rückw., so daß also auch hier, wie sonst (H. 39 usw.) die Nägaräjas paarig stehen, hier je einer auf der Rückw., je einer auf der Seitenw. Seitenwände a, A. Die Seitenwände haben je in der Mitte ein großes Bild, welches, 1,93 m breit, die ganze Fläche vom Sockelornament (40 cm hoch) bis zum Beginn des Gewölbes ausfüllt. Auf Seitenw. a sind die Ränder (außen) dieses Mittelbildes zerstört, auf Seitenw. A ist wenigstens so viel erhalten, daß man Maße und Sujets erkennen kann. Es ergibt sich, daß hier das Mittelbild auf der Seitenw. nach der Türw. zu durch einen 78 cm breiten Streifen begrenzt war, welcher wieder von oben nach unten in zwei gleich breite Streifen geteilt war, deren jeder sieben übereinander stehende, 26 cm hohe, kleine Bilder enthielt. Man hat also die zwei Streifen von Seitenbildern, welche zum Hauptbild in der Mitte gehören, hier nebeneinander gelegt, weil der Streifen an der Rückw. durch die Nägaräjareihe, welche auf d. Rückw. nicht mehr Platz hatte und doch wohl wesentlich zum Rückwandbild gehörte, besetzt war. Ich halte diese Feststellung von Translokationen zu festen Kompositionen gehöriger Teile für wichtig, da sie mehr als einmal zur Erkenntnis des Ganzen beitragen und manches Mißverständnis erklären mögen. Vor allem geht aus der Sache hervor, daß es völlig sinnlos ist, einzelne Bildchen dieser Art ohne Erkenntnis der Disposition des Ganzen auszuschneiden; das einzelne Bildchen wird nahezu wertlos und die Erforschung des Ganzen erschwert. Die vierzehn Bildchen, welche neben dem Hauptbild auf Seitenw. A noch erkennbar sind, sind in ihrem ob. Teile zerstört, nur das sechste und siebente Bildchen der beiden Reihen ist dadurch erhalten worden, daß ein Teil der Türwand schon früh davor hingestürzt ist. Schema der Hauptbilder der Seitenwände a, A. Seitenwand a. 12345 Buddhas, lehrend auf Glückswolken sitzend, der Rückw. zugewendet; 2 hatSvastika auf der Brust; 6 Gottheit auf einem Tiere reitend, umgeben von vier stehenden Göttern, nach den erhaltenen Resten zweifellos Samantabhadra auf seinem Elefanten; 7 7' zwei stehende Buddhas, predigend, die Nebenfiguren 7 ab c gehören zu 7', a ein Bhiksu mit Svastika am Hals, b c Bodhisattvaköpf e; de f gh gehören zu 7, d Bodhisattva mit gefalteten Händen, e Bodhisattva mit Schale, / Bhiksu, g behelmter Kopf, h Kopf eines unbärtigen, pausbackigen Gottes; 8 acht Bodhisattvaköpfe hinter schmalen Streifen auftauchend, dazwischen sieht man Bahnen mit Gras. Die Köpfe tauchen so auf, daß einer ganz, ein anderer nur bis zur Nase, ein anderer bis zur Mitte der Nase sichtbar ist; 9 predigender, sitzender Bodhisattva, vor ihm ein Altar mit drei Opfergefäßen; a—h um ihn herum sitzen auf jeder Seite je vier betende Bodhisattvas; 10 predigender, sitzender Buddha, R. u. L. von ihm je fünf Mönche, vor ihm von rückw. gesehen ein kniender Mönch; 11 war offenbar mit 10 identisch, 12 mit 9, obwohl die Einzelheiten zerstört sind. Unter diesem Mittelbild läuft ein 27 cm hoher Streifen hin, welcher die folgenden Figuren enthält. ? I 2 3 4 5 I eine Stadt oder größerer Häuserkomplex, im Hofe Teufel, die Häuser brennen, ein Kind flieht durchs Tor, vor dem eine Figur steht; 2 drei mächtige Reisewagen, ihr Gespann besteht hier aus Ochsen; 3 acht Kinder, teils betend, stehend, zwei kniend; 4 Göttin mit sieben Personen im Gefolge, den Kindern entgegengehend; 5 Gebirgslandschaft. Vgl. zur Sache »Bericht« S. 69 / 70. Der Gedanke liegt nahe, daß eine Replik dieses Bildes zur Übertragung der Geschichte von den »Siebenschläfern« bzw. ihrer Flucht aus der Stadt des »Dakianus« mitgewirkt hat. Seitenwand A. Mittelbild. 12345 Buddhas, lehrend auf Glücks-wölken sitzend, der Rückw. zugewendet; ob 2 Svastika auf der Brust hat, ist nicht auszumachen; 6 Bodhisattva auf einem Löwen (Tiger?) reitend: Manjusri; 7 7' zwei stehende, predigende Buddhas, die Nebenfiguren ab c d e gehören zu 7', / g h i zu 7; ab betende Bodhisattvas a d Bodhisattvaköpfe, e Kopf eines bärtigen Gottes, f g betende Bodhisattvas, h Bodhisattvaköpf, i Kopf eines Mönches; 8 sieben Bodhisattvaköpfe hinter schmalen Streifen auftauchend, dazwischen sieht man Gras; 9 zerstört; 10predigender, sitzender Buddha, R. drei Bodhisattvas, ein Mönch, alle anjali; L. fünf Bodhisattvas, ein Mönch; Ii =10, R. fünf Mönche, L. neun Mönche, anjali; 12 Bodhisattva, hält die Hände übers Kreuz vor der Brust, R. vier Bodhisattvas, anjali, L. sechs, unmittelbar vor 12 sitzt ein Gott von rückwärts gesehen. Seitenwand A. Tempel Bäzäklik (Murtuq). Höhle 40. 2. Anlage, 301 Unter diesem Mittelbild läuft ein 27 cm hoher Streifen hin, welcher die folgenden Figuren enthält: ? 8 7 6 5 4 1 2 3 I großer Tempel; 2 Baum und Adorant davor, letzterer dem Tempel zugewendet; 3 Felsen und verkratzte In-schrifttafel; 4 zwei Betende auf den Knien liegend, zwei andere Wallfahrer kommen im Hintergrund auf den Tempel zu; 5 Fluß mit Brücke, Leute gehen hinüber, ein Mann mit Kamel folgt; 6 Gottheit, an einem Bergpasse stehend, begrüßt die noch Ankommenden; 7 eine Gruppe mit gefalteten Händen herankommender Männer; 8 es folgt eine Gruppe Diener mit Kamelen und Pferden, die mit Lasten bepackt sind. Vgl. ob. S. 263. Untere Bildchen des 78 cm breiten, vorderen doppelten Seitenstreifens. Erhalten ist je das 6. und 7. Bildchen. Innere Reihe 6: ein Mann im Gebirge, über ihm sieht man eine Gewitterwolke und darin den Blitzdrachen. Innere Reihe 7: ein Mann im Gebirge flieht vor einem reißenden Tier (Tiger?) und einer Schlange. Äußere Reihe 6: ein Mann stürzt von einem Felsen herab. Äußere Reihe 7: am Fuße eines Abhangs sieht man ein Halo, in dessen Mitte ein betender Mann in chinesischer Tracht bis zum Gürtel erscheint, das Halo ist weiß mit roten, inneren Strahlen, oben auf den Bergen sieht man drei ähnlich gekleidete Männer, teils betend, teils mit dem Ausdruck des Schreckens, zurücktreten. Es handelt sich offenbar um die wunderbare Rettung eines im Gebirge durch Absturz Verunglückten (Fig. 613,- S. 299). Sockel. Auf allen Wänden der Höhle, soweit sie erhalten sind, ist unten ein 20 cm hoher Sockel, welcher aus vier Streifen rot und weißer Mauersteine (»liegende Schindeln«), die oberste Reihe schief von oben gesehen, besteht. Jede Schindel ist 5 cm hoch, 21 cm breit. Die Türwände der Höhle sind leider völlig zerstört. Das Gewölbe der Höhle ist im Zenit 2,30 m hoch. Auf jeder Seite des Gewölbes sind je drei Reihen 26 cm hoher, 14 cm breiter Buddhaiiguren, welche in stüpaähnlichen Tempelchen sitzen. Jedes Tempelchen trägt auf der Spitze des Schirms (hti) den Trisüla und R. u. L. davon wehende Fähnchen. Es waren vierzehn in der Reihe. Hinter Höhle 40 folgen noch, durch eine Schlucht getrennt, ein paar Höhlen ohne Bemalung und im Tale weiterhin einige Reste kleiner Stüpas. In einem derselben wurden interessante Funde gemacht. 2. Anlage. Ende November 1906. Die zweite Anlage buddhistischer Ruinen, welche in den Bergen, die das Tal von Murtuq im S und SW umfassen, liegen, bestehen aus dem Rest eines ausgeplünderten Freibaus und einer interessanten, kleinen Höhlengruppe, Fig. 614, a, b, c, S. 302. Zwischen diesen beiden Ruinen fließt ein kleiner Bach dem Tal von Murtuq zu. Verfolgt man die Schlucht, aus welcher die Quelle hervorkommt, so gelangt man, den Krümmungen des Rinnsals aufwärts folgend, an einen kleinen modernen Mazar. Als ich dort arbeitete, war das wenige Wasser des Rinnsals eingefroren, und es konnte daher nicht recht festgestellt werden, wohin das Wasser des Bächleins im Sommer läuft: es schien an dem Wege, der an den Bergen entlanggeht, zu versickern. Die argzerstörte Ruine bot nichts Bemerkenswertes. Interessant aber sind die auf dem andern Ufer liegenden, nach NW gewendeten Höhlen. Die Höhlen der 2. Anlage. Fünf Höhlen in einer Reihe, Fig. 614 c, von denen die in der Mitte gelegene (3) die größte ist, liegen hinter einer Terrasse, deren ursprüngliche Höhe nicht mehr festzustellen ist. Höhle 3 gegenüber führte eine alte, noch erkennbare, formlose Reihe von Stufen auf die Terrasse. Diese ist im Ganzen fast 24 m breit, etwa Ilm tief. Sie war auf beiden Seiten von je einer Mauer begrenzt. Die Mauer L. v. Eing. zeigt noch etwa in der Mitte eine apsenförmige Vertiefung. In einem Abstand von 6,40 m vom vorderen Rande der Terrasse lief eine Mauer quer über die ganze Terrasse. Leider ist wenig mehr davon erhalten; die Stelle, wo der Eingang gewesen .sein muß, ist völlig zerstört, auch ist nicht mehr ersichtlich, ob die Seitenmauern nur bis zu dieser Quermauer oder, was mir weniger wahrscheinlich ist, bis an den vorderen Rand der Terrasse reichten. Die Abstände der fünf Höhlen von einander sind, wie die Planskizze ergibt, unregelmäßig. Uber Höhle 5 hinaus liegt jenseits der Seitenmauer (nicht auf der Terrasse) noch eine sechste, bloß getünchte Höhle. Höhle 1. Die Höhle ist fast quadratisch; ihr Plafond bildet eine Kuppel, welche an der höchsten Stelle 2,30 m hoch ist. Gemälde. Wenig erhalten. Zum Schmucke der inn. Kuppel dienten meditierende Buddhas, die »tausend Buddhas« in Reihen sitzend. Auf den schmalen Wandflächen R. u. L. v. d. Tür sieht man noch die Reste von zwei der Tür zugewendeten, sitzenden Bodhisattvas. Auf Seitenw. L. war ein figurenreiches Bild gemalt, welches Adoranten vor predigenden Buddhas darstellte, davon sind nur deutliche Reste neben der Türwand. M o _1.......L_ Fig. 614 c. Plan der fünf bemalten Höhlen neben dem Freibau vgl. Fig. 614 b. <— Fig. 615. Plafondmitte von Höhle 2. Orig. 72 cm Durchmesser. Murtuq, 2. Anlage. 53°3 Höhle 2. Der Plafond dieser Höhle ist wie in Höhle I eine Kuppel, an der höchsten Stelle 2,50 m hoch. Gemälde, Wenig erhalten. Auf Türw. L. sieht man zwei Reihen von Adoranten (»Stiftern«), Der ob. Streifen, zeigt die Fußpartien von zwei knienden Mönchen und darunter vier Frauen; ebenso Türw. R,: in der ob. Reihe vier kniende Mönche und eine Frau, während die unt. Reihe jetzt zerstört ist, aber sicher ebenfalls Adoranten enthielt. Die Gemälde d. Seitenw. sind zerstört, Seitenw. L. trat im Mittelfeld stark zurück. Auf d. Rückw. ist da, wo die gerade Wand in die gedrückte Kuppel übergeht, eine Reihe sitzender, meditierender Buddhas erhalten: jeder ist 45 cm hoch und hat Flammen hinter den Schultern und Armen. Wahrscheinlich war die ganze Höhle so bemalt. Besonders schön war die Bemalung der Decke (gedrückte Kuppel). In der Mitte ist eine Lotusblume gemalt. Auf dem Fruchtboden dieser Lotusblume (ohne die Blumenblätter Durchm. 60 cm) ist der aus-reitende Bodhisattva gemalt (Fig. 615). Sein Pferd ist nicht im Laufe dargestellt und wird auch nicht von Yak§as getragen, sondern steht ruhig, während der Bodhisattva die R. vor vier Jünglingen erhebt, welche, nur mit Lendentüchern bekleidet, vor ihm knien. Alle vier sind unbärtig, haben schlichtes, schwarzes Haar und über dem Scheitel eine rote Scheibe oder Blume. Diese Darstellung ist ungewöhnlich. Die Lotusblume in der Mitte ist umgeben von vier prachtvollen herzförmigen Blättern, deren Spitzen nach den Ecken orientiert sind, davon ist die nach der Tür zu gewendete Seite (zwei Blätter) alt restauriert und durch weiße Tünche ergänzt, während auf der nach der Rückw. gewendeten Seite noch die alte Dekoration erhalten ist. Inmitten der Rankenornamente, welche die Konturen der herzförmigen Blätter bilden, sitzt, auf den umgebogenen Teilen des Randes mit dem Kopfe gegen die Mitte orientiert, je ein meditierender Bodhisattva. Den Rand des Plafonds schließen nach unt. die bekannten Zacken- und Festonmuster ab. Höhle 3. Diese Höhle hat die so oft erwähnte Form: Cella mit querliegendem Gewölbe, als Rückw. ein quadratischer Pfeiler mit gewölbtem Umgang *). Gemälde der Höhle. Cella. Über der bogenförmigen Tür ist in der Mitte ein 90cm hohes, merkwürdiges Bild, es enthält in folgendem Schema die beistehenden Figuren und Gruppen: 10 10 10 10 94 95 96 6 6 5 4 4 1 4 4 5 6 6 91 92 93 888888772 377 888888 I Ksitigarbha oder Amoghapäsa, in groß. Fig., sitzend dargestellt als Buddha mit Kakkhara und Pätra. 2 Ein Lampenbaum (Fig. 616; S. 304), mit brennenden Lampen bestellt, bis auf das untere Querbrett. Der Lampenbaum besteht aus einem Holzgerüst, welches in einem großem Kübel wie in einem Blumentopf aufgestellt ist, die Spitze des Baumes scheint nicht erhalten zu sein. Auf einer Seite steigt ein Mädchen, eine brennende Lampe tragend, eine Leiter hinan, welche an den Lampenbaum angelehnt ist. Das Kostüm des Mädchens ist im wesentlichen dasselbe, welches heute noch die Turkimädchen tragen. Interessant ist, daß die Leiter—wie die modernen türkischen Leitern—oben einen bügeiförmigen Griff in der Richtung der Sprossen hat. Auf der anderen Seite steht unter dem Lampenbaume eine Frau, deren Kopfputz zerstört ist. Sie hält mit der R. eine brennende Lampe hoch, welche das Kind «noch in Empfang nehmen soll> und in d. L. einen Bündel Dochte. Im Hintergrund steht eine Schale mit drei Füßen, welche offenbar Fett (Hammeltalg) für die Lampen enthält. Im Fett steckt ein Löffel *). Der Fond des Bildes ist dunkelfarb mit aufgemalten Blumen und Blättchen als Raumfüllern. 3 Auf der anderen Seite sieht man ein aufgestelltes Banner (Fig. 617, S. 304), das aus dem Rachen eines Tieres an der gekrümmten Spitze der Stange herabhängt. Neben dem Banner, welches in einem halb zerstörten und undeutlichen Rahmen steht, hocken zwei Männer, ein halb zerstörter bärtiger, welcher Vögel (Tauben) freiläßt, drei losgelassene Tauben fliegen schon um die Bannerstange; ein jüngerer Mann sitzt daneben; er scheint den Deckel eines Käfigkorbes zu öffnen und hält mit der R. eine herausgeholte Taube dem älteren Manne hin. Bekleidet ist dieser jüngere Mann mit einem weißen Rock, dessen Muster schwarze Doppeladler sind. Die Kopfhaare scheinen in die Höhe gekämmt zu sein, um diesen hohen Haarbusch trägt er ein gerolltes, weißes Tuch. Die übrigen Figuren bilden den Parivära des Ksitigarbha. Bei 4 4, 4 4 auf beiden Seiten je zwei sitzende betende Bhiksus. Bei 5, 5 je eine betende Devatä mit großen Aureolen. Bei 6 6, 6 6 auf beiden Seiten je zwei sitzende betende Bhiksus. Bei 7 7,7 7 )e zwei sitzende, betende Bodhisattvas; nur der zweite zur L. des Ksitigarbha hält in der L. einen Lotus, während er d. R. hoch hält. Bei 8 8 8 üsw. auf jeder Seite je sechs sitzende, gepanzerte Gottheiten, alle tragen den Kopfputz der Bodhisattvas. Bei 999, 999 auf jeder Seite je drei sitzende, betende Götter (Fig. 618); 9; mit großem, nach den Seiten zu weit ausreichenden, mit Spitzen versehenen Hut, der oben und an den Seitenspitzen mit schwarzen Quasten besetzt ist; g2 hat einen schuppigen persischen Helm mit kleinen Seitenflügeln, 93 einen ähnlichen Helm in Form einer hohen Mütze mit Knopf an der Spitze *) Das Gewölbe hat an der höchsten Stelle 3 m Höhe. Der Pfeiler mit dem Kultbild ist auf d. Vorders. 2,30 m breit, an den Seiten 2,10 m, die Langwände der Gänge messen 2,90 m, sie sind 85 cm breit, das Gewölbe der Gänge ist nur 2 m hoch. z} Reste einer ähnlichen Schale aus Holz mit daneben liegenden, abgebrochenen, hölzernen Füßen von derselben Form wie die abgebildeten wurden in der Ruine Bäzäklik gefunden..... 304 Murtuq, 2. Anlage, Höhle 3. und flügeiförmigen Seitenzieraten, 94 einen ähnlichen glatten Helm mit deutlichen Seitenflügeln (Fig. 619), Q2) 93 haben Schultertücher in Form kurzer Mäntelchen mit lang herabhängenden Zipfeln. Bei 10 10, 10 10 sieht man noch zwei Köpfe von Bodhisattvas. Alle diese Figuren sind nach der Mitte zu gewendet. Über der Hauptfigur des Ksitigarbha sieht man die Reste eines Baumes und R. u. L. dav. Musikinstrumente in der Luft. Türw. L. V. Eing. Ein stehender, predigender Buddha, nach der Tür zu gewendet, vor und hinter ihm steht je ein Arhat mit Flammen hinter den Schultern. Vor Buddha kniet ein Adorant in reich verziertem Kleide, begleitet von einem knienden Diener, aber sehr verwischt. Fig. 618. Höhle 3. Über der Tür 9,1—3. Orig. Fig. 619. Höhle 3. 48 cm hoch. Über der Tür 9,4. R. V. Eing. Im wesentlichen dieselbe Darstellung wie L. Hier ist nur der Hauptadorant, dessen uighurische Namensbezeichnung erloschen ist, kniend dargestellt gewesen, während der Diener hinter ihm stand. Hinter dem Buddha ist noch ein kleiner Mönch und eine kleine, kniende Frau zu sehen. Ihre Frisur zeigt die hochstehenden Hörner mit den viereckigen, roten Lappen an der Spitze. Jedes der beiden Bilder ist 1,95 m hoch und nimmt fast die volle Wandbreite (1,35 m) ein. Seitenw. der Cella L. Das Mittelbild, welches sehr gelitten hat, ist auf beiden Seiten von einer Anzahl, 20 cm breiter Bildchen eingefaßt gewesen, die leider zerstört sind. Es enthält noch die folgenden Darstellungen: Murtuq, 2. Anlage, Höhle 3. 305 4x 4* 5 5 5 5 5 5 I ein predigender sitzender Buddha, umgeben von einem Parivära von Bhiksus und Devatäs, welche alle die Hände falten: durchaus kleine Figuren außer der Buddhafigur; R. u. L. davon in der Luft erscheinen je fünf auf Glücks - — wölken heranschwebende Buddhas. Bei 222 drei rasch gehende Löwen, welche Postamente mit Lotussen tragen; ihnen folgt bei 3 eine große Wolke — mit einer Gottheit oder einem Bodhisattva. Die andere Seite ist zerstört. Bei 4r 42 sitzen, durch eine Linie in der Mitte getrennt, zwei große Bodhisattvas ein -ander gegenüber. Beide haben ein zahlreiches Gefolge. Unter den Göttern, welche 42 folgen, ist Kubera und Nägas. Zwischen beidenBildern ist eine 15 cm hohe und 30 cm breite, zerstörte uighurische Inschrift. Die Bodhisattvas sind _ nicht bestimmbar, vielleicht ist Samantabhadra und Manjusri gemeint. Unter 4i sind zunächst drei kniende Stifterpersonen dargestellt, welche alle uighurische — Inschriften hatten, unter ihnen war eine ganze Prozession von Stiftern. Bei 5 5 5 5 5 5 sind sechs 25 cm hohe, schreitende Götter mit Aureolen erhalten. — Leider sind sie sehr beschädigt. Seitenw. der Cella R. Das Hauptbild fand ich herausgeschnitten. Es enthielt einen einköpfigen, vielarmigen Avalokitesvara unter einem reichen Baldachin. Von der Aureole gingen lange Strahlen aus. Der Bodhisattva war von stehenden Götterfiguren umgeben. Über dem Bilde sind an der Wand erhalten: Berge mit Mandalas, in denen strahlenwerfende Buddhas sitzen. Im Parivära waren Dämonenkönige. Ganz unten war eine lange Reihe von Stiftern, R. von Avalokitesvara fünfzehn, L. von ihm elf Personen, die Frauen mit dem hochstehenden, hornartigen Kopfputz und den roten viereckigen Lappen an der Spitze J). Nische des Pfeilers. Das Kultbild ist zerstört. Von dem Baum, welcher über der Figur gemalt war, sind noch Zweige sichtbar. Er hat dieselben Traubendolden, wie der Baum in der hinteren Höhle von Nr. 25 des großen Tempels Bäzäklik. Rückw. neb. der Buddhanische (über den Eingängen in den Umgang). Über dem Eingang in Seiten-gang R. befindet sich die folgende interessante und schön gezeichnete Darstellung. Ein Buddha, nach europäischer Art auf einem Stuhle sitzend, die ganze Figur ist 80 cm hoch, Fig. 621, hält die Hände tröstend nach einem vor ihm knienden, abgemagerten, nur mit Lendentuch bekleideten Manne, der seine Arme erschöpft herabhängen läßt. Hinter diesem Manne steht ein Devaputra mit einer Kanne, aus welcher er dem Buddha Wasser in die L. gießt, mit dem der Buddha den Erschöpften zu erfrischen bemüht ist. Hinter dem die Kanne haltenden Bodhisattva kniet noch ein zweiter Bodhisattva mit gefalteten Händen (anjali). Es handelt sich um einen Verstorbenen, vielleicht um einen Preta, welcher durch das Amrta der Predigt Buddhas eine bessere Wiedergeburt erlangt2). Über der Tür des Seiteng. Z. Hier befindet sich das Gegenstück zu dem vorigen Bilde, Fig. 620. Buddha, ebenso groß wie dort, in predigender Haltung. Vor ihm knien zwei Bodhisattvas, von denen der vordere in betender Haltung (anjali) dargestellt ist, während der zweite einen nackten, stehenden Knaben hinhält. Hinter diesen beiden Knienden ist noch ein kniender, gepanzerter Gott mit Spitzohren dargestellt, welcher Fig. 620. Höhle 3. Über d. Seiteng. L. v. Eing. ») Vgl. Bericht, Taf. IX, Mittelfig. a) Die Darreichung des heiligen Wassers erinnert an die Zeremonie der Verteilung des Rasäyana bei den tibetischen Lamas. Grünwedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. 20 306 Murtuq, 2. Anlage. Höhle 3. eine Schale mit strahlenwerfenden Cintämanis vor sich hin zu halten scheint. Ein Teil der Schale und das Gesicht des Gottes ist zerstört. Über den beiden letzteren Figuren liegt ein großes Buch und hinter diesem eine Lötusblume, aus welcher ein Kind strahlend hervorkommt. Ich sehe in dem Bilde die Fortsetzung des Bildes auf d. and. Seite: Durch die Rezitation eines heiligen Buches erlangt der Verstorbene die Wiedergeburt und wird von Schutzgöttern Buddha dargereicht. Mit dem Buddha ist vielleicht Amitäbha gemeint. In beiden Bildern haben die Buddhas am Rücken und an den Armen Flammen innerhalb der Vesica, beide sehen nach der Außenwand, so daß sie die Cella im Rücken haben. Die Bodhisattvas und Devaputras sind jedesmal etwas kleiner als der Buddha. Die Gänge. Wie auf der Vorderseite, so hatte der Pfeiler der Rückw. der Cella auch auf der Rückseite und den Schmalseiten der Seitenw. Nischen für Kultfiguren, welche sämtlich zerstört sind. Nur als Nebenfiguren sind noch neben den Nischen R. u. L. je ein betender Arhat erhalten, welcher die volle Höhe der Wand einnimmt. Die Bilder der Langwand des hint. Ganges sind völlig vernichtet. Langwand des Seitenganges R. Dieser Gang enthielt auf der Langwand kleine Bilder, welche jetzt sehr zerstört sind. Es ist dies sehr bedauerlich, da es sich offenbar um die Geschichte eines Klosters handelte. Oben sieht man noch die Reste zweier Bilder: das vordere zeigt ein brennendes Gebäude (Kloster); die ursprünglich daneben befindlichen uighurischen Inschriften sind vernichtet. Dann folgt nach hinten zu ein zweites Bild. Man sieht Mönche ins Gebirge flüchten, die Kuppen der Berge mit Leitern ersteigen, man sieht, wie sie an den Kämmen der hohen Berge entlang gehen, offenbar um nach der Zerstörung ihres Klosters Ausblick zu halten, während ein mit überirdischen Kräften begabter Arhat durch die Luft fliegt. Die unteren Bilderreihen zeigen nur Ado-rantenszenen. Langwand des Seitenganges L. Vorn in der ob. Reihe sieht man zwei Felder: eines zeigt einen Mönch, aus dessen Kopf und Brust Strahlen hervorschießen, das zweite einen Mönch vor einem predigenden Buddha. Vom Rest ist nur mehr sichtbar, daß auch hier viele Landschaften, Gebirgs-bilder usw. vorhanden waren. Die Höhe dieser Bilder beträgt 38 cm, die uighurischen Inschriften sind vernichtet. Fig. 621. Höhle 3. Über d. Seiteng. R. v. Eing. Das Gewölbe der Gänge zeigt Lotusblumen in braunen Konturen. Plafond der Cella. Über den Bildern der Seitenw. läuft ein 38 cm hoher Streifen hin mit je fünf meditierenden Buddhas. Eine bunte Ornamentborte trennt ihn von den unt. stehenden Bildern, dieselbe Borte läuft darüber hin. Alle diese zehn Buddhas haben Flammen hinter den Schultern und Armen. Di§ Mitte des Gewölbes nimmt eine große Ornamentscheibe ein, in deren Mitte ein meditierender Bodhisattva auf einem mit Hansaköpfen geschmückten Thron sitzt, über ihm in den Ornamentzwickeln umgeben den Kopf Flammen; die Füße sind der Tür zugewendet. Diese mittlere Scheibe umgeben auf jeder Seite zwei kleinere, welche nach den Außenseiten zu offen sind. In den gegen das Kultbild zugewandten ist nur in dem R. stehenden ein Bodhisattva erhalten, der dem Kultbild zugewandt ist und in der R. eine Blume hält. Von den Figuren über den Seitenw. sind die über Seitenw. L. erloschen, R. ist im vorderen Ornament ein meditierender Bodhisattva, dem Kultbild zugewendet und im hinteren ein Bodhisattva in derselben Wendung, doch mit gefalteten Händen. In den Scheiben nach der Tür zu ist L. ein Bodhisattva etwa in der Haltung der »weißen Tärä« nach der Tür zu gewendet und R. davon ein umgewendeter, der dem zunächst stehenden, der Seitenw. gegenüber predigt. Im Zwickel zwischen der großen Mittelscheibe und den Ornamenten vor dem Kultbild sitzt noch ein kleiner, etwa in der Haltung der »weißen Tärä« dargestellter Bodhisattva dem Kultbild zugewendet. Der Rest ist zerstört. Murtuq, 2. Anlage. Höhle 3, Höhle 4, Höhle 5. 307 Wenn ich nicht irre, ist als Hauptinhalt der Gemälde etwa folgendes festzustellen. Hauptkultfiguren waren Amitäbha (?), Avalokitesvara, auch als Amoghapäsa oder Ksitigarbha. Es handelt sich durchweg um Kulthandlungen zu Ehren der Toten. Der entzündete Lampenbaum, das Befreien gefangener Vögel spielen noch heute eine Rolle dabei. Andere Bilder weisen auf die Macht Buddhas im Reiche der Toten und auf die Gewinnung einer guten Wiedergeburt. Irgendwie scheinen die Stifter der Höhle für ein Kloster oder die Mönche eines Klosters interessiert gewesen zu sein, das eine Brand- oder Plünderungskatastrophe erlebt hat. Der Gründer der Sekte des Klosters war ein heiliger Mann, der vielleicht der Legende nach noch Buddha gehört hat. Höhle 4. Die Höhle ist fast quadratisch. Die Decke bildet eine Kuppel, welche an der höchsten Stelle 2,20 m hoch ist. Gemälde. Auf den etwa 65 cm breiten Wandflächen R. u. L. v. d. Tür ist wie in H. 3 je ein großer, predigender Buddha dargestellt. Über jedem Buddha ist je ein Schirm, der sehr geschmackvoll sich in die aufsteigende Wölbung einfügt. Die Adorantenfigur vor dem Buddha ist jedesmal zerstört, aber hinter dem Buddha R. steht ein betender Uighure mit der »pschent«artigen hohen Mütze. Über derTür war eine große, jetzt zerstörte, uighurische Inschrift. Die Rückwand hatte als gemalte, jetzt sehr zerstörte Kultfigur (große Mittelfigur) wohl Padmapäni, R. u. L. davon je sechs Bodhisattvas in zwei Reihen, je drei übereinander; darüber war je eine fliegende Gottheit dargestellt. Seitenwände. Beide Seitenwände enthalten ein mit eingerahmtes, größeres Mittelbild Fig. 622. Ornamentborde zw. B und den Plafond-Buddhas. Rot: Conturen. Grün: innerer Fruchtboden der Blume, schwarz-gestreiftes Seitenblatt; Fond des Mittelstücks blaugrau, schwarzer Fond: dunkelviolett. Orig. 10 cm hoch. schmalen Seitenstreifen (15 cm breit) R. u. L. Davor saß je eine etwa 50 cm hohe Figur, aus Lehm geformt. Auf d. L. W. sind hinter oder vielmehr über der Figur noch eine stehende Gottheit und ein sitzender Bodhisattva erhalten, auf W. R. nur ein Bodhisattva. In der ob. Hälfte des Mittelbildes war in der Mitte je ein thronender Buddha, predigend, davor eine Terrasse (auf W. L. ohne Geländer). Die Terrasse war angefüllt mit vielen Göttern, Seitenkapellen mit Buddhafiguren usw., also handelte es sich wohl in beiden Fällen um Darstellungen des Amitäbha. Auf W. L. sind noch sechs geharnischte Götter mit Helmen abgebildet, alle mit gefalteten Händen (anjali). Unter den Göttern auf den Terrassen waren merkwürdige Gestalten mit Helmen und Hüten, wie auf dem Bilde üb. d. Tür in Höhle 3. Doch sind sie sehr zerstört. Ebenso sind die kleinen Seitenbilder meist zerstört, doch sieht man auf W. R. nach der Rückw. zu noch zahlreiche Adorantenszenen von Laien in Landestracht vor predigenden Buddhas, welche auf hohen Sok-keln sitzen. Die Frauen haben die Frisur mit hochstehenden »Hörnern« und roten Zipfeln darüber. Plafond. Der Plafond (innere Kuppel) war in folgender Weise dekoriert. In der Mitte lief von d. Tür bis zur Rückw. ein 70 cm breiter Streifen mit drei runden Lotusrosetten und in den Lücken aufsteigenden Blatt- und Blumenornamenten, wie »Bericht« Taf. XXII. Es folgt daneben ein 38 cm breiter Streifen mit sich umschlagenden Ornamenten, wie dort, nur so, daß die unten stehenden Blumen auf jeder Seite drei sitzende Figuren tragen, Fig. 623. Daran schließt sich nach unten noch eine Borte und das Zacken- und Festonornament. Höhle 5. Maße. Die Verhältnisse dieser Höhle sind dieselben, wie von Höhle 4, nur sind die Seitenw. nur 2,20 m tief. Gemälde. Nur Türwand R. ist erhalten. Man sieht einen großen, predigenden Buddha wie in H. 4, hinter ihm ist noch ein Mädchen als Zuhörerin. Rückw. völlig zerstört. Auf Seitenw. L. sieht man das Bild eines vielarmigen Padmapäni mit Augen auf den Händen, umgeben von Bodhisattvas. Auf Seitenw. R. war ein figurenreiches, merkwürdiges Bild: Fig. 623. Plafondborte aus Höhle 4; Fond: hochrot, Ornamente: schwarzgrau, dunkel- und hellgrün, mattgelb. Lang: 1,52 m. Hoch: 38 cm. Murtuq, 2. Anlage, Höhle 5. 3. Anlage. 309 13 3 3 4 9 12 2 8 7 10 15 16 17 18 I großer predigender Buddha auf dem Lotusthron sitzend, 2 zwei andere Buddhas, 3 drei kniende Bodhisattvas mit gefalteten Händen, 4 kniende Gottheit mit Blumenteller, 5 Devatä, 6 betender, gepanzerter Gott, 7 betende Devatä, 8 Devatä, 9 10 zwei Buddhas, 11 12 Sonne und Mond mit darin sitzenden Göttern, 13 Padmapäni?, nur Bauch und Füße erhalten, 14 Bodhisattva mit Buch, 15 Bodhisattva, 16 Füße eines gepanzerten Gottes, 17 Bodhisattva mit gefalteten Händen, 18 Bodhisattva mit Vajra in d. L., zwischen den beiden letztgenannten noch ein Gepanzerter mit einem Harnisch, wie auf den Bildern Fig. 625. Orig. 25 cm breit. Fig. 626. Orig. 38 cm hoch, 40 cm breit. Hinter der Göttin waren die Reste eines mehrarmigen Dharmapäla zu erkennen. Fig. 627. Orig. 96 cm hoch. Körperfarbe ockergelb. In der Reproduktion: dunkelste Stufe: türkischrot z. B. Lendentuch) zweite Stufe: hellblau (z. B. Aureole, Lendentuchborte) hellste: hellblaugrtin. Daneben schwarz: Haare, dunkelste Ecken des Donnerkeils und dunkelgrün: Umschlagstellen des hellblaugrünen Obergewandes. in den Höhlen bei Kuöa. Außerdem sieht man Reste von ganzen Reihen von Göttern und Göttinnen, vielarmigen Göttern mit Vajras usw. Alle diese Götter waren einst durch kleine Namensschilde in uighurischer Schrift bezeichnet. Alle diese Inschriften sind zerkratzt und zerstört. 3. Anlage. Verfolgt man denWeg, der zur 2. Anlage geführt hat, weiter am N-Abhang der Berglehne, welche das Tal von Murtuq in SW umrandet, so gelangt man in etwa 10 Minuten an eine Quelle, welche am Fuß des Berges ein kleines Tal bildet, in welches von einem noch weiter liegenden, stark zerrissenen Tal gelegentlich sich Wassermassen mit dem kleinen Quellbach vereinigen und zwar am Fuß einer sehr scharf vorspringenden Bergkante. Murtuq, 3. Anlage. Bergnase. Hauptanlage A, B, C, D, E. Die andere Seite dieser Zusammenflußstelle bildet eine hohe steile Bergkuppe, vom Tal aus etwa 30 m hoch, welche auf ihrem Gipfel ein ziemlich großes Plateau bildet. Dieses Plateau und die dem Flüßchen zugewendete Abhangseite enthielt alte Anlagen, ebenso die den Zusammenfluß der beiden Quellbäche trennende Bergnase. Am Fuße des Hügels, auf welchem der Weg endet, den der Besucher von Bäzäklik hergegangen ist, liegt eine große turmartige Ruine, in deren Schutt sich massenhaft Reste zerrissener, illuminierter, uighurischer Manuskripte fanden. Daneben liegt auf einem Anberg noch ein kleiner Stüparest, Fig. 624. Anlagen auf der Bergnase. Diese sind wenig zahlreich und leider sehr zerstört. Sie bestehen aus einer schmucklosen, kleinen Doppelhöhle oben im Berge und einem kleinen bunt bemalten und wild zerstörten Tempelchen in der Entfernung von 27 m aufwärts, von der Spitze der Bergnase aus gerechnet, Fig. 624 bei *. Es war unmöglich, über die Anlage Genaueres auszumachen, soviel ist sicher, daß sie aus zwei neben-, d. h. räumlich übereinander liegenden quadratischen Tempelchen bestand, die vielleicht mit Stufen verbunden waren. Ferner ist aus den im Schutt herumliegenden, zahlreichen Gemäldetrümmern zweifellos, daß die Darstellungen Amitäbhabilder enthielten und daß ebenfalls eine Replik des oben oft erwähnten Avalokitesvara -bildes mit der Juwelen bringenden Göttin Vasundharä, R, unter dem Bodhisattva, vorhanden war. Die Bilder hatten ausgesprochen chinesischen Stil, zeigten lebensvolle Zeichnung und ein buntes Kolorit. Reizvoll war die Darstellung der Juwelen tragenden Göttin und ihrer Dienerinnen, welche noch ganz im Schutt zum Vorschein kam, Fig. 626. Hinter ihr waren noch Reste der Figur eines vielarmigen Dharmapäla in derselben Kampfposition wie »Bericht« Taf, VIII. Auch ein Stück des Berges Meru, auf welchem zweifellos das große Avalokitesvarabild stand, hat sich erhalten. Es bringt eine seltsame Neuerung: das Meer am Fuße des Berges kommt aus einem grotesken, schnurrbärtigen Männerkopf, einer Variante des alten Narasimha-Brunnen-Motivs oder des kettenhaltenden Löwenkopfs antiker Tradition *). Unten schloß das Bild das von Qyzyl her bekannte »Zahnschnitt«-Muster ab, Fig. 625. Eine einzige Wand war noch ganz mit den Originalgemälden erhalten: es waren vier, etwa 96 cm hohe, groteske Vajrapänis mit großen Donnerkeilen in rein chinesischem Stil abgebildet. Einige davon in wild erregter Stellung, drohend und sich reckend, ein anderer in ruhiger Haltung, Fig. 627. Es ist bedauerlich, daß die Anlage so zerstört ist, so daß nicht ausgemacht werden kann, welche Funktion diese Vajrapänis hier hatten. Die Hauptanlagen befinden sich auf der gegenüberliegenden Bergkuppe, zu Füßen desselben, dem Bache zugewendet und oben auf dem Plateau. Auf dem Plateau lag in der Mitte eine große Tempelhalle A und dahinter ein kleiner Stüpa B, ein anderer an der dem Tale zugewendeten Bergecke C. Die Anlage am Fuße des Berges besteht aus einer oberen und, wie es scheint, ursprünglich auch einer unteren Reihe von Räumen. Die vermuteten unteren Räume sind durch Übertreten des im Winter winzigen Quellbächleins ruiniert worden, und ebenso haben in der oberen Reihe die nach Murtuq zu tiefer liegenden vorderen Höhlen (M, L) durch Wasser so gelitten, daß die eingeleiteten Ausgrabungen hier nur auf vermorschte und vermoderte Reste stießen. Im übrigen war die Arbeit in diesen Räumen ergiebig genug. Ganze Lagen von uighurischen und zum Teil auch manichäischen Handschriften, buddhistische Bilderreste, Reste von Fahnen und Kleinaltertümern fanden sich sowohl in den Gängen der Anlage auf dem Berge, wie in den unten liegenden Höhlen und Tempelchen. Gehen wir nun auf die Einzelheiten ein: Fig. 624 S. 308. In einem Abstand von etwa 9 m vor dem auf dem Plateau liegenden Tempel A ist die Bergwand in einer Breite von 12 m geglättet und so am Fuß der Kuppe ein Hof D gebildet, vor dem die übrigen Anlagen gelegen sind. Zunächst an der Ecke, dem Tal zugewendet, aber mit der Tür wie alle Anlagen nach dem Bach orientiert, liegt die Halle E, 5,20 m tief, 3,30 m breit. Anlage E 2) ist zweifellos eine Replik von H. 7 in Bäzäklik gewesen. Sie hatte den Avalokitesvara-sockel vor d. Rückw. und je drei Buddhasockel vor d. Seitenw., wie diese. Auch die Bemalung war identisch, aber mit mancherlei Varianten. So ist z. B. die Garudajagd stark abgekürzt: die Gruppe mit dem Hund und dem vom Lassowerfer niedergeworfenen Garuda fehlt, ebenso der Keulenträger. Dargestellt ist der Bogenschütze, der Mann mit dem Jagdfalken, der angeschossene Garuda, von einem Falken ergriffen, das herabstürzende Kind und eine Frau, die es auffängt, vor dem gepanzerten Helden, welcher nur von einem Beilträger und Köcherträger begleitet ist, Fig. 628. Ähnliche Abkürzungen begegnen auch in den übrigen Darstellungen, doch sind diese so schlecht erhalten, daß sich nur die Identität mit den Bildern in Bäzäklik 7 x) Vgl. zur Sache; Allg. Geschichte der Bild. Künste I, 2. Hälfte Berlin, Hist. Verein Baumgärtel S. 610, 612. 2) Ich muß erwähnen, daß ich die Buchstabenbezeichnungen der freigelegten Räumlichkeiten in der Reihenfolge erwähne, in welcher diese aufgedeckt und ausgeräumt wurden. Da die in den Räumen gefundenen Altertümer mit diesen Buchstaben bezeichnet sind, muß o ich sie zunächst beibehalten. Murtuq, 3. Anlage. Hauptanlage E, F, G, H, I, K. 3M bestätigen läßt. Unter diesen Bildern waren Darstellungen von Stiftern; was die Türwände enthielten, ist verloren. Ebenso ist das Gewölbe zerstört. L. neb. E liegt, durch eine 1 m dicke Mauer getrennt, ein kleines Tempelchen K, 2,10 m tief, 2,35 m breit. Es enthält nichts mehr von Gemälden, nur vor d. Rückw. ist ein Sockel und einer an Seitenw. R. doch ohne Anzeichen, welche Figuren auf dem Sockel gestanden haben. Ich will schon hier erwähnen, daß dieses Tempelchen, wie auch F, G ganz mit Zwiebelschalen angefüllt waren, womit sie vielleicht durch eine nichtbuddhistische Bevölkerung entweiht werden sollten. Der heutigen Bevölkerung waren die Anlagen, welche völlig mit Sand und Kies bedeckt waren, unbekannt. L, neb. K liegt eine lange, leere Halle I, 3,80 m tief, 2 m breit, durch eine meterdicke Mauer von K geschieden. Auch diese Halle war hoch angefüllt mit Zwiebelschalen. L. neb. / liegt, durch eine sehr dicke Mauer von K getrennt, ein enger Gang H, dessen Estrich um 1,90 m höher liegt als Anl. /. Dieser Gang, welcher 1,30 m.breit und, was die Langw. betrifft, 3 m tief ist, führt um eine Ecke herum, welche vermauert ist. Die Breite der Endmauer dem Eingang gegenüber beträgt 2,06 m. Im hinteren Winkel wurden zahlreiche Reste manichäischer Bücher gefunden, besonders Blätter und Buchdeckel in Form eines indischen Buches mit interessanten Miniaturen auf dem Deckel. Sie scheinen aus der Hauptanlage, oben auf dem Plateau des Berges, zu stammen. Unmittelbar am Eingang des Ganges war ein großer Krug ohne Boden in die Erde gesetzt. Der Gang ist offenbar eine dieser Räumlichkeiten, in welchen die Mönche gebrauchte Ritualgeräte, Bücher usw. ablegen. Welche Gebäude L. an den erwähnten Gang sich anlehnten, ist unsicher, da außer dem Rest einer unmittelbar am Fuß des Berges entlang laufenden Mauer nichts erhalten ist. Wenden wir uns nach der anderen Seite, zu den Anlagen L. von E, welche unmittelbar an den Berg angelehnt sind. Direkt R. neb. E liegt etwas tiefer das Tempelchen F. Die von E trennende Mauer ist nur 60 cm dick, das Tempelchen 1,90 m tief und 1,65 m breit. Als Kultbild war vor d. Rückw. Vajravarähi aufgestellt, auf dem Seitensockel der Seitenwand L. war eine.andere Figur, die nicht mehr bestimmbar ist. R. von F liegt in einem Abstand von 3 m der aus drei hintereinander liegenden Räumen bestehende Tempel G, der wie die vorher erwähnten Anlagen sein Dach eingebüßt hat und mit Zwiebelschalen vollgestopft war. Er besteht aus einem Vorhof, 2,50 m ¥{g ^ 0rig. 60 cm hoch. Hinter d. Gepanzerten tief, dessen Seitenmauern in der Mitte schmale Durchgänge haben, jst ein Beilträger u. ein Köcherträger erhalten. 5,65 m breit. Auf zwei Stufen tritt man durch eine 1,45 m breite, 80 cm dicke Wand in die nächste Halle (3,10 m tief, 2,70 m breit), welche ohne allen Schmuck ist und auf einer weiteren Stufe durch eine 1,10 m breite, 50 cm tiefe Tür in die Cella (2,10 m breit, 2,70 m tief). Alle diese Räume waren mit Zwiebelschalen förmlich vollgestopft und die Gewölbe zerstört, so daß die Anlagen ohne Dach im Sand lagen. Die Cella hat vor der ganzen Hinterwand eine Stufe und darauf einen bankartigen Sockel mit vortretenden, etwas schmäleren Stufen. Alle Wände waren bemalt, und zwar in tibetischem Stil mit gelegentlicher Anlehnung an chinesische Vorbilder. Von den Gemälden ist auf d, Rückw. der Cella nichts, auf d. Türw. u. Seitenw. nur die untere Hälfte erhalten. Es ist das Folgende: In der Türlaibung (50 cm) der Cella R. ein großer, roh gemalter Lokapäla, L. eine Devatä. Auf d. Türw. sind nur in der unteren Hälfte Höllenbilder erhalten, und zwar L. (jede nur 50 cm breit) eine besser erhaltene Szene: ein Höllenrichter chinesischen Stils am Tisch sitzend, neben ihm ein zweiter Tisch, vor dem ersteren ein kleiner dreibeiniger Kessel, in welchem kleine Sattvas gekocht werden. Den Kessel rührt der pferdeköpfige Teufel mit einer Stange um, um für einen neuen Ankömmling Platz zu machen, während der »Stierkopf «eine Frau hochhebt, um sie in den Kessel zu werfen. Daneben sind noch zwei männliche Verdammte: der eine ist mit ausgestreckten Armen und Beinen in einen großen Holzrahmen gespannt, der andere sitzt zusammengekrümmt mit nach vorn hängendem Kopf daneben, die Arme scheinen ihm unter die Oberschenkel geschnürt zu sein, Fig. 629. Die Bemalung d. Seitenw. R. zerfällt in drei ziemlich gleiche Teile. Auf dem vordersten Streifen ist oben Samantabhadra dargestellt, darunter eine merkwürdige, leider etwas zerstoßene Szene: ein sterbender 312 Murtuq, 3. Anlage. Hauptanlage K, L, M; A, B, C. Lama im Vordergrund, im Hintergrund ein Gebäude, in welchem drei Personen standen, davor ein stehender Gepanzerter. Auf dem mittleren Drittel der Wand ein Amitäbhabild, umgeben von kleinen Feldern mit Lotusblumen, aus denen z. T. kleine Kinder herauskommen. Amitäbha sitzt auf einem hochstehenden Lotus, umgeben von Göttern und zwei Lokapälas, vor Amitäbha Geländer mit kletternden Kindern. Drittes Drittel zerstört. Auf Seitenw. L. enthält das vorderste Drittel oben die Darstellung des Manjusri, unten eine Gruppe Berge und nach der Ecke zu einen Gepanzerten, welcher vor einem Stüpa steht. Im zweiten Drittel ist nur die untere Hälfte erhalten: dem gegenüberstehenden Bild entsprechend ist die Hauptkomposition ebenfalls von beiden Seiten mit kleinen Bildern, welche Lotusblumen usw. enthalten, begleitet, vom Mittelbild sieht man nur noch einen hochstengeligen Lotus (für Avalokitesvara?), welcher in einem viereckigen Teich steht, der mit tibetisch-stilisierten Lotussen, Vögeln usw. belebt ist. Aus einem Lotus wächst ein Kind heraus, am Rand des Teiches sitzt eine Kinnari. Unter der R. Seite der verlorenen Figur des vermuteten Avalokitesvara sind noch drei Götter erhalten, vorn zwei stehende mit Nimben, hinten ein stehender, gepanzerter nach oben blickender Vajrapäni mit sehr kleinem Donnerkeil in der R., der genau dieselbe Form hat, wie ein lama- Fig. 629. Orig. 49 cm breit. istischer Dorje. Unter der L. Seite stehen noch vier Figuren: im Vordergrund ein Gepanzerter mit eisenbeschlagenem Knüttel, dann zwei betende Götter hintereinander und noch ein Mönch mit Nimbus und langstieligem Fächer. Der Fond, auf welchen diese Figuren gemalt sind, hat dasselbe Rotbraun, welches in den jüngsten Anlagen von Bäzäklik sich da und dort bemerkbar macht. Dieselbe Farbe bildete auch den Fond der Rückwand, wo neben der alten, zerstörten Kultfigur da und dort noch Blumenornamente erhalten sind, Fig. 630. Die letzten Grabungen, welche angestellt wurden, führten an die in der Flucht der erwähnten Anlagen liegende Eckgruppe und zur Aufdeckung von zwei alten Gewölben, welche durch Nässe zerstört waren L, M. Das an der Ecke liegende L (9,50 m von G entfernt) war noch leidlicher erhalten, so daß sich noch die Maße ergaben (7,10 m lang, 4 m breit), während das daneben liegende M völlig vermorscht war. Diese tiefe Halle, deren Gewölbe längst zerstört ist, hatte vor der Rückwand einen quadratischen Sockel, dessen prächtige uighurische Stifterbilder so zerstört waren, daß sich nichts fixieren ließ. Auch die übrigen Wände des Gebäudes waren prachtvoll bemalt gewesen. Die Anlagen auf dem Berge: A, B, C. A ') ist die Hauptanlage der ganzen Gruppe. Innerhalb einer Umfassungsmauer von 90 cm Dicke, welche eine fast quadratische Umfriedigung von etwa 20 m Tiefe und J) Von Herrn Bartus gemessen. Murtuq, 3. Anlage. Hauptanlage A, B, C. Höhlengruppe b. Ciqqan-Köl. 313 16 m Breite mit einer der Vorderseite des Hügels durch Stufen zugänglichen Tür bildet, liegt eine von zwei ineinandergelegten Höfen umgebene Cella. Der ers.te Hof bildet einen etwa 3 m breiten Gang um eine zweite innere Mauer, vor welcher nach außen und innen eine 70—90 cm (ziemlich ungleich) breite, 45 cm hohe Bank vorliegt. Diese Mauer hat auf jeder Seite in der Mitte ein kaum 1 m breites Tor, durch welches man auf der Rückseite und auf der R. und L. Seite durch eine Stufe auf die Bank und wiederum durch eine Doppelstufe in den inneren Hof (Umgang um die Cella) treten kann. Nur auf der Eingangsseite führt vom Eingangstor her eine 36 cm hohe Brücke mittelst einer niedrigen Stufe auf die Bank und von da auf einer den zweiten Hof überschreitenden 50cm hohen, 2,65 m (wie die vorige) breiten Brücke, auf zwei weiteren Stufen auf die Terrasse der Cella. Auf der Rückseite ist der innere Gang ebenfalls mit einer Brücke von 2,65 m Breite und 45 cm Höhe verbunden. Sie führt auf die Plattform hinter der Cella, welche aber auf der Rückseite keine Tür hat. Die quadratische Plattform (etwa 5,50 qm), auf welcher die Cella liegt, ist etwa 95 cm hoch, die Cella selbst, nahezu quadratisch (Seitenwände 2,60 m, Rückw. 2,65 m inn. Maß) ist durch eine nur 73 cm breite Tür mittels einer Stufe (25 cm) zugänglich. Von der Bedachung ist nichts erhalten. In der Cella sind Bilderreste, welche zweifellos buddhistisch sind: aber die offenbar umgebaute Anlage als ursprünglich buddhistisch anzusprechen, halte ich für unmöglich. Vor dem Eingang liegt noch eine etwa 3 m tiefe Plattform mit zwei halbzerstörten Wohnzimmern R. vor der Eingangsmauer, vor welcher ebenfalls in voller Breite eine I m tiefe, 45 cm hohe Sitzbank lag, welche nur unmittelbar vor dem Tore durch eine in der Mitte zurücktretende Doppelstufe unterbrochen ist. Die Plattform war auch vor dem Tore noch mit einer Mauer umgeben, welche überall zerstört und von der nur eine Ecke L. erhalten ist. Von hier aus geht hinter der Seitenwand von A der Weg durch eine 85 cm breite Tür in einen 2,15 m breiten, etwa 7,80 m tiefen pjg_ 630. Orig. 76 cm breit. Hof, in dessen hinterer Ecke eine Zisterne erhalten ist. Von diesem Hof aus kann man, sowohl nach der Seite zu, wie neben der Zisterne vorbei, über eine niedrige Stufe in eine Reihe halbzerstörter Wohnzimmer gelangen. In diesen Zimmern und der Vorderterrasse von A wurden von Bartus die massenhaften uighurischen (und a. mehr) Manuskripte und Blockdruckfunde gemacht, wTelche in den Verzeichnissen mit Murtuq III. Anlage bezeichnet sind. Hinter A ist noch ein kleiner, halbzerstörter Stüpa B und ein zweites, noch mehr zerstörtes Bauwerk ähnlicher Art (C) R. von A an der Ecke des Berges. Höhlengruppe bei Ciqqan-Köl. In den Ruinen der Tempelanlage von Ciqqan-Köl wurde im Dezember 1906 gegraben, jedoch ohne besonderen Erfolg. An umfangreichere Arbeiten war an dem Tage nicht zu denken, da ein schwerer Sturm einsetzte. An den Pfeilertempelchen der dortigen Anlage fand sich eine Einzelheit, die ich hier nachtrage. Die entsprechenden Bauten in Idyqutsähri sind alle sehr beschädigt, vgl. Ruine W »Bericht« S. 46 u. Fig. 40. Diese Pfeilertempelchen haben auf meist drei Seiten drei Reihen Nischen mit Buddhafiguren, die jetzt überall zerstört sind. Zwischen diesen Nischen nun, welche von einem Pipphalblatt bekrönt sind, sind in Ciqqan-Köl zierliche Säulchen in Flachrelief erhalten, Fig. 631. 314 Höhlengruppe bei Ciqqan-Köl. Die Höhlengruppe liegt etwa 10 Minuten von der Hauptanlage in der Richtung nach Murtuq in einem kleinen, nach S gewendeten Tale. Es sind 6 Höhlen mit sieben Eingängen, nach NW orientiert, hinter einer sehr breiten, wenig tiefen Plattform. Gegenüber liegt eine leere, verschüttete Höhle. Auf dem Rücken des Hügels, in welchem die Höhlen liegen, haben drei kleine Stüpas gestanden, welche nahezu zerstört sind. Die Höhle 4 Höhle 5 l''g- 632 a. Höhlenanlage bei Ciqqan-Köl. Fig- 633. Rest der Buddhapredigt, bei a, unten Ursprung- mittl. Ton: hellgrün; heller Ton: hellblau mit fast korn- liche Breite des ganzen Bildes 1,40 m. blauer Abstufung. Ringe, Spiralen u. Sparren matt hellbraun. Höhlen sind fast alle mit Schutt ausgefüllt und sehr beschädigt, aber da, wo Bemalung erhalten ist, zeigt sich der alte Stil von Tojoq MazarNr. 10 (Klementz), Idyqutsähri, Ruine /' und des ältesten Teils von Bäzäklik Anl. 8, vgl. ob. S. 258. Die Skizzen, Fig. 632 a, b zeigen die Lage der Höhlen. Die Freiterrasse ist ummauert und hat in der Mitte ein Tor gehabt. Die Ecken R., L. treten vor, L. ist eine Höhle, aber R. ein Freibau, den ich zerstört gefunden habe. Höhlengruppe bei Öiqqan-Köl. Lämcin. 315 I Dies ist eine Pfeilerhöhle mit einem Gang um den Pfeiler, wie in den Höhlen von Qyzyl. Die Cella hatte schöne bunte Plaketten, welche Herr von LeCoq z. T. herausgenommen hat, und über der Tür Musikergruppen, welche ebenfalls von dem Genannten herausgenommen worden sind. In den Gängen R., L. u. hint. d. Pfeiler waren Buddhafiguren, wie in Anl. 9, Bäzäklik. 2—3 Zwei Eingänge zu einer eingestürzten Höhle. 4 Höhle ohne Pfeiler und ohne Sockel, in der Mitte des Plafonds waren Blumenstreifen; der Rest des Plafonds und die Seitenwände waren mit meditierenden Buddhas bemalt, wie in den jungen Höhlen in Bäzäklik. 5 Dies ist die größte und schönste Höhle. In der Cella waren acht Buddhapredigten dargestellt und zwar auf a und A, b und B je zwei übereinander, doch sind dieselben recht beschädigt. Von der unt. Ecke des unt. Bildes auf W. a gibt Fig. 633 einen Begriff. Die Ecke, welche durch den angehäuften Schutt erhalten geblieben ist, stellt einen im Wasser schwimmenden Näga zu den Füßen Buddhas vor, dahinter zwei Mönche und zwei Bodhisattvas, welche zum Parivära der Hauptfigur in der Mitte, des Buddha gehören. Die Predigt scheint die Verwandlung eines in menschlicher Gestalt vor Buddha erscheinenden Näga in einen Schlangenleib zu bewirken1). Interessant ist, daß die Teppiche, auf denen die Buddhas sitzen, denselben weißpunktierten hellblauen Rand hatten, wie auf den Bildern der Höhle 19 beim Qumtura und auch in Qyzyl, vgl. ob. S. 20, Fig. 38 und S. 153, 155. Der Körper der Schlange war ganz mit später aufgemalten uighurischen Inschriften bedeckt, die unkenntlich geworden sind. Auf den Wänden des Pfeilers I, 1, I ist je ein Buddha mit Bodhisattvas dargestellt, wie in Tojoq Mazar Anl. 16 oder Bäzäklik, Anl. 9. Der Plafond der Cella hat bunte Plakettenmuster mit stets wechselnden Ornamenten gehabt, jedes etwa 60 cm im Quadrat, Fig, 634. Der Stil der Höhle ist mit Anl. 6 und z. T. auch Mucilindahöhle, Tojoq Mazar identisch. 6—7 sind leere Höhlen. Lämcin 28—31, Dez. 1906, Skulptierter Stein bei Lämcin. Etwa 9 Li vom Taleingang der Schlucht von Lämcin flußaufwärts liegt auf der Außenseite der Straße ein auf zwei Seiten mit Skulpturen bedeckter Stein, welcher in der Literatur schon erwähnt worden ist. Ich besuchte ihn im Dezember 1906, untersuchte ihn und ließ ihn photographieren. Die O- u, N-Seite des Steines hat buddhistische Skulpturen in Flachrelief, außerdem eine Unmenge moderner Kritzeleien, Tierfiguren, Sterne, Svastikas und chinesischer Inschriften, Die skulptierten Seiten sind leidlich glatt, nur die O-Seite zeigt zurücktretende Stellen des Gesteins unter dem Felde 9, bei 8' ferner zwischen 2 b und 3 Auf dieser Seite sind oben neun, in einer Reihe liegende tiefe Löcher, offenbar um Balken, welche die Träger eines Vordachs waren, aufzunehmen, fünf weniger tiefe darunter dienten, glaube ich, für nach oben gespreizte Holzträger des Daches als Stütze, S. 317. Die O-Seite des Steines ist etwa 3,80 m breit, die höchste Stelle 1,60 m hoch, die N-Seite 3,20m breit, die abgeschrägte Seite x ist 1,60 m breit, der Rest der W-Seite y nur 1,40 m breit, die nach S gewandte, sehr unregelmäßige * Spitze läßt sich nicht messen. . Unter den Balkenlöchern hat der Stein eine Reihe von Reliefs z. T. in abgegrenzten, viereckigen Feldern, einige mit einem doppelten Spitzbogen darüber. Die Reihe der Darstellungen ergibt sich aus ihrer natürlichen Reihenfolge von N nach S. 1. Ein fast quadratisches Feld enthält den ausreitenden Bodhisattva (Abhini§kramana), der Reiter ist stark zerschlagen, die. Aureole ist noch deutlich erhalten, vor ihm kniet eine Figur. 2. Dies Feld ist mit einem Spitzbogen (Pipphal-Blatt) versehen und größer als I. Ein predigender Buddha sitzend, en face gesehen, füllt die ganze Nische. Darunter sieht man flach eingeritzt drei Räder und daneben auf jeder Seite je eine kauernde Gazelle. Das Relief stellt also die Predigt von Benares vor. 3. Dies Feld gleicht völlig 2, nur sitzt Buddha (wohl Amitäbha?) in Dhyänamudrä, darunter bei 3 sieht man drei sehr flache Figuren: zwei Männer und eine Frau. Nun folgen je zwei Felder übereiander: 4. Obere Reihe: ein stehender Buddha, "über ihm L. ist eine kniende Figur erhalten, 0 Vgl- zur Sache: Sc'hiefner, Memoires de l'Acad6mie Imperiale des Sciences de St. PStersbourg VIIe Ser. XXII No. 7, IV und J. Burgess, Archseolog. Survey of W. India, No. 9 S. 62 Cave XVII, III. 316 Lämcin. 5. untere Reihe: ein Bodhisattva mit gekreuzten Beinen auf einem hohen Throne sitzend, Aureole und Vesica sind erhalten. Bemerkenswert ist das lange Kopftuch des Bodhisattva, L. von ihm eine stehende Nebenfigur, deren Einzelheiten nicht mehr erkennbar sind, 6. u. R.: Buddha ins Parinirväna eingehend, zu seinen Füßen steht Vajrapäni mit Donnerkeil, hinter Buddha vier Götterfiguren mit Aureolen, zwischen ihnen und Vajrapäni ist noch eine fünfte Figur, jetzt ohne Kopf, sichtbar. Über den Göttern ist eine Terrasse mit flachen Fig., welche ihrer Trauer Ausdruck geben, 7 und 7 b ob. R. ein Bodhisattva mit Nebenfigur außerhalb des Feldes im wesentlichen mit Fig. 5 übereinstimmend, aber viel mehr zerstoßen, als dieses Feld, 8, 8' zwei flache Figurengruppen, 8' war sicher ein stehender Buddha. Beide Gruppen waren ohne jede Umrahmung. 9 Erhalten ist in dem unteren Rest des Feldes ein hoher Thron mit einem Lotussitz darauf und den Fig. 635. untergeschlagenen Beinen eines sitzenden Buddha. Hier tritt der Felsen zurück infolge des Abbrechens. Der Rest ist undeutlich. N-Seite. Die Reliefs der N-Seite sind zwei quadratische Felder, 80 qcm, getrennt voneinander durch einen 27 cm breiten Streifen, auf welchem oben, wo die Quadrate sich treffen, eine jetzt unbestimmbare Sache abgebildet war. Die Quadrate enthalten je sechzehn meditierende Buddhas je vier in vier Reihen. Der Stein scheint ein von der 0 v. der Straße liegenden Felswand abgerutschtes Fassadenstück einer alten Höhle gewesen zu sein. In der Nähe nach der Felswand zu liegen noch ein paar Steine mit modernen Kritzeleien, von denen nicht behauptet werden kann, daß sie zu dem großen Stein gehören. Die große Kälte der Jahreszeit verhinderte die Herstellung von Papierabklatschen von den mit Rauhreif bedeckten Reliefs. Die Skulpturen sind stilistisch gut und altertümlich, die Bodhisattvafiguren erinnern noch stark an Gandhärafiguren. ') G. E. Grum-Grzimajlo, Opisanie Putesestvija vZapadnyj Kita], S. Petersburg, 1896, Tom. 1 sagt S. 285 nur: „eine weitere Merkwürdigkeit dieser Schlucht sind die Blöcke von Sandstein, welche sich den Weg entlang finden, mit den darauf eingeschnittenen Medaillons. Ihr Relief ist heute so abgerieben, daß es schwer ist, sich eine klare Vorstellung zu machen, was sie darstellten; am wahrscheinlichsten ist, daß einige von diesen Flachreliefs Gruppen buddhistischer Heiligen darstellten." Es sind keine Medaillons, sondern fast quadratische Felder, die Pipphal-Blätter und die flach eingeritzten Räder in 2, 3 mögen diese Bezeichnung veranlaßt haben. Lämcin. Toyoq Mazar, kleine Ruinen. Tempel Klementz 36. 317 Noch etwa zehn Minuten weiter flußabwärts liegt auf einer vorspringenden Kuppe der W.-Berge ein altes zerstörtes Kloster. Ausgrabungen in dem Schutt des Gebäudes ergaben keine besonderen Funde, nur Fetzen uighurischer und chinesischer Bücher, ein chinesisches gelbseidenes Buch-vorsetzblatt und einige andere Kleinigkeiten kamen zum Vorschein. Etwa zehn Minuten den Fluß aufwärts liegen neben einigen Bauernhäusern in einer Seitenschlucht einige Höhlen. Ausgrabungen ergaben kein Resultat. Die Höhlen sind so zerstört, daß sich so gut wie nichts mehr erkennen läßt, als etwa das, daß die Anlagen denen zu Toyoq ähnlich waren. Fig. 635 a. Toyoq-Mazar. 31. Dezember 1906 — 11. Januar 1907. In diesem alten Wallfahrtsort wurde nur wenig gearbeitet. Die buddhistischen Anlagen liegen N auf beiden Ufern des Flüßchens, in einem engen Tal, doch befinden sich auch einige Ruinen ziemlich an der Straße, welche von Qarakhoja an den Bergen entlang führt. Wir öffneten dort einen Sandhügel, der eine kleine Cella enthielt, welche aus später Zeit stammte. Es fand sich da ein 40 cm hohes, aus Holz geschnitztes Bild des Avalokitesvara, viele z. T. stark lädierte Hängebildchen mit Abbildungen von Mönchen, Lokapälas und Devatäs, ferner Opferschälchen * und ähnliches Altargerät aus Holz. Besonders merkwürdig waren einige Fähnchen mit Darstellungen von Augen und Inschriften, in denen der Name Avalokitesvaras in mongolischer Übersetzung vorkam. Etwa auf halbem Wege bis zu der Talecke, wo die Hauptgruppe der Ruinen steht, liegt eine moderne Mühle. Unmittelbar neben oder vielmehr über dieser Mühle ist eine Ruinengruppe in einer Berghöhlung L. vom Flüßchen. Ausgrabungen an dieser Stelle ergaben Reste uighurischer Manuskripte und Bilder, darunter auch Papierpatronen zur Herstellung von Gemälden, welche wie die modern lamaistischen mit Nadeln vorgestochen waren. Genauere Beschreibungen habe ich von den folgenden Anlagen gemacht: dem Hauptsystem des hoch-liegenden Tempels auf der L. Flußseite (Klementz 36), der durch ihren kegelförmigen Turm über der Cella auffallenden Anlage Klementz 6 auf dem R. Ufer, einer zweiten größeren Höhle, etwas höher L. von der vorigen gelegen und Mucilindahöhle benannt, weil der vom Schlangenkönig beschattete Buddha das Kultbild war, einer noch höher und noch weiter L. in der Bergecke liegenden Höhlengruppe, und endlich einer sehr hoch liegenden Höhle am Eingang des Tales wieder auf dem L. Ufer: Klementz 38. Sicher ist in buddhistischer Zeit die Ortschaft auch ein Wallfahrtsort gewesen. Es geht dies schon daraus hervor, daß die alten Anlagen alle möglichen Stilarten repräsentieren. Vorherrschend ist die lokale Variante von Stilart 2 b. Die Räume sind noch die alten: Cella, Pfeiler, Umgänge, nur ist die Cella fast zu Gangbreite zusammengeschrumpft und in einem Fall stellt sie sich sogar als ein quer zur Tür liegendes Tonnengewölbe dar. Auch die quadratischen Bilder mit Buddhapredigten in der Cella sind noch da, daneben erscheinen schon quadratische Felder mit je einem Buddha, R. u. L. davon einem stehenden Bodhisattva. Wir sehen also schon das Eindringen der Darstellungen der »tausend Buddhas« in die Wandbilder. Über alle Einzelheiten vgl. unten. Daneben sind unter den Ruinen zahlreiche Einsiedlerhöhlen, welche meist um Versammlungshallen gruppiert sind, vgl. »Bericht« S. 156 Fig. 149 D, und oben S. 194f. die verwandte Anlage im Kies bei Sorcuq. Jätakadarstellungen und Bodhisattva-Aufopferungen fehlen auch hier nicht, nur sind sie anders loziert und, wie es scheint, auch viel ausführlicher dargestellt gewesen. Große Tempelterrasse L. vom Fluß: Klementz 36. Diese hochliegende Anlage, Fig. 636, liegt auf einer Freiterrasse an den Berg angelehnt. Die Mittel-gruppe besteht aus einem Freitempel vom Typus der gegenüberstehenden Anl. 6: A mit einer vor der Fassade des ganzen Systems vorliegenden Vorhalle. R. und L. davon liegen je vier kleine Tonnengewölbe b, B, jedes mit besonderem Eingang von der Terrasse aus in gleicher Flucht mit dem Haupttempel. Sie lehnen sich schon in halber Tiefe des Haupttempels A, der also tiefer in den Berg eingeschnitten ist, an den Abhang an, und diese Toyoq Mazar, Tempel Klementz 36. hintere Hälfte enthält noch einmal je vier Kammern, welche ziemlich genau hinter b 1—4 und B 1—4 angelegt sind, nur so, daß sie etwa 2,80 m höher stehen, als die vordere Reihe. Ich will schon hier erwähnen, daß alle acht hochliegenden Gewölbe, von denen viele ihre Dächer verloren haben und von denen jedes seinen besonderen Eingang in der Front hatte, völlig leer und ohne jeden Schmuck sind. In der Felswand R. v n A über der oberen Reihe der Kammern sind unzugängliche Höhlen. Auf der Terrasse vor dem erwähnten Hauptsystem liegen R. u. L. vor den Flanken desselben zwei quer-stehende Tonnengewölbe, deren Eingänge einander zugewendet sind: C, D. Sie sind verschieden groß und nicht regelmäßig einander gegenüber orientiert, D liegt in größerem Abstand von B 2—^4, als C, welches über die Gruppe b I—4 hinaus geleg,t ist. Nach R. u. L. schließen sich noch Bauten an das Hauptsystem an, welche indes sehr zerstört sind. Besondere Erwähnung verdient, daß auf der R. Seite von der Hauptterrasse die heute zerstörten Anlagen zunächst hinter D ein Tempel vom Typ des Hauptbaues A in der Richtung von D und mit der Tür darnach orientiert, in einem steil stehenden lamaistischen Tempel endigen, einer Kuppel, die zum größten Teil eingestürzt ist, (nicht mehr auf d^r Planskizze). Auf dem unteren Streifen dieser Kuppel sind noch halb erloschene Darstellungen von ausschreitenden Tantragöttern erkennbar. Im Schutt der Halle, deren Zentrum eine große Fig. 636. Vertiefung für Feueropfer (homakunda) bildet, fanden sich zerbrochene, aus Lehm geformte und bunt bemalte Tantragötter (Yab und Yum) ganz jungen Ursprungs. Noch weiter hinten lag eine kleine, sehr zerstörte Höhle älteren Stils, in deren Gemälden (fliegende Schwäne) große Ähnlichkeit mit den Bildern der Halle B im Tempel »mit dem Preta« vgl. »Bericht« S. 158 und unten S. 388 zu Fig. 675 sich ergab. Die Anlage C, welche vielleicht mit Nr. 37 (Fehler: 38) bei Klementz identisch ist, ist reich bemalt gewesen. Das Hauptbild auf der Rückwand ist vernichtet, man sieht nur noch eine Reihe Götter darüber und darüber wieder zwei Reihen Buddhas. Auf dem Gewölbe sind auf jeder Hälfte je fünf Reihen meditierender Buddhas in der gewöhnlichen Anordnung erhalten, unten auf den Seitenwänden noch die Reste von Pariväras großer Bilder. Haupttempel A. Der Bilderschmuck dieses Tempels ist plump und monoton, doch zeichnet er sich durch schöne Gewölbeornamente aus. Die Bemalung der Eingangshalle und der Cella (querliegendes Tonnengewölbe) vor der Buddhanische ist zerstört. Der Pfeiler in der Mitte ist wie in Anl. Klem. 6 Freibau und von einem stüpaartigen Kegel überragt. Die Seitengänge sind daran gemauert, das hinten herumlaufende, querliegende Gewölbe in den Berg hineingebaut. Auf der vorderen Seite des Pfeilers war ein Sockel. Auf diesem Sockel stand das Kultbild, das einen Buddha dargestellt haben muß; denn von Vielhändigkeit ist keine Spur. Toyoq Mazar, Tempel Klementz 36. 319 Auf den Seiten und in d. Rückw. hat der Pfeiler Nischen, jede 1,40 m hoch, 1,20 m breit, die Sockel, welche vor diesen Nischen standen und auf welchen sitzende Buddhafiguren postiert gewesen sind, sind in der dicken Schlammschicht verbacken, welche in die Gänge eingedrungen ist. Uber den Buddhas waren jedesmal die bei Klementz, »Bericht« S. 44, 16, gut skizzierten fliegenden Devatäs abgebildet, aber auf keiner Wand sind sie ganz erhalten. Daneben sind noch kleine betende und fliegende Götter und Cintämanis auf Lotusblumen. • ':¦[¦ Bilder in den Gängen. Auf den langen Seitenw. des Umgangs sind drei Reihen von neun Bildern erhalten, jedes etwa 88 cm hoch, 94 cm breit. Auf den Innenw. des Umgangs über den Nischen und über 1--*"--——---I Fig. 639. Original 60 cm breit. Mönch mit Glocke B. 4 Fig. 640. Mönchbild aus B 4. Orig. 42 cm hellblau: Häuschen, Glocke, Kappe und ob. Zipfel des hoch, 30 cm breit. Schirms, sonst nur braun in den getönten Flächen. der Nische der Rückw. sind drei in einer Reihe, auf der Langw. des hint. Ganges sieben solcher Bilder in drei Reihen. Alle haben das gleiche Schema: in der Mitte ein Buddha, neben dem R. u. L. ein Bodhisattva steht. Die Buddhas sitzen unter Bäumen, ihre Handstellung ist überall verschieden, ebenso haben die Bodhisattvas verschiedene Attribute: Kaläsa, Padma, Cintämani usw. Der Stil der Bilder ist roh und derb. Die Bemalung der Gewölbe der Querhalle vor der Cella und der Gänge ist sehr ähnlich derjenigen, welche Anl. 6 auf d. and. Ufer enthält. Es sind schöne gemalte Plakettendecken, von denen jedes Muster etwa 64 cm im Quadrat hat, ohne die Seitenstreifen. In den Seitengängen sind noch je vier, im hint. Gang noch sechs erhalten, Fig. 637. Seitengebäude b 1—4, B 1—4 (wohl Wohnzellen für Mönche). Die kleinen Gewölbe b 1—4 sind alle völlig leer und ohne jeden Schmuck, nur in b 3 ist etwa in Brusthöhe eine 18 cm hohe Borte: liegendes Mäander-muster in schwarzen Konturen mit roter Abtönung erhalten, Fig. 638. Darüber sind in Abständen, in den 320 Toyoq Mazar, Tempel Klementz 36. Ecken und zweimal auf den Seitenw. Cintämanis usw., mit Flammen (Strahlen) umgeben, erhalten. Sonst ist überall nur weiße Tünche. Die Gewölbe B I—3 sind völlig schmucklos, sie sind nicht alle gleich groß, ihr Gewölbe, 2,50 m hoch. Ganz eigenartig und im Vergleich mit d. gegenüberst. Asketenhöhlenanl. interessant ist das kleine Gewölbe B 4. Diese Kammer ist etwa 2,50 m hoch. Die Hälfte der Höhe nimmt das Gewölbe selbst ein. Sie ist mit Schlamm gefüllt, so daß das untere Drittel ganz bedeckt ist. Die Beseitigung dieses in Schichten liegenden harten Schlamms ist schwierig und nutzlos, da die von der getrockneten Masse bedeckten Temperabilder der Wände durch das Wegräumen mitverloren gehen. Der Raum ist durch eine quer eingeführte Türwand in zwei ungleiche Teile geteilt: die hintere, weniger tiefe Cella ist bloß weiß getüncht. Die Gemälde der vorderen Hälfte sind die folgenden. Auf der Rückwand über der niedrigen Tür ist ein Mittelfeld gemalt, welches in folgender Weise abgeteilt ist. Es besteht aus mindestens 8 (9?) Reihen kleiner Felder, von denen, wie es scheint, sieben in der Reihe stehen. Alle sind innen und außen von schmalen Bahnen, welche Wasserläufe darstellen, umgeben, jedes solche Feld ist mit einer Rasenbahn begrenzt und enthält in der Mitte einen Baum mit zwei großen Blumen, aus denen je eine menschliche Figur mit gefalteten Händen hervorsieht. Unter jedem Baume steht zur R. und zur L. je eine Lotusblume, in welcher eine betende, menschliche Figur erscheint. Bei allem Fremdartigen ist das Bild doch als Darstellung von Sukhavati aufzufassen. L. v. Mittelfeld sitzt ein Arhat meditierend unter einem Baum. Den Baum umringelt, wie eine Schlange, ein langer Wasserstreifen. Von oben herab fliegt eine Gottheit mit einem Teller in d. L, und einem Stab in d. R. auf den Arhat zu. R. v. Mittelfeld sitzt ein meditierender Mönch auf einem Stuhl unter einem Baum. Eine Gottheit fliegt herab mit einem Teller in d. L., einem Stab in d. R. Über der Gruppe sieht man ein Gebäude mit einem Zeltaufsatz darüber und einer in Stufen ansteigenden Eckzinne. Über dieser Zinne erhebt sich ein unverhältnismäßig großer Mönch, der mit einem Klöppel auf eine blaue Glocke schlägt, welche im Hintergrund an einem Gestell hängt (Fig. 639). Die Darstellung erinnert etwas an die Bilder des Gewölbes der Anl. 7 des Tempels Bäzäklik, vgl. ob. S. 252. Bilder auf der Seitenwand L.v.Eing. Erhalten sind dreiReihen Asketen1). In der obersten Reihe sind sechs Felder sichtbar; rechnet man von d. Rückw. an, so ist I zerstört, 2 stellt einen meditierenden Mönch vor, welcher auf zwei Enten sitzend fliegt. Er hält einen Lotus in der R., auf welchem ein Cintämani liegt, 3 ist wie 2 abgebildet, nur sitzt der Mönch auf einem Adler, 4 ist wie 2, ohne Lotus, nur sitzt er auf einem Garuda, 5 sitzt mit Wasser und Feuerstreifen hinter den Extremitäten, welche seine übernatürliche Macht über diese Elemente darstellen sollen, auf zwei Hippokampen (Fig. 640), 6 ist wie 4 abgebildet, er hat aber einen Lotus in der R., worauf ein Cintämani liegt. Das Tier, worauf er reitet, ist unbestimmbar, 7 ist wie 6. Rest zerstört. Bei 3, 4 ist hinter der L. Schulter und dem R. Knie Wasser, hinter der R. Schulter und dem L. Knie Feuer, bei 5 umgekehrt. 2. Reihe: I zerstört; 2 ein meditierender Mönch, in ein Tuch gehüllt, hinter der R. Schulter und dem L. Knie Feuer, hinter der L. Schulter, dem R. Knie Wasser; 3 meditierender Mönch, Wasser und Feuer umgekehrt verteilt, vgl. 1 2; 4a) wie 3. Rest zerstört. 3. Reihe: I zerstört; 2 meditierender Mönch, welcher auf einem Stuhl sitzt, über der L. Schulter sieht man Wasser, ein Dämon flieht vor ihm. Die Inschrift, welche daneben stand, ist ausgeschnitten; 3 meditierender Mönch in blauer Robe, hinter der L. Schulter Feuer, L. Knie Wasser, vor ihm liegt eine nackte, weibliche Leiche, welche von einem Raben in den Arm gepickt wird. Die Inschrift ist herausgeschnitten; 4 meditierender Mönch, daneben der Rest einer chinesischen Inschrift 3). Über dem ganzen Feld (allen drei Reihen) zwei (ursprünglich drei?) herabfliegende Götter und herabfallende Blumen. Erhalten sind noch Inschriftenreste der 5. 4) und 6. Mönchfigur 5). Seitenwand R. vom Eingang. Auch hier sind drei Reihen erhalten, und über dem Ganzen sieht man drei Götter herabfliegen und Blumen herabfallen. Über Feld 9 der ersten Reihe — die Felder v. d. Rückw. an gerechnet — sieht man die Sonne mit Planetenring abgebildet. Obere Reihe: I meditierender Mönch, welcher auf einem Stühlchen durch die Luft fliegt, hinter ihm steht ein Berg, vor ihm ein Teich und ein Baum dahinter; 2 meditierender Mönch, auf hohem Stuhl sitzend, vor ihm ein Baum, Rest unklar; 3 meditierender Mönch, welcher auf einem weißen Zebu durch die Luft reitet; 4 ein ebensolcher Mönch auf einem Schlangenthron sitzend. Auf dem Boden liegt ein langes Cintämani, davor sieht man die Schweife von Nägas, R. u. L. davon drei Ringe des Schlangenkörpers, welche wie eine Lehne geformt sind, vier Köpfe R. u. L. bilden die Ecken der Lehne; 5 meditierender Mönch in einer Berghöhle mit neun Gipfeln, auf einem kleinen Stühlchen sitzend, schwebend; 6 meditierender Mönch auf einem Thron, welcher aus je drei, nach beiden Seiten sich wendenden Löwen besteht; 7 meditierender Mönch auf Lotus und mit diesem auf einem Thron sitzend, umgeben von Bergzacken; 8 x) Was von chines. Inschr. leidlich erkennbar war, habe ich abgeschrieben. Herr Prof. Franke gab mir die folg. Übersetzungen: a) »Wer die Liebe besitzt, der schaut alle Kostbarkeiten. Auf den Bäumen sind sieben Arten von Gewändern(?); wenn die Gewänder (?) sich öffnen, so enthalten sie zweihundert...« 3) »Wer die Liebe besitzt, der soll in Frieden geboren werden in die ...Welt des Westens (Sukhavati)...« 4) »Wer die Liebe besitzt, der schaut die Blätter des Baumes...«. 5) »Wer die Liebe besitzt, der schaut die Kostbarkeiten der vier Pfeiler(?) auf dem?«. Toyoq Mazar. Tempel Klementz 36, 6. 321 Mönch, in einer Wolke fliegend; 9 Mönch vor einem dreistöckigen Palaste, in dessen unterstem und oberstem Stockwerk eine Gottheit sitzt. 2. Reihe: I ein Mönch vor einem dreistöckigen Turm, vor ihm in der Luft eine Mandoline und eine Bügelharfe; 2 meditierender Mönch vor einem Teich, in welchem zwei Enten sitzen, daneben wachsen zwei langstielige Lotusblumen empor, auf jeder derselben liegt ein Cintämani; 3 wie 2, nur statt der Lotusblume zwei Bäume mit je drei Blumen und Feuerstrahlen; 4 Mönch vor zwei strahlenden Cintämanis; 5 meditierender Mönch wie 2, daneben im Wasser nur ein Baum, auf dem mehrere Cintämanis wachsen, daneben Flammen. 3. Reihe: I ein meditierender Mönch; vor ihm sieht man zwei Streifen Wasser übereinander, dahinter je zwei Bäume nebeneinander, über welche schlangenförmig Wasser herabläuft. Rest einer chinesischen Inschrift; 2 meditierender Mönch, daneben noch chinesische Inschrift; vor ihm ein Teich, in welchem drei langstielige Lotusblumen stehen; um die äußeren Lotusblumen ist baldachinförmig ein blaues Tuch gebunden; in der Luft sieht man fliegende Edelsteine; 3 meditierenderMönch vor einem Teiche mit einem Baum in der Mitte, der drei Blumen und zwei lange Wimpel trägt, R. u. L. davon steht je eine langstielige Lotusblume mit Cintämanis darüber, dabei chinesische Inschrift; 4 meditierender Mönch, vor ihm steht ein Haus mit einem Baum dahinter. Sonst unklar. Der Rest der Bilderreihe ist zerstört. Anlage Klementz Nr. 6*). In der gegenüberliegenden Gruppe auf dem anderen Ufer R. v. Taleingang (flußaufwärts) liegt ein Freibau, welcher dem Besucher durch seine dominierende Lage und besonders dadurch auffällt, daß auf der Mitte seines Daches ein hoher stüpaförmiger Aufsatz sich befindet, Fig. 641. Diese Anlage ist ähnlich den Höhlen, sie hat eine sehr wenig tiefe Cella, deren Gewölbe vernichtet ist, eine Nische in d. Rückw., welche ein frei gemauerter Pfeiler ist. Um diesen Pfeiler sind nun R. u. L. von der Nische gewölbte Gänge gebaut, welche sich hinter dem Pfeiler durch einen an den Berg angelehnten Quergang verbinden, Fig. 642. Vor d. Rückw. der Nische (C) stand eine Buddhastatue auf einem niedrigen Sockel. Der Rest' einer riesigen Vesica ist erhalten. Vor d. Seitenw. der Nische stand auf besonderen Bänkchen je noch eine kleinere Figur, deren Abdrücke auf den Wandflächen noch zu erkennen sind. Die Bemalung der Cella ist zerstört, ebenso ihre Bedachung völlig verschwunden, was bedauerlich ist, da die Anlage manches Eigenartige zeigt. In den Gängen ist das unten Folgende erhalten. Auf den vorspringenden Seitenmauern der Nische sind auf den Gangseiten b, B Reihen kleiner sitzender Buddhas abgebildet. Jeder ist 25 cm hoch, 20 cm breit. In den Gängen [a e, A E) sind ob. über den Resten der großen Bilder, welche die Mittelfläche einnahmen, Reihen stehender Buddhas gewesen, jeder 50 cm hoch. Nur einer: der im Gewölbe über dem Eck befindliche sitzt; vgl. Klementz, »Bericht« S. 41. Unter diesen stehenden Buddhas ist auf jeder Seitenw. der Seitengänge (a e; A E) je ein großes Bild gewesen, 3,10 m breit 2,20 m hoch. a Die Mittelfigur war ein lebensgroßer Buddha, stehend und predigend, die R. Hand erhoben, die Handfläche nach vorn, Daumen und Zeigefinger zu einer Mudrä vereinigt, die L. vor der Brust an den Saum des Gewandes gelegt. L. von ihm ein sehr zerstörter Nägaräja und eine in bunten Farben gemalte Nägakanyä (Fig. 643). Sie trägt das aus der Umgebung von Kuca bekannte Gewand, über der Stirn den »mühlsteinförmigen« Cintämani, hinter ihrer Aureole sieht man einen mächtigen hellgrauen Wolkenball mit vier bunten Drachenleibern. Die Bilder hier verwenden zwei Abstufungen von Gelb, mehrere Rot, darunter Pfirsichrot! R. von Buddha steht ein junger Brähmana. e Die Mitte ist durch eine Buddhafigur ausgefüllt gewesen, wie auf a R. vom Buddha stand ein Padmapäni mit Amitäbha in seiner gelben Kronenscheibe, die R. ähnlich wie Buddha erhoben, L. v. Buddha ein anderer Bodhisattva mit einem strahlenden Cintämani in der Krone, buntem Kopftuch und langen Seitenbändern, hinter ihm ein seltsamer Schirm (Fig. 644 a). Er hält einen Cintämani in der R. hoch. Mehr ist hier nicht erhalten. A Die Mitte ist wieder die erwähnte Buddhafigur, L. von ihm ist Padmapäni erhalten. E Wie A, R. ist noch Padmapäni erhalten (Fig. 644 b). Rest zerstört. Über den 50 cm hohen Buddhas, welche in den Gängen unmittelbar unter dem Gewölbeanfang hinlaufen, schließt eine schöne Borte mit Blattornament ab, vgl. die ob. Borte von Fig. 647. Das Gewölbe, 2,80m hoch, ist durch bunte Plaketten verziert, deren Tragbalken verschiedene Ornamentmuster tragen, während die quadratischen Innenfelder auf hellgrünem Fond aufgeblühte Lotusblumen, umgeben von Knospen, als Schlußrosetten zeigen, Fig. 645—649. Die dreieckigen Felder der nächsten Reihe sind hellblau und meist mit Lotusknospen besetzt, die äußeren wieder hellgrün und bald mit Knospen, bald aufgeblühten Blumen verziert. In den Seitengängen waren noch sieben solcher Felder erhalten. Hinterer Quergang F, f. Die Bemalung dieses Ganges ist sehr zerstört. Von der Dekoration des Gewölbes ist noch einiges erhalten, sie war genau, wie die der Seitengänge. Die unteren Bilder aber haben sehr durch Nässe gelitten, sie sind verschimmelt und vermorscht. Nur auf Innenw. F ist einiges zu erkennen. Deutlich *) »Bericht« S. 40—41, aber die von ihm als zu Anl. 4 gehörig bezeichnete Abbildung stammt ebenfalls aus Nr. 6. Grünwedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. 21 Toyoq Mazar. Figuren zu Tempel Klementz 6. Fig. 644a. Orig. 96 cm hoch. Hellblau: Haare, Schultertuch, punktierte Ketten, vierter Streifen des Kopftuchs, Schirmdach, noch heller blau: Fond der Aureole, zweiter Streifen der Aureole; Rot: erster, dritter, fünfter Streifen des Kopftuchs, Stirn- und Haar-Binden, ob. Streifen des Schirms, Flammenränder der Cintämani-Strahlen; untere Flächen der Cintämanis; hellpfirsich: Fondrand der Aureole: hellgrün: ob. Fläche der Cintämanis, zweiter Streifen des Kopftuchs, hellgelb: Außenrand der Aureole, Strahlen der Cintämanis, Borte des Schirmdaches (darunter ein roter und grüner Streifen), Schellen, glattes Halsband und glatte Brustketten. Weiß: Ohrringe. Fig. 642. Orig. 1,4s cm hoch. Hellblau: Unterkleid, Punkte auf dem Mieder, oberste Seite des Cintämani, zweit. Streifen der Aureole (v. auß.); hellgelb: Mieder, Lendentuch, Kopftuch, Strahlen des Cintämani, Ohrschmuck, Miederrand, erster Streifen der Aureole, Köpfe der nach Vorne blickenden Nägas; rot: Fond des Ärmels, Mittelstreif des Halsbands, weißpunktirtes Band, welches von der Stirne herabfällt; pfirsichrot: erste umblickende Schlange, ganz, mit weißen Streifen auf Bauch u. Rücken, vierte nur Körper, hellgrün: Mitlelstück der Stirnkette dritter und fünfter Streifen der Aureole, Busentuch; braun: untere Fläche des Cintämani. Hautfarbe: Fleischfarb. Fig. 642. Toyoq Mazar. Fig. 644b. Orig. 98 cm hoch. Hellblau: Haare; Schmuck wie Fig. 644a. Gelb: Amitäbhascheibe, Schmuck wie Fig. 644a. Rot: Kopfband, runde Kronenblumen. Braun: Fruchtboden der Kronenblumen, unterer Streif der Kopfbinde. Fig. 648. Orig. 70 cm : 80 cm. Fig 645. Orig. 60 cm : 80 cm. Fig. 645—49 gemalte Plaketten aus den Seitengängen der Anlage Klementz Nr. 6. Farben: Hellblau, braunrot, kirschrot, hellgrün, schwarz. Fig. 647. Orig. 68 cm : 80 cm. Fig. 649. Orig. 60 cm : 68 cm. 21* 324 Toyoq Mazar. Mucilinda-Höhle. ist nur, daß die Mittelfigur ein großer Buddha war, welcher auf einem stilistisch interessanten Throne saß, Fig. 650. R. u. L. von ihm war je eine Nebenfigur (Bodhisattva?), unten kleine betende Götter. Diese noch ziemlich erhaltene Höhle ist eine interessante Probe einer Anlage, welche zwei Stilgattungen repräsentiert; denn sie ist in dem älteren Stil angelegt und in einem jüngeren repariert, und zwar so, daß an manchen Stellen die neuen Bilder und die neue Dekoration ziemlich unvermittelt an die alten Teile angerückt sind. Die Anlage, Fig. 651, stellt im wesentlichen noch die von Qyzyl bekannte, dort verbreitetste Form dar: Freiterrasse vor d. Eing., hier wie es scheint, nur mit einer Umfassungsmauer umgeben. Wie der vordere Rand der Terrasse ursprünglich zugänglich gewesen ist, läßt sich nicht mehr erkennen, wahrscheinlich durch stegartige, nicht die ganze Breite einnehmende Treppen. Denn unter der Terrasse, welche vor d. Eing. der Anlage liegt, sind drei Mönchs- (oder Einsiedler-)zellen nebeneinander angelegt, von denen zwei jetzt von vorn zugänglich sind. Sie waren früher mit bunten Wandgemälden versehen, welche meditierende Mönche mit Göttern darstellen, welche vor ihnen erscheinen. Diese Figuren markieren sich noch unter dem weißen Verputz, welcher darüber geführt wurde. Vielleicht läßt sich daraus schließen, daß die Räumlichkeiten als Einsiedlerzellen aufgegeben und völlig verschlossen worden sind. Dann konnte vor ihnen eine Volltreppe zum Betreten der Terrasse stehen. Erst der Verfall der Stufen hat dann wohl die unteren Räume wieder freigelegt. Hinter der Terrasse liegt die eigentliche Höhle, welche durch eine ebenso' tiefe, wie breite Tür zugänglich ist, Sie besteht aus einer Cella, einem quer liegenden Tonnengewölbe, welches übrigens nicht mehr so tief ist, wie die entsprechenden Räume in den Anlagen der Umgebung von Kuca. Die Rückw. der Cella dient wieder als Nische, welche hier sehr flach ist, für das Kultbild. R. u. L. von der Nische gehen gewölbte Gänge ins Innere, um sich hinten wieder durch ein .querliegendes Tonnengewölbe zu einem Umgang zu vereinigen. Die Höhe der Eingangstür beträgt 2,50 m, Cella und Rundgang sind im Zenit des Gewölbes 3,70 m hoch. Buddhanische in der Rückwand. In der Höhe von 60 cm beginnt in der Mitte d. Rückw. eine 2,60 m hohe, schalenförmige, flache Nische, in welcher die Buddhafigur gestanden hat. Den Rand der Nische bildet die Borte einer Vesica, welche aus vielen blattförmigen Strahlen besteht. Diese Bilder haben nicht mehr die glatte Form, wie sie in Sorcuq erscheint, sondern ihre Spitze ist leicht nach oben gekrümmt: eine Form, welche den Totaleindruck außerordentlich verändert. Auf jedem dieser Blätter ist ein sitzender Buddha in Flachrelief, viele davon sind abgefallen. Außen am Rande dieser Borte erheben sich viele plastische Schlangenvorderkörper. Auch von diesen bunt bemalten Schlangen lagen viele im Schutt umher. Es geht daraus hervor, daß die Buddhafigur hier Gautama Buddha, überschattet vom Schlangenkönig Mucilinda war. Vor der Figur war noch ein etwa 20 cm hoher Fußschemel, tief 38 cm, dessen Breite aber, da die Enden zerschottert sind, unsicher ist. Als Nebenfiguren waren R. u. L. neb. die Buddhafig. fast nackte nur mit Lendentuch und schmalem Shäl bekleidete Bodhisattvas auf d. Rückw. gemalt, darüber je eine fliegende Gottheit, unten kleinere, jetzt undeutliche Figuren. Über der Nische und der ganzen Rückw. war ein Streifen von stehenden Buddhas und Bodhisattvas, 90 cm hoch. Bemalung der Cella. Seitenwand R. v. Eing. (A). Bis in den Bogen (Lünette) reichen sieben Bilder, welche Buddhapredigten darstellen, angeordnet nach dem beigegebenen Schema. Das in der Lünette be-findliche Bild (1) ist zerstört, die unten folgenden, paarigen (2—7) sind je im breit, 67cm hoch. Darunter befindet sich bis zum Mittelfeld der äußeren Gangwand [Ä) ein 43 cm hoher Streifen z\s mit einer Buddhalegende (Buddhahalähala usw.). Dieses merkwürdige Bild ist jetzt im Museum. k 5 Daneben war viel ausgeschnitten. Darunter wiederum ein 21 cm hoher Streifen mit Lotusorna-"7 7 menten in weißgetupften schwarzen Ringen, Fig. 652, abgeschlossen durch ein Kettenmuster, ganz unten als Sockel des Ganzen das wohlbekannte Muster der »liegenden Schindeln« (Mauermuster) mit von oben gesehener, oberer Reihe. Schemata der Bilder A} I—7. Die Komposition ist im allgemeinen dieselbe, wie in Qyzyl: Buddha, fast ganz en face gesehen, auf einem viereckigen Throne sitzend, umgeben von einem mehrreihigen Parivära, dessen Hauptpersonen in der ersten Reihe sitzen. Mucilinda-Höhle. Toyoq Mazar. Mucilinda-Höhle. 325 A, 2 A, 3 A, 1 wie erwähnt zerstört. Erhalten sind nur vier Figuren: a Buddha nach L. gewendet; b ein stehender Mann in a Landestracht mit Gürtelgehängen und hohen Stiefeln; c d zwei Bodhisattvas, anjali. Rest c b unklar. a Buddha nach R. gew.; b c zwei sitzende Bodhisattvas, anjali; e—g vier Bhiksus, anjali; h eine Mauer, innerhalb welcher man zwei Personen sieht. Rest unklar. Replik eines in Qyzyl oft vorkommenden Bildes; der Bogenschütze nicht erhalten; vgl. ob. S. 96, Fig. 218 1). *-i g a d e b c °9'S 3 Yr ! Fig. 650. Tempel Klementz 6. Orig. 48 cm. Hellgrün: hellere Dreieckreihe (Abakus), Rand des Halses, Mittelkranz dess. Pfirsichrot: obere Dreieckreihe am Abakus und am Hals des Capitäls, inn. Felder der Schaft-schuppen. Purpurrot: unt. Dreiecke des Halses. Hellgelb: Ränder der schuppen-förmigen Schaftverzierung,Volute mit Füllung. Fig. 651. Mucilinda-Höhle. Fig. 652. Orig. 23 cm hoch. Rotbraun: Fond, Blumenblätter; hellgrün: Fond der Scheibe, Bäumchen. Fig. 653. Kindergruppe aus A 5. Orig. 24 cm hoch. A, 4 a Buddha nach vorn gew.; b Mönch von blauer Hautfarbe, anjali, neben ihm eine Dame 11 h ^kl ? r S (anJa^) unter demselben Dache sitzend; der Mönch hat eine Aureole; c d ein Mann, fällt mit aus- „ gebreiteten Armen in die Flammen einer großen Hölle (d); / g zwei Bhiksus cnjali; h—in fünf e v. g i Bodhisattvas, enjali; n—5 sechs Bhiksus wie / g. ') Ich möchte die Szene, wie die ob. I.e. erwähnten Bogenschützenszenen auf die Legende von König Mändhätar beziehen, vgl. J. J. Schmidt, Dsanglun, S. 369 ff. (Ubers.) und A. Schiefner, Indische Erzählungen, Melanges asiatiques VIII, 18 (30) Okt. 1877, XLV; vgl. unten Index s.v. Mändhätar. 326 Toyoq Mazar. Mucilinda-Höhle. J) Vermutl. das pämsupradäna des Kindes, A. Foucher 1. c. 517. 2) Es handelt sich hier offenbar um die Legende von der Tötung der Söhne der Prinzessin Anurädha (Tib. lHa-tsham-ma), vgl. J. J Schmidt, Dsanglun, S. 194 (Übers.) und A. Schiefner, Lebensbeschr. des (Jäkyamuni S. 91. A, 5 a Buddha nach R. gew.; bcd drei Bodhisattvas, sitzend, anjali; e ein nacktes Kind1), no +- pq auf allen Vieren kriechend, auf seinem Rücken ein stehendes, welches ein drittes auf den Schultern g h i k 1 m ^ält (Fig. 653); / sitzender Bhiksu, anjali; g—m sechs Bhiksus wie /; n Devatä, anjali; 0 Devatä, f e bcd Blumen werfend; p dunkelfarbiger Vajrapäni; q Devatä wie n. A, 6 a Buddha nachL. gew.; bcd drei klagende Damen, von denen die in der Mitte sitzende Im o p q älteste den Deckel einer Schachtel öffnet a), in welchem Köpfe toter Kinder zum Vorschein kommen f n a h i k (^g* 654); *'Vajrapäni mit keulenartigem Donnerkeil (Fig. 655); /—p zehn sitzende Bhiksus. ^e a bcd anjali, nur p in ein Tuch gehüllt; l mit Flammen hinter den Schultern. A, 7 a Buddha nach vorn blickend; b König eine Lampe haltend, die Form ist die aus der Um - 0 p q k gebung von Ku^a bekannte, c Schirmträger des Königs; d Mann mit Säge?; e f g drei Brähmanas o m n | n * von weu^er Hautfarbe mit dem Ausdruck des Entsetzens; h i dunkelfarbige Figuren mit Ge- d c b o f g bärden des Schreckens; k Vajrapäni, donnernd, l—q sechs Bhiksus, anjali. Äußere Wand des R. Seitenganges (A'). In der Mitte der Wand befindet sich über dem erwähnten 43 cm hohen Streifen ein 1,10 m hohes und ebenso breites Gemälde: Buddha predigend, neben ihm, wie die Reste beweisen, zwei Bodhisattvas, welche herausgeschnitten sind. Umgeben ist dieses Bild von neun Streifen — hinten aber wo die 43 cm hohe Borte aufhört, elf Streifen — von vielen kleinen Bildern, von denen jedes 28 cm hoch, 12 cm breit ist und welche abwechselnd einen Buddha und einen Bodhisattva darstellen. Viele der letzteren halten irisartige Blumen, völlig von der Form des »Fleur-de-lys«. Mittelbild und Seitenbilder sind jüngere Reparaturen. Seitenwand L. (a). Seitenw. a enthält noch drei Bilder vom Stil und der Kompositionsart ; ^\ der gegenüberst. W., alles übrige ist infolge eines reparierenden Umbaus völlig anders bemalt. ^ | j Schemata der Buddhabilder auf a: a, I im Bogen zerstört. a> 2 ^ Nur die Hälfte R. v. Buddha erhalten, a Buddha nach vorn blickend; b c König und Königin, e d a ^e *etztere kniet, einen Teller haltend; d e zwei Mönche, jeder mit Almosenschale, in einer Hal-c b J tung, als tränken sie sich gegenseitig zu; f g zwei Devatäs. ay 3 zerstört. Unter diesen drei Bildern folgt als Reparatur eine Reihe von sieben Streifen kleiner Bildchen: meditierende Buddhas, mit einem ganz anderen Fußornament (dem bekannten Uighurenmuster) über dem geschindelten Sockel: Fig. 656. Langwand des Ganges L. (af). Die Bemalung ist dieselbe wie auf A'y nur sind überall elf Streifen, da von den alten Bildern hier gar nichts mehr erhalten ist, und die kleinen Bildchen stellen nur Buddhas vor. Die oberste Reihe enthält nicht Cintämanis wie A', sondern das unter Fig. 656 skizzierte Ornament. Schmalwände der Seitengänge b, B. Sie sind nach demselben Schema bemalt wie A\ a! und enthalten ein großes Mittelbild: Buddha mit Bodhisattvas, die neben ihm standen, umgeben von Reihen kleiner Buddha-und Bodhisattvabildchen in teils älterem, teils ganz jungem Stil. Auf b enthält die oberste Reihe und die hintere Hälfte andere Figuren: Schalen, Blumen, Cintämanis in kleinen Feldern, wie ähnliche Figuren auch über Ä dargestellt sind. Die hintere Wand des Querganges C war ähnlich dekoriert, doch ist sie sehr zerstört. Die gegenüberst. Wand hat gar keine Bilder mehr. Bei D ist ein alter Bogen vermauert, offenbar war hier früher eine Figurennische. Bemalung der Türwände x, y. Den obersten Streifen der Türw. bilden in der Höhe von 90 cm Reihen von stehenden Buddha- und Bodhisattvafiguren, welche auch über die Tür wegliefen, aber unmittelbar über der Tür so gut wie ganz zerstört sind, ebenso übel zugerichtet ist der entsprechende Streifen über der Nische und den Eingängen daneben auf d. Rückw. Darunter sind auf der Türw. R. x nach dem nebenstehenden Schema fünf Buddhapredigten (wie auf A, d) dargestellt in altem Stil, darunter übel zugerichtete Stifterbilder jüngeren Stils (Ui-— ghuren). Auf Türw. y (L.) sind nur zwei Predigtbilder erhalten I 2, darunter sieben Reihen meditie-4 5 render Buddhas jüngeren Stils und darunter wieder Stifterbilder. Toyoq Mazar. Mucilinda-Höhle. Figg. zu Asketenhöhlen. 327 , a Buddha nach L. gew.; b tote Frau, von einer Schlange umwunden; c d zwei Brähmanas, 1 m n o &> > & 1 .> g h a i k e Bhiksu, anjali; / meditierender Bhiksu, g h i k vier Bodhisattvas, anjali; l m n 0 vier Bhiksus, f e b c d anjali. Vgl. ob. S. 176 Note 7 Buddhas Predigt über die tote Hetäre Srimati. Fig- &54- Frauengruppe aus A 6. Orig. 32 cm hoch. Fig. 656. Orig. 6 cm hoch. F'g- 657. Orig. 99 cm hoch. Aus dem Gewölbe der Cella. Dunkelste Stufe: dunkelsepiabraun, zweite Stufe: hellblau, hellste Stufe: hellgrün. Beachtenswert ist die alte Form des Cintämani neben der Bodhisattva- Figur. Fig. 655. Vajrapäni aus A 6. Orig. 44 cm. 1 •---ZSOm-----• i ----7.90m- ¦•> ! \ + ¦ -7,zom ~ Fig. 658 b. Fig. 658 c. Fig. 658. Asketenhöhlen. 1zom--T Fig. 658 d. Fig. 658 e. f g Nur die eine Hälfte, R. v. Buddha erhalten; a Buddha nach vorn blickend; b stehende Dame d e a mit Fächer; c Vajrapäni; d e zwei Bhiksus, anjali; / g zwei Devatäs. c b i 328 Toyoq Mazar. Mucilinda-Höhle. Asketenhöhlen. x, 3—5. Diese Bilder sind im Einzelnen unklar geworden, doch ist die Komposition deutlich dieselbe, wie bei x I, 2, in ihrer allgemeinen Anlage, y, I, 2 =*, 3—5. Tür. Bemalung der Türlaibung und des Türsturzes ist völlig verloren. Die Inschriften der Höhle waren in den jüngeren Teilen chinesisch, doch sind sie fast überall herausgeschnitten oder verwischt, nur die Stifterbilder hatten uighurische Inschriften. Gewölbe der Cella. Das Gewölbe war mit sechs prachtvollen Bildern geschmückt, welche durch bunte Ornamentstreifen (gemalte Tragbalken) getrennt, Plaketten darstellten, Fig. 657, in deren innerem, auf der Spitze stehenden Quadrat je ein meditierender Bodhisattva saß, mit Vesica und Aureole auf einer Lotusblume, umgeben von zwei flammenden Cintämanis. Die Farbenwirkung dieser in Hellblau, Weiß, Dunkelbraun und Hellgrün ausgeführten Bilder ist jetzt noch, obwohl so viel zerstört ist, prachtvoll. Sie sind alle etwa 96 cm hoch, 1,12 m breit, ohne die obere und untere Borte. Die Gewölbe der Gänge waren ähnlich bemalt, doch sind hier die Bilder abgerissen, nur noch drei Bodhisattvabilder sind in der Mitte des L. Ganges erhalten. Von der alten Bemalung sind also erhalten: die Buddhapredigten auf d. Seitenw. und d. Türw., die Reste der Buddhalegende im Gange R., die Nischenbilder (?), die Gewölbebilder. Derselben Periode gehören die gemalten, großen Buddhabilder in den Seitengängen an, doch scheinen sie in der Umbauperiode renoviert worden zu sein. Neu sind die eingeführten kleinen Buddha- und Bodhisattvabilder mit einer neuen Ornamentik und ebenso die Stifterbilder, d. h. die Bilder der Familie, welche die Höhle wieder herstellen ließ. Asketenhöhlen, vgl. Klementz S. 37. Diese merkwürdige Gruppe großer und kleiner, zu einem System verbundener Höhlen liegt in der Ecke, nicht weit von der »Mucilindahöhle«. Die Gruppe besteht aus den folgenden, sehr zerstörten Räumen, welche ursprünglich sehr verschiedene Bemalung enthielten, deren Inhalt aber durchweg auf Askese und die durch Askese erlangten übernatürlichen Kräfte hinweist, Fig. 658. 1. Dieser Raum war das Zentrum des ganzen Systems. Es war ein mit der Türöffnung nach der Vorderseite des Berges orientiertes Tonnengewölbe, dessen Rückwandbogen (Lünette) noch über dem Eingang der dahinterliegenden Halle erkennbar ist. Auch sind überall noch Reste einer bunten Gewölbebemalung sichtbar. 2. Diese Halle liegt unmittelbar hinter I und hat dieselbe Breite, wie dieser Räum. Der Plafond ist zeltartig aufsteigend mit einem plakettenartigen, quadratischen Mittelfeld. Fig. 658b. Die Bemalung dieses Mittelfeldes ist zerstört. Es war umgeben von dunklen Ringen mit weißen Punkten, einem Ornament, welches am schönsten in Höhle Klementz 38 vorkommt. Der 40 cm hohe Teil unter dem Mittelfeld, welcher sich leicht nach oben verjüngt, hat als Ornament ein Lotusblattmuster. Fig. 658 c. Die Bemalung der unteren, ansteigenden Felder ist bei den höheren (vor d. Rückw. und hint. d. Türw.) die folgende: Im Mittelfeld, welches durch Ornamentborten begrenzt und ebenso in zwei Reihen von je vier Feldern geteilt ist, sind in jedem der acht Felder je ein stehender Buddha gemalt, und zwar so, daß sie paarig nach der Mitte gewendet sind, I—8; in den dreieckigen, vorderen Abschnitten sitzt je ein ebenfalls nach der Mitte gewandter Buddha (9, 10). Fig. 658 d. Die Seitenfelder enthalten, in der Mitte durch Ornamentstreifen getrennt, nur vier Felder mit je einem stehenden Buddha, I—4; die dreieckigen vorderen Abschnitte sind ebenfalls in zwei Streifen geteilt und enthalten je zwei Buddhas 7 5, 6 8 stehend in kleiner Figur. Fig. 658c Bemalung der Rückwand der Höhle. Oberer Streifen: zwei Reihen meditierender Buddhas, je 22 cm hoch, 20 cm breit. Darunter folgt das Mittelfeld (95 qcm), welches einen predigenden Buddha auf einer Lotusblume sitzend darstellt, R. u. L. davon je ein stehender Bodhisattva. Zur Seite je fünf übereiannderstehende, kleine Buddhas. Dann R. u. L. je vier Reihen von sechs meditierenden Buddhas (23 cm hoch, 20 cm breit). Unter dem Hauptbild läuft noch eine ganze Reihe solcher Buddhas hin und darunter erst folgt das Fuß-ornament mit dem Blattmotiv, welches auch oben in den Seitenw. der Plafondplakette abgebildet ist. Ähnlich waren die Seitenwände bemalt, nur fehlen hier die übereinander stehenden Buddhas neben dem großen Hauptfeld (95 qm), R. u. L. davon sind je vier Reihen mit je neun Buddhas erhalten (jeder 23 cm hoch, 20 cm breit). Die Bemalung der Türwand ist zerstört. 3. Diese Höhle, welche in der Mitte der L. Seitenw. (v. Eing. gerechnet) liegt, ist durch ihre skizzenhafte bunte Bemalung merkwürdig. Diese Bilder, die auch inhaltlich eigenartig sind, sind vielfach dadurch zerstört Toyoq Mazar. Asketenhöhlen. 329 worden, daß jemand versucht hat, Köpfe auszuschneiden und damit viel weggebrochen hat. Ziemlich in der Mitte der quadratischen Höhle steht ein Pfeiler, so daß also die alte Cella hier zu der Breite eines Umganges zusammengeschrumpft ist. Auf jeder abliegenden Seite des Pfeilers ist ein stehender Buddha gemalt, auf der Vorderseite, wo eine plastische Buddhafigur stand, ist eine Vesica ausgehöhlt und mit bunten punktierten Ringen bemalt. Die Seitenwände der Höhle hatten Streifen von grotesken Bildern, doch ist, wie erwähnt, sehr viel zerstört. Im Seiteng. L. enthält der unterste Streifen noch folgendes: I. Feld von hinten gerechnet: Klage der Götter über einen Sterbenden, vielleicht der Rest eines Bildes des Todes eines Bodhisattva, daneben 2 eine betende Göttin, vor welcher ein nur mit Lendentuch bekleideter, predigender Bodhisattva steht. Rückwand, des hinteren Ganges. m Erhalten ist noch folgendes: I ein Teich mit Enten; ein junger Brähmana mit Fellkleid I und Fellstrümpfen führt einen Bodhisattva einer knienden Dame entgegen, welche die 1 1__ Hände ausstreckt. Hinter dem Bodhisattva eine zweite Dame. 2 zwei sitzende Damen, die 2 4 vordere hält ein Kind auf dem Schoß und trinkt einem Jüngling zu, welcher ebenfalls eine 3 56 Schale hält. Hinter ihr sitzt eine zweite mit einer »Panka«. 3 ist zerstört. Viel ist her- ausgeschnitten, der Rest zerbrochen. 4 Mönch in einer Blätterhütte^ vor ihm sitzt ein Götterpaar, in der Luft vor ihm sieht man eine Mandoline. 5 zerstört, hatte chinesische Inschrift. 6 Dieses Feld enthält eine seltsame Darstellung, welche sehr beschädigt ist: ein großes, weißes, vierfüßiges Tier, es scheint ein Elefant zu sein, von dem nur die Füße und der Rand seiner bunten, eine Seitenquaste tragenden Schabrake erhalten ist, steht inmitten des Bildes. Das Tier hat ein gelbes Hälsband mit ebensolchen Schellen. Ziemlich auf dem Bug dieses Tieres sitzt ein klagender weißer Brähmana und vor ihm zwei andere, ein dunkelfarbiger und ein hellfarbiger. Von dem letzteren ist der Oberkörper zerstört, daneben ist nur noch ein weißer Fuß erhalten. Ich habe nirgends ähnliche Bilder gesehen *). Die Figuren dieser Gruppe sind bedeutend kleiner, als die der übrigen Felder (Fig. 659). Ziemlich 3 gegenüber mit d. Eing. 3 zugewendet, liegt nun noch eine Gruppe von sechs Höhlen: einer großen Mittelhalle A mit einer Kammer dahinter B und je zwei Seitenzimmerchen, welche von der Halle aus durch kleine Türen zugänglich sind: C D, c d. Bemalung von A. Der Plafond des Gewölbes war bemalt, aber die Bilder sind zerstört. Rückwand. Die Tür, welche unten in d. Rückw. nach der Kammer B führt, ist durch Ausbrechen vergrößert. Unmittelbar darüber ist ein großes Feld, 1,90 m breit, 1,40 m hoch, mit kleinen Feldern mit Bäumen und Wasserkanälen genau so, wie im Tempel Klementz 36 auf d. and. Seite des Flusses B 4 (Rückw. d. vord. Halle). Es sind hier sieben Reihen mit sieben Gruppen. Neben diesem Mittelfeld sind R. u, L. zwei Streifen; je eine unbestimmbare Figur, dann oben eine zerstörte, sitzende Gottheit, unten ein meditierender Mönch unter einem Baume. Darunter R. u. L. v. d. Tür ein 60 cm hoher Streifen: R. ein betender Gott und eine klagende Göttin, Davor kniet ein Adorant; L. ist noch der Rest einer klagenden Göttin. Darunter noch das aus Höhle 2 bekannte Blattmuster. Bemalung der Seitenwände. Seitenwand R. Zwischen bunten Borten sind drei Reihen sitzender Asketen dargestellt, jeder 60 cm hoch, alle nach d. Rückw. gewendet. Alle hatten chinesische Inschriften, die zerstört sind. Von d. Rückw. an sind die Bilder besser erhalten, deshalb zähle ich sie von da an: Ob. Reihe: 1 ein eingehüllter, mit einem Tuch umbundener Asket, meditierend unter einem Baume sitzend, vor ihm in der Luft Musikinstrumente: merkwürdige dreieckige Harfen, Trommeln und ein Lotus; 2 Mönch auf einem Stuhl, vor ihm scheint ein Gewebe auf einem Webstuhl zu liegen; 3 Mönch unter einem Baum, vor ihm in der Luft: Pansflöte, Damaru und Eügelharfe; 4 alter Mönch unter einem Baum, vor ihm steht ein einstöckiges Haus mit Flammen; 5 meditierender Mönch, vor ihm steht ein Krug, aus welchem Feuer sprüht, darüber ein Lotus und der Rest einer Inschrift; 6 Mönch auf einem Stuhl sitzend, vor ihm ein Cintämani von folgender Form: eine Scheibe, von Lichtstrahlen umsprüht, trägt in der Mitte eine kreuzförmige Figur; 7 Mönch in Flickengewand, vor ihm steht ein Krug, daneben flammende Edelsteine. Zweite Reihe: I meditierender Mönch unter einem Baume, vor ihm zwei Affen und darüber drei Flammen. Alle übrigen Figuren dieser Reihe sind zerstört. Dritte Reihe: Hier sind alle Bilder zerstört. Darunter folgt ein Streifen mit Legendendarstellungen, welche wieder zerstört sind. Erhalten sind nur einige roh gezeichnete fliegende Götter, welche Gaben bringen, dazwischen herabfallende Cintämanis und andere Edelsteine, Fig. 660. Als Fußborte dient wieder das aus 2 bekannte Blumenblattmotiv. x) Klar ist nur, daß Bodhisattva-Aufopferungen zu den dargestellten Sujets der Höhle gehörten. Die Elefantenszene dürfte sich auf das Herbeiholen des Elefanten durch die Brähmanas (Visväntarajatakä) beziehen. 330 Toyoq Mazar. Asketenhöhlen. Höhle 38 (Klementz). Seitenw. L. v. Eingang. Sie ist in derselben Weise bemalt, wie die gegenüberstehende Wand. Ob. Reihe ist völlig zerstört. 2. Streifen; 1 Mönch, meditierend unter einem Baum sitzend, daneben steht ein Krug, vor ihm ein Lotus, auf welchem ein leeres Buddha man data, mit Aureole sich befindet; 2 verhüllt sitzender Mönch, unter einem Baum neben ihm wieder ein Krug, vor ihm eine Schale von derselben Form, wie die in Siam zur Überreichung von Roben usw. an die Mönche gebräuchlichen, bedeckt mit einem Tuchdeckel; 3 meditierender Mönch unter einem Baum, neben ihm ein Krug, vor ihm ein dreistöckiger Palast; 4 meditierender Mönch, vor ihm ein Lotus, auf welchem eine weiße Scheibe (Spiegel?) mit einem Baldachin darüber steht; 6 meditierender Mönch, vor ihm ein Lotus, auf welchem ein Cintämani liegt; 7 meditierender Mönch, davor drei leere Mandalas(Vesicae), darunter zwei kniende Laien in Ärmelröcken: Kostüm der Höhlenstifter bei Qyzyl; 8, 9 unklar. Fig. 662. Höhle 38 (Klementz). des Cintämani, welche an Qyzyl, 3. Anl. S. 170, Fig. 392 erinnert. 3. Reihe: unklar und zerkratzt. Viel herausgeschnitten. Unterster Streifen: erhalten ist in unklaren Umrissen eine sitzende Göttin, sonst nur Reste lebhaft bewegter Szenen mit Göttern, über die man im einzelnen nicht mehr klar werden kann. Stilistisch ist dieser untere Streifen ebenso roh, wie der auf der gegenübersteh. Seite. Raum B (hinter der Rückw. der Haupthalle A). Innen über der Tür ist ein gelb gemaltes, fast gotisch stilisiertes Tier, Fig. 661, abgebildet, das auf einen Asketen, der unter einem Baum sitzt — daneben seine Schuhe — einzudringen scheint. Der ziemlich stark zerstörte Kopf des Tieres war wolfsähnlich, die Vorderfüße die eines großen Raubvogels, an den Schultern Zotteln, der Hinterteil des Körpers identisch mit dem eines mittelalterlichen heraldischen Löwen. Darunter war ein Rest einer unlesbaren sog. köktürkischen Inschrift (Sgraffiti), immer und immer wieder mit neuen Sgraffiti überkritzelt. Auf Seitenw. L. ist ein sitzender Asket Toyoq Mazar. Asketenhöhlen. Höhle 38 (Klementz). 331 abgebildet, unter einem Baum mit See darunter, daneben stehen die Stiefel des Asketen. Auch hier sind viele Sgraffiti. Auf Seitenw. R. sieht man einen Asketen unter einem Baum, vor ihm flieht ein Dämon mit einer Keule. Auf d. Rückw. ist ein Asket unter einem Baum, daneben ein Krug und im Hintergrund ein See abgebildet. Alle diese Asketen tragen keine Mönchskleider, sondern nur kurze Lendentücher, auch sind sie nicht geschoren, sondern tragen Haar und Bart wie Brähmana-Büßer. Seitenkammer C. Hier ist das Bild über der Tür zerstört. Auf Seitenw. L. sitzt wieder ein Asket unter einem Baume, dahinter ein See. Vor ihm liegt ein Skelett. Das Bild der Seitenw. R. ist zerstört. Bild auf d. Rückw.: ein Asket unter einem Baume bei einem Teich, davor steht ein Dämon, der mit einem breiten Schwert (? oder Keule?) zuschlägt. Seitenkammer c. Auf Seitenw. R. ein Asket, daneben Baum und Teich und vor ihm eine nackte Frauen-leiche. Auf d. Rückw. ist nur noch der Asket erhalten, alles übrige ist zerstört. Seitenkammer D. Hier sind alle Bilder zerstört. Seitenkammer d. Auf Seitenw. R. ist folgendes erhalten: zwei Asketen, neben jedem stehen seine Stiefel, vor dem einen, der etwas weiter vorne sitzt, liegt eine Wasserkelle, hinter jedem steht ein Baum. Zwischen beiden liegt eine Leiche, deren oberer Teil schon zum Skelett geworden, während die untere Hälfte noch mit Fleisch bedeckt ist. Auf d. Rückw. ist nur noch ein Asket mit Baum und Teich erhalten. Alles übrige ist zerstört. In allen Höhlen sind zahlreiche köktürkische Sgraffiti, da und dort scheinen welche herausgeschnitten zu sein. Höhle 38 (Klementz). Wenn man vom Hause des Mullah bei der Höhle der Siebenschläfer den Kanal aufwärts geht, welcher am Fuße des steil abfallenden Berges hinter dem Garten des Mullah liegt, so gelangt man an eine hochliegende Höhle, welche etwa auf halbem Weg zur Mühle unmittelbar über der Ecke eines Gartens steht. Ziemlich hohe Bäume stehen darunter. Die Ersteigung der Höhle ist ziemlich schwierig: es ist Höhle 38 des »Berichtes« von D. Klementz. Die Anlage besteht aus einer Cella A, Fig. 662, einem querliegenden Tonnengewölbe, welches 3 m hoch ist. Von hier gelangt man durch einen breiten Übergang, welcher nicht in die Mitte der Wand gelegt ist, in ein Tonnengewölbe mit der Richtung zum Ausgang B, welches die Mittelhalle für fünf andere Zellen bildet: je zwei, jetzt völlig verschüttete und bis auf die Türeingänge, die nach B münden, zerfallene Seitenzellen auf jeder Seite und einer von der Mitte der Rückwand von B zugänglichen Zelle C hinter d. Rückw.; Halle B ist ebenfalls etwa 3 m hoch, während C nur etwas über Mannshöhe hat. A ist älter als B mit Annexen, jedenfalls hatten seine Gemälde, wie die spärlichen Reste beweisen, einen ganz anderen Stil, als die gewöhnlichen. A. Von den Figuren mit merkwürdigen Kostümen auf der Türwand der Vorhalle, welche D. Klementz noch gesehen hat, ist nichts mehr erhalten. Überhaupt ist überall der Verputz dieser höchst merkwürdigen Höhle abgerissen, nur auf d. W. R. v. Eing. ist von der prachtvollen Dekoration von der Ecke an noch ein Stück, 80 cm breit und 90 cm hoch, erhalten gewesen. Die von D. Klementz abgebildeten, hierhergehörigen Figuren, besonders Fig. 663. orig. 89 cm hoch. 332 Toyoq Mazar. Höhle Klementz 38. IdyqutSähri. die Medaillons mit den Hahnenköpfen sind nicht mehr erhalten. Das erhaltene Stück besteht aus folgenden vier Streifen, Fig. 663. 1. Ein Ornament, welches zweifellos aus den Blattgewinden des Gandbära- und des zweiten Stils entstanden ist; die oberen Blätter dieses Musters sind hochrot mit weißem Rand, die unteren hellblau mit weißem Rand abwechselnd mit ganz weißen Blättern. Hoch 10 cm. 2. Es folgt ein hochroter breiterer Streifen mit schwarzen,. weißpunktierten Ringen (29 cm) und dazwischen stehenden Halbscheiben (4^2 cm), welche mit dem Bogen nach innen gewendet, mit der gerade geschnittenen Seite die Richtung der großen Ringe bewahren und so die Intermedien zwischen ihnen füllen. Ihr Kern ist ein rotes, weiß-gerandetes Kreischen, umgeben von weißen Perlen auf schwarzem Fond. Der Fond der großen Ringe ist orangefarb. in der Mitte sind hellblaue Eberköpfe abgebildet, mit weißen Hauern und Zähnen, weißen, braunrot gerandeten Flecken am Rüsseleck, auf der Stirn, unterm Ohr, unterm Kinn und zwischen den Ohren, welche wie der Gaumen rosa bemalt sind. Zunge und Rüssel, und die stilisierten weißgerandeten Kopfborsten sind hochrot. Die Augen weiß. Hoch 34 cm. 3. Es folgt ein weißer, 6 cm hoher Streifen mit einer schwarzen Linie darunter, nach unten durch eine hochrote Linie begrenzt, das Zahnschnittmuster auf schwarzem Fond, 12 cm hoch, unregelmäßig abwechselnd rot, hellgrau und weiß. 4. Der unterste 30 cm breite Streifen enthält abwechselnd rote, weiß geränderte, mit weißen Kreisornamenten verzierte, abwechselnd weiße, rot ausgeschmückte Stufenzinnen und dazwischen hochstielige, rote Pflanzen mit roten Knospen und drei grün und weißen Blättchen oben, und grünen Seitenblättern. Ich habe dies sonst nirgends wieder vorgekommene Ornament ausführlicher beschrieben, da es denselben Charakter hat wie Gemälde, welche in Umrissen aus Bämiyän *) bekannt sind. Daß in Toyoq, welches schon in buddhistischer Zeit ein Wallfahrtsort war, sich alle Stile vorfanden, ist nicht zu verwundern. Halle B. Die Bemalung dieser Höhle hat denselben Charakter, wie »Asketenhöhle« 4 A und Klementz 36 B 4. Auf d. Rückw. ist noch ein Rest des Mittelfeldes mit sieben Reihen Bäumen, je sieben in der Reihe zu erkennen. R. davon sieht man noch einen meditierenden Mönch mit Feuer- und Wasserstrahlen hinter den Extremitäten, wie in Kl. 36, B 4, über ihm ein Baum, auf welchem ein Pfau sitzt, welcher eine Kettenschnur (Schlange?) im Schnabel hat. Das Bild auf der anderen Seite ist verloren. Darunter R. u. L. neben der Tür (a) ist noch ein Streifen, mit sehr belebten Darstellungen, leidlich erhalten. a 1 ein Brahmanaasket, welcher von Dämonen angegriffen wird, unter einem Baume |_1 | | | 3 | 2 _| 2 Flammen, dahinter, d. h. darüber sieht man sechs Jünglinge in Astängaposition; 3 unklar es scheint sich um die Aufopferung eines Bodhisattva zu handeln. Man sieht einen sitzenden Bodhisattva, hinter ihm eine klagende Figur und vor dem Bodhisattva einen auf ihn zuschreitenden Dämon (?). Umgebung von Idyqutsähri. 12. Jan. — 4. Febr. 1907. Die Wintertage 1906—7, welche ich in Qarakhoja zubringen mußte, während die Ausbeute verpackt oder neue Touren vorbereitet wurden, benutzte ich zu verschiedenen Untersuchungen innerhalb oder außerhalb der Ringmauern des alten Idyqutsähri, um ungenaue Beobachtungen meiner ersten Tätigkeit im Jahre 1902—3 zu korrigieren, Lücken zu ergänzen und da und dort noch Grabungen machen zu lassen. Es kamen dabei mancherlei Kleinigkeiten zum Vorschein, auch einige schöne Bilder. So war uns schon im Herbst 1906, während wir uns zum Aufbruch nach Hami vorbereiteten, gemeldet worden, daß Leute, die an einer Wand des sogenannten alten Khans-Palastes gegraben hatten, um Schutt für ihre Felder zu suchen, eine Reihe schöner alter Bilder ausgehoben und in ihrem Hause deponiert hätten. Diese Bilder erwiesen sich in der Tat als merkwürdig schon deshalb, weil sie Erinnerungen an Gemälde wachriefen, welche im Schutt der Höhlen beim Qumtura (Kuca) gefunden und mitgenommen worden waren. Es waren, wenn ich mich recht erinnere, prachtvolle Reitergruppen mit Reitern in fast japanischen Rüstungen und Helmen mit Bogen und Pfeilen bewaffnet. Ich schreibe lediglich aus der Erinnerung; denn die Fragmente aus der Umgebung von Kuca liegen noch ebenso verpackt in den Kisten, wie die schönen Bilder, welche im September in Qarakhoja gekauft wurden. -Diese haben noch Sgraffiti in sogenannter köktürkischer Schrift. Was mich besonders freute, war aber der Umstand, daß es sich ergab, daß ich früher den Kopfputz einer halberloschenen Figur in H. 33 Haupttal von Ming-Öi, Qumtura (vgl. ob. S. 29 Fig. 55) richtig kopiert, d. h. durch Waschungen des erloschenen Bildes soweit wieder hergestellt hatte, daß die Umrisse kopiert werden konnten. Derselbe Kopfputz kam auf den gekauften Bildern deutlich vor und bestätigte die hypothetische Zeichnung. Als nun im Winter 1906 sich die Zeit dazu ergab, wurde die Fundstelle untersucht, die bezügliche Wand, welche vermauert war, ganz freigelegt, aber außer einigen ornamentalen Resten nichts mehr gefunden. 0 Vgl. M. G. Talbot, The Rock-cäves and Statues of Bämiän JRAS. N. S. XVIII 323 ff. Idyqutäähri. Khans Palast. Beim Weitersuchen nach ähnlichen, vermauerten Wänden, welche Bilder enthalten konnten, fiel mir die unförmig dicke Mauer des äußersten (südlichen) Hofes des Gebäudekomplexes auf, welcher den sogenannten Khans-Palast umgibt. Inmitten des Mauerrestes war eine breite Bresche, gefüllt mit herabgestürzten Steinen, offenbar nicht eine Mauerbresche, sondern ein eingestürztes Tor. Wenn man über den holprigen Schutthaufen, welcher die alte Toröffnung füllte, hinwegkletterte, konnte man sehen, daß die unförmig dicken (mehr als 6 m 1) Mauern des Tores durch Einbauten auf beiden Seiten verstärkt waren, welche auf jeder Seite bis zu 2 m der ursprünglichen Mauerstärke beifügten; vgl. die Skizze. Die angemauerten Teile A A\ B B', welche mit den alten Mauern noch bis zur Höhe von 3—4 m vom jetzigen Boden erhalten waren, ließ ich abtragen; mit Ausnahme von A, da schon einige Versuche erwiesen, daß hier nichts zu erwarten war. Beim Abbrechen .der Steine ergab sich, daß die Einbauten auf einem gleich breiten, gleich tiefen Sockel aufgesetzt waren, welcher je 21/* m hoch in den Ecken stand. Die Wände dieser Ecken bei B, B'} Ä waren mit sehr großen Bildern bemalt. An ein Mitnehmen war bei ihrem großen Umfang Fig. 664. Gruppe bei B' 1. Orig. 2,20 m:i,8o m. und ihrer teilweise recht schlechten Erhaltung nicht zu denken; viele Risse und Brüche, große Löcher und abgelöste, bröckelige Stellen entstellten die Bilder. Was erhalten war, war mit kühnen, dicken Tuschekonturen an die Wand gezeichnet. Durchzeichnen mit Pauspapier ergab sich als unmöglich, da bei der großen Kälte die Tusche im Pinsel gefror und das mitgebrachte Wasser trotz des danebenstehenden Feuers sich immer wieder mit einer Eiskruste bedeckte; sogar die Beimischung von Alkohol zum Wasser half nicht mehr. Außerdem machte die furchtbare Kälte der Mauer die Durchzeichnung zur Unmöglichkeit. Die Bilder bis zum Anbruch des Frühlings stehen zu lassen, hätte sie der Vernichtung preisgeben heißen. Es blieb also nichts anderes übrig, als sie nach dem gewöhnlichen Gittersystem in Konturen zu kopieren. Dies war bei der Klarheit der Zeichnung bis auf einige erloschene Stellen ganz leicht. Bei der Herstellung der Kopien habe ich nur die unglaublich roh über die Figuren weggemalten Gewandmuster gemildert. Während die Bilder sonst gar keine Farbe zeigen, sind diese Muster ohne Rück- Schuft -5m altes Thor 2 334 Idyqutäähri. Khans Palast. sieht auf die Faltenlage der Gewänder mit häßlicher, dicker, zinnoberroter Farbe aufgetragen, offenbar von einer späteren, plumpen Hand, welche alte Ornamentik wieder herstellen wollte. Ob aber die Mißachtung der Konturen nicht schon dieser ältesten Dekoration angehörte, möchte man mit Rücksicht auf das Fürstenbild »Bericht« Taf. XIV nicht für unmöglich halten. Sie scheint diesem Stil eigen zu sein. Vielleicht waren die Maler andere Leute, als die, welche die Komposition entworfen hatten; d. h. sie führten nur eine von einem tüchtigeren Zeichner angesetzte Pause aus. Daß auch hier etwas Ähnliches vorliegt, bewies die Tatsache, daß die schönen Figuren bei B' verso fast identisch, freilich mehr zerstört, bei B zum Vorschein kamen. Dann aber erlebte ich nach ein paar Tagen, als ich zu der Stelle zurückkehrte, eine weitere Überraschung. Die Türken hatten die Bilder heruntergeschlagen, aber unter dem herabgeschlagenen Bilde kam genau dasselbe noch einmal bei B sowohl wie B' zum Vorschein. Bei allen Figuren waren Inschriften in uighurischer Schrift, welche z. T. Dubletten sind und später mehrmals wiederholt die Funktionen der dargestellten Personen bestimmen sollten *). Beginnen wir mit der besterhaltenen Serie: Fig. 665. Gruppe bei B' 2, 3. Orig. 1,90 m : 1,80 m. B' 1 eine schön gezeichnete Gruppe von Musikern, Fig. 664, mit merkwürdigen Instrumenten. Im Vordergrunde ein Musiker mit einem Saiteninstrument spielend, ein anderer vor ihm mit einer wunderschönen Harfe. Beide Figuren sind kniend zu ergänzen, hinter ihnen stehen zwei Flötenbläser: einer mit Querflöte, einer mit Langflöte und an der Ecke noch ein fünfter Musiker mit dem kleinen, in Ostasien wohlbekannten Instrument, welches in Europa gewöhnlich als Laosorgel 2) bezeichnet wird. Leider ist die Röhre, welche vom Körper des Instruments zum Munde gehen muß, auf dem Bilde vernichtet. Die Kopfbedeckungen sind dieselben, welche ich oben S. 29 erwähnen konnte. B' 2—3. Es folgt eine Gruppe von zwei Dienern, Fig. 665, mit runden schwarzen Kappen, welche mit einem langen Band unter das Kinn gebunden sind. Vor ihnen steht ein merkwürdiger Tisch auf fünf. Füßen die Platte mit Blumen gemustert und geschweift, der vielleicht als aus Rottang geflochten zu denken ist. Darauf stehen fünf große und davor noch elf kleine Krüge 3) von merkwürdiger Form. Spuren von gelber Farbe, welche *) Ich habe diese Inschriften photographisch aufnehmen lassen, doch war das Resultat kein besonders befriedigendes, da die Beischriften sehr erloschen sind. a) Vgl. Smirnov, Vostocnoe serebro, S. Petbg. 1909, Taf. XXXVI, 65. 3) Vgl. Smirnov, Vostocnoe serebro, S. Petbg. 1909, Taf. XCIV, 181, 182, 183, Taf. XCV, 186 ff Idyqutsähri. Khäns-Palast. 335 sich hier erhalten haben, lassen die Vermutung zu, daß sie aus Gold sein sollen, Dahinter stehen zwei mächtige Krüge mit Verschlüssen in der Form von Tierköpfen x) und angehängten Stoffschleifen. Was vor diesen Krügen gestanden hat, ist unklar; ich konnte nur die Linien kopieren, die noch erhalten waren. Deutlich ist eine Art Vorhang oder eine Tischdecke, worauf ein auf Glückswolken schreitender geflügelter Greif (oder Löwe?) dargestellt war. Bf 4. Diese interessante Gruppe, Fig. 666, stellt einen Mann mit ähnlicher Flügelkappe wie die Musiker vor, er hält einen Trinkbecher, scheint also der Mundschenk zu sein. Dahinter sind drei Männer mit runden Kappen und vor ihnen steht eine hohe Vogelstange mit zwei Falken 2) darauf, welche mit langen Ketten an die Stange festgemacht sind. Leider sind die Köpfe der Tiere zerstört. B I—4. Auf dieser Seite war dieselbe Darstellung verso, nur waren die Gesichter der Musiker, auch ihre Handstellungen etwas anders. Es ist außer Zweifel, daß die dargestellten Figuren dem Hofstaat eines Fürsten angehören, also seinen Mundschenk, seine Falkoniere, seine Tischdiener und die Hofmusik darstellen, Gruppen von Personen, die wir uns stets am Eingang orientalischer Paläste harrend vorstellen müssen. Fig. 666. Gruppe bei B' 3 Originalgröße 2 m Grundlinie. Weniger ergiebig war das Wegräumen des Einbaues bei AÄ. Auf diesen Wänden waren zwar auch Bilder, aber leider sehr zerstört; bei Ä I, 2, 3 ein großer Baum im Stile der kleinen Bäume hinter den Buddhafiguren über den Seitengängen der H. 3 der 2. Gruppe an der Berglehne von Murtuq; bei Ä 4 sah man noch die Reste eines geharnischten, behelmten Mannes von denselben großen Dimensionen, wie die Musikergruppen usw. bei B und B', aber völlig zerkratzt. Er hielt in der R. eine Streitaxt. Bei A kam nur ein Baum zutage. Hier wurde, wie erwähnt, nur eine Lücke gegraben, so weit die Wand reichte, aber der Einbau nicht ganz weggerissen. Bei x1 x* flankierten zwei Türme den Eingang zum Tore. Auf jeder Seite war auf der Mauer hinter dem Turme ein Zimmer, auch in den Türmen selbst war je ein Zimmer eingerichtet. Beim Ausräumen des Schuttes im Zimmer xl fand sich ein Päckchen von elf uighurischen Dokumenten, welche mit einer Schnur umwickelt und zusammengebunden waren. 1) Vgl. hierzu die alten Formen bei W. M. Müller. Asien u. Europa, Leipzig 1893, S. 348, Ros. 57, 38. 2) Die Darstellung von Federwild ist hier um so interessanter, als der chinesische Bericht bei Fr. Hirth, Über fremde Einflüsse in d. chines. Kunst 1896 S. 44, ausdrücklich die schönen Abbildungen von Geflügel in Turfan erwähnt. Hier liegen freilich nur Konturen, wenn auch sehr geschickt gezeichnete, vor. 336 IdyqutSähri. Stüpa A. Anbei schiebe ich noch zwei interessante Sockelornamente ein, von denen das eine Fig. 667 aus dem Tempel ß, und zwar aus dem Vorsaal im Obergeschoß von E (dem Nord türm), stammt. Es ist dies die schöne Borte, welche unter dem Rest des ungemein feinen Wandgemäldes, welches im »Bericht« S. 90 unter Fig. 78 in Umriß skizziert ist, gesessen hat. Es schien mir diese Darstellung, von der natürlich noch unten ein Stück des nachgeahmten, schwarz und weiß wechselnden Mauerwerks fehlt, deshalb interessant zu sein, weil aus der Lage der rautenförmig verkürzten oberen Platten klar hervorgeht, daß diese Sockel als vorspringende Bänke gedacht sind und dann deshalb, weil die Dekoration der oberen, rautenförmig gemalten Platten, welche hier allein vorkommt, große Ähnlichkeit hat mit den zahlreichen Ziegelfragmenten, welche überall in den Ruinen der alten »Stadt« herumliegen. Die zweite Abbildung, Fig. 668, ist so ziemlich der letzte Rest der Wanddekoration eines Tempels, welcher unmittelbar N von Tempel ß steht und zwar aus dem Seitengange des Pfeilers in der durch Stufen zu erreichenden Halbhalle, der ß gegenüberliegt. Die Orientierung ist übrigens dieselbe, wie bei ß. Die Bilder hatten alten Stil und stellten in den Gängen Buddhapredigten vor; unter diesen Predigten ist das abgebildete Muster erhalten. Es ist schwarz gezeichnet, die Balken sind schwarzgrau, die Beschläge der Barrieren weiß, bis auf die Stelle über den Stützen, welche hellgrau ist; der Streifen unter dem scbwarzweißen Zackenmuster ist hochrot. Mag dieser dürftige Rest eines ursprünglich schönen Baues hier noch eine Stelle finden. Uber einige andere kleine Ergebnisse, besonders über einen Ausflug nach Assa §ähri gedenke ich später zu berichten. Stüpa A der kleinen Stüpa-Gruppe1). Hier möchte ich nun eine Skizze des Stüpa A Fig. 669 a, b, c einfügen, da dieser für die Verhältnisse aller typisch ist. Der Stüpa, 7 m hoch, besteht aus einem quadratischen Unterbau A, welcher in zwei Teile zerfällt, einen etwas vortretenden kleineren, der als Sockel dient, und einen oberen, dessen Fassadendekoration jetzt verschwunden ist. Es ist aus den Resten noch klar, daß er mit quadratischen Feldern dekoriert war, in deren Mitte in Flachrelief der schon im »Bericht« (Abb. 100) skizzierte Schild dargestellt war. Es ist zweifellos, daß dieser Schild eine Weiterentwicklung des Amazonenschildes ist, der in den Bauten der römischen Kaiserzeit so gern als Dekoration verwendet wird. Diese Vermutung liegt um so näher, als gerade die neben den Stüpas vorkommenden Pfeilerdenkmäler (vgl. »Bericht« Abb. 105 und 108) Nachahmungen (wenn auch sehr fernliegende) der römischen Grabdenkmäler sind, wie sie in Südfrankreich, im Rheinlande usw. erhalten sind. Auf diesem quadratischen Sockel steht ein achteckiger Unterbau B} auf dem sich dann der wasser-blasenförmige Teil des Baues C erhebt, dessen Radius 7 m beträgt, genau so viel als die Höhe des ganzen Baues. Auf der S.-Seite des Stüpa steht vor B eine sockeiförmige, zerstörte Treppe, welche noch I m vortritt, 1,-10 m breit und 70 cm hoch ist. Unter dieser Treppe führt ein Gang in den quadratischen Raum im Innern des aus A, B bestehenden Unterbaues. Das Gewölbe des Ganges hatte schöne Ornamente, etwa im Stil von Taf. XXII des »Berichtes« mit Hängegirlanden. Über dem quadratischen Zimmer erhebt sich eine Kuppel, welche in der Mitte eine jetzt verunstaltete Öffnung hat. Das Gewölbe tritt ungleich über die geraden Wände hinaus, in den Ecken vermittelt das oft erwähnte Vorsetzblatt den Übergang zur Kuppel. Das hier abgebildete, übrigens sehr zerstörte Ornament habe ich schon »Bericht« Taf. XXI Fig. I publiziert. Die unter der Kuppel, welche bloß getüncht ist, hinlaufende schöne Borte habe ich ebenfalls »Bericht« Taf. XXI Fig. 2 mitgeteilt. Diesmal gebe ich noch eine Aquarellskizze der sehr zerkratzten, mühsam durch Waschen mit Branntwein wiederhergestellten Dekoration der vier Wände des unteren Zimmers Fig. 670. Auf diesen Trägern ruht die ebengenannte Borte. Die pfeiler-ärtigen Träger sind kastanienbraun mit hellroter Mittellinie, weißem Kopf und weißem Medaillon mit hochrotem Mittelfeld. Ihr Fuß ist verloren. Sie füllten die ganze Wand aus, waren also 1,90 m hoch. Es ist noch zu erkennen, daß sie in Abständen von 62 cm von einander standen; es waren also je vier auf jeder Wand. Die Felder zwischen den Trägern waren mit schönen, fast naturalistischen Lilienbüschen in der Mitte und in den oberen Ecken mit stilisierten Hahnenkammblumen bemalt. Der Fond war dunkelgrau (?). Über der Kuppel des quadratischen Raumes erhebt sich eine zweite Kuppel, deren Wände die äußere Fassade bilden. Sie war ebenfalls nur weiß getüncht. Ihr Mantel erhebt sich in der Mitte trichterförmig, vermutlich war der höchste Aufbau (Hti) hier aus Holz eingesetzt und in der unten liegenden Kuppel noch ein zweites Mal befestigt. 0 Vgl. »Bericht« S. 110—112, Fig. 99—101 und Tafel XXI, Fig. 1, 2. Idyqutsähri. 337 Bei der NW-Seite des oberen Unterbaues (B) führt ein kleines Türchen in den oberen Raum, und gerade gegenüber ist eine kleine Lichtlücke in der Wölbung des Stüpa. Fig. 667. Unt. Borte des Vorzimmers im NO Turm (E) von ß. Höhe im Orig. 32 cm. 4,So A ) B } 70 cm / J55 c" Fig. 669 a, b. a Fig. 668. Untere Borte aus dem Tempel N von ß in Idyqutsähri. Höhe des Orig. 40 cm. s 11M 11M Fig. 669 c. X Fig. 671. Orig. 9 cm hoch. Die oberen Fondteile sind kornblumenblau: die davor liegende Schattirung der Kugeln hellblau; die untern Fondteile sind dunkel lothfarb (braungrau), die Schattirungen eine ganz helle Abstufung davon, welche auch die Randstriche ausfüllt. Fig. 670. Die Dicke des Stüpamantels ist ungleich, sie beträgt bei dem Türchen 1,10 m. Von den zwei N davon liegenden Stüpas (äußere Reihe) wurde der nach 0 gelegene (vgl. »Bericht« Fig. 99) genauer untersucht. In dem Räume unter der Kuppel fand sich vom Eingang an ein Stollen, der in ein rundes Loch führte. Dieser Stollen war voll von blutgetränkten Kleidern, welche auf Matten lagen, dabei zahlreiche Grünwedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. 22 338 Tempel 10 i. Tal N v. Qarakhoja. Knochen (Kinnladen usw.). Vermutlich hatten hier Flüchtlinge eine Zuflucht gesucht und waren hier getötet worden. Nachträge zum Tempel 10 im Tale N von Qarakhoja. Während der einzelnen freien Tage um Weihnachten nahm ich auch die Gelegenheit wahr, im Tale N von Qarakhoja noch einiges nachzutragen, was ich 1903 nicht notieren konnte. Bezüglich der N-Terrasse des Tempels 10 hatte ich in meinem Bericht notiert: »Er besteht aus einer Halle (B) von 10,40 m Breite und 3,20 m Tiefe und stellt ein Tonnengewölbe dar, welches vor einem 7,30 m F'g- 675. Darstellung zwischen den Scheiben. Höhe des Orig. 50 cm. Fig. 676. Tempel am O Tore von Idyqutsähri. breiten, 1,60 m tiefen Mittelpfeiler liegt« mit den bekannten Seitengängen, welche hinten durch einen breiten Gang verbunden sind. Besonders schön war die große Halle (Cella) dieses Tempels. Sie »ist mit zwei Reihen von kreisrunden Scheiben dekoriert, an welche sich bis an die Übergangsstelle des Gewölbes in die gerade Wand Halbscheiben (vgl. Taf. XXIX) anreihen, unter ihnen schließt ein Perlstab ab. Höchst merkwürdig wirken diese ziemlich großen, weißen Perlen zwischen den hellen (mattgrauen) Strichen, zwischen denen sie laufen. Sie sind nämlich so schattiert, daß bei jeder Perle der Schatten anders fällt«. Ich gebe hier Fig. 671 S. 337 eine Skizze des Perlstabes. Die Scheiben, welche die Gewölbedekoration bilden, sind im »Bericht« S. 158 ausführlich beschrieben, auch eine Halbscheibe des unteren Randes auf Tafel XXIX abgebildet. Tempel 10 i. Tal N v. Qarakhoja. Figg. zu S. 340. 339 Gang Pfeiler TOP W W Gang 0000000 ^ Tür dSh nr\ Die Verteilung der Scheiben und Halbscheiben des Gewölbes zeigt die beiliegende Figur; 1—7 sind Vollscheiben, 8—11, 12—16 Halbscheiben, die ersteren vier über der Türwand, die letzteren fünf über dem Pfeiler und den Gängen. Feld 1. Das Mittelbild enthält die Darstellung, wie sich der Bodhisattva einer hungrigen Tigerin opfert*). Feld 2. Ein dunkelfarbiger Mann bedroht mit einem Schwerte den Bodhisattva, vielleicht Ksäntivädi-jätaka. Feld 3—5, 7 zerstört. Feld 6. Dem Bodhisattva befestigen zwei Brähmanas brennende Lampen ins Fleisch1). Vgl. Fig. 672. So ist auch »Bericht« Taf. HI Fig. I zu erklären. Feld 8 (Halbsch.). Dies Bildchen stellte das Sasajätaka dar, (Fig. 673). Die im Vordergrunde vor dem Brähmana dargestellt gewesenen Tiere sind jetzt leider weggebrochen. 9—10. Vernichtet. Fig 677. Fig. 678. Figuren von der Wand hinter B, Original etwas über 40 cm hoch. 11. Hier war das Visväntara-jätaka dargestellt, vgl. Fig. 674, und zwar in zwei Szenen: die eine, jetzt sehr beschädigt, stellte dar, wie der Bodhisattva dem Brähmana die Kinder übergibt, daneben sieht man, wie der Brähmana die Kinder wegführt. 12. Abgebildet »Bericht« Tafel XXIX; es handelt sich offenbar um die Darstellung eines Brähmana, welcher von einem Bodhisattva ein ungewöhnliches Geschenk (Darbringung seines Lebens usw.) erbittet. 13—15 Vernichtet.. 16. Ein Dämon, vor einem Bodhisattva kniend; es handelt sich also auch hier um die Aufopferung eines Bodhisattva. Fig- 675 gibt die im »Bericht« S. 158 notierte Darstellung, welche zwischen den Scheiben die Lücken ausfüllt. Diese Felder sind dreieckig (nicht, wie dort notiert, viereckig), der Fond ist rot, wie der Hintergrund der Scheiben selbst, die Wolken blau und weiß abgestuft. Es handelt sich auch nicht um Kraniche, sondern um drei weiße Hansas, welche mit ihren Schnäbeln eine Art Baldachin oder Schirm mit langen Schleifen hochhalten. Das schöne Muster ist fast überall zerstoßen und zerkratzt. Es war nicht ganz leicht, eines zu finden., welches kopiert werden konnte. ') Vgl. J. J. Schmidt, Dsanglun, der Weise und der Tor, S. 21 ff. J) Ebenda S. 5 ff- (König Kancanapala). 22* 340 Idyqutsähri. Tempel zwischen O Thor (Idyqutsähri) und der kleinen Stüpengruppe. (Bericht: Tempel russ. Z.) Um Versuche zu machen, vielleicht noch etwas Brauchbares in diesem Tempelchen zu rinden, welches von LeCoq untersucht hatte, ließ ich auch diesen Bau noch untersuchen. Zum Plane, Fig. 676, S. 338, bemerke ich, daß die schwarz ausgefüllten Teile vorgemauerte oder ergänzte Wände sind, welche jedoch in A zum größten Teile, vor c aber völlig weggerissen waren, deshalb ist die vorgebaute Mauer hier überhaupt nicht mehr eingetragen. Der Raum A war ein Zimmer mit einem etwas höher gelegenem Estrich, vielleicht in der buddhistisch umgebauten Zeit des Tempelchens die Haupthalle. Zunächst versuchte ich, das mir von Herrn von LeCoq erwähnte Bild eines Reiters bei cT) zu gewinnen. Durch Waschen mit Branntwein kam so viel heraus, daß ich die Tuscheskizze Fig. 677 herstellen konnte. Was da abgebildet ist, ist sicher. Das Pferd, dessen Vorderhälfte fast ganz erloschen ist, war rotbraun gemalt, das Kreuz über derStirne gelb. Die Reiterfigur ist 2 m hoch. Um den Reiter und die ihm folgende, kleine, lang-bekleidete Figur war ein roter Strich gezogen. Der Rest der Wand scheint nicht bemalt gewesen zu sein. Ich ließ dann den Türpfeiler B wegreißen, dahinter fand sich eine mit Bildern bedeckte Wand, deren merkwürdige Darstellungen leider recht beschädigt wTaren. Es waren Gruppen von weißgekleideten, gegürteten Männern (Fig. 678) und Frauen mit eigentümlich aufgetürmtem Haar. Die abgebildete Frau hat, wie es scheint, einen weißen Schleier ins Haar gewickelt. Die schattierte Partie ihres Gewandes ist rotbraun, also wohl ursprünglich rot gewesen, die zwei davor liegenden Ärmelstreifen mattgelb. Unter dem Verputz, auf welchem diese Figuren dargestellt waren, war noch ein älteres Bild mit Darstellung eines lebensgroßen Mannes in derselben Tracht, wie die Musiker, welche oben Fig. 664 dargestellt sind. Es lagen also zwei Bilder, von denen das zweite unmittelbar auf das erste aufgesetzt war, hinter B vermauert. *) Vgl. die Darstellung des hl. Phoibammon bei Charles Diehl, Manuel d'Art Byzantin, Paris 1910, S. 68. Index Die mit * bez. Zahlen beziehen sich auf Figuren, fettgedruckte Zahlen auf die Stellen, in welchen die bez. Lokalität ausführlich behandelt ist. Abakus *325. Abdruck von zerstörten Holzteilen, Säulen usw. 253. Abgesperrte Räume durch Umbauten 259, durch eine Bank 79. Abgestürzt, durch Avalokitesvara gerettet *299, 301; Bodhisattva stürzt herab, unt. Schlangen 299, *72. Abgrund Sturz in einen A. 299. Vgl. s. Bodhisattva. Abhiniskramana vgl. Bodhisattva 303, 315, vgl. 118. Abkürzung einer großen Komposition vgl. Drona 182. Abschlagen vgl. Bodhisattva, Anurädhä, Ajätasatru, abgeschlagene Köpfe 134. Abschneiden vgl.B rüste,Hände, Kopf, Bodhisattva 67; von Fleisch 231. Acala 28, lamaist., rot 291. Äcdrya vgl. Brähmana, Ä. - Bilder auf der Türlaib. 229, 242, 259. Achselschleife 234. Acht, acht Devaputras neb. Drona 132, 156; acht Kuppelstreifen 182, 185; acht Götter neb. Avalokitesvara 285; acht Devatäs neb. Buddha 256; acht berühmte Schüler Buddhas 244; acht Buddhapredigten 163; v acht Pranidhibilder 274; achtundzwanzigarmiger Avalokitesvara 286; achtzig Buddhas Seitw. 204. Adler vgl. Garuda ; Mönch reitet auf ein. A. 320; Adler und Hase als Wappen 238 249. Adoranten vgl. Devatäs, Bodhisattvas, Mönche, Brähmana, Stifter,Parivära, Gewö1behä 1 ften , Predigten, Gänge, Pradak-sinä, Verehrer; A. vor Buddha auf d. Gewölbehälften 23, 52, 53, 55, 66, 68, 69, 70, 72, 80, 118, 132, 143, 167, *i68, 178, 179; vor Buddha stehend Vorhall. 122, 123; i. Gängen 185, vgl. Pranidhi auf der Türw. 95, vor Buddha steh. 304; Stifter 303; neben Parinirväna-Buddha q. v. 94. Affe vgl. Tierfiguren, Hanu-män, M a h ä k a p i - j ä t a k a; bloß dekorativ in Berglandsch. 65, 77, 95, 115, 178, 186; blauer Affe, spielend 178; stört medit. Mönch 93; zwei A. und drei Flammen vor einem Mönch 329; mit Hahn auf e. Löwen stehend 97; in medit. , Pose 293; medit. A. von and. A. geneckt 115; A. auf Elefant 116; spielende Affen 116, Äffin m. jung. Tieren 100, 101; A. m. Bündel auf d. Rücken 179; A.-kopf m. anderen Tierköpfen um ein. Kreis 159; Affe, Vogel, Fuchs u. »Schildkröte 160; A., Hahn, Hund u. Teich v. Buddha 178; A. von Garuda geraubt 106, *I09; A., seine Jungen, Geier u. Löwe 23, *2i, 74, 115, 160; Affenbrücke: Mahäkap ij ätaka 68, 115, *67; A. am Teich und Räksasa 60, 160; A.(?) trägt einen Mann 115; A. von einem Mann an ein. Stange getragen v. Buddha 178; lieg. A., Asket wirft Lotä nach ihm 60; A. und Brähmana 115; A. vor Buddha 55, 178, m. Honig 81, m. Schale 68; A. vor Buddha (Predigtbi.) 164; A.-kopf neben menschl. Kopf und Schweine-köpf bilden die Köpfe eines Seetiers 109, *io8. Affe: Gußform 79. Äffin: Höhle m. d. Äff in 100—102. Ägyptisch 31, ä. Hieroglyphe 104, ä. Haltung *I50, * 151, 153. Ajanta sterb. Frau 16; Rksapati v. Bodhisattva 68. Ajätasatru-höMz 64, 143—145, 162, 184; -bild 42, 47, 93, 132, 141, 144, *i66, *i67, 164, 168, 179. A.s Frau 84, 118; A. - Inschr. 47; A. ausreitend *I79. Äjivaka m. Blume *27i. I Akinakes dxtvaxyjs 84, 173. Aksaras Brähmi- auf Tonscheib. 296, vgl. Inschriften. Aktstudien, weibl. *i62, 163. Alabaster 135. Alkohol-Beimischung vgl. Branntwein 333. Almosenschale vgl. Pätra 14, 77, 106, 122. Alt, alte Bauten u. Höhlen 258, 259. a 11 - j a p a n. 206. AI t. Mann vgl. Asket, Mönch, Brähmana, a. M. vor Bodhisattva 118, vor Buddha 178; a. Frau vor Buddha 179. Altertümer, Klein- 87; A. aus Stü -p a s 225. Altartisch 143, 158, 294. Amardvati 68. Amazonenschild 336. Amboß 296. Amitäbha vgl. Sukhavati, Avalokitesvara,Padmapäni; Haltung wie A. 112; A. über Padmapäni - Avalokitesvara 270, 289; -Krone 247, 321, *323, 284, 286, in d. Krone des Avalokit. daneben noch einmal i. Bild 286, in d. Krone böser Götter 285; A. in Sukhavati 214. 233, 234, 253, *257, 258, 259, 286, 288, 291, 307, 312, Gewölbebi. 252—3. A. ? spendet Amrta 306, 307; A. und der Schmied 227; Wirkung eines Gebetes an A. 297; A. als Kultfig. 227; A.-Kapelle chines. Stils 310. Amoghapäsa vgl. Ksitigarbha, Avalokitesvara 30, 258, 303 (in d. Lün.), 307. Amoretten 170. Ämrapdli vor Buddha 64. Amrta der Predigt 305. Andgdmin vgl. Arhat 256. Anas Casarca vgl. Tierfiguren, Ente 49, 64, 109, 110, 154, 206. Anecdota oxoniensia 241. Angavastra 55, 112. 342 Index. Angebunden, Mann a. und geschlagen 234; Anjali im Text auch: »betend«, »m. gefalteten Händen«. In den Predigt-Bildern: Brähmana vor Buddha 154, Götter, Damen 176, Bhiksu 326. Devatä 326, Bodhisattvas 32*5, 327, Frau 325; auf Seitenbildchen (klein): Zuhörer Buddhas 296, 297; auf Sockelbildchen: Götter 245, Mönch 281, auf Nischenbildern: Bodhisattvas 265, 270, Götter 293; bei Zweibuddhabild: Bhiksus 300; neb. Buddha i. d. Vorhalle: Hindu-götter 172, 173; Stifter in d. Nische, Frau 233; neben d. Parinirväna: Devatäs 30; Adoranten Buddhas i. Gewölb. 96, im Bilde des hl. Schmiedes: 296, im Harem neb. der jugendl. Mäyä 104; in den Pranidhibildern: Bodhisattvas 240, 241, 260, 261, 293, König 287, Bhiksus 239, 241. Dämon in der Garudajagd 238. Anlagen, Regellosigkeit der A. 223. 1. Anl. Qyzyl 38—142, 2. Anl. Qyzyl 142—168, 3- Anl. Qyzyl 169 —181, 2. Anl. Murtuq 301—309, 3. Anl. Murtuq 309—313. Anse vgl. Holz werk, Balken . 232; A.- R i 11 e 115, 206. Anten am Postament 205. Antik, a. Typen: Flötenspieler 95, *94, a. Komposition 126; antikisierendes Gewand 125. Anurddhd und ihre Söhne 326, *327. Aparagoddna und der Berg Meru q. v., Gewölbebi. 251, 252. Apsenförmiger Raum 245. Arabesken vgl. Ornament 276. Arbakes Wagenknecht, Fuhrmann, vgl. Brennende Hände 80, 298. Arhat vgl. Bhiksu, Mönch, Flammen,Flickenkleid; A. i. Pranidhibild 254; A. neben Padmapäni 285; A. i. Flammen i. Amitäbhabild 286; A. i. Fl. bei der Predigt von Benares q. v. 285, 295, 298, *257; med. beim Parinirväna 161, m. Fla. geg. d.Parin. 145; A.'fliegt durch die Luft 179, 190, 306; im Flickenkl. 156, vgl. Pra-tyekabuddha 112. Flammen hi. d. Schultern bez. den A. 22, 101, 112, 147, 195, 245, 251, 252, 288, 292, 304; med. A. unt. e. Baum 320. Arm vgl. Hand; mit Armen Lotus hochgehalten 286, Bodhisattva hochgeh. 288, Gottheit hochgeh. 20, Kuppel geh. 89, vgl. Kuppel; vierarmige Gottheiten: grüner Gott 212, vgl. Siva; sechs-armig vgl. Dharmapäla, acht-undzwanzigarmig 286; Armschienen 210, 211. Armee Märas vgl. M ä r a , Teufel, Dämon 28, 29, 30, 118, 139, *202, *203, 204. Ärmel-Rock, -Gewand 13, 20, 23, 26, 104, 105, 121, 122, 212, 330, Frauen- 84, 161, der Vasundharä 237, eines Gottes 136; Götter in wall. Ä. neben Avalokitesvara 237; wall. Ärmel 233; Ä. - F a 11 e n 210; Ä.- Umschlag 254. Ärya 256. Asche 181. Asketen vgl. Brähmana, Pra ¦ tyekabuddha, Käsyapa,. Jatä, Tirthika; A.-'Höhlen 43, 117, 142, 147, 193, 195, 320, *327, 328—332. Asketen i. Gebirge dekorat. 44, 50, 55, 80, 115, 289, vor Buddha. (Gew.): alt 178, 179, Brähmana 179, mit Stock 53, m. Tigerfell 183, auf Sockelbild: 245; Asketen sitzen in drei Reihen 329, in Predigtbild. 76, 137, ebenda A. in Höhle IOI; Asketen erlangen Nirväna 112; A.-Tracht der Devaputras 154, 156; A.-Locke: Jatä q. v. 93, 120; A. sinkt in die Hölle (Gew.), vgl. V i j i -t a v i 70; Ä. als B o d h i s a 11 -v a , vor ihm Gott mit Schale (Gew.) 74; A. vor steh.Buddha(Vorh.) 122. Assa sähri 336. Astana 217. Asfdnga-Position: mit acht Gliedern: Hand und Ellbogen, Fuß und Knie den Boden berühren 44, 164, 204, 279, 332. Asurardja vgl. Vemacitra 80, 136. Asvaratna 123. Atavika 98, 113, 176. Atita 67. Attribute eines sechsarmig. Dharmapäla 234, 237, vgl. Amitäbha -Krone, L a n z e, K a 1 ä s a , K ä r t-trikä,Cintämani,Juwel, Keule, Tempelchen, Schlan-gen, Trisüla, Vajra, P ä -s a , Schwert, Cakra. Aufgeklebte Papierinschrift 242. Auftauchen v. Köpfen 300, vgl. Zwei-Buddha-Bild. Auge vgl. dreiäugig, A. auf den Händen 307; lose Augen der Dämonen 29; A.-färbe 56;^ A.-opfer eines Bodhisattva, vgl. S i v i 67, 68; A. auf d. Körper 141 ; Augen auf Fähnchen 317. Aureole, nur im Sinne von Nimbus um das Haupt gebraucht opp. Mandorla, Vesica q.v.Vgl. Prabhämandala; A. wie Hut oder Mütze von rückw. 65, 176, 265; A. von Lehm ums Eck gebogen 201, falsch postiert 67, der Fürsten einer Stifterfamilie 12, 74, *85; A.-Korbdeckel als Kern eines A. 221; A. aus Flammen d. Mahäkäla 260; A. umgibt schützend einen Abgestürzten, vgl. Mandala u. Dipankara; A.: Lotusblumenblatt 234, 247, 267, 279; A. der Kultfig. Buddha: 283, 292, 293, d. med. Buddha 208; bunt -spiegelnde A. d. Kultfig. 190, mit Strahlen 90, mit Buddhas 122; leere A. 122; A. Bodhisattvas 316, der Nebenfigg. Buddhas 285; A. eines Gottes 110; A. auf Lotus vor e. Asketen 330; A.-Fond: ein See 208; A.-Bogen zerstört? 287; Bo-dhis.-A. halbzerst. Fassade 195; A. und V e s i c a e der Pranidhi-Buddhas 241, 254. Auskragung 44. Avädanas 24, 43, 125, 133, 147. Avalokitesvara vgl. Padmapäni, Amoghapäsa, Kvan - y in, Ksitigarbha,Amitäbha, ChonsimBodhisattva;A. Kult 18, 6; A. Holzfigur 317; Anrufungen A. u. Augen auf Fähnchen 317; A.-höhlen 261; A. Kultfigur 237, 247, 252, 276, 292, 307; A.:Kultbild:. 288, 278, 212, Brähmana, Vasundharä, Drachen: 227, 234, 237, 310; A. im Lotus 312; A. m. 28 Armen u. I Kopf 286; vielarmig Seitw. Bi. 305; A. und sein Parivära : Buddhas, Götter, Garuda-Jagd 250; A.Tempel 229; A. auf d. Türw. u. Stifter 16; A.s Lotus hochgehalten 286; A. neben Amitäbha 286; vierarmiger A. Seitw. 270; Rand-bilder der A.-Bilder 258; A.Legende 294; A.-Bild als Reparatur 259; verschiedene Formen A. im Gang 30, 31. Avici, die tiefste Hölle 98, 244. Avidüreniddna 241, 260. Äyatanaloka 236. Ayogrhajdtaka 75. Babylonisch-assyr. Kappe 136. Bad, B. Buddhas i. d. Nairafijanä 119, der Mäyä 135; badende Mädchen 169, *I37, *6g (70). Baldachin vgl. Canopy, B. des Avalokitesvara 305. Bali, Parallele balines. Stilformen 30. Balken vg, Anse, Holz 250; B. herausgeriss. 76, 278; B.-L ö c h e r 112, 207, 315; B.-Rillen 196; B.-Ornament 336; B.-D e c k e I3°J i49 B.-Schema 54. Balkone vgl. R a i 1 i n g 6, 182, 207, 208, 204, 193, 196; zerstörte B. 52, 91, 139, 200; gemalte B. 64, 90, 93, 118, 152; gemalter B. über Parinirväna 145, 179, *i8o, 170, * 171; B.-Figuren zerstört 139, 173, 208; B.- Balken 201, 202. Ballustrade vgl. Terrasse, Balkon 90. Bämidn 332. Bandornament 289. Bank mit Fig. *I9, 146, 205, 215, 285; Rundbank i. e. Freibau 308, *3I3; verschließt ein Zimmer 79; Sitz-bank i. e. Höhle m. Heizlöchern Index. 343 279; B. vor der Gräbergruppe *229, 230. dBan-p'yug-rgyal einer der 84 Sid-dhas 212. Banner vgl. Fahne, ind. Fürsten vor Drona *24, *58, 157; beilförm. B.211; 'mitDrachen 31, *32, *46, 188; aus Tierrachen 303, *304; B., Attribut Padmapänis 284, gepanz. B. -Träger (Pranidhibilder) 260; B.-tragender Dämon (Garuda-Jagd) 248. Bär, B.-Jagd 74, *73; B. in Höhle (Gew.bild) 179, 116; B. in Landschaft 106, * 107, 245; B. hält einen Mann: Rk§apati Oldenburg bei Finot,RästrapälapariprcchaS.VIII; 68, *69; B.-Kopf u. e. Kreis 159, *l6l; B. vor Buddha (Gew.) 53; B. vor Buddha (Pred.) 101, 154. Bdrdnasi vgl. Benares 112. Barrierenmuster 278, *337. Bart, niedr. Götter m. B. 15; Mann m. B. (Pranidhib.) 274—5; B. u. Haar der Asketen 331; bärtige Mönche 179. Bartus 217, 268, 312, 313. Basilisken 139. Bauchpanzer 30. Baufälligkeit 230. Baumaterial vgl.Kesek,Anse 232. Baum, Bäume vgl. S ä 1 a (S ä 1 ) -B., Bodhi-B. Kalpavrksa 34; B.-Gottheit 90, *I44, 145, *54, ?151; stilisierte B. 59, 77, 78, 106, 125, 130, 135, 154, 155, 178; mit Traubenfrüchten 305, 335; B. im See 50; B.-Geäst im Gew. 206; B. im Wasser mit Göttern 279; B. über Buddha i. d. Predigt-bildern 151 ff., 250 passim, über Kultfig. 237, über Ksitigarbha 304; gemalte B.-Gruppe (Pilzbäume) in Landsch. 263, *I25, *I28; B. mit Fasanen *I56, 178 (Gew.), Bäume hi. Buddha u. Bodhisattva vgl. Gewölbehälften 114; B. mit sechs Buddhas 31; B. undEmanationsstrahlen285; Bäume vor d. Tore der Drona szene *23; Bäumeund Kanäle in Reihen: Sukhavati q. v.329; Bäume der Asketen u. medit. Mönche 320, 321, 331, 332; acht Bäume und Kinder dar.: Sukhavati 252; Baum, gemalt, verdeckt einen Steinblock 101; B ä u m e (C 1 a y-) i. Schutt 196; B. der Mäyä (L u m b i n i) q. v. Bäzäklik vgl. Murtuq, 43, 68, 97, 152, 183, 200, 212, 239, 241—301, 303, 305, 310, 312, 314, 315. Beal 241. Becken: T ä 1 a s 199. Bedrohung eines Wanderers 211. Behelmt, Höhle der Behelmten 68, 70, 75—76, 95, 170. Beil, Attrib. Dharmapälas 237; B-förmige Standarte 211, 296; B.-träger Garuda- Jagd 238. Beinschiene vgl. Taschette, 210, 211. Benares vgl. Bäränasi, Gazellenpark; Predigt v. B. 89, 119, 121, 130, 141, 154, 164, *i67, 176, 227, 256, 260, 278, 264, 245, 280, 270, 298, 315, 287, 291, 295, 292. ¦ Benfey 23, 59, 68, 70, 72, 74, 75, 80. Berg vgl. Meru, Ajätasatru, Buddhahalähala, Indra-s a i 1 a; B. Meru 154, bricht ab 47; B. Meru und der Schmied q. v.; stilisierte, künstliche Berge 44, 63, 174; aus Holz 78, 154, 155; kegelförmiger B. im Meere (Hölle ?) 49, 87; Berg von e. Dämon auf Buddha geworfen *l67, 179; Löcher für Berge aus Gay 44, 143; Vorzeichnungen dafür 150; künst-Berge auf d. Rückw. für Avalokitesvara 247, 281, 289, 292; Rückw.-Lünette 106; gemalte stil. Berge d. Nische 5, 21, 34, 99, 174, 183, 184, vgl. Indrasaila und 293; Berge in d. Gewölbekappen m. Tierfigg. 65, 77, 95, "5, J78, 186; Berg m. Gesicht 49; dunkler B.: Nacht 68; mit Buddha und Adorant en 33, 118, 132, 143, 167, 179, 182, *i87, 193, 195, 198, 201, 205; mit Buddha u. Ador. und Bodhisattva-Szenen 23, 52, 53, *55, *56, 65, *66, *67, *68, *69, 70, *7h 72, 73, 74, 75, 80, 95,96, 139, 142, 159, 160, 178, 179, 191; bloß Bodhisattvaszenen 49, 59, 60, 112, 115, 116, 133; B. in Gewölbekappen mit Asketenszenen 92, 93, 101, 106, *I07, * 108, 109; B. in Ganggewölben ohne Figg. 35, 50, 56; B. in Ganggew. m. Bodhisattvaszenen 136, * 137, *I38; Gang-ww. mit Bergen und Bodhisattva-usw. Darst. 159, 160, *i6i, B. in d. Seitw. d. Kultfig. Nische: *I0, 11, 158 (m. Buddhaszen.); B.-Landsch. i. d. Türlünette 50, *5I, 130 (Buddha u. Ador.); B.-L. in d. Lünetten d. Asket.-Höhlen 117, in den Buddhapredigtbildern *I50, 155; B.-höhle, Buddha davor Seit-w. 190; B.-Landschaft m. Manjusri u. Samantabhadra 276, 283, med. Mönch in neungipfl. B. schwebend 320; B.-Kuppen von Mönchen m. Leitern bestiegen auf der Flucht 306; B.-Landschaf t i. Gewitter Gew. 258, 212, *2I3; Wanderer i. Gefahr in B.-L. *2Ö2, *299, von Tieren verfolgt in B.-Landsch. 298; die hungrige Tigerin an d. Vesica 199, *i<58, auf Sockel 287; Einsiedler i. B. 250, 215; B. überschwemmt 252; B. i. Cella hint. Lokapäla 222; B.-Reihen in Ava-lokitesvarabild 285; B.-Landsch. als Fond des Bildes des flieh. Kindes 300; Bodhisattva i. B. -Landsch. 215. Gang durch den B. desT. Bäzäklik 286. Höhlen an der B.-lehne von Murtuq 245, 2. Anl. 301—309, 3. Anl. 309—313. Bericht, Zitat für Bericht überarchäo-log. Arb. in Idykutschari usw., Abh. K. Bayer. Ak. Wiss. 1 K, XXIV. B. 1. Abt. 1905, 67, 68, 72, 74, 124, 160, 191, 193, 199, 214, 215, 229, 230, 262, 264, 265, 267, 270, 273, 279, 285, 288, 310, 313, 317, 3i8, 334, 336", 337—9; B. Klem. vgl. Klementz, Demetrius, Nachricht, üb. d. von d. Kais. Ak. d. Wissensch, z. St. Petersburg im J. 1898 ausgerüst. Exped. v. Turfan, Heft i, St. Petersburg 1899, 319, 321, 331. Besucherinschriften vgl. Inschriften 25, 102, 205, 259, 261, 298. Betend vgl. Anjali. Bewässerungsanlagen, alte 181. Bhadrakalpa vgl. Buddha, sog. tausend B. 43. Bhallika 117. Bhavacdkra (Das Bild war kein Bha-vacakra, es ist jetzt ausgepackt. Wahrscheinl. war es eine Avalokitesvara-Litanei, illustriert) 247. Bhavdni 176; i. q. Pärvati q. v. Bhiksu vgl. Mönch, Arhat, B h. Parivära in Pranidhi-bildern 240, 241, 264, 272, 273, 274, 275, 280, 293, 298, mit Lampe q. v. Pranidhi-bi. 239; Bh. (Pranidhi-b.) schert einen König 241, 264, 293; Bh. als Stifter 229; Bh. Neben-fig. des Kultbildes 231, 264, (2 Buddha-bi.) 261, des Ksitigarbha 303, des Buddha i. Pred.bildern 297, 328, 296, 305, 325, im Gew. 250, 251, 252, 253, bei der Predigt v. Benares q. v. 292; B h. i. F 1 i c k e n k 1 e i d q. v. v. Buddha 44; Einkleidungen als Bhiksu 100, *200. Bibliothek 40, 86. Bibliotheca Buddhica 68. Bild vgl. Maler,Malerei,Farbe n , vierszeniges B. des V a r -sakära q. v. *i66, *i67, 168; B.-Repliken 295, vgl. Garuda, Avalokitesvara usw., wieder reproduziert 237; B. auf Goldgrund in Lotusblumen 283. Bilder auf Seide 223; B. -Reste uighur. 310; zwei Bilder übereinander 340; B. und Verputz 334; B.-Überreste 211; biogr. B. 227. Bimbisdra 65, 78, 155. Binden, umbundener Mönch 329. Biograph. Bild 227. Blatt vgl. Blume, Lotus, Ornament; -ornament 14, 48, 77, 82, 117, 147, 186, 276, 321, 329; -gewinde 332; -förmige Aureole 293; B.-Gold 223, abgekratzt 52, 64, 97, 165, Figg. gerettet, da die Roben nicht mit B.-G. belegt waren 65 5); B. als Schamdeckel der Frauen 199, *i26, *I29, *I98. 344 Index. Blätterhäuschen vgl. Laubhütte, 101, 115, x58, 240, 261, 264, 329. Blau vgl. Hellblau 119, 150, 158, Dunkelblau 158, 182; b 1. Mönchroben 75, 113, 144, 159, 171, 174, 179, 190 (Arhat), 320; b 1. Haare eines Gottes — bei Buddha immer — 296, eines Brähmana 177; b 1. Hautfarbe st. weiß 96, 183; bl. Vajrapäni (dunkel-) 176, (hell-) 164, 291; bl. Gott vor Buddha 186, zu Pferde Buddhapred. 113; b 1. Gott 77, bl. Drag-gsed 213; b 1. Dämon 68, 70, 76,' 84, 190, 116 (Gew.), 172, 204.; b 1. Kopf eines Löwen 236; b 1. Stirnfedern eines Gottes 97, 120, 190; b 1. gemalter Begleiter 236; b 1. Asket 80; b 1. Mann v. Buddha 71; b 1. B r ä h -m a n a 190; b 1. Mönch 325; b 1. Elefant 178 (Gew.), Indras 164; bl. Affen 178 '(Gew.); b 1. nackter Wilder m. Honig vor Buddha 178 (Gew.); b 1. Ring v. Frau Buddha gebracht 178 (Gew.); b 1. Flammen 212; b 1. Blumen 218, Fondblumen 122, 141; b 1. u. weiße Wolken 339; b 1. Schweins -köpf 141, *33i; bl. Fluß 179; b 1. Schlange vor Buddha 65; B 1 a u : E i s e n , b 1. u. grüner Donnerkeil 45; b 1. Dreizack 173; b 1. Kappe 113. Bleiweiß 242. Blinde erhalten Edelsteine 256. Blitz vgl. Schlange, Bl.-Drache, Schlange 106, 298, 301, dreiköpfige B 1. - D r. 95. Blockdruckfunde 313. Blumen vgl. Lotus, Mandä-rava, Fleur-de-Lys, Borte, -ornament, -muster 6,* 17, *f8, 103, 104, *I05, 118, 120, 130, 189, 195, 201 (Medaill.), 205, 214, 239, .265, 285, 307, 312, 315, 321, 334, 336; -borte 17, 76, 315, *83; b 1.: Raumfüller 303, *i2, *26, *27, * 138, *2Ö9; B1. als Panzerornament 206; Bl. Rosette: Gew. 206; Blum e.n werfende: Götter 34, 57, 145 (Baumgotth.),. 142, 154, 171, 196, 201 (Balken), 239, 250, 280, 293, 296, (Pranidhi-bi.) 273, 320, Büßer (Pranidhi-bi.) 241, Kinder 283,Hand 222 ;B l.haltende. Götter 200, 253, ,*33; B 1. haltende Stifter *i2, 201, 208, 289, B I.Regen 26, 122, 139, 296; Bl.-Baldachin u. Buddha 218; Bl.-Regen v. Mandärava-Bl. 271, 272; B1. auf Buddha geworfen Gew. 178; Bl.-Teller 50, 51, 121, 260, v. e. Brähmana gebracht 122, Buddha gebracht 22, 68, 73, 179; Jüngl. vor B. m. B1. 179; Bl.-K o r b 64, 124; B 1. Gefäß (Sock.) 287, -Vasen 236 (Kupp.); B 1. im Kopfputz 77, um die Jatä 120; künstl. Bl. 13, *i2, 245; große B1. eines Baumes 279; Bl.- Mädchen: D i p a nkarajätaka q. v. 241, 273; Bodhisattva m. B 1. (Pranidhibi.) 261; B 1.-Büschel 56, 76, 104; -dolden 50; Bl.-Umrahmung 198, *I97; B 1.-Blätter *258;. Bl.-Schmuck 193. Blumen vgl. Hahnen kämm 294, L o -t u s 44, 294. Blut vgl. Bodhisattva; Bl. abgezapft 70; b 1.-getränkte Kleider 337. Bock vgl. Steinbock 80, 191. Boden, Loch im B. 287; vgl. Fresko-Boden. Bodhibaum 119, 218, 231, 287. Bodhisattva vgl. Maitreya, Tu -sita, Avalokitesvara, Padmapäni, Manjusri, Gautama, Buddha, Lum-bini, Svetaketu, Mäyä, Gott, Deva, Devatä, Devaputra, Mahästhama-p r ä p t a . Bodhisattva-Gewölbe-Höhle 56, 67, 68, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 95, 116, 119, 160, 161, 59, 60. Bodhisattva :Gautama seine Legende: B h. im Himmel Tusita HO, Geburt 90, Ii2, 118,' 130, 144, 167, Kindheit 13, 14, 135, Wettkämpfe 118,135, Bogenschießen 118, 135, Schwert -kampf 118, 135, Heirat 118, im Harem 118, Ausfahrt, vier Wunder 90, 118; B. u. Krsa-eautami 118; B. passiert e. Fluß 118; B. u. s. Vater 118, flieht aus d. Pallaste (A b h i n i s k r a -mana) 118, 214, 303, 315; B. schert sein Haar 214. Gautamas Bodhisattva Maitreya q. v. Bodhisattvas od. Devaputras (Zahl wo erkennbar) umgeben ihn: 22 (6), 34 (8), 60, 59 (10), 49, 63 (12), 76(?), 95, 101 (15), 163 (7), 191, 143, 196, 244; B.-Statue üb. d. Tür 195; B.-Figg. v. Baikonen 208, Bodhisattva medit. m. Pfau u. Schlange 63, u. Frosch 120; B o -dhisattva fliegt in die Hölle 49, besucht die Hölle 86, vgl. Preta, Avalokitesvara; Bodhisattva - Pantheon 28, -Kult 283; B. u. B u d d h a in d. Kuppeln wechselnd 15, 18, 45, 119, 182; nur B. in d. Kuppel 301, im Gange wechselnd 14, *I5; B u. u. B o. sitz. Gangw. 326, stehend Türw. 326; B.-Statue als Kultbild 221 (de.), 268, 288; B 0 -dhisattva - Parivära in Predigtbildern usw. 16, *20, 22, 34,48, 51, *52,65, 94, 154,164,165, 173, '*l52fL, 239, 240, 244, 250, 251, 253, 297, 298, 315, 325, 328, neb. Bu. Seitw. 214, 249, 256, 268, 270, 296, i. Wolken neb. Bu. 305, zwei B. 305, z. T. m. Attrib. (Vajra, Buch) 309 neb. Kultbild Buddha 231, (4) 236, 265, 215 (dunkelfarb.), 291 (-Reihen neb. Bu.) 268, 291, neben Ksitigarbha 304, neben Amitäbha 286, neben Avalokitesvara-Padmapäni 227, 234, 286, sechs Bodhis. neb. Av. 307, vgl. M ahästhämapräp-ta 286, neben Zwei-Buddhabild 261, 262, 300; Bodhisattvas bei d. Predigt von B e n a r e s 292, m. Lampe 298, in Pranidhi -Bildern: 239, 241, 254, 260, 261, 272, 273, 274, 275, 279, 280, kniend 293, breitet sein Haar vgl. D 1 p a n-karajätaka 241, 279, im Halo 293, mit Schirm 293, Seitenfüllfig. eines P r a n i d h i - B. 294, u. B o d hi s a 11 v.a-Reihen 231, 236, 266, *267; Bodhisattva-Köpfe en face auftauchend 261, 262, 300; Bodhisattva in Plaf.-Ecke m. Parivära vgl. D e -v a p u t r a 90, in Reihen in Kuppeln 236, 237, i. Rankenornam. 303, 306, in Reihen stehend Seitw. mit Rosetten aus Glückswolken 283; steh. Bodhisattva auf d. Sockel gem. 171, i. Mandalas auf dem Buddhasockel 278; B. Mittel-fig. Seitw. 270; B.-Centralfig d. Balkone 93; B. auf Seitenbildch. d. Seitw. 298, *299; B. auf d. Türlaib, gemalt, Forts, d. Seitw. 229; B. mit gekreuzt. Beinen, Steinrelief 316. Einzelne Typen: B.-typ in lock. weiß. Gewand *9i (L. v. Buddha), 76, 113, in Tusita *III; B. krönt einen Mann Predigt-bild 159; B.-Figur (?) hint. geöffn. Tor knieend (Schmiedbild) 296, hinter d. kniend. Goldstatue (Dro-nabild) 210, *209; B. auf Sockel, Darst. d. Töpf. in d.. Landschaft 281; B. mit Kanne Preta erfrischend 305, *306; B. in Berg-landsch. 215, trauernd Gew. 250; B. verteilt Edelsteine 256; B. hochgehoben von e. Stifter 288; B. und Cintämani in Casettenzentr. 328; B.-Fig. sehr stilrein aus Patronen geformt 192, 193; B.-Bild in d. Nische 112, Vorzeichnung eines solchen 148; B. oder König im Harem ? 8, 84, vgl. Hippokampenhöhle; B.-Figg. aus Clay auf e. Bank 19, 20, *I45, 146, 205, von Holz 87, 129; B.Bilder auf Armschienen e. Rüstung 210; Inschr. B. Mahäsattva 236. Bodhisattva - Legenden (Avadänas usw.) Wanddek. 125, 126, 127, 147. Bodhisatt v a - A u f 0 p f e -rungen1), vgl. S i v i, K s ä n -t i v ä d i, Vis vänt ara , Sasa, Saintöröltü,Brähmana,Ma- l) Hier trage ich einige Citate und Namen nach, welche mir vorher entgangen waren, ohne irgendwie zu glauben, daß damit die Bez. alle,in Ordnung sind. Index. 345 h ä k a p i, Ruru, Sarabha, Maitribala.Sujäta, V i -j i t ä v i, S/esthi, Kalma-sapäda, Srutasoma, Vyä-ghri, Ayogrha, Muga-pakkha, Rsyasrnga,Syä-ma.Vatsa, Candrapra ¦ bha, Kunta, Kapotika -sanghäräma, Saddanta, Bär,Krake,Ti'g er,Falke, Affe, Hase, Vogel, Schakal, Desemer, Taube, Fisch, Löwe, Lampen, Hand (brennend), Peiniger fehlen: 23, 160, 161, auf Gewölbe d. Cella: 23, 49, 53, 55, 59, 62, *66, 67, 68, *6p, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 80, 95, * 114, 115, 116, 193, *I97, 201 (?), 338, 339, in den Gängen Seitenw. 133, 160, 161, 317, Ganggewölbe 136, 139, 141, 142 160, 161, Gangsockel 231, 329, Sockel, Cella Seitw. 131, Nischensockel 99, Ii2, 158, 191, Vesicafuß des Kultbildes 198, *I99, Seitenbildchen Seitw. 298, Türw. 332; Nischenlünette 76. Bodhisattva - Typ stehend, nackt nur Lendentuch, anjali, allein oder mit Näga od. Brähmana, also für zwei Legend, verw. 115, '159, 160, 116, 112, 191, *57, ?71, *69. Einzelne Legenden: I. B. opfa t sich einer Tigerin 116, 199, *I98, 2^7, 339, Brahmaprabha Divyävad. 477 f.; 2. B. opfert sich als Häschen einem hungernd. Brähmana 56, 68, 59, 95, *I37, 191, *338; 3. Yaksa frißt den Sohn u. die Gattin eines Königs vgl. Schiefner, Bemerk, z. Dsanglun 1852 S. 83: *7i (Fig. 144), 59, *H4 (Fig. 248); 4. B. opfert den ihm aufquellend. Busen, um ein Kind zu stillen, Rüpyavati (!); s. v. Oldenburgs Zitate zu Finot, Rästrapäla-pariprcchä S. 25, Rüpavati Divyävad. S. 471 ff.: *66, 116, 67; 5. Obst aus dem See geholt J. J. Schmidt, Dsanglun S. 29: *73, 75, 160; 6. B. werden Hände u. Füße abgehauen, Ksäntivädi-jät. vgl. Dsangl. S. 63, Oldenburg 1. c. S. 21, 339; 7. B. läßt sich von Brähmanas Lampen ins Fleisch setzen *338*; 8. B. läßt sich die Augen ausstechen: S i v i 99; 9. B. leuchtet m. brennend. Händen bei Nacht einem Karawanenführer: Ä s u -k e t u (?) Oldenburg 1. c. 24, 53, 68, 298; 10. B. gibt seine Familie, seine Kinder einem bösen Brähmana: Visväntara *I4I, *338 11. B. opfert sich als Affenkönig für sein Affenvolk auf: M a h ä k a -p i j ä t a k a *l 15; 12. B. rettet das Leben einer Taube, sein Fleisch einem Falken opfernd: Dsangl. S. 17, Oldenburg 1. c. S. 22, C a n -drapr.abha, Divyävad. S. 476, *66, 68, *H4; 13. B. opfert sein Haupt: Candraprabha Oldenburg I.e. 23, Dsangl. S. 175, Divyävad. S. 325: *74 (?), 75, ?197; 14. B. als Löwe, der die Kinder des Affen nicht rettete *2l; 15. B. wird von einem gefiederten Dämon geraubt, Kalmäsapäda 116; 16. B. soll von einem Dämon geopfert werden: Mahäsruta-s o m a q. v. (S u t a s o m a) *72, 71; 17. B. opfert sich als Hirsch auf, Satvara *72, 74; 18. B. von Schakalen gefressen 55, 56, 70, 116; 19. B. als Elefant Saddanta: 59; 20. B. als Affenkönig, entdeckt an ein. Teiche, daß der Räksasa darin s. Volk* frißt 60 ; 21. B. als Tier geschunden, Dsanglun 105, *72; 22. B. fällt in die Hölle wegen maßlos. Almosen-gebens V i j i t ä v i; Dsangl. S. 15: 70, *7I; 23. B. springt in den Abgrund, Dsangl. S. 41, *72; 24. B. als Fisch zerschnitten *73, 74; 25. B. als Bärenkönig (Rksa • p a t i ) rettet einen Jäger: Oldenburg 1. c. S. 25, *69; 26. B. als Taube (Wachtel ?) opfert sich einem hungrigen Vogelsteller 59, 80; 27. B. opfert Knochen und Mark als K u s u m a, Oldenburg 1. c. S. 24: 72 (Fig. 150); 28. B. als Sara -bha rettet Jäger 68; 29. B. läßt sich begraben: Vatsa *73; 30. Yaksas zapfen dem B. Blut ab, Schmidt, Dsanglun S. 65: 75, 100; 31. B. im eisernen Haus: A -y ogrha*74, 75, 115; 32. B. gebunden vor einem König *74, 75; 33.Rsy asrnga - Geschichte 59; 34. B. der tugendhafte M a k a r a 67 (Fig. 135); 35- B. und hellblauer,ro.thaar. Dämon *74; 36. B. und der Nägaräja *69, 70; 37. B. läßt sich als Knabe Fleisch ausschneiden: Sai-ntöröltü 53, *69; 38. B. Brähmana S y ä m a 55, 59- Bogen vgl. Lünette 138; b.-förm. Gang 6, 193, 208, B.-Fenster 270. Bogen persischer 25 u. Pfeile 22, 25, 282, 289, 332; -behälter 188, 211; -schießender Dämon 141, 204, 214; -schütze: Mändhätar 22, 65, 80, 98, 130, 176, 244, 325, bedroht die Affen 68, Sad ¦ danta-jätaka 106, 109; -schießender Reiter Gew. 55, 59; -schießender Bodhisattva 118, 135. Bordüre 139, 170. Borte vgl. Ornament, Rahmenborte 48, 104, 105, *'2Ö9, •277 285, 328,^336. Brahma vgl. Mahäbrahmä, vierköpfig 44, 51, 113, 114, 131, dreiköpfig(!) 22, fünfköpfigf!) 176; B r. bei Gautamas Geburt 130, * 167; B r., weiß locker gekleidet, neb. Buddha; dieser Typ scheint auch für B r. ver- wendet, vgl. 65, 122, *I5I, *i67, 154. Brähmana vgl. Drona, Uru-vilväkäsyapa, Käsyapa, Asket, J a t ä , Tirthika, Rüdräksa,Drag-poi mig; Br. Drona 24, 112, 144, 156; B r. meditierend in Berglandsch., vgl. Pratyeka Buddha 53, 72,101, 106; B r. u. Affe 115 (Gew.); B r. u. Vogel, Rabe, Hirsch, Schlange 115 (Gew.), id. ohne Rabe 60; B r. vgl. K a n k ä 1 i als Lokalbez. neb. Paficasikha99, 101, 158, 185, 293, über Nische schwarze B r. u. weiße B r. 171; B r. mit Krückstock neb. Ava-lokites -vara u. Vasundharä 227, 234, *235, 237, 281, 285, 286, 288; Br. in Pranidhi - Bildern: 287, schenkt ein Goldgewand 279, 287, zwei Brähmanas schenken Goldstoffe 241, 261, 264; Br. auf der Türlaib. 242, 259; Brähmanas Musiker beim Parinirväna 244, 296 (Wadenstrümpfe!); B r. als Paukenschläger am Tore von Sukhavati 288, 296; Brähmanas als Peiniger der Bodhisattvas q. v. 23, 53, 56, 59, 60, 68, 75, 116, 339, *338; B r, und d. Häschen 59, vgl. S a s a , schleppt Kinder fort, vgl. V i s v ä 111 a r a68, 158, 339, bohrt Augen aus 68, gibt Subhäsita 75, schneidet den Kopf ab 198, schneidet Fleisch ab 231; junger B r. von einem König erschossen 59, 115, 131; B r. u. Dame vor Bodhisattva 329; Brähmanas bringen den Elefanten Visväntara-J- 329. Brähmanas in Predigtbildern: B r, (wohl besser Mönch!) im Flicken-kleid vor Buddha 113, 136, 186, B r. disputiert m. Buddha 156, die sechs Tirthikas vor Buddha 98, 113, 114, *I55, 156, B r. mit Stein einen Schüler prügelnd 164, 186, alten B r., Asketenfrau, daneben lieg. Mann 164, 174, *i63, Br. beim Tieropfer 244, Wasser- und Feuerwunder K ä s y a p a s 82, 90, 163; Brähmana - Parivära i. Pred.bildern: 31, 34, 97 (ein dunkelfarb. Br.), 98, 113, 121, 122, 151, 154, 156, 174, 176, 326, 328, blauer kleiner B r. 190, B r. Schüler vor Buddha 98, 122, 174, Br.-Jüngling u. Dame vor Buddha •151, 154, Br.-Asket bringt Blumen 122; alt. Br. v. Buddha, Seitw. 34, Brahma-n a s als Adoranten vor Buddha in den Gewölbehälften (Bergen), bet. 53, 55, anjali m. Tigerfell (über Nische) 183, sich abwendend 70, m. Flasche 53, 72, magerer alter Asket 59, 96, 179, m. Stier 66, m. zwei Schalen 70, m. einer Schale 70, m. Buch 69, m. Camari 178, tanzend m, Krummstab 96, Br.- 346 Index. Jüngling, weiß, bet. 178, B r. und Jünglinge, braun u. weiß 179. Brähmanas in Amitäbha-Bildern 250, 251; B r. i. Kuppeldek. v. Buddha, knie. 190, mit Stange 196, Jüngling 190, vgl. 14; B r. im Parivära Buddhas, Seitw. 296; B r. vor Buddha stehend, Gangbi. 321; B r.-Asketen in Asketenhöhlen 331, 332; B r. in Gebirgslandsch. hint. Figg. 222; Brähmanas in der Buddhalegende: 96, erklären Mäyäs Traum 118, Sujätä u. Brähmanas 292; B r. verlangen Königstochter für Suddho ¦ da na 104, 112; Buddha predigt zwei B r. 214; Brähmana hebt den Sargdeckel Buddhas 48, *46; B r. in den Avadänas 125, Opfer um Kindersegen 134; Brähmana auf der Beinschiene eines Panzers 210. Brahmani 125. Brahman. Kunst Balis 25. Brdhnii-Aksavas auf Kleid und Gesicht der Bilder 27, *27, 45, 52, 57, *58, 84, 86, *I72, im Kleid 144; -Handschriften 196, 198, 266, 268; -Aksaras auf Brettchen 78; - für Vorzeichnung 148; Asketenhöhlen-Inschr. 147; -Aksaras auf dem Paukenfell 296; -Inschr. 5, 6, 9, 14, 25, 37, 47, 50, 57, 77, 84, 87, 91, 102, 104, 118, 133, 139, 153, 160, 169, 171, 173, 183, 197, 198, 208, 217, 220, 242, 243, 244, 287, 292. Brand eines Klosters 306; -geschosse 30; -katastrophe 307; -spuren 181, 196, 200, 218. Branntwein, Waschen m. 336. Braun, b r. Roben 36, 179; b r. Mütze e. Lama 215; b r. Kleid e. Siddha 212; b r. Hautfarbe: Mann u. Frau v. Buddha 179; braune und weiße Frauen und Kinder 157; b r. Nägi 165; dunkelbr. Gott 101; Br.= Gold 130, 158; Br. scheint oft aus Hochrot nachgedunkelt 188. Breitschwert *8i, "172, 172. Brennen, brennende Hände, vgl. B 0 -dhisattva *66, 68, 76, 298; brennendes Haus 288, 298, 300 ; Brennholz 78, 256. Brett u. Mann m. Zimmerbeil v. Buddha 178; -c h e n bemalt 86, 87. Brokatmützen 188. Brot, in Pranidhibildern 239, 240, 273. Brücke vgl. Mahäkapijätaka 115, mit Wallfahrern 263, 301. Brust vgl. Busen, B r. zum Zeichen der Trauer zerschnitten 179; Br.-ketten 188; weibliche Br.: als Elefantenkopferhöhung 147; junge Prinzessin hält ihre Brust 104; weiblich gewordener Bodhisattva opfert seine Brust 67, 118; B r. der stets weiblichen Windgötter *35, 65; entblößte Brüste 242; -band der Fürsten 26, *I0, *24, *85; -platte 31, 78; -klappen der Röcke 10, 12, 26, *27, *58, *97, *I46, *I48, *i6i; -panzer *24, *29, 30, *32, *33, *43, *46, *58, *8i, *85, *97, *ni, »131, *i57, *i62, *I73, *i89, *200, *203, *205, *209, *2II, *239, *240, *248, *2Ö2, *272, *3H, *327. Buch 173; -deckel v. Holz 78; Lektüre eines B. gibt gute Wiedergeburt 306, zieht Dharmapäla herbei *294; Bücherrollen 298; Frau liest B., Seitenb. 234. Buckelkappe 97, 179. Buddha vgl. Gautama, Mäyä, Pranidhi, Bodhisattva, Dipankara, Udayana, Stüpa, Drona, Parinirväna, Mära, Bhadra-kalpa, Amitäbha; medit. Buddhas, sog. tausend Buddhas, als Dek. der Gänge v. Gewölbe 16, 27, 28, 30, 43, 93, 100, 117, 193, 198, 204 (80 Stück Seitenstr. Seitw.), 215, 218, 227, 230, 258, 260, 264, 265, 268, 270, 273, 276, 278, 279, 280, 321, 326, (m. 2 Begleit.) 283, 286, 315, 317, (auf Glückswolk.) 287, 292, 293, 294, 298, 301, 303, 306, 315 (mit Stüpas) 94, 130 (Türlaib.), 288, 291, 301, auf Stein 316, (Rückw.) 328; Buddha als Kultbild, meist zerstörte Statue, bisw. gemalt 5, 6, Ii, 28, 31, 34, 43, 44, 59, 63, 79, 91, 99, 100, 101 (gemalt. Lün.), 120, 150, 158, 183, 191, 221, 227, 231, 256, 260, 264, 265, 267, 268, 278, 279; 283, 285, 287, 289, 291, 293, 295, 298, 317, 318, 319, 321, 329; Buddha- Statue des Königs Udayana 6, 7, 82, 186, 193, 196, 199, 201, 204, 208; Zwei-Buddha - Bild 227,261, 288, 297, 299; Patronen um Buddha- Figg. zu machen 192; Bu.-Figur v. Holz 78, 87; Hände einer Bu.-Fig. 78; Buddha-Koloß 202, 223; Kopf eines B.-Kolosses 221; B.-Köpfe usw. im Schutt 196; andere Figg.-Reste 198, 283 (ihr Fund verursacht einen Neubau); zerstörte Statue 221; B.-statuen in offenen Nischen 227, *246, 245, 268; B.-statuen, Ecke hint. Ga. 198, 205, 201; B.-statue i. Türlün. 50, üb. d. Tür 195; sitz. Statuen Türw. 61, hint. Tür 276; B.-Fig. auf Seitens. 267, vgl. Avalokitesvara, Garudajagd; B.-Fig. Nische, Seitw. 292; B.-Fig. Stüpanische 280; B. steh, gemalt, Seitw. neb. Vajrapäni 276; B.-Fig. Kultb. d. Asketenh. 195; B. -Figg.in Pipphalblattnische, Pf ei -lertempel 313; B.-Figg. sehr stilrein 193; B.-Fig. v. Kabul m. Flammen hint. Schultern 22; B. stehend, Türw. 304; B. sitz. hint. Ga. hint. Nische 19; B. thronend m. zwei Begl. i. Gang 258, 324; B.-Fig. steh. Steinreb 315; B.-Vesica: Rückw. Cella med. Buddhas 167; B.-Vesicarand mit med. Buddhas 196, 201, 202; Buddhas a. Rand 208; B. -Nische hufeis. Orn.: Pipphalbl.^ 195, 313, 315; B. im Prabhämandala groß. B. 122; B. Mandala, leer 330; Buddha Nischenlünette 76, 98, 183; Buddha? auf Türlaib. 229; B. auf europ. Art sitzend: 66, 68, 69, 96, 176; B.-Statue v. e. Gottheit getragen 245; Buddha u. Löwen, Kuppelschi. 236; B.-Sockel 246, 260; sechs B.-Sockel 267, 310, vgl. Sockel; B.-Figg. auf Panzerplatten 78, 210; Szenen mit dem steh. Buddha, Übergang zu den Pranidhi-Bildern: 11 (Türwand), 22 (Türw.), 37 (Gang), 45 (Gang), 95 (Türw.), 121 (Seitg.), 122 (Seitw.), 123 (Gangfig.), 162 (Türw.), 187 (Seitenw. u. Gang) 184, 185 (Seitgä.); Pranidhis i. d. Oase Turfan: 239, 240, 241, 254, 261, 264, 272, 273, 274, 275, 278, 279, 280, 287, 293, 298, Buddha auf dem Schiff stehend 273, 274, Buddha mit Lotusblumen im Ohr 241, ein Buddha vor dem andern kniend 254, 273, 274, 279; Buddhas Nebenfiguren A v a -lo k itesv ara - P a d map an i s 237, 247, 249, 260, 285; sechs B.Statuen neb. A. 247; sechs Buddhas neb. A. 227, 260; je fünf B. neb. A. 282, 283; in Halos zehn B. üb. A. 281, in Strahlen ebenso 289; Buddha, Säriputra u. Maudgalyäyana neb. Avalokitesvara 234, heranschwebende Buddhas neb. Haupt-hg- 305; vier stehende Buddhas unter Zwei-Buddha-Bild 227, 261, 288, 2 : 2 300; B. Amitäbha q. c. 214, 288; Gew.-Bilder 250—I, Seitw. 270; B. i. Lotusblum. v. A. 214, 215; B. i. Seitenkapellen v. A. vgl. Sukhävati 307, 256, 214; A. mit Götterparivära 305; zehn B. i. Glückswolken u. Mandalas 297, 300, i. Glücksw. 305; Buddhas i. Mandalas 305; B. stehend i. Gange m. Avalokitesvara u. Nägas 321; B. m. Svastika auf d. Brust 300; B. m. Khakkhara v. Buddha 164, 176. i. Amitäbha-Bild 250, 251, 286; B. vor Buddha kniend, vgl. Pranidhi 113, 174. Buddhas oder B. u. Bodhisattvas abwechs. als Kuppel-dekor. 14, 15, 119, 182, 185, 236, im Plafond 328, abwechselnd in Reihen (Seitw.) 14, 18, 319, steh. Türw. 326, im Gang 30; kleine Buddhas an d. Auskrag. 80; sechs Buddhas ine. Baum 31; drei Buddhas 15, 34; sieben B. über d. Tür 112; B. Zentralfig. Index. 347 an Balkon 90, 201, 203; B. m. Nike Türsturz 117; Buddhas fliegend 23, 27, 34, 35, 52, 65, 73, 76, 77, 95, 133, 136, 139, Mi, 193; Buddha und die P r e t a s q. v. 307, gibt Amrta 305, Erfrischung f. P r. 170, bei Transmigrat. 211, holt einen Bodhisattva aus d. Hölle 78, 115; Buddha-h a 1 ä h a 1 a 110, 324. Buddhas i. e. Gautamas Leben 43, 90, 91, 118, 163, 186, 214, 248, 324, 328, vier Szenen stellen das ganze Leben dar 144, 166, 168, Buddhas Geburt 90, 112, 118, 130, 144, 167, vgl. Bodhisattvas Kindheit 13, 14, 135, erste Schritte 118, Wettkämpfe 135, Märas Angriff 87, 119, 139, 167, 187, 204, 214, in d. Lünette 118; Sujätä u. Buddha 119, 161, 292; B. badet im Fluß Nairanjanä 119; Bodhibaum und Dantakästha 119; Buddha und die Lokapälas 119; B. erhält v. e. Gott e. Schale 119; B. u. d. Grasspender 119; B. und M u c i 1 i n d a 119, 214; B. predigt den Nägas 214; B. besucht s. Mutter, Tusita 204; B. und P a fi -casikha 101, 191, 227; B. und König B i m b i s ä r a 98, 155; B. u. Käsyapa 163; B. u. Mönch i. Flickenkleid 176; B. u. schwimm. Knabe vgl. Schlagintweit, Könige von Tibet, S. 829 (Sep. 37); Jüngling berührt B.s Füße m. d. Zunge 113, 159, 176, 199; B. Füße gewaschen 159; B. u. König S u d -dhodana 159; B. u. Jivaka 159; B. Drache, Huhn u. Schlange 159; B. u. Nägaräja m. zwei Frauen 159, 165; B., Trapusa u. Bhallika 119; B. u. Siva 176; B. u. die Tirthikas q. v. 154; B. predigt üb. Weltzerstörung u. W.-erneuerung 154, 156; B. hält Predigt v. B e n a r e s q. v. 89, 119, 121, 130, 141, 154, 164, *i67, *I76, 227, 285, 315; B. u. Hetäre 159; B. erhält Pfeile v. einem dreiäug. Gotte 176; B. vor einem Fluß, dabei zwei Könige 179; B. u. Brähmanas 164; B. steh. v. indischen Fürsten 144; B. u. Sakra 143; B. u. Frauen 176, B. u. leerer Thron 159; B. erhält von einem Knaben Sand 176; B. jung. Brähmana u. Dame 154; B. u. Enten 136; B. Frau, vier Kinder, Sonne u. Wolken Seitenbildch. 263; B. med. vor groß. Lotusblumenblatt Gew. 53 ; B. leuchtend (Leg.) 18; B. mit pätra q. v. 70; B. schwebend 121, 155; B. u. s. Schüler 307, sechs Lehrer 195, m. Maudgalyäyana u. Säriputra 18; Buddha- Predigten 5, 22, 31, 44, 49, 50, 51, 59, 60, 64, 65, 80, 90, 91, 92, 93 (Gang), 97, 98, 100—102, 112—13, 121 (ob. Türw.), 130. 133 (zwölf P.), 136 (Ga.), 137, 141 (Ga.), 142 (Gew.Kuppel), 163—65 (acht), 153 —156, 159 (Seitw.), 159 (Türw.), 174, 177, 186, koloss. Bilder Vorh. 172 Seitw. 309; Buddha-Predigten: Pretahöhle KiriS 190, ferner: 199, 201, 204, 208, 216, 227, 242, 244, 252—53 (Amitäbha), 278 (Seitw.), *3I4, 315, 317, 324, 325, 326, 327, 328, im Gang; Tmpl. neb. ß 336; Predigten in Kuppeln 239, Nebenbildchen 288, 296, 298, auf kleinen Nebenbildch. 296, 297, 298, 263, 288, auf Sockel 264, auf Gew. 289, i. Seitga. 306; Nebenbilder des Zwei-Buddhabild. 261, 297; sitz. u. steh. Buddhas pred., Zebuh. 129; Buddha mit Adoranten vor Bergen (Gewölbehälften) 23, 27, 33, 34, 52—6, 62, 66—69, 70, 72—74, 76, 80, 95—97, 118, 130, 132, 143, 158 (Nische), 160—61, 167,171,178, 179, 182—84, * 187, 188, 190, (Kuppd), 191 (m. Vajrapäni u. Bhiksu); 201, quadrat. Bilder aus vor. Schema entwickelt 242; Buddhas Parinirväna, vgl. Käsyapa, Subhadra, Mandärava, Äj ivaka : 30, 49, 50, 57, 62, 75, 77, 80, 90, 94, 99, 142, 143, 144, 166, 168, 179, 188, 191, 201, 205, 211, 216, 244, 270, *27i, 272, 298, 316 (Skulptur.); Verbrennung des Sarges: vgl. Näga 23, 34, 35,36, 49, 61, 132, 179, 263, 298; Reliquien verteilt durch Drona 8, 36, 47, 144, 156, 179; B. hinter d.gold. Jüngl. -Statue unt. Drona-Szene 210, *209. Schwimmhäute B.s 89, 241, Fußtapfen 36; B u d d h a - gewand ohne Gold 65; B.-Körper schwarz geword. '242. Buddhavamsa 241. Buddhist Caves of A j a n t ä 68. Buddhistische Bauten 217, Skulpturen 315, Bilderreste 310, 313. Bügelharfe vgl. Paficasikha 11, 49, 55, 64, 110, 121, 131, 179, 183, 184, 293, vor Mönch in d. Luft 321, 3^9j -Spieler 55. Bulu eilagun vgl. Cintämani 25. Bündel, Affen mit B. 179. Burgess J. 315. Burgtor *58, *iii, *i57, 159, *I79. Busen vgl. Brust, als Elefanten- köpf 147, entblößt 125, 196, 198, hochgepreßt 13, *27. Büßer, Blumen werfend 241. Büsten v. Devatäs entblößt 193. Caccabis 23. Cakra, Waffe eines Dharmapäla 234, 236, 239, 289; Cakraratna 123. Cakravdka 95, 96. Cakravdla-Wzll 296. Camari, Brähmana vor Buddha m. C. 74, 178; Vajrapäni m. C. 65, 76 (?), 113, 122, 183, 245, *I50, ?151, *I53, *I55, *l6o; Campeyya-jdtaka 95, 116, 161. Candra vgl. Mond gepanzert 172, auf Knietaschette 210. Candrahdraöi, 121,124,170, 174, 179. Candraprabhav. Bodhisattva 75. Canopy über Buddha 60—89, 251, 252—53, 296, üb. Kultfig. 260, 264, 285; Türw. 283. Casettenhöhlen 129—130. Cella 5, 6, 9, 20, 195, 217, 221, 230, 338 usw.; Dekoration der Cella vgl. die einz. Teile: Gewölbe, Seitenw., Nische, Türw. usw. Celotksepa, Celukkhepa Wehen m. d. Öbergewand 55, 74, 156, 178. Chignon 254. Chinesisch, Inschr. 6, 8, 18, 28, 31, 236, 237, 250, 252, 253, 254, 260, 268, 278, 291, 315, 320, 321, 328, 329, Padmapäni 270, Schrift -täfeichen 212, Buchreste 317, Manuskripte 196, Einflüsse 227, 237, 256, Vorbilder 311, Höllenrichter 311, Tracht 296, 298. Chlamys 135. Chonsim-Bodhisattva vgl. Avalo -kitesvara 237. Christi. Kuppeln 193. Cintämani vgl. Edelstein, Bulu eilagun 25, 27, 30, 64, 75, 80, 119, 176, *2I3, 214, 230, 234, *322, 330, eines Gottes 135; Götter geben d. Schmied C 296; Buddha m. C. 122; C. v. ein. Kind geh. 238, 297; Nägas bringen C. 14, HO, 261, 298, in Krone e. Nägi 321, m. Nägas v. Mönchen 320; C. i. Kopfputz 104; C. des Vajrapäni 101, Attrib. d. Bodhisattvas neb. Buddha 319; C. des Padmapäni 284, 292, i. s. Krone 321; C. der V a s u n d h a r ä q. v. 234, 237; C. i. See am Berg Meru 237, 294; C.-Ratna 123, 124; König gibt Bu. C. Pranidhib. 272; C. neb. Bodhisattva Casette 328; C.-Regen 296; C. vor med. Mönchen auf Baum, Lotus 320, 321, 329; C.-Wanddekor. 195, 320, 326, 319, auf Lotus 216, 279, 319; Schüssel m. C. 254. Ciqqan köl 195, 225, 227, 258, 313, 314, 315. Citrakära vgl. Maler 153. Clay 291; -Berge 174; -Figuren 74, 80, 94, 142, 143, 146, 173 (Stifter), 192, 196, 247 (Buddha), 256 (Mönche), mit Clay bestrichenes Geflecht 195. Coiffüren 157, 208. Cole 199. Coli* 15. Cornu copiae 11. Cüdä 176. Dach, Frau auf dem D. sitzend, vgl. Sumägadhä 167, 168, *l65; 348 Index. -traufe 160; D. mit Tigerfellen gedeckt 293; Teufel sitzen auf d. Dache eines Hauses 296. Dakianus 300. Ddkini 227, 229, 242, 254, 259. Damaru, Mann m. d. vor Buddha 178 (Gew.., d. in der Luft vor med. Mönch 329; D.Musikinstrument der Kinder i. Gew. 199. Damevgl. Frau,Devatä,Stifter, Anurädhä, Damen vor Buddha (Gewölbesz.j 96, 178, 97, m. Tuch 96, m. Milch 96, m. Blumen 66, m. Koffer u. Früchten 97, m. Edelstein v. B. 183; D. i. Bodhisattvageschichte 329; D. m. Sarikä Kniefig. Balkon 93; D. vor Buddha, Predigtbild.: 22, 65,98, 174, 164, 326, a 327; nackte D. 175, 176, u. d. Amrabaum 154; D. Rückwb. m. Musikinstr. 84, *I03, 48, m. Schmuckkette 113, nackt, tot vgl. Srimati 65; D. in Pranidhibildern 240, 293, mit Blumenteller 293; D.: Stifterbilder 97, 247, 291, *I2, vgl. Stifter; D. in Florgew. ioo; D. hinter d. Gold. Statue 210. Dämon vgl. Te u fei, Mära, Yaksa, Räksasa*, Bodhisatt-v a (Aufopferungen); D. und Kanthaka q. v. 214; D. glocken-läutend vgl. B e n a r e s 260, 287, 295, 298; D. vor einem Asketen, med. Mönch 331, 332, flieht vor Mönch 320; D. mit Lanze vor Buddha Gewölbebild 97, u. Berg. 179, m. Hellebarde 214, dunkelfarb. H5;Dämonenind. Garudajagd q. v. anjali 238, tritt nach D. 238, 249, *282, mit Banner des Helden 248; D.-Gesicht auf der Stirne Vajrapänis 245; D. als Sitze (vähanas) sivait. Götter 248, 249, *238; Lokapälas q. v. stehen auf D, 222; D. von Dharmapäla q .v. niedergetreten 234, 237, Begleiter der Lokapälas 236; Dämonen halten die Fußlotusse d. Buddhas (Kuppeln) 182, *I5, *I20, 119; D. in Predigtbi. Parivära 80, *8i, 136, m. Keule 98, m. Breitschwert, Vorh. 172, wirft Stein auf Buddha ioi; D. u. Brähmana v. Buddha 190; D. hält Blumenkorb eines Brähmana 122 (Seitw.); D. i. Gewölbebi. Amitäbhadarst. 251: D. und B 0 d h i s a 11 v a-Peiniger 68, 75; blauer D. 116; D. hält Knaben, um ihn zu fressen 113, *II4, 115, 70, *7l, trägt Bodh. weg 116, 131^*69; D. u. Bodhis. 339; Dämonen in d. Hölle? 86; klag. D.-frau 86; D. vgl. Räksasa auf Amitäbha (?)-Bild 17, *i8; D.-fürsten u. Berge Meru 110; D. als Nebenfigg. des Parinirväna *2*4, 25; D. bei Indrasaila 293; D.-Attake v. Mära usw. q. v. 139, 141, 204, 205, *l67, 50 (Lünette); D.-Typen tierköpfig 87 (Vorh.), *29 (Nische), *I40; D. m.Topfohren 176, *I40; D. m. Schweinskopf von Dharmapäla zertreten 237; D.-Szenen bei e. Wiedergeburtdarst. 305; D.Kopf aus Holz 78, D.-figuren in Trümmern 270; D.-Fürsten auf Rückw.bildern 48, *85. Dandaki 74. Dantakds/ha 119. Dastäna 183, 211. Deckelschachtel v. Karanda, Anurädhä, 8. Deckfarbenstü 190. Deckenornament vgl. Gewölbe-Scheiben 241, 339. Deckweiß 26, 144, 218, 266, 190 u. Hellblau q. v. 48. Dekorationslose Höhlen 266. Deposita der Nische 299. in Buddhastatuen 196, 208, 245. Desemer 68, 115, 127. Deutsche Lit.-Zeitung 199. Deva vgl. Gott, Devaputra, Devatä vgl. Bodhisattva, Devatä vgl. I) ä -k i n i auf Türlaib. 254, 243, 294, *255, 230, 286, 229; Devatä in P r a n i d h i - Bildern 293, Blumen werfend 240, 293, 239, 273, 280; D evaputras neben Maitreya q. v. 6, 63, 101, 174; D. in Tusita * 111; Devatäs auf d. Baikonen 201, 203, 196, 90; Devaputras in Berglandschaft neben Asketen ioi, 106, m. Vinä 106, *I07, *I08; Devatäs' in d. Buddhapredigten 51, 154, 326, 327, 204, 174, 175, 154, 155, 156, 164, 157, 65, neb. Buddha flieg. Cas.-höhle 129; Deva u. Buddha, Bergl. (Gew.) 96;Devaputras: Kuppelhalter 82, 89, 149, in Ka-setten *I46, flieg, alte Höhle 9, Murtuq 259; D. neb. Kultbild flieg. 16, 215, neb. Kultbi. Avalokitesvara 237, neb. Predigt v. Benares, Kultbi. 292; D e v a t ä s (Nisch.W.) Indrasaila - Bild *33, 34, 121, 131, flieg. Devatäs Buddha krönend hint. Ga. u. Seitgg. 319; Devatä s auf Sockelbildern 245; Devaputra als Parivära: Vorhalle 173; D. im Bild des Schmiedes 296; D. i. Buddhapredigt Seitw. Nebenbild. 297, neb. Mönch (Sternbilder?) 296, neb. Richter 297; Devatä neb. Amitäbha-Kultbi. 291; D. in Amitäbhabildern, Gew., 251—53, 309, 305;Devaputra m. Kanne, Preta erfrischend 305, *306; Devatäs m. Opfergaben lebensgr. zweierlei Kost. 268, *2Ö9; D e v a t ä s in d. Kuppel m. Opfer-geraten usw. 236; Devatä -Büsten usw. für die Balkone aus Patronen 193, 200, Gay-Figg. neb. Kultbi. 215; Devatäs auf Lotussen Iliköl 218. Dhdrani 236, 259. Dharma 110, 236; -L o k a 236; D h. personifiziert 256; Dh.-symbol 99, 141, 154, 178, 245; Dharmacakra-Mudrd 93. Dharmapäla vgl. Gott ;Dh. Aca- 1 a 28; D h. auf d. Türw. 247; D h. wird durch Lesung eines heil. Buches herbeigerufen 296; K r 0 - d h a - D h. neb. Amitäbha 250; sechsarmig. D h. schmettert Schwei- neköpfig. Teufel zu Boden 234, 237, 247, 289, 310. Dharmoccaya 110. Dhobi 212. Dhoti 25, 155. Dhydnamudrd 252, 315. Diehl, Charles 283, 340. Diener 65, dunkelf. 80, m. Krone 155, m. Fächer spät. v. d. 1. Türw. nach Nische übertragen 150; D. des Helden der Garuda- Jagd 238; D. eines Lokalgottes 130; D. der Stifter 162, 197; D. -Gruppen 206; Dienerin v. Zofe 51. Digambara 119, 142. Dlpankara 30, 210, 241, 258, 273, 279. Divydvaddna 75. Dolch vgl. Akinakes 13, 26, 27, 56, 153; D. der Räuber im Gebirge 211. Donnergott, getrennt v. Vajrapäni, chin. Typ., Seitenbi. 298, m. Ringtrommel 297, Pauken 212. Donnerkeil vgl. Vajra, rDo-rje, Vajrapäni, von V a j r a p ä n i beim Parinirväna weggeworfen 36, 161, 188, 244, 272, *2II, *272; Attrib. eines Lama215; lam. Drag-gsed q. v. m. D. 214; lam. Vajrapäni 312; chines. D. 310, *3°9, Vajrapäniskulptur 316; mit Wedel Attr. Vajrapänis 22, 31, *32, 45, 5L *I50, *I53, 154, *I55, *248, 254, 276, bedroht damit die Tirthikas 98, *151; zwei Vajrapänis 183; Donnerkeile: Steinbeile 212, *2I3. Donnertrommel 297. Doppeladler - G ar u da 129, 130, 303. Doppelgrab 230. Doppelhöhle 195. Doppellocke, Kinder 199. Doppelpalast 299. Doppeltore 285. rDo-rje, vgl. Donnerkeil, 312. Drache vgl. Schlange, Näga, Mucilinda, Blitz,Krake; D r. vor Buddha, Predigtbi. 159, 199, Kuppelgem. 190; Dr.-banner *32, 47, 57, *i23, 124, *i57, *i89, 188; Helm aus Dr.-haut 296; D r. im Sarge Buddhas 189, 132, 179; Dr. im Türbog.-stürz 138, 139, 141; D r. um den Berg Meru *iii, 284, 285, im See z. Füßen des Meru (Avalokitesvara) 237, 270, 278; Kraken m. zwei D r.- Index. 349 Köpfen (einen als Schwanz) 115; Dr. in Gebirgslandsch. 270; Dr. Wolkengötter 34, 263, im Gebirge bedroht Wanderer 211, Mucilinda u. Buddha 70; Dr. als Vähana eines Dämons vor e. Asketen 117; D r.-Krone einer Nägi 321. Drag-poi mig 23. Drag-gsed 214. Drei, d. - ä u g i g. Gott 131, 176,190, 164; d.-äugig. Vajrapäni 176, 163, I n d r a 34, T e u f e 1 30, 141, 161, 201, Bogenschütze 22, 65; Drei-Bauten - System 232, -Höhlen: 1 Syst. 294; Drei Buddhas, 15, 34, üb. d. Tür 121; Drei-Fuß 168, 212; -Kessel 74; D r. - k ö p f i g. Näga 70, 72, 95 (Wetterschlange), 109; Fisch 109; Siva 136; drei Lampen, Mann m. dr. L. v. Buddha 190, Tisch m. drei L. v. Buddha 296, dr. Lichter v. B. 80, *8l; drei Räder bei Pred. v. Benares 315; drei Schädel auf e. Stange 215; dr. - strahl. Cintämani 75; dr.-stock. Gebäude 321, 330; drei Schritte Buddhas 90; Dreizack - Emblem vgl. T r i-s ü 1 a 35, 121, M a h ä k ä 1 a s 173, 249, 250, 282, 289. Dreschbrett 141, *i40, — steinartig. Edelstein vgl. Bulu £ilagun 25, 124, 141, *27, *63, *i5, *;5, *ni, *i23, *i44, *i67, *322, *327. Drona 24, 34, 36, 47, 57, 61, 77, 99, 112, 132, 144, 156, 168, 179, 182, 185, 189, 193, 205, 206, 209, 210, *23, *35, *4<5, *i56, *i57- Dsanglun 23, 53, 70, 74, 75, 325, 326. Dübel- Löcher 142, z. Befestig, v. Figg. 91. Dunkel, d. Berg i. q. Nacht q. v. — blau 158, 182; -farbig Götter 176, 122, 177, 110 (spitz-ohrig), 283, (m. Schwert) 250, Kultb. 171, Göttin 113. 121, Vajrapäni 113, Dämon 113 (m.Lampe) 238, Mönche 206 (Legende), 142, 215; Mann m. Schwert 158, 339, Mann u. Frau 178, 179, Figg. 65, Knabe 113. Durchsichtig, Kleid 121. Dvärapäla 172, 174, 186. Dvddasamukhdvalokitesvara 31. Eber vgl. Schwein; E., Schwan v. Buddha 190; E. u. a. Tiere neb. Ksitipati? 191; E.-köpfe 332, *33i. Ecke, Bild um die Ecke gemalt 90; Aureole um die E. gebogen 201; -zahne der Dämonen 172, * 173. Edelstein vgl. Cintämani, Bulu cilagun, Näga, Vasun-d h a r ä , Däkini; E. eines Näga 208, HO; E.-trag. Däkini 229; E. vor med. Mönch 321, 329; E. in Garuda- Jagd 249, 238; E. d, K u a n - y i n 270; E, im Teich 68; i. Wasser 11; E. Buddha angeboten 96, 183; E. wie ein Dreschstein 124; E. an Krüppel verteilt 256; E. in Amitäbha s Paradies 252. Einbauten 279, 333, 335. Eingangshalle vgl. Vorhalle, erhalten 162. Einhörner, zwei, auf denen ein Mönch reitet 178. Einsiedler vgl. Asket, Brähmana, Uruvilvä-Käsya-p a; - Wohnung vgl. A. - Höhlen 117, 193, vermauert 324; Einsiedelei gem. 59, vgl. Syäma-j ä t a k a ; E. vor Höhlen auf Bildern 250, 285. Einsturz durch Wasser 225, durch Erdbeben q. v. Eisen, E.-Panzer25, 201; E.-Schwert 201, *202; E.-Hut 45; E.-Haus 75,115, vgl. A y o grhajätaka, Blau. Eisvögel i. Berglandsch. 93. Eiweißfarben 133. Elefant vgl. Saddanta-Jätaka, Samantabhadra,Indra, Ganesa, Hastiratna; E. Vehikel d. Samantabhadra 31, 276, 283, 292, 297, 300; E. Indras 164 (blau), 176, *i63, auf. e. Sockel (Indra?) 245; E.-haut des Mahäkäla 249, 250, 289, *28i ; E. beim Visväntara-jätaka 329, *330; Gott a. weiß. E. v. Buddha 68; Ind. Fürsten beim Verteil, d. Reliq. auf E. reitend *24, 36, *46, 47, 57, 157, 210, *209; Bodhisattva reitet a. E. 70; E. reit. Siddha 212; E. reit. Prinz, Avadänabi. 135; E. fünfköpfig u. Bhiksu 84, 178; E. m. Schwert v. Buddha (Attentat v. Deva-datta) 55, 95, 178, 160; E.-jagd 59, 74, 159, *io8, 106; E. abgebalgt (Bodhisattvaopf.) 60; E.-köpf. Teufel 87, 139, *I40; E. u. Schwein verwechselt: Ganesa 283; E. und Löwe darauf atta-kieren die vom Kraken umfaßten Schiffbrüchigen 68, *67; E. eines der acht Ratnas 124, *I23; E. Tierdekor. 115, 178, Affe darauf 116; E. vom Bodhisattvain die Luft geworfen 118; E.-köpfe als Panzerschmuck (Wadenstück)*239, E.-Kopfrundungen als weiblicher Busen verwendet 147; E.-Kopf m. a. Tierköpf en um e. Kreis 159, * 161 ; Bodhisattva als weiß. E. 110, 118; E. als Lasttier, Seit^ bildch. 297. E.-kopf, Patrone 192. Elende erhalt. Edelsteine 256. Emaillierte Öse 162. Emanationsstrahlen vgl. Amitäbha, Preta, 285. Embleme 236, in d. Luft 276, 283. Engel 70. Enklave eines Predigtbildes 154. Ente vgl. Anas casarca, meist dekorativ 49, 64, (stilisiert) 79, 65, 93, 154, 206, 321, Fresko Fußbod. 294; E.-teich 329; E. i. Aureole 187; E. vor Buddha 136; Mönch auf E. reitend 320. Entweihung vgl. Zwieb elscha -1 e n 311. Erdbeben Höhlen d. E. zerstört, vgl. Meru, Eseltreiber auf einer Schlange (= Erdbeben?) 95, 153. Erdgeister 47. Erdgöttin vgl. Vasundharä vor Buddha i. Vajräsana 139, vor Avalokitesvara q. v. 204, 227, 289. Ergänzungspatronen 192. Eroten flieg. 280, *I70. Esel vgl. Maulesel; -treiber auf Schlange 49, vgl. *I40; Maulesel in Pranidhi- bild 275; Pilgerszene 263. Eule auf Kopf e. Dämons 30. Europäisch sitzen 68, 69, 96, 176, 305. Exerzitien, geistl. eines Stifters (Bhiksu), junges Bild 256. Fächer, beilförmiger eines Bhiksu beim Parinirväna 94, eines Bh. 312; F. des Vajrapäni vgl. besser Camari 51, 22, 45, 281; F. e. Königs vor Buddha 55; F. e. Frau, Pred.bild 327. Fahlgelb, Haar 173. Fahne vgl. Banner; F. u. H t i 288: F.-träger vor Buddha, Gew. 53; F. in Pranidhibildern 264; F. trag. Dämon, Garuda- Jagd, 248; F.-Gestell 245; F.' der ind. Fürsten vor D r o n a 25, 77, *I57, *2I0, 211. Fd-hien 68, 72, 75. Falbel, mattgelb, mit Mäandermuster, Frauenkleider 135. Falke vgl. De semer *66, 68; F.-halter, Garuda- Jagd, 238, 310; F. -halter in Id y qu t ä ä h r i 208,3 3 5. Faltenlagen 334; -wurf 34. Familie vgl. Stifter, eines hl. Kindes 215; -haupt hält Lotus d. Kultbildes hoch 286. Fangschlinge 188, -kette 238. Farben vgl. die einzelnen Farben; F.-angaben : 13, 15, 25, 26, 27, 48, 49, 58, 64, 75, 81, 97, 120, 124, 138, 139, 169, 170, 172, 175, 220, 258, *274, *277, 290, 307, 309, 312, 314, 319, 32i, 322, 323, 325, 327, 328, 332, 336, 337; nur drei F. 279; ungewöhnliche F.: hellgelb, violett 259, pfirsichrot 322, orange *33i; wechselnde F. der Arhat- Flammen 292, 298; Eiweißfarben 133; Deckkraft der F. 45; F.-reiber 79, -näpfchen 79, 93, 232, 234; -proben 232, vgl. Maler, Fresko, Pinsel, D e c k w e i ß. Fasanen 65, 68, 70, 75, 93, 101, 106, 115, 116, 154, 156, 157, 178. 350 Index. Fassade d. Ziegel 195; -dek. der Stüpas 336. Fausböll 74, 241, 260. Federn auf d. Stirne der Dämonen 97, 98, 120; -fächer 150; -wild 335. Feldzeichen ind. Fürsten 157. Fellkleid e. Brähmana 329; -Wadenstrümpfe 259, 272, 329. Felsen, Buddha sitzt auf F. 296; -block 315—16 (bei Lämcinq. v.); -tempel 6, 37; -grab 211. Fenster 43, 44, 102, 145, 180, 181, 210, 270. Fergusson 68. Festons, F. Borte 215, 231, 239, 259, 270, 278, 283, 287, 288, 292, 303, 307. Fett schale 303. Feuer vgl. Vajra 154, in e. Schale (Preta q. cfr.) 73; Häschen i. F. 68, vgl. Sasa-jätaka; Taube i. F., vgl. Kapotika-s a n g h ä r ä m a 80; F.-ström v. Himmel 296; F. in der Hütte Käsyapas 163, 186; F. und Krug vor med. Bhiksu 329; F.-strahl vor Mönch 321; F. u. Wa s -s e r an den Armen und Beinen d. Mönche als Zeichen ihrer Macht über diese Elemente vgl. Flammen 320; F. u. Kind, vgl. J y 0 -t i s k a 186. Figuren vgl. K u 11 fi g u r 230; zerstörte 52, 80, 139, 142, 143, 244, 270, 283; Devatä-Fig. 200, auf Wandbrettern, Baikonen 112, 145, 196, 203, 204, die zerstörten durch gemalte ergänzbar 64, wie modelliert 201, vgl. Patronen; Fig. auf Bänken 19, *I45, 146; F.Sockel vgl. Sockel 234, 244; vor Parinirvän a-S. 227; Nebenfig. d. P a r i n. 94, 205; F. eines gep. Lokapäla 91, 205, 222; chines. F. von Holz 87, vgl. Buddha-f i g., Avalokitesvara; gemalte: kurze Fig. 48, *275, menschliche Fig. in Blumenornamenten 307, tier. Fig. dito »184, *i85, knie. Fig. in Halo q. v., vgl. Pranidhi, Dipankara 273. Filzhüte d. Männer 289. Filzstiefel} 217. Finger häute der Buddhas 14, 241. Fisch 11, 49, 64, V ä h a n a der Däkinis 259; -opfer 121; mit Menschenkopf 106; m. Flügeln u. Menschenkopf v. Buddha (Kuppel) 190; m. drei Köpfen (Mensch-, Affe-, Schwein-) 109. Flachrelief 313 (-säulchen), 315, 336. Flammen vgl. Feuer i. S.v. Glanz 210; Fl. hint. d. Schult, d. Arhats 112, 147, 195, 145, 254, 295, 298, 286, 292, 291, 251, 285, d. Bhiksus 326, hint. d. Schult, d. Buddha 22, 34, 35, 52, 114, 172, 303, 307, 306, des flieg. B. 23, 34, 35, ein Gott i. Fl. 298, *299; Fl. Aureole des Mahäkäla 237, 260; F 1. in d. Schale e. P r e t a 96, F 1. u. den Kopf 306; Fl. u. Taube vgl. Kapotikasanghäräma59, 161; Fl. u. Wasser a. Schulter u. Füßen der Mönche, vgl. Feuer; FL-Rad einer Gottheit 139; Mann fällt in Flammen 325, -klinge, -schwert 29, 245; Haus i. Fl. v. Mönch 329; drei Fl. vor Mönch 329; Fl.-Ornament 230. Flasche v. Maitreya 93, 120; Asket gießt aus 23; Brähmana vor Buddha m. F 1. 154, m. Stange 156; Fl. bei d. Fußwaschung 159 Fl. e. Jungk (Jotika?) 134; Erfrischung aus Fl. in, Flechtmuster *2ög. Fleisch, gelb gemalt 259, Lampen im Fleisch 339, abgeschnitten 68, 115, 231. Fleur-de-Lys 95, 197, 326. Flickenkleid 22, 44, 48, 51, 76, 82, 112, 113, 131, 137, 144, 154, 156, 168, 176, 179, 186, 199, 256, 329. Fliegen, Ansätze z. Fliegen 190; fliegende Arhats 179, vgl. Sumägadhä; fl. Mönche 62, 144, 168, 177, 139; fl. Buddhas 193, 139, 198, 141; f 1. Götter vgl. A s t a r a t n a 11, 14, 121, 139, 171 118,' 307, 324, 285, 329, 259, (Ka- settendecke) 149, 134, 135, f 1. Kinder 203; f 1. Gänse 178, 318. Flocken, weiße 106. Florgewand 100, 165, 174. Flöte, 64; f 1.spielende Götter 65, 94, (Pranidhib.) 239, Siddha 212; -bläser 334. Flucht des Bodhisattva, vgl. Abhiniskramana 118. Flügel, Fl.-Mütze 28, 251, 335; F1.- H e 1 m 43, 44, 303, *304; F 1. eines Gottes 70; Fl. d. Garuda 172; Fl.-Ansätze vgl. Feuer, Flammen 106; F 1. einesFisches m. Menschenkopf! 190. Fluß von Bodhisattva passiert 118; -götter 188; i. Gebirgslandsch. 245,*2Ö3,*28o, 281; -Übergang 68; - zw. zwei Göttern (Königen) und Buddha 179, Foe-koue-ki 68, 70, 72. Folgeszenen 131, 154. Fond, dunkel m. Blümchen u. and. Raumfüllern 26, 27, 139, *I40, *I4I, mennigrot 218, hochrot 125, 289, 339, rotbraun 312. Formate wechseln 283. Formenveränderung 187. Foucher, A. 59, 60, 74, 80, 113, 160, 326. Franke, Prof. 18, 31, 236, 252, 291, 320. Frau vgl. Dame, Sumägadhä, Göttin, Mäyä, Ajätasa-tru,Däkini,Stifter,Harem, Anurädhä; F. vor Buddha, Gewölbeb. 53, 64, 50, (dunkelfarb.) 178; alte id. 178, 179, m. Blumen 76, 69, m. Shäl 69, m. Schale 67, m. Wickelkind 159, m. Kind, Mann m. Schwert, vgl. S a i n t ö r ö 1 t ü 53, 70, 115; F. auf Dach 167, auf D. m. Lampe 177, F. m. Kind, Garuda- Jagd 247, 310; F. m. Teller (Prani-dhi-bild) 273; F. des Nägaräja 165; F. in Ringmauer (vgl. Mändhätar) 22; Bodhisattva wird eine Frau 67; F. -typen aus d. Predigtbi. 158, 164, 159; F. des sterb. Bodhisattva i. Tusita 109, * 111; F. m. tot. Kind vgl. Krsagautami 159; die sterbende F. 15, 16; Stifter-Frauen *I2, 13, 14, *27, *29, *85, 97, *I05, 303 usw.; F. u. Kinder: Stifter 254; F. melkt Kuh, vgl. S u j ä t ä 292; F. m. Hut führt Pilger 263; trauernde Frauen 110; F. m. Docht, will Lampenbaum anzünden 303; F.-Mützchen 289; F.-Leiche 331, vgl. Schakal, Asketen ¦ h ö h 1 e n; F. im Höllenkessel 311; F. begrüßt zurückkehr. Reisenden 127, gepanz. Reiter 283; F. mit nackt. Busen 198, nackt, bloß Schmuck 126—129; F. tot vgl. Srimati, Hetäre 327; F. m. erhob. Armen h. Avalokitesvara 291; Fr. ind. Fürsten 157; F. m. Kind aus d. Feuer vgl. Jyotiska 186; F. in e. Buch les. 234; F. neb. Bodhisattva 8; F. wein. i. Teich 70; musiz. Frauen 104, 47, 64, 158. Frei-Figur 6, 57, 193, 205, vgl. Lokapäla, Buddha, Avalokitesvara, Parinirväna; -treppen 5; -terrasse (zer-st.) 102; -Bauten 181, 185, 192, 223, 253. Fresko 180; -Boden 278, 229, 237, 294; - B o d e n - H ö h 1 e 63, 79, 115, 116, 48—50. Frosch i. Schlangenrachen 63, 120, 121. Fuchs v. Buddha 178; Vähana d. Däkinis 254; F., Hahn, Affe, Hund, Teich vor Buddha 178; F., Vogel, Affe, Schildkröte 160. Fünf vgl. Pancasikha; f. Haarbüschel 76, 154, 174; f. Lampen-trag. Mann 178, 184, 187; f.-köpf. Brahma 176; f.-köpf. Elefant 178; f. Gänse 178; f. steh. Götter mb. Padmapäni 285; f. Bhiksus, Paficavaggiyä vgl. Benares- Predigt 263; f. - zehnPra-n i d h i s 239. Fürsten -Bild *io, *24, 334; F. vor Buddha 186; F. auf Thron 215, 216; F. beim Parinirväna, Drona q. v. 8, 47, 48, 157/ Fuß, Abb. eines menschl. F. in der Luft 283; F. Buddhas umfangen 178, geküßt 113, 199; F. des Padmapäni hängt herab 292; Füße von Göttern und Göttinnen erhalten 94, 205; Füße e. Gottes hochgeh. Index. 351 20, 48, 286. F.-tapfen Buddhas 36, ..?88; F.-ketten, Bodhisattva 205; F.-spitzen: auf F. stehen vgl. Stifter 26, 153; F.-schemel *i5i, *I55,204, 324; Fußboden Fresko 48, 50, 229, 237, 278, 294. Fußwaschungs-Höhle 44, 53, 55, 59, 60, 64, 67, 68, 70, 71, 74, 75, 80, 95, 96, 98, 113, 116, 158—161, 164, 174, 176, 178; F.-Bild96, *i6o. Gabelstange bei Verbrenn, v. Buddhas Leiche 112, 179. Gandhdra-stil, -Skulpturen 5, 29, 68, 74, 92, 129, 139, 147, 160, 192, 193, 210, 315, 332. Gandharva vgl. Paficasikha 11, 31, 34, 101, 183, 184. Ganesa 238, 250, 283, 289. Gänge um die Nische für die Pra ¦ daksina • Zeremonie: Umwandlung des Kultbildes, so daß dies R v. Adoranten bleibt 5, 9; G.-figg. als Parivära d. Nischen 124; Bemalung der Gänge, hint. (Qu e r-) Gang, Langw.: Stifterbilder 11, 12, 13, Formen Padmapänis 18, Drona verteilt die Reliqu. Buddhas 23, 24, 25, 34, Parinirväna Buddhas 47, 49, 57, 75, 77, 94,*99, 142, 143, 157, 161, 168, 179, 201, 205, 211, 185, 188, 191, Verbrennung, Buddhas u. erst. Konzil 112, Nischen 113, Clay-figg. v. Stiftern 80, Bodhisattvas, sitz, in Reihen 230, Pranidhis 239, Buddha und Ador. groß. Mittelbild, kl. Buddha in quadr. Bi. (Reihen) dan. 258, 319, Nische m, Buddha 184, Stü-pas in Reihen 291, Jätakas 329; hint. (Quer-) Gang, Kurz wand: sitz. Buddha, gemalt 19, auf Thron 322, Nische u. trauernd. Fürsten 143, Parinirväna 30, Verbrennung von Buddhas Leiche 23, 24,25, 34, 35, 47, 49, 57, 132, 191, Buddha m. zwei Ador., Streif, v. kl. Buddhas 258 Stüpas 291, Verbrennung und Drona die Reliqu. verteilend 61, 168, 179 (u. klag. Fürsten), Drona die Reliqu. verteilend 77, 99,'112, 185, 189, 205, 210, Legende des Bodhisattva u. Legende der Mäyä 135, Nische, Mönche und Jaina-digambara 142, Arhats 145, 161, Sockel m. Figg. 94, Buddha in Nische u. Käsyapa-legende 82, Bodhisattvas i. Reinen sitz. 230, Nischen und gem. Stüpas 75, Pranidhi 123, 239, Jätakas 329; hint. Querg., Plafond: Bäume, mus. Götter 94; Gewölbedekor des Quergangs: Stilisierte Berge (Rauten) 11, 35, 45, 135, 179, Blumen und Festons 230, 239; Kasetten 258, 322, musiz. Götter 94, Götter u. Astaratnas 124, flieg. Buddhas, 77, 132, fl. Buddhas, Himmelskörper, Windgötter usw. 57; hint. Querg., Lünette: Dämonen, Nebenfigg. des Parinirväna 25, Götter L., R. 99, 125, 205 (Clay-figg.), Baumgottheit z. Parinirv. R. 145, Buddhas 201, vgl. unter Lo -tus; Seitengang R. Langw.: Stifterbilder 11—13, 25, 65, 159, 139, Clay-figg., Stifter 80, Padma-päniformen 18, Buddhas u. Pad-mapäniform. 30, 322, Avadänas oder jätakas 134, 329, Pranidhis 35, 37, 45, 61, 121, 139, 188,' 184, 210, 239, Erstes Konzil 144, 168, Götter 77, Clay-figg. v. Göttern 91, Ksitipati u. Tierfigg. 191, Stüpas 5°, 75, 99, 291, Brand eines Klosters 306, Buddha m. zwei Ador. groß, Buddhas u. Bodhis. in Streif, dan. 258, 326, Bodhisattvas 230, Bodhi-sattvapeinigungen 159, Drona, Reliquien vert. an die ind. Fürsten 156; Seitengang L. Kurzw.: Pr nidhibilder 35, 93, 121, 139, 184, 185, 210, 239 (Eing. Stifter), Bodh sattvas in Reihen sitz. 230, Götter u. Göttinnen Ii, 57, Buddhas groß, je m. zwei Ador., Bu. u. Bodh. klein in Reihen 258, 326, Stüpas 50, 75, 99, 291, Drona u. d. Reliqu. 156, Drona u. d. ind. Fürsten 47, 132, 144, 168, 179, Bodhisattvapeinig. u. Stifter 159, Stifter 25, 56, 61, 188, 139, Bodhisattva peinig. 191, Nische m. Kultfig- 3°6, (Buddha) 82, Buddha u. Avalokitesvarabilder 322, Jätakas 329, Samantabhadra30; R.Gang-g e w ö 1 b e : Götter, Astaratnas 124, Bodhisattvapein. 139, Bergornamente: 45, 50, 56, 75, 99, 112, 133, (Rauten) 11, 35, u. flieg. Buddhas 77, 139, u. Asketen 93, Balkone 93, Lotusblumen 306, 230, 239, Kasetten 322, 258, Nägaräja 188; flieg. Götter 184, mus. Götter 179; Gangtüren : Drachen, Medaillons m. Köpfen, Devaputra i. Lünette 139, Stüpas 132; S e i t e n-gang L. Langw.: Stüpas 50, 75, 99, Stifter 11, 12, 13, 25, 56, 139, 188, 159, 239, Clay-figg. v. Stiftern 80, Dämonen m. Stüpa-modellen 112, zwei Fürsten vor Buddha 144, Jätakas u. Avadänas 133, Mönche u. Buddha 77, Padmapäni-formen 18, Buddhas u. P. -formen 30,322, Buddhapredigten (Pranidhis) 35, 37, 45, 61, 121, 139, 210, 239 (Stifter), Jätakas 329, Clayfigg. v. Göttern 91, Bodhisattvas in Reihen sitz. 230, Buddha groß, zwei Ador., kl. Bu. in Reih. 291, 326, Buddha, zwei Könige, Fluß 179, Bodhisattvapein. u. Stifter 159, Mönchb., Landschaften 306; S e i t e n g. L. Kurzw.: Manjusri 30, Stifter 25, 56, 61, 139, 157, 239, 188, Pranidhis 35, 93, 121, 139, 185, 210, 239, Götter 11, 77, Ajäta-satrubild 45, 132, 144, 168, 179, Stüpas 50, 75, 99, 291, Jätakas 329, Buddha-Nische 82, 306, Bodhi- sattvas in Reihen sitz. 230, Buddha, zwei Ador., kl. Bu. in Reih. 258, 326, Predigt vor zwei Königen m. Frauen u. Kind. 157, Bodhisattvapeinig. 159—61, 191, Buddha u. Avalokitesvara 322; L. Gang-Gewölbe vgl. R. Gang-Gewölbe. Türw. der Seitengänge vgl- 93, Gangtürlaibung: Stifter 132. Gang in den Berg 279, durch den Berg 286, niedrige Gänge 253. Gänse um die Sonne 95, a. Himmel 57, einen Bhiksu tragend vgl. Hansa 139, 178. Gardinen, Türw. 283, nebenStifter287. Garten m. Toren u. Lotussen 285. Garuda vgl. Greif, Näga, Schlange, Doppeladler, G.-Kopfputz des Vajrapäni 154, G. und Affe vgl. s. Affe 106; G.Jagd 227, 238, 247, 249, 278, 282, 310; G. im Wasserfries HO; G. im Parivära Buddhas 172, *I77, 176, G. üb. Buddha vesica 214; G.: auch Doppeladler i. Zenit d. H. 6, 21, 23, 35, 52, *54, 57, 62, 65, 95, 118, 129, 130; G. in Amitäbha-bild 251, (Gewölbe) mit Menschen-köpf, Zenit 136; G.-Kopf als Deckenschluß 169, 170; Mönch auf G. reitend 320. Gautama vgl. B u d d h a 45, 47, 155, 142, Geburt 144, rh. M ä r a q. v. 28, 139, m. Bodhibaum 16; G. predigt 76; G. in Indrasaila 183, 131; G. u. M u c i 1 i n d a (Kultb.) 324; G. m. Gazelle u. Rad 89; G. leuchtet 80: G. Parinirväna q. v. 99, 188, 216; G.s Sarg 91, verbrannt 49; G.-Legende 118. Gazelle vgl. Hirsch, Tierfig. i. Bergland 154, 178, 245; G.-Park von Benares q. v. 121, 130, 141, 167, 256 315. Gebetmühle eines Bhiksu 179, G e b e t-M ü h 1 e n - H ö h 1 e 22, 44, 49, 51, .60, 64, 67, 71—74, 80, 95, 98, 112—16, 131, 144, 159, 161, 164, 174, 179- Gebirgslandschaft vgl. Berg- 18, 222, 263, 283, 300, 301, auf Sockel flächen 245, 270, 281. Geburt Buddhas 118, 167. Gefäß vgl. Pätra, m. Blumen 287; drei in Landsch. m. Göttern davor 281; -halter 179, vgl. Drona. Geflecht, Höhle aus G. 195. Geflügelt, Dämon 131, vgl. Bodhisattva, Pferd 319, Seepferd 106, vgl. Hippokamp, Helmtiere * 157, vgl. Greif, Garuda, Drachen *I38 usw. Gegenstück e. Höhle 245. Geharnischt vgl. Gepanzert. Geier, einen Affen wegschleppend 160; vgl. Löwe. Geiger 241. Geländer vor der Nische, zerstört 44, 48, 78; Freskoboden markiert es 352 Index. 294; -terrasse 288; m. Kindern 261, 270, 286, 291. Gelb -schattierte Gesichter 26, 56, 105, 106, Körper 162; g. Robe 201, 241, 204; hellgelbe nackte Frauen 126, 129, König 129; gelb u. violett 259; gelbe Flammen 212; g. Teufel 204; g. Schiffchen 204; durch Klebstoff vergilbt 241. Gemälde -Trümmer 310. General, eines der Astaratna 124. Gepanzert vgl.V ajrapäni, Acala, General, Mära; g. Götter 22, 76, 77, 162, (spitzohr.) 305, 236, 189, 309, Kärttikeya (?) 136, siv. Gott 238; g. Yidam 256; g. Mära 167, 203; g. Vajrapäni *I50, 121, 91 (Statue), 254, 327, 312, spitzohr. Dämonen 85, Gott 173; g. Näga *32, *I3I, 130, *i89; Gepanzerte v. Buddha, Predigtbi. 199, 204, 201, 98, *2Ö2, g. Lokapälas q. v. 75, 283, 236; in Pranidhi- bildern: G. bet. vor Buddha 275, 287, 298, 293, m. Schirm 275, 293, m. Lampe 273, 274, 275, m. Schüssel 280, Blumenteller 293, weist auf s. Thron 273; g. Gott schlägt nach e. Teufel 190; zwei g. Riesen im Gebirge 263, g. Gotth. neb. Ksitigarbha 303, *304; Helme v. sechs g. Göttern dan. 307; g< Sonnengott *2i, 172, vgl. Sonne; g. Mondgott 23, 172, vgl. Mond; g. Reiter der Drona-szene, vgl. Drona 24, 34, 144, 156, 185; Gepanzerte der Garuda Jagd q. v. 247, 249, 283, 310, 282; g. Gott, Türlaib. 229, 298, 237, m. Kamel 79; g. Gott m. Keulenstock 238; g. Freifig., Nebenfig. Buddhas 91, 8, Patronen z. Gieß. e. gep. Fig. 192, Torso 91, 205, zwei gemalte g. Nebenfig. Buddhas 268, 231; Gepanzerter v. Buddha, Ge-wölbeb. 53, 183. Geschenke an' Buddha vgl. Prani -d h i e. c. 240—41; Bergszenen mit Buddha u. Ador. e. c. 65—75, vgl. S t i f t e r. Geschichte Buddhas vgl. Buddha, Bodhisattva, Legende; e. Klosters 307. Geser Khan 25. Gesicht, Brähmiaksaras im G. 52; G. im Berg 49; eckig. G. 56; abgekürzt. G,-Ornam. 25; G. auf der Stirne 245, übereinander d. Dämonen 30; G. aus Rüssel blickend 234. Gespreizte Beine 26. Gestirn-Hieroglyphe 104. Gewand Buddhas vgl. Robe, rot m. grünem Futter 296; -muster *259, 260, roh aufgemalt 333; schlepp. G. 254; G.-falten 334; G.- modellierung 268. Geweih einer Gazelle 256, *257. Gewitter 181, 206; G.-bilder 258, 301. Gewölbe, dunkle, leere 253; Gewölbehälften der Cella, vgl. Gang; Bemalung: Asketenbilder in Bergland, Jäger usw. 101, 102 ff., 107, 108; stil. Berge m. Bodhisattva -szenen im Zenit: Himmelslichter, flieg. Buddhas etc. 59; Buddha u. Ador., Bodhisattva Aufopf. in Berglandschaft 49, 80, 132, 159, 187, mit den Himmelslichtern, flieg. Buddhas, Wind, Garuda usw. im Zenit, 23, 33, 76, 95, 115, im Zenit die Sumägadhä-Legende 139, 167, 177, Berge stilisierte, Bodhisattva-Aufopf. in Kränzen, mus. Götter, Naksatras, flieg. Buddhas 198, 199, 201, ,,tausend Buddhas" 215, 260, 264, 265, 268, 270, 273, 276, 278, 279, 283, 287, 289, 292, 293, 294, 298, m. je zwei Begleitern 286, m. Stüpas 288, 291, 301, im Zenit: Tierfigg., vielköpf. Mönche 27, m. Blumen und Glückswolken 28, Rosette als Schluß 16, Buddhas u. Ador., stil. Berge, dar. Kuppel q. v. 183, Lotusblumen, Festons 230, 231, quadrat. Bilder: Buddha, Vajrapäni, Ador., Arhat, Brähmi-inschrr. 242, Amitäbhabilder 250ff., Kasetten*3i9, *323, *327, Transmigration 211, Gewitter und Räuberbilder 258. GM, Schmelzbutter 166. Ghunghru 237. Girlande, -halt. Devaputras 34, 139, 149; -halt. Enten 79; Bhiksu mit G. vor Buddha 179; G.-träger Balkonfig. 93; Gipspatronen 192. Glocke vgl. Schellen; Gl. eines Dämons neb. Parinirväna 25; Gl. am Hals eines Dämons 30; Gl. über Manjusri 276, in der Luft 283; Gl. an e. Schirm 190; Gl. laut. Dämonen 260, 283, 287, 292, 295, 298; G l.-blumen 182. Glückswolken 18, 28, 30, 198, 201, 215, 216, 251, 256, 261, 276, 286, 287, 288, 289, 297, 300, 305, 335; -rosetten 230, 281, 283. Glykyrrhiza 181. Gold vgl. - Blattgold -78, abgekratzt 95, 112, 144, 159, 165, 281; braun für goldfarbig 130, 158; G.-borten 13, g. Panzer 190; g. Schwertscheiden *io, 13; g. Ring-muster 287; G.-schmuck i. Haar 254; G.-gefäße 335; g. Jünglingsfigur 210; G. an Lehmstatuen! 219; G.-Schatz 100; g. Aureole-ränder, Gewänder 114; G.-gewand von ein. Brähmana Buddha angeboten, Pranidhibild, 241, 261, 264, 279, 287. Gongs an Gestellen, Deckengemälde 252. Gorgo-Kopi 79. Gotische Formen 100, 186, 206, 330. Gott, Göttin, Gottheit, vgl. vgl. Deva, Devatä, Deva- putra, Siva, Pärvati, Kärttikeya,Ganesa,Indra, Indräni, Paulomi, Lokapäla, Gandharva, Pancasikha, Vasundha -rä, Baumgottheit, niedr. Götter: Näga, Kinnari, Vemacitra; gemalt: Götter bringen e. Buddhastatue, Sock.bi. 245; Götterpaar i. Türlün. 50; Götterfig. in Rankenbäumen, Gew. dekor. 193, 206, *207; bärtige Gottheit hält Buddhalotusbl. 15; Götter in Gebirgslandschaft, Sockelb. 245; geflügelt. G. raubt e. König (Gewö.) 70; G. hilft e. Bodhisattva aus d. Hölle 70, 115; Götterpaar : Liebesp., Gew. 106; G ö 11 e r i. T u s i t a q. v. HO, am Berge Meru 110; Götter als Parivära v. Indrasaila-guhä q. v. 5, 34, 101, 80, 293, 121, 119, 131, d. Nische 171, 179, 201; Götter vor Buddha, Pred.bild. 22, 51, 98, 80, 102, 136, (mit Hahnenkammblume) *I36, 309, 113 121, 244, 141, 204, 154, 155, (drei-äugig. G.) 164, 216, 186, 174, 175, 176, 51; Götterpaare auf Baikonen (auch plastisch) 64, 187, 196, 203, als Parivära der Bodhisattvas auf Baikonen 93, beim Parinirv. q- v- 75, 3J6; Götter neb. Drona q. v. (8) 36, 57, 156, 132, (4) 99, (9) 189, 210; Gott m. Löwenhaut als Kappe 97, *i83, *I72; G. m. Pfeil: Lokapäla 238, m. Stier v. Buddha, Gew. 185, weiß 212, 214, 122, spitzohr. 254, 305, m. Keule 249; Götter in Seitenkapellen 307; G., blau, z. Pferde 113; G. in Ask.-Höhlen 330; Götter, klag, üb. tot. Bodhisattva 329; Götter bei Pred. v. Benares 141, 292, 298, 291; Götter (zwei) a. e. Fluß 179; G.-Parivära d. Vorhalle 162, 172, 173; Götter neb. Amitäbha.251, 252, 285, 296, 288; G. m. Sonne u. Mond 251,- 252, m. kl. Lotus u. Buddha darauf 251 ; G. -P a r i v ä r a des Avaloki -tesvara-Padmapäni, (lang-bekl) 281, 283, 285, 312, 289; auf Lotusseitenzw. 285; G. u. d. hl. Schmied 296; G. u. Göttin vertreiben Wolken u. Windgötter 282; Götter vor Buddha in d. Bergszene, Gewölbe 53, m. Kranz 72, im Teich 55, m. Stüpa 67, 68, 69, 75, m. Schale 68, 75; m. weiß. Elefant. 68, m. Schirm 68; G. m. Labarum 115; G. m. Cintämanis 135, 329; langbekl. Götter 236; Götterköpfe en face vgl. Bodhisattva, Zwei-Bu.bi. 298; Götter vor med. Mönch 324, 329; gepanz. G. 162, 190, 303, *304, 236, 189; G.-gruppe auf Sockel 270; Götterreihen m. uigh. Inschrr. 309; Gotth. sänta i. Kupp. 236, en face 236, 237; vierarm. G. m. Sonne u. Mond 162, 212, 238, vgl. Index. 353 Siva, Mahäkäla; Gott a. Türlaib. 63, 229, 233, 87, 265; lamaist. Götter 227, 291; G.-Palast i. Halo 297, vor med. Mönch 321; G. aus Emanationsstrahl. 285; Götterparivära Bu.s in Nischen-Lün. 76, 98, der Buddhas, welche Padmapänis Pariv. bilden 247, 249; Gott u. e. Baum, Gang 160; G.-Jüngl. sich v. Bu. verbeug. 120; Götterparivära Bu.s, Seitw. Kiris, 190, (m. Mandoline) 199, (m. blau. Fed.) 190 ebda., Götter kommen v. Himmel h. auf e. Kloster zu 215; bet. G. Iliköl 223, m. flatt. Kleid. 220; Gotth. vor e. Tempel sitz., Pilgerbild 263; G. i. Doppeltempel 285; G. m. Helm, Seitb. 297; Götter neben Buddha 305; Gottheit a. Sock., Cella (plast.) 222. Göttin Erde vgl. V a s u n -d h a r ä 237; G. bei Verbrennung Buddhas 179; siv. Göttin 282; G. üb. Buddhas Schülern 244, lang-bekleid. 229; G. m. Lampe neben Kultbi. 264; G. m. Kind 136; G. aus Lotus wachsend 204; Pred.-parivära-Göttinnen: 177, 97, 164, 159; G. m. Saiteninstr. 268; vierarm. G. 229, 254; G. i. Gang m. Cornu copiae 11; G. in G a r u d a -Jagd 238; G. geleitet Kinder aus brenn. Haus 300; G. in Zwei-buddhabi. 288; G. in Pancasikha-bild 293; G. m. Busen aus Elef.-kopf 147; G. m. Sprengopfer 179; G. am Bergpaß 301; G. bet., Türw. 93; Buddha-Parivära 163, 256. Göttinnen in Adorant.-Szenen, Gewölben., m. Blume 70, m. Schmuck 66, m. Shäl 69; m. Fächer 68, m. Schale 53, 69, 74; bet. 96; flieg. Götter üb. d. Nische d. Kultfig. üb. Avalokitesvara 16, 307, über Buddha, Indrasaila 21, 22, 33 (2), im Gange dazugeh. 124, über Buddha (tib. Stil) 214, 285, über Mucilinda-Buddha 214, vgl. Kuppel; flieg. Gottheit m. Flammenrad, Gew. 139; fliegende Gottheit üb. Bodhisattva, der von Schakalen gefressen w., Gew. 116, der v. Tigerin gefressen w., Vesica 199; Blumen werf. G. flieg, vor med. Mönch 320; Juwelen werfende G. ebso. *330; flieg. Götter, Bodhi-sattvaszene, Gew. 68, 70, 76; flieg. G. spendet Kindersegen, Cella 134; Blumen werf, flieg. Götter, Lünette *5i, Vorsatzscheibe 239; G. mit Girlande, Lün. 139; id. b. Abhi-niskramana, Cella Seitw. 118, in Predigtbild 177, über Zwei-Buddha-Kultbild 261, 300; flieg, mus. blumenwerf. Götter über Parinirväna 57, 94, 142, hint. Gangw. 57, 145, 179, Seiteng. 184, alle Gänge 198, 201, mus. G. im Plaf.-Feld 95; mus. Knäbchen i. q., musiz. Götter 193. Gouache-Malerei 223. v Grab, Gräber b. Sorcuq 195; G.-Gruppe b. Bäzäklik224, 225, 229; auf Bild: G. für Bodhisattva 74. Graeco-Buddhistisch, G.-Skulpturen vg. Gandhära 199. Gras, -darstellung 106, *I07, *io8, *I50, * 151, 300; -Spender vor Buddha 119. Grau in Grau 23, 45. Greif vgl. Garuda 335?; G. m. Bhiksu 178; G. auf Helmen 157. Greis vgl. Asket, Brähmana; Tänzer i. Gr. verwandelt 214. Griech. Stil 94, Gewandfalten 221. Griffith 68. Grotesk. Kopfputz 173. Größte Höhle 77—79. Grum-Grzimajlo 316. Grün, g r. u. rote Malerei 34; g r. hellgrün: Wasser 119, 218, dunkelgrün: Rasen 106, *I07, *io8; g r. Umschlag d. Robe Buddhas, Untergew. 106, 254, 296; ..gr. Roben (aus Hellblau verändert?) der Bhiksus 179; gr. Fische 259; g r. Mütze 188; gr. Schale v. Buddha 177; Mann m. gr. Stock v. Buddha, Gew. 179; grüne Hautfarbe 173, eines Gottes 212, vierarm. G. 44, Dämon 50. Gugeln 201. Guru, Lehrer 215. Gürtel-gehänge 28, 56, 196, 287, 325, *335, *274, *275, *207, "185, "148, *I49, *I22, *29, *58, *27, *I2, *29. Haar vgl. Paficasikha, Jatä, hochrot, rote H. 254, 188, blaue H. 172, 173; gelbe H. 173; -büschel, fünf usw. 174, 172, 76; -schür 89, 167, 214, 157; ausgebreitet H. vgl. Dipankara, Pranidhi 279, 241; straubiges Haar 80; -nadel e. Däkini 254; -Stäbchen 299. Habicht, Affe u. Löwe 115, vgl. Bo -dhisattva, v. Buddha 160. Hackmesser, Teufel m. H 98. Hahn vor Buddha 178; H., Fuchs, Hund, Affe, Teich vor Buddha 178; H.-kopf u. and. Tierköpfe um e. Teich 159; H. u. Affe auf e. Löwen stehend 97; H: Teufelszen. 296; H.-kamm 136, 294, 336. Halblotus 196, 199, 201, 208, 193; -scheibe m. Darstell. 332, vgl. B o -dhisattva *338. Halle m. zwei Buddhas 297. Halo vgl. Mandala, Dipankara, aus Glückswolken 281, üb. Buddha, Kultfig. 265; H. mit Götterpalast 297, m. Fig. 273, m. Mann darin *299, 301, 260, 261; H. aus Tonstrahlen e. Pauke 288; m. kl.Bodhisattva-Pranidhib i. 293, 279; H. m. Manjusri u. Samanta- bhadra 276; H.-Scheiben im Baum 237. Hais-berge 22, 25, vgl. Panzer; -holz 2 50; -ketten im Laden eines Händlers 127. Hami 217, 223, 188 (Mützen v. H.). Hammer eines Dämons 86; Attr. e. Siddha 212; H. eines Bhiksu, der an Gefäßen arbeitet 106. Hand, H. v. Holz 78, 223; menschl. H. in der Luft 283; H. Blumen werfend 222; H. m. obeliskenförm. Gabe 204; brennende Hände des Bodhisattva 76, 80, 298; abgehauene Hände d. B. 59, 67, vgl. s. v. Bodhisattva, Ksän-tivädi-Jätaka; H.-auflegen 96; Hände gefaltet 53 usw., vgl. Anjali; ein Teufel Märas, der sich auf die Hände stellt 204; H. mit Tuch bedeckt 233; am H.-gelenk fassen 126; H.-schütz 29; H.-gebetmühle 113. Händler i. Laden 127. Handschriften-Funde 196, 198, 199, 208, 211, 223. Hängebilder 261, 262, 227 (kop. auf e. Wand), 287, 296; -Girlanden 336. Hansa 339, i. Pred.bi. 252; H. u. Sonne 65, u. Parinirväna 272; -köpfe a. e. Thron 306. Hanumdn vgl. Affe vor Buddha 214. Harem 48, 118. Harfe 334- Harnisch 208, vgl. Panzer. Hase vgl. Sasajätaka, aus Alabaster 79, auf Hirsch 68, im Feuer 56, 68, im Monde 47, 80; H. und Adler 238; H. in Landschaft 245. IHa-tsham-ma 326. Hauda 210. Hauer 172, spitzohr. Götter 298. Hauptopfer 75. Hauptschüler, sechs u. Buddha 195. Haus i. Flammen v. Mönch 329; Kinder fliehen 288, 298, 300; H.von Eisen 75, 115; H. einstöckig 129; H. in P r a n i d h i-bi. 298; Bhiksu in H. fliegend 168. Hautfarbe 125 ff. Hayagrlva, Nebenfig. A v a 1 o k i -tesvaras 270. Heilig, Legende e. H. 18, 215; h. Klostergründer 307; H. dunkel -färb, in e. Höhle 215; Heiligkeitsstufen vgl. A r -hat 22. Heilwurzel, so im Text, die Darstell. bezieht sich wohl auf d. Rückk. Buddhas aus dem Lande der U t - tara-Kuru 155. Heirat des Bodhisattva 118. Heizlöcher 279. Heldengeschichte vgl. Garuda- Jagd 239. Hellblau vgl. blau 2. Stilart 5, 44, 119; Eigentüml. d. Farbe 26r 48; 23 Grünwedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines. Turkistan. 354 Index. h. m. weiß. Punkten 315. 314; h. Rauten 50; h. Robe der Bhiksus 31,159; h.Fluß 179 (sonst hellgrün); h. Federn üb. d. Stirne 120. Hellebarde, Dämonen m. geg. Buddha 214. Helm 332, 307, m. Pfauenfederbusch 298; H.-hut 31, 45, 245; H. v. Göttern 296, 297; Flügelhelm e. Gottes 303, F. der ind. Fürsten *46, *58, der Senäpati *I23; H. m. Wimpeln u. Tierfigg. * 157, vgl. E i s e n h u t. Hennin 212, 215, 233, 234. Herald. Löwe 186. Hetäre vgl. Srimati 65, 176, 159, 327. Hieroglyphe 104. Himmel vgl. Tusita 296. Hindu, H.-Mann vor Buddha Gew. 178; H.-Tracht *8S, des Näga 130 H.-Götter vgl. Siva, Indra Pärvati, Mahäkäla, In dräni, Ganesa, neb. Ava lokitesvara 238, 247, 250. Hiouen-tshang 59, 68, 74, 75. Hippokampen-höhle 93, 101, 102— 112, 114, 117, 147, 153, 320. Hirse 79. Hirsch, H. in Bergl. Gewölbeh. 75; Hase darauf 68, ?n6, knien. 116, opfert sich 74, 68, 115, m. Vogel u. Schlange 60, als Bodhisattva 74; H. b. Pred. v. Benares 121, 141, 176, 245, 292, 295; H.-Wagen 288; H. i. Bergl. Indrasaila 34. Hirth 335- Histor. Darstellung 245 (Sockel), vgl. Legende. Hoch, H.-halten der K u p p e 1 q. cfr., d. Fußlotus d. Kultbildes, vgl. Lotus *I9, 254, 286, 288, 291. H.-rot 119, 289, h. Robe des Buddha 198, h. Fond 153, 270, h. Haare 188. Hof, Tempel-, 11 i k ö 1 217; -kapelle 208, 335. Höhlen passim, Asketen -h. 289, vgl. Asket; H. b. Sorcuq 194, bei Iliköl 217, b. Lämcin 317; leere H. 230; Bilder: H. vgl. In -drasailaguhä, Mönch i. H. 177, Brähmana in H. 250, vgl. auch Tiger usw. Hölle 211, 325, *243, 311, 133, 258; H.: Haus m. Teufeln 252; Bodhisattva fällt in d. H. 70, 115; H.Fahrt 278; H.-geschöpf vgl. Preta 27; H.-Kessel, H.Topf vgl. Avici 98, 170, 190, 311; H.-richter 311. H ö 11 e n t 0 p f h ö h 1 e 22, 53, 55, 63, 65, 66, 72, 73, 74, 95—99, 113, 130, 136, 141, 159, 160, 176, 178, 179. Holz vgl. Anse, Balken; -balkon 143 vgl. Balkon; -werk herausgerissen 40, 50, 63, 247, 279; •*pfeiler 139, -Säulen 268; -rahmen 171, 311, 119, 185, 79, 80; -aufbauten 232, 253, 256; -füllung 87, 102, 149; -Verkleidung 227; -ter-rasse 291, -Schachtel 8, 24; -Schnitzereien 78; -füße 87; -figg. 78; -kämm 28; hölz. Pfeilköcher 211; Bau-h. 232. Homakunda 318. Honig, v. Hanumän gebracht 214; -träger v.Buddha 53, 96; -waben Buddha gebracht 178. Horn, h.-blasender Teufel 29; H.- . Frauenkopfputz 254, 304, 305,307. Hose, Kinder-h. 199; H. e. Gottes 136. Hti, 26, 99, 230, 291, 301, 336. Hufeisen, h.-förm. Ornament 195; h.-f. Bogen 129, 139, 143, 159. Hüftketten 126. Huhn v. Buddha 159. Hund, H. neben Ksitipati 191 ;H. in Garuda-Jagd 238, 310; H., Attribut des Siddha Kuk-k u r i - p a 212; H., Hahn, Fuchs, Affe a. e. Teich v. Buddha, Gew. 178; H.-köpfiger Teufel Märas 30, 87. Hut, H. v. Stiftern 204, 289, 212; H. des Vajrapäni (weiß) 65, 97, 121, 154, 174, 183, 184, *272; H. e. Gottes 190, eines gepanz. Gottes 303; klag. Königsfamilie m. H. 171; H. e. Königs usw. Pranidhibi. 273, 274; H. des Näga *32; Schneckenh. 121, eines Dämons 84, *85; weiß. Hut e. ArbakeS 115; gr. Hut einer Frau, welche Pilger führt 263; Mann m. H. (weiß) v. Buddha 72, 116; H. eines Fürsten, weiß 206; H. einer Dame 84, 47; Männer i. weiß. H. vom Kraken erfaßt 68; H. e. Flötenbläsers 279. Huth, Dr. 217. Hyrkodes 25. Idyqut, Hofstaat des I. 193. Idyqutsähri 5, 6, 28, 188, 190, 191, 193, 195, 196, 208, 214, 218, 222, 237, 239, 260, 261, 270, 313, 314, 332, 333, 334, 335, 33^, 337, 338, 340. Iliköl 217—223. Illustrierte Manuskripte 310. Imdm 7. Indisch vgl. Hindu, Ajätasatru, Bimbisära; i. Abori-ginerdarstellungen 30; i. Kopfschmuck 8, Tracht 199, 298; i. Elemente 5, 118, 124; i. König b Einkleid. e. Dame IOO; i. Könige v. Drona 25, 47, 48, 77, I44; 156*, 193, 210; i. K.-Familie 84, *85, 158, 157; i. K.-Fam. klagend 180; i. Spitzbogen 104; -Türen 129, -Säulen 253; i. Stuhl 120; i. Buchform. 312; i. Götter vgl. Hindu-Götter. Individuelle Darst. 158, 167. Indra vgl. Sakra bisw. dreiäug. 5 34, 43, 80, 90, 99, 101, 150, 293, 113, 174, 191, 163, 227; I. b. Geburt Buddhas 130; I. m. Indräni auf Elef. 164, 176. Indrasailaguhä 11, 44, 34, 43, 63, 80, 99, 121, 131, 145, 150, 174, 182, 191, 227, 278, 293, 294 auf Pred.bi. 90; Indräni vgl. Paulomi 11, 34, 99, 101, i63; Inschriften vgl. Brähmi, u i -ghurisch, chinesisch, chines. 18, 250, 252, 253, 254, 260, 268 (Stein), 320, 321, 328, 329; uigh. 25, 215, 223, 234 (Maler), 245, 260, 267, 268, 278, 288, 291, 292, 296 (Schmied), 298, 305, 306, 307, 315; auf e. Kürbis 232; -täfeichen 153, 230, 283, *284; weiß. Streifen f. Inschr. 294, 241; Stifterinschriften von verschied. Duktus, selbst eingetragen 247. Inseln m. Cintämanis 294; Fußboden, menschl. Gestalten a. 1. (Höllen?) 49-Irisblumen 214 vgl. Fleur - de -L y s , *i62. Jacke *I2, *I5, *24, »27,' »85, *97, mit Halbärmel 254; vgl. Coli. Jäger, J. vor Buddha, Pred. 101; J. stört e. Mönch 93; J. jagt e. Bären 74, e. Elef. 74, 106, einen Hippokampen 106, e. Affen 68; vgl. Mahäkapi-, Ruru-, Sad-danta - Jätaka. yaiwa-digambara 119, 142. Jambudvipa 251. Japanisch, j. Analogien: Rüstungen 332, Staatskleid 233, Bodhisattva-typen 18, Coiffure 208. Jatd, auf der Stirn zus.gerolltes Haar der Brähmana-Asketen 75, 77, 120, 122, 154, 174. Jätaka vgl. Avadäna, Bodhisattva, 6, 74—6, 99, il6> I3ii 133, 241, 260, 317; J.-Mälä 67, 68, 70—2, 75. Jigde Elaeagnus 182. Julien St. 23, 68, 74, 75- Jüngling vgl. Mann, Bodhisattva, Brähmana, Jünglinge vier, vor d. ausreit. Bodhisattva 303; J. verbeugen sich vor Bodhis. 298, *299; goldene knie. J.-statue (gemalt) 210. In den Gewölbebildern: J. vor Buddha 178, 97, 179, J. m. Blume v. Buddha 68, 179, knie. v. B. 178, anjali 183, 179, 178, (weiß) 178, tanzend 178, m. groß. Ohrpflöck. 179, m. Wimpelstange 179, 70, weiß, umfaßt B.s Füße 178, m. Bügelharfe 184; m. lang. Schwert 184, dunkelfarb. wirft Blumen .178, bekleidet ebso. 73, sitz. m. erhob. Händen 178, medit. 178, m. Keule 96, gibt weiß. Tuch 74,70, m. Camari 74, m. Schirm 74, nur i. Lenden-tuch m. Krug 96, m. zwei Krügen 66, weißgekleid. 75, J. Drachen-könig v. Drachen gelöst 70, J. u, Index. 355 Brähmana v. B. 179, toter J. v. Buddha 73. In den Predigtbildern: *x77, 51, J. m- Pätra vor Buddha 176, *I77, J. leckt Buddha die Füße 186, 199. In Bodhisattva-aufopf. Gewölbe : J. erschossen vgl. S y ä m a - J. u. 131, J. v. gefied. Gott weggetragen 70, J. (drei) v. Kraken umwunden 115. Sonst: J. gepanz. v. Buddha, Pranidhib. 234, J. in Wadenstrümpfen (J o t i k a - Legende?) 134, J. von Mönch (u. e. Weib) am Handgelenk geh. 126, J. m. Lenden-tuch neb. Buddha (Lün.) 112, m. lock. Gew. (Balkon) 93, J, auf Hippokamp usw. schießend 106, J. (zwei), einer füllt B.s Pätra 190; J. -Parivära eines Mönches, daneben Weib u. Skelett 84. Vgl. unter Devaputra. Jurte 239. Juwelen vgl. Cintämani, Edelstein sieben J. 124; J. der V a -sundharä q. v. 285, 286, 310; Devatä m. J. (Türlaib.) 286. Jyotiska 186. Kabul, Buddhang. v. K. 22. Käfigkorb f. gef. Vögel 303. Käglik, Caccabis chukor in Bergland-sch. 76, 77, 93, 101, 106, 115, 116, 135, 154, 186; zwei Kägliks vor Buddha Gew. 178. Kaiserkrone Vajrapänis 155. Kaläsa, Attr. der Bodhisattvas 319. Kalender -Tiere 256. Kalmäsapäda 70, vgl. Bodhisattva. Kalpavrksa 34. Kambari-pa vgl. S i d d h a 212. Kamel, Attr. eines Gottes 79, 189, Kamele in Pilgerkarawane 263, 301, 186 m. Esel, Pferd, Rind, Pranidhibild. 273, 275; K. von Holz 78; See-K. 106, 109; K.-kopf m. and. Tierköpf. u. e. Kreis 159. Kamin *47, 145, 147, 168, 171, 180; Kaminhöhlen-Gruppe 43 —48, 62, 22,51,80,63,77,79, 82, 84, 113, 117, 131, 145, 159, 164, 176. Kammer, hi. Kultbild 247. Kammütze 188. Kämpfer -Dekor. 153, 195. Kampfposition 310, 214. Kancanapäla vgl. Bodhisattva 23. Kang 40, 44, 62, 232, 266. Kankali (ob. falsch K a n k a 1 i) 80. • Kanne für Amrta 305. Kante, über die K. gemalte Buddhas 279. Kanfhaka 214. Kanyäratna 123. Kapdia 259. Kapitel eines Sütra e. Seit.bilde entsprech. 297. Kapitelle ind. Stils 253. Kapotikasanghdrdma vgl. Bodhisattva 59, 80. Kappa 63, 64. Kappe v. Löwenfell *i83, 247; runde K. 121, 335, 334, Käppchen 157, 186; K. m. herabh. Tuch, Stifter 208, blaue K. 113; Buckel-K. 97, 136, 179,239. Kappenflächen vgl. Gewölbe, 6 usw. Karania 8, 209, vgl. Kästchen, T e r e m o k. Karavane der Pilger 263; -führer 68. Kärttikeya 136, 249, 250, *28i, 282, 289, vgl. Pfau. Kärttrikä, Schermesser 234, 237, 242, 259. Kasetten 170, -decke 42, 43, 149, 258. Kästchen 34, 110, 223. Käsyapa vgl. Uruvilvä-K. 82, 90, 162, 163, 186, 244; K.-höhle 22, 44, 56, 59, 65, 68, 79, 80, 81, 82, 95, 113, 116, 118, 130, 136, 159, 161, 164, 176. Kaufmann, zurückkehrend empfang. 127. Kegelförmige Brote Pranidhibi. 239. Kentauren 251. Kerze 80. Kesek, Luftziegel 192, 225. Kessel, Koch-k. vor Bodhisattva 71, 74, als Pauke 204, *I40, der Hölle 211, 244, 312, vgl. Höllen -topf. Ketmen, Feldhake der Türkis 16, 18, 254, 232. Kette vgl. Päsa, K. der Falken 335, -muster 270, 324. Keule der Dämonen 25, 30, 98, 84, 331, Öivait. Götter 249, 250, Hindü-gott m. K. 172, auf Türlaib. 276, 265, 237, 229; K.-träger u. d. Helden d. Garudajagd 238, 282, 310; K. u. Juwel, Attr. e. Lokapäla 292. Khakkhara, Rasselstab 35, 62, 82; Buddha m. Kh. 73, 82, 164, 174, 250, 251, Amoghapäsa od. Ksitigarbha q. v. 303. Khänspalast v. Idyqutgähri 6, 193, 188, 208, 332—35. Kharos/i 78. Khatak 84. Khapvanga 87. Kies -Höhle 195, 317. Kind vgl. Knabe,Visväntara, Brust,Sain-töröltü,Bodhisattva, Buddha als Kind 118; K. in Lotusblumen 214, 234, 286, 250, 253, 252, 291, 312; K. auf Geländer 270; Kinder, mus. u. tanz., Gew. 193, 199, stören ein. Mönch 93, flieg. Kinder i. d. Kuppel 89, vgl. Eroten, Blumen werf. 283; Kinder der Stifter 161, 254, *27, *85, *304; K. tot am Teich, vgl. Krsagautami 1*59; . K. tot i. e. Schachtel vgl. Anurädhä 326; K. in den Szenen d. Garuda- Jagd q. v. 238, 249, 282, 316; Geschichte eines hl. K. 215, 216; Kindersegen 134; K. des Visväntara 68, 141, 158, 339; K. in Windeln, Bodhisattva spendet s. Brust 67, 116, 159; K. i. Windeln 70, v. Yaksa geholt 60, 70, 98, 115; K. auf Schulter s. Mutter: S a i n t ö r ö 11 ü 70, 115; Kinder ind. Fürsten 157; K. vor Buddha 178, 204, (nackt) 96, (Mädchen?) 178, (dunkelfarb.) 178, (Rähula?) 80, (kniend) 296, bringt Kuchen 178, bringt Staub, vgl. Pämsupradäna 326, mit König 253; blumenhaltende Kinder im Hofe v. Sukhävati 285; Kinder aus d. brenn. Hause gelockt 288, 298, 300. Kinnari 16, 17, 134 (gefang.), 191, 286, 312. Kinn ari-höhle (M. b. Qumtura) 16—19, I89, 193; (KiriS) 71, 112, 182, 191. Kinnband 334-Kirin auf Sockel 203. Kirin -höhle 202—205. KiriS 6, 43, 80, 79, 71, 112, 113, 119, 131, 159, i64,vi76, 181—190, 186, 199, 210, m. Sorcuq verw. 193. Kiesberg -höhle 193. Klagende Fürsten auf Balkon 171, 179, *i8o; Frauen vgl. Anurädhä, B o d h i s a 11 v a 191. Klappenröcke 63, 68, 70, 80. Klebstoff färbt gelb 242. Kleid vgl. Ärmelrock, Robe, Klappenrock, m. Mäanderfalbel 135, weiß. Bodhisattva steht darauf 160; Kl. blutig 337. Kleinfunde 87 Note. Klementz Demetrius 223, 280, 282, 283, 287, 317, 319, 321, 323—25, 328—32. Klöppel z. Schlagen e. Klangbeckens 199. Kloster 40, 62, 317, 192, 225, 231, KL-Bilder 215, 244, 216, 251, 252, auf P r a n i d h i - Bildern 239, 280, 293; KL-Gründer 307; KL-brand 306, 307. Knabe vgl. Kind,Visväntara, Atavika, Sain-töröltü, Knaben in den Pranidhi-bildern: m. Schale 273, m. Teller 274, m. Brot 240; Kn. im Wasser watend, Freskobod. 294; Näga-kn. 206, 208; Kn. säugt am Euter e. Tieres 160; Kn. nackt: Wiedergeburt 305; Kn. u. Atavika 113, 176; Kn. m. Cintämani 297; Kn. i. (gelb) Schiffchen 159, 204; Kn. u. Visväntira 141; Kn. nackt m. Schlange 116, 161; Kn. bringt Opfer an drei Buddhas 15; Kn. m. Schale neb. e. Buddha 297; Kn. bet., Amitäbhabild 251, u. Dämon 251; Kn. von Yaksa gefressen 70, 23* 356 Index. Kn. einer ind. Königsfamilie * 156, 157, gestorbener Kn. u. Krsa-gautami 160, 161, nackt. Kn. m. Gabe v. Buddha 160, 53, 55, bringt e. Kranz 74, in Pred.-Bi. 176, 201; Kn. u. König, dan. e. Schiff *I28, 129; Kn. Rähula? 113. Knauf am Helm 201, a. Schwert 163. Knie-Scheiben d. Panzers vgl. Ta-schette 211, m. Sürya und Candra 210; -figuren 93, vgl. B a 1 k o n. Knochenreste 264, 337. Knopf-Kappe 176, 239, vgl. Kappe. Knospen 332, *33i- Knüpfen, Nägaschwänze zus.geknüpft 178. Knüttel m. Eisen beschlag. 312. Kqktürkisch 330, 331, 332. Köcher 238. Koloß: Buddha 186, 223, B.-Kopf 221, M a i t r e y a 218; Tempel der Kolosse 217; K. in der Vorh. 205. Kombinierte Bilder 167. Komposition greift über 110; K. an and. Stellen gebracht 300; K. wiederholt sich 2, vgl. Paficasikha, Buddhapredigten, Bodhisattvapeinig., Pranidhi, Ajätasatru, Garuda-jagd,Zwei-Buddhabild, Ava -lokitesvara, Brähmana u. Vasundharä, Parinirväna Drona usw. König vgl. Bimbisära, Ajätasatru, in Pranidhi-Bi: K. v. Buddha 239, 287, 254, K. v. Bhiksu geschoren 241, 273, 264, 261, 260, 280, 293, anjali 240, m. Hut 273, K. nach rückw. weis. 273, 298, 274, schenkt Buddha Lotus 241, Cintämani 272, m. Schirmträger 273, 280, Königin 293; K. u- Königin 273, 287, 239; Königsfamilie, klagend beim Parinirväna 145, vgl. Parinirväna; K., indische vor pred. Mönch, 157; Könige Indiens vor Drona q. v. 210; K., schießt auf e. Brähmana, vgl. Syämaj ä • taka 115; K. von geflügelt. Dämon weggetragen, vgl. Kalma -sapäda 131; K. gibt Frau und Kind einem Yaksa, vgl. Bodhi -sattva 115; K. gibt s. Kinder e. Brähmana, vgl. Vis väntara 158; K. u. Königin, v. ihn. e. Gott 135; König im Palast 216; K. vor Buddha, ausgestreckt 113, 159, 176, 164, 186, wäscht die Füße Buddhas 159; K. vor Buddha 53, im Sack) 53, 55, 97, 65, 96, 155, 164, 165, 154, 159, m. Langschwert u. Tier v. Buddha 96, im Palast m. Frauen 84, im Teich v. Buddha 96, m. Lampe 326; K. u.Königin(od. Gott u.Göttin) v.B.113, 326; Könige im Parivära-Bild Amitäbhas 250, 253; K. im Rückw.-bild 104; K. i. ind. Tracht 100, Königin opfert 134; K. gibt e. Boten e. Kranz 8, *I03; K. der Stifter durch Aureole q. v. bz. 74; K. u. Königin, Stifter 234, vgl. Lokapäla. Konturen 48, 190, 211, 279, 334. Konzil 113, 144, 168, 179, 298. Kopf, plastische Köpfe: Patronen z. Formen v. K. usw. 192, 193; Köpfe im Schutt gef. 91, 92, 94, 221, 222; Abbild, von e. Buddhakopf (plast.) auf e. Bilde 283. Gemälde: abgeschlagene Köpfe in einer Schachtel 96, vgl. A n u -r ä d h ä; abgeschl. Tierköpfe bei Opfern u. Bannungen 47, 68, 94, 134, 245, 166; K. von e. Brähmana abgeschnitten 198. Dekorat. verwend. Köpfe: Schädel, Mönch, Sarapis 146, 147; K. eines Wassergeistes i. See vgl. Affe 60; übergroße Köpfe kleiner Figg. 260; K. geschoren 199, vgl. s. P r a n i d h i, Rähula, Bhiksu m. verhülltem K. 244, aus dessen K. Strahlen sprühen eb. Bodhisattva, auf d. Strahlen Mandalas 278, 306; Köpfe aus Pranidhi- Bildern ausgebrochen 273; Profilköpfe d. Maler 153; En-face-Köpfe v. Bodhisattvas, vgl. Zwei-Buddha-Bild 261, 300; K. m. Schlangen überragt vgl. Näga, Näga über Buddhas K. 72, 96; ein Kopf, viele Arme: vgl. Avalokitesvara 286, 305; Vielköpfigkeit: 247; vier K. vgl. Däkini 290, Brahma *54, Bhiksu 27; viele Köpfe Sivas 136, vgl. Siva, Mahäkäla, Padmapänis 290. Tierköpfe: Schweine- u. Hahnen-köpfe i. Medaillons 332; Tierk. um e. Scheibe 159; Garuda m. Mensch. -köpf vgl. Garuda; Fisch mit menschl. Kopf, vielköpfg *I07, *io8, vgl. Fisch; Tierköpfe v. Teufeln 29, 139, 141, *I40; G. m. Schweine- od. Elef.-k. 283, vgl. Ganesa, Höllenknechte mit Stier- u. Pferde-k. 244, 312, 211; K.-bedeckung vgl. H e n n i n 233, Krönchen *I2, Hut *46, 47, vgl. Vajrapäni,Hut,Stifter, in Pranidhis männl. K. 274, 275; K.-putz e. Mönchs 18, einer Dame 84, grotesk. 173, von Damen * 156, *i64; Laien 188; L.-frauen *2I2, 254; m. Helm: Näga 31; der Maler usw. 105, *I48, der Hofdiener 332, der Bodhisattvas u. Devaputras *I52, *I56, 173; K.-tuch der Bodhisattvas 112, 199, 326, u. d. Buddhas 321, des V a -j r a p ä n i 113, e. Stifterfrau 289, schwarzes eines Bhiksu 190; eigent. K.-schmuck eines Bhiksu *i8. Kopien alter Bilder 258, 259. Koppen 68, 70, 71, 75. Korallen 223. Korb m. Köpfen vgl. Anurädhä 96, 327; K.-deckel: Unterlage f. Aureole 221. Körper m. Augen bedeckt 141; -teile zerbroch. 92, 283, 52, 192, 94, vgl. Figur. Korpulent Gott 176. Kostümtypen vgl. S t.i f t e r 208, 242 usw., v. Kuca 198, 259, 204 i. opp. zu d. v. Turfan 268; K. eines Reisenden 127. Kräfte übernat. vgl. Arhat 22. Kragen, umgeschlagene 13, goldgest. 201; Panzer ohne Kr. 211; Kr.-mäntel 186. Kraken 68, vgl. Löwe, Bodhisattva. Kranker bei Ausfahrt d. Bodhisattva 118. Kranz-trag. Tauben 182, 188, -halter 122, 170; ein Knabe br. Buddha Kr. 74; ein Deva wirft nach Buddha Kr. 72; Nike u. Buddha 117; Kranz bei feierlichem Empf. überreicht 8, 104. Kreis-ornament m. Fig. in d. Mitte 78, *257, 332; ein Mandala, ausgefüllt m. Landsch. dar. Manjusri u. Samantabhadra 283. Kreuz-gehänge der Panzer usw., auf bloß. Brust *24, *32, *45, *46, *58, *8i, *ioi, *i3i, *I36, *i62, *I73, *i89; - der Schuhe 105; Kr. e. Reiters 340; Kr.-form. Donnerkeil 183; kr.-form. Cintämani 171. Krsagautami 118, 159, 161. Kristall-Edelstein 25. Kritzeleien 43, 102, 169, 266, 315. Krodhadharmapdlas 250, vgl. Avalokitesvara. Krone vgl. Stüpa, Amitäbha, Kr. Buddha angeboten 65, 155, 164, 176, vgl. Bimbisära; Kr. m. zahnförm. Blättern 77, * 131; Kr. m. Amitäbha 285, 321, 286; Kr. der Bodhisattvas 266, 236, d. Devatäs 196; Kr. von e. Gottheit geh. 236; groteske Kr. 119; Krönchen d. Stifterdamen 13. Krückstock eines Brähmana 285. Krug vgl. Ajätasatru, Mäyä, Gemälde: Kr.-träger vor Buddha 53, 96", 179, 66; Kr. fliegt durch die Luft 177, 168; Kr. neben Asket 330, 331; Kr. beim Bad 135, Fußwasch. 159; Kr. m. Ghi 47, 166; König im Kr. 47; Bhiksu m. K r. beim Parinirväna 272; Kr. m. Feuer vor Bhiksu 329; K r. neb. kniend. Fig. 79. Große Weinkrüge 334. Krug ohne Boden in d. Erde 312. Krummstab eines Adoranten Buddhas 96. Krüppel erhalten Edelsteine 256. Ksäntivädi - Jätaka 67, 116, 158, 339. Ksitigarbha 30, 303, 304, 307. Index. 357 Ksitipati vgl. Nägaräja 191. Kubera neb. Buddha 305, vgl. Lokapäla. Kuca 7 37, 181, 259, 291, 294, 309, 321, 324, 326, 332. Kuchen w. Buddha gebracht, vgl. Brot 178. i^wgtfZ-ornament 79, 279; -mutze 188. Kühe 292, vgl. S u j ä t ä , neben Ksitipati 191. Kukkuri-pa 212. Kultfigur, Kultbild in der Hauptnische vgl. Indrasailaguhä, Pancasikha, Buddha, Udayana- B.; K.-bilder in Bäzäklik 227; K. Avalokitesvara: Padmapäni 276, 281, 288, 307, 292, 237, 247, K. V a -jravarähi 311; K. Maitreya? 76, Ud yanabuddha 78 ?; K. zerstört 131, 150, 167, 267, 278, 279, 286, 305, 312,268, 279,291, 305, 318, 321, 329; K. Mahäkäla 260, 242?; K. Zwei-Buddha-Bild 261, 299; K. Bodhisattva? 268; K. Buddha, Pred. v. Benares 231, 256, 260, 288, 287, 298; K. Buddha 285; K. Buddha u. Mucilinda 324; K. enthielt Handschriften 196, 199, 208, 266; K.-Sockel vgl. Sockel; zerstörte Kultbilder wiederholt 223. Kult der Bodhisattvas 283. Kumbhakarna 141. Kuntatier 74. Kuppel, Dekoration: Buddhas und Bodhisattvas stehend auf Streifen, in d. Ecken Buddhas 14, *I5, in d. Eck. Devaputras 15, in d. Eck Lotusteiche 119, *I20; K. auf Gewölbe mit Bergszenen, dek. aufgesetzt, ob. Buddhas und Bodhisattvas stehend 182, ebenso auf d. Spandrillen die vier Lokapälas 185, Buddha u. Ador. 189, Ranken m. Göttern 193, 205, 206, Tantrabilder *233, 236, Buddhapredigten, Blumenfest. 239, taus. Buddhas, Spandr. Bodhisattvas 301, Schluß: ausreit. Bodhisattva, unt. Ranken m. Bodhisattvas 303, Blumenranken u. Figg. 307, lamaist. Götter 318, Blumenblatt-Ornamente, Spandr., Titanen 11, Blumenmust. 83, Girlanden trag. Knaben, Pfauenschweife 87; sonst: 5, 100, 218, 229; Kuppelhalter vgl. Titan, Devaputra. Kürbisflasche, Inschr. 232. Kuß, der Fuß Buddhas wird gek. 65, 68. Kvan-yin 31, 270. Labarum 115. Labyrinthos 231. Lackschale m. Bhiksu-Gewand 216. Laden eines Kaufmanns 127. Lahme erhalten Edelsteine 256. Laibung der Türe 229; Gepanzerter m. Kamel 79, Devatä 230, 286, 294, *243, *255, 254, Brähmana 259, Gepanzerter auf zwei Stier-schädeln stehend 298, m. Schimmel 247, Wächter m. Keule 276, 265 (?), nicht erkennbar 233, 260. Fortsetz. d. Seitenw.: Bodhisattvas 268. Laien-Bilder vgl. Stifter 212, med. Laie, Nebenbild Avalok. 234; L. vor Buddha, Predigtb. 250, 251; Laien u. Asketen 330. Lamas 43, 305, 291, sterbend 312, rotmütz. 212, m. Donnerkeil u. Khatvanga 215; Verbrennung ein. L. 36; lamaist. Götter 227, 270, 291, vgl. Vajravarähi, S i d d h a ; lam. Tempel 218; 1 a m. Stil 28, 237, 242, 214; 1 a m. Donnerkeil, vgl. r D 0 - r j e; 1 a m. Höhlen 227, 289. Lämcin 315—317. Lampe 13, 26, 34, 36, 326; L. ins Fleisch des Bodhisattva gesteckt 23, 72, *33$, 339; ^nf L. Buddha gebracht vgl. fünf 96, 178, 190; drei L. vor Buddha 296; -gesteh vor Buddha 80; L. vor Buddha 53, I29, 74; L. einem Buddha angeboten, Pranidhi- Bild 239, 273, 275; L. beim Opfer 68; L.-halter 249; L. e. Bodhisattva, Be-narespred. 298; L. der Stifter q. v. 84, 160, *io, *I2, *24, *27, *85; L. des Kanyäratna q. v.; L. Mahäkälas 163; L. einer Göttin 264; L. eines Teufels 238; L. der Sumägadhä q. v. 177; Lampenbaum 303, *304, 307. Landschaft vgl. Berglandsch. Ii, 222, 227, Sockelbild 245. Lang -Flöte 334; - gewandete Götter 236, 237, 289; -Perlenke 11 e v. Buddha getragen, Pra-n i d h i 261; -S c h w e r t 26, 173, vgl. Stifter, Saintöröltü 115. Lanze 178, 179, *I57; Dämon m. L. 97; Mann m/L. vor Buddha 178. Laosorgel 334. Läpcuq 217. Lappen, rot auf hornart. Frauen- coiff. 304. Lasso vgl. Päsa: Garuda - Jagd 310. Lattenmuster 60, 131, 138. Laub - G e w i n d e 52, 119; - h ü 11 e (u. Brähmana) 99, 190, 185, 292, 131, 115, 139, 263, 135, (und Bhiksu darin); Brähmana u. L. Pranidhi- Bild 287; 'in Indrasailaguhä 293; L.-Werk aus C 1 ay 196. Laubensystem\ Kern einer Höhle 195. Laute vgl. Mandoline, Musikinstrumente 101, 106, 158. Leben Buddhas vgl. Buddha 118, 298, eines Stifters 256, 278. Lebensmittel 44- Le Coq von 75, 77, 79, 87, 95, 100, 129, 192, 223, 239, 241, 259, 264, 315, 340. Ledergürtel 197. Leere Höhle 199. Legende Buddhas usw., vgl. Buddha, Mönch, Heiliger. Legge 68, 72, 75. Lehm kneten? 297; Verschmieren m. L. 266; Beschmieren m. L. 281 ; L.-Figg. 292; -statuen 215, vgl. s. v. Figur, C 1 a y; L.-Berge z. Aufsetzen 281. Lehrer m. Kindern 234; sechs berühmte L. 195. Leiche'. Asketenhöhlen weibl. L. v. Schakalen angefressen 40, vor Mönch 320, 331. Leinwand, Repliken v. Bildern auf L. 287; -röhre 197. Leiter Käsyapas 163, m. Querbügel ob. 303; L. der flieh. Mönche 306. Lendentuch, steh. Bodhisattva m. L. bekleidet 68, 70, 72, 115, 116, 158, v. Bodhis. beim Flußübergang auf- geschürzt 118; Asketen m. L. 331; Brähmana m. L. 115, geblümtes L. eines Nägaräja 208. Lendenmatten 101. Lesen hl. Bücher holt Dharmapäla herbei 296, schafft gute Wiedergeburt *305. Licht, 3 Lichter vor Buddha 81 ; -lücke e. Stüpa 337. Liebespaar 101, 106. Lilie vgl. Fleur-de-Lys, blaue 80, an 1. Stiel 93; -büsche 336. Linear Ornamente 77, 180. Lingavalaya, Schamschloß der nackt. Jainamönche 119, 142. Linie teilt ein Bild in zwei Hälften 305. Loculus 230. Loch i. Estrich 232, 287. Löffel f. Brennstoff 36. Lokale Variante 42; Lokal - Götter 130, 187, 263, 265, durch Reparatur an and. Stelle ersetzt 152. Lokapälas 22, 25, 46, 99, 119, 121, 155, 162, 185, 189, 206, 208 (Virü-päksa), 210, 222, 227, 236, 239, 250, 253, 261, 283, 289, 292, 311, 312, 317; -tempel 217. Lokapäramitä 236. Lotä, rundes Metallgefäß f. Wasser 60, 106. Lotus, L.-blume Deckenschluß, Kuppelschluß II, 14, 149, 119, 190, 182, 239, 82; L.-bl. auf die Decke gemalt 259, 230, 30, 306, 307; L.-bl. in Kasettenfeldern 321, *323, ?319, *258, *i69, 324; L.-bl. als Deckenschi. m. ausreit. Bodhisattva 303; L.-bl. in Wasserfries 49, *63, 64, 106, 109; L.-bl. in Kuppel neb. Baumgeäst 206, in der Aureole eines Nägaräja 208; Lotus in der Luft v. med, Mönch 35« Index. 329, 321; L.-bl.förm. Scheibe m. Tonstrahl. 296; Lotus, dessen Mittelscheibe Dhärani (Transmigrat.) 211; L. -bl. -Mandorla 70; Lotusse wie Mandalas 288, von Emanationsstrahlen getroff. 285; Tisch m. groß. L., aus d. Glückswolken steigen 18; L.-blumenregen aus ein. Wolke 296; Lotus m. Cintämani 75, 170, 210, 279, vor med. Mönch 320; L. im Ohre eines Buddha 241; Lotusblumen im Fond der Stifterbilder *I2, *24, 152, im Türbogen (Lünette) neb. Girl.halter *I38; Lotusse m. Spiegel, Mandala vor med. Mönch 330; L.-bl. neb. d. Tiger, der den Bodhisattva tötet 287; künstl. Lotusblumen der Stifter *I2, 13, 27; Lotusattr. 30; L. trag. Begleiter des Manjusri 297; Lotusteich, woraus Wasser geholt wird 125; Lotusmuster i. Fresko-boden 48, auf Sockelfeldern 203, im Gesims u. d. Decke 118, * 175; Lotusblatt vor Buddha, auf welchem ein Kind m. Prabhämandala, Gew. 52; Lotusbl. v. Buddha, Kuppel 190. Lotusblumenplinthus 7, *8, 186, 187, 205, nicht ganze Scheibe 78, nur halb: 193, 196, 199, 201, 208; L. der Vasundharä 87, 204; Lotusplinth. hochgehalten von Stifter 288, 286, (Frau) 291, von Bhiksu 254, von Nägas 15, 119; Lotusbl., auf d. Buddhas und Bodhisattvas stehen 182, ries. Bodhisattvas 283, auf d. Götter steh. 245, Devatä sitzt 218, 260; Blätter v. Lotussen e. Lokapäla 206; L. blumen u. d. Füße e. Tänzerin 245; L.-thron des Buddha 78, 295, 256, 296, 309, 316, eines Mönchs 215, 320, der Bodhisattvas 296, des Avalokitesvara 270, 284, 285, 237, 289, des Amitäbha 252, 312, *3I3, 285, der Begleiter (Buddhas) des Avalokitesvara 247, 310, des Amitäbha 251, 270; pilzförmige L. 296. Lotusse auf Löwen 305; Lotusblumen, aus'denen Kinder kommen 186, 214, 234, 250, 253, 286, 291, 306 (Buddhas); Lotusblumenblatt -aureole *57, »71, 234, 247, 267, 279, 291, 292; L.-knospenaureole 187, mit Donnerkeilen 315. Vgl. Padma. Löwe, V ä h a n a des Bodhi -sattvaMafijusri2l, 31, 216, 276, 283, 292, 297, 300, m. blauem Kopf u. Vajra, väh. Buddhas 236; Löwen- fellkappe 97, 98, 172, ?183; herald. Löwe 330; L.-kopf (maske) m. Ketten 310; L.-köpf. Teufel 141; L. neb. d. Nische 99; L. am Sockel 267, 268, 245, neben Buddha m Lotuspostament 305; Affe u. Hahn auf e. L. 97; Löwe, Affe, dessen Jungen u. Raubvogel * 21,. 23, 115, 160, 74; Löwe auf e. Elef. bedroht von e. Kraken umfaßte Jünglinge 68, 115; L. in Berglandschaft 178, vor Buddha 178; Mann flieht vor e. L. 251, 292; Löwen Lotusse tragend 305; L. als Thron eines Bhiksu 320; L. beim Parinirväna 272; Löwe (?) 335, von Holz 78. Luft, fliegend in d. L., vgl. Götter, Devatä, Buddha, Arhat, Lotus,Cintämani,Sumä-g a d h ä; in d. L. flieg. Mönche 306; Köcher 174, 175. Lumbini 90, 118, 130, 167. Lünette, Bemalung der Lünetten: Türlün.: Maitreya m. Parivära 6, 22, 34 (u. Stifter), 49, 59, 63, 95, I43,aI6"3, 174, 191, 196", 244; Parinirväna 15, Bergmuster, Buddha und Ador. 130; Mära (?) 51, Balkon zerstört 112; L. üb. d. Kultbild: meist Oberteil v. Indra-sailaguhä2l, 44, 63, 131, 143, 158, 174, komb. m. Buddha u. Ador.-Szenen 183 Indrasaila m. zwei Va-jrapänis 184, m. Kalpavrksa 34, Märas Attake 29, bes. obere Szen.: Buddha inmitt. d. Götter 76, Buddha u. Höllentopf pred. 98 vgl. Tirthika, Bimbisära. Querl. Cella: R. u. L. Lün.: Buddhapredigten 324; R. Bodhisattva i. Tusita Iii; L. Berg Meru Iii, R. Mära-Attake 118, L. Maitreya 118, R. Asket, Skelett u. Dämonen; Türlünetten d. Gänge: Devaputra m. Girlande *I38. Mäander 199, 318, 319; -muster i. Kleid 135. Mädchen, M. i. Bade 116, 135; M.-Akt 163; M. am Lampenbaum 303; M. Buddha, Gew. 178, v. stehen dem Buddha, Türw. 307; M. vgl. Ka -nyäratna 124; M. in P r a n i -d h i - Bildern: 239, m. Blumen 273, 241, 260, m. Teller 274, Opferbrot 272, 273, m. Schirm 275, vgl. Göttin,Devatä,Zofe, Mäyä, Stifter, Däkini. Madhutarpana 119. Magische Vorbereit. 47, vgl. Ajätasatru. Mahdbrahma vgl. Brahma, b. Geburt Gautamas 130. MahäkäsyapavghKäsyapa, Parinirväna 48, ,271. Mahäkäla vgl Siva 163, 212, 249, 250, 260, 282, *28l, 289; M.-tempel 227, 229. Mahäkapijätaka vgl. A f f e 68. Mahästhämapräpta, Nebenfig.d. Ami -täbha 286. Mahävamsa 6, 241. Mahävastu 60, 67, 68, 70, 73, 74, 75, 241. Mahisajätaka 76. Maina 104. Maitreya vgl. Bodhisattva, Buddha, Lünette, 6, 8, 22, 34, 49, 59, 60, 63, 76, 95, 101, 118, 120, 143, 163, 174, 191, 196, 218, 236, 244, i. Stüpa v. d. Rückw. 280. Maitribalajätaka 70. Makara 214, 272. Malaiischer Lanzentypus 29. Maler, Abb. von Malern *I48, *I49, 153, 93, 94, 106, 234; Malerhöhle 65, 98, 89, 93, 94, 100, 10$, 110, 114, 141,148—157; Vajrapäni beschützt die Gemälde 93; Züge ders. Hand eines M. 227, vgl. Bäzäklik.3 u. 30, 8 u. 34; Malerei vgl. Komposition, Konturen, Farben, Miniatur, Stil, Patronen; zwei Bilder aufeinander gemalt 334, 340; rote Trenner zweier Bilder 340; Fahnenstange v. d. Gesicht ausgelassen 275; Nebenfig. eines Pranidhi- Bildes auf d. Türw. hinübergemalt 294; Malerei u. Relief verschmolzen: Hand e. Stuckfig. in einen Stuckberg hinein-gemalt 292; Felsblock übermalt IOI; rollende Kugeln 337; minia-turenhaft. Charakter 283, 287; Vorzeichnung m. Textangaben üb. d. herzust. Bild 148; Konturen in den Lehm gekratzt 11; Tusche-konturen 279, 334; Stil v. Bämiän 331; Vogeldarstell. i. Turfan gerühmt 335; manich. Stil 210. Malla, die Mallas vor Buddha, Pred.-bild 91. Mandala, Mandalas m. Buddhas 305, 297, m. Bodhisattvas 278 (Sock.); M. wie Lotusse 288; Buddha-m., leer 330; Flammen-m. 70; vgl. Halo, Vesica, Prabhämandala, Aureole. Mandärava-Blumenregen *27i. Mändhätar 325, vgl. Buddha. Mandoline vgl. Musikinstru -mente 22, 34, 64, 65, 110, 113, 124, 159, 164, 170, 190; Göttin auf Türlaib. m. M. 63; M. in der Luft vor med. Mönch 321, 329. Manichäisch. Stil 210; m. Manuskripte 310, 311. Manjughosa, Manjusri 6, 16, 30, 216, 227, 276, 283, 292, 297, 300, 305, 312, vgl. Löwe, Samantabhadra ; Name d. M. auf e. Kürbisflasche 232. Mann vgl. Stifter, Jüngling, Männer als Adoranten vor Buddha. Gewölbeb.: M. macht Celotksepa 55; M. m. weiß. Krug 53, 179; M. m. Schale 52, 53, 55; M. m. braun. Stock 179, m. grün. Stock 179; weiß. M. 55, m. Edelstein 183, m. Schirm 53, 178, bet. 178, knie. m. Schirm 55; M. m. Blumen 72, 73; M. i. Lendentuch 159, u. Doppelschopf 160; M. m. weiß. Hut 70; M. anjali 178; M. m. 5 Lampen 74, 183, 184, 187, 53, 178, m. 3 Lampen 190; M. m. Lendent. zeigt s. Arm 160; M. Index. 359 in Landestracht 96; M. m. Schwert 160, 55; M. gepanzert 53, 183; braun. M. m. Lanze 178; dunkel-*farb. M. 178, 179; brauner M. 179; alt. M. m. Stock 178, 95; M. in der Hölle 55; M. trägt e. Affen 178; M. schießt e. Steinbock 178; M. m. Damaru 178; m. Honig 53, 183; M. m. Brett u. Zimmerbeil 178. Männer in Szen. d. Bodhi-sattva-Aufopf., Gewölbeb.: Mann m. Schwert 115, 116, M. auf Baum v. e. Tier gehalten, vgl. Bär 80; Männer auf e. Tier durch e. See reitend 68, 116, 160, vgl. s. v. Bodhisattva. Männer in P r a n i d h i - Bildern: m. Hut 274, 275, m. Tellern u. Tierkaraw. 241, 273, weiße Mütze 273. Männer in kl. Seitenbildchen: M. Blitzdrache, Tiger 301, stürzt ab 301; M. m. Schlauch 297, m. Elefant 297, Keulenszene 297, flieht v. Löwen 292; M. auf Reisen 234, m. Stock geschlagen 234; gelber Mann v. Frau gestützt erhält Schale 18. Männer i. Amitäbhabildern: M. i. Halsholz 250; M. in ind. Tracht 251. Männer in Predigtbildern: M. fällt in d. Hölle 325, m. Säge 326; M. i. Landestracht 325. Stifter u. Adoranten: M. m. Fischen 121; M. m. Hut 287; M. m. Kamel, Esel, Pferd 275; M. in Wadenstrümpfen vor Buddha 204. Junge Männer v. e. König 104; M. fängt K i n n a r i s 134; ge-panz. M. kämpft m. Teufeln 190 ; abgemag. M.: Preta 305; M. läßt Tauben frei 303; Mann m. Tigerkappe 247; Berg Meru mit Schnurrbart. M.-kopf als Wasserspeier 310. Mantri-Ratna 123. Manuskripte vgl. Handschriften 86, 192, 266, 232, 310, 313, 268; Palmblatt-m. 173, *I75. Mära 28, 29, 30, 87, 90, 119, 139, 167, 187, 193, 204, 214, M.s Töchter 90. Märtyrer 23. Matten i. Stüpa 337; -dach e. Wagens 127. Maudgalyäyana vgl. Säriputra 18, 234, 245, 211. Mauer, M.-werk 336, gespalten 333, 340, durchgelegt 285, vgl. unter Bäzäklik S. 2276°.; M.-Werk angesetzt 195; M. in e. Bilde, Pred. 325; M.-muster: lieg, geschindelt 231, 258, 278, 295, 301, 324; M.-bilder m. Türmen *ni, vgl. s. Ajätasatru,Varsakära, Drona, Kloster-m. 319; M.-zinnen v. Holz 78. Maultier 274, 273. Maulbeerbaum - ansen 232; -bal-kon 248. Mäyä vgl. Gautama, Bodhi- sattva, Buddha, Lum-b i n i ; M. im Bade 135 ; M. u. ihr Vater 112; M. Traum 118, Geburt d. Bodhisattva 130, Heimkehr m. d. Kinde 118, i. Park 90; M. bekleidet dargestellt 144, vgl. Varsakära; Mäy ä-höhlen im Wes. ident. m. Ajätasatru-Typ, 2. Anl. 22, 44, 51, 53, 55, 65, 66, 68, 74, 75, 80, 84, 99, "8, 130, 139, 141, 159, 160, 162—68, 171, 174, 176, 186, 188; 3. Anl. 22, 44, 5i, 53, 55, 64, 65, 66, 68, 70, 73, 74, 80, 96, 97, 98, 112, 113, 130, 131, 136, 141, 144, 159, 160, 162, 164, 171—180, 183, 186. Maybon, A. 119, 170, 206. Mazar 102, 181, 301. Medaillons als Dekor.; M. m. Enten -fig. 79, auf Pfeiler 336, m. Köpfen 138; M. m. Aufopf. d. Bodhisattvas 193, 198, 201, *I97; M. m. Hahnen- od. Eberköpfen 332. Meditierend m. Affen 293; m. Buddhas vgl. Buddha, i. Gewölbe: 193, 198, 215, 270, 272,.273, 276, 278, 280, 283, 292, 293, 294, 298, 315, Plaf. 306, als Trenner 204, Vesica-rand 201, 202, 208, Wanddek, 230, m. Buddha als Übermal, e. alten schön. Höhle 117, auf e. Stein 316; m. Bhiksus 330; Meditationszellen 231, 232; M.-sujets 40, *l8l, 330, vgl. Asketen - Höhlen. Medizinflasche 110. Meer 49, 110, hl. Kind geht übers M. 215. Melanes. Keulenformen 30. Mensch vgl. Mann, M. von Teufeln geplagt 296; M. -fresser vgl. Yaksa 98; M.-Oberkörper 212; m.-köpf. Fisch 106, 190, Garuda 136; M.- hand in d. Luft 283. Mentha 37. Meru vgl. Maler- höhle, Ajätasatru, Avalokitesvara, Aparagodäna,Schmied, M. u. Avalokitesvara 278, *284, 294, *309, 310, 252; M. in d. Leg. e. hl. Kindes *2l6; M. u. d. Schmied *294; M. brennt 154, von d. Nägas erhoben 156; M. beim Buddhahalähala HO, *Hl; M. bricht *46, 47, 144, 166, fehlt i. Ajätasatruszene 179. Messer 115; Stirnhaut geschnitten Trauerzeich. 179. Messinggriff e. Schwertes 201. Metallgefäß vgl. Lotä, Drona, .156. Milch, Gabe an Buddha, S u j ä t ä 96, 119, 292. Ming Oi beim Qumtura 5—37, 43, 176, 137, 193, 332, bei Qyzyl 37—181 Miniatur 311, 223, 283; M.-Stil 191, 132, 167, 287 ;M.-Kapelle 256. Minister vgl. Mantri - Ratna 124. Mir Qäsim 217. Mischcharakter 184. Mittelalterl. Haltung 84, M. Elefant. -Bilder 210. Moder 148. Mönch vgl. Bhiksu, Arhat, Maudgalyäyana, Säriputra, Subhadra; gongschlag. M. 320; alter Mönch veranlaßt Umbauten 256; Mönche als Stifter: *I2, *27, 34, 36, 48, 50, 77, 80, 91, 95, 112, 132, 139, 171, 173, 188 (rote u. schwarz. Rob.), 190 (schwarze Robe), 204, 212, 229, 234, 239, 245, 256, 259, 265, 283, 286, 287, 291, 303, m. Lotä 106, in Orn. d. Sock. 276, *277,' M. hält Kultb. hoch 231, 254; Mönche b. Parinirväna: 48, 49, 75, 77, 99, 90, 142, 157, 179, *27L 272, 2877 298, bei Verbrennung der Leiche 36, 61, 94, 179, 48 (i. Flickenkl.: Käsyapa), fächelnd 171, 271; M. Subhadra 188, 244. Mönche in Pranidhibildern: 239, 293, 254; M. schert e. König 260, 261, 272, 273; M. m. Lampe 273. M. liest einen Dharmapäla herbei 296. M. fliegend 62, 82, 139, 168, 177, 106, schwebend auf Elefanten 139, 178, auf Gänsen 139, 178, auf Schlangen (sieben) 178, 139, 320, auf Pfau 178, auf Greif 178, auf Hippokampen *3I9, auf Löwen 320, auf Panthern lj8, auf Einhörnern 178, auf Stuhl schwebend 320, -auf e. Wagen 27, i. e. Häuschen 139, 177, vielköpfig 27, in d. Sonne 62, 178, 172, i. Monde 139, 172; med. Mönche, vor ihnen Wundererscheinungen: 329, 321; M.: Asketen 117, 324,330,332,195. Mönche beim I. Konzil 144 (Flickengew.), 168, 112, m. Gebetm. 179. Mönche in Buddhapredigten: 22, *52, *53, 5i, 65, 113, 147, 154— 156, 159, 164, 174—77, 199, 201, 204 (in rot. u. gelb. Roben), 244, 297, 315, 326; M. i. Flickenkleide 22, 44, 51., 76, 176, in Schale (Kind?) 98; M.wehrt Dämon ab, der e. Stein wirft 101. M. in Bergl. med. u. Störungen 93, 101, 106. Mönche in Ador.szenen, Gewölbe: M. anjali vor Buddha 52, 53, 55,96, 97, 178; davor Korb m. Köpfen vgl. Anurädhä; M. m. Tuch 178, 66, m.zwei Papageien 179, von Schakal gefressen 167, 68, 178, umfaßt die Füße Buddhas 178, m. fünf Lampen vgl. s. Mann 96; M. unt. Dachtraufe 160; M. m. Pätra 53; M. m. Buddhabild vor B. 69; med. M. (Füllfig.) 73; Mönche m. blauen (hellbl.) Roben 22, 31, 75, 45, 98, 113, 144, 171, 179, 190, in braunen 179, in grün. 3.6o Index. 179, in roten u. gelben *200, (Bäzäklik pass.) in rot. u. schwarz. 188, in schwarzen 190, 188; M.-parivära des Zwei -Buddhabild. 261, 300. M.-Legenden 206, 18, 215, 278; M. sprühen Strahlen aus d. Brust 306. M. verlassen ihr brenn. Kloster 306. M. m.Bücherrollen (Konzil?) 298, *299; M. führt Jüngling u. Mädchen am Handgelenk 126; M. m. Knabe v. d. König 129; M. m. Armb. u. Ohrsch. 129; M. predigt e. Königs-familie 157, 84, *85; M. vor Bodhisattva b. Abhiniskramana 118; M. u. Amoghapäsa 258, neb. Pad-masambhava 215, neb. Amitäbha 252, m. Fächer 312; M.-einklei-dungen ioo, 101, vgl. Pranidhi, Scheren; M. m. Schädelstock 254; acht heil. Mönche, Sockelb. 244; Skizze eines M.-köpfes 87; M. m. Fächer u. Kaläsa, Leg.bild (Sockelb.) 281; M. neb. groß. steh. Buddhas, Seitw. 122 (einer m. Usnisa!), 190, 208; M.-parivära i. Leg. e. Heiligen 216; M. neben Schutzgott (Türk) 247. M. beeinfl. Transmigration 211; M.-bilder neb. d. Nische (Buddha-hg-) 245, 171, 256, 298, Sock. d. Nische 291, neb. Buddhas auf Seitsock. 247, 249, auf Nebenbild 288. Gay -figg.: Statue ohne Kopf 203, M.-figg. neb. Kultbild 256, klein id. i. Bergl. neb. Avalokitesvara 292. Mönchszellen 266, vgl. Asketen-Höhlen. Mond vgl. Candra, Sürya, Sonne, Mönch, Däkini, Meru, Siva, Mahäkäla, M. mit Häschen 47, 52, 80, 173, *8l; M. und Sonne am Berge Meru 110, *iii, *2i5, 296; M. rollt herab b. Erdbeben 166, *46, 47, 144; M. u. Sonne als Attrib. Sivait. Götter u. Däkinis 162, 173, 238, 248, 249, 25*1, 254, 282, 289; M. u. Sonne m. ihren Göttern in d. Scheibe u. pred. Mönch 172; M. u. Sonne (Götterköpfe) auf Panzertaschetten 209; M. u. Sonne m. Göttern dar. auf myth. Bild 309; M. m. Bhiksu darin 139, 168; Mondscheibe 57, 65, m. Sternen 62, 106; M.-gott gepanz. i. Wagen m. od. ohne Pferde 23 (ohne), *33, 34, 35, "8, 188; M. u. Sterne i. Buddhapred. *I50, 154, 156, *8i; M. u. Sonne neb. Brähmana v. Buddha 53- Mongolisch, M. Kritzeleien 43; M. Namen des Avalokitesvara 317; M. Dsanglun 70; M.-oide Züge 208. Moschee v. Murtuq 242. Mucilinda 80, 119, 214, M.-höhle 96, 315, 317, 324—27; vgl. Nägaräja. Mudrd 208, 237, 283, 321. Mügapakkhajätaka 74. Mühle bei Toyoq 317, 331. Mühlstein-Cintämani 321, vgl. Cintämani, Edelstein. Mullahaus in Toyoq m. 331. Müller, Max 241; W. M. 335. Mullkleid 76, 94, 144, 205. Mumie 48, 179. Mundschenk 335. Murtuq 68, 190, 198, 200, 210, 212, 214, 222, 225, 237, 232, 298, 267, 309, 3io, 313, 314; M.-Su 223, 224; M.-Berglehne 245, 335, 2. Anl. 301—5, 307—309, 3. Anl. 308—13, vgl. Bäzäklik. Museum 204, 212, 231, 254, 256. Mzm'&-instrumente vgl. Laute, Mandoline,Pauke,Pansflöte, Damaru, Spitzflöte,Tälas, Bügelharfe, Pancasikha, Brähmana, 64, 90, 199, 272, in der Luft 329, in Emanationsstrahlen 285, auf Freskoboden 294; Musiker in Buddhapred. *32, 44, 98, 163; M. (Seitw.) m. groß. Hüten 279; Frauen e. Königs *47, 48, *I03; Musiker d. Idyqut *333, 334, 335, 340; Musiker Gruppe b. Parinirväna vgl. Gott, Deva 244. M u s i k e r - H ö h 1 e 22, 53, 55, 56, 59, 60, 63, 65—75, 76, 80, 95, 96, 98, 115, n6, 130, 141, 159—61, 174, 176, 178, 179, 191; Mus. Balkone m. Gay oder gem. Götterfigg. vgl. B a 1 k o n 79, 117, 143, 193, 198, 201; mus. Kinder 193, 199; M. z. Parivära d. Nische 179. Muster vgl. Ornament, Schindel; Schindel-m. 231, 261; Ketten-u. Flechtm. 269, 270; M. aufgepinselt 208; M. auf Borten 104, 105, des Gewandes 136, 259, *2Ö0. Mutter Buddhas in Tusita 204. Mütze 188, 233, 208; weiße M. 273, 188; hohe M. 215; Mädchenm. m. Federn 289. Vgl. Hut. Muzart 7. Nacht durch dunkl. Berg bez. 68; N.-szene 80, 154. Nackenschleife, Stifterbilder * 12, *26, *27; 97. Nackt, n. Kind vor Buddha Gew. 178, 160; n. Knabe v. Buddha 178; n. K. m. Schlange 161; n. K.: Atavika q. v. 176; nackte Kinder, Predigtbi. 326, 159; n. K.: Wiedergeburtsbild 305; n. tote Hetäre vgl. Srimati 176; n. weibl. Leiche, übermalt 117, vor Mönch 320, 331; nackt. Wilder bringt Buddha Honig , 178 Gew.; nackte Oberkörper, Frauen 113, 125, 242, vgl. Brust, Busen; nackte Figg. einer alt. Höhle m. med. Buddhas übermalt 43, 117; nackt, junge Mädchen: Mäyä q.v. *I03, 104; bad. nackte junge Mädchen *131, 132 (diese Höhle wie die S. 162 ff., 191 beschrieb. H., ist auffallend reich an unmotiviert. Entblößungen); nackt. Akt *IÖ2; nackte Damen u. Zofen der Buddhalegende (nur Schmuck) 118, einer Bodhisattvalegende 126, 127, 129; nackte Mädchen 175, (Predigtb.); nackte Mädchen in durchsieht. Kleid vgl. Näga-k a n y ä. Nadeln d. Däkinis 254. Näga vgl. Schlange, Drache, Mucilinda, Garuda; N.Höhle 205, 206; N. flieht in menschlicher Form 109, ho; N. umklammert Buddha ah Schlange, als Jüngling daneben stehend 96; N. u. Garuda i. Zenit 118, 35, (N., siebenköpf.) 23, ebenso, Mönch, reitet darauf 178, auf Amitäbha-bi d 251; N. -knäbchen unter Rankenbäumen im Gew. 193, 208, 206, *207, i. Prabhämandala des N.-räja 209 N. i. Teich neben Däkini 229, *255; Bhiksu reitet auf siebenköpf. N. 178; N. halten Lotusse steh. Buddhas u. Bodhisattvas 14, 119, *I20; N. vor Mönch m. Cintämani 320; Buddha, von Mucilinda beschützt, predigt den N. 214; N. verwandelt sich während d. Pred. in e. Schlange 315; N. neb. Bodhisattva 59, 70, 115; N. bringen Cintämanis ho, 254; N. neb. and. Seetieren Dek. d. Spandrille II; N.-jüngl. dreiköpf, u. vierköpf. Wasserfries 109; N. menschl. Oberkörp. neb. Kultbild 212; Kubera u. N. neb. Amitäbha 305; Nägakanyä in Buddha-predigt 174, bei Lokapäla Plaf. Spandrille 185, bei Avalokitesvara, Gangdekor. 321, *322. Nägaräja, Schlangenkönig, Lokalgottheit, vgl. Ksitipati; N. aus Amitäbhabild 17, an Türw., gepanz. 25, 31, *32, 130, 182, ^ *I3I, 187; N. u. N.-kanyä i. Gang. v. Avalok tesvara 321, im Gew. des Ganges 188, *i89, Seitw. 206, 208, 209; N. beim Bade Buddhas 118; Buddha predigt e. N. 214, 297; N. u. Nägamädchen neb. Buddhanische 121; N. von d. Türw. an die Nische Übertrag. 150, 152; N. Mucilinda umwickelt Buddha 80, die menschl. Gestalt davon getrennt 72, 96; N. vor B. stehend 55; N. in Pred.-bild bringt Edelsteine bei Neuentst. d. Welt 156; N. u. N.-kanyä vor Buddha 159, *i65, 174; N. im See sitzend 216; N. mit Edelsteinen im Wasser steh. Neben-bildchen 261, 298, 299, 300, *294; Nägaräja- Höhle, Qyzyl 22, 44, 5i,v65, 113, 130—132, 141, 164 176; Sorcuq 206—211. Index. 361 N air an janä 119. Naksatra 193, 198, 199, 201. Nama (sie) Buddhäya 25. Nameninschriften 247, vgl. I n s c h r. Nandi 136, 176, 212, 247, 250, 282, vgl. Stifter Siva, Mahäkäla. Narasimha 79. Nasenfortsatz a. Helm 201. Nathu, Tanzmädchen v. N. 199. Natur-Beobachtung 211, 210; -al. Blumen 336. Nebenbildchen bes. d. Avaloki -t e s v a r a-bilder 234, 278, 296, 298, 300; -dekor. 227; -figg. bei A valok. u. Am i t ä b h a 227, Parinirväna beim q. v. vgl. Subhadra,Jaina8, 50, 144, 272 usw.; -gruppen d. Avalok.-Bildes 212. Neu, N.-Bauten 242, 223, 148; N.-bemalungen 78, 258, 150. Neun, N. Götter b. Drona 189; -gipfl. Berg 320. Netz, N.-gehänge 239; Netze gefund. 200. Niddna 236. Nike m. Kranz 117. Nilgäe 164. Nilpferd 68, 116. Nimbus m. knie. Fig. 260, 261; vgl. Halo, Mandala. Nirväna vgl. Parinirväna 112, 166, 167, 189; -Sockel 230; Nir -v ä n a - Höhle (33) in Ming Öi b. Qumtura 28—31, 206, 208, 189, .332, 333- Nische der Kultfigur q. v., vgl. Indrasailaguhä, Buddha, Amitäbha, Avalokitesvara, Zwei ¦ Buddha - B., U y u k , 5, 245, 299, 268, 150, 292, 158, 278; N. üb. Eing. 195; N. auf Seitw. 171, 278, 139, 11, in Gang. 79, 183, 142, 231; Nischen-Höhle 60—61 N.-Parivära läuft in d. Gängen fort 123* 179, vgl. Parivära; N.-S t ü p a q. v. v. Rückw. 280; Nischen im Berge 145, 227; Pfeilerchen m. Buddhanischen 313; Hauptnische durch e. Durchgang ersetzt 61; N.-bemalung: Bergornamente 99, 174, m. Buddhas u. Ador. 158, Lattenornam. 131, später e. Bodhisattva hinein -gemalt 112. Nymphaeenregen 122, vgl. Blume. Obelisk, -form. Gabe 204. Obergewand 245; y\d\ws 96. Ochs vgl. Zebu, O.-gespann 300; o.-köpf. Teufel 204, 211; O.-treiber a. zweiköpf. Schlange 115; O.-kopf abgehauen 245. Ocker, 0. - g e 1 b für Gold 13, Gesicht 208, Frauenkörper *I26, *I28. Ofen 232. Öffnung in d. Kuppel 336. Ohr, Patron, z. Gießen v. 0. 192; Töpfe als Ohr vgl. Kumbha-karna 173; -pflöcke, große d. Frauen 179; -Scheiben 13, -pflöck-chen m. Hängern 126, glatte O.-ringe 174; O.-schmuck d. Bodhisattva 120; O.-ketten aus Kristall-perlen 212. Oldenburg, Sergius von 68, 73, 74, 75, 241. Opfer vgl. Pranidhi- Bilder e. c. 274, 275 usw.; -brpte 272—73; -tisch aus Holz 87; Platz f. O.-gaben 169; -näpfchen 223; -gerate 106; -feuer 212, vgl. Ur u vilvä -Käsyapa. Ornament vgl. Muster, Mäander, Schindel, Lotus, Ranken, Blume, Stern, Zacken, Zahnschnitt, Borte, Raumfüller, Berge, Feston, *I5, *I7, *i8, *24, *27, *49, *75, *77, *8i, *83, 84, 100, 103, 104, 105, 117, 118, 119, 120, 124, 130, 135, 139, 140, 141, 147, 149, 152, 153, 165, 167, 169, 170, 174, 175, 184, 185, 186, 188, 195, 196, 197, 198, 199, 205, 206, 210, 214, 227, 230, 231, 239, 241, 264, 265, *269, 279, 287, 290, 306, 315, 319, 32i, 328, 332, 334, 336", 337, wechselnd 328, ergänzt 334- Orobanche 37. Ose vgl. Gürtel; - für Tragriemen 163. Paccuppannavatthu 67. Padma vgl. Lotus 319. Padmapäni vgl. Avalokitesvara, Kuan-yin, Chon-gim-Bodhisattva, 19, 289, *284, 237, 268, 307, 321, *322, 281, 309, 291, 292, vielarmig 307, sechs -armig 292, 237, 236, 284, vielköpfig 289, 292, trauernd 292; P.Paste 223; P. rettet einen Abgestürzten *299. Padmasambhava 212, 215. Palast vgl. Dharmoccaya, 18, 76, 110, 157, 216; P. vor med. Mönch 321, 330; P. i. Pranidhi-b. 273; P. m. Zwei-Buddhas 261. Päli 260; P.-Text Society 70, 71. PalmbZß^-handschrift 173, 179; Reste v. P. 78. Pämsupradäna 326. Parteagati 258. Paficasikha vgl. Indrasailaguhä, 5, 11, 21, 22, 34, 80, 90, 99, 101, 131, 143, 150, 182, 183, 184, 191, 227, 258, 293; P. mit vier sikhas 158. Panier tragender Teufel 233. Panka 329. Pansflöte 48, 64, 84, 104, 159, 252; in d. Luft vor med. Bhiksu 329. Pantheon 6, vgl. Götter, Hindu-Götter. Panther vor Buddha i, Bergl. Pred. 154, Bhiksu auf P. 168; 178; P.-fell z. Panzer 206, als Bogenhülle 188. Pantschatantra 59, 68, 70, 72, 74, 75, 80, 147. Panzer vgl. Rüstung, gepanzert, Garuda- Jagd, Lokapäla, Vajrapäni, Reiter, ind. Fürsten, Acala, Ugr a t e j as 22, 24, 31, 45, 57, 184, 163, 188, 206, 210, 248, 296; -rocke 211; -schuhe 205. Papageien zwei u. Bhiksu vor Buddha, Gew. 179. Papier, P.-Inschrif ten aufgeklebt 242, -patronen 317; vgl. Patronen. Pappel v. Buddha 96; P. -stämmchen als Kern von Figuren 7, 143. Paradies vgl. Sukhavati 291. Parallelismus 116, 153. Parasu 234. Parier stange 163. Parinirväna Buddhas, vgl. Buddha, Nirväna, Mandä-rava, Käsyapa, Subha-dr a, 6, 16, 30, 45, 47, 50, 49, 57, 62, 77, 75, 90, 99, 142, 143, 157, 161, 168, 171, 179, 182, 184, 185, 188, 191, 198, 201, 205, 209, 211, 216, 227, 244, 273, 270, *27i, 272, 287, 298, 316; Figg. dazu (plast.) 80, 94, 205, 193, vgl. u. G ö 11 e r , Parivära. Parivära umgebende Figg. einer Kult-figur od derHauptfig. e.Komposition vgl. Götter,Devatä,Mönche, Bhiksu; P. Buddhas 5, 19, 33, 64, 98, >6, 80, 82, 154, 172, 173, 188, 288, 231, 121, 244, 253, 305, 297, 296, 204, 278, 162, 167, 264; P. des Parinirväna 77, 193, 209, 142, 144, 94; P- des Avalokitesvara 270, 292, 237, 238, 282, 283, 247, vgl. V a -sundharä, Brähmana, Lokapälas usw.; P. des A. 239; P. des A m i t ä b h a 253, 252, vgl. Schmied, 227; P. des M a i t r e y a 118, 163, 101; P. des Zwei - Buddha - Bildes 297, 227, 300; P. des Ksitigarbha 303; P. des Manjusri und Samantabhadra 276; P. d. Lokapälas, vgl. Garuda-Jagd, 185; P. eines ind. Fürsten 84, vgl. Harem, 47, 118, *I03; P. eines Bhiksu 82; P. von Dämonenfürsten 84; Nebennischen als P. der Hauptn. 61; P. des Ganges z. Kultnische geh. 11; P. großer Bilder 318. Pärvati 136, *i77. Päsa 259, 117. Pasten 223. Pätra 53, 68, 69, 70, 73, 121, 176, 190, 303. Patronen vgl. P a p i e r - P.; s. Figg. 192, 193, 196, 203, 317. Pauke, P. u. Brähmana 288, 296; P. des Donnergottes 212; P.- 362 Index. Schläger, Garuda -Jagd *248; P.-schlage: Hammerschläge 296, vgl. Trommel, Kessel. Paulomi i. q. I n d r ä n i 90. Pausen 25, 57, 333, 334. Peganum 181. Peiniger des Bodhisattva fehlt 161. Peitsche 170, 211. Pelliot 119. Pelzwerk 186. Percy Gardner 25. Perle 79, 223, 254, i. Ohr 234; Lang-p. 261; P.-ring *257, weiße P., 212; P.-punkte 332, 102; -stab 338, 82; -rand 12. Persisch, p. Helm 303, *304; p. Bogen 25. Petermanns M i 11 h e i 1. 195. Petersburg St. 231. Pfad 256. Pfau 11, 75, 101, 64, 93, 106, 135, 147, 149, 178, 154, 191, 332, des Kärttikeya 289, 282, 249, in S u -k h ä^v a t i 234. m. Bhiksu 178, beim- Parinirväna 272; Pf. -federbusch 229, -heim 298, -schirm als Kupp. 89; Pf.-reiter 249; Pf. u. Schlange 63, u. Frosch 120; Pf. u. Bodhisattva HS; Pfauenhöhle 64, 65, 87—91, 93, ioi, 117, 204. Pfeil 332; Pf. werden Buddha überreicht 176; P f. u. Bogen 22, 25, 289, 238, 282; Pfeile i. Boden 47, 166; Pf.-köcher 188, 211; -harter 249; pf.-förm. Blatt 208. Pfeiler, P f.-tempelchen 195, 313; P f.-denkmäler 336; Pf.-tiefe 6; Pf.-chen aus Holz 139. Pferd des Sonnengottes usw. 33, vgl. Sonne, Mond, Attrib. eines Schutzgottes 87; Pf. des Bodhisattva 118, 303; Pf. des Kreuz-trägers 340; Pf. vgl. Asvaratna 124, vgl. Schimmel 247; Einhorntyp 178; Pf. m. Lasten 301; Pf.-Karawane 263; Pf.-gebiß 211; Pf. in P r a n i d h i - B. 241, 275, Produkt der Transmigration 211; pf.-köpf. Teufel 244; Pf. in Amitäbhabild 251, in Sockelbild 245; Pferde aus Patronen gegossen 192. Pfirsichrot 233, 321. Pflanzenornament 332. Pflug- haltenderGott 248, 250. Pförtnerstube 266. Phöbammon 340. Phönix in Sukhävati 234, 252; neb.. Buddha 142, b. P a r i n i r - väna 272, 287. Pilger, P.-Karawane 263; P.-kritze- leien 43; P.-züge 225. Pilz- form. Lotusse 296. Pinddpdtr a 179. Pinsel 153, 234, 238,; -harter 249. Pipphal, P.-blatt 313, 315, 316. Plafond-Bemalung d. Vorhalle 174. Plakette 94, 319, 321, 3*5--Plan v. Bäzäklik 224. Planetenring vgl. Sonne, Mönch 320. Plastischer Schmuck 286, vgl. Figur, C 1 a y. Plattenharnisch 210; -Beinschiene25, 78; -schuhe 8. Plattform 195, 206, 210, 225. Plinthus, halber Lotus 193. Porträts 247. Postament vgl. Sockel 147, m. Anten 205, m. Lotus und Löwen 305. Prabhämandala 22, 47, 45, 56, 50, 52, 53, 63, 77, 98, 118, 119, 122, 156, 159, 160, 196. Pradaksinä 9, 13. Pranidhi -bilder 43, 184, 193, 209, 210, 227, 239, 241, 254, 260, 272, 273, 274, 278, 279, 280, 287, 292, 298; Alte P. durch translok. Kopien erhalten 258, 259. Pratyeka-Buddha, 6, 94, 101, 112. Predigt, P r. v. Benares 278, 287, 264, 291, 121, 292, 285, 280, 315, 280; Inhalt der Pred. daneb. abgeb. 154, *85; Predigten Buddhas als Wanddekoration 5, 22, 84, 193, 326, großes B. 208. Gewöhnliche Sujets: Pr. von B e n a r e s q. v., Srimati q. v., Mönch mit Flickenkleid q. v., A t a v i k a q. v., Suddhodanaq. v., Tirthi -k a - Bekehrung q. v.; seltene Bilder: Zerstör, u. Erschaffung der Welt *I55, *I5I, Bjmbisära u. s. Krone * 153, Amrapäli ?151 (Fg. 341), Rückkehr v. d. Uttara-Kurus * 153 (Fig. 351). Preta vor Buddha 53, 73, 96, 97, 98, 170, 185; Pr. u. Kanne 305; Pr.-höhle 182, 189; »Preta«-Tempel 318, vgl. Avalokitesvara. Priesterweihe -höhle (Sorcuq) 200 —201. Prinsep 22. Profil-Köpie 153, vgl. *I25, *I26. Pfent 260, 307. Pultdächer, zerstörte 5, 225. Pumphosen, Tänzerin m. P. 245. Punktierte Ringe, Ornamente *I50, *I5L 329, 331, 313. Pürvavideha 251. Puschel am Kreuzgehänge d. Panzer 25. Pü-sse-wei-fo 291. Pyramidal -S 0 c k e 1 79. Qarakhoj-a 192, 217, v 225, 317, 332, 333, 338; ähnlich Sorcuq-Hohlem, sechs buddh. Lehrern 195. Qarafahr 191, 192. Quadrate, Buddhafigg. in Q u., vgl. s. v. Buddha, 315. Quasten des Zackenornaments 14, am Hut eines Gottes 303, *304, aus Patronen gegossen 192. Querflöte vgl. Musikinstru - mente, 64, 65, 124, 170, 279, 334- Quergang vgl. Gang, bogenförmiger Q. veranlaßt durch Einsetzen der Udayanastatue 193; -bilder 227. Querliegende Tonnengewölbe: Cella 30. Qumtura, Ming-Öi beim Q. 5—35, 37; Höhle 19: 65, 73, 80, 130, 51, 75, 199, 113, 131,44, n8, 183, 186, 137, 141, 176, 313; Höhle 15: 84, 195; Höhle 14: 198, 206, 189; Höhle 33: 206, 208, 189, 332—33; Höhle 42: 44; Höhlen d. 1. Schi. 182; Höhlen 14, 33 v. Q. mit Sorcuq verwandt 195, 196. Qyzyl, Ming-Öi b. Qyzyl: 6, 36— 181 (2. Anl. 143—169, 3. Anl. 169 —181), 183, 184, 186—88, 191, 195, 196, 198, 199, 201, 204, 205, 207, 208, 210, 211, 247, 253, 258, 264, 294, 298, 310, 313, 315, 324, 325, 330. Rabe 34, 115; an weibl. Leiche 320. Rad vgl. Cakra, Benares, aus Flammen 139; Rad: Cakra • r a t n a 124; — 89, 121, 154, 176, 237, 278, 285, 287, 291, drei R. 315; hohe R. 126 (am Wagen); r.-förm. Taschett. 210. Rahmen -Rest 294. Rähula 80, 201. Railing vgl. Balkon 47, 93, 168, 187, aus Clay 196. Räksasa 18, 60. Rampe 230, 253. Rand, R. -bilder der Avalokites -v a r a - Bi. 258, vgl. Neben -b i 1 d; R.- borte 18, 120, 180, vgl. Borte, Ornament; R.-dek. d. Vesica q. v. 215. Ranke, R. -Bäume 193, 205, 206, *207; R.-ornament Ii, 104, 118, 186, 303 (m. Bodhisattvas). Rasäyana 305. Rasselstab vgl. Khakkhara 30, 106. Ratnapäramitä 236. Räuber 211; Gew. 258. Raubvogel vgl. Geier, Garuda, 60, 68, vgl. Bodhisattva. Raubtier 80, vgl. Bodhisattva. Rauch, stellt Schall vor 204. Raucher-hecken 167, 291, 294, vgl. Lampe 12, 28, 56, 24, 26; -kerze 44, 104. Raumfüller vgl. Ornament, Blume *269, 303. Raute, R.-muster: Berge 35, 65, 99; r.-förm. Platten 336, Muster 174, Goldschmuck 254. Rechtsumwandeln vgl. Pradaksinä, Stifter 13. Reform-kleidet 212, 289. Regen v. Blumen, Edelsteinen 296; R.-spuren 195. Reiche Leute v. Bodhisattva gebet. 126. Index. 363 Reiftrommel d. Donnergottes 298. Reise, R. gefahren 211, 212,. 258; -gerät 225; -wagen 126, 300. Reiter, R. erschießt einen Jüngling: Syämajätaka 131; R. bei d. Szen. m. hungr. Tiger 287; gepanz. R. vgl. G a r u d a - Jagd 238; Reiter: Got*- auf Türlaib. 159; R. auf Nilpferd od. ähnl. Tier 59, 60, 68, 160; Reiter: ind. Fürsten vgl. Drona e.c. 144, 179; R.: Dharmapäla durch Lesen e. hl. Buches herbeigeruf. 296, *294; R.-gruppen v. Khäns-Palast 332; R. m. Kreuz 340; R. auf Elefant vgl. Indra, Samantabhadra, Drona, auf Löwen vgl. Buddha, Manjusri. Rekonstruktion zerst. buddh. Kults 283. Relief 315; -aufläge, vergoldet 236. Reliquien-Verteilung vgl. Drona 6, 25, 36, 34, 47, 179, 144, 156, 205; gefäße 8, 24, 36, 57, 61, 75,' 189, 156, 210, vgl. Stüpa 50. Remisen 44, 253, 259, 266. Remusat 68. Reparaturen 40, 79, 147, 150, 324. Repliken 5, 43, 286—9, 295, 296, 237, 297, 299, vgl. Drona,Buddha predigten, Garuda• Jagd, Zwei-Buddha - Bild, Bodhisattva. Reste v. Figuren q. v. 283. Restauration vgl. Umbauteniiö, 117, 136, 258, 259. Richter am Tische 297, vgl. Hölle. Riegelhaube 84. Rille l. Ansen q. v. 84, 196, 201, 206, 207. Ring, blau R. v. Kind Buddha gebracht, 198 Gew.; R.-ornament 186, 324, 332, 287; R.-gürtel 84, 173, vgl. Stifter; R.-tragende Taubenhöhle 119—124, 184, 210; R.-mauer 22, 181, vgl. Ajätasatru. Ringelpanzer 8, 25. Ritter -Höhle (Kiris) 182, 183, 190. Robe vgl. Mönch, Bhiksu, Blau, Rot; R. geschenkt, Pranidhi 241; rote R. 241 ; gelbe 201, blaue 320. Rockhill, W. 271. Rohr-bündtl 52, 143, 201, -geflecht: Höhle 195; -pfeife: Laos -279. Roller hl. Buch 296; viele Bücher 298. Rom. Kaiser zeit 336. Rosa 332. Rosen 182. Rosenkranz 215, 229, 259. Rosette vgl. Gewölbe, Lotus 16, 89, 93, 206, m. Glückswolken 283. Rot vgl. H o c h r 0 t 119, 198, Rosa, R. in Braun verwandelt 188; r. Fond 153, 270, 312, 339, 125, 218, der Ornamente 264; r. Roben Buddhas u. d. Mönche 65, 106, 190, 204, 221, 241, 258, 296; r. Götter: G. vor Buddha 164 Pred., G. m. Reliqu. 210, Vajrapäni 113, 176; Acala 291; r. Dämon 60, 68, 67, r. Knabe 176; rote Haare 26, 56, 254, 73; r. Schlange: Blitz 106; r. Trenner 340, r. Konturen in weiß. Gew. Ii, 14; rot u. weiß alternierend 295; r. Linienorn. 180; r. Bandorn. 289; r, Muster 208; r. Zipfel 307; r. Tuchlappen: Coiffure d. Frauen 254, 304, 305; rotmütz. Lamas 212; r. Schönheitsmarken 259; r. Hölzteile e. Hauses 129; r. Kuchen 178; r. Blumen 218; r. Scheibe: Sonne q. v. 195, r. Scheiben auf Stirne v. Jüngling (Sterne ?) 303; Rotkuppel-Höhle 62, 82, 84—86. Rsyairnga-jätaka 59. Rücken, auf. d.- R. lieg. Mann v.. Buddha, Türw. 95; Tragen auf R. 59, *I27, vgl. Sain töröltü; R.-lehne am Elef.-Sattel 24. Rucksack e. Wanderers 212. Rückwand-Bilder vgl. Nische, K u 11 b i 1 d 227. Ruderer -.Käsyapa- Legende 244. Rudräksa 23. Ruhebett 110, d. Bodhisattva 297. Rühr Stange d. Teufel 211. Rumäl vgl. Gürtel 56. Ruru-jätaka vgl. Hirsch 68. Ruß 182. Rüstung vgl. Panzer 57, 193, 210, 332. Ruten z. Austreiben von Sturm -dämonen 283. Säbel der Diener 238. Sack d. Windgötter 35, 52, 93, 95, *2I3. Satfdanta-jätaka 59, 74, 159. Safflor 79. Säge} 326. Sahaja 31. Sain töröltü 53, 70. Saiteninstrument 31, 113, 334; einer Göttin 268. Sakra vgl. Indra, 22, 143. Sakrdägämin 256. $äla, S ä 1 - Bäume 30, 57, 94, 145, 287. Saläkä 7. Sälavati 159. Salzsümpfe 191. Samantabhadra 6, 16, 30, 227, 276, 283, 292, 297, 300, 305, 311; s. auf Kürbis 232. Sandalen Buddha 229. Sanddünen 231, 232, 268, Abrieseln d. S. 119. Sandelholz 166. Sankha 294. Sanskrit-Inschriften 242, 244; S.Grammatik 192, 266. Santa 51, 176, 179, 212, 236, 237, 250, 296. Saptaratna 124. Sarabhajdtaka 68. Sarapis-Kopf 147. Sarg Buddhas 35, 49, 91, 112, 132, 171, 179, 263, *299. Üdriputra 18, 234, 245, gl. M a u d - galyäyana. Sarirakarantfa, Reliquienbehälter 8. Sasajätaka vgl. u. H a s e , B o d h i - sattva 68, 76, 95, 178, 191, »338, . 339-Satin 173. Sassanid., s. Bänder 25. Sattvas i. d. Hölle 311. Satvaravgl. Bodhisattva, Hirsch 74. Satyr ohren 172. Säugend, Kind und Tier 160; Stifter-frauen ihre Kinder säugend 254. Säule, S. 253, von Holz 268; S.-abdrücke 225, *255; gemalt: S.-halle 125, 126, 168, 179; S.-nischen abgeb. auf Panzer 210; Säul-c h e n in Flachrelief 313. SchabIonen -Blätter 167. Schabrake eines Elefanten 329, *24, *46, *58, *209, 330. Schachtel m. tot. Kindern, vgl. 1 H a -tsham-ma, Anurädhä., 326; vgl. Sarirakaranda.Tere* m 0 k. Schädel 147, im Gebiß 141, a. e. Stock 215, 254. Schakal in Med. Zellen 40, an Leiche 180; Sch. u. Mönch 76, 68, 178, frißt Bodhisattva 116; Dek. im Öergl. 160; Schakalshöhle 180. Schale vgl. Teller; Sch. mit Fett 303, f. Mönchrobe 330; sch.-halt. Göttin 229; sch. Siddha 212; Adoranten vor Buddha m. Schalen 52, 53, 74, von e. Näga gebr. 72, m. Feuer 73, von e. Affen gebr. 68, e. Knaben 273; grüne Schale vor Buddha 177; Sc h. m. Lotus 241; sch.-form. Nischen 28; Sch. zerbrochen 222; Schal-t i e r e 119. Schamdeckel 126, 199. Scharlachrot vgl. Rot 198. Schärpe e. Däkini 254. Schattierung, gut 279. Schatzhöhle 99—100. Scheibe vgl. Aureole, Mandala, Halo; Sch. m. Brähmi-Aksaras 296; Sch. m. Höllen-darstell. 244, rote Sch.: Sonne 195; zehn Sch. üb. Buddha (Kultfig.) 265; Sch. üb. Buddha 113; Sch. für d. Knie (d. Panzers Taschette 210; Sch. mit Tierkopf, am Rand I59; Sch.-Ornament der Decke 241. Scheitelblume 119. Schelle am Gew. 84, eines Elefanten . 329, a. Schirm 121, am Gewände 84. 3^4 Index. Schematismus der Stifterbilder 57. Schenkelschienen eines Panzers m. Brähmanas 210. Scheren, Sch. zum Bhiksu 200; in Pranidhi- bildern: König von e. Bhiksu geschoren 241, 264, 280, 298, 260, 261. Schiefner, A. 315, 325, 326. Schießen vgl. Bogen, Pfeil, Mära, Garuda-Jagd.Bo-genschütz Syämajätaka, S a d d a n t a j ä t a k a , Bodhisattva, schieß. Mann v. Buddha Gew. 178. Schiff 129; Sch. auf dem Buddha steht Pranidhi- bild 273, 274; gelbes S c h.-chen m. Knaben 204. Schild 201, a. d. Rücken 211; s c h.-förm. Orn. üb. d. Stirne 254; S c h.-Ornament 270, e. Stüpa 336, Sockel 203. Schildkröte 11, 101, 160. Schimmel 148, 158 (Moder); — 247, 287 (Pferd). Schindel: Ornament, liegend geschindelt 222, 231, 258, 261, 265, 278, 291, 295, 301, 324. Schinden eines Tieres vgl. Bodhisattva 73. Schirm vgl. Hti 18, 190, 287?, 288, 291; Sch. über Buddha 50, 68, 121, 298, 307, 250, 283, aus e. Teich auf steig. 18, stürzt herab 166, bgl. Ajätasatru, des Bodhisattva 231, 321; Sch. einer De -vatä 34, 250; Sch. u. Hansas 339, e. Wand 212; Sch.-träger vor Buddha, Gew. 178, 51, 53, 55, 74, des Bodhisattva 118, Märas 204; eines Königs 65, 113, 179, 326, Zofe 175, alt. Mann 176, in Pra-nidhi-bild. 239, 240, 273, 275, 280, 293, 298. Schlächter m. Messer 115. Schläfenmarken *2gg. Schlafkrüke 234. Schlamm 319; S c h . - runse 142. Schlange vgl. Näga,Mucilinda, Blitz, Käsyapa, Bodhisattva, Garuda; Schi. üb. Nägaräja 130, 206, 156, 174, 188, *i89, *I3I, einer Näga ¦ kanyä *322, *i65; Schi, um Berg Meru q. v. HO; Schl.-leib d. Nägas 315; Schl.-unterkörper 212; Sch 1.-Vesica 187, 324; Schi. m. Garuda q. v. 34, 52, 129, 130, 214; Sch 1.-köpfe wie Lehne e. Stuhls 139, 320; Sch 1., Bhiksu darauf 168; S c h 1.-thron e. Bhiksu 320; Schi., Pfau u. Frosch vor Bodhisattva 120, 63; Schi, und tote Hetäre 327; Sehl. i. See . neb. Däkini 254; Schi, und Käsyapa 163, 244; Schi, und zwei Knaben 161, 116, Schi, be-drohtWanderer298, 211, 234; Schi, im Gebirge 297, 115,, 59, *54; Ochsentreiber auf zweiköpf. Schi. 115, 49; dreiköpf. Schi.: Blitz 95, Dämonen mit Schi. 29, 30; Bodhisattva opfert sich Schi. 73; Schi, vor Buddha, Gew. 53, 65, i. Teich vor Buddha, Gew. 55, i. Ringen üb. Buddha 70, m. Brähmana, Hirsch u. Vogel 6b; Schi. -Hölle(?) 86; Schi, umwindet drei Jünglinge 115; schi.-form. Wadenbnäder 126; Schi. i. Garten 285; — Sch 1.-Linien *258. Schlauch, Mann m. Schi. 297. Schleier 340. Schleifen i. Nacken 56; -muster 170. Schleppend. Gewand 254. Schlußrosette 321. Schmied u. A m i t ä b h a q. v. 227. Schmidt, J. J. 23, 25, 53, 70, 296, 325—26. Schmuck ohne Kleid! 126, 127, 129, 118, 100, eines Devaputra 98, der Götter 156, eines Mönchs! 129; -blatt v. d. Scham 199; -bänder 27; -Scheibe 77; -ketten 27, 50, 113, 229, 239, 241, 261, im Schnab. e. Ente 79, i. d. Luft *24, *27. Schnalle 79. Schnecke, in Wasserfriesen, Spand-drillen II, 49, 119; Sch.-horn-bläser 141, 282; Sch.-hut 121, *I22, *85. Schnee, Bilder: als weiß. Flocken 106; S c h.-stürm, Gew. e. Avalokitesvara - tempels 258; Sch.-ablauf (Elem.) 206. Schnüre, Dämonen halten an Schnüren ihr Opfer 75. Schnurrbart, Buddhas 296, eines Gottes 173, Vajrapänis 154, der Stifter 56, *I2, *27, der Dämonen *I40. Schönheits-Marken, rote 259. Sorcuq 6, 28, 37, 70, 79, 186, 187, 189, 190, 191—211, 221, 317, 324. Schoßrock 13, 105, 127. Schott 296. Schreiber m. Pinsel 238. Schrifttäfelchen 212, vg, Ins ehr.; S c h.-zeichen: Dhäranis 211. Schritt, die erste Sch. des B o d h i -s a 11 v a 118. Schuhe gefund. *243; auf Bild.: Sch. musiz. Kinder 199, der Däkinis 254, der Bhiksus 106, der Stifter 204, bemalt als Panzerschuhe 8, 94 (Clay-figg.). Schüler d. Brähmanas 164, Buddhas vgl. Mönch,Bhiksu,Arhat. Schulter, Kind auf d. Sch. getragen 115, vgl. S a i n t ö r ö 11 ü; Sch.-flammen 22, vgl. Flammen, Arhat ; Sch.-tücher gepanzerter Götter 304. Schur 201, vgl. Scheren. Schüssel m. Cintämanis q. v. 254, m. Blumen 122, vgl. Teller. Schuttlawinen 223. Schutzgötter 5, 6, an Türlaib. 91, 163, 227, 247, * 243, 244, Türw. 130, bei der Wiedergeburt *305, 306; vgl. Türe, Nägaräja, Devatä, Däkini; Clay-figg. 91, 205, vgl. Lokapäla, Dharmapäla; Sch. durch Lesen eines hl. Buches herbeigeholt 294, im Gebirge? 262. Schwan vgl. Hansa; schwarz. Schw. u. Eber vor Buddha (Kuppel) 190; flieg. Schw. 338, 318; Schw. in Sukhävati 286, auf e. Fresko -boden 294. Schwarz vgl. Blau; schw. Kappe 208; schw. Robe eines Mönchs 190; schw.-punktierte Gew. 130; schw. Brähmana 171, Dämon 25, Gepanzerter 136; schwarzer Beschlag d. weiß. Farbe 242. Schwein, vor Buddha Amitäbha 252, in Teufelsszen. 296; schw.-köpf. Gott statt elef.-köpf. 283, 289, Teufel 141, 237, 286, 289; schw.-rüssel. Dämon 234; Schweinekopf neb.Mensch - u.Affenkopf, Ausstatt, e. Fisches 109. Schwert vgl. Stifter, Sain töröltu, Ksäntivädi, Ma-häsrutasoma ; Schw.-fechten des Bodhisattva 118, 135; Bodhisattva kürzt s. Haar m. Schw. 214; Elef. m. Sch. vor Buddha, Gew. 160, 178, 95; ind. Fürsten vor Drona m. Lang-schw. 157, m. kurz. Schw. *2I0, 2li; Mann m. Schw. vor Buddha, Gew. 55, 98, 184, Pred.-bild 113, Gepanz. ebso. 201; Reiter tötet Hirsch m. Schw. 73, Hände abgehauen 67, 116, 339, des Puri-s ä d a 71, *72; Schw. od. Peitsche? 170; Schw. der Lokapälas ?162, 163, des Nägaräja 188, *l89; flamm. Schw. e. Gottes (Sockel) 245, sivait. Götter 282, 289, 249, 250, vgl. Mahäkäla; Lang-schw. eines Gottes, gepanz. *i89, 190, eines Dharmapäla 237, 238, eines Dämons vgl. Vemacitra 136, Schw. m. breit. Klinge der Mallas (?) 91; Schw.-träger m. Buckelkappe 97; Stifter mit Langschwertern: *I0, 13, 56, *58, 61, 84, *85, in die Erde gesteckt vgl. Ajätasatru 47. Schw.- trägerhöhle 22, 44, 50—58, 59, 64, 65, 66, 68, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 79, 80, 95, 96, 112, 113, 115, 116, 118, 130, 133, 150, 160, 164, 176, 178, 179, 183, 184, 191, 199. Schwimm-bewegung 193; -häute Buddhas 89, 154; schwimm. Gegenstand 160; vier kleine schwimm. Figg. vor Buddha (Pred.) 164. Sechs, sechs Schüler Buddhas 195, sechs Buddhas in Aureolen 122; sechs Buddhastatuen neb. Avalokitesvara 247, 267, im Gewölbe 251; sechs Buddhas des Zwei • Bud -d h a - Bildes (zwei sitz., vier steh, als Parivära) vgl. Zwei - Bud.-B i 1 d; s. -armiger Avalokites- Index. 365 vara- Padmapäni 30, 284, 292, Dharmapäla 237* 234, Gott 173, 236 (Kuppel), m. Schwert 283, m. weiß. Schirm 250; sechsbeinige Götter 285; sechs Götter vor Buddha 121; sechsstrahl. Flammenrad einer Göttin 139. See, S. und Affen 160; S. und Bäume 50, vor Asket 331; S. in Käsyapas Einsiedelei 244; S. als Aureolenfond eines Nägaräja 208; badende Mädchen im See, König geraubt 116; S. mit Drachen vor Avalokitesvara 270; S. und D ä -kini 254; Seen i. d. Landschaft 154, *I07, *io8, vor Buddha, Amitäbha 251; S.-kamello6, 109; S.-pferd, vgl. Hippokamp 106, 109; S.-Schnecke 109; S.-tiere vgl. Kappa, 6, 106, 109, *63; Bodhisattva im S. vgl. B o -dhisattva; Seefahrerhöhle 79, 147. Seide, Seidenbilder 223, 287; S.-S t ü c k e 126, 127. Seite, S.-bildchen groß. Bilder 18, 263, 286, 296, 297, 300; Seiten-gänge vgl. Gang, nur wenig tief 193; S.-stollen 180; S.-kapellen 16, 307; S.-nischen 132; S.-zellen 331; S.-fähnchen der Stüpas 230; S.-zweige eines Lotus 285. Bilder auf den S.-wänden der Cella: Buddhapredigten (fastquadr. Bilder) 22, 31, 44, 49, 50, 51, 59, 64, 65, 76, 80, 97, 98, 113, 130, 133, 136, 144, 153—56, 159, 164, 174—76, 184, 186/7, 191, 199, 201, 204, 208, 244, 314, 325/6, bes. Anordn. 190; Buddhalegende 88, 118; große stehende Buddhas 17, 230, m. Adoranten 34, 120; Pra-nidhis^26o/l, 264, 272/5, 278—80, 287, 292/3, 298; Buddhas und Bodhisattvas in Reihen 14; Buddhas u. Stüpas 291; Buddhafigg. m. Ador. -(Stift) 307; Buddha-predigt., groß m. Göttern 87, 88, 172 (Vorhalle) Märaszene, groß 87, 88 (Vorhalle); Buddhalegenden u. Amitäbha 214; Nischen m. groß. Buddhas 10, 170, 6o(?); Amitäbha u. Avalokite svara 270, 285 (?) 286, 291, 305 309, 312; Amitäbha u. d. Schmied, Buddhas, Samantabhadra, Manjusri 297; Nischen m. Figg. (Avalok.-Kult) 18, u. Su-jätä 292; Amitäbha u. Terrassen-Tempel 16; A. u. Mönchslegende 256, 258; Samantabhadra, Manjusri 285; ebenso, kere Throne, Vajrapäni, Götter 276; Avalok. u. Maitreya (? Repl. v. 266, 267) 234; Sockel 267; Bodhisattva in Reihen sitz. 266, 267; Seitenflügel des Zwei-Buddha - Bildes 261/3, 300/1, 288, ebenso d. Avalokitesvara: Buddhas, Götter, Mahäkäla-sippe, Lokapälas, Garudajagd 237/8 247—50, 276, 282 3,' 289, 310; D ä k i n i s q. v. u. Devatäs 208/9, 242, 259; Wiederhol, v. Hänge- bildern (Avalok.-Kult) 288, vgl. 234; Stifter 289; Musiker u. Cintämani 279; Mönche, Zaub. 320, 329; Mönch-Legende 206, 215; Jätakas u. Avadänas 130/1, 125/6, 147, 183; Nägaräja 208; die Sid-dhas 212; Dämonenfürst, m. Harem 48. Sendpatiratna 122. Sessel 158. Sgraffitti 169, 211, 330, 331, 332. Shdl der Kinder 199, einer Däkini 254, vgl. Celotksepa. Siam 330. Sichel des Mondes 106. Siddha 212. Sieben, s. kniende Götter 285, s. Juwelen 124; s. -köpf. A v a 1 o k i t e s -vara 270, Näga 178; Sieben -s c h 1 ä f e r 300, 331. Sieg 192, 266. £ikhd, fünf S. eines Devaputra 154, 156. Silbereingüsse 126; -schalen 127. Sims eines Sockels *277. Sinisierend. Stil 193, 199. Sitzen auf europ. Art 96, auf Dämonen 248, 249; Sitzbank 313. Siva 136, 176, *i77, *248, 250, 282; siv. Götter 282, 289, vgl. P ä r -vati, Mahäkäla, Ganesa. Sivi-jätaka 68, 99, Journ. Asiatique 1908, S. 146. Skelett-fund 87; Gemälde: S k. vor e. Mönch 40, 331, Vorzeichnung in Medit.-Zellen 147; S k. vor Buddha 178; S k. und junges Weib, dargest. Inhalt der Predigt 84. Skulptierter Stein 315. Smirnow 334. Sockel 227; Rückwandsockel: Cella 68, 78, (Tisch) 158, 203, 212, 214, 215, 221, 222, 233, 234, 230, 244, 247, 256, 253, 259, 260, 264, 269, 271, 273, 278, 280, 281, 285, 287, 289, 291, 292; Gangrückw. 50, 94, 142, 143; Türw. 276, 277; Seitenw. 20, 78, 79, 233, 267, 268, 273, 310; freistehend 87,124, 217, 230, 231,235, 243, 245, 270, 287; Stüpasockel 336, *337; Gemälde auf d. Sockelfläch.: Predigt v. Benares 245, 253, 260, 264, 278, 280, 285, 287, 291, Stifter: 289, 291, 292, 267, 268, 20, Aufopferungen der Bodhisattvas 68, 158, 231, 287, 292, Phönix, Makara, Pfau usw. 271, Mönchbilder mit Klöstern 244, Tänzerin nnd Legendenbilder 243, 270 (Drache!), Opferfeuer, Lamas, Nägas und Götter 212, stil. Enten 78 79, Ornamentmuster 203, 222, 269, 276, 277 (Mönch i. Ornament), Kultfigg. Mandalas u. Bodhisattvas 278; vgl. Plinthus, Lo tu s , Bank, Parinirväna, Nische. Söhne getötet, vgl. A n u r ä d h ä 326. Soldaten 206. Sonne vgl. Süry a, Wagen, Mond i. Zenit d. Höhlen 6, als rote Scheibe 136,95, 52, 57,106,136,195, m. vier Hansas 65; S. u. Mond neb. Berg Meru 296, 215; S. u. Mond rollen vom Berge Meru herab 166, vgl. Ajätasatru; S. u. M. neben Amitäbha 270; S. u. Mond in den Händen von Gottheiten * 173, 30, *238, 248, 249, 162,254,251, 282, 289; S. in Wolken wird von e. Siddha (1. c. vielleicht auch Virüpa) festgehalten 212; S. i. Wolken neb. Dame 263; S. mit Mönch darin 178, 168, 172; Sonnengott, gepanz. im Wagen 76, *2i, 23, 33, n8, 188; S. u. M. ,die Götter sitzen in der Scheibe 309; Mönch imSonnen-wagen 62; Höhle m. d. medit. S.-Gott 61—62; S. m. Planetenring vor Mönch 320; S. m. Asket v. Buddha 53; vgl. T a s c h e 11 e , Nägaräja; -Schirm vgl. Canopy, Hti 18. Spence Hardy 49, 241. Spiegel 64, 330. Spielbrett 86; -z e u g 79. Spitzbogen 50, 104, 315. Spitzenkragen 14. Spitzenornament 258. Spitzflöte 64. Spitzohren der Dämonen und niedrig. Gottheiten 11, 80, 65, 84, 86, 97, 110, 120, 172, 173, 176, 185, 190, 254, 305, 298. Sprengopfer 179. Sresfhi-jätaka 70. Srimati 65, 176, 327. Srotäpatti, Srotaäpanna 22,256. Srutasoma vgl. Mahäsrutas. 70, 71. 158. Stab eines Brähmana 286 (m. Krücke), b. Avalokitesvara 289, m. Schädeln 215. Stadt vgl. Drona; S. vor Buddha 250; S. brennend 300; S.-mauer 78,210; S.-tor 179; Stadt-Höhle 206/7, 209—10. Stahlkappe 201, 211. Standarte e. Teufels 238. Stange mit Fläschchen daran e. T i r -t h i k a 156; S t. des Schirmes ausgelassen 275. Statue vgl. Figur,Udayana -B, B u d d h a , L o k a p ä 1 a , Bodhisattva, zerstörte 7, 93 -passim vgl. Kultbild,Nische, auf Bänken 215; Gemälde: eine Gottheit trägt d. Buddha-s. 245; Maitreya -S. 218. S t atuen-H ö h 1 e 64, 91—95, 153, 205. Staubtuch 263. Stein, Brähmana wirft St. gegen s. Schüler 164; St. gegenBuddha geworfen 101; St.-platte m. menschl. Kopf 283; Steininschr. 268; St. m. Skulpturen 315; St.-sockel 18; St.-vorbau 195; St.-block bemalt 101. 366 Index, Steinbock 34, 70, 97, 77, 75, 96,106, 115, 178, 179; St.-Jäger vor Buddha 178. Steinkeule 30, 71. Stellbretter 200. Sterbend, s t. Buddha vgl. Parinirväna; st. Dame *I5, 16; s t. Lama 311. Stern im Zenit 62, 52, 106, 154;- chen im Fond 27, 63; -blumenmuster 103; -bilder 296, vgl. Naksa ¦ t r a. Stiefel 121, der Asketen 331, der Stifter 26, 36, 104/5, 289. Stier vgl. Nandi 212, 260, 247; st.-köpf. Teufel 244; Stier in Teufelsszen. 296; St. in Amitäbhabild 251; weiß. Stier 163; St. und Gott vor Buddha 185; St.-schädel, gepanz. Gott darauf 229, 298; St.-kopf an e. Scheibe 159. Stifterbilder 5, 6, 12, 13, 14, 16, 25, 26, 28, 36, 37, 34, 48, 56, 61, 80, 84, 93, 95, 97, 104, 105, 106, 132, 133, 136, 139, 171, 199, 154, 155, 160, 162, 163, 173, 184, 186, *i87, 188, 190, 193, 196, 197, 198, 201, 204, 206, 207, 208, 212, *2I3, 214, 215, 229, 231, 233, 234, *235, 237, 242, 244, 245, 247, 252, 254, 256, 260, 264, 265, 267, 270, 272, 276, 278, 280, 285, 286, 287, 288, 289, 291, 292, 298, 303, 304, 305, 307, 311, 312, 326, 328, 330. Stil, -arten 5, 42, 43, 227, 324, 253 wechseln 328, 237, 326, -differenzen 242, -mischung 184, uigh. 227, 293, »chines.« 3lO,vtibet. 311, von Bä-miän 331, v. Sorcuq 193; stilreine Figg. 193; stilisierte Gesichter 26; Stil und Naturbeobachtung 210. Stirn, St. - ausschnitt d. Haares 13; St.-marke 26, *299; St.-schmuck 126, 247; St.-haut zerschnitten 179. Stock m. Schädel eines Mönchs 254; ein Mann geschlagen 234. Stoff, St.-reste 245; -schleifen an Gefäßen 335. Stollen, S t.-anlagen 230, i. Berg 245, 253. Störung der Meditation vgl. Tänzer, Windgott, Jäger, Affe, Kind 93. Strahlen v. Buddha treffen Preta 170, aus B. Stirne 296, aus Kloster 215; -bündel 188, aus Brust e. Mönchs 306, vgl. E m a -nationsst. 285, Amitäbhas m. Buddha darauf 286, 289, 252; Padmapäni u. Str. 281; -kränz 265; m. Stüpas darauf 273; aus einer Pauke 288, 296. Streitaxt 211, 335; -hammer 201, 211. Strichornament 44. Strick, Attr. d. Dharmapäla 237. Strohbündel 7. Stucco, Stuck, St.-Berge 150, 247. Stufe, S t.-sockel 247, vgl. Sockel, St.-wangen bemalt 237; st.-artige Berge 216; Stufenornament 241; St.-zinnen 157, 332. Stuhl trommelartig 204; S t.-chen 154, 156, fliegt in d. Luft 320. Stulpstiefel 186. Stüpa, St. AIdyqutS. 336, 337, 340; St. b. Kucav7, 8, 181; b. Qyzyl 142 (?), b. Sorcuq 192, 206; -reste 225, 301, 310, 313, 314, 340, Iliköl 221; st.-art. Kegel auf d. Dach eines Freitempels, Toyoq Mazar 318, 321; Stüpas inm. Höhle v. Rw. 227, 270, 273, 280; gemalt: St. 212, *2Ö9, St. in der Krone des Mahästhämapräpta 286, auf Strahlen 273, i. Türsturz 132, i. Amitäbhabild 251, Gewölbebild, 288, Gangdekor. 75, 99, 49, 50, 291, 230, Türlaib. 130, Türw. 270, bei Verbrenn. Buddhas 35, 48, 49, 298, St.-halt. Dämon 112, St.-förm. Reliq.-behälter 210, St. neb. Kloster 215, Gepanzerte neb. St. 312, St. vor Buddha 68, 69, 301, Gott u. S t. ebenso 67; hölzerne St. 78, 87; St.-sockel bemalt 280, 281. Sturmgott 211; -Dämonen 282. Stützpfähle für Figg. 205. Subhadra 188, 215, 244, 272, 287. Subhdsita 75. Subhüti 215. Suddhodana 112, 136, 80. Su-ho-to 68. Sujdta v. Sain töröltu 70. Sujdtä 96, 119, 160, 192. Sujets für Meditationen 42, 43. Sukhdvati 214, 241, 252, 233, 235, 286, 291, 296, 320. Sumägadhä 168, 139. Sung-Dynastie 296. Sünyatä 236. Suprabuddha 112. Sürya 172; S. u. C a n d r a 210. Sutasoma vgl. Srutas., M a h ä s\ 53. Sütra 211, 223, 297. Svastika 79, 30°, 3^3. Sven Hedin 195, 197. £vetaketu 116. Syämajätaka 56, 60, 115, 131. Symmetrie 153, 154, 161. Syrisch, sy r. - p e r s. Gesichtsaus - druck 153; syr. Schrift 79; s y r. Evangelien-Handschriften 181. Tafeln m. Inschr. vgl. Inschr. 215. Taksasilä 72, 75. Tälas vgl. Musikinstrumente 64, 104, 294. Talbot 332. Tamarisken 37. Tamburin 64. Tantra 223, 237; -götter 318, vgl. S i d d h a. Tänzer stört e. Asketen 92, 93, vor Buddha 214; Tänzerin vor Buddha 55, 176, vor Bodhisattva 118, v. Devas, Sockelb. 245; Tänzerin, Skulpt. v. Nathu 199; Abb. *I77, *243, *244- Tapetenartige Bemalung 279. Tärä, Posit. wie T. 306. Taschetten 211. Taschentuch vgl. Rumäl 13, 56. Tassenbehälter 157. Tathägata, Inschr. 236. Taube 188; kranztrag. T a u b e n h. 186—89, 182; ringtrag. Tauben 119, 122, 79; T. freigelassen 303; T. im Feuer 56, verfolgt 60; T.-fänger 161, 80; gerettet 68; vgl. Bodhisattva, Kapotika-sanghäräma. Tausend Buddhas vgl. Buddha 218, 227. Technik, verschied, in einer Höhle 227. Tee als Begrüßung ger. 127. Teich, stilis. T. *io, 106, »151, *I53 Krsagautami neb. e. T. *l6l; T. m. Kind i. Schale, Buddha-Pred. 141; T. vor med. Mönch 321, 320; T. mit Enten 329, mit Lotussen 312, mit Näga 229; T. in S u k h ä -v a t i q. v. 214, 286; T. mit Drache vor Buddha 190, 55, vgl. Näga; T. mit Fuchs, Hund, Affe, Hahn vor Buddha, Gew. 178; T. mit Kopf des Wassergeistes 60; T. mit König darin vor Buddha, Gew. 96, (Gott) 55; T. m. Lotussen in d. Leg. eines Mönchs 18; Bodhisattva q. v. und ihre Legenden bei Teichen, drei Reiter vgl. Sa • rabhas. 59; Mädchen i. T. 59, *69 vgl. Kalmäsapäda; Schakal frißt d. Bodhisattva neb. T. 70, Bodhi. u. Nägas 68. Teller m. Edelsteinen vgl. Däkini, Devatä,Vasundharä 183, m. Blumen vgl. Devatä,Stif -t e r , König m. T. Pred. 326, mit Opfern, Broten usw. 239, 240, 272, 273; t.-förm. Aureole vgl.Vajrapäni, Aureole. Temiyabodhisattva 74. Tempel 6,7: russ. Z. 340; von Bäzä-lik 223 ff., 291, bei Iliköl 217— 223; T.-terrasse 317; T.-Stadt 192, 263; auf Gemälden: T.-bild 16, 296, 283, Tempelchen auf Lotusblatt, Amitäbhab. 252; Tempel-Stadt 263; T. als Attrib. e. Lokapäla, Garuda - Jagd 283; T. u. Trisüla "id. 292; T. und Glocke üb. Manjusri 276; Wallfahrtsort 301; T.-dach 214; vgl. Terrasse n - T., K10 -ster, Kapelle; T.-fahnen 78. Teppich m. Reliqu. 156; Teppiche d. Buddha 315; T.: Wellenlinien 288. Teremok (russ.) Häuschen i. e. Reliquienbehälter 8. Terrasse, zerstörte 8; T. der 2. Anl., Qyzyl 142: Terrassen: 253, 324, 217, v. Bäzäklik 225; Gemälde: 14, 16, 252, 286, 307, vgl. Sukhä-vati. Index. 367 Teufel vgl. Dämon, Y a k s a , Räksasa,Hölle,Teufel s-höhle 22, 65, 68, 70, 82, 130, 132 —142, 164, 176, 177; tierköpf. T.: stierköpfig 204, 3 II, 244, 211, pferdeköpf. 311, 244, schweineköpf. 286, 289, hundsköpf. vgl. Mära, vielköpf, ebda.; T. u. brenn. Haus 288, 298, 300; T. auf d. Dach 296; T. auf d. Rück. lieg. 205; T. stellt sich auf d. Hände 204; T. bläst Turbinella 204, Trompete 204, Trommler vgl. Pauke, Trommel, 204; T. stürzt herab: M ä n -dhätar 98; T. m. Köcher, Lampe, Pfeilen, Panier, Standarte, vgl. Garuda -Jagd 238; T. vor Buddha 190* T. glockenläut. 292, vgl. B e n a r e s 292; T. m. Keule 238, weibl. T. mit Bogen 204; drei-äug. T. vor Bodhisattva 161; T. tritt nach Winddämonen 238; T. i. e. Haus: Hölle 252; T.-typen J39, *40, vgl. Mära. Thomas 22. Thron, gemalt 180; Th. wird Buddha angeboten Pranidhi -B. 272, 274, 287; Th. eines ind. Königs 100; Thron Buddhas 199, 76; Th. in offenem Stüpa 99, leere Throne 98, 99, 159, 276. Tibet, tibetische Kritzeleien 43, 169; t. Handschriftreste 223; t. Fenster 210; t. Lamas 305; t. Liste der S i d d h a s q. v. 212; t. Gürtel 56; tibetan mastiffs 99; t. Stil 214, 311, 312. Tier, T.-Figuren beleben Berglandschaft 23, 44, 59, 65, 68, 76, 77, 80, 93, 95, 97, 115, n6, 178, 179, 154, 155, 245; tierische Köpfe der Götter und Dämonen vgl. Siva 136, Märas Heer, Schwein, Ganesa, Garuda, am Rand einer Scheibe 159; Tiere, auf denen Asketen (Mönche) reiten vgl. S u -mägadhä, Hippokamp; T.-figuren auf Helmen vgl. s. v. Drona; Tiere vor Asketen 330, bei Teufelsszenen 296; T.-opfer d. Brähmanas 47, 244; Tiere sich selbst opfernd vgl. s. v. Bodhisattva, Kunta, Ru-ru, Satvara, Mahäkapi, L ö w e u. d. einzeln. Tieren; zwölf zykl. Tiere 256; Tiere freigelassen 303; T.-figg. neben Ksitipati 191, neb. Nägaräja q. v. und Türlaib., Banner aus Tierrachen 303; Tierköpfe 154, vgl. A j ä t a -satru , Sibi -j ätäka; angemal. T.-figur 298; aufgesetzte Tiere 63; Tiere auf Postament 96, vgl. K i -lin, Gazelle, Benares (Predigt); Tiere v. Buddha, Gewölben. 96, vgl. u. Buddha; halbzerstört. Tier (Elefant?) 329; T.-köpfe auf Gefäßen 335; Tiere in got. Ornam. 186, T.-kritzeleien 315; Tierfrieshöhle (Kiris) 22, 44, 51, 80, 113, 131, 159, 164, 176, 182, 185, 186, 189, 199. Tiger, T. in Höhle 34, 50, 101, in Berglandsch. 106; T. bedroht einen Mann auf der Reise 211, 301, einen Mann, den ein Bär beschützt, vgl. Bodhisattva, Rksapati 68; T. vor dem Bodhisattva 71, 72; hungr. Tigerin und d. Bodhisattva 116, 287, 199, 338; t.-köpf. Dämon 87; Tigerhelm 238, 247; Tigerfellschurz der Brähmanas 154, 183, 259, 270, -strumpfe 154; vgl. Mahäkäla; Tigerfell wird Buddha geschenkt 183, als Dach-bedeckung 293, als Bogenetui 211, Tigermuster i. punkt. Ringen *257. Tirthika vgl. Brähmana die sechs Irrlehrer (T.) vor Buddha 98, 154. Tisch, fünffüß. T. 334; -diener 335. Titanen: Kuppelhalter 11. Tod Buddhas vgl. Parinirväna, eines Mönchs 311, vgl. auch S y ä ? majätaka. Tot, Tote vor Asketen vgl. Asketenhöhlen, Tote in Auf-opf.-Szen. der Bodhisattvas q. v.; t. Kinder 159, 169, vgl. Krsagautami; t. Hetäre vgl. Srimati 65, 176, 327; toter Mann vor dem Bodhisattva Gau-tama 118; T.-kopf: Stirnschmuck eines Teufels 30, vgl. Schädel; T.-kult 307. Toghuci 217. Ton: Töne durch Strahlen dargestellt 296, durch Rauchwolken *203. Tonnengewölbe 5, 20, 195; querlieg. T. der Cella 230. Tonscherben 79. Tor, T.-anläge 217; in Gemälden: T. vor Amitäbha, das sich unter Hammer- u. Paukenschlägen öffnet 296; Tor unter Drona- Szene vgl. Drona, Reliquien; T. -türme 179, vgl. Ajätasatru, Tusita. Topf, in der Erde 264; T. auf Ge-. mälden vgl. s. Ajätasatru, M ä y ä(Bad), Fußwaschungshöhle, Sumägadhä .usw.; t.-ohr. Dämon vgl Kumbha-karna 141, 173, 176; Topf in Gabelstange 179; T.-Scherben 192. Toung-Pao 212. Toupet 26. Toyoq Mazar 77, 96, 195, 227, 258, 259, 313, 314, 315, 317—332. Tragriemen -Ö se 163. Tragstange 37, 234. Translokation einer Komposition 191, 300. Transmigration 211. Trapusa 119. Traube, T.-Dolden eines Baumes 279, 305. Trauer, T.-szenen vgl. P a r i n i r -väna e. c. 179, Anurädhä,Ti -geru. Bodhisat Vv a , Kai - mäsapäda; trauernder Padmapäni 292, vgl. s. Schlange (Pfau u. Frosch). Traum der M ä y ä 118. Tree and Serpent Worship 68. Treppe 62, 225, 266, 324, abgestürzt 8, 142 (?); Tr. eines Stüpa q. v. 336; Treppen- höhle 117—186, 135. Treten: niedertreten 234. Trisüla 75, 238, 250, 291, 292, 301. Tritonen 185. Trommel, T. des Donnergottes 297, 298; Tr. vor Mönch i. d. Luft 329; Trommler u. Tänzer vor Buddha 214, 139, 140; Trommler auf Balkon 93; Garuda - Jagd 204, 282, vgl. Pauke. Trompete eines Teufels 204. Tschapka-art. Aufsatz e. Mönchskappe 190. Tsul-Hn tib., vgl. S a 1 ä k ä 7. Tuch mit Knochen 167, *i65, Buddha angeboten, Bhiksu hält T. 178, 69; T. bedeckt die Hände 233; auf Schale 330; Tuch m. Buddha-legende vgl. Varsakära, Ajätasatru, Mäyä 47, 144, 188; T.-kappe 256, *257; T.-läppen rote, Frauen-Coiffure 254. Tünche 180. Turbane 51, 113, 263. Turbinella 204. Turfan 20, 190, 193, 210, 217, 293, 296, 335; N. v. T. 227, 237, 287, 289; T.-Vorberge 211—16; T.-kostüm in opp. zu K u 6 a -kostüm d. Devatäs 268. Türken, Turki, T. zerstören ein Bild 334; Turki-Mädchen 167, 303. Turm, vor Mönch 321, vgl. Mau er, Tor, Ajätasatru. Türe, vermauert 242 ;Türlaibung vgl. Laibung, sehr tief 291, Bilder: 229, Keulenträger 265, 276; 174, 186 (Dvarapälas), Brähmana 259, unbest. Gotth. 233, 260, 163, Lokapäla 311, Devatä 230, 286, 294, *243, 254, *255, 3ii; m. Mandoline 65, gepanz. König od. Gott 298, 247, Mahäkäla 163, Reiter 159, Inschr. an Chon-§im Bodhis. 237, Stüpas 130, in Ming-Öi, Qumtura verloren 6. Türwand 5, Bilder: Nägaräja 31, 130, 187, unbek. Gott 130; Stifter 16, 28, 95, 136, 195, 197, 198, 201, 204, 206, 208, 233, 237, 244, 247, 254, 260, 270, 272, 273, 280, 283, 286, 287, 291, 298, 303, 304, Buddhas 79, m. Ador. 22, 95, 122, 304, 307, med. Buddhas 230, 279, 291, Buddhas m. Parivära (Vorhalle) 162, Predigten 159, 163, 174, 314, 326, Bodhisattvas 234, 266, 294, 301, Buddha und Bodh. 326, Pranidhis 254, kl. Adorationen 278, Höllen 311, Keulenträger . (Dvarapäla) 87 (Vorhalle), Ornamente 293, sog. Bhavacakra wohl 368. Index. Rest einer Avalokitesvara-Litanei 247, Statuen auf Sockeln 276; Brähmi-Inschr. 50, zerstört 227; Türsturz: Buddha m. Nike mit Kranz 117. Tusche-Konturen 117, 211, 253, 279, 333- Tusita 93, 110, 204. Übergewand 234. Übergreifen der Komposition 110, 268. Überhosen 56. Überirdische Kräfte vgl. Flammen, Wasser, Arhat 306, 320. Übermalung 43, 117. Überschwemmung vgl. Uruvilvä-Käsyapa, vor Amitäbha 252. Überzählig, Fig. 184. Udayana, Buddhafigur des Königs U. vgl. B u d d h a 6, 8, 182, 186, 193, 196, 201, 203, 204. Ufer, dunkelgrün 106, 110, *I07, *io8, *IS3. Ugratejas 110. Uighuren 292; uigh. Tracht 196; uigh.-chines. Stil 28, 227, 293, 307, 326; uigh. Inschrr. 25, 169, 205, 215, 218, 234 (Maler!) 241, 245, 254, 256, 259, 260/1,266—68, 276, 278/9, 291/2, 298, 304/7, 309, 312, 315, 329, 334; auf e. Kürbis 232; Dokumente 335, Handschriften 196, 211, 223, 232, 245, 310, 313, 317. Umbauten 20, 79, 227, 230, 242, 253, 258, 276, 279, 285, 295, 299, 313, 324, 326, 328, 340, vgl. Einbauten. Umbiegen, Aureole ums Eck gebogen 201. Umgang 237, vgl. Gang, P r a - d a k s i n ä. Umzäunung vgl. Geländer, S u - k h ä v a t i 44. Unfertig 148. Untergewand m. Schamdeckel q. v. 199. Unterkunftsterrasse 169. Uraeus 31. Urnd 76. Urumtschi 217. Uruvilvä 90, 163; U.-Käsy apa q. v. 82, 186, 244. Usnisa Buddhas 122, 245, eines Mönchs? 122. Uttarakuru 251, 252, vgl. Meru. Uyuq, Nische 232. Vähana 77, vgl. Mahäkäla, Nägaräja, Ksitipati, Löwe 236, Manjusri, Elefant, Indrä, Samantabhadra, Kamel; der Däkinis 254, 259. Vajra, rDo-rje, Donnerkeil 65, 259, 155, 122 u. Camari 113 Attr. V a j r a p ä n i s q. v.; V. des Dharmapä 1 a'237, 289; V. auf e. Sockel 212, v. Löwen im Maule gehalten 236, in d. Kuppel 236; V.-Götter m. V. 309; V.-natur 236. Vajrapäni Abb. *2i, *32, *35, *45, *54, *8i, *97, *i22, *i5o/i, *I53, *I55, *i67, *i66, *i83, *2ii, *248, ?272, *309, *3I3, *327, sänta: weiß 176, 98, 97, 121, 45, 51, 65, krodha-: rot 113, blau 291, dunkelfarb. 121, 45, 54, 65, Kos.üm 193, *I50, weiß. Hut 98, 45,81,97, 150, 173(0, 174, 272, Panzer 254, 159, 113, 174, 327, Garudakrone 154, hohe Krone 119, Low.-kappe 183; Vajra u. Camari 122, passim, zwei Va -j r a p ä n i s 182, mehrere V. 309, bedroht Zerstörer 93, dreiäugig 163, 176. In Predigtbildern: 21, 22, 31, 51, 65, 80, 97, 163, 174, 176, 177, 101, 102, 113, 155, 156, 159, 154, 164, 165, 327; in die Bergszene (Buddha u. Adorant) übertragen 183, 191, 242. In Pranidhibildern u. ihren Vorstufen: 45, 188, 121, 179; eig. Pranidhibi. 239—41, 254, 261, 272/4, 280, 293, 298; große Fig., Seitw., gemalt 276; beim Parinirväna: m. gekreuzten Armen 36, 161, 167, 179; Donnerkeil wegwerfend 99, 211, 244, 272; Besiegung der Tirthikas q. v. 98, 154, 156, 326; neb. Kultfig. 264, 245, 231, 292, Replik eines Hängebi. 288; in Amitäbhabild. 250/2; Lamaist. 291, 313; Chines. V. *309, 310, 312; V. in einer Legende, Sockel 281; V.-Statue 316, 91; Höhle der zwei Vajrapänis (Kiris) 184—185. Vajrapäramitä 236. V ajräsana 119. Vajratathägata 236. Vajravarähi, Kultbild 311. Varäha? gemeint ist G a n e s a 238, 283. Varianten v. Bildern, vgl. Pranidhi, Predigten, Zwei-Buddha-Bild, Ajätasatru, Drona, Parinirväna, 286. Varsakära 166, 167, 179, 188. Voosen m. Blumen 236; V.-bilder 135. Vasiljev 72. Vasundharä, Göttin d. Erde, vgl. Mära, 87, Avalokitesvara 204, 227, 234, 237, 281, 285 6, 289, 310; Abb. *i67, *202; *284, *309. Vatsa 74. Vemacitra} 80, 136, 172. Verbrennung von Buddhas Sarg, vgl. Buddha 47, 61, 132, 168, 170, 171, 179, 298. Verehrer vgl. Gew7ölbebilder Buddha, Parivära, Stifte r in Gew.-Predigten 242. Vermauerung vgl Umbaute n 227, 259, 273, 276, 326, 333- Verputz verdeckt Teile e. Bildes 268; doppelter 340. Verräucherung 117, 278, vgl. Ruß. Versammlungshalle 317, -hof 225. Verschlossen, Höhle v. 276. V er Schmierung m. Lehm 266, 272, 288. Versetzte Gruppe 184. Verso 25, 75, 264, 334, 335-Vesica Buddhas 45, 79, 198, 215, 221, 241, 254, 260, 295, 306, 316, 321 (sehr groß), 329; Rand: med. Buddhas 196, 201; Buddhas m. Blumen-orn. 30; leere Scheiben 121, 122; leer 139; m. Flammen 82; viele kleine Buddhas 122; die hungr. Tigerin 199; tib. Stil 214 (Garuda), blattförm. Strahlen u. Nägaköpfe 324; unbek. Kultbild 78; Wasser-v. 187, 208; Bodhisattva-v. 195; leere V. (3) vor med. Bhiksu 330; Amitäbha, Lotusblatt-v. 291; V. (pis-cis) im Sinne v. Mandorla, vgl. Prabhämandala und A u -r e o 1 e. Viel, V.-köpfigkeit 247, vgl. Padmapäni 289, 292; Si va 247, Kopf; v.-armig vgl. Vier, Sechs; v.-a. Götter 249, 285, 309, Avalokitesvara 305. Vier, v. Szenen aus Buddhas Leben, vgl. Ajätasatru 144, 166; v. v. Wunden 90, 118; v. schwimmende Figg. 164; vier S i k h ä statt fünf 156, 158, vgl. Pancasikha; vier Drachen um Berg Meru: vier Flüsse 284; vier Götter 77, 296; vier Könige 75; vier Nägaräjas 261; vier Kinder vor Buddha 263; v. Könige vor Amitäbha 250; vier Buddhas, vier Bodhisattvas 185, 244, 120; vier stehende Buddhas neb. zwei sitz. B. vgl. Zwei-Buddha-Bild, 297 ; vier Bodhisattvas 236; vier Tri-tonen: Kuppelhalter 185; vier Vögel 188; vier Lokapälas 185, 253, 236, 239; vier Flammen-zungenarten 256, *257; vier Stufen des Pfades 256; vier Elef. tragen Bhiksu 139; vierarmig, v. Siva '136, 162, 176, 282, 289, vgl. Mahäkäla, v. grüner Gott 212, blauer Gott 212, weißer Gott 214 neben Amitäbha 251/2, v. Bodhisattva 270, v. Devatä, Däkini 229, 243, 254; v i e r füßig, v. Tischchen 87; vierköpfig v. Brahma 44, 113, 131, Däkini 259, v. Schlange 109; vierklauig, Teufel 205. Vijüävi 70. Vinaya- Vertreter 117. Violett in Höhle 9, Bäzäklik 259. Virüpäksa 185, 208. Visionen eines Stifters 256. Visväntara- jätaka 68, 141, 158, 329, 339, *i4i, *66, *330, *338. Vogel vgl. Käglik, Ente, Pfau, Taube,Eisvögel, Hansa, Schwan, Hahn, Garuda, Kinnari, Fasan; V. im Gew.-Zenit 23, 106 (u. Schnee); vier V. 188; V. flieg, in Ringen *257; Index, 369 V. m. Schlange u. Hirsch vor Brähmana 60; V., Fuchs, Affe, Schildkröte angebunden 160; V.-nest 106; V. freigelassen 303; V.-Stange 335; V.-steller 56, 59, 80. Vollharnisch vgl. Panzer, gepanzert 208. Volute 325. Vorbau, meist zerstört od. abgestürzt 132, 145, 186, 205, 225, 258, 259, 268; 286, 340. Vgl. auch 9. Vordach 102, 253, 315. Vorhalle, erhalten 16, 171, 200, zerstört 5, 6, 22, 117, 149, 158, 227, 328; V. m. Cella zusammengezogen 60; Bemalung vgl. Seitenwand Rückw. der V. (Türw. z. Cella) 173; Plaf. d. Vorhalle 174, *I75. Vorlage entscheidet d. Stilform 237. Vorsetzblatt (an Stelle d. Stalaktiten) 229, 236, 237, 239, Miniat. syr. Manuskr. 181. Vorratsräume *44 (E), 86, 63, 232, vgl. Wohnräume. VorZeichnung, eingekratzte u. aufge-gemalte 11,48,49,158,148, fehlt 211. Vydghri-jdtaka vgl. Tiger, Bodhisattva 70, 72. Wade, W.-bander 120; W.-strumpfe 29, 134, 154, 189, 204, 237, 251, 244, 272, 259; -Stiefel 105. Wagen m. Zebu q. v. 127, vgl. 79; W. von Sonne u. Mond q. v. 23, 33, 34, 62, 76, 118, 188; Mönch auf W. 27; W. m. Hirschen 288; W. Märas 204. Wallfahrer u. Tempel 301, in Landsch. 283, 263; -ort 317, 332. Wand vgl. Seitenw., Türw., Gangw., Rückw., W.-bretter vgl. Balkon 112; W.-sockel 20, vgl. Schindel, Geschindelt, *337; -gemälde vgl. Repliken 287. Wanderer u. Gewitter 212, v. Tieren verfolgt 298, vgl. A v a 1 0 k i t e s -vara, Seitenw. Nebenbildch. Wanne und Knabe darin 159. Waschbrett eines Siddha 212. Wasser vgl. Meer, See, Teich, Meru, hellgrün 106, HO, vgl. Grün, hellblau *258, *323; -fries 6", 49, 6"3, 64, 109, ho, 193; im Plafond dargest. vgl. T r i t o n e n , Lotus, Schnecke, 119; W. in Kuppel gem. mit Rankenbäumen 205; W. -wunder v. U r u v i 1 v ä 90; W. bei Verbrenn, v. Buddhas Sarg vgl. Drache,Verbrennung; M. aus d. W. gezogen (J o t i k a ) 134; W.-kanäle zw. Bäumen 329; -laufe 320, mit Lotusblumen 206; W. auf Fresko-boden 294; W.-gott m. Schale 109; W. aus Kanne z. Erfrisch, d. P r e -t a s 305, W.-strahlen von Buddha ausgehend 170; W.-tiere vgl. See-119; W. vor med. Mönch 321; W. u. Feuer an Arm u. Füßen eines | Mönchs 320; W.-schöpfender Brähmana 163; W.-kelle eines Asketen 331'; W.-träger 125; W. (vgl. Sarabha jätaka), woraus ein Tier rettet 68; W.-fässer 125; W. vgl, Nägaräja 299; N ä g a s i. W. stehend. Wasser aufgesaugt, zerstört d. Tempel 225. Watanabe 70. Webstuhl vor Mönch 329. Wedelvgl. Camari,Vajrapäni 22, 31, 122, 154, 155, 254, 276.' Wegmalen über Wände 268. Weib als Skelett 84, alte Weiber vgl. Mära 90; weibl. Leiche vor Mönch 320. W einsamen 79; -rebenmotiv 193- Weiß, W. zerstört, Blau erhalten 77; W. schwarz geworden 242; w. Zwischenraum 253, 294; w. und blaue Wolken 339; w. Hautfarbe 157; w. Brähmana 288; w. Gott 77, 212, 214, 121, 122, 254 (spitz-ohrig), 210 (m. Reliqu.); w. Männer u. Frauen vor Buddha 178; w. Dämonen Glocken läutend 204, 260; w. Nägakanyä 165; w. Vajrapäni q. v. 179,176, 113; w. Hut 116,' 188, 154, 174, 183, 179, 206, w. Mütze (Pranidhib.) 273; weißgekleid. Jüngl. 75, Mann u. Frau 340; w. Robe eines Arhat 161, Lokalgott weißgekleid. 130; w. Röcke der Stifterfürsten 56; w. Elefant 68, 70, 110, 106, 118, 178, 329; w. Stier 66, 163, 212; w. Seekamel 106; w. Ziegen 197; w. Hansas 178, 339; w. Perlen 212; w. Flocken 106; w. Tünche 320; w. schwimm. Gegenstand 160. Wellenlinien 288. Welt -Zerstörung 154; -erneuerung 156. Werkstätten 78, 79. Wetterwolke 298 u. Drache 95, 263. Widder, Patrone dazu 192. Wiedergeburt 305, 306, 211. Wiederholung 152, 334. Wilder mit Honig 53, 178; w. Tiere verfolgen Wanderer 263; vgl. T i - ger, Schlange, Wolf. Wimpel vgl. Trisüla 50, 75, 211; W.-stange 179; W.-lanze 29. Windgötter m. Sack 6, 35, 52, 62, 65, 93, 95, 211, *282. Wohnhöhlen Wohnzellen vgl. A s - k e t e n - H. 40, 62, 117, 145, 147, 168, 171, 180, 181, 195, 266, 313, 320. Wolf 223; W. u. Wanderer 298; -Ornament 186; W. der D ä k i n i s 229, 254; -kopfbanner 130. Wolken stilisiert 106, 339; -streifen 259; Glückswolken 251, 256; W. m. Gott darin 251, 283, m. Sonne neb. Dame 263; W. m. Schnee 296; W.-kreise, in denen Manjusri und' Samantabhadra schwebt 283; W.-bajl mit Drachen üb. Haupt der Nägas q. v. 321; Mönch in W. 321; W. regnet Blumen 296; W. mit Donnertrommel 297; Wolke: Schall 204; vgl. Wetterwolke, Blitzdrache, Schnee, Wollsträhne i. Ohr 212. Wollpuschel am Panzer 31. Wunder, W.-tier verfolgt den Wanderer 298; W.-darstellungen 18; W.-zeichen (vier) 90, 118. Yab und Yum, Kopulationsstell. d. Tantragötter 318. Yaksa vgl. Abhiniskramana 303; Y. verlangt Blut 70, vgl. Atavika, Dämon, Teufel, Bodhisattva 98. Yi-dam, Schutzgottheit 256. Yusufzdi 199, Zacken, Z.-Krone 77, 135, 188, 216, e. Näga 130; Z.-ornament 14, 82, 167,190(Schirm), 265, 303, 307, 336. Zahnschnitt-Ornament63,104,198, 310, 332. Zapfentüre 75. Zapiski V o c t 0 c. 0 t d e 1. i m p. russk. arch. Obgcestva 68, 73, 74, 75, 241. Zauberkreis 166, vgl.Aj ätaSatru. Zauberopfer 134, vgl. Sibi usw. Zaum 211. Zaun aus »Clay« im Schutt gef. 196. Zebu 126; Z. im Ornament 186; Z.-reitender Mönch 320; Zebu -Wagen-höhle 124—129, 130. Zehen Buddhas geküßt 176; Z.-spitzen 36. Zehn Halos über Padmapäni mit Buddhas 281, ebso. zerst. Kultbild 265. Zeichnung vgl. Patronen, Maler, Tusche, gute Z. 281. Zeltaufsatz e. Klosters 320. Zenit vgl. Sonne, Mond, flieg. Buddha, Garuda, Hansa, Windgott, Schnee, S u -m ä g a d h ä , 65, 139. Zerschneiden v. Brust und Stirnhaut: Trauerzeichen 179. Ziegel 142; Z.-boden 242; Z.-ausbau 119; Z.-mauerwerk an d. Berg geführt 195; Z.-fragmente 336. Ziegen (gemalt) vor Buddha 177; Z. als Bildzerstörer 132, 133; (plast.) Z.-klauen einer Yaksa 222. Zimmer vgl. Wohnhöhlen, Kloster, Z. i. e. Turm 335, unt. e. Stüpa 336. Zinnen vgl. Stufenzinnen 332, aus Holz 78. Zinnoberrot 334. Zipfel-oxnament 119, 145, vgl. auch t 307. Zisterne 313. Zither vgl. M u s i k i n s t r. 64. Grün wedel, Altbuddhist. Kultstätten in Chines, 24 Turkistan. 370 Jtndex, "Zofen 64, 65, 100, 118, 135, 176, *I77, 175, 234. Zotteln eines Tieres 330. Zuhörer vgl. Adorant, Parivära, Predigtbilder, 297. Zunge berührt Füße Buddhas 113, 159. Zürnend, vgl. V.a jrapäni, Kro-d h a - 154. Zusammenhang zw. Stil von Ming-Öi b. Qumtura u. Sorcuq 193. Zutrinken 329. Zwei, z. Stilarten in e. Höhle 116, . 117, 237, 259 (drei!), 279, 324, 340; z. Bilder über ein. 340; z. Hirsche vgl. Pred. v. Benares, 121; z. Panther, z. Einhörner, z. Greifen, z. Hippokampen usw. als Mönchsvehikel 178, vgl. Sumägadhä, *3I9; z. Könige oder Götter neb. Buddha an e. Fluß 179; z. Brähmanas m. Goldgewand 261, 264; z. Kägliks v. Buddha 178; z. Papageien v. B. 179; Zwei ¦ Buddha-Bild (z. B. in e. Tempel, vier steh. B. darunter) 227, 261, 288, 297, 299; Zwei- hände r 56, 84, vgl. Schwert, Zweiköpfig, vgl. Garuda 130; Krake, Schlange 68, 115; zweiräderig. Wagen 118, 204; Zwei-Vajrapäni -höhle (Kiris) 182. Zwerghafte, Figg., die nach unt. verkümmern *I57, 260, *27i, *275. Zwiebelschalen 311. Zwischenbank 79, 232. Zwölf Predigten 133; zwölf zykl. Tiere d. Kalenders 256. Zyklische Tiere 256. Nachträge und Verbesserungen. Die Abbildungen 8ia, 83, 84a, 85a, 101, 102, 103, 110, III, 112, 113, 118, 120b, 182, 192, 193, 196, 197, 199, 200, 204, 205, 208, 218, 320, 325, 429, 484, 488, 491, 493, 496b, 497c, 500b, 522c, 530, 531, 532, 534, 535, 54ib, 550b, 587, 588, 614a, 635 wurden erst während des Druckes eingeschaltet. Sie sind nach Aufnahmen, welche Herr Referendar Pohrt für die Expedition an Ort und Stelle gemacht hat. Fig. 321 S. 144, Fig. 341—4 S. 151, Fig. 339—40 S. 150, Fig. 350 S. 153, Fig. 352 S. 155, Fig. 356 S. 157, Fig. 355,357 S. 156, Fig. 362 S. 160 sind nach Durchzeichnungen über dem Original. S. 12, zu Fig. 14 statt: »gegen. Fig. 9, 10 lies »gegenüber Fig. 12, 13 unter Fig. 9. S. 27 zu Fig. 53 statt: »1,80 hoch« lies »breit« statt »1,10 breit« lies »hoch«. S. 80, Zeile 21, 23 statt: »Kankali« lies »Kankali«. S. 179, Zeile 22 statt: »führt mit d. Li. ein Pferd« lies »reitet ebenfalls auf e. Pferde«. S. 201, Zeile 15 ist hinter Gemälde der Höhle das Wort »Türwand« ausgefallen. Turfarv Focped,. Grimm edel, alibuiMh. KhltstäUerv Fir, ? Fig. 5. Ornxuneni der JnrLenstreifero der x Tragt alkerv (Jixns.J und, des RanJJgesiiTises voriyvi. Fig. i+. VergrässertesMuster von b,crdße. Fig. 2. Fy.7. RekonstriLctioTv derA^isetiendjecke eirier alieiv fföhle irvMiny-Oi ha, QyzyL. Vgh.S. 7Zfff